Schweiz
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ARCHIV - ZUR MELDUNG UND DER AUSSAGE DES ARMEECHEFS PHILIPPE REBORD, DASS DIE ARMEE AUFGRUND DER ZUNEHMENDEN ATTRAKTIVITAET DES ZIVILDIENSTES DER ARMEE IHR BENOETIGTES KONTINGENT STREITIG MACHEN SOLL, STELLEN WIR IHNEN DIESES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG - Zivieldienst: Tim Luethi leistet seinen Zivildienst im Gesundheitswesen.am 09. Dezember 2016 in Biel. Er wird in der Bewegungstherapie eingesetzt. ..Schloessli Biel (KEYSTONE/Christian Beutler)

Ein junger Mann leistet seinen Zivildienst im Gesundheitswesen: In Zukunft soll das erschwert werden. Bild: KEYSTONE

Die Armee braucht mehr Soldaten – Bundesrat will Zivildienst weniger attraktiv machen



Die Armee braucht mehr Soldaten. Der Bundesrat will deshalb die Hürden für den Zivildienst erhöhen. Damit vollzieht er eine Kehrtwende: Noch 2014 sah er vor einem solchen Schritt ab.

Um den Armeebestand zu stabilisieren, will der Bundesrat den Zivildienst in Zukunft weniger attraktiver machen. Die Zahl der Zulassungen ist in den vergangenen Jahren stetig gestiegen - von 4670 im Jahr 2011 auf 6169 im Jahr 2016. Dies beeinflusse den Armeebestand negativ, ist der Bundesrat überzeugt.

Er hat am Mittwoch entschieden, die Zahl der Zulassungen zum Zivildienst «substanziell» zu verringern. Eine konkrete Zahl nennt er zwar nicht, auch ist unklar, ob er einen Schwellenwert anstrebt. Eine Grössenordnung lässt sich aber an der personellen Alimentierung der Armee ablesen.

Um die Bestände zu füllen, braucht die Armee rund 20'000 Rekruten pro Jahr. Zusammen mit den Rekrutenschulen im Frühling und im Sommer sind vergangenes Jahr zwar 21'800 Wehrpflichtige eingerückt. Erfahrungsgemäss brechen jeweils rund 20 Prozent von ihnen die RS ab, aus medizinischen oder anderen Gründen. Damit könnten noch rund 18'000 Armeeangehörige den Verbänden zugeteilt werden.

40 Prozent nach Rekrutenschule

Der Bundesrat schlägt verschiedene Massnahmen vor, um auch künftig genug Armeeangehörige zu haben. Er hat das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) mit der Ausarbeitung einer Vernehmlassungsvorlage bis Herbst 2018 beauftragt.

Die Eckwerte hat die Landesregierung am Mittwoch bereits vorgegeben. Ins Visier nimmt er dabei vor allem Soldaten, die nach bestandener Rekrutenschule ein Gesuch für den Zivildienst einreichen. Im vergangenen Jahr betraf dies knapp 40 Prozent der 6169 Zulassungen.

Der Bundesrat will eine Mindestanzahl von 150 zu leistenden Diensttagen im Zivildienst festschreiben. Damit würden bereits geleistete Militärdiensttage gar nicht mehr angerechnet. Heute werden zu leistende Diensttage mit dem Faktor 1,5 multipliziert. Armeeangehörige, die nach bestandener RS ein Gesuch stellen, sollen zudem mit einer Wartefrist von zwölf Monaten belegt werden.

Eine weitere Einschränkung ist der Beginn: Gesuchsteller aus der RS sollen innerhalb von zwölf Monaten mit dem langen Zivildiensteinsatz beginnen müssen. Eine jährliche Einsatzpflicht bereits ab dem Kalenderjahr nach Zulassung soll ebenfalls eingeführt werden. Wer keine Restdiensttage im Militär hat, soll von der Zulassung ganz ausgeschlossen werden. Erschweren will der Bundesrat auch den Wechsel von Unteroffizieren und Offizieren in den Zivildienst.

