Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.

Christoph Blochers BaZ Holding zügelt in den Kanton Zug Bild: KEYSTONE

Was führt Blocher im Schild? Die «Basler Zeitung» zieht nach Zug

Der SVP-Milliardär strukturiert seine Medien neu – und bereitet damit weitere Übernahmen vor.

26.10.17, 05:54

Christian Mensch / Nordwestschweiz

Die BaZ Holding wird in Zeitungshaus AG umbenannt und in die Firmenhochburg Baar im Kanton Zug verschoben. Die «Basler Zeitung», schon bisher im Besitz des Zürcher SVP-Politikers Christoph Blocher und seiner Gefolgsleute, verliert nun auch den Ortsbezug: die Verlagsmutter verlässt das Rheinknie. Diese nicht unwesentliche Änderung teilte die Firma lediglich der Fachpresse mit.

Die formelle Umsetzung ist noch nicht erfolgt. Name und Domizil der Zeitungshaus AG sind jedoch Programm: Blocher setzt auf das gedruckte Medium und bietet sich als Gesprächspartner für alle Verleger an, die nicht mehr willens oder finanziell nicht mehr in der Lage sind, ihre Blätter herauszugeben. Über die Robinvest verfügt Milliardär Blocher über genügend Mittel, um jederzeit einzukaufen.

Ob es sich bei den Übernahmekandidaten um Tageszeitungen oder Gratiswochenzeitschriften handelt, ist unbedeutend. So hat die BaZ Holding im August bereits 25 Gratiszeitungen der Ostschweizer Zehnder-Gruppe übernommen. Diese werden gemäss Organigramm in der Swiss Regio Media zusammengefasst, die als Firma ebenfalls in die neue Zentrale nach Baar einzieht. Die organisatorischen Strukturen sind so geschaffen, dass weitere Gratiszeitungen andocken können.

Bündner Kandidat Somedia

Die Verschiebung von Blochers Medien-Holding an einen neutralen Ort befeuert die Vermutung, dass auch die Annäherung zwischen Blocher und der Verlagsgruppe Somedia («Südostschweiz») von Hanspeter Lebrument voranschreitet.

Hanspeter Lebrument Bild: KEYSTONE

Am Montag hat die «Tageswoche» in einem Telefonat Lebrument überraschend zur Bestätigung verleitet, dass über einen gemeinsamen redaktionellen Mantel von «Basler Zeitung» und «Südostschweiz» verhandelt werde. (Diese arbeitet heute mit der AZ Medien zusammen, die diese Zeitung herausgibt.) Selbst die Chefredaktorin der «Südostschweiz» Martina Fehr wurde von der Ankündigung ihres Verlegers kalt erwischt. In einem nachgeschobenen Mail an die Churer Belegschaft werden die Verhandlungen damit begründet, dass sich eine Kooperation mit den Baslern bei der Druckvorstufe positiv angelassen habe. Deshalb werde auf höchster Ebene nun über eine redaktionelle Zusammenarbeit gesprochen. Gleichzeitig sind in der Mitarbeiterinformation «weitere Kooperationen von Mediendienstleistungen» erwähnt, die konkret in Planung seien. Die Drähte zwischen Basel, Herrliberg und Chur laufen nicht erst seit diesen Tag heiss. Bereits im Sommer ging auf der BaZ-Redaktion die Rede, Blocher überlege sich, die Somedia zu kaufen. Lebrument blockte entsprechende Anfragen ab. Er beschied schriftlich: «Sie werden verstehen, dass ich mit Ihnen nicht über die Somedia-Redaktion rede.»

