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Verena Herzog wolle Ritalin «nicht verteufeln», sagte Motionärin Herzog. «Im Einzelfall ist das Medikament hilfreich.» Der Bundesrat solle aber weitere Massnahmen gegen das Syndrom ins Auge fassen. Bild: KEYSTONE

Ritalin wird zu häufig verschrieben: Nationalrat will Ursachen von ADHS genauer klären

11.12.17, 20:18


Der Bundesrat soll die Ursachen, die sich hinter der Diagnose ADHS verbergen, systematisch prüfen müssen. Der Nationalrat hat am Montag einen entsprechenden Vorstoss von Verena Herzog (SVP/TG) angenommen.

Mit 90 zu 81 Stimmen bei 4 Enthaltungen stimmte die grosse Kammer der Motion zu. Über diese muss nun der Ständerat befinden. Stimmt auch er Ja, muss der Bundesrat die gemäss dem Vorstoss «viel zu hohe Verschreibungspraxis» von Ritalin in der Deutsch- und Westschweiz reduzieren.

Sie wolle Ritalin «nicht verteufeln», sagte Motionärin Herzog. «Im Einzelfall ist das Medikament hilfreich.» Der Bundesrat solle aber weitere Massnahmen gegen das Syndrom ins Auge fassen.

Gesundheitsminister Alain Berset sagte, dass wegen der Komplexität und Individualität der jeweiligen Ursachen sich auch die Behandlung gezielt an den Bedürfnissen der Betroffenen orientieren müsse. In der Regel erfolge die Behandlung im Rahmen eines umfassenden Behandlungssettings, das sowohl medizinische wie auch psychische und sozialtherapeutische Interventionen umfasse.

Das gelte insbesondere auch für die Frage, ob und unter welchen Rahmenbedingungen Ritalin eingesetzt werden solle. «Diese Frage muss unter Berücksichtigung der individuellen Behandlungsbedürfnisse und situativen Gegebenheiten entschieden werden», sagte Berset.

Er sieht indes keinen Anlass, in die ärztliche Behandlungsfreiheit einzugreifen. Für eine vertiefende Analyse wäre laut Berset eine systematische Kontrolle der Verschreibungspraxis erforderlich. Das sei jedoch Sache der Kantone.

Vor knapp drei Jahren hatte der Ständerat keinen Grund gesehen, die Verschreibung von Ritalin einzuschränken. Er lehnte einen Vorstoss ohne Gegenstimme ab, der im Nationalrat noch eine Mehrheit gefunden hatte. Gemäss der Motion sollte der Bundesrat dafür sorgen, dass Ritalin nur dann verschrieben wird, wenn es wirksam, zweckmässig und wirtschaftlich ist sowie im Rahmen einer umfassenden Therapie und Behandlung verabreicht wird.

Vom Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätssyndrom (ADHS) sind laut dem Bundesrat in der Schweiz rund 3 bis 5 Prozent aller Kinder und Jugendlichen im Schulalter betroffen. Gemäss den verfügbaren Daten wird ein Viertel von ihnen mit Methylphenidat - am besten unter Ritalin bekannt - behandelt. (sda)

«Erich Hess, wovor hast du mehr Angst als vor Ausländern?»

Video: watson/Nico Franzoni, Lya Saxer

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46
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46Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • zialo 12.12.2017 22:24
    Highlight ADHS ist angeboren.
    Seit norwegischen, dänischen und spanischen Studien (2014) ist bekannt, wenn man Paracetamol (z. B. Dafalgan) während der Schwangerschaft einnimmt, erhöht sich das Risiko der Übertragung von den Eltern auf das Kind um 37%. Heute haben etwa 5% aller Menschen AD(H)S.

    https://www.saldo.ch/artikel/d/paracetamol-schadet-demkind/

    http://m.spiegel.de/gesundheit/diagnose/paracetamol-forscher-fordern-rezeptpflicht-a-995812.html
    2 0 Melden
  • zialo 12.12.2017 22:08
    Highlight Die Diskussion über Ritalin ist meines Erachtens eine Stellvertreterdiskussion. Das Medikament hat massiv weniger Nebenwirkungen als bei Psychosen eingesetzte Medikamente. In Altersheimen stirbt nach Studien jedes Jahr einer/eine SeniorIn von hundert welche letztere verschrieben bekommen.
    3 1 Melden
  • Ökonometriker 12.12.2017 07:58
    Highlight Wenn die Politik den Ärzten vorschreibt, was die beste Behandlung für ihre Patienten ist, wird es gefährlich.
    Klar kann man immer ein Beispiel finden wo ein Arzt falsch handelt. Aber das bedeutet nicht, dass ALLE Ärzte falsch handeln und man sie bevormunden muss.
    Umgekehrt können solche Gesetze dazu führen, dass Bedürftige nicht die Medikamente erhalten, die sie brauchen.
    12 1 Melden
  • HugoHabicht 12.12.2017 05:24
    Highlight Eigentlich weiss man schon sehr sehr viel!