WEA macht Militärdienst attraktiver

Attraktiver wird der Militärdienst bereits mit der Weiterentwicklung der Armee (WEA). In einem im September veröffentlichten Bericht zeigte der Bundesrat die verschiedenen Verbesserungen auf.

So werden Stellungspflichtige vermehrt mit Rücksicht auf ihre Fähigkeiten ausgehoben. Bisher als untauglich Qualifizierte können dort eingesetzt werden, wo sie der Armee einen Nutzen bringen. Zudem wird die körperliche Belastbarkeit der Rekruten nach und nach aufgebaut.

Milizkadern wird neu eine Ausbildungsgutschrift gewährt, die sie für zivile Aus- und Weiterbildungen einsetzen können. Der Betrag richtet sich nach Dienstgrad und Ausbildungsdauer. Zukünftigen Kaderangehörigen wird zudem ein Bildungs- und Kompetenznachweis ausgehändigt. Dieser bestätigt die während der Grundausbildung und dem Abverdienen erworbenen Kompetenzen.

Zur besseren Vereinbarkeit von Militärdienst und ziviler Laufbahn werden die abverdienenden Kader drei Wochen vor Ende der Rekrutenschule entlassen, wenn sie unmittelbar im Abschluss ihr Studium aufnehmen. Zudem können fünf Tag zur Studienvorbereitung bezogen werden.

Einsatz bei Anlässen überprüfen

Am Mittwoch hat der Bundesrat das WBF zudem beauftragt, den Einsatz von Zivildienstpflichtigen bei Kultur- und Sportanlässen sowie zur Unterstützung von Angehörigen betreuungsbedürftiger Personen zu prüfen.

Parallel dazu hat er Änderungen der Zivildienstverordnung sowie der Verordnung über das Informationssystem des Zivildienstes verabschiedet. Nach Ansicht des Bundesrates haben sich verschiedene Regeln im Vollzugsalltag als anpassungsbedürftig erwiesen. Die Änderungen treten per 1. Januar 2018 in Kraft. (sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Schneider Alex 16.11.2017 06:10
    Highlight Highlight Ja will man denn noch mehr unwillige und unmotivierte Soldaten in der Armee?
  • D-licious 15.11.2017 19:19
    Highlight Highlight Für mich zeigt dieses Beispiel einmal mehr, wie viele unserer Politiker politisieren. Statt ein Problem an der Wurzel anzupacken und z.B. die Armee attraktiver zu gestalten, werden lieber ein paar Symptome bekämpft in den man den Zivildienst unattraktiver macht. Das Problem ist zwar noch nicht gelöst, aber jänu... So wie die Armee aktuell "funktioniert", muss man sich nicht fragen, warum immer mehr junge Männer in den Zivildienst wechseln
  • Murky 15.11.2017 16:40
    Highlight Highlight Ich selbst hab mich erfolgreich gedrückt und bin dafür jetzt freiwilliger Feuerwehroffizier. Militärpflichtersatz musste ich trotzdem voll zahlen, obwohl ich meinen Dienst an der Allgemeinheit wohl schon zigfach abgeleistet habe.
    Ich bin auch der Meinung, das Militär sollte und kann attraktiver gemacht werden. Und zwar nur so dass man als 17 Jähriger den Sinn darin erkennt. Beispielsweise ein grösserer Fokus auf Katastrophenhilfe. Denn da ist die Armee sinnvoll und wird gebraucht, nicht nur der Zivilschutz. Dass man daneben auch noch Dienst an der Waffe machen muss gehört dann halt dazu.
  • Maranothar 15.11.2017 16:35
    Highlight Highlight Das kommt also dabei raus wenn man nicht wahr haben will, dass alte Zöpfe abgeschnitten gehören.
  • Thurgauo 15.11.2017 16:17
    Highlight Highlight Aha, die Schweizer Armee ist nicht attraktiv genug für die Jugend. Lösung? Man macht den Zivildienst unattraktiver, statt sich sinnvolle Massnahmen zu überlegen. Für mich immer noch eine der grössten Steuergeldverschwendungen. Vor allem in der heutigen Zeit, wo gute Ausrüstung enorme Summen kostet. Eine Summe die die Schweiz definitiv nicht aufbringen kann ...
  • Skater88 15.11.2017 16:11
    Highlight Highlight Ich habe RS und freiwillig UOS absolviert, wurde mit voller Wucht des unfähigen Militärs konfrontiert (14 LKWs auf Platz, keiner fahrtüchtig, ABC Anzugstraining bei über 30 Grad mit Rennen und Waffenübungen... Etc).

