Schweiz
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Angriff auf die Zauberformel! 13 Vorschläge, wie der Bundesrat eigentlich aussehen müsste

19.09.17, 22:24 08.05.18, 15:24
Lea Senn, Franz Ermel


Die Wahl des Bundesrates ist in der Regel eine diffizile Angelegenheit. Denn die sieben Mitglieder der Landesregierung sollen die unterschiedlichsten Anspruchsgruppen angemessen vertreten: Parteien, Sprachen, Landesteile, Geschlechter, Konfessionen.

Doch wie gut sind einzelnen Interessen tatsächlich repräsentiert? Und welche Kriterien könnten – oder müssten! – bei der Wahl des Bundesrats auch noch mitberücksichtigt werden? Wir haben ein paar Zahlen zusammengetragen und machen ein paar Vorschläge.

Alters-Proporz

Ein Klick aufs Bild zeigt, wie sich die Situation heute präsentiert.

Heute sind Leute bis 45 Jahre im Bundesrat überhaupt nicht vertreten – Alain Berset ist mit Jahrgang 1972 das jüngste Regierungsmitglied. Dabei stünden den Unter-Vierzigern mindestens drei Sitze zu.

Geschlechter-Proporz

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Da es in der Schweizer Bevölkerung eine hauchdünne Mehrheit Frauen gibt, müssten im Bundesrat vier von sieben Mitgliedern Frauen sein. Tatsächlich gab es diese Situation bereits einmal: Von November 2010 bis Ende 2011 sassen mit Micheline Calmy-Rey, Doris Leuthard, Eveline Widmer-Schlumpf und Simonetta Sommaruga vier Frauen in der Landesregierung.

Essgewohnheiten-Proporz

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Einen Vegetarier oder gar einen Veganer sucht man in der aktuellen Landesregierung vergeblich. Dabei hätten die 14 Prozent Vegis in der Bevölkerung Anspruch auf genau einen Sitz.

Auto-Proporz

Repräsentativer Bundesrat Infografiken

Von den Bundesräten sind nur die Dienstwagen bekannt – alle fahren Mercedes, ausser Johann Schneider-Ammann (Audi) und Doris Leuthard (Tesla). Welche Autos sie allenfalls privat fahren, wissen wir nicht. Eine Zauberformel nach Neuimmatrikulationen würde dem Volkswagen-Konzern (VW, Skoda, Audi etc.) zwei Bundesrats-Sitze bescheren, der Peugeot SA (Peugeot, Citroën, Opel etc.) und der BMW Group je einen. Die restlichen Autobauer müssten sich um die verbleibenden drei Sitze balgen.

Links-rechts-Proporz

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Schluss mit dem ewigen Links-rechts-Getue. Die Sache ist klar: Etwa jeder zehnte Schweizer ist Linkshänder. Das gibt (aufgerundet!) einen Sitze für Linke, der Rest geht an die Rechten.

Sprachen-Proporz

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Eine Mehrheit in der Schweiz spricht Deutsch, ihr stehen somit vier Sitze zu. Die beiden anderen grossen Landessprachen Französisch und Italienisch kriegen je einen Sitz, der siebte Sitz schliesslich geht an eine andere Sprache – von Albanisch bis Rätoromanisch ist hier vieles denkbar.

Lieblingssport-Proporz

Repräsentativer Bundesrat Infografik

Zeigt sich die offizielle Schweiz heute an einem Sportanlass, muss immer der bedauernswerte Sportminister Guy Parmelin in den sauren Apfel beissen und hingehen. Da könnte sich der Bundesrat besser aufteilen, vor allem, wenn die beliebtesten Sportarten angemessen vertreten wären: zwei Fussball-Freunde, je ein Ski-, Tennis- und Leichtathletik-Fan sowie zwei Anhänger von Randsportarten wie Turmspringen, Seilziehen oder Eishockey.

Konfessionen-Proporz

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Heute gibt es eine Dominanz von reformierten Kräften im Bundesrat – was in keiner Weise der Realität entspricht. Diese müsste in der Landesregierung folgendermassen widerspiegelt werden: Drei Katholiken, zwei Reformierte, zwei Konfessionslose.

Stadt-Land-Proporz

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Die Schweizer Grossstädte sind im Bundesrat zurzeit überhaupt nicht vertreten. Didier Burkhalter (Neuchâtel) und Johann Schneider-Ammann (Langenthal) stammen aus kleineren Städten, die restlichen fünf Magistraten sind Landeier. Das muss aufhören! Städte müssen mindestens drei feste Sitze bekommen, die Landgegenden maximal vier.