    0 3 Melden
    • chem123 12.12.2017 12:37
      Highlight Der im Video erwähnte Leistungs- und Erfolgsdruck und die damit verbundene Erwartungshaltung der Eltern spielt sicher mit eine Rolle warum die Diagnose ADHS häufiger gestellt wird. Jedoch kann ich der Behauptung des Kinderarztes aus dem Video, wonach nur 1 Prozent der Kinder das Medikament wirklich benötigen, niemals zustimmen. Dies aufgrund der Tatsache, dass er als Kinderarzt nicht über die Kompetenz verfügt wie ein Kinder- und Jugendpsychiater, der dafür noch zusätzlich speziell ausgebildet wurde.
      3 2 Melden
  • wiisi 12.12.2017 01:34
    Highlight Einfach das Schulsystem mal bisschen ändern, wieder "kindergerechter", menschlicher und weniger auf diesem leistungsorientiertem Trip basierend.
    Es liegt meiner Meinung nach am System, nicht die Kinder sind das Problem.
    18 9 Melden
  • Robi14 11.12.2017 23:48
    Highlight Bin gar kein Verfächter von Psychopharmaka per se, aber bei einer Prävalenz von ADHS bei Kindern von 5% und 2% medizierten Kindern kann man nicht von zu vielen medizierten Kindern sprechen. Die Frage ist, ob die richtigen 2% Methylphenidat verschrieben bekommen und wie die Kinder neben der Medikation noch behandelt/unterstützt werden.
    11 6 Melden
    • kruemelmonstah 12.12.2017 13:11
      Highlight 2% sind 2% zuviel.
      0 4 Melden
  • Röbi Roux 11.12.2017 23:41
    Highlight Hier wissen wieder einmal alle Bescheid, aber niemand ist selbst betroffen
    14 2 Melden
  • blaubar 11.12.2017 23:05
    Highlight meine Erfahrung mit Kindern mit AD(H)S: Mir scheint, dass das Gehirn zu wenig geübt ist, auf Umweltreize, Menschen etc. schnell und adäquat zu reagieren. Es geht nicht „hin und her“, was in einem Energiestau mündet.
    Ursachen könnten m.M. nach zu viel Fernsehkonsum und andere EINWEG-Kommunikation sein. Das Kind lernt dann nicht, schnell darauf zu reagieren, etwas zu entgegnen, wieder zuzuhören, wieder darauf zu reagieren. Es ist dann überfordert und wird nervös.
    Nur meine Erfahrung mit einem ADHS-Kind.
    6 14 Melden
    • Hambro 12.12.2017 06:42
      Highlight Nei, bei ADHS liegt die Ursache bestimmt nicht an zuviel TV. Das ist leider ein weitverbreiterer Irrtum, es kann höchstens bei zuviel die Symptome verstärken oder bei ggf. viel Bewegung mildern.

      Sagt ein selbst betroffener, der sich stark mit dem Thema auseinander setzen musste.
      16 1 Melden
    • blaubar 12.12.2017 08:52
      Highlight War nur eine Vermutung und eine Beobachtung.
      0 4 Melden
    • blaubar 12.12.2017 08:54
      Highlight Ergänzung: Bei dem Fall, den ich betreue hilft das Ritalin (Concerta) ganz enorm und eindeutig!
      4 3 Melden
    • blaubar 12.12.2017 09:02
      Highlight Fernsehen muss ja nicht der Grund sein. Aber irgendwie wurde das Gehirn nicht genug geschult, Reize adäquat zu verarbeiten und darauf zu reagieren. Wie es dazu kommt, ist wahrscheinlich unterschiedlich.
      0 5 Melden
    • blaubar 12.12.2017 13:43
      Highlight Warum die Blitze? Es ist meine Beobachtung bei dem Jungen, den ich betreue. Hallo?
      0 3 Melden
    • Echo der Zeit 13.12.2017 00:03
      Highlight Hören sie auf zu Interpretieren - "Aber irgendwie wurde das Gehirn nicht genug geschult, Reize adäquat zu verarbeiten und darauf zu reagieren" - und dann noch "wahrscheinlich unterschiedlich" "nur eine Vermutung und eine Beobachtung" - Ja was Jetzt ?
      4 0 Melden
  • Echo der Zeit 11.12.2017 22:49
    Highlight Interessante Sendungen zu Adhs auf Srf - https://www.srf.ch/sendungen/dok/leben-mit-adhs
    4 6 Melden
  • wipix 11.12.2017 22:49
    Highlight Endlich! Und dann aber bitte ehrliche Anerkennung der Ursachen!
    8 4 Melden
  • Linus Luchs 11.12.2017 22:28
    Highlight "Der Bundesrat soll die Ursachen, die sich hinter der Diagnose ADHS verbergen, systematisch prüfen müssen."
    Ich wusste gar nicht, dass medizinische Forschung zu den Aufgaben des Bundesrats gehört.

