Schweiz

Als Eveline Widmer-Schlumpf zurücktrat, trat ihr Sohn Ursin an

29.10.15, 13:31

Die politische Tradition der Familie Widmer-Schlumpf wird fortgesetzt: Just am Tag der Rücktrittserklärung der BDP-Bundesrätin ist ihr Sohn Ursin in den Gemeindevorstand von Felsberg GR gewählt worden.

Der 26-Jährige setzte sich in einer Kampfwahl durch, wie Gemeindepräsidentin Lucrezia Furrer der Nachrichtenagentur sda sagte. Um die vier Sitze im Vorstand von Eveline Widmer-Schlumpfs Heimat- und Wohnort hatten sich sechs Kandidaten beworben.

Die Familie Widmer-Schlumpf nach ihrer Wahl zur Bundesrätin am 13. Dezember 2007. Sohn Ursin steht neben ihr.
Bild: KEYSTONE

Ursin Widmer stellt die dritte politisch engagierte Generation der Familie dar. Die Fussstapfen, in die er tritt, sind riesig: Wie die Mutter gehörte auch der Grossvater der Landesregierung an. Der 2012 verstorbene Leon Schlumpf war von 1980 bis 1987 SVP-Bundesrat.

Familie in Felsberg tief verwurzelt

Die Familie ist in Felsberg tief verwurzelt. Wie Ursin Widmer und Eveline Widmer-Schlumpf wurde auch Leon Schlumpf in der 2400 Einwohner zählenden Gemeinde im Churer Rheintal geboren.

Felsberg sei stolz, in wenigen Jahrzehnten eine Bundesrätin und einen Bundesrat gestellt zu haben, sagte Gemeindepräsidentin Furrer anlässlich der Rücktrittsankündigung von Widmer-Schlumpf. Es gäbe in der Schweiz wohl kaum eine andere Gemeinde, die das von sich behaupten könne. (whr/sda)

Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Roger Schawinski im grossen No-Billag-Interview: «Das ist völlig durchgeknallt»

Der Schweizer Medienpionier und Radio-Unternehmer Roger Schawinski meldet sich in der No-Billag-Debatte mit dem in Rekordzeit geschriebenen Buch «No Billag? Die Gründe und die Folgen» zu Wort. Ein Gespräch über die Vernebelungstaktiken der Initianten, die Chancen der Initiative und «Morning Joe».  

Ihr Buch ist flott geschrieben und es bietet eine verständliche Einordnung der Problematik. Aber kann ein Schnellschuss auch seriös sein?Roger Schawinski: Dies ist mein Fachgebiet, in dem ich mich seit Jahrzehnten auskenne. Und ich habe wohl mehr praktische Erfahrungen im In- und Ausland als andere.

Sie tragen aber ziemlich dick auf. Man hat den Eindruck, die Schweiz werde bei einem Ja zur No-Billag-Initiative untergehen. So ein Quatsch. Haben Sie das Buch überhaupt gelesen? Das schreibe …

Artikel lesen