Schweiz
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Doris Leuthard: «Das Erstarken des Nationalismus ist schlecht für die Schweiz»

31.12.16, 12:56 31.12.16, 13:19


Das Erstarken des Nationalismus in Europa und der Welt erachtet die designierte Bundespräsidentin Doris Leuthard (CVP) als Problem für die Schweiz. Denn als kleines Land sei die Schweiz auf eine internationale und funktionierende Zusammenarbeit angewiesen.

Der Schweiz gehe es so gut wie nie wenn man die Einkommen, die Vermögen, die tiefe Arbeitslosigkeit, den guten Gesundheitszustand der Bevölkerung oder den Zugang zu Bildung betrachte, sagte Leuthard in der «Samstagsrundschau» von Radio SRF.

Und trotzdem sehe man eine gewisse Unzufriedenheit, die manchmal auch politisch ausgenutzt werde. Gemäss dem Sorgenbarometer habe die Angst vor Arbeitslosigkeit oder Anschlägen sogar zugenommen.

Doris Leuthard auf einem Bild von 2010. Bild: KEYSTONE

Für Leuthard ist der zunehmende Nationalismus denn auch Ausdruck für ein Gefühl, dass die Reichen immer reicher würden und der einfache Bürger sich seit zehn Jahren nicht bewege. Die Globalisierung sei zwar grundsätzlich gut, sagte sie. Doch sie habe auch viele Verlierer produziert.

Diese Ängste der Menschen müsse man ernst nehmen und deshalb eine Balance finden zwischen Offenheit und einem Ausbau der Handelsbeziehungen gegenüber dem Nutzen dieser Entwicklungen für die Bevölkerung. Sonst verliere man das Vertrauen und die Reformbereitschaft der Menschen.

Bundespräsidenten der letzten 20 Jahre

Gleichgewicht nötig

Auch in der Gesellschaft brauche es ein Gleichgewicht zwischen der Offenheit für andere Religionen und Kulturen auf der einen Seite und der Forderung nach einer Anpassung an unsere Wertordnung auf der anderen.

Leuthard glaubt, dass der Bundesrat immer noch von einem relativ grossen Vertrauen in der Bevölkerung profitiert. Aber dieses müsse gepflegt werden, sagte sie. Denn die Menschen würden überflutet von Informationen und es werde schnell Angst verbreitet.

Deshalb sieht sie es auch als eine Aufgabe des Bundesrates, Gelassenheit zu pflegen und den Menschen Orientierung zu geben: «Es ist wichtig, sich die Sorgen anzuhören, aber diese auch einzuordnen und nicht noch zusätzlich Ängste zu schüren.» (sda)

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77
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    Alle Leser-Kommentare
  • R&B 02.01.2017 10:45
    Highlight Word!
    3 1 Melden
  • Schneider Alex 02.01.2017 07:02
    Highlight Populismus - das neue Feindbild unserer Eliten

    Stammtische und ihre Wutbürger (Populisten) stellen die politische Themensetzung und Deutungshoheit der Hauptstrom-Journalisten, Politiker und Kulturgrössen infrage. Wo die dringende Lösung politischer Probleme verschleppt wird oder Probleme verharmlost werden, reagiert die Stimmbürgerschaft verständlicherweise verärgert. Ihr Ärger ist als Aufruf zum Handeln für die verantwortlichen Politiker und Politikerinnen zu verstehen.
    4 2 Melden
  • schoggifresser@gmail.com 01.01.2017 15:40
    Highlight Über Nationalismus kann man denken, was man will!!!
    Am schlechtesten für die Schweiz, ist eine Regierung, die das Einheimische Volk nicht ernst nimmt und nicht Nationalismus!!!
    Dieser würde nirgendwo entstehen, würde nirgendwo gegen das eigene Volk Regiert.....
    21 17 Melden
    • Fabio74 01.01.2017 17:42
      Highlight Du plapperst auch nur die SVP-Propaganda nach. Dann kannst SVP noch durch AfD etc ersetzen.
      Merk dir: ihr Rechten seid nicht das Volk!
      9 21 Melden
    • atomschlaf 01.01.2017 23:00
      Highlight Nun ja, die Linken sind noch viel weniger das Volk.
      Siehe Wähleranteile.
      16 4 Melden
    • R&B 02.01.2017 10:47
      Highlight @schoggifresser@gmail.com: Öhm.... und was will nun das Volk?
      4 3 Melden
  • rodolofo 01.01.2017 14:45
    Highlight Einverstanden.
    Wer könnte dem berühmten "Nikt zu viel und nikt zu wenig!" auch nicht zustimmen?
    Die Frage ist, ob wir diese weitere CVP-Wischiwaschi-Leerformel auch mit Inhalt füllen können!
    Was ist zu viel?
    Und was heisst "zu wenig"?
    Sonst kommt es heraus wie bei der"Energiewende", die sich bis zum Nimmerleinstag hinzieht und die noch gefährlicher wird, weil wir die überalterten, aber aus Kostengründen nicht abgeschalteten AKW's kompromissbereit und realistisch weiterlaufen lassen...
    Nein, solche -von einem Verkaufstechnisch geschickten Strahlen begleiteten- Sprach-Hülsen habe ich satt!
    9 4 Melden
  • DerWeise 31.12.2016 19:50
    Highlight Ich schätze Mal, es dauert noch 3-4 Jahre bis wir hier auch unser Trump/Brexit Moment bekommen und dieser wird wie auch Trump und Brexit nicht von dummen Rassisten und Wutbürgern kommen, sondern von ganz normalen Bürgern herbeigebracht.