Haustier-Proporz

Bundesrat Tiere neu

Haustiere in den Bundesrat! Wer den Haustier-Proporz umsetzen möchte, müsste den Katzenhaltern zwei feste Sitze zugestehen, den Hündelern einen, ebenso der Kaninchen-Kanarienvogel-&-Co.-Fraktion einen. Drei Sitze gingen an tierlose Vertreter.

Kinder-Proporz

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Im derzeitigen Bundesrat sind Kinderlose deutlich übervertreten. Sie sind nämlich gleich zu dritt. Anspruch hätten sie lediglich auf einen Sitz.

Migrations-Proporz

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Alle derzeitigen Bundesräte sind Schweizer durch und durch – schon ihre beiden Elternteile hatten den roten Pass. Dabei hat jeder Dritte in der Schweiz einen Migrationshintergrund. Zeit also, mindestens zwei Bundesräte mit Migrationshintergrund ins Amt zu hieven.

Pendler-Proporz

Repräsentativer Bundesrat Infografiken

Die Schweiz, ein Volk von Pendlern: Die meisten benutzen dazu das Auto, sie sollten im Bundesrat die Mehrheit stellen. Die restlichen Sitze teilen Bahnfahrer, Nutzer des Nahverkehrs und Fussgänger unter sich auf.

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

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59
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    Alle Leser-Kommentare
  • andrew1 19.09.2017 20:43
    Highlight Oder einfach nach parteistärke um die interessen des volkes möglichst gut umzusetzen: 1/7= 14% 2/7 = 29% wähleranteil svp 29%. passt also. Wähleranteil sp 18.8%. 18.8% sind bedeutend näher an 14% als an 29%.
    10 8 Melden
    • sveinn 19.09.2017 21:34
      Highlight Das ergäbe dann einen fünfköpfigen Bundesrat, weil es nur der SVP zu zwei und der SP, FDP und der CVP zu einem reicht...
      Man könnte allenfalls argumentieren, die Grünen bekämmen noch einen Sitz mit ihren 7,1%, weil sie fast die Hälfte zwischen 0 und 14,28% erreichen, dann wäre am ehesten noch als die SP dran...
      6 0 Melden
    • Bruno Wüthrich 20.09.2017 09:43
      Highlight Nun ja, die Grünen wären mit ihren 7,1 % bedeutend näher an einem Bundesrat als die FDP an einem zweiten. Ihnen fehlen nämlich zu einem BR nur 7 Prozent, während der FDP zu einem zweiten ganze 11,7 Prozent.

      Doch würde man den Grünen einen BR zugestehhen, käme die Linke mit weniger als 29 Prozent. Weil aber bereits die SP zwei BR stellt, werden die Grünen nicht auch noch berücksichtigt. Hierfür müssten sowohl die SP als auch die Grünen noch kräftig an Wähleranteilen zulegen. Die Grünen wohl gegen 4 Prozent, und auch die SP müsste um 2 - 3 Prozent vorwärts machen.
      6 0 Melden
  • Bruno Wüthrich 19.09.2017 17:48
    Highlight Ich hätte da noch folgendes:

    Wie wärs mit eine Sexuelle-Orientierung-Proporz?
    Oder einem Mieter/Hauseigentüner-Proporz?
    Oder einem Proporz gemäss Jahresverdienst (da hätten die Wenigverdiener drei bis vier Bundesräte zu gut)?
    Interessant wöre auch ein Proporz nach Intelligenzquotient (damit hätten die Normalos plötzlich sechs von sieben Bundesräten)?
    Oder einem Bildungs-Proporz (siehe Anmerkung Proporz nach Intelligenzquotient)?
    Ganz geil wäre auch ein Proporz nach Körpergewicht.
    16 3 Melden
  • who cares? 19.09.2017 15:27
    Highlight Ich finde es ein bisschen schade, dass unterschiedliche Bevölkerungsgrundmassen genommen wurden.
    Bsp. glaube ich nicht, dass nur 20% kinderlos sind, wenn der Anteil der <19 Jährigen auch schon 20% ist. Dann müsste ja auf jeder meiner kinderlosen >20jährigen Freunde, eine Teenagerschwangerschaft kommen und dass glaub ich irgendwie nicht.
    27 2 Melden
    • Lea Senn 19.09.2017 16:27
      Highlight @Lady Blue: Wir beziehen uns auf dieselbe Quelle («Die Bevölkerung der Schweiz 2015»), gehen jedoch von den 50- bis 80-Jährigen aus, da die meisten unserer Bundesräte in diese Altersklasse fallen (abgesehen von Alain Berset, der aber schon Vater ist).

