Schweiz
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Die Bundesraete Christoph Blocher, links, und Pascal Couchepin, rechts, informieren am Freitag, 15. Juni 2007, an einer Medienkonferenz in Bern ueber die Beschluesse zur inneren Sicherheit. (KEYSTONE/Lukas Lehmann)

Christoph Blocher und Pascal Couchepin während ihrer gemeinsamen Zeit im Bundesrat. Bild: KEYSTONE

EU-Debatte

Couchepin: «Blocher kämpft gegen etwas, was noch nicht existiert»

17.05.14, 11:17 17.05.14, 12:31

Aus Sicht von alt Bundesrat Pascal Couchepin will Christoph Blocher in der Europafrage Emotionen schüren und eine sachliche Diskussion verhindern. Er traue dem Schweizer Volk zu, dass es die Pläne Blochers durchschaue, sagte Couchepin im Interview mit der «Berner Zeitung» vom Samstag.

Wenn eine breite Debatte über die EU stattfinde «und die Schweizerinnen und Schweizer sich ernsthaft mit den Beziehungen zur EU auseinandersetzen, hat er kaum eine Chance», sagte Couchepin.

Nur wenn es Blocher gelinge, einen Abwehrreflex zu provozieren und die Diskussion über eine Lösung zu verhindern, könnte er Erfolg haben, sagte Couchepin über seinen ehemaligen Kollegen im Bundesrat.

Christoph Blocher hatte vergangene Woche seinen Rücktritt aus dem Nationalrat bekannt gegeben und angekündigt, er wolle sich auf den Kampf gegen einen «schleichenden» EU-Beitritt der Schweiz konzentrieren.

Noch keine Lösungsvorschläge

«Es ist typisch, dass Christoph Blocher gegen etwas kämpft, was noch nicht existiert», sagte Couchepin. Der Bundesrat habe ja für die Umsetzung der Masseneinwanderungs-Initiative wie auch für die Lösung der institutionellen Probleme mit der EU noch keine Lösungsvorschläge ausgearbeitet.

Der ehemalige Walliser FDP-Bundesrat glaubt nicht, dass die Masseneinwanderungs-Initiative zu einem neuen Röstigraben geführt hat. In der Romandie lehnte im Gegensatz zur Deutschschweiz und dem Tessin eine Mehrheit der Stimmbevölkerung die Initiative ab. «Ich würde das nicht überbewerten. In beiden Landesteilen gab es starke Minderheiten», sagte Couchepin. (pbl/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Gelöschter Benutzer 17.05.2014 16:27
    Highlight Nach Calmy-Rey hat nun auch Couchepin das Bedürfnis sich in die aktuelle Politik um die EU einzumischen. Er sollte sich besser der Probleme im Wallis annehmen.
    4 7 Melden
  • wdwd 17.05.2014 16:09
    Highlight Typisch Couchepin, verfolgt man seine politische Lebensbahn, könnte man auch Bücher schreiben und nicht nur gute!
    Sie sind nun mal "a.D" und akzeptieren Sie dies doch auch einmal. Ihre Meinung interessiert heute niemand mehr. Aber eben, der Club Couchepin, Micheline Calmy-Rey, Hubacher und Co. können es einfach nicht lassen! Zum Glück produzieren bei mir solche Ex-Besserwisser meist gleich das Gegenteil, nämlich Antipathie!
    4 6 Melden
    • goschi 17.05.2014 21:09
      Highlight Aber Blocher, ebenfalls a. D., dies schon mehrfach, darf weiter lavieren und seine Senilität allen anderen unter die Nase reiben?

      komische Sichtweise "meiner darf, aber andere nicht".
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    • Gelöschter Benutzer 17.05.2014 23:03
      Highlight @goschi. Sie vergessen, dass Christoph Blocher Vizepräsident der SVP Schweiz ist und zudem Präsident des neu gegründeten Komitee "EU No". Meines wissens beschäftigen sich die anderen genannten Politiker nicht mehr aktiv in der Politik.

      Andere Frage: Ist es in der Schweiz Pflicht, in einem Amt zu sitzen um Politik betreiben zu dürfen? Nach Ihnen wohl schon.

      Frage 2: Ist Altersschwäche in der Schweiz verboten? Ist es verboten, seine Meinung allen anderen "unter die Nase" zu reiben? Nach Ihnen wohl ebenfalls.
      1 2 Melden
    • goschi 18.05.2014 09:27
      Highlight david, natürlich muss man nicht in einem Amt sitzen um Politik betreiben zu dürfen, aber umso abstrakter wird entsprechend der Vorwurf, dass Couchepin sich gefälligst rauszuhalten hat.
      Als ein Grandseigneur der schweizer Politik (anderswo elder Statesman genannt) darf er sich durchaus auch zu den aktuellen Zuständen äussern.