    Bis dann sehen wir noch ein wenig zu, bis der immer kleiner werdende Kuchen durch mehr und mehr Leute geteilt wird und sich Land, Immobilien, Mieten und weiter verteuern und die Löhne sinken oder stagnieren.

    Und die SP, die wie die Presse (speziell Watson) in ihrer elitären Bubble nichts mitbekommt wird sich wieder wundern. Es guets Nöis
    46 29 Melden
    • Fabio74 01.01.2017 03:32
      Highlight Der Weise schwafelt solch dummen Müll? Die SP hat keine Mehrheit. Die Verantwortlichen für die Politik heissen SVP und FDP.
      Im Übrigen verantwortet jeder Wähler was er wählt und kein anderer ist dran Schuld
      24 34 Melden
    • rodolofo 01.01.2017 16:53
      Highlight Reines Wunschdenken!
      Hast Du denn noch nicht mitbekommen, wie eine Stadt nach der Anderen eine Rot-Grüne Mehrheit bekommt?
      Die SP ist erstarkt und hat viele gute Leute und ein vielfältiges Team mit überdurchschnittlich vielen, hervorragenden Frauen, beisammen.
      Die Grünen, geleitet von Regula Ritz verstärken die Bewegung vom Land her.
      Zusammen mit der moderner und weiblicher gewordenen FDP, den Grünliberalen und der BDP sehe ich die Möglichkeit, dass wir die Rechtsnationale Blockade lösen und überwinden können!
      Ein grosses Fragezeichen ist für mich die CVP...
      7 8 Melden
    • bebby 02.01.2017 09:05
      Highlight Wir haben definitiv ein Agglo-Problem: dort wohnen die entwurzelten Städter und stimmen oft mit der SVP, weil sie weder eine Wohnung in der Stadt ergattern konnten, noch wirklich im Dorf integriert sind. Ok, ist eine Verallgemeinerung, aber hat was, denke ich. Deshalb bin ich nicht so positiv wie rodolofo für die Zukunft.
      3 0 Melden
    • Intellektueller 02.01.2017 11:08
      Highlight @rodolofo: Rot-Grün angehauchte Stadtparlamente machen noch lange keine rot-grüne Landesregierung. Die ist nämlich fest in der Hand der bürgerlichen Parteien, die untereinandet nur noch in Nuancen uneinig sind, während sie die SP und die Grünen regelmässig in den Senkel stellen.
      0 1 Melden
  • Majoras Maske 31.12.2016 18:02
    Highlight Okay, wenn die CVP alles neoliberale aus ihrem Parteiprogramm streichen würde, wäre die Partei vielleicht sogar wieder für mehr Leute wählbar. Im Gegensatz zu der polternden Mini-CSU, zu dem die CVP mit "christlicher Leitkultur" unter Pfister leider mutiert ist.
    20 5 Melden
  • pamayer 31.12.2016 17:40
    Highlight Gut so, Frau Leuthard, Bravo.
    Nun bitte Taten: Faktoren, wie bürgerliche Umverteilung nach oben, das bürgerliche Erhalten des Bankgeheimnisses für die Hinterzieher, etc aktiv angehen, dass arbeitende Menschen nicht auf Kosten der Reichen zu kurz kommen und sich frustriert dem Nationalsozialismus zuwenden.

