Schweiz
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Die neuste Herausforderung für die Feuerwehren: Schlangen und Spinnen



HANDOUT --- Am Samstag, 9. Dezember 2017, kurz nach 0.45 Uhr, ist in einer Scheune am Mennweg in Amden ein Brand ausgebrochen. Beim Eintreffen der Rettungskraefte stand das Gebaeude bereits in Vollbrand. Die oertliche Feuerwehr stand mit rund 40 Personen im Einsatz und konnte den Brand nach etwas mehr als einer Stunde unter Kontrolle bringen. Das Gebaeude brannte bis auf die Grundmauern nieder. Zum Zeitpunkt des Brandausbruches befanden sich 17 Huehner, zehn Ziegen, 4 Kaelber, 3 Zwerghasen und 3 Haehne in der Scheune. Für sie kam jede Hilfe zu spaet. (Kantonspolizei St. Gallen) *** NO SALES, DARF NUR MIT VOLLSTAENDIGER QUELLENANGABE VERWENDET WERDEN ***

Nicht nur Feuer beschäftigt die Feuerwehr. Bild: KANTONSPOLIZEI ST. GALLEN

Schlangen, Spinnen, Skorpione oder Leguane: Diesen Haustieren stehen Feuerwehrleute bei manchen Einsätzen gegenüber. Sie werden deshalb im Umgang mit gefährlichen Tieren geschult. Auf nationaler Ebene sind die Kurse ausgebucht.

Während bei Haustieren wie Hunden, Katzen, Vögeln oder Schildkröten kaum Probleme auftauchen, benötigen Feuerwehrleute für Schlangen oder Spinnen besondere Kenntnisse. Sie lernen deshalb den Umgang mit diesen Tieren, wie beispielsweise im Wallis.

Aktuelle Polizeibilder: Auto prallt in Haus

Vom Feuerwehrzentrum der Region Crans-Montana im Wallis wurden rund 40 Leute geschult, wie Kommandant David Vocat der Nachrichtenagentur SDA sagte. «Wir haben vor allem gelernt, mit einem Schlangenhaken umzugehen und Vogelspinnen zu fangen.»

Im Wallis kommt es noch relativ selten zu Bränden, bei denen Feuerwehrleute auf diese gefährlichen Haustiere treffen. «Uns passierte das erst einmal», sagte Marc-André Pillet, Kommandant der Feuerwehr Martigny.

Nachdem ein Brand gelöscht war, entdeckten Pillets Feuerwehrleute eine 40 Zentimeter lange Boa, die sich ziemlich nervös in einem Terrarium wand. Zudem wurden Spinnen, Fische und unter dem Bett ein wegen Rauchvergiftung verendeter Hund gefunden. Die Katze hatte sich retten können.

Schlangen erkennen und unterscheiden

Der Hausbesitzer habe sich um die Tiere gekümmert, als er zurückgekommen sei, berichtete Pillet. Die Einsatzkräfte können dennoch Gefahren ausgesetzt sein. «Eine Kobra kann einen Menschen innerhalb von zwei Stunden töten», sagt Vincent Suardet, der die Feuerwehren von Crans-Montana und auch in anderen Walliser Regionen geschult hat.

Der erfahrene Züchter und Schlangenexperte brachte den Feuerwehrleuten zunächst bei, sechs verschiedene Schlangenarten zu erkennen, die in der Schweiz vorkommen. Zudem mussten sie die einheimischen Schlangen von importierten Arten unterscheiden können. Er lehrte sie schliesslich auch das Fangen von Schlangen mit Haken.

epa06386275 A Thai fireman (out of frame) shows his skills in handling a cobra snake at Bang Khen Fire Station in Bangkok, Thailand, 12 December 2017 (issued 13 December 2017). According to the Bangkok Fire and Rescue Department, calls for animal invasion issues exceeded 30,000 times this year, between 2,000 to 3,000 calls per week. Removing snakes and other animals from homes has dramatically surpassed fire alarms, the department added. Most of the creatures do not pose a risk to people and after being rescued by firefighters are taken to wildlife shelters and eventually freed in the wild. According to reports, wildlife encounters in Bangkok are rising as the city is expanding into formerly wildlands.  EPA/NARONG SANGNAK  ATTENTION: This Image is part of a PHOTO SET

Mit einer Kobra ist nicht zu spassen. Bild: EPA/EPA

Bei den Spinnen dagegen sind eher langsame Bewegungen mit Handschuhen angebracht und bei Skorpionen kommt eine Schachtel zum Einsatz. «Im Einsatz können die Feuerwehrleute mir stets ein Foto schicken. Im Notfall begebe ich mich auch selber vor Ort», sagte Suardet.

Nationale Kurse «ausgebucht»

Kurse zum Thema gibt es auch auf nationaler Ebene. «Wir bieten seit Jahren Kurse an, bei denen der Umgang mit Schlangen, Spinnen, Skorpionen und anderen gefährlichen Tieren geschult wird», sagte Walter Pfammatter vom Schweizerischen Feuerwehrverband (SFV) auf Anfrage. «Diese Kurse sind immer ausgebucht.»

Schlangen im Bad

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Video: watson

Auch einige andere Kantonalverbände schulen die Feuerwehrleute für den Umgang mit gefährlichen Tieren. Andere machen einzig Kurse zu Nutztieren wie Kühen, Pferden oder Schafen. Der SFV bietet zudem Aufkleber an, um die Präsenz von Haustieren an Eingangstüren zu markieren.

Damit sehen Feuerwehrleute sofort, dass es nicht nur Menschen zu retten gibt in einem Haus oder in einer Wohnung. Der Erfolg hält sich jedoch in Grenzen. Die Kleber für die Türen gingen nicht so weg, wie der SFV sich das erhofft habe, sagte Pfammatter.

Bislang gibt es keinen Kleber, der explizit auf gefährliche Tiere im Haus oder der Wohnung hinweist. Der SFV überlegt sich, auch eine solche Version noch zu schaffen. (sda)

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3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • coronado71 28.12.2017 11:01
    Highlight Highlight Die Aufkleber gehen vielleicht deshalb nicht wie erwünscht weg, weil der SFV ("Swissfire") dafür eine Gebühr von 8.50 verlangt.
    7 5 Melden
    • SemperFi 28.12.2017 11:56
      Highlight Highlight Nun das ist ja auch ein exorbitanter Preis bei der Millionenauflage...
      3 0 Melden
    • meine senf 28.12.2017 14:07
      Highlight Highlight Ein Klebstreifen befestigter handgeschriebener Fresszettel würde ja auch reichen ... Kosten etwa 10 Rappen.

      Gibt es eigentlich überhaupt noch irgendeine Institution in der Schweiz, die sich nicht "SwissSomething" nennt?
      8 1 Melden

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