Die Formierung der Zeitungshaus AG erinnert an die turbulente Vorgeschichte der BaZ Holding. Diese wurde Anfang 2010 in Zug als WATT Capital Holding gegründet und war das vorgeschobene Vehikel, mit dem der Tessiner Financier Tito Tettamanti und der Basler Anwalt Martin Wagner formal die «Basler Zeitung» kauften. Als aufzufliegen drohte, dass eigentlich Blochers Finanzkraft hinter der Übernahme stand, wurde Ende 2011 ebenfalls in Zug flugs die Medien Vielfalt Holding ins Leben gerufen und darüber gestülpt. Auch in dieser, von der Tessinerin Marina Masoni präsidierten Gesellschaft, hätten weitere Zeitungsbeteiligungen geparkt werden können. Diese Camouflage scheiterte jedoch ebenso, und die Holding wurde Ende 2016 still und leise liquidiert.

Den Eindruck einer verdeckten Aktion macht auch der Aufbau einer neuen Zeitungsdruckmaschine im alten Druckereigebäude der «Basler Zeitung». Deren Aufbau ist weit vorangeschritten. In den nächsten Wochen werden testweise erste Papierrollen verarbeitet. Die Berner Anwältin Sarah Schläppi, die einzige Verwaltungsrätin der projektführenden Mediencentrum AG, nimmt keine Stellung zu den Investoren. Da die «Basler Zeitung» den Druckauftrag bei der Tamedia gekündet hat, wäre es aber eine grosse Überraschung, sollte die Zeitung nicht wieder in Basel gedruckt werden – und Blocher direkt oder indirekt der Geldgeber sein.

Blochers neuer Medien-Mann

In Bern sitzt auch Blochers neue Mann für die Medienbeteiligung: Martin Baltisser. Der ehemalige Generalsekretär der SVP Schweiz ist seit 2016 Geschäftsführer der Robinvest. In den vergangenen Wochen ist er den Verwaltungsräten der übernommenen Gratiszeitungen eingetreten. Nun soll er auch dem Verwaltungsrat der National-Zeitung und Basler Nachrichten AG beitreten, die gleichzeitig in Basler Zeitung AG umbenannt wird. Seine Nützlichkeit hat Baltisser bereits unter Beweis gestellt: Am 12. Oktober hat er sich unter seiner Privatadresse die Internetdomain zeitungshaus.ch gesichert. 

Das könnte dich auch interessieren:

Entsteht in Italien das Modell eines modernen Faschismus?

Diese 15 Orte darfst du nicht besuchen. Und das ist besser so für dich

Ein schamloser Kuhhandel: Der AHV-Steuer-Deal ist eine schlaue und heikle Idee

11 Gründe, weshalb du den Sommer in der Schweiz verbringen solltest

präsentiert von

Züri-Hools gingen nach Basel zum Prügeln – das hätten sie besser sein lassen

Fact oder Fake? Experte hält Rätsel um MH370-Verschwinden für gelöst

Trump gräbt Nordkorea eine Atom-Grube und fällt nun selbst hinein

Diese 9 Influencer-Fails beweisen, wie «real» Instagram ist – nämlich gar nicht

Dieser kleine Trick hat mich von meiner Handy-Sucht befreit

Die Rebellion der ungefickten Männer kommt aus dem Internet! Ein Experte erklärt «Incel»

Der grosse Lohn-Check: So viel verdient die Schweizer Bevölkerung

«Die Angriffe sind real» – Experten warnen vor «unrettbar kaputter» E-Mail-Verschlüsselung

Der Bikini-Trend, auf den wirklich niemand gewartet hat: Nude

21 Markenlogos, in denen sich geheime Botschaften verstecken

Wie viele Menschen erträgt die Erde?

Französin wählt wegen Schmerzen den Notruf und wird ausgelacht – wenig später ist sie tot

Dieses Rätsel wurde für Superhirne mit IQ 131 oder mehr entworfen? Schaffst dus trotzdem?

Oben ohne auf der Rückbank – 8 Taxifahrer erzählen ihre absurdesten Erlebnisse

Stell dir vor, es ist Masseneinbürgerung und keiner geht hin (ausser ein paar Italiener)

Ach Tagi, was ist aus dir geworden? (K)eine Liebeserklärung zum Jubiläum

Da kocht das Blut, da blüht die Rose in der Hose ... Unsere Basler Bachelorette mal wieder

«Tote Mädchen lügen nicht» kommt wieder – wie gefährlich ist die Serie wirklich?

