Schweiz

Buchstäblich Schützenhilfe erhielt Ignazio Cassis bei seiner Wahl.  Bild: EPA/KEYSTONE

Schmäh-Mails aufgetaucht! Wie Cassis' Schützen-Connection Maudet in drei Tagen demontierte

Waffenfreunde um Pro Tell setzten sich für den Tessiner ein. Und attackierten dessen Gegner Pierre Maudet mit Massenmails. 

18.10.17, 05:07 18.10.17, 15:38

henry habegger / Aargauer Zeitung

Die Affäre von Ignazio Cassis mit den Waffenfreunden von Pro Tell war eine kurze. Am 11. September trat er dem Klub bei. Und jetzt, nach öffentlichem Druck, schon wieder aus («Die Nordwestschweiz» berichtete). Aber der Flirt könnte Cassis die Schützenhilfe verschafft haben, die ihn zum Bundesrat machte, wie ein Blick auf die Zeitachse zeigt.

10. September 2017

Pikante Verbindungen

11. September 2017

Pro-Tell-Vize Jean-Luc Addor. Bild: KEYSTONE

12. September 2017

Geschafft! Cassis nach seiner Wahl in den Bundesrat.  Bild: KEYSTONE/POOL

Cassis: «War nicht involviert»

Schützenhilfe der Schützen. Kann sich Bundesrat Cassis die zeitliche Nähe seines Pro-Tell-Beitritts und der Schmähmails gegen Gegner Maudet erklären? Auf Anfrage lässt er durch Ursula Eggenberger, Kommunikationsleiterin der Bundeskanzlei, ausrichten: «Er hat von dem am 11. September gegen Herrn Maudet gerichteten Serienmail zum gleichen Zeitpunkt Kenntnis genommen wie die anderen Mitglieder der Bundesversammlung. Herr Cassis war zu keinem Zeitpunkt in den Mailversand involviert und weiss deshalb auch nicht, wer ihn zu verantworten hat.»

Wie ein Popstar gefeiert – Neuer Bundesrat im Tessin

54s

Wie ein Popstar gefeiert – Neuer Bundesrat im Tessin

Video: srf

Das könnte dich auch interessieren:

Wo ist Walter? (Natur-Edition) Diese 14 Tierarten haben Forscher erst vor kurzem entdeckt

Video zeigt dramatische Flucht von nordkoreanischem Soldaten

Til Schweiger hat sich mit diesem Facebook-Post mal wieder in Schwierigkeiten gebracht ...

Uber vertuscht massiven Hackerangriff – 57 Millionen Kundendaten weg

Das sind die beliebtesten (und fairsten) Smartphones der Schweiz

Weil es schon wieder früh dunkel wird: 13 Glühbirnen-Witze zum Abschalten

Hast du auch dieses Teil an deiner Heizung? So funktioniert es richtig

12 geniale Erfindungen, die deinen Koch-Alltag einfacher machen

Nach dem «Haka» der «All Blacks» bleiben die Waliser einfach stehen 

Die 10 witzigsten Rezensionen bei Amazon – zum Beispiel für diese Huhn-Warnweste

Alle Artikel anzeigen

  • Hol dir die App!

    Yanik Freudiger, 23.2.2017
    Die App ist vom Auftreten und vom Inhalt her die innovativste auf dem Markt. Sehr erfrischend und absolut top.
    Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
    37
    Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
    37Alle Kommentare anzeigen
      Alle Leser-Kommentare
    • Lusch 18.10.2017 16:38
      Highlight Der neue Politstil! Damit arbeitet die wiederwertig SVP seit den Kosovaren Plakaten! Verunglimpfen, Lügen, Verdrehen, Erfinden. Trump kann es nicht besser, wahrscheinlich ist er ein Busenfreund von Blocher!
      2 1 Melden
    • mamina 18.10.2017 13:45
      Highlight Pro Tell ist laut moneyhouse SHAB 234/2003 - 04.12.2003
      Kategorien: Firma- und Namensänderung, Zweckänderung umbenannt worden. Es ist eine Stiftung und nennt sich Courage.
      SHAB 69/2017 - 07.04.2017
      Kategorien: Andere gesetzliche Publikationen .............
      den gesetzmässigen Zustand hinsichtlich des Rechtsdomizils wieder herzustellen und innert 30 Tagen seit Erscheinen dieser Publikation zur Eintragung beim zuständigen Handelsregisteramt anzumelden.