      «Kinderlosigkeit ist in der Schweiz ein relativ verbreitetes Phänomen,
      19% der Frauen und 21% der Männer zwischen 50 und 80  Jahren
      haben keine leiblichen oder adoptierten Kinder»
      9 8 Melden
    • who cares? 19.09.2017 17:48
      Highlight Es macht für mich trotzdem keinen Sinn, nur die 50- bis 80jährigen zu betrachten. Damit "vergisst" man ja mehr als die Hälfte der Bevölkerung. Hat man das bei der Religionsproporz auch gemacht? Ich vermute stark, dass bei den 50- bis 80jährige anteilsmässig weniger Konfessionslose gibt.
      8 2 Melden
  • Gubbe 19.09.2017 14:09
    Highlight Einen Bundesrat auf Probe, sagen wir mal 8.7 Monate. Dann 0.3 Monate beurteilen und nach 9 Monaten hätten wir unser BR-Kind.
    4 25 Melden
  • p4trick 19.09.2017 14:06
    Highlight Also wenn dann müssten alle 13 Kriterien erfüllt werden. Bin gespannt auf eine mögliche Zusammenstellung.
    27 2 Melden
  • Barracuda 19.09.2017 14:02
    Highlight OK, die witzig gemeinten Spielchen hier will ich jetzt nicht kommentieren. Aber jetzt mal zur Sache... In einem 7er-Gremium kann man nie und nimmer Parteistärke, Geschlecht und Sprachregionen abbilden. So kommt es dann, dass nicht der/die Beste gewählt wird und nur ganz wenige Personen in Frage kommen. Die Zauberformel dient sowieso nur noch der FDP, die damit ihren zweiten Sitz zementieren und rechtfertigen will, obwohl sie aufgrund der Parteistärke noch genau einen Sitz hätten.
    39 18 Melden
    • Dominik I. 19.09.2017 14:45
      Highlight Welche Partei hätte deiner Meinung nach Anspruch auf den 7. Sitz?
      5 5 Melden
    • who cares? 19.09.2017 15:14
      Highlight Gleiches könnte man auch für den zweiten Sitz der SP sagen. (FDP: 16.4%, SP: 18.8% Wählertanteil gegenüber Anteil im Bundesrat: 28.5%)
      17 3 Melden
    • Barracuda 19.09.2017 15:52
      Highlight Mit der aktuellen Sitzverteilung würde eine Aufteilung nach Lager die Parteistärke am besten abbilden im Bundesrat:

      Links (SP, GP) 2 Sitze
      Mitte (FDP, CVP, GLP, BDP) 3 Sitze
      Rechts (SVP) 2 Sitze

      Das hätte zusätzlich den Vorteil, dass auch fähige Leute von kleineren Parteien eine Chance hätten.
      27 1 Melden
    • peeti 19.09.2017 16:02
      Highlight SP kommt mit GPS auf 26%.
      Um den 7. Sitz könnten sich die Mitteparteien bewerben und Kandidaten stellen. Ich wage aber zu behaupten, dass die FDP 2019 ihren Wähleranteil ausbauen wird. Damit würde sich eine Diskussion erübrigen.
      4 2 Melden
    • Matti_St 19.09.2017 16:11
      Highlight Die FDP ist schon links der SVP. Aber das ist jede andere Partei auch. Aber ihre Politik ist klar bürgerlich liberal.
      8 4 Melden
    • who cares? 19.09.2017 17:59
      Highlight Ich bin ja allgemein dafür, das politische Spektrum im Dreieck sozial - liberal - konservativ zu sehen und nicht links und rechts. Dann wären die drei Extreme SP - FDP - SVP und der Rest irgendwo dazwischen.
      4 0 Melden
  • p4trick 19.09.2017 13:55
    Highlight "Die Sache ist klar: Etwa jeder zehnte Schweizer ist Linkshänder. Das gibt (aufgerundet!) einen Sitze für Linke, der Rest geht an die Rechten."
    Das andere rechts! :-)
    18 4 Melden
    • p4trick 19.09.2017 14:08
      Highlight ups habe ich falsch gelesen... :-(
      6 1 Melden
  • Zeit_Genosse 19.09.2017 13:43
    Highlight Eigentlich sollten es die Besten sein (andere Kriterien als Proporz). Doch das Parlament wählt selten die Stärksten, sondern die, die es besser "steuern/beeinflussen" kann und die nicht besser sind als sie selbst. Eine andere Frage könnte sein, ob 7 BR die Idealgrösse sind und was passieren würde, hätte man 9 und davon einen Departementsunabhängigen Präsidenten. Die Geschäfte werden immer komplexer, dass mehr Leadership über die Technokratie richtungsgebender sein könnte, als die Selbstverwirklichung der Departemente.
    8 20 Melden
  • Akunosch 19.09.2017 13:41
    Highlight Ob Simonetta Sommaruga wirklich als Landei durchgeht? Meines Wissens hat(te) sie ihren Wohnsitz in der Gemeinde Köniz, welche mit rund 40'000 Einwohnern grösser als Neuenburg und Langenthal und zwölftgrösste Gemeinde der Schweiz ist. Zudem liegt Köniz direkt neben Bern und bildet Teil des Grossraums Bern.
    40 3 Melden
    • Lea Senn 19.09.2017 13:49
      Highlight @Akunosch: Sie ist in Sins AG aufgewachsen, deshalb haben wir sie zu den «Landeiern» gezählt.
      25 7 Melden
  • Regula Sterchi 19.09.2017 13:24
    Highlight Hm. Erinnert mich an meinen Tweet von neulich.