Alle Artikel anzeigen
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
63
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
63Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • RETO1 27.10.2017 08:32
    Highlight was für ein lächerlicher shitstorm, gegen TAMedia und Ringier ist Blocher's Presse ein nichts
    7 11 Melden
  • Confused Dingo #teamhansi 26.10.2017 14:17
    Highlight Ein hoch auf die freien Medien!
    Moment! Eh... Was?!
    12 4 Melden
  • pedrinho 26.10.2017 13:29
    Highlight hmmm.. nehme ich 10 "blaettli", sind die kaum zu unterscheiden, der inhalt +- agenturmeldungen, regional sind nur noch die werbebotschaften. Seltsam auch, dass immer nur "linke" medien (auf die kommentarspalten reduziert) als objektiv und alle(s) andere als propaganda bezeichnet wird. Wie man dabei noch von pressevielfallt reden kann (?) Journalismus, der sich mehrheitlich auf die auswahl von agenturmeldungen beschraenkt ist IMHO laengst eine aussterbende "krankheit" und regionaler investigativer journalsimus laengst tot.
    Der eigentuemer spielt doch keine rolle mehr.
    10 12 Melden
  • kurt3 26.10.2017 12:30
    Highlight Aha Blocher zieht in die Nähe seines Zöglings Thomas Aeschi .
    19 4 Melden
  • Schlafwandler 26.10.2017 12:21
    Highlight Hmm, was man wohl im Schilde führen könnte indem man einen Grosskonzern nach Baar verlegt...

    Grundsätzlich finde ich es aber schon witzig. Fremde Richter seien böse, fremde Arbeitnehmer sowieso, der absolute Föderalismus mit Kleinststrukturen sei der heilige Gral aber zentralisierte und angeglichene Zeitungen sind völlig ok...schmecksch dr Töff?
    41 4 Melden
  • piedone lo sbirro 26.10.2017 11:54
    Highlight blocher ist längst eine gefahr für die demokratie und den inneren frieden der gesellschaft geworden.

    mit diesem kauf der BAZ, weltwoche und so vieler lokaler zeitungen wird er alles daran setzten seine menschen-verachtende ideologie geprägt von nationalismus, lügen, stigmatisierung von bevölkerungsgruppen und neoliberalismus weiter unter die menschen zu bringen.

    https://www.edito.ch/fuenf-jahre-somm-baz-eine-bilanz/

    http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2016-1/artikel/goering-die-weltwoche-ausgabe-12016.html
    54 12 Melden
    • DWO 26.10.2017 13:40
      Highlight Ich gebe Ihnen recht. Die dahinterstehende Ideologie ist oft kaum zu ertragen.
      Ich hoffe aber immer noch, dass wir Leser diese Pamphlete erkennen und ablehnen.
      21 5 Melden
  • FrancoL 26.10.2017 11:18
    Highlight Die einen wollen die Einheitskrankenkasse.
    Blocher will die Einheitsmedien.
    Das auch schön zentral zusammen gefasst. Der Blocher der sonst immer gegen Zentralität wettert.
    Zentral im Jura wäre dann mindestens ein Beitrag gewesen aber in Baar?
    31 11 Melden
  • flyingdutch18 26.10.2017 09:13
    Highlight Eigentlich schade, gibt es Blochers Medien Vielfalt Holding nicht mehr. Der Name ist das genaue Gegenteil dessen, was Blocher bezweckt. Vielleicht auch für seine Verhältnisse zu dick aufgetragen.
    44 5 Melden
  • Quacksalber 26.10.2017 08:58
    Highlight Die Basler konnte er mit seinen Halbwahrheiten nicht knacken, jetzt muss er seine Anhängerschaft auf dem Land ausbauen. Ist ja auch einfacher.
    77 20 Melden
  • Wilhelm Dingo 26.10.2017 08:51
    Highlight Die Staatsmedien werden ersetzt durch Oligarchenmedien und keinen störts!
    75 12 Melden
  • praxis 26.10.2017 08:42
    Highlight Robinvest ist irgendwie ein unglücklicher Name. Man hätte dem Blocher mal erklären sollen, was to rob heisst. Andererseits passt es ganz gut zum Mann.
    68 8 Melden
    • DWO 26.10.2017 13:45
      Highlight Auch die Analogie zum Robidog lässt mich schmunzeln.
      19 1 Melden
  • Asmodeus 26.10.2017 08:09
    Highlight "Blochers neuer Medien-Mann"