      5 2 Melden
    • banda69 18.10.2017 13:26
      Highlight Auf Pro Tell gibt es nach wie vor ein aufschlussreiches Interview mit Cassis. In diesem äussert sich Cassis, dass er Pro Tell sehr gerne beitritt.


      https://www.protell.ch/de/top-news/611-interview-ignazio-cassis-pierre-maudet
      10 0 Melden
    • Thomas Binder 18.10.2017 12:37
      Highlight Dass Cassis als letzter realisieren wird, dass er schon lange zurückgetreten ist, ist ein wesentlicher Teil seines Problems.
      17 4 Melden
    • Makatitom 18.10.2017 11:50
      Highlight Hat wirklich jemand etwas anderes als ein Fähnchen im Wind erwartet? Und das von einem FDPler? Nicht wirklich, oder?
      35 13 Melden
      • Gelöschter Benutzer 18.10.2017 16:27
        Highlight Für mich war immer die CVP die klassische Windfahnenpartei.
        Wenn man die FDP jetzt auch nicht mehr wählen könnte, wird's langsam schwierig...
        4 1 Melden
    • ujay 18.10.2017 11:38
      Highlight Frage: Wieso müssen Bundesratskandidatlnnen überhaupt bei diesem dubiosen Pro Tell Verein Red und Antwort stehen? Mir graut vor einer Schweiz, in der solche Gruppierungen das Sagen haben. Ein Albtraum.
      59 13 Melden
      • Mugendai 18.10.2017 16:13
        Highlight Müssen nicht, das Interview war freiwillig.
        2 1 Melden
      • ujay 19.10.2017 06:02
        Highlight ...müssen nicht, aber wenn sie es nicht tun, werden sie von PT zum Abschuss freigegeben, d.h. wer sich nicht " freiwillig" interviewen lässt, wird von diesen Clowns zur Ablehnung empfohlen.
        2 3 Melden
    • piedone lo sbirro 18.10.2017 11:37
      Highlight zuerst hat kk-cassis sein italienischen pass abgegeben um bei der SVP stimmen zu erhaschen, und jetzt noch diese peinliche geschichte mit der waffenlobby.

      da bleibt einzig die hoffnung, dass cassis als bundesrat nicht all zu viel schaden für unser land anrichten wird.

      auch die FDP hinterlässt dabei einmal mehr einen miserablen eindruck.

      pro-tell-vize jean-luc addor ist ein verurteilter rassist.

      https://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/SVPNationalrat-wegen-Rassismus-verurteilt/story/23946493
      47 9 Melden
    • seventhinkingsteps 18.10.2017 09:26
      Highlight Passsende Musik dazu:
      3 2 Melden
    • ubu 18.10.2017 09:15
      Highlight Wer behauptet die Mails einiger Waffennarren hätten "Maudet in drei Tagen demontiert" verkennt, wieveiel Mails ein Parlamentarier täglich erhält und überschätzt "Pro Tells" Einfluss massiv.
      68 23 Melden
      • Lusch 18.10.2017 16:41
        Highlight Darum geht es nicht, der Stil, die Art und Weise wie Politik in Zeiten von Milliardärs Parteien betrieben wird, ist widerlich!
        6 1 Melden
    • Raphael Stein 18.10.2017 09:06
      Highlight Spannend das. Und sehr einflussreich für meine zukünftige Beurteilung vom Zahnstocher aus dem Tessin.
      52 10 Melden
    • Theor 18.10.2017 08:32
      Highlight Ist Cassis nun ein besonders rückgradloser Bundesrat oder wird die Geschichte um ihn herum nur besonders aufgebauscht?
      57 5 Melden
      • Lusch 18.10.2017 16:44
        Highlight Absolut rückgratlos, wenn er die Stimmen der SVP nur dann gekriegt hätte, wenn er seine Oma verkauft hätte, wer weiss!
        2 2 Melden
    • blaubar 18.10.2017 08:29
      Highlight Erinnert EIN WENIG an den Film "Beresina, die letzten Tage der Schweiz".
      27 5 Melden
    • felixJongleur 18.10.2017 08:17
      Highlight Wie wenn diese Serienmails den Ausschlag gegeben hätten, dann hätte ich ein grösseres Fragezeichen ob dem Rückgrat der Empfänger als bei Bundesrat Cassis. Geweibelt, lobbyiert und intrigiert wird doch immer, von links bis rechts, das haut mich jetzt nicht aus den Socken.
      60 5 Melden
    • zombie woof 18.10.2017 07:54
      Highlight Ha, was Amerika mit Trump kann, können die Schweizer und ihre Politiker schon lange. Politik war schon immer ein Drecksgeschäft, frage mich nur, wie dreckig es noch werden kann?
      53 4 Melden
    • Lusch 18.10.2017 07:50
      Highlight Einmal mehr aus der SVP Schmudelecke, wen wundert‘s!?
      69 28 Melden
    • Schnapphahn 18.10.2017 07:48
      Highlight Für mich sieht der Sachverhalt aus wie ziemlich heisse Luft. Ich fasse den Artikel kurz zusammen:

      1. Bürger schreibt Mail mit BR -Empfehlung/ Nichtempfehlung an NR
      2. NR wählt Cassis.
      3.??

      Dem NR steht frei, aufgrund von welchen Kriterien sie den zukünftigen BR wählen. Vielleicht haben sie auch gewürfelt, wer weiss.
      Daher: Ziemlich viel Spekulation Watson.
      35 37 Melden
    • Tochter aus Elysium 18.10.2017 07:34
      Highlight House of Cards CH
      31 4 Melden
      • Radesch 19.10.2017 10:04
        Highlight Fände ich übrigens eine super Idee für eine Serie. Man stelle sich die Möglichkeiten vor. Mit Initiativen, Referenden...

        Falls irgend ein Regisseur das liest :D Bitte machen!
        3 0 Melden
    • Wehrli 18.10.2017 07:30
      Highlight Was für ein .... Sturm im Wasserglas.
      32 17 Melden
    • De Hans-Ueli vom Pragel 18.10.2017 07:25
      Highlight wenn cassis und co. house of cards spielen. mir dreht's den magen um...
      30 7 Melden
    • Karl Müller 18.10.2017 07:25
      Highlight Ach! Deswegen wurde Maudet also nicht gewählt. Weil Pro-SVPler in Mails offenlegten, dass Maudet pro EU ist und im Kanton Genf unzähligen Sans-Papiers einen Aufenthaltsstatus erteilte. Das wusste vorher natürlich niemand, und es ist jetzt also total fies, wenn die Rechten ihn nur deswegen nicht gewählt haben, weil er quer gegen ihre Positionen steht! Gut, dass dieser Skandal aufgedeckt wurde.