    Spass beiseite. Die Politik hinkt der Realität wieder einmal hinterher. Die Diagnose ADHS ist veraltet. Heute spricht man von ASS, der Abkürzung für Autismus-Spektrum-Störung, weil medizinische Fachkreise festgestellt haben, dass die Grenzen zwischen Autismus, AD(H)S und dem Asperger-Syndrom sehr unscharf sind.
    13 18 Melden
    • Kramer 11.12.2017 23:12
      Highlight Autismusspektrum und ADHS zeigen bei genauerem Hinsehen klare Unterschiede. Der Autist sieht die Welt durch eine Makro Linse, der ADHS Typ durch ein Weitwinkel. Es gibt aber auch parellen, und die Ursachen könnten durchaus den gleichen Ursprung haben (Entwicklunsverzögerungen in gewissen Hirnbereichen)
      13 0 Melden
    • Ylene 12.12.2017 00:16
      Highlight Dein letzter Satz ist nicht korrekt. Schau mal hier https://www.autismus.ch/autismus-spektrum-stoerungen-summary/autismus-spektrum-stoerungen.html Man unterscheidet nicht mehr zwischen Asperger, frühkindlichem und atypischen Autismus, sondern spricht von Autismus-Spektrum-Störung (ASS). Es wird aber weiterhin zwischen AD(H)S und ASS unterschieden. Zwar können je nachdem bis zu 80% der 'Symptome' sehr ähnlich sein, die Ursache und Behandlung ist aber anders. Ritalin ist für ADHS einiges wirksamer als für ASS. Aspies haben weniger schnell einen Overload, aber weiterhin Mühe mit sozialen Dingen.
      11 0 Melden
    • batschki 12.12.2017 01:32
      Highlight Was medizinisch richtig zu sein hat, darüber wird bei uns demokratisch abgestimmt und das Resultat dann iuristisch durchgesetzt. Das ist kein Spass, sondern bittere Realität, die nichts mit Wissen zu tun hat, sondern nur mit Meinungsmache. Hausärzte sind lt. evand nicht kompetent genug, Ritalin zu verschreiben, hingegen soll ein Heer von paramedizinischen "Therapeuten" auf diese unangepassten Kinder losgelassen werden und sie umerziehen. Zucker und Bildschirm sind zu verbieten. Ärzte auch. Richtige Heiler braucht das Volk! Nicht durch naturwissenschaftliche facts voreingenommen!
      6 7 Melden
    • Linus Luchs 12.12.2017 08:43
      Highlight @ Kramer & Ylene:

      Euch ist vielleicht Dr. Thomas Girsberger bekannt. Hier ein Artikel von ihm, explizit zum Thema ADHS vs. ASS:
      http://www.autismusforumschweiz.ch/index.php/Attachment/14-elpost41-32-36-girsberger-pdf

      "Uneinigkeit besteht in der Frage, ob es sich bei 'doppelt' betroffenen um echte Komorbidität handelt, oder ob vielleicht das ADHS auch zum 'Spektrum' gehört und quasi die mildeste Form einer autistischen Störung darstellt."