    Wir werden es Ihnen zu danken wissen.
    30 17 Melden
    • Greet 31.12.2016 18:04
      Highlight Pamayer, du lebst noch immer im bequemen Glauben, dass linke Politik den ArbeiterInnen hilft. Dabei ist längst anerkannt, dass die Büezer nicht mehr links wählen. Linke Politik (SP, Grüne, CVP) ist vielleicht für dich nützlich, aber der Büezer hat nichts von der Globalisierung, die die Linke unterstützt. Und sag jetzt bloss nicht wie die Cüplilinken (davon nehme ich die AL aus), dass Globalisierung unvermeidlich ist (alternativlos). Ist Globalisierung nämlich nicht sozialverträglich (wie bisher), wird sie von den BürgerInnen gestoppt. Gegen den Willen der Linken, wenns sein muss.
      24 24 Melden
    • Majoras Maske 01.01.2017 12:11
      Highlight Es ist ja aber schon nicht so, als wären die Linken die treibende Kraft für Globalisierung, Freihandel und Steuerwettbewerb. Das sind nämlich die, die damit wirklich Geld scheffeln können und die werden eher von FDP und vor allem SVP vertreten. Nur, wer würde Rot-Grün den unterstützen, sagen wir mal bei einer Volksinitiative, welche die Globalisierung sozial verträglicher gestalten will? Niemand, weil wir dann alle gleich "Eigenverantwortung!" und "Wettbewerbsfähigkeit!" schreien. USR3 wär ja so ein Beispiel wo für die Wirtschaft wieder auf dem Buckel der Leute Milliarden eingesparrt wird.
      13 4 Melden
    • rodolofo 01.01.2017 17:00
      Highlight @ Greet
      Weisst, Du was ich Dir (als LANDARBEITER!) dazu antworte?
      Die SVP soll solche Büezer, wie Du sie glorifizierst, bitte behalten!
      Sie sollen ihre Macho-Sprüche und sonstigen Sauereien da rauslassen, wo sie willkommen sind!
      Wir wollen diese Typen, welche sich als DIE Arbeiter bezeichnen, nämlich NICHT zurück!
      Glaubst Du, Ihr seid die Einzigen, die arbeiten?!
      Na, da staunst Du, was?
      10 7 Melden
    • R&B 02.01.2017 10:53
      Highlight @Greet: Wer Cüplilinke schreibt, ist nicht diskussionsfähig und auch nicht an einer Lösung der aktuellen Probleme interessiert.
      5 1 Melden
  • hthfg 31.12.2016 17:21
    Highlight Schubladendenken bringt uns nicht weiter, nur weil man Nationalismus gut findet heisst das nicht das man Automatisch das gut findet was die Rechten gut finden. Ich war für die MEI, war aber auch für die 1:12 Initiative, wie auch für die Mindestlohninitiative.Die Globalisierung hat uns zu Anfang den wohlstand gebracht, jetzt aber hat die Globalisierung ein Ausmass angenommen, die genau in die Andere Richtung geht. Es gibt immer mehr verlierer und ein paar wenige Gewinner, die Politiker versuchen das mit flotten Reden, wegzulabbern, dies funktioniert aber nicht mehr.
    39 5 Melden
    • R&B 02.01.2017 10:57
      Highlight @hthfg: Wenn du von deinem Arbeitgeber respektvoll behandelt werden würdest und für deine Leistungen mit einem guten Lohn sowie Boni belohnt werden würdest, hättest du dann für die MEI gestimmt?
      Guter Lohn = Du hast das Gefühl, dass du dir all das kaufen kannst (inkl. tolle Wohnung mieten), was deiner Leistung bei der Arbeit entspricht.
      3 0 Melden
  • stadtzuercher 31.12.2016 17:09
    Highlight Grad über einen ausgezeichneten Artikel gestolpert, im Tagi-Magi, von Daniel Binswanger.
    "Die rechte Linke"
    https://www.dasmagazin.ch/2016/12/16/die-rechte-linke/
    Beste Analyse seit langem darüber, wie die linke Politik (in den USA aber auch in Europa) neoliberal wurde.
    Brilliant auch das Fazit am Schluss des Artikels.
    Da könnte sich auch der Löpfe im Elfenbeinturm eine Scheibe davon abschneiden.
    27 3 Melden
    • Majoras Maske 31.12.2016 17:54
      Highlight Ja, ist eine gute Analyse. In Europa hat Didier Eribon in "Rückkehr nach Reimes" ja den Begriff der "Extremen Mitte" geprägt, weil auf dem europäischen Parkett Sozialdemokraten, Liberale und Konservative in wirtschaftlichen Fragen eben zu gleich wurden und niemand niemand mehr, ausser etwa Front national, sich um die kleinen Leute kümmern wollte.