    Danach in den Zivildienst, jetzt arbeite ich im Sozialbereich - wo ich immer hin wollte - und so die Chance hatte mich zu beweisen.

    Bei solchen Bundesrätlichen Äusserungen, beginne ich stark am tatsächlichen Nutzen der Armee zu zweifeln und überlege künftig alles was "für" die Armee ist, einfach pauschal abzulehnen.
  • grünezecke #fcksvpafd 15.11.2017 15:51
    Highlight Highlight armee abschaffen und bevökerungsschutz/Zivilschutz und Zivildienst ausbauen. wir brauchen keine jets, panzer und sonstigen müll
    • loplop717 15.11.2017 17:43
      Highlight Highlight Kann ich nur 100% unterstützen.
  • Phipsli 15.11.2017 15:45
    Highlight Highlight Geschützte Werkstatt / Armee
  • WalterWhiteDies 15.11.2017 15:42
    Highlight Highlight Natürlich die schweizer Armee braucht mehr Männer.. Lächerlich.. Schafft den Blödsinn doch entlich ab..
  • Paganapana 15.11.2017 15:42
    Highlight Highlight Schon schlimm diese Zivildienstler. Erledigen für die Gemeinschaft wertvolle Arbeit, anstatt einer sau teuren und für uns unnötigen Institution beizutretten...
  • Lord_Mort 15.11.2017 15:29
    Highlight Highlight Zum Glück habe ich damals nur 3 Wochen in diesem Verein verbacht. Das Highlight war die Sicherheitsübung mit Feuerlöschern. Öl wurde in Wannen angezündet und 150 Rekurten mussten das Löschen üben. Da die Kaserne aber direkt neben einem Wald lag und keiner der Kader daran dachte der Gemeinde Bescheid zu sagen, kam nach ca. 15min die Feuerwehr, weil die dachten der Wald brenne. Jetzt bin ich im ZS, was an Professionalität der Kader auch nicht besser ist, aber wenigstens sind es nur 2 Tage im Jahr (das freut dann jeweils das lokale Gastgewerbe). Zivildienst durfte ich damals leider nicht leisten.
  • Karl33 15.11.2017 15:13
    Highlight Highlight Man könnte auch einfach mal die Gleichstellung von Mann und Frau in die Verfassung schreiben, und gut wäre. Es ist ein Hohn, dass man zuwenig Soldaten hat, aber die Frauen von der Dienstpflicht befreit, und Männer dazu zwingt.
  • Jason84 15.11.2017 15:12
    Highlight Highlight Die beste Armee der Welt,... und keiner will dabei sein... :-)
    • Genital Motors 15.11.2017 18:19
      Highlight Highlight Ich will und war.
  • Telomerase 15.11.2017 14:59
    Highlight Highlight An alle die schreiben, dass man die Armee interessanter gestalten soll: wie konkret (interessiert mich jetzt wirklich)?

    Stundenlang Wache schieben ohne dass etwas passiert, gehört nun mal zur Armee dazu, das Grundhandwerk eines Soldaten (ist in jeder Armee auf der Welt so); dass das nicht sehr attraktiv ist, versteht sich von selbst.
    • Skater88 15.11.2017 16:13
      Highlight Highlight Das ist der i teressante Teil dran. Stundenlang auf einem Feld stehen, 15 min Übung, und dann warten bis man wieder in die Kaserne kann, das ist der unattraktive Teil dran.
    • Telomerase 15.11.2017 16:29
      Highlight Highlight Gewitterer, Vorschläge?
    • manu9989 15.11.2017 16:43
      Highlight Highlight Flexiblere WKs die auch mit dem Arbeitsleben koordiniert werden können. Kürzere WKs dafür ohne tote Zeit usw
    Weitere Antworten anzeigen
  • Sir Konterbier 15.11.2017 14:52
    Highlight Highlight Man sollte die Armee attraktiver machen, nicht den Zivildienst unattraktiver. Das wird zwar auch versucht, aber anscheinend ist es noch zu wenig.