      ...
      36 34 Melden
      • häfi der Spinat 18.10.2017 13:30
        Highlight Müller,,,das ist nicht fies, das ist Politik.
        Maudet war bekannt als EU Turbo.
        Und ja, viele (darunter auch die SVP) möchten nicht in der grossen "Internationalen", der EU aufgehen.
        Was ist daran verwerflich?
        6 7 Melden
    • JoeyOnewood 18.10.2017 07:07
      Highlight yey, die gucken sich wohl einiges bei der NRA ab. ich hoffe, das Schweizer Volk und die Parlamentarier lassen sich nicht dermassen aufstacheln, sonst haben wir hier bald amerikanische Verhältnisse
      36 8 Melden
    • dracului 18.10.2017 07:00
      Highlight Die Schweiz hat also auch ihren Mini-Wahlbeeinflussungsskandal, auch eine Mini-NRA und der gewählte Bundesrat wusste auch nichts von alledem. Es läuft halt überall gleich.
      37 7 Melden
    • Majoras Maske 18.10.2017 06:43
      Highlight Und warum genau hat diese zwielichtige Organisation so viel Einfluss, dass selbst Bundesratskandidaten dort antraben...?
      53 10 Melden
      • Gelöschter Benutzer 18.10.2017 10:48
        Highlight Pro Tell ist nicht zwielichtig.
        6 25 Melden
    • Troxi 18.10.2017 06:09
      Highlight In meinen Augen ist so etwas Wahlbetrug und dementsprechend gehört die Wahl wiederholt. Dass der Herr X.Y. Nicht auf hartnäckige Fragen, ob der ProTell Vize sein Anwalt sei, bereit ist zu Antworten und die Kommunikation abbricht ist ja schon Ausdruck genug um sich ein Bild zu verschaffen. Irgendwie hab ich das Gefühl, dass man extrem Angst hatte, dass Maudet gewählt wird. Wenn man die Wahlganzgahlen durchliest, Cassis 109 Maudet 62 Moret 55, könnte man meinen im 1. Durchgang schuen es aufzugehen, denn im 2. Durchgang holte Maudet massiv auf Cassis 125 Maudet 90 Moret 28.
      13 33 Melden
      • crik 18.10.2017 09:28
        Highlight @Troxi: Es wäre Ihnen frei gestanden, im Vorfeld der Wahl e-mails an alle Parlamentarier zu verschicken, und eine Wahlempfehlung abzugeben. Deswegen wären Sie Watson gegenüber nicht zu einer Auskunft über Ihre privaten Verhältnisse verpflichtet.
        4 0 Melden
      • Rodney McKay 18.10.2017 09:43
        Highlight Ihnen ist die Bedeutung des Wortes "Betrug" aber schon geläufig ? Betrug ist es dann, wenn Stimmen gefälscht wurden, ansonsten nicht. Wenn auf die Parlamentarier Einfluss genommen wird, hat das doch nichts mit Betrug zu tun. Die Parlamentarier hatten an den Hearings die Möglichkeit die Kandidaten kennen zu lernen, und sich darauf hin eine Meinung zu bilden. Wer sich in seiner Meinung so leicht beeinflussen lässt, ist ohnehin nicht für die Politik geeignet. Bitte erklären sie, wo hier betrogen wurde.
        8 1 Melden
      • Bits_and_More 18.10.2017 10:29
        Highlight Vor der Wahl eine Empfehlung abzugeben ist weder Betrug noch aussergewöhnlich. Zig Verbände, seien uns nun aus der Wirtschaft, Fachgruppen, Gewerkschaften etc. geben vor Wahlen Empfehlungen über Kandidaten ab.
        Das Maudet gerade in konservativen Kreisen wie der SVP nicht wahnsinnig beliebt ist, war auch vorher kein Geheimnis.
        Da ändern auch ein paar vorgängige Email einer Pro Tell Aktivsten wenig, welches vermutlich von der Mehrheit der Parlamentarier, bei deren täglichen Emailflut, nicht einmal gelesen / beachtet wurde.
        10 1 Melden
      • Gelöschter Benutzer 18.10.2017 10:49
        Highlight Wahlbetrug wäre, wenn man fremde Stimmzettel ausfüllt.
        Oder auf fremde Abstimmungsknöpfe drückt... 🙄
        11 1 Melden
      • Wald Gänger 18.10.2017 12:14
        Highlight Du glaubst im Ernst, Pro Tell hat im NR mit ein paar popeligen Mails so einen grossen Einfluss, dass dieser Watson-Artikel mehr ist als eine drollige Verschwörungstheorie?
        7 4 Melden

    Ganz ohne Plastiksäckli: In Zürich öffnet der erste Zero-Waste-Laden der Deutschschweiz

    In Zürich eröffnet der erste Laden ganz ohne Abfall. Wer was kaufen will, muss seinen eigenen Behälter mitnehmen, auch für Nudeln, Reis oder Alkohol. «Zero Waste» heisst die Philosophie und steht ganz im Zeichen der Kreislaufwirtschaft. 

    Rüebli, Kartoffeln, Nudeln oder Seife, im Foifi, dem ersten Zero-Waste-Lasten in Zürich, findet man eigentlich alles – ausser eben Plastiksäckli. Der neue Laden steht ganz im Zeichen der Kreislaufwirtschaft und setzt sich zum Ziel, keinen Abfall zu produzieren. Der Durchschnittsschweizer produziert im Jahr 344 Kilogramm Abfall – viel zu viel, finden die Betreiber des «Foifi». Der Name ist ein Vermerk auf die fünf Axiome von Zero Waste, aber auch eine Liebeserklärung an den Zürcher …

    Artikel lesen