      Ich glaub wegen dem ist die SP auch nach links gerütscht. Auch wenn der Nutzen von manchen (nicht alle) ihrer Forderungen für normale Angestellte etwas diffus, da etwas elitär angehaucht, ist oder Wunschtraum bleibt.
      10 0 Melden
    • FrancoL 31.12.2016 18:15
      Highlight Lesenswerter Artikel.
      Die Annahme dass der Freihandel die Hauptursache für die stetig anwachsende Ungleichheit und damit der Hafen losen Verlierer ist meines Erachtens eine zu kurze Sicht. Auch bei einem protegierten Markt werden, wenn der Staat nicht zum Rechten sieht, die Ungleichheit und damit die Verlierer weiter zunehmen. Darum muss die Linke weiter auch wenn sie von den unteren Schichten nicht mehr verstanden wird einen Staat fordern müssen der die Deregulierung wieder Rückgängig macht. Die Linke hat eine schwer zu vermittelnde Aufgabe, das sollte sie auch im Gegenwind nie vergessen.
      10 11 Melden
    • stadtzuercher 01.01.2017 21:07
      Highlight "Darum muss die Linke weiter auch wenn sie von den unteren Schichten nicht mehr verstanden wird einen Staat fordern müssen der die Deregulierung wieder Rückgängig macht."
      Franco, das ist so ein schönes Beispiel für die 'neue neoliberale Linke'. Früher hat sich die Linke für staatliche Regeln gegen Kapital und Heuschrecken starkgemacht, und heute soll sie gar FÜR 'Deregulierung' zugunsten globalem Kapital und Spekulanten kämpfen?
      3 3 Melden
    • Majoras Maske 01.01.2017 22:37
      Highlight Öhm, "Deregulierungen rückgängig machen" heisst doch die Regulierungen und Regeln gegen Heuschrecken vor der Neoliberalen Wende der 70ern wieder einzuführen und nicht "für Deregulierung zugunsten globalem Kapital" zu sein.
      3 1 Melden
    • FrancoL 01.01.2017 22:52
      Highlight @Stadtzürcher; nochmals genau lesen. Ich traue es Dir zu dass Du selbst merkst was Du da falsch gelesen hast. Zur Hilfe; Die Linke soll weiter besorgt sein dass der Staat die Deregulierung rückgängig macht. Also soweit nötig reguliert. Aber man sollte eben nicht quer lesen sondern richtig oder dann Beben gar nicht.
      4 2 Melden
  • Karl33 31.12.2016 14:29
    Highlight Doris Leuthard und ihre Partei CVP sind die Speerspitze der Neoliberalen in der Schweiz. Leuthard einziges Ziel ihrer Amtszeit war die Umverteilung von unten nach oben und die Privatisierung lukrativer öffentlicher Betriebe und Institutionen. So unverfroren wie die CVP agiert keine andere Partei.
    44 12 Melden
  • Alnothur 31.12.2016 14:11
    Highlight Sowas stimmt doch zuversichtlich :)
    8 17 Melden
  • Intellektueller 31.12.2016 13:59
    Highlight Nationalismus ist schlecht für die Schweiz der Steuernwegoptimierer und der billigstarbeitskräfteimportierenden Konzerninhaber. Ich gehöre aber nicht zu dieser Schweiz.
    Nationalismus ist schlecht für die EU-Reich-unterwürfigen Antidemokraten. Ich bin aber kein Antidemokrat.
    Ich finde Nationalismus gut.
    35 48 Melden
    • HabbyHab 31.12.2016 15:45
      Highlight Viele deiner sogenannten Steuernwegoptimierer und billigsarbeitskräfteimportierenden Konzerninhaber sind aber meist in einer tendenziell nationalistischen Partei zu finden.
      34 18 Melden
    • Tierra Y Libertad 31.12.2016 16:38
      Highlight "Nationalismus ist schlecht für die Schweiz der Steuernwegoptimierer und der billigstarbeitskräfteimportierenden Konzerninhaber."
      Aha und deshalb unterstützen die "Nationalisten" auch die USR III und das Bankgeheimnis.
      21 6 Melden
    • Fabio74 31.12.2016 17:00
      Highlight Dumm dass deine SVP die Front bildet im Kampf um Steueroptimierung und alles verhindert was Steuerhinterziehung bekämpft und Arbeitnehmerrechte stärkt
      25 12 Melden
    • phreko 31.12.2016 17:45
      Highlight Das Problem der Nationalisten ist, dass sie nicht erkennen wollen, was passiert, wenn die Nachbarn auch nationalistisch Denken.
      Die Warnung von Leuthard geht mehr in diese Richtung.
      Wenn alle bloss Rosinen picken wollen, hacken sie sich am Schluss gegenseitig die Augen aus.
      17 7 Melden
    • FrancoL 31.12.2016 18:28
