Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Wer in Risikoländer reist und entführt wird, muss in Zukunft für die Befreiung selber zahlen

07.10.15, 15:16


Entführte oder als Geisel genommene Schweizerinnen und Schweizer müssen künftig die Kosten für ihre Befreiung selber zahlen, wenn sie auf Reisen nicht vorsichtig genug waren. Dies hält die revidierte Gebührenverordnung des EDA fest.

Die revidierte Gebührenverordnung des Eidg. Departements für Auswärtige Angelegenheiten (EDA) tritt zusammen mit dem neuen Auslandschweizergesetz und der dazugehörigen Verordnung am 1. November in Kraft, wie der Bundesrat am Mittwoch beschlossen hat.

Hohe Kosten

Wie viel eine Entführung den Staat kosten kann, zeigt das Beispiel eines Zürcher Paars, das 2009 in Mali entführt worden war. Alle Massnahmen zur Befreiung kosteten den Bund 5,5 Millionen. Beide mussten je 20'000 Franken zurückzahlen. (whr)

Reisehinweise des EDA

Die Schweiz hilft, wenn ihre Staatsbürger entführt oder als Geisel genommen werden. Allerdings müssen die Opfer sämtliche Hilfeleistungen selbst berappen, wenn sie sich fahrlässig verhalten haben. Dies gilt zum Beispiel, wenn Reisende die Reisehinweise des EDA nicht beachten oder gegen Gesetze verstossen.

Wer sich nicht fahrlässig verhält und trotzdem entführt wird oder Mitarbeiter einer internationalen Organisation ist, muss nur die Kosten übernehmen, die persönlich zurechenbar sind, etwa Transportkosten. Nichts bezahlen müssen vom Staat Angestellte und deren Angehörige, welche während ihrer Tätigkeit entführt oder als Geisel genommen werden.

Die Dienstleistungen des EDA kosten 75 Franken pro angefangene halbe Stunde – ausserhalb der Arbeitszeiten kann die Gebühr noch höher ausfallen. 

Abonniere unseren Daily Newsletter

7
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
7Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • nichtwichtig 07.10.2015 20:03
    Highlight ok, aber wenn es nach den reisewarnungen vom EDA geht, wäre vermutlich der Kreis 4 schon viiiiel zu gefährlich.
    masslos übertriebene "hinweise" die mich vor dem bösen beschützen möchten - alles ist böse kriminell und gefährlich. quasi, die ganze welt! alles was nicht einem "westeuropäischen standard" entspricht.
    Meiner meinung nach, ist die wahre gefahr in einem kleinen beschissenen büro zu ENDEN!
    1 3 Melden
  • Caturix 07.10.2015 17:49
    Highlight "Wer sich nicht fahrlässig verhält und trotzdem entführt wird oder Mitarbeiter einer internationalen Organisation ist, muss nur die Kosten übernehmen, die persönlich zurechenbar sind, etwa Transportkosten. Nichts bezahlen müssen vom Staat Angestellte und deren Angehörige, welche während ihrer Tätigkeit entführt oder als Geisel genommen werden."
    Ja also das verstehe ich nicht wenn einer bei einer Hilfsorganisation ist musss er etwas blechen und wenn er bei der DEZA ist nicht ?
    0 0 Melden
    • Hierundjetzt 07.10.2015 19:51
      Highlight Weil der Arbeitgeber (Staat) gem. OR seine Führsorgepflicht wahrnehmen muss. Da liegt der Unterschied
      2 0 Melden
  • Chlinae_Tigaer 07.10.2015 17:30
    Highlight Richtig so.
    6 2 Melden
  • Henrix 07.10.2015 17:24
    Highlight Das ist immer schwierig abzuschätzen wie hoch das. Risiko in welchen Regionen ist. Kommt dazu das sich das schlagartig ändern kann. Ich war vor gut 20 Jahren im Jemen, mal in einer Situation, wo ich im nachhinein sagen musste, das hätte in einer Entführung enden können. Obwohl das nur etwa 2 Stunden von Sanaa entfernt war und diese Region damals als sicher galt. Die politische Stimmung hatte da aber innerhalb weniger Tage umgeschlagen, und vor Internet und mit nur einer Wochenzeitung in englisch, war das fast nicht einzuschätzen.
    8 2 Melden
    • Hierundjetzt 07.10.2015 19:50
      Highlight Einfach auf die Reisehinweise des EDA achten und befolgen. Fertig.
      2 1 Melden

Mann stirbt an Goa-Party in Graubünden – Ursache noch unklar

An der Goa-Party «One Love» im bündnerischen Filisur ist es am Sonntag zu einem Todesfall gekommen. Ein Mann kam unter noch ungeklärten Umständen ums Leben.

Die Staatsanwaltschaft Graubünden nahm Ermittlungen zur Klärung des Falles auf, wie es dort am Montag auf Anfrage zu einer Meldung der Zeitung «20 Minuten» hiess. Bestätigt wurde lediglich, dass es sich beim Opfer um einen Mann handelt. Ausserdem sei die Rechtsmedizin beigezogen worden.

Der Mann soll am Sonntag bewusstlos ins Sanitätszelt …

Artikel lesen