    Ist die richtige Bezeichnung dafür nicht Propaganda Minister?
    136 27 Melden
    • joevanbeeck 26.10.2017 11:11
      Highlight Den Naiven gehört die Welt.... oder mit Robert Peel
      "Die öffentliche Meinung ist eine Mischung aus Torheit, Schwäche, falschen und richtigen Meinungen, Eigensinn und Zeitungsartikeln."

      https://de.wikipedia.org/wiki/AZ_Medien
      7 0 Melden
  • äti 26.10.2017 07:58
    Highlight Privatsender nach SRG-Abstimmung.
    63 6 Melden
    • Trump's verschwiegener Sohn 26.10.2017 11:17
      Highlight Wenn ich mir die Jahr für Jahr schwindenden Zahlen der Weltwoche anschaue, mache ich mir da keine Sorgen. Wir sind hier nicht in den USA zum Glück. Auch wenn Blocher und Konsorten das gerne hätten.(Mörgeli hat einmal gesagt, dass er Gefühlsausbrüche bekommt, wenn er sich Reden von Ronald Reagan durchliest)
      20 5 Melden
  • sir_kusi 26.10.2017 07:51
    Highlight Gibt es eigentlich eine wissenschaftliche Analyse/Quelle, welche Zeitung/Zeitschrift/Newsportal wo im politischen Spektrum angesiedelt ist? Oder gibt es nur die Behauptungen der einen über die anderen?
    37 7 Melden
    • Triumvir 26.10.2017 08:41
      Highlight Lies einmal eine Woche lang die Basler Zeitung und/oder die Weltwoche und Du weisst, wessen Liedchen die Journis dieser Blocher-Blättchen singen...Dafür braucht es keine "wissenschaftliche Analyse"!
      61 10 Melden
    • Quacksalber 26.10.2017 09:01
      Highlight Bei der BaZ ist es offensichtlich. Die ersten Seiten sind SVP mit ihren Themen kriminelle Ausländer, sichere AKW, Klimawandel ist Lüge oder allenfalls ganz natürlich, der Rest normale Lokalzeitung.
      53 8 Melden
    • Eskimo 26.10.2017 09:10
      Highlight Auch wissenschaftliche Analysen sind nur Behauptungen.
      9 44 Melden
    • Walter Sahli 26.10.2017 09:12
      Highlight Bilde Dir doch Dein eigenes Urteil.
      24 0 Melden
    • äti 26.10.2017 09:32
      Highlight .... schwierig, vor allem wenn die Finanzierung verdeckt ist. Am Inhalt merkts der aufmerksame Leser schon.
      29 2 Melden
    • phreko 26.10.2017 09:42
      Highlight Ja gibt es.
      4 0 Melden
    • Posersalami 26.10.2017 09:42
      Highlight Aber natürlich gibt es solche Studien. Man muss aber natürlich wissen, dass die nur den Durchschnitt wiedergeben und es durchaus innerhalb eines Blattes abweichende Meinungen gibt!