      Und ich untersage es Blocher keinesfalls sich zu äussern, aber er würde sich damit selbst einen Gefallen tun, jetzt nach dem Rücktritt einfach still sein und der nächsten Generation den Laden überlassen. Mit seinen Äusserungen und Auftritten, zB zuletzt in der Arena, gibt er nurmehr ein trauriges Bild eines verbitterten alten Greises von sich, der je geradezu kruden Verschwörungstheorien nachhängt und je länger je seniler erscheint, das ist irgendwann auch unwürdig.
      2 1 Melden
  • Jol Bear 17.05.2014 15:25
    Highlight Blocher kämpfe gegen etwas, dass es nicht gibt, meint Couchepin. Möglicherweise diskreditiert sich Couchepin damit selber, denn es heisst ja "gouverner c'est prevoir". Genau das ist es, was den meisten Bundespolitikern fehlt: vorausschauendes strategisches Denken und Handeln, Neudeutsch: "proaktiv". Der gegenwärtige Bundesrat zeichnet sich leider in erster Linie durch Passivität, lavieren und reagieren aus, immer eine Schritt zu spät, stets das nachvollziehen, was die EU oder die USA bereits entschieden oder vorgespurt haben.
    4 5 Melden
  • papparazzi 17.05.2014 14:28
    Highlight Und Couchepin kann es anscheinend nicht lassen und mischt sich wegen alter Feindseligkeiten und Differenzen ein. Von einem Bundesrat in Pension erwarte ich da aber etwas anderes Herr Couchepin. ut (dp)
    7 11 Melden
    • Lad 21.05.2014 11:22
      Highlight Im Prinzip interessierte sich Couchepin immer nur für Fendant. Die Politik hat er aus Not mitverfolgt, mit peinlichen Fehlern (Mengele-Mörgeli).
      0 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 17.05.2014 14:00
    Highlight Die SVP macht das, was eine politische Partei mit gewissem Weitblick zu tun hat. Sie geht den Problemen auf den Grund, bevor es zu spät ist. Es ist für den Menschen immer einfach, sich beim Aufräumen/Beheben eines Fehlers mit «vollem Einsatz» zu engagieren. Nur, die wahre Stärke ist es doch, die Probleme im voraus zu verhindern!
    4 14 Melden
    • goschi 17.05.2014 15:01
      Highlight Sie schürt Ängste und bauscht ihre Verschwörungstheorien auf, dass alle, ausser der SVP natürlich, dem geheimen masterplan zum EU-Beitritt folgen, das ist nur schädlich für ein gutes Politklima, sonst gar nichts.
      11 3 Melden
    • Maxim 17.05.2014 15:40
      Highlight Auf den Grund gehen: ok. Das heisst nicht nur Nachteile sehen sondern auch Vorteile abwägen.
      8 1 Melden
    • Nicoscore 17.05.2014 22:51
      Highlight Vor allem findet die SVP Probleme und geht ihenen auf den Grund. Besser wäre es jedoch, wenn sie sich dann auchnoch eine vereinbare Lösung einfallen lassen würde. Typische Taktik: Problem anzeigen - Ängste schüren - Sündenbock finden - sich zurückziehen mit den Wählern in der Tasche.
      1 2 Melden
    • Gelöschter Benutzer 18.05.2014 00:27
      Highlight SVP eine politische Partei mit Weitblick? Selten so gelacht. Die SVP probiert alles auf dem Status Quo zu behalten und jeglichen Fortschritt zu verhindern.
      Was Blocher von seinen Wählern hält hat er ja mit seinem vorzeitigen Rücktritt ohne guten Grund gezeigt: Nichts. Es ist ihm schlicht furzegal was seine Wähler denken. Er hat sich auch despektierlich über das Parlament geäussert.
      Er zieht jetzt halt sein Ding durch wie er das schon immer gemacht hat.
      Immerhin hat er jetzt nach Jahrzehnten gemerkt, dass das Parlament ineffizient arbeitet. Und jetzt wo er zurückgetreten ist will er den Parlamentarieren die Entschädigungen kürzen. Klar als finanziell unabhängiger Milliardär kann er gut reden.
      Blocher ist ein respektloser und frustrierter alter Mann. Ich bin gespannt was wir noch von ihm hören werden. Viel schlaues vermutlich nicht.
      2 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 18.05.2014 21:00
      Highlight Grufti, du tust mir Leid. So viele Worte und so viel Hass für einen Politiker. Die SVP und Blocher nagen dir wohl echt an den Nerven, das ist nicht schön!

      Ich habe natürlich auch ein Problem mit meinen Gegnern, den Linken. Aber solch heftige Gedanken mache ich mir nie. Was glaubst du wie egal es mir ist, ob Cedric Wermith nun seinen Joint dreht oder Regula Rytz zuhause mit Kerzen belichtet?

      Furzegal.

