Schweiz
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Die Geister-Mäher von Schänis oder: Die 7 besten Polizeimeldungen eines langen Wochenendes

Am Pfingstwochenende war auf den Schweizer Polizeiwachen ganz schön was los. Diesem Umstand verdanken wir folgende sieben Polizeimeldungen.

21.05.18, 23:10 22.05.18, 12:53


Die Landwirtschafts-Vandalen

Bild: giphy.com

In den Kantonen St.Gallen und Schwyz sind gleich zwei Hochgrasmäher auf die gleiche Weise manipuliert worden. Der Gashebel wurde dabei so eingestellt, dass das Landwirtschafts-Fahrzeug herrenlos umherfuhr und dabei Schaden anrichtete:

«In Schänis wurde ein Hochgrasmäher in Betrieb genommen und beim Gashebel manipuliert. Der Mäher fuhr in der Folge unbeaufsichtigt umher bis er schliesslich bei einem Privatgrundstück am General-Hotze-Weg stecken blieb. Der Mäher, bei dem die Räder durchdrehten, wurde vom aufmerksam gewordenen Grundstückbesitzer abgestellt. Dieser verständigte auch die Kantonspolizei St.Gallen. Welche Schäden verursacht wurden, muss noch abgeklärt werden.

In Benken ist ein Hochgrasmäher in Nähe Neuhof auf die gleiche Weise manipuliert worden. Er fuhr in der Folge selbständig über Wiesen und Wege. Letztlich kollidierte der Mäher mit einer Bank vor einem leerstehenden Gaden. Die Antriebsräder gruben sich dann ins Erdreich ein. Am Mäher, dem Wiesland und einem Strassenpfahl entstand ein Schaden von mehr als 2000 Franken.»

Die Polizei geht davon aus, dass die beiden Fälle in Zusammenhang stehen. Hoffentlich wird der Hochgrasmäher-Manipulator bald gefasst!

Das beschädigte Maisfeld. Bild: Kapo Schwyz

Saubannerzug in Wohlen

Mutmasslicher Start der Jugendunruhen in Wohlen im Video. Bild: giphy.com

In Wohlen begehrt derzeit die Jugend auf. In einem Saubannerzug wurden mehrere Scheiben eingeschlagen und Container in Brand gesetzt. Forderungen hinterliessen die Täter keine.

«In der Nacht auf Sonntag, 20. Mai 2018 kam es in Wohlen zu einem Saubannerzug. Auf dem Schulareal Halde wurde mittels einer Signalisationsleuchte, welche vorgängig ab einer Baustelle entwendet wurde, die Eingangstüre sowie eine Scheibe des Kindergartens eingeschlagen. Weiter wurden an unterschiedlichen Orten mehrere Abfallcontainer in Brand gesetzt. Eine acht Meter lange Thujahecke brannte ebenfalls ab. Die Feuerwehr Wohlen musste mehrfach ausrücken um die Brände zu löschen.»

Die Regionalpolizei konnte durch eine Fahndung einen 17-jährigen Jugendlichen aus der Region anhalten. Ob wir nun endlich mehr über die Gründe der Jugendrevolten in Wohlen erfahren?

Ein ausgebrannter Container. Bild: Kapo St. Gallen

Vergessenes Öl

Bild: giphy.com

Eine junge Mieterin vergass, dass sie in der Küche Öl heiss machte. Kurz darauf brannte die Küche.

«Wie die Abklärungen der Kantonspolizei Thurgau ergaben, liess die 19-jährige Mieterin um etwa 20.35 Uhr in der Küche des Hauses an der Bahnhofstrasse eine Pfanne mit Öl unbeaufsichtigt auf dem eingeschalteten Herd stehen. Als die Frau im Nebenzimmer einen Knall hörte, lief sie in die Küche und bemerkte, dass die Pfanne brannte und rauchte.