    Was mir in dem Fall aber fehlt, sind sexuelle Präferenzen, Angestelltenstatus, kiffer & co. Rechts/linkshänder & Haustiere könnt ihr getrost weglassen. Hat keinen grossen Bezug zu Politischen Themen.
    20 3 Melden
    • p4trick 19.09.2017 14:03
      Highlight 7 kiffende Bundesräte würde wahrscheinlich das eine oder andere wirkliche Problem lösen können :-)
      40 5 Melden
  • Bruno Wüthrich 19.09.2017 13:15
    Highlight Interessant ist der Kinder-Proporz, vor allem, weil die Bevölkerung ohne Kinder offenbar übervertreten sind.

    Würden wir diesen Proporz einführen, müsste eine der beiden Frauen ihren Sitz räumen. Wohl gemeinsam mit Guy Parmelin. Beides hätte ein «Gstürm» zur Folge. Bei Letzterem mit der SVP.

    Auch die Altersgruppenfrage ist interessant. Vor allem wegen der Frage, wie denn ein/e U19-jährige/r ein Departement führen soll. Welches denn bitteschön? Und aus welcher Partei sollte die junge Frau/der Jüngling denn stammen? Und falls männlich, müsste der dann trotzdem in die RS? Oder Rücktritt mit 20?
    15 19 Melden
    • esmereldat 19.09.2017 14:51
      Highlight Der könnte z.B. das neu gegründete Departement für Jugend und Zukunft leiten! :D
      8 4 Melden
    • who cares? 19.09.2017 15:19
      Highlight Vielleicht sollten wir mal die Gründe beleuchten, warum es anscheinend als Frau mit Kindern so viel unwahrscheinlicher ist, Bundesrätin zu werden, als als Mann mit Kindern.
      Es scheint, als müssten sich Frauen noch immer zwischen Karriere und Kindern entscheiden müssen, während beides gleichzeitig bei Männern kein Problem ist.
      19 6 Melden
    • Bruno Wüthrich 19.09.2017 17:39
      Highlight @ Who cares? - Das wird wohl so sein. Doch dieser Entscheid wird bereits zuvor in ganz privatem Rahmen gefällt.

      Ob sich jemand voll und ganz hinter die BR-Ambitionen seiner/ihres Partnerin/Partners stellt, ist reine Privatsache und geht die Öffentlichkeit nichts an. Sind Kinder im schulpflichtigen Alter oder jünger vorhanden, und der/die Partner/in stellt sich nicht hinter die Ambitionen, so wird wohl nichts daraus. Offenbar sind Frauen eher bereit, sich hinter die Ambitionen ihres Mannes zu stellen. Dies kann man gut finden oder auch nicht. Es bleibt Privatsache.
      6 2 Melden
    • who cares? 19.09.2017 18:07
      Highlight Ja, es ist Privatsache und es soll jeder für sich entscheiden. Für sich entscheiden KÖNNEN. Problematisch ist, wenn keine Strukturen/Gesellschaft vorhanden sind, die überhaupt eine Entscheidung zulassen. Fehlende/zu teure Krippenplätze, soziales Stigma der Rabenmutter/des entmännlichten Hausmannes, Unwille des HR-Departments Frauen im gebärfähigen Alter einen Job mit Verantwortung zu übertragen, nichtvorhandener Vaterschaftsurlaub, Ungleichheiten bei Verteilung des Sorgerechts, keine Teilzeitjobs für Männer usw.
      3 1 Melden
    • Bruno Wüthrich 19.09.2017 22:14
      Highlight Sie wissen aber schon, dass wir hier vom Job des Bundesrates reden, bzw. von den Ambitionen darauf.

