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Würenlingen trauert um seine Mordopfer: «Unser Karli war bei allen beliebt»

Die Aargauer Gemeinde Würenlingen steht nach der grausamen Bluttat in der Nacht auf Sonntag unter Schock. Die Todesopfer waren im 4500-Seelen-Dorf bekannt und geschätzt. Im Dorfleben hinterlassen sie eine grosse Lücke. 

10.05.15, 21:21 11.05.15, 09:53


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Würenlingen steht unter Schock. video: TeleM1 

Viele Nachbarn hörten die Schüsse, die am Samstagabend gegen 23 Uhr im ansonsten ruhigen Wohnquartier fielen. Sie waren es auch, die die Polizei alarmiert hatten. Aufgeschreckt von den Sirenen und Polizisten begab sich Robin De-Carli vor die Tür. «Sie sagten uns, wir sollen wieder reingehen, es sei nicht sicher», beschreibt der Anwohner die Situation kurz nach der Bluttat mit fünf Todesopfern. 

Eine der getöteten Personen könnte ein Zufallsopfer gewesen sein, vermutet die Polizei. Das stimmt Valerio Romano, der gleich gegenüber wohnt, nachdenklich: «Man hätte nur im falschen Moment draussen stehen müssen», sagt er gegenüber Tele M1. Dass so etwas jemals im eigenen Umfeld geschieht, hätte er nicht gedacht.  

Guido Ducret ist als katholischer Seelsorger eine Anlaufstelle für die besorgten Dorfbewohner. Er hat am Sonntag mit mehreren Würenlingern gesprochen. «Es ist diffus und tragisch. Viele Leute können gar nicht einordnen, was da passiert ist», sagt Ducret.

Vereinsmitglieder fassungslos 

Eines der Mordopfer war Karl L.. Er war seit 20 Jahren Mitglied im FC Turgi. So lange war er auch mit René Senn befreundet. Dieser ist noch immer fassungslos: «Unser Karli war im Verein bei allen beliebt», so Senn. «Er hat nie jemandem etwas Böses getan. Man musste ihn einfach gern haben.»  

Auch Vereinspräsidentin Maja Senn ist schockiert: «Im ersten Moment glaubt man es gar nicht.» Es sei eine Leere und eine Fassungslosigkeit, beschreibt sie ihre Gefühle, nachdem sie von der schrecklichen Tat erfahren hatte. Es werde noch eine Weile dauern, bis sie diese Tat wirklich begreifen könne. 

Polizei-Sprecher Bernhard Graser: «Anwohner meldeten, sie hätten Schüsse gehört.» video:  TeleM1

Gemeinde bietet Unterstützung an 

Der Würenlinger Gemeindeammann, André Zoppi, ist bestürzt: «Wir sind ein Dorf, in dem man sich noch kennt.» Auch die Familie, die auf brutale Weise ausgelöscht wurde, kannte man im Ort. Das mache die Situation besonders schwierig. Den Hinterbliebenen, die derzeit von einem Care-Team betreut werden, sichert der Ammann die Unterstützung der Gemeinde zu. (cze) 

Die Familiendramen in der Schweiz der letzten zehn Jahren

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