      Highlight Schon fast lächerlich wenn man diejenigen stützt die die Ungleichheit fördern und das für die Schweizergesellschaft und sich dann als Nationalist betitelt. Schreckliche Vorstellung dieser Lapsus für einen Intellektuellen.
      11 7 Melden
    • Intellektueller 31.12.2016 19:05
      Highlight A) Die SVP ist keine nationalistische Partei. Sie ist bloss gegen die EU, aber sie ist nicht gegen mittelstandsauslöschende Handelsabkommen und auch nicht gegen grenzenlose Steuerflucht.
      B) "Rosinen picken" ist die realitätsverweigernde, ächtende Bezeichnung für legitime und unerlässliche Interessenpolitik einer jeden Nation. Wer meint, es zieme sich nicht, Rosinen zu picken, der schaut tatenlos zu, wie alle anderen ihn über den Tisch ziehen und zum Schluss alle Rosinen unter sich einander wegschnappen.
      Die EU ist eine Meisterin des Rosinenpickens, und innerhalb der EU ist es Deutschland.
      16 17 Melden
    • Tierra Y Libertad 31.12.2016 22:34
      Highlight @Intellektueller
      Da stimme ich dir zu. Jedoch führt der von dir genannte isolationistische Nationalismus à la SD genauso wenig zu Wohlstand wie unbegrenzte Globalisierung.
      6 6 Melden
    • Fabio74 01.01.2017 03:36
      Highlight Die SVP ist gekapert worden und verfolgt eine Politik zugunsten der Reichen und der Konzerne. Der Nationalistische Flügel dient dem Stimmenfang des rechten Randes und der Bewirtschaftung von Problemen
      10 7 Melden
    • FrancoL 01.01.2017 10:44
      Highlight @Intellektueller; Als nicht Rosinen pickender Unternehmer habe ich noch nie das Gefühl gehabt über den Tisch gezogen zu werden.
      Es gibt genügend BürgerInnen die ein Vertragswerk zu würdigen wissen ohne sich einen nicht vorgesehen Vorteil zu verschaffen.
      Auf diese Tatsache dass es diese BürgerInnen gibt kann man stolz sein.
      6 4 Melden
    • FrancoL 01.01.2017 10:47
      Highlight @Intellektueller; Interessenpolitik macht man mit saubern und gut verhandelten Verträgen und dies NICHT im Nachgang sondern bei den Grundverhandlungen.
      Ich hoffe Deine Ansicht trifft nur für wenige BürgerInnen zu sonst müsste ich mich fragen was für armselige Wesen die Schweiz bevölkern.
      5 5 Melden
    • Intellektueller 01.01.2017 16:15
      Highlight @JonSn0w: Wir brauchen gar nicht mehr Wohlstand. Der bestehende Wohlstand muss bloss gerechter verteilt werden. Da hilft Nationalismus, z. B. bei der Bestimmung und Durchsetzung von Mindestlöhnen und Arbeitszeiten, der Verhinderung der Abwanderung von Kapital, dem Schutz vor Dumpingpreisen beim Import (z.B. Agrarzölle) und nicht zuletzt bei der Durchsetzung gerechter Steuern. Es ist ein Skandal, dass Konzerne wie Apple oder Google in der Schweiz Abermillionen von Gewinn einfahren, aber in der Schweiz so gut wie keine Steuern zahlen.
      Nationalismus schafft hier Abhilfe.
      5 4 Melden
    • FrancoL 01.01.2017 18:26
      Highlight @intellektueller; Da geb ich Dir recht; wir bräuchten nicht mehr Wohlstand, er sollte nur ausgeglichener verteilt sein. Nur der Natonalismus ist nicht der Garant einer besseren Verteilung den das KAPITAL ist beweglich und kann nicht innerhalb der Grenzen gehalten werden. Zudem die Wirtschaft kann nur mit Regulierung auch innerhalb der Grenzen zu weniger Exzessen geführt werden. Das System der Gier ist mit oder ohne Globalisierung nur durch Regulierung zu bändigen. Die Konzerne können bestens auf den Schweizer Markt verzichten, die Schweizer aber nicht auf deren Produkte.
      5 1 Melden
    • FrancoL 01.01.2017 18:28
      Highlight @intellektueller; Zudem wäre noch nachzuweisen ob die Wohlstandzunahme die Teuerung die es geben würde auch auffangen würde.
      4 1 Melden
    • Intellektueller 01.01.2017 18:45
      Highlight @Franco: Die Beweglichkeit von Kapital lässt sich einschränken. Wenn man will, dann von heute auf morgen, nämlich per Kapitalsperren, Grenzkontrollen, und durch die Beschränkung der Bargeldbezüge. Das wären sehr wirksame Massnahmen und nationalistische. Einige Beispiele in der jüngsten Geschichte zeigen, dass diese Massnahmen äusserst schnell und lückenlos eingeführt werden können.
      Für eine gerechte Verteilung des Wohlstandes ist die allererste, notwendige Massnahme die Kapitalflucht zu unterbinden. Denn was nicht mehr in Reichweite der Staatsmacht ist, kann nicht mehr umverteilt werden.