    Ich finde aber schon auch, dass das Wechseln unattraktiver gemacht werden sollte. Die Armee und der Steuerzahler verliert viel Geld durch Leute, die während oder nach der RS abbrechen. Es liegt im Interesse von Allen dass sich die Leute von Anfang an entscheiden, wohin sie wollen.
  • Ohniznachtisbett 15.11.2017 14:44
    Highlight Highlight Ich verstehe bis heute nicht, wie man wegen dem Militärdienst "e sone tümmi" tun kann. Ich hatte da eine gute Zeit, gute Leute kennengelernt, ein bisschen was gemacht und hauptsächlich 3 Wochen grüne Ferien gehabt. Klar man kann UT machen und nicht gehen - OK, aber in den Zivildienst? Da muss man mehr Tage leisten und erst noch mehr machen. Wenn einem unbedingt nach viel arbeit ist, soll man sich umteilen lassen in ein Bat das Skirennen, Schwingfeste u.ä. aufstellt. Da gibts viel zu tun und einen Sinn hat man auch. Ich habe beim Militär nie den Sinn gesucht, sondern eine glatte Zeit.
    • phreko 15.11.2017 14:52
      Highlight Highlight 5 Milliarden, damit ein paar eine "glatte Zeit" haben können?

      "E tümmi" tut ja eben das Militär. Wenns wirklich "so toll" wäre, würde ja niemand weggehen.
    • Jason84 15.11.2017 15:14
      Highlight Highlight Mit der Einstellung hätte ich sie für UT erklärt.
    • \L/ 15.11.2017 15:24
      Highlight Highlight Ach so, du hast es also gerne gemacht und darum ist es gerechtfertigt, allen die keinen Militärdienst machen wollen, die Alternativen zu verschlechtern, auch wenn diese für sie besser wären? Anderen fällt es möglicherweise auch schwieriger, sinnlose Tätigkeiten zu verrichten, ohne sich gedanken über andere Lösungen zu machen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • lynx 15.11.2017 14:30
    Highlight Highlight Der Bundesrat so: "Hm wir hätten da ein Rüstungsprogramm für 8 Milliarden, wegen dem uns noch eine Volksabstimmung droht. Wie machen wir diese Ausgaben den Armeegegnern bloss schmackhaft?
    Ah, genau! Wir zwingen sie faktisch, der Armee beizutreten, dann haben sie auch etwas davon!"
    Im Ernst, was soll der Blödsinn?
  • D(r)ummer 15.11.2017 14:15
    Highlight Highlight Da hat der Bundesrat aber ein schönes Exempel statuiert, wie man SABTA (Sicheres Auftreten Bei Totaler Ahnungslosigkeit) auch im zivilen Leben brauchen kann.

    Das wird nicht durchkommen.
    • DreamerDu 15.11.2017 14:42
      Highlight Highlight Das Parlament ist diesbezüglich leider auf Bundesratslinie. Das hat sich bereits bei der Erhöhung der Ersatzabgaben für Untaugliche gezeigt (welche das "untauglich sein" unattraktiver machen soll)
    • D(r)ummer 15.11.2017 14:48
      Highlight Highlight Sehr schade.