      Abgesehen davon, dass man sich vom Gehalt eines Bundesrats problemlos eine Kinderkrippe leisten kann, und wohl vor anderen auch einen Krippenplatz zugesprochen erhält, ist halt das mit der gesellschaftlichen Akzeptanz so eine Sache für sich. Denn nur weil etwas für die Einen eine Selbstverständlichkeit ist, müssen dies andere noch längst nicht so sehen.

      Deshalb wird es wohl noch lange dauern, bis die erste Frau mit Kindern Bundesrätin wird. Wer weiss, vielleicht ist dies sogar besser so.
      3 2 Melden
    • who cares? 20.09.2017 08:36
      Highlight Warum ist dies besser so?
      0 0 Melden
    • Bruno Wüthrich 20.09.2017 09:35
      Highlight Ich habe «vielleicht» geschrieben.

      Der Grund dafür ist kompliziert. Und er ist eher bei den Männern zu suchen. Frauen mit Ambitionen haben selten einen Mann vom Typ Hausmann an ihrer Seite, sondern Männer, die ebenfalls ihre Ambitionen hegen. Solche Männer eignen sich oft für die Kinderbetreuung nur bedingt. Das heisst: Es muss dann trotzdem oft die Frau ran. Ausserdem ist sie - in diesem Fall erst recht - nicht frei von Sorgen. In der Regel machen sich Frauen um die Kinder die grösseren Sorgen als Männer. Ein Land zu regieren erfordert jedoch die volle Aufmerksamkeit. Ohne wenn und aber.
      1 2 Melden
    • who cares? 20.09.2017 11:29
      Highlight Okay also ist die Antwort wie immer der gute alte Sexismus.
      Männer können es einfach besser. Frauen sind zu sehr von ihrer biologischen Bestimmung (Kinder gebären und aufziehen) abgelenkt. Oder so.

      Zudem "In der Regel..." macht hier keinen Sinn. Bundesräte sind oftmals overachiever, sonst hätten sie es nie in diese Position geschafft. (Aus dem Ärmel geschüttelte = erfundene) Durchschnittswerte zu vergleichen macht absolut keinen Sinn.
      0 1 Melden
  • Zitronensaft aufbewahren 19.09.2017 13:04
    Highlight Wäre doch ein super Logical:

    -Der Bundesrat, der Zug fährt, steht links vom Bundesrat mit Migrationshintergrund
    -Der italienisch sprechende BR wohnt in der Stadt
    -Der Bundesrat ohne Kinder mag Katzen
    ...
    70 2 Melden
  • Sam1984 19.09.2017 12:48
    Highlight Kann man sich nicht einfach darauf einigen, dass die 7 welche am besten für den Job geeignet sind Bundesräte werden ?

    Qualifikation statt Quote.
    65 8 Melden
    • ThomasHiller 19.09.2017 13:24
      Highlight Also nein, wie kannst du nur so etwas abwegiges fordern???
      Quote ist alles, Hauptsache gerecht, dann kann auch der größte Müll bei rauskommen ... ;)
      25 6 Melden
    • exeswiss 19.09.2017 16:29
      Highlight @sam1984 machen sie ja... darum kam widmer-schlumpf und blocher wurde gegangen...
      10 3 Melden
  • chnobli1896 19.09.2017 12:41
    Highlight Hab mich (als Linkshänder) schon immer untervertreten gefühlt ;-). Weiss jemand ob einer der Kandidaten für den Sitz Linkshänder ist? :-D
    20 1 Melden
    • Lea Senn 19.09.2017 13:15
      Highlight @chnobli1896: Bin nicht sicher, aber sieht leider eher schlecht aus für dich... ;-)
      26 1 Melden
  • Duscholux 19.09.2017 12:24
    Highlight Sollten es nicht 3 Männer, 3 Frauen und eine eher dem weiblichen zugeneigte agender/demigirl/genderfluid person sein?
    93 10 Melden
    • Olaf! 19.09.2017 14:53
      Highlight Kommt jetzt darauf an ob wir von physischen oder psychischen Geschlechtern sprechen...
      5 2 Melden
    • Duscholux 19.09.2017 14:56
      Highlight Wäre das ganze nicht unglaublich transphobisch sollten wir vom physischen Geschlecht sprechen?
      9 0 Melden
    • Olaf! 21.09.2017 08:32
      Highlight Was daran transphobisch sein sollte, erschliesst sich mir jetzt nicht wirklich.
      0 0 Melden
  • meine senf 19.09.2017 12:23
    Highlight Bei den Automarken sollten eigentlich auch jene berücksichtigt werden, die kein Auto haben (nochmals unterteilbar in solche mit oder ohne Fahrausweis).