      https://swprs.files.wordpress.com/2017/08/medien-navigator-2017-mw.pdf
      9 1 Melden
    • Linus Luchs 26.10.2017 11:38
      Highlight sir_kusi, es gibt eine Wissenschaft namens Publizistik. Die Zürcher Uni hat dafür einen eigenen Lehrstuhl und ein Institut. (Ein spannendes Studium!) In diesem Gebäude lagern Tausende Untersuchungen, darunter auch viele zum grossen Thema "Politik und Medien", die Erhellendes enthalten. Aber: Dieses Wissen bleibt im sogenannten Elfenbeinturm. Das ist ja ein Grundproblem der meisten Wissenschaften, insbesondere der Geisteswissenschaften.
      9 4 Melden
  • Picker 26.10.2017 07:38
    Highlight Einfachste Erklärung: In Baar kann mal wohl verglichen mit dem alten Standort Steuern sparen.
    86 1 Melden
    • Trump's verschwiegener Sohn 26.10.2017 11:13
      Highlight Und gleichzeitig kann man den Baslern eine Ohrfeige verpassen für deren Protest und den Abokündigungen damals, als Blochers verdeckte Übernahme damals aufflog. Damit wäre die Neigung zur Rachesucht dann auch wieder befriedigt.
      28 3 Melden
  • Saraina 26.10.2017 07:31
    Highlight Mit dem Ortsbezug hat es in Basel ja nie so richtig funktioniert. Ich habe jedenfalls nach keinen Basler getroffen, der die Zeitung tatsächlich liest und bezahlt. Da ist eine grössere Nähe zur Firmenhochburg im Kanton Zug doch realistischer.
    55 8 Melden
  • Makatitom 26.10.2017 07:05
    Highlight Was er wohl vor hat? Steueroptimierung, natürlich. Somm kann froh sein, hat Blocher seine BaZ nicht nach Luxemburg ausgelagert
    80 7 Melden
    • meglo 26.10.2017 14:03
      Highlight Somm in Luxemburg würde mir aber sehr gefallen.
      10 0 Melden
    • Saraina 26.10.2017 22:07
      Highlight Die BaZ zahlt Steuern? Das überrascht mich doch sehr. Ich hätte eher gedacht, dass Blocher seine Zuschüsse zwecks Deckung des Defizits von den Steuern abziehen kann, als Spenden, sozusagen.
      2 0 Melden
    • Makatitom 26.10.2017 22:39
      Highlight Das ist ja wohl eher der Fall als meine Vermutung, @Saraina. Dann ist es wohl so, dass er in Zug mehr Zuschüsse abziehen kann. Eventuell so, wie sie es bei den "Forschungsausgaben" bei der USRIII vor hatten: 100 Prozent ausgeben, 150% abziehen
      0 0 Melden
  • Schneider Alex 26.10.2017 06:59
    Highlight Einen Kontrapunkt zu den Mainstream-Medien zu setzen, ist nicht zum vorneherein schlecht.
    22 104 Melden
    • moimoimoi 26.10.2017 09:18
      Highlight Mainstream-medien. hmm. was ist denn die BaZ anderes?
      42 9 Melden
    • äti 26.10.2017 09:37
      Highlight .. nein, ausser das Ziel ist selber Solo-Mainstream zu werden. Wobei ja schon die Definition für 'Mainstream' fehlt. 'Mainstream' sind ja die Anderen, wie auch bei Schuldzuweisungen.
      34 6 Melden
    • Posersalami 26.10.2017 12:20
      Highlight Also von Ulrich Teusch gibts eine mMn vernünftige Definition darüber, was Mainstream Medien sind.
      5 0 Melden
    • Fabio74 26.10.2017 14:34
      Highlight Steuerflucht ins Dumpungparadies Zug nennt man das
      8 0 Melden
    • Schneider Alex 26.10.2017 15:40
      Highlight Mainstream-Medien in der Schweiz sind zum Beispiel SRG, Tamedia, Ringier, AZ-Medien, Südostschweiz. Jetzt vergleichen Sie mal die Nutzer dieser Medien mit jenen von Weltwoche/BaZ.
      2 10 Melden
  • Wilhelm Dingo 26.10.2017 06:52
    Highlight Vergesst BAZ, Tagi, NZZ und wie sie alle heissen und lest einfach unabhängige Medien wie die WOZ.
    81 30 Melden
    • grumpy_af 26.10.2017 08:55
      Highlight *Vergesst Zeitungen die nicht meiner Meinung entsprechen und lest einfach "unabhängige" Medien die meine Meinung vertreten wie die WOZ.

