Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

1971 herrschte auf Schweizer Strassen Krieg: 1800 Tote 

10.08.17, 15:11 10.08.17, 15:25


So wenig Tote wie seit 77 Jahren nicht mehr

Der Verkehr wird immer sicherer. 2016 liessen in der Schweiz rund 240 Menschen bei Strassen-, Bahn- und Flugunfällen ihr Leben, so wenige wie nie mehr seit mindestens 77 Jahren.

Fast 2000 Tote im Jahr 1971

Wie ein Überblick des Bundesamtes für Statistik (BFS) für die Jahre 1940 bis 2016 zeigt, sank die Zahl der Verkehrstoten während des Kriegs auf ein vorläufiges Tief von 290 im Jahr 1945. Danach explodierte das Unfallgeschehen förmlich. Seinen Höhepunkt erreichte es 1971 mit fast 2000 Getöteten.

88 Prozent weniger Strassentote

Fast 1800 Menschen verloren in jenem Jahr allein bei Strassenunfällen das Leben, dies obwohl damals nicht einmal ein Drittel so viele Autos in der Schweiz verkehrte wie heute. Seither ging die Anzahl der Verkehrsopfer um nicht weniger als 88 Prozent zurück.

Auch 2016 starben am meisten Menschen im Strassenverkehr, nämlich 216. Dazu kommen 3785 Schwerverletzte und 17'607 Leichtverletzte.

5 Tote im Luftverkehr

Im Flugverkehr verunfallten fünf Personen tödlich. Die öffentliche Schifffahrt und die Luftseilbahnen blieben von derart schweren Unfällen verschont.

Töfffahrer leben am gefährlichsten

Sicherstes Verkehrsmittel bleibt die Bahn, trotz 22 Toten im letzten Jahr. Bei den meisten Opfern handelte es sich um Drittpersonen. Fahrgäste waren nicht betroffen. Gemäss einer Publikation des BFS ist das Sterberisiko pro zurückgelegter Distanz im Auto 28 Mal grösser als im Zug. Am gefährlichsten leben Töfffahrer mit einem im Vergleich zur Bahn 577-fach erhöhten Risiko. (whr/sda)

Aktuelle Polizeibilder

Zürcher Polizeibilder von anno dazumal

Hol dir die App!

Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

Abonniere unseren Daily Newsletter

6
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
6Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • andrew1 11.08.2017 12:01
    Highlight Ich denke nicht das die fahrer wirklich besser werden oder der überspitzt formuliert" bussen terror" wirklich etwas bringt sondern die autos sicherer werden. Schon nur mit technischen mitteln wie auffahrwarnung und spurwechselwarnung können viele unfälle verhindert werden. Zudem abs, airbag, led- oder xenonlicht wo man mehr sieht, strassen die besser ausgebaut sind und das höhere sicherheits- und gesundheitsbedürfnis der leute. Heute wird ja sogar das natel versichert und wegen jedem wehwehchen in den notfall gerennt. Früher dachte man wohl eher wird wohl nichts passieren..
    5 1 Melden
  • Namenloses Elend 11.08.2017 00:20
    Highlight Das hat meiner bescheidenen Meinung nach vorallem 4 Gründe:

    1. Die Autos sind massiv sicherer geworden. Ein Crash mit 60km/h war vor 40 Jahren ziemlich tödlich. Auto verbeult, Mensch im Eimer. Heute; Auto im Eimer, Mensch verbeult.

    2. Die Promillegrenze wurde gesenkt. Und dies wird auch rigroros kontrolliert.

    3. Den Fahrern wurde und wird seit Jahren eingeredet, dass sie potenzielle Mörder sind. Die Strafen bei einem Unfall und anderen Vergehen sind so derbe, dass viele Angst haben und nur noch extra vorsichtig rumeieren.

    4. Durch den dichten Verkehr passieren weniger tödliche Unfälle.
    7 8 Melden
  • 7immi 10.08.2017 22:04
    Highlight die autohersteller haben in der zwischenzeit nicht nur motoren entwickelt und abgaswerte gefälscht. in sachen sicherheit hat sich extrem viel getan. im folgenden video sieht man ein vergleich 1998 vs 2015. zu 1971 dürfte der unterschied einiges krasser sein...

    12 0 Melden
  • TanookiStormtrooper 10.08.2017 21:27
    Highlight Zum inflationären Gebrauch des Wortes "Krieg" in den Medien empfehle ich den Artikel von Kollege Stern.
    http://www.watson.ch/!602591328

    Natürlich sind 1800 Tote durch Verkehrsunfälle schrecklich, von den Schrecken eines Krieges sind sie aber immer noch meilenweit entfernt...
    11 1 Melden
  • Michael Mettler 10.08.2017 20:16
    Highlight Gestern in der 60er-Zone. Unübersichtliche, kurvige Strecke. Ein Auto überholt den Traktor. Ich ziehe eine Vollbremse. Sonst hätte Watson getitelt: Mann mit 3 Kindern tot. Ja, derjenige der überholt hat war ein Rentner. Fährt seelenruhig weiter. Was ich darüber denke. Das würde hier nie und nimmer veröffentlicht.
    76 6 Melden
  • maulauf 10.08.2017 18:03
    Highlight Vergleicht nur mal die Autos: aktuelle Polizeibilder => Auto Totalschaden, zwei Leichtverletzte. Die beiden wären vor 40 Jahren wohl gestorben.
    74 1 Melden

Mailand-Reisende aufgepasst: Die Astoro-Flotte der SBB ist derzeit stark reduziert

Aktuell können sechs Astoro-Züge nicht eingesetzt werden. Die Federn in den Drehgestellen weisen nicht die geforderte Dauerfestigkeit auf und müssen ersetzt werden. 

Die Verfügbarkeit der internationalen Astoro-Flotte der SBB ist derzeit stark reduziert. Aufgrund von fehlerhaft produzierten Federn stehen zurzeit vier von total 19 Fahrzeugen nicht zur Verfügung. Zwei weitere Astoro-Züge befinden sich in der Revision, wie die SBB am Mittwoch in einer Medienmitteilung schreiben. 

Die Astoro werden für den internationalen Verkehr zwischen Frankfurt–Basel–Mailand, Zürich–Mailand–Venedig und Genf–Mailand eingesetzt.

Bis zum Austausch aller betroffenen Federn …

Artikel lesen