      Ich finde die Liste (Geschäftsprotokoll) auf Admin.ch nicht. Auch Schade, jetzt weiss ich nicht, wen ich nicht mehr wählen soll.
    • DreamerDu 15.11.2017 23:18
      Highlight Highlight Wir wurden darüber von unserem Zivilschutz-Kommandanten informiert. Allerdings finde ich keine Bestätigung für diese Information. Im Gegenteil, die Mindestabgabe wurde offensichtlich doch nicht erhöht (was mich sehr freut!).
    Weitere Antworten anzeigen
  • word up 15.11.2017 14:07
    Highlight Highlight zwei grundlegende fehlüberlegungen aus meiner sicht:
    1. den zivildienst unattraktiver zu gestalten, führt wahrscheinlich zu noch mehr zivildienst gesuche vor der "verschlechterung"!
    2. nicht dem gegner (zivildienst) eins auswischen wollen, sondern erst vor der eigenen haustüre wischen (militär)!

    warum nur versucht man den viel nützlicheren zivildienst zu schwächen? das konzept der armee ist längst veraltet und kostet wie sau!

    wechsle wer kann! ;)
  • CH-Wallace 15.11.2017 14:06
    Highlight Highlight Die Armee intressanter gestallten und die Zulassung für den Zivi schwieriger machen. Meiner Meinung sollten die Drückeberger nicht so einfach davon kommen.
    • Gar Manarnar 15.11.2017 14:09
      Highlight Highlight Genau, die Drückeberger könnten ja noch etwas gesellschaftlich sinnvolles machen!
    • Dä Mö 15.11.2017 14:30
      Highlight Highlight ganz schlimm, wenn man nicht 4 wochen seiner zeit jährlich verblöden sondern etwas sinnvolles leisten will! bin ich absolut bei dir - NOT!
    • dododo 15.11.2017 14:36
      Highlight Highlight die drückeberger leisten 1,5 mal mehr diensttage, nur so...
    Weitere Antworten anzeigen
  • amIsanta 15.11.2017 14:04
    Highlight Highlight Auch ganz spannend: Es gibt zwar immer mehr Zivis, aber trotzdem beginnen jedes Jahr genügend oder gar zu viele Männer die RS. Das Problem ist keins!
    • loplop717 15.11.2017 17:48
      Highlight Highlight Für viele meiner Kollegen gab es gar keinen Platz mehr in der RS von diesem Sommer. Aber die armee beklagt sich über zu wenige Soldaten...
  • blaubar 15.11.2017 13:58
    Highlight Highlight So. Und wofür brauchen wir die Armee? Konkret jetzt, mit Beispiel.
    • Bits_and_More 15.11.2017 14:20
      Highlight Highlight Aktuell ist es reiner Wissenserhalt. Ob und wann dieses Wissen jemals gebraucht wird, kann dir niemand sagen.
      So irgendwie ähnlich wie eine Krankenversicherung, du bezahlst und hoffst, dass du sie nie brauchst.
    • Telomerase 15.11.2017 14:53
      Highlight Highlight In meinen Dorf hat's seit 5 Jahren nicht mehr gebrannt, wieso brauchen wir eine Feuerwehr?? Konkret jetzt, mit Beispiel!
    • blaubar 15.11.2017 16:00
      Highlight Highlight @Telo: Dann sag mir, wann in den letzten hundert Jahren die Schweizer Armee irgendeinen Nutzen hatte, ausser Arbeitsplätze.
      Und: Wie sinnvoll wäre es, heute noch auf Hellebarden zu setzen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Posersalami 15.11.2017 13:52
    Highlight Highlight Wieso kann man hier keine Berufsarmee einführen? Holland schafft das ja auch und ist immerhin NATO Mitglied! Denen reichen knapp 70 000 Soldaten und die müssen sogar noch eine Marine unterhalten..

    Würde hier locker funktionieren. Bei gleich hohem Budget hätte man dann vielleicht sogar Soldaten, die man für mehr brauchen könnte als zu warten oder mal ein paar Sandsäcke zu tragen.
    • Telomerase 15.11.2017 14:54
      Highlight Highlight NATO Mitglied: 2% des BIP = 2.5 Mal höhere Militärausgaben für die Schweiz als heute
    • demokrit 15.11.2017 15:09
      Highlight Highlight Weil es das Volk nicht will. Wir haben genau darüber abgestimmt.
    • Posersalami 15.11.2017 15:51
      Highlight Highlight @ Telomerase: Lesen sie doch wenigstens den Wiki Artikel bevor sie posten..

