Schweiz
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Bei Frauen nehmen Gewaltdelikte zu – ganz anders bei den Männern

Die Gewaltdelikte nehmen in der Schweiz ab. Wie die Unfallversicherer am Dienstag mitteilten, bestätigen die Zahlen der obligatorischen Unfallversicherung den in der Kriminalstatistik erkennbaren Trend. Doch bei Frauen sieht alles anders aus.

28.06.16, 11:03 28.06.16, 11:30


Der Anteil von Frauen bei Gewaltdelikten nimmt zu, ist aber nach wie vor gering. (Symbolbild)
Bild: Shutterstock

Die Sammelstelle für die Statistik der Unfallversicherung teilte am Dienstag mit, dass die Auswertung der Daten zu den gewaltbedingten Verletzungen in den letzten 20 Jahren ein erfreuliches Bild zeige. Die Gewalt nehme in der Schweiz ab.

Die Sammelstelle erfasst dabei nur die Berufs- und Freizeitunfälle der obligatorisch Unfallversicherten, also der Angestellten und Arbeitslosen. Sie registrierte zwar bei diesen Menschen rund doppelt so viele Gewaltfälle wie vor 20 Jahren. Nach einem steilen Anstieg bis 2008 ging die Zahl der Verletzten nach Gewaltdelikten aber von 2008 bis 2014 um 20 Prozent zurück.

Seit 2009 geht die Zahl der Gewaltfälle zurück; am stärksten bei den jungen Männern. Allerdings wurden 2014 immer rund noch doppelt so viele Gewaltfälle registriert wie 1995.
Grafik: unfallstatistik.ch

Männer werden braver

Der Rückgang sei fast ausschliesslich auf das Verhalten der Männer im Alter von 15 bis 24 Jahren zurückzuführen, teilte die Sammelstelle mit. In dieser Gruppe sei die Zahl der Gewaltdelikte sogar um 40 Prozent zurückgegangen.

Bei den jungen Frauen wurde dagegen kein Rückgang festgestellt. In den letzten 20 Jahren stieg in dieser Kategorie die Zahl der Gewaltverletzungen kontinuierlich an.

Zwischen 1995 und 2009 stieg die Anzahl der polizeilich registrierten Körperverletzungen von gut 3700 auf über 10'000 an. Grafik: unfallstatistik.ch

Die Entwicklung der Gewaltfälle verlaufe in der polizeilichen Kriminalstatistik und in der Statistik der Unfallversicherer parallel, heisst es in der Mitteilung. Die Anzahl der Fälle erreiche praktisch gleichzeitig den Höhepunkt und nehme seit 2009 gleichlaufend ab. Diese Übereinstimmung zeige, dass der Rückgang der polizeilich registrierten Gewalttaten nicht darauf zurückzuführen sei, dass nach Vorfällen öfters auf Anzeigen verzichtet werde.

Dass die gewaltbedingten Verletzungen in den letzten 20 Jahren insgesamt zugenommen haben, führen die Unfallversicherer auf das in jenen Jahren veränderte Ausgehverhalten zurück. Die Gewaltfälle hätten sich stärker auf das Wochenende verlagert. Am höchsten sei die Gewalt in der Nacht auf Sonntag zwischen 22 Uhr und 6 Uhr.

Schönes Wetter erhöht Unfallgefahr

Insgesamt erfasste die Sammelstelle 2015 809'604 Unfälle von obligatorisch versicherten Personen. Dies sind 1,6 Prozent mehr als 2014. Die Zahl der Berufsunfälle ging um 0,6 Prozent auf 266'661 zurück. Die Zahl der Freizeitunfälle erhöhte sich um 2,6 Prozent auf 526'562. Die Zahl der Unfälle von Stellensuchenden nahm um 7,5 Prozent auf 16'431 zu.

Gründe für die Zunahme der Unfälle sieht die Sammelstelle darin, dass es 2015 mehr Beschäftigte und Stellensuchende gab. Das schöne Wetter dürfte sich ebenfalls auf die Zahl der Freizeitunfälle ausgewirkt haben. (aargauerzeitung.ch)

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.

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5Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • koks 28.06.2016 14:30
    Highlight Die Feministinnen werden uns bestimmt gleich erzählen, dass an der steigenden Gewalt der Frauen die Männer schuld sind. Oder das Patriarchat, haha.
    7 5 Melden
    • Schlumpfinchen 29.06.2016 10:29
      Highlight Genau koks, Männer sind an allem Schuld. Jetzt schneidet watson einmal das Thema "Gewalt an Männern" an, da dies in den Kommentarspalten zu Artikeln über Gewalt an Frauen mit unzähligen whataboutismen verlangt wurde, doch es gibt immernoch solche, denen dies nicht genug ist. Komplexe?
      @Mr Grey der ist gut :D wir sollten jedoch nicht zu sehr rumspoilern ;)
      4 1 Melden
  • pamayer 28.06.2016 13:06
    Highlight Frauen sind nicht per se die besseren Menschen. Männer aber 100 pro die erfolgreicheren in Sachen destruktivität.
    2 2 Melden

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