Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Shanghai direkt – deine O-Bike Daten landen am anderen Ende der Welt

27.09.17, 08:16 27.09.17, 08:41


Die Zürcher O-Bikes sorgen seit ihrer Lancierung immer wieder für Gesprächsstoff. Wie der Tages-Anzeiger nun berichtet, landen die Daten der O-Bike-Kunden auch bei Drittanbietern. Laut dem Bericht werden in regelmässigen Abständen Informationen an mehrere Anbieter geschickt. Intensive Datenkommunikation gebe es mit der chinesischen Datenplattform Umeng, einer Firma mit Sitz in Peking.

Gegenüber dem «Tages-Anzeiger» sagte O-Bike-Sprecher Julian Strassfeld, dass Umeng lediglich das Herunterladen der App auf Schweizer Handys überwache. Sie hätten temporäre Server in einem ihrer Büros in Shanghai. Darauf seien die Schweizer Daten gelagert, so Julian Strassfeld.

Velos der Firma O-Bike aus Singapur in Zuerich am Montag, 14. August 2017. Die Zweiraeder lassen sich per Smartphone orten und ueber einen Scan entriegeln. Nach der Benutzung koennen sie ueberall abgestellt werden. In Zuerich umfasst die Flotte mittlerweile 900 Velos. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Die Zürcher O-Bikes sorgen seit ihrer Lancierung immer wieder für Gesprächsstoff. Bild: KEYSTONE

Welche Daten genau auf den Server in Shanghai übermittelt werden, ist laut «Tages-Anzeiger» nicht nachvollziehbar. Klar ist: Die Firma sammelt grundsätzlich fleissig Nutzerdaten wie beispielsweise die Namen ihrer Kunden, Velofahrwege und Kreditkartennummern zur Abrechnung der Fahrten.

Die US-Sicherheitsfirma Symantech stellt fest, dass Umeng Geo-Daten der Smartphone-User und auch Angaben des Gerätetyps oder Details dazu, welche anderen Apps auf den Handys installiert sind, ausliest. Umeng verwendet diese Daten, um Onlinewerbung zu verkaufen.

Wer sich bei O-Bike mit seinem Facebook-Konto registriert, verrät dem Singapurer Velovermieter noch mehr. Beispielsweise: Alter, Geschlecht und Geburtsdatum. 

Schon ein Blick in die allgemeinen Nutzungsbedingungen von O-Bike zeige, dass Kunden des Velosharing-Diensts der Firma ihre Daten mehr oder weniger zur freien Verfügung stellen, so der «Tages-Anzeiger».

Der Transfer nach China selber wird darin jedoch verschwiegen. Einzig, dass Nutzerkonten an Dritte für statistische Auswertungen oder zur Verbesserung des Diensts ­weitergegeben werden könnten, steht in den Bedingungen. Garantieren wolle man dafür jedoch nicht.

In der Datenschutzerklärung heisst es: «Bitte beachten Sie, dass jedes Sicherheitssystem potenzielle und unbekannte Risiken birgt.» (nfr)

«O-Bikes sind der McDonald's der Velos!!»

Video: watson/Laurent Aeberli, Emily Engkent

Das könnte dich auch interessieren:

Unsere Liebe zu den Bauern endet beim Portemonnaie

Riesen-Show von Shaqiri – deshalb wechselte ihn Klopp trotzdem in der Halbzeit aus

St.Gallen verbietet Burkas – 3 Dinge, die du dazu wissen musst

Diese 9 Schweizer Orte liebt das Internet (zu sehr)

Wie ein Fussball-Teenie 600'000 Franken für Koks und Alk verprasste und abstürzte

Wir haben kürzlich dieses BMW-Plakat gesehen – und hatten da ein paar Fragen

Das essen wir alles in einem Jahr

Mehr als nur Sex zwischen Bäumen: Wie dieser Wald im Aargau zum «Schwulewäldli» wurde

Sex, Lügen und Politik: Der Fall Kavanaugh erinnert an die Hetze gegen Anita Hill