      Btw. lang lebe Christoph Blocher! Der Held über Genarationen hinweg!
      0 2 Melden
    • Gelöschter Benutzer 19.05.2014 06:57
      Highlight Der letzte Satz sagt ja alles David. Der Rattenfänger vom Herrliberg findet seine Anhänger Da gibts keinen Zweifel...
      2 0 Melden
  • Oberon 17.05.2014 13:21
    Highlight Dies schafft unter anderem die SVP auch nur weil die Stimmbeteiligung immer weiter sinkt. Dies spielt Blocher mit seinen unzähligen Propaganda Möglichkeiten in die Hände.
    7 4 Melden
    • Gelöschter Benutzer 17.05.2014 15:00
      Highlight Die Stimmbeteiligung am 9. Februar war sehr hoch.
      http://www.admin.ch/ch/d/pore/va/20140209/det580.html
      2 3 Melden
    • Oberon 17.05.2014 23:55
      Highlight Also bitte etwas mehr Objektivität hätte ich Dir schon zugetraut. ;)

      Falls Dir ca. 55% an einem Wahltag reichen dann finde ich das schon bedenklich aber jedem das seine.

      Unsere direkte Demokratie würde um einiges gestärkt, wenn aus meiner Sicht die Quote bei ca. 70%+ liegen würde.

      So hätte man zumindest bei knappen Ergebnissen die Bestätigung das die Mehrheit dies so möchte.
      0 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 18.05.2014 01:06
      Highlight Es geht ja nicht nur um den 9. Februar. Mag sein dass das eine Ausnahme war. Die Stimmbeteiligung generell ist sehr tief. Das kann man drehen und wenden wie man will.
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    • Gelöschter Benutzer 18.05.2014 21:04
      Highlight Lach. Du willst eine höhere Stimmbeteiligung? Also mach doch. Was hindert dich daran? Ist doch einfach?!

      Grufti hat recht, die Stimmbeteiligung ist jeweils knapp bei 50%. Daher sind die 55.8% vom 9. Februar schon eine grosse Sache...

      Ach, und du glaubst ja wohl nun zu wissen, dass die restlichen 45% auf der linken Schine wählen und stimmen würden?! Dein Verständnis von Demokratie ist gekränkt.
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    • Oberon 18.05.2014 22:27
      Highlight @david707
      Was schreibst Du denn da, welches Resultat der Abstimmung regt Dich denn so auf?

      Erstens verstehst Du die Aussage von "Grufti" nicht ganz und zweitens ist der Bezug von 45% und der linken Schiene für mich nicht nachvollziehbar.

      Die Essenz aus meiner Meinung war, dass für eine direkte Demokratie eine höhere Stimmbeteiligung angestrebt werden sollte. Für mich sind ca. 55% zu wenig da kannst Du Dich auf den Kopf stellen wie Du willst. ;)


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    • Gelöschter Benutzer 19.05.2014 00:13
      Highlight Oberon, man kann sich auch dumm stellen, gell :-)
      0 0 Melden
  • Chamudi 17.05.2014 13:21
    Highlight Blocher kämpft nicht "gegen etwas das es nicht gibt". er kämpft gegen die Landesverräter aus Bern. Und das ist gut so. Vor zwei Jahren hat blocher gefordert, dass die UBS und die CS zu Holdinggesellschaften umgewandelt werden sollen. Die UBS tut dies jetzt und die CS wird nachfolgen. nachdem sie 2.5 Mia Strafe gezahlt hat. Liebe Leute, es gibt keine einzige Aussage von Blocher, wo er am ende nicht recht behalten hat.
    8 14 Melden
    • goschi 17.05.2014 15:02
      Highlight Blocher kämpft gegen seine eigenen Verschwörungstheorien, sonst nichts.
      8 2 Melden
  • marcel-schuler 17.05.2014 12:20
    Highlight Blocher macht das, was die SVP immer macht: permanenter Wahlkampf. Die SVP hält sich so im Spiel, und beansprucht das Thema für sich, auch wenn es gar nicht darum geht. Es ist klar, dass als Polpartei nur Ja oder Nein möglich ist. Schade.
    15 6 Melden
    • Gelöschter Benutzer 17.05.2014 15:13
      Highlight Ich dachte watson wolle objektiven Journalismus betreiben. Nun sehe ich aber immer subjektiv hervorgehobene anti-SVP Kommentare. Wie Subjektiv ist man in der Zürcher Redaktion? Schiesst man hinter verschlossenen Türen gezielt noch gegen weitere Gesinnungen, Meinungen oder Menschen?

      Sobald ihr als Journalisten versucht, die eigene persönliche Meinung den Lesern als die korrekte Meinung darzustellen, verliert ihr das Gesicht!
      3 2 Melden
    • Gelöschter Benutzer 18.05.2014 00:29
      Highlight Das ist doch überall so. SVP Fans müssen halt Weltwoche lesen.
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