      Interessantes Interview:
      https://www.autismus.ch/autismus-spektrum-stoerungen-summary/artikel-zum-thema-ass/interview-mit-dr-girsberger.html
      2 2 Melden
    • lichtler 12.12.2017 12:38
      Highlight Sorry aber da verwechselst du was. Zwischen den unterschiedlichen Autismus Typen wird bald nicht mehr unterschieden. Hat mit dem ADHS nicht wirklich was zu tun...
      2 1 Melden
    • Linus Luchs 12.12.2017 15:02
      Highlight @ lichtler: Siehe oben meine Links auf den Artikel und das Interview mit Girsberger. Das A in AD(H)S steht für Aufmerksamkeit. Bei Autismus, Asperger etc. geht es auch um Aufmerksamkeit. Die Symptome überlappen sich zum Teil stark. Die Forschung ist noch nicht soweit, die neurophysiologischen Vorgänge und Zusammenhänge wirklich zu verstehen, aber die Indizien sprechen doch sehr dafür, dass bei all diesen Syndromen in etwa die gleichen Strukturen betroffen sein müssen, jeweils in unterschiedlicher Ausprägung.
      1 1 Melden
    • Ylene 12.12.2017 17:08
      Highlight @ Dr. Bogyman & Linus: Sorry, aber Ihr habt echt null Ahnung von ASS... Mein Sohn ist Autist. Sein Hauptproblem ist nicht wie bei ADHS, dass der 'Filter' im Hirn, welcher wichtige (bspw. Gespräch) von unwichtigen (bspw. Nebengeräusche) Informationen filtert, nicht richtig funktioniert und er so zu viele Infos erhält, was ihn ablenkt und ermüdet. Sein Hauptproblem ist das Falscher-Planet-Syndrom (er leidet darunter, dass er anders ist als die meisten Menschen, er deshalb oft aneckt und er keine Ahnung hat wieso. Soziale Interaktionen sind für ihn häufig ein Rätsel.) Ein ADHSler hat das nicht.
      4 0 Melden
    • Echo der Zeit 12.12.2017 18:12
      Highlight Ich Arbeite mit einem Erwachsenen ADHSler (ü40), da Läuft immer was - Medis werden abgelehnt - und wenn dann Illegale Selbstmedikation. In der Institution hat es auch Menschen die ein Autismus haben - das Spektrum/Ausprägungen ist gross, auch bei Adhs. Bei Diagnosen sollte man sehr Vorsichtig sein und denn Psychiatern die sich Spezialisiert haben überlassen.
      @Dr.Bogyman: Ist schon nicht das gleiche - doch dafür muss man die Krankheitsbilder Studieren -und ganz wichtig, mit diesen Menschen zusammen Arbeiten - da Lernt man sie kennen.
      3 0 Melden
    • Linus Luchs 12.12.2017 18:26
      Highlight @ Ylene. Zitat von Thomas Girsberger aus dem oben verlinkten Artikel:

      "Es wird auch von immer mehr Fachleuten darauf hingewiesen, dass es zwischen ADHS und Autismus-Spektrum Ähnlichkeiten und Überschneidungen bzw. Mischformen gibt. [...] Das Kind mit ADHS hat vor allem Probleme, aus der Fülle der Sinneseindrücke die relevanten von den irrelevanten zu trennen."

      Ein sehr naher Verwandter von mir hat ASS. Aber meinetwegen habe ich keine Ahnung. Jedoch glaube ich, von Herrn Girsberger sollte man das nicht behaupten.
      1 1 Melden
    • Ylene 12.12.2017 23:55
      Highlight @Linus: Hast du meinen ersten Kommentar gelesen? Stichwort 80% Symptome? Apropos Girsberger: 'Über die Jahre hatte ich vermehrt Kinder in meiner Praxis, die zwar eine ADHS- oder POS-Diagnose hatten, bei denen ich aber auch GANZ ANDERE Symptome sah. Die auffälligsten Zeichen, die ich entdeckte, waren: grosse Schwierigkeiten im Umgang mit Gleichaltrigen, einseitige intensive Interessen, auffälliges Kontaktverhalten, usw. - Ich kam zum Schluss, dass die ADHS-Diagnose nicht genügte, sondern dass es sich da eher um Varianten von Asperger handelte.' sprich die Kinder hatten eine falsche Diagnose.
      2 0 Melden
    • Ylene 13.12.2017 00:13
      Highlight @ Linus: ... Link hier https://www.autismus.ch/autismus-spektrum-stoerungen-summary/artikel-zum-thema-ass/interview-mit-dr-girsberger.html @ Dr. Bogyman: Zuerst mal aufrichtigen Dank für deinen lieben Schlusssatz! Zum Rest, es haben viele Leute ein Problem mit dem Filter, d.h. aber nun wirklich nicht, dass die alle das gleiche haben oder dass es ADHS (ohne ASS) nicht gibt, nur weil jeder Hausarzt das (teilw. mit wenig Erfahrung fehl)diagnostizieren darf. Und neurotypisch ('normal') sind Leute mit ASS eben nicht - eine (korrekte) Diagnose hilft sehr.
      3 0 Melden
  • koalabear 11.12.2017 21:08
    Highlight Leider ist es nicht Realität, dass Ritalin nur ein Baustein der Therapie ist. Ritalinrezepte werden verlängert, Therapieerfolge nicht überprüft. Ich bin Ritalin gegenüber positiv eingestellt, doch wer zur Zeit alles die Diagnose ADHS stellen darf und Ritalin verschreibt, dies stelle ich klar in Frage.
    48 15 Melden
    • Echo der Zeit 11.12.2017 22:23
      Highlight Arbeiten sie auf dem Gebiet ? Haben sie Insider Wissen ?
      7 5 Melden
    • Saraina 11.12.2017 22:26
      Highlight Sich selbst überschätzende Kinderärzte zum Beispiel, die keine weitere Betreuung des Kindes und der Familie anbieten.