Trump Jr. postet dieses Fake-Bild – und wird vom Moderator komplett demontiert

Instagram vs. Realität – wie es hinter den perfekten Fotos wirklich aussieht

Genital-Check bei jungen Flüchtlingen: Jetzt intervenieren Fachleute und Politik

iOS 12 ist hier – das sind 13 nützliche Tipps für iPhone-User

«NACHBARN AUFGEPASST» – Wie eine Touristin in Deutschland zur Einbrecherin erklärt wurde

Diese 19 Comics zeigen, wie sich Depressionen und Angst anfühlen

Autistin flüchtet aus Angst vor SBB-Ticket-Kontrolle – und wird hammerhart bestraft

Das passiert, wenn Manchester-Fans beim FC Basel nach Champions-League-Tickets fragen 😂

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

Abonniere unseren Daily Newsletter

8
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
8Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • sherpa 27.09.2017 11:55
    Highlight Was wird überall und jederzeit ¨über die Datensicherheit geschwafelt und jeder glaubt, dazu auch noch seinen Kommentar abgeben zum müssen. Wenn aber persönlich Daten angezapft werden spielt dies alles offenbar keine Rolle, wenn man einen persönlichen Nutzen daraus ziehen kann. Also hört doch einfach mal auf zu schwafeln und sieht den Tatsachen in die Augen.
    4 3 Melden
    • meine senf 27.09.2017 15:40
      Highlight Und?

      Es ist doch ein riesengrosser Unterschied, ob man darüber aufgeklärt wird und *freiwillig* einwilligt oder ob man gezwungen wird Daten preiszugeben.

      Datenschutz ungleich "Niemand darf meine Daten sehen". Sondern "Niemand darf *ohne meine Einwilligung* die Daten sehen".
      0 0 Melden
  • Evan 27.09.2017 10:46
    Highlight Ich verstehe nich ganz, warum darum ein Theater gemacht wird. Ist ja logisch, dass so ein Dienst solche Daten benötigt.
    9 2 Melden
  • Statler 27.09.2017 09:21
    Highlight What a surprise... Not...
    8 0 Melden
  • meine senf 27.09.2017 09:07
    Highlight Das ist doch bei fast allen Apps so. Ob USA oder China macht doch keinen Unterschied.

    Diese Überschrift tönt ja so, wie wenn die das erfunden hätten.

    Blitzt mich, aber offenbar bin einer der wenigen, die das Bashing dieser Firma und dem Konzept nicht grundsätzlich nachvollziehen können. (Grundsätzlich meint, dass ich durchaus sehe, dass die Qualität miserabel ist, nicht aber die Idee)
    6 0 Melden
    • The Writer Formerly Known as Peter 27.09.2017 17:56
      Highlight Sehe ich auch so. Und für den Preis als Nahverkehrsmittel sind die Fahrräder durchaus tauglich. War schon paarmal froh in der Nacht um nach Hause zu kommen.
      1 1 Melden
  • chnobli1896 27.09.2017 09:04
    Highlight Wer gedacht hat das die Daten nicht verkauft werden ist auch etwas Naiv, nicht?
    4 1 Melden

Neue Malware-Attacke erreicht die Schweiz – so wollen dich die Hacker übers Ohr hauen

Der Bund warnt erneut: Kriminelle versenden aktuell gefälschte E-Mails im Namen von Krankenkassen, die Computer-Nutzer mit dem E-Banking-Trojaner Retefe infizieren.

Der Bund warnt Schweizer Computer-Nutzer vor gefälschten E-Mails, die im Namen der Krankenkasse Helsana verschickt werden. Das so genannte Computer Emergency Response Team des Bundes schreibt auf Twitter:

Retefe ist ein bekannter Trojaner, der von Kriminellen seit Jahren gegen Windows-Nutzer eingesetzt wird. Seit 2017 wird Retefe auch gezielt gegen Mac-Nutzer eingesetzt. Die Schadsoftware kann auch Android-Smartphones befallen. Zu den Hauptzielen des Trojaners zählen E-Banking-Nutzer in der …

Artikel lesen