Eine Kollegin, die sich ebenfalls in der Wohnung befand, alarmierte die Feuerwehr Romanshorn. Die beiden Frauen verständigten die anderen Mieter und verliessen das Haus. Ein Nachbar versuchte, den Brand mit einem Feuerlöscher zu bekämpfen, konnte aber wegen der starken Rauchentwicklung nicht zum Brandherd vordringen.»

Die Feuerwehr konnte den Brand rasch löschen. Deshalb wurde nur die Küche beschädigt, der Rest der Wohnung blieb verschont.

Auseinandersetzung löst sich in Luft auf

Bild: giphy.com

In Niedergösgen löste sich derweil eine (mutmasslich) handfeste Auseinandersetzung in Luft auf. 

«Am Freitag, 18. Mai 2018, kurz vor 22.45 Uhr, wurde die Alarmzentrale der Kantonspolizei Solothurn über eine lautstarke Auseinandersetzung zwischen einer Frau und einem Mann beim Bereich des Betreuungs– und Pflegezentrum Schlossgarten sowie der Neufeldstrasse in Niedergösgen informiert. Da es gemäss der eingegangenen Meldung ebenfalls zu Handgreiflichkeiten gekommen sein soll, rückten sofort mehrere Patrouillen vor Ort aus.»

«Beim Eintreffen konnten die beiden streitenden Personen jedoch nicht mehr angetroffen werden. Auch eine sofort durchgeführte Nahfahndung blieb erfolglos. Im Bereich der Bushaltestelle Falkenstein konnte jedoch ein Messer sichergestellt werden. Zur Klärung, ob dieses Messer in einem Zusammenhang mit der Auseinandersetzung steht, sucht die Polizei Zeugen.»

Das Pärchen wird gebeten bei der nächsten Auseinandersetzung wenigstens den Anstand zu haben, uns darüber zu unterrichten, um was es eigentlich ging.

Ein Schneerutsch Mitte Mai

Bild: giphy.com

Als Flachländer passiert es manchmal das man vergisst, dass in der Schweiz durchaus auch Mitte Mai noch Schnee liegt. So kam es auf dem Klausenpass zu einem Schneerutsch der auch noch gleich zwei Autos erfasste.

«Am Pfingstsonntag, 20. Mai 2018, ca. 14.00 Uhr, waren zwei Personenwagen vom Urnerboden herkommend in Richtung Klausenpass unterwegs. Ca. 200 Meter vor der Passhöhe wurden die beiden Fahrzeuge von einem Schneerutsch erfasst. Dabei wurde das eine Auto mit Schwyzer Kontrollschildern rund 100 Meter mitgerissen. Die beiden Fahrzeuginsassen wurden verletzt und mit dem Rettungsdienst ins Kantonsspital Uri gebracht.

Das andere Auto mit deutschen Kontrollschildern kam aufgrund des Schneerutsches leicht von der Strasse ab. In diesem Fahrzeug befanden sich ebenfalls zwei Personen. Die Beifahrerin wurde verletzt und mit einem Rega-Helikopter in ein ausserkantonales Spital gebracht. Alle verletzten Personen befinden sich ausser Lebensgefahr.»

Schneerutsch im Mai auf dem Klausenpass. Bild: Kapo Uri

Wir wünschen allen Beteiligten schnelle Genesung!

Fahrzeug steht plötzlich in Flammen

Eventuell hätte man die Situation für ein Musikvideo nutzen können. Bild: giphy.com

Stell dir vor du erwachst mitten in der Nacht und siehst, dass dein Jeep in der Einfahrt in Flammen steht. Das erlebte dieser Schaffhauser am Wochenende.

«Am frühen Samstagmorgen, 19.05.2018, ca. 03.20 Uhr, bemerkte der Halter eines Jeep Wranglers, dass sein in der Einfahrt parkiertes Fahrzeug brannte. Daraufhin tätigte er unmittelbar den Notruf. Es gelang der an die Örtlichkeit ausgerückten Polizei und Feuerwehr den Fahrzeugbrand zu löschen, ohne dass weitere Objekte in Brand gerieten.»