      ADHS gehört zu Spezialisten.
      20 3 Melden
  • Don Alejandro 11.12.2017 21:03
    Highlight Viele Eltern nehmen das Ritalin selbst. Auf dem Schwarzmarkt gerade bei Studenten sehr beliebt.
    26 9 Melden
    • batschki 12.12.2017 01:33
      Highlight Und??
      2 7 Melden
    • Don Alejandro 12.12.2017 07:04
      Highlight @batschki: 1+1=2
      4 1 Melden
    • batschki 12.12.2017 18:47
      Highlight Ritalin hat die Eigenschaft, hypomotorische ADS Patienten zu aktivieren (übrigens auch Demente mit Tag/ Nachtumkehr: wirkt phantastisch, besser als jedes Antidepressivum und jede nicht medikamentöse Therapie) und hypermotorische ADHSler zu beruhigen. Normalos mit "normaler" Hirnfunktion werden lediglich hypernervös, verlieren eine adäquate Kritikfähigkeit und damit auch ein gesundes Urteilsvermögen. Wer Ritalin frisst, ohne es nötig zu haben soll sich nicht wundern, wenn 1+1 plötzlich = 11 ist.
      5 0 Melden
  • evand 11.12.2017 20:58
    Highlight 2. Was mich aber am meisten stört: Die wenigsten haben nebeher noch einen Therapeuten, der mit den Schülern mit ihnen arbeitet (Verhalten, Konzentration, Aufmerksamkeit etc...).

    3. Ich würde es gesetzlich so handhaben: Ritalin abgabe nur mit richtiger Abklärung (Nich vom Hausarzt) und eine begleitete Therapie, die überprüft, wie sinnvoll es nach gegbener Zeit noch ist.
    44 11 Melden
    • Ylene 12.12.2017 00:26
      Highlight Und wer soll die Therapie bezahlen? Das ist so 250-300 Stutz pro Stunde! Bei uns hat sich die AHV (gilt als Geburtgebrechen) - und als Folge die Krankenkasse geweigert, da 'zu wenig ausgeprägt'. Die Schule hat trotzdem jahrelang eine Krise geschoben und für Sonderschulen war der Sohn 'zu normal' (Zudem endlose Warteliste). Item, zum Glück gibt's Ritalin, einen neuen tollen Klassenlehrer und der Junge wird auch älter und reifer. Auch kann der Erfolg einer Therapie nicht wie bei einem Knochenbruch so einfach überprüft werden, leider - s. Bsp. aus dem Strafrecht (rückfällige Täter)
      11 1 Melden
  • evand 11.12.2017 20:58
    Highlight 1. In meier 15 jährigen Tätigkeit al Lehrer hatte ich bis jetzt einen Schüler, bei dem ich überzeugt bin, dass er kein ADHS hat. Bei den anderen sind einige darunter, die Ritalin schon aus gutem Grund bekommen, die Mehrheit könnte auch mit anderen Methoden arbeiten, allem voran mit der Ernährung, sprich kaum Zucker.
    29 32 Melden
    • Arthur Sunil 11.12.2017 22:55
      Highlight Diese Aussage zeigt genau, dass Diagnose und Therapie in die Hände von Spezialisten gehören und insbesondere Lehrer ihre Meinung etwas zurückhalten sollten. Stattdessen wäre es vielleicht angezeigt sich etwas in Biologie und Medizin weiterzubilden.
      22 3 Melden
    • Töfflifahrer 12.12.2017 03:47
      Highlight Vor einigen Jahren versuchte Jamie Oliver in England eine gesündere Schulküche aufzubauen und die Behörden davon zu überzeugen, dass speziell für die Kinder gesundes Essen wichtig ist. In einer Sendung äusserten sich die Lehrer und Eltern einer Schule die das versuchte, dass die Kinder plötzlich viel konzentrierter Arbeiteten und und bei einem Schüler sogar das Ritalin abgesetzt werden konnte.
      Leider fanden die Behörden, dass Kosten für gesundes Essen, obwohl nur leicht höher, zu hoch seien und die Zubereitung gegenüber dem Aufwärmen von Fertiggerichten zu kompliziert sei.
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