      https://de.wikipedia.org/wiki/Niederländische_Streitkräfte

      Holland gibt 1.2% vom BIP für die Armee aus, nicht 2%. Die betreiben damit aber eben noch eine teure Marine und den ganzen NATO Kram wie Auslandseinsätze. Haben wir ja alles nicht zu bezahlen.
  • RatioRegat 15.11.2017 13:48
    Highlight Highlight Auch diese Massnahmen werden nichts daran ändern, dass unsere Armee nicht glaubwürdig ist. Bereits jetzt werden Zivildienstler benachteiligt, indem sie im Vergleich zum Militärdienst anderthalb Mal so viele Diensttage absolvieren müssen. Trotzdem ziehen es viele vor 50% mehr Zeit für gemeinnützige Tätigkeiten aufzuwenden, anstatt die Zeit im Militär abzusitzen.

    Anstatt den Zugang zum Zivildienst zu erschweren, sollte die Armee vor der eigenen Haustür kehren und sich überlegen, wie sie (bei den Wehrplfichtigen) ihre Glaubwürdigkeit erhöhen kann.

    • bernd 15.11.2017 14:48
      Highlight Highlight Naja benachteiligt, im Zivildienst zählen die Wochenenden als Diensttage, im Militär nur wenn man wirklich da war (was man meistens auch ist). Ausserdem hat man in den meisten Zivi-Einsätzen zumindest einigermassen geregelte Arbeitszeiten, im Gegensatz zum Militär wo man zwar nie etwas macht aber trotzdem konstant auf Abruf ist und nie machen kann, was man gerne möchte. Ist natürlich trotzdem lächerlich, den Zivildienst unattraktiver zu machen. Aber benachteiligt ist man als Zivi eindeutig nicht, das kann niemand so sehen, der mal in der Armee war.
      - Ex Wm/Zivi
  • Posersalami 15.11.2017 13:47
    Highlight Highlight Ja es ist schon tragisch, wenn junge Leute etwas vernünftiges machen wollen anstatt völlig sinnfrei ihre Zeit in der Armee zu verplempern! Passt ins Bild der Bürgerlichen, die Jugend in ein ihr genehmes Schema und eine Institution zu zwängen, an der die Zeit scheinbar spurlos vorbei gegangen ist.

    Am besten würde man eh eine Berufsarmee einführen. Sollen die bürgerlichen ihre Kinder dahin schicken.
  • Mate 15.11.2017 13:43
    Highlight Highlight Jedesmal wenn ich so etwas lese, werde ich stinksauer. Ich hab in den Wochen, die ich im Militär war, NICHTS gescheites gemacht, ausser Steuergeld verschwendet. Als ich in den Zivildienst wechselte, leistete ich drei Monate auf dem Bauernhof und sechs in einer Kindertagesstätte. Der Bauernhof war körperlich deutlich anstrengender als das Militär und die Tägesstätte war mental äusserst herausfordernd.
    Mein lieber Bundesrat, wieso werde ich bestraft, wenn ich etwas Sinnvolles mache?
    • 4kant 15.11.2017 13:55
      Highlight Highlight Was ist daran sinnvoll, einem Knecht den Job wegzunehmen und seinen Job gratis zu machen?
    • Quacksalber 15.11.2017 14:01
      Highlight Highlight Aber eine rechtsbürgerliche Gesinnung haben Sie offenbar nicht entwickelt. Das ist eigentlich der Sinn des Militärdienstes.
    • karl_e 15.11.2017 14:15
      Highlight Highlight 4kant, die Knechte stammen heutzutags wohl vor allem aus Osteuropa oder aus Portugal oder gar aus Afrika. Der Zivi verhindert somit die Immigration weiterer schlecht ausgebildeter Billiglöhner. Das ist doch wohl in deinem ($VP-)sinn.
    Weitere Antworten anzeigen
  • TanookiStormtrooper 15.11.2017 13:41
    Highlight Highlight Zivildienst unattraktiver machen ist wohl immer die Lösung? Wie wäre es mit: Armeedienst attraktiver machen?
  • ar ant 15.11.2017 13:41
    Highlight Highlight «Im Verlauf dieses Prozesses wurde die allgemeine Wehrpflicht eine Massnahme der Macht. Sie verlor jenen Sinn, den sie sowieso nur einen einzigen geschichtlichen Augenblick bemessen hatte. Aus einem idealistischen Aufschwung geboren, entlarvte sie ein Jahrhundert später den Idealismus als Illusion. In jedem Gebrüll eines Hauptfeldwebels vollzog sich der 18. Brumaire des Napoleon Bonaparte aufs neue» – Alfred Andersch
  • paper 15.11.2017 13:39
    Highlight Highlight Vielleicht müsste man einfach die Armee attraktiver gestalten? 🤔
  • Trump's verschwiegener Sohn 15.11.2017 13:39
    Highlight Highlight Realitätsverweigerung in Teilen des Bundesrats. In der Zeit stehen geblieben. Und vielleicht auch mit diesem bescheuerten Entscheid eine Menge Stimmen für sicher kommende Abstimmung über die neue Beschaffung von Jets verloren. Wie viele gehen dann einfach auch zum Psychiater wie so viele andere eh schon, weil es schon immer die bequemste Lösung war, weil man dann gar keinen Dienst machen muss? Sie verschlimmern das noch mehr, was sie eigentlich verbessern wollen. Schizophren.
  • philosophund 15.11.2017 13:36
    Highlight Highlight Glücklich ist (oder wird), wer das Gesuch jetzt noch sendet:
    https://www.zivi.admin.ch/zivi/de/home/zivi-werden/der-zulassungsverlauf.html