      4 2 Melden
    • FrancoL 01.01.2017 18:56
      Highlight @intellektueller; Die Schweiz hatte vor 2 Jahrzehnten einen gut funktionierten Binnenmarkt, einen Binnenmarkt der auch vom Volk voll mitgetragen wurde. Ein Teil der Schweizer Unternehmen wollten aber so stark expandieren, dass sie dafür den Binnenmarkt geopfert haben und die Parteien die diesen UN nahe standen haben die nötigen politischen Schritte eingeleitet um den Binnenmarkt weitgehend zu zerstören (Deregulierung). Nimmt man die Gier, die auch bei den Schweizer UN grassiert dazu dann erhalten wir die heutige Situation. Die Zuwanderung hätte sich selbst reguliert wenn man dies gewollt hätte
      5 2 Melden
    • Tierra Y Libertad 01.01.2017 18:59
      Highlight @Intellektueller
      Ja, Wohlstand haben wir genug.
      Eine nationalistische Schweiz wird diesen jedoch zerstören. Wir werden unsere Position auf dem internationalen Markt verlieren, Unternehmen werden abwandern und (zehn)tausende Jobs gestrichen. Wir sind nicht ein riesiges Land wie die UdSSR, die EU wird uns solange erpressen, bis wir nachgeben müssen - apropos, bist du dir bewusst, dass deine oben genannten Argumente die Grundforderungen der altkommunistischen Parteien (z.B. KKE) sind?
      5 1 Melden
    • Tierra Y Libertad 01.01.2017 20:26
      Highlight @intellektueller Dein Beispiel würde mich interessieren! Mein Kommentar bezieht sich noch auf deinen alten - nicht dass es zu Missverständnissen kommt.
      2 0 Melden
    • FrancoL 01.01.2017 20:30
      Highlight @Intellektueller; Du sprichst von Kapital eindämmen, es an der "Ausreise" hindern. Dann kannst Du gleich einmal der CH Tschüss sagen. Sollte nur annähernd dieses Ansinnen bekannt werden, sind die Banken die ersten die das Kapital aus Landes bringen und dazu käme noch das Abziehen der Externen Kapitale und Tschüss Schweizer Markt. Ohne Export kann die Schweiz nicht überleben und ohne Fremdkapital nichts für den Export tun. Auch hier so einfach ist es eben nicht.
      3 1 Melden
    • Tierra Y Libertad 01.01.2017 22:46
      Highlight @Intellektueller
      In Island z.B. mag die Kapitalsperre (auf kurze Zeit gesehen) wie von dir beschrieben sehr gut funktioniert haben. Jedoch iniziierte diese die links-grüne (!) Regierung als Antwort auf die schwere Bankenkrise. Die wirtschaftliche Abschottung und die notwendige Verstaatlichung der Banken wären in der Schweiz kaum tragbar.
      Dass der Nationalismus der Hauptfaktor zu einer solchen Entwicklung ist/sein wird, bezweifle ich.
      4 0 Melden
    • Intellektueller 02.01.2017 00:46
      Highlight @JonSn0w: Nationalismus ist nicht links oder rechts. Nationalismus ist lediglich eine auf die eigene Nation hin optimierte Kollaboration aller Menschen und aller Infrastruktur, und wie ich hoffe, zum Wohle der Meisten und nicht nur der Wenigsten.
      Ob das polit. zur Zeit opportun ist, interessiert mich nicht. Denn bald wird es opportun sein. Zu AfD, FN, ÖVP und SVP gesellen sich bald ebenso populistische, linksextreme Parteien (s. "Die Linken"), die nicht minder auf die Eigenmächtigkeit ihrer Nation pochen werden (Stichworte: Konzerne in Schranken weisen, Banken und Spekulation regulieren).
      3 3 Melden
    • Tierra Y Libertad 02.01.2017 09:32
      Highlight @Intellektueller Dein Nationalismus weicht stark von der gängigen Definition ab, was ich auch nicht schlecht finde. Auch wenn ich z.B. eine Kapitalsperre für unmöglich und falsch halte, in den Punkten Banken und Konzerne sind wir uns einig. Ich finde, dass sich die einzelnen Länder nicht abschotten sollen, sondern dass die EU zu einer demokratischen Institution mit gleichen Chancen für alle Länder reformiert werden soll - wie es die "neue Linke" fordert.
      3 0 Melden
    • FrancoL 02.01.2017 09:46
      Highlight @Intellektueller;
      Woher nimmst Du eine solche irre Annahme:
      "Nationalismus ist lediglich eine auf die eigene Nation hin optimierte Kollaboration aller Menschen und aller Infrastruktur, und wie ich hoffe, zum Wohle der Meisten und nicht nur der Wenigsten"

