Schweiz
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Shanghai direkt – deine O-Bike Daten landen am anderen Ende der Welt



Die Zürcher O-Bikes sorgen seit ihrer Lancierung immer wieder für Gesprächsstoff. Wie der Tages-Anzeiger nun berichtet, landen die Daten der O-Bike-Kunden auch bei Drittanbietern. Laut dem Bericht werden in regelmässigen Abständen Informationen an mehrere Anbieter geschickt. Intensive Datenkommunikation gebe es mit der chinesischen Datenplattform Umeng, einer Firma mit Sitz in Peking.

Gegenüber dem «Tages-Anzeiger» sagte O-Bike-Sprecher Julian Strassfeld, dass Umeng lediglich das Herunterladen der App auf Schweizer Handys überwache. Sie hätten temporäre Server in einem ihrer Büros in Shanghai. Darauf seien die Schweizer Daten gelagert, so Julian Strassfeld.

Velos der Firma O-Bike aus Singapur in Zuerich am Montag, 14. August 2017. Die Zweiraeder lassen sich per Smartphone orten und ueber einen Scan entriegeln. Nach der Benutzung koennen sie ueberall abgestellt werden. In Zuerich umfasst die Flotte mittlerweile 900 Velos. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Die Zürcher O-Bikes sorgen seit ihrer Lancierung immer wieder für Gesprächsstoff. Bild: KEYSTONE

Welche Daten genau auf den Server in Shanghai übermittelt werden, ist laut «Tages-Anzeiger» nicht nachvollziehbar. Klar ist: Die Firma sammelt grundsätzlich fleissig Nutzerdaten wie beispielsweise die Namen ihrer Kunden, Velofahrwege und Kreditkartennummern zur Abrechnung der Fahrten.

Die US-Sicherheitsfirma Symantech stellt fest, dass Umeng Geo-Daten der Smartphone-User und auch Angaben des Gerätetyps oder Details dazu, welche anderen Apps auf den Handys installiert sind, ausliest. Umeng verwendet diese Daten, um Onlinewerbung zu verkaufen.

Wer sich bei O-Bike mit seinem Facebook-Konto registriert, verrät dem Singapurer Velovermieter noch mehr. Beispielsweise: Alter, Geschlecht und Geburtsdatum. 

Schon ein Blick in die allgemeinen Nutzungsbedingungen von O-Bike zeige, dass Kunden des Velosharing-Diensts der Firma ihre Daten mehr oder weniger zur freien Verfügung stellen, so der «Tages-Anzeiger».

Der Transfer nach China selber wird darin jedoch verschwiegen. Einzig, dass Nutzerkonten an Dritte für statistische Auswertungen oder zur Verbesserung des Diensts ­weitergegeben werden könnten, steht in den Bedingungen. Garantieren wolle man dafür jedoch nicht.

In der Datenschutzerklärung heisst es: «Bitte beachten Sie, dass jedes Sicherheitssystem potenzielle und unbekannte Risiken birgt.» (nfr)

«O-Bikes sind der McDonald's der Velos!!»

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Video: watson/Laurent Aeberli, Emily Engkent

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    Alle Leser-Kommentare
  • sherpa 27.09.2017 11:55
    Highlight Highlight Was wird überall und jederzeit ¨über die Datensicherheit geschwafelt und jeder glaubt, dazu auch noch seinen Kommentar abgeben zum müssen. Wenn aber persönlich Daten angezapft werden spielt dies alles offenbar keine Rolle, wenn man einen persönlichen Nutzen daraus ziehen kann. Also hört doch einfach mal auf zu schwafeln und sieht den Tatsachen in die Augen.
    • meine senf 27.09.2017 15:40
      Highlight Highlight Und?

      Es ist doch ein riesengrosser Unterschied, ob man darüber aufgeklärt wird und *freiwillig* einwilligt oder ob man gezwungen wird Daten preiszugeben.

      Datenschutz ungleich "Niemand darf meine Daten sehen". Sondern "Niemand darf *ohne meine Einwilligung* die Daten sehen".
  • Evan 27.09.2017 10:46
    Highlight Highlight Ich verstehe nich ganz, warum darum ein Theater gemacht wird. Ist ja logisch, dass so ein Dienst solche Daten benötigt.
  • Statler 27.09.2017 09:21
    Highlight Highlight What a surprise... Not...
  • meine senf 27.09.2017 09:07
    Highlight Highlight Das ist doch bei fast allen Apps so. Ob USA oder China macht doch keinen Unterschied.

    Diese Überschrift tönt ja so, wie wenn die das erfunden hätten.

    Blitzt mich, aber offenbar bin einer der wenigen, die das Bashing dieser Firma und dem Konzept nicht grundsätzlich nachvollziehen können. (Grundsätzlich meint, dass ich durchaus sehe, dass die Qualität miserabel ist, nicht aber die Idee)
    • The Writer Formerly Known as Peter 27.09.2017 17:56
      Highlight Highlight Sehe ich auch so. Und für den Preis als Nahverkehrsmittel sind die Fahrräder durchaus tauglich. War schon paarmal froh in der Nacht um nach Hause zu kommen.
  • chnobli1896 27.09.2017 09:04
    Highlight Highlight Wer gedacht hat das die Daten nicht verkauft werden ist auch etwas Naiv, nicht?

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