    Einer der besten Entscheide meines Lebens. Geht ganz schnell. Auch für Uof / Of - wie ich es einmal war :-)

  • Moos 15.11.2017 13:36
    Highlight Highlight Der Bundesrat sollte lieber den Armeedienst attraktiver machen, als den Zivildienst unattraktiver...

    Wenn dieser darauf ausgelegt ist Idiotie und Nichtstun zu fördern soll man sich nicht wundern, wenn mehr Zivildienst geleistet wird - da habe ich wenigstens das Gefühl etwas wertvolles für die Gesellschaft zu leisten und nicht nur meine Zeit zu verplempern...
  • Musikliebhaberin 15.11.2017 13:36
    Highlight Highlight Wisst ihr per Zufall auch, wann sie dies genau umsetzen wollen?
  • Scaros_2 15.11.2017 13:36
    Highlight Highlight Diese Denkweise ist einfach nur Rückständig.
  • BetterTrap 15.11.2017 13:35
    Highlight Highlight A: "Hey, wir haben da ein Problem, keiner will mehr unser Süssgetränk trinken weil er langweilig, fade schmeckt, alle gehen zur Konkurrenz, was sollen wir tun?"
    B: "Ich hab da ne Idee, lass uns unser Produkt attraktiver machen und verbessern, was wir in den letzten Jahren verpasst haben"
    A: "Bist du bescheuert? Lass uns doch einfach in das Getränk der anderen pissen, damits scheisse wird, unseres bleibt zwar immer noch grottig, aber zumindest besser!"

    Danke an den Bund um wieder mal aufzuzeigen wie bescheuert er sein kann.. 🤦🏻‍♂️
    • amIsanta 15.11.2017 14:03
      Highlight Highlight Du bist heute mein Held.
    • BetterTrap 15.11.2017 14:26
      Highlight Highlight Bitte, aber die Grammatikfehler meinerseits machen mich wahnsinnig😡
    • Scaros_2 15.11.2017 15:01
      Highlight Highlight Das ist der wohl weltbeste Vergleich den ich zur Debatte je gelesen habe!

      Den werd ich jetzt immer bringen wenn wieder ein stammtischpolteri dahergelaufen kommt!
    Weitere Antworten anzeigen
  • DonCamillo 15.11.2017 13:24
    Highlight Highlight Kehrt doch lieber vor der eigenen Türe. Es wird wohl seine Gründe haben, dass immer mehr junge Männer lieber länger in den Zivildienst gehen als sich den Zirkus im Militär gefallen zu lassen

Diese 13 Bilder zeigen, wieso «Doppeladler» völlig zu Recht das Wort des Jahres ist

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