      FTFY (fixed that for you)
      29 19 Melden
    • karl_e 26.10.2017 12:54
      Highlight Die WOZ mit ihrer hässlichen, holprigen gendergerechten Schreibe geht mir auf den Keks. Das ist eigentlich bloss ein stilistischer Mangel, aber der hindert mich daran, dafür zu bezahlen. Sonst hätte ich ein Abo - seit Jahrzehnten.
      8 3 Melden
    • Wilhelm Dingo 26.10.2017 13:27
      Highlight @grumpy_af: nicht ganz verstanden. Es geht um Unabhängigkeit. Nicht um die Meinung. Vieles was die WOZ schreibt finde ich Stuss, aber es haben unabhängige Journis geschrieben.
      12 0 Melden
    • Echo der Zeit 26.10.2017 17:59
      Highlight Ich Lese die Woz auch nicht, aber als ich hörte wie die Funktioniert - es gibt wohl nichts unabhängigeres.
      5 0 Melden
    • grumpy_af 26.10.2017 23:11
      Highlight Habe das jetzt mal nachgeschaut. Ja, die Art und Weise wie die WOZ funktioniert, ist ziemlich vorbildlich. Muss ich zugeben.
      1 0 Melden
  • Yolo 26.10.2017 06:48
    Highlight Unser kleiner Silvio macht einen auf Berlusconi. Es scheint, als würde sich da jemand auf die Zeit nach Billag und SRG vorbereiten um mit vereinter Kraft uns die BaZ-„Qualität“ aufzudrücken.
    76 13 Melden
  • Posersalami 26.10.2017 06:43
    Highlight Gleichzeitig soll die SRG zerschlagen werden. In 5 Jahren haben wir dann italienische Verhältnisse in der Schweiz..
    123 22 Melden
    • derlange 26.10.2017 17:01
      Highlight Die Linken dürfen auch....
      Warum motzen und nicht handeln?
      1 9 Melden
    • Posersalami 26.10.2017 18:03
      Highlight Was dürfen "die Linken" genau und wen meinen sie damit?
      3 0 Melden
  • Majoras Maske 26.10.2017 06:29
    Highlight Mich nervt diese Anmassungen von Blocher. Niemand wartet auf seine "Medienvielfalt". Wie schön es wär, die Schweizer würden angesichts Blochers Machtallüren endlich die Konsequenzen ziehen. Aber nein, da gibt's ja den bösen Islam, die böse EU und überhaupt den bösen Fortschritt wie 1968. Da muss man seine fortschreitende Machtsicherung natürlich gerne in Kauf nehmen, wenn er einem vor solch einem Horror beschützt... Oder auch nur so tut und dann Arbeiterrechte "flexibilisiert" oder Steuererleichterungen durchsetzt.
    75 11 Melden

Roger Schawinski im grossen No-Billag-Interview: «Das ist völlig durchgeknallt»

Der Schweizer Medienpionier und Radio-Unternehmer Roger Schawinski meldet sich in der No-Billag-Debatte mit dem in Rekordzeit geschriebenen Buch «No Billag? Die Gründe und die Folgen» zu Wort. Ein Gespräch über die Vernebelungstaktiken der Initianten, die Chancen der Initiative und «Morning Joe».  

Ihr Buch ist flott geschrieben und es bietet eine verständliche Einordnung der Problematik. Aber kann ein Schnellschuss auch seriös sein?Roger Schawinski: Dies ist mein Fachgebiet, in dem ich mich seit Jahrzehnten auskenne. Und ich habe wohl mehr praktische Erfahrungen im In- und Ausland als andere.

Sie tragen aber ziemlich dick auf. Man hat den Eindruck, die Schweiz werde bei einem Ja zur No-Billag-Initiative untergehen. So ein Quatsch. Haben Sie das Buch überhaupt gelesen? Das schreibe …

Artikel lesen