      Der Nationalismus bezeichnet nur wer mit wem zusammenarbeiten möchte; also alles im Inland soweit möglich.
      Die Form und die Verteilung der Früchte ist vom jeweiligen WIRTS CHAFTS-Modell abhängig.
      Da würde sich zeigen ob es eine bessere Verteilung geben könnte und das wage ich mehr als zu bezweifeln.
      Optimierte Kollaboration aller Menschen?
      4 0 Melden
    • FrancoL 02.01.2017 09:52
      Highlight @Intellekt; Schau Dir doch ein Beispiel einer nationalistischen Wirtschaft an: Russland!
      Zum Wohle aller? kaum zum Wohle der dünnen Spitze; schon eher.
      Das Wirtschaftssystem ist entscheidend nicht die nationale oder regionale Beschränkung.

      Du solltest in Deinem Alter einmal den richtigen Schuldigen für das sich anbahnende Desaster der Wirtschaft anpeilen und das ist nicht die Nation oder Region sondern das ausufernde Modell.

      Es sind Modelle gesucht die die Ungleichheit mindern (keine Gleichmacherei). Das ist die Realaufgabe der nahen Zukunft.

      Eigenmächtigkeit der Nation ist kein Modell.
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Roger Schawinski im grossen No-Billag-Interview: «Das ist völlig durchgeknallt»

Der Schweizer Medienpionier und Radio-Unternehmer Roger Schawinski meldet sich in der No-Billag-Debatte mit dem in Rekordzeit geschriebenen Buch «No Billag? Die Gründe und die Folgen» zu Wort. Ein Gespräch über die Vernebelungstaktiken der Initianten, die Chancen der Initiative und «Morning Joe».  

Ihr Buch ist flott geschrieben und es bietet eine verständliche Einordnung der Problematik. Aber kann ein Schnellschuss auch seriös sein?Roger Schawinski: Dies ist mein Fachgebiet, in dem ich mich seit Jahrzehnten auskenne. Und ich habe wohl mehr praktische Erfahrungen im In- und Ausland als andere.

Sie tragen aber ziemlich dick auf. Man hat den Eindruck, die Schweiz werde bei einem Ja zur No-Billag-Initiative untergehen. So ein Quatsch. Haben Sie das Buch überhaupt gelesen? Das schreibe …

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