Schweiz

Neuer Datenschützer: Adrian Lobsiger wird Nachfolger von Hanspeter Thür

18.11.15, 14:31 18.11.15, 15:15

Bild: KEYSTONE

Adrian Lobsiger wird Nachfolger von Hanspeter Thür als Eidgenössischer Datenschützer. Der Bundesrat hat am Mittwoch den stellvertretenden Direktor des Bundesamtes für Polizei (fedpol) für das Amt vorgeschlagen. Nun muss noch die Bundesversammlung zustimmen.

Hanspeter Thür scheidet nach über 14-jähriger Tätigkeit aus dem Amt des Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragten (EDÖB) aus. Im Falle der Bestätigung wird Lobsiger sein Amt zum frühestmöglichen auf den Entscheid der Bundesversammlung folgenden Zeitpunkt antreten. In der Übergangszeit wird Thürs Stellvertreter Jean-Philippe Walter die Geschäfte führen, wie die Bundeskanzlei in einer Mitteilung schreibt.

Adrian Lobsiger ist zurzeit stellvertretender Direktor des fedpol. Als Chef der Stabsabteilung und des dazugehörenden Dienstes für Recht und Datenschutz trage er dazu bei, dass die Personendaten in den Informationssystemen des Bundesamtes namentlich auch im Verkehr mit in- und ausländischen Behörden rechtskonform bearbeitet werden, heisst es weiter. Der promovierte Jurist habe sich aber auch wissenschaftlich mit den öffentlich-rechtlichen Aspekten des Datenschutzes auseinandergesetzt.

Lobsiger ist 1992 in die Bundesverwaltung eingetreten. Zunächst war er für das Bundesamt für Justiz im Bereich des Internationalen Privatrechts tätig. 1995 wechselte er ins fedpol. Daneben wirkte er von 2001 bis 2005 an der Hochschule Luzern als Gründer und Leiter des Nachdiplomstudienganges zur Bekämpfung der Wirtschaftskriminalität sowie des Kompetenzzentrums Forensik und Wirtschaftskriminalistik. Lobsiger ist verheiratet und Vater von zwei erwachsenen Töchtern.

Hanspeter Thür.
Bild: KEYSTONE

Der EDÖB wird für eine Amtsdauer von vier Jahren gewählt. Er übt seine Funktion unabhängig und ohne Weisung einer Behörde aus. Er erstattet der Bundesversammlung periodisch und bei Bedarf Bericht und übermittelt diese Berichte gleichzeitig dem Bundesrat. Der EDÖB ist administrativ der Bundeskanzlei angeschlossen. (sda)

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Yanik Freudiger, 23.2.2017
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