«Neben den Funktionären der Schaffhauser Polizei standen 24 Personen der Feuerwehr der Stadt Schaffhausen und zwei Sanitäter vom Rettungsdienst der Spitäler Schaffhausen im Einsatz. Durch das Feuer entstand ein Sachschaden von mehreren zehntausend Franken. Die Brandursache ist Gegenstand laufender Ermittlungen durch die Schaffhauser Polizei.»

Bild: Kapo Schaffhausen

Das Bild des brennenden Fahrzeugs hat immerhin etwas Ästhetisches. Der Fotograf wird es aber wohl kaum über seinen Kamin hängen.

Das Duell um die höchste Busse

Bild: giphy.com

Auch an diesem Wochenende fanden verschiedene Wettkämpfe statt. Die Schweiz unterlag an der Eishockey-WM den Schweden im Penaltyschiessen. Auf den Strassen gab es ebenfalls ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Und zwar um die höchste Busse im Strassenverkehr.

Die beiden Kontrahenten waren ein 54-jähriger Freiburger und eine 23-jährige Aargauerin. Letztere wurde mit Tempo 137 auf einer Überlandstrasse angehalten. Alltag für die Kantonspolizei Aargau wie sich zeigt: Fünf weitere Personen wurden an diesem Wochenende mit massiv überhöhten Geschwindigkeiten (ab 114 Kilometern pro Stunde) erfasst.

Geschlagen wurden sie jedoch alle vom 54-Jährigen. Dieser war auf einer Überlandstrasse (Tempo 80) mit 150 Kilometern pro Stunde unterwegs. Er wurde dabei von einer Polizeipatrouille angehalten. Der Führerausweis ist weg und das Fahrzeug wurde konfisziert.

«Dieser Typ ist definitiv nicht berauscht»

Video: watson

Aktuelle Polizeibilder: Zwei Verletzte bei Crash auf A6

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11Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • FlextR 23.05.2018 09:48
    Highlight Da zeigt sich das die Jugend Ihr eigenes Leben nicht im Griff haben..

    Schade das man die Dinge anderer kaputt machen muss, für ein wenig Spass.....
    0 1 Melden
  • DingoAteMyBaby 22.05.2018 10:26
    Highlight Ich melde noch Ermordung von Ikea Möbeln am Sonntag Abend
    6 0 Melden
  • Sauäschnörrli 22.05.2018 10:22
    Highlight Bei uns in der Ostschweiz heissen die Hochgrasmayo.
    20 0 Melden
  • Seppetoni Chueschwanz 22.05.2018 09:58
    Highlight Ich habe als jugendlicher ja auch Mist gebaut. In Bauwagen einbrechen und Bier entwendet. Aber auf die Idee Bauern ihre Mais/Kornernte zu dezimieren währe mir nie in den Sinn gekommen...
    19 1 Melden
  • Ambros 22.05.2018 09:44
    Highlight Verirosenberg@gmail.com was ist ein Hochgradmäher noch nie gehört? Alt Landwirt der von der Sense bis zum Kreiselmäher alles kennt.
    4 0 Melden
    • Sauäschnörrli 22.05.2018 10:37
      Highlight Einachsmäher, wie z.B. ein Aebi.
      5 0 Melden
  • lilie 22.05.2018 06:37
    Highlight Die Meldungen zeigen einfach, dass einigen Zeitgenossen diese staatlich verordneten Feiertage überhaupt nicht gut tun... 🙄
    62 9 Melden
    • Menel 22.05.2018 07:17
      Highlight War auch mein erster Gedanke; gewisse Leute muss man beschäftigt halten, sonst machen sie nur Mist 😅
      30 2 Melden
    • P. Saulus 22.05.2018 10:25
      Highlight Einige der Meldungen zeigen uns aber auch wozu alles heutzuzage die Polizei benötigt wird.
      10 1 Melden
    • lilie 22.05.2018 12:59
      Highlight @Saulus: Wie meinst du das? Die Polizei braucht man bei Gesetzesübertretungen oder wenn es um einen Versicherungsfall geht. Das eine oder andere trifft doch auf alle diese Fälle zu?
      1 1 Melden
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