    Diese Gruppe dürfte auch stark untervertreten sein.
    46 7 Melden
  • Nelson Muntz 19.09.2017 12:22
    Highlight Ist euch langweilig? Oder gabs gute Cookies aus Amsterdam 😂
    13 2 Melden
  • derEchteElch 19.09.2017 12:18
    Highlight Es gibt nur eine Regel, nach welcher der Bundesrat zusammengesetzt werden muss;

    Die Vertretung der Parteien im Nationalrat proportional verteilt auf die 7 Sitze unter berücksichtigung aller Landesteile und Sprachregionen.

    Alles andere, ob F/M, jung/alt oder was auch immer spielt unter KEINEN Umständen eine Rolle! Auf die Qualifikation kommt es an! Sonst müsste ja auch in jeder Firma ein Lehrling in der Geschäftsleitung vertreten sein!
    37 63 Melden
    • Philipp Burri 19.09.2017 12:41
      Highlight Du bist sicher so megalustig als Kolleg...
      56 13 Melden
    • Makatitom 19.09.2017 12:49
      Highlight Wieso nur im Nationalkrat, gehört der Ständerat da nicht auch dazu? ASaaah, jetzt sehe ich es, der $SVP-Elch verlangt das
      7 7 Melden
    • Regula Sterchi 19.09.2017 13:27
      Highlight Firmen sind keine demokratischen Konstrukte.

      Wer uns regiert, sollte in einer Demokratie aber einigermassen verstehen, was die Bedürfnisse des Volkes sind.
      25 2 Melden
    • Licorne 19.09.2017 17:02
      Highlight Zitate Elch: "Es gibt nur eine Regel[...]
      Die Vertretung der Parteien im Nationalrat proportional verteilt auf die 7 Sitze unter berücksichtigung aller Landesteile und Sprachregionen.[...]
      Auf die Qualifikation kommt es an!"

      Was meinst du mit «Qualifikation» und du möchtest demnach auch einen Rätoromanisch sprechenden Bundesrat?
      2 0 Melden
    • derEchteElch 19.09.2017 18:22
      Highlight @Burri; lass es ausprobieren, lad mich mal auf ein Bier ein 😜

      @Licorne; die Person muss Ahnung von Politik haben. D.h. ein/-e 19-jährige/-r gem. Artikel kommt nicht in Frage. Es braucht eine gewisse Reife und Erfahrung.

      Professor wird man auch nicht von heute auf morgen. (Dieses Beispiel verstehen die Studis vielleicht eher, als "Chef wird man nicht von heute auf morgen").

      Natürlich, auch ein rätoromanischer Bundesrat wäre möglich und sogar angebracht. Nicht so sehr wie ein Tessiner aber früher oder später brauchen die auch mal einen.
      3 0 Melden
  • Aufblasbare Antonio Banderas Liebespuppe 19.09.2017 12:11
    Highlight Schön.
    jetzt findet mal 7 Personen die alle diese Kriterien erfüllen
    29 4 Melden
    • miarkei 19.09.2017 12:47
      Highlight Am ende findest du sogar eine kombination die alle kriterien erfüllt und da sind dir alle gleich unsympathisch, dass wärs doch 😂
      15 2 Melden
    • esmereldat 19.09.2017 14:56
      Highlight Also ich könnte mit meinem Profil mehrere heutige "Falschverteilungen" etwas ausgleichen. Ob ich mich mal vor der vereinigten Bundesversammlung vorstellen soll? 😁
      5 0 Melden
  • Dinolino 19.09.2017 12:09
    Highlight mal Spass bei Seite, aber wieso muss es einer der 3 FDP Puppen sein? Echt jetzt, mir kommt's vor als ob eine neue Bachelorette gewählt werden muss. Homestories und singende Anwärter. Ecklig!
    Hier gehts um einen Magistratsposten, also...wieso muss es nochmals ein FDP Exponent/in sein?
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