Schweiz
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epa05210934 Federal chairwoman of the party Alternative for Germany (AfD), Frauke Petry, arrives for a press conference at the Federal Press Conference building in Berlin, Germany, 14 March 2016. The right-wing populist party Alternative for Germany (AfD) has emerged as the victor in elections held in three federal states where the immigration crisis has taken its toll on the government's coalition, with the new formation winning up to 24 percent of the vote. Germany's Eurosceptic AfD party was founded in 2013 in opposition to the Greek bailout, but has now adopted a populist approach in its condemnation of the immigration crisis.  EPA/BERND VON JUTRCZENKA

Kommt am 23. April als Gastreferentin in die Schweiz: Frauke Petry, Chefin der AfD.
Bild: EPA/DPA

AfD-Chefin Frauke Petry kommt trotz Drohungen in die Schweiz – aber nicht nach Bern

othmar von matt / schweiz am Sonntag



Ein Artikel von Schweiz am Sonntag

Fieberhaft sucht die Aktion für eine unabhängige und neutrale Schweiz (Auns) zurzeit eine Lokalität für die Mitgliederversammlung vom 23. April – mit AfD-Chefin Frauke Petry als Gastreferentin. Im Fokus stehen Orte im Aargau, im Raum Luzern und in der Westschweiz.

Nötig wurde das, weil die Versammlung, die wie seit 1988 üblich im Berner Hotel National über die Bühne gehen sollte, abgesagt werden musste. Die Pächterin sei mit «massiven Drohungen» konfrontiert gewesen, hält Auns-Präsident und SVP-Nationalrat Lukas Reimann fest. «Man sagte ihr, man werde das National so zerstören, dass sie das Hotel auch nach der Veranstaltung nicht mehr gebrauchen könne.»

Es waren Antirassistisches Bündnis Bern und Revolutionäre Jugendgruppe Bern, die mit dem Flyer «Auns & AfD verjagen» mobil machten. In einem offenen Brief an das «National» hiess es: «Wir rufen Sie auf, die Versammlung abzusagen und ein klares Zeichen gegen Rassismus und Homophobie zu setzen.»

«Auns Veranstaltung 23. April in Bern verhindern!»: Banner in der Berner Reitschule.

Die Kantonspolizei Bern sagt, ihr sei aktuell keine Drohung gegen Personen bekannt. Sie habe aber Kenntnis von den Aufrufen, die dazu aufforderten, den Anlass zu verhindern oder zu stören.

Auns fordert Schadensatz von der Stadt Bern

Frauke Petry selbst denkt nicht an eine Absage des Auftritts. «Mich überrascht die Reaktion linker Chaoten aus der Schweiz nicht», sagt sie. «Es gibt offenbar in der Schweiz wie in Deutschland Menschen, die mir das elementare Bürgerrecht der freien Rede nehmen wollen. In deren Duktus gesprochen: Es sind Freiheitshasser, Hetzer, Antidemokraten und Pluralismusfeinde.»

Bei der Auns ist man verärgert. «Der Auftritt von Frau Petry stiess offenbar bis in die höchste Etage der Stadtberner Regierung auf Unmut», sagt Geschäftsführer Werner Gartenmann. «Es ist eine Schweinerei, dass die Stadt Bern den Bürgern die verfassungsmässigen Rechte nicht gewähren kann.» Gerade die Linke fordere immer «einen kompromisslosen Zugang» zu den Grundrechten.

Die Auns will die Stadt in die Pflicht nehmen. «Wir stellen ihr den Zusatzaufwand, der zwischen 30'000 und 100'000 Franken beträgt, in Rechnung», sagt Gartenmann. Darin enthalten seien 30'000 Briefe. Und allfällige Infrastrukturbauten, die nötig würden. Konfrontiert damit, sagt Berns Stadtpräsident Alexander Tschäppät (SP): «Gewaltdrohungen sind immer schlecht.» Es handle sich aber um einen privaten Anlass in einem privaten Lokal. «Deshalb schauen wir den Forderungen gelassen entgegen.»

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44
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    Alle Leser-Kommentare
  • Spooky 11.04.2016 01:29
    Highlight Highlight Frauke Petry ist keine Hasspredigerin. Im Gegensatz zu Angela Merkel nimmt sie die Sorgen der arbeitenden Klasse ernst. Das ist alles.
    • andersen 11.04.2016 07:45
      Highlight Highlight Wirklich?

      Deutschland geht es blendend und ich bin gespannt, wie die AfD im der Landtag reagiert, wenn es drum geht, neue Kitaplätze zu erschaffen.
    • kurt3 11.04.2016 10:34
      Highlight Highlight Spooky rede ich denke mal , wenn Dir jemand sagen würde , die Erde sei eine Scheibe , Du würdest es glauben . Das mit dem Ernst nehmen der Sorgen der Buezer erzählen auch die von der NPD und überhaupt alle Rechtsaußen inkl. SVP .Und hast Du schon vom Ernstnehmen profitiert ?
    • Echo der Zeit 11.04.2016 17:45
      Highlight Highlight Ihr Post zeigt das sie überhaupt keine Ahnung haben von der Deutschen Politik - Die AFP ist völlig zerstritten und funktioniert überhaupt nicht auf Lokaler ebene. Das einzige was sie bis jetzt fertig gebracht haben - ist rum zu Hetzen und andere schlecht zu machen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • TheCloud 10.04.2016 15:47
    Highlight Highlight Diese Hasspredigerin soll auf keinen Fall in die Schweiz gelassen werden.
    Bisher hatten wir keine brennenden Asylunterkünfte. Wollen wir wirklich ostdeutsche Zustände?
    • trollo 10.04.2016 18:35
      Highlight Highlight bin deiner meinug, alle hassprediger jeglicher ideologie haben in der schweiz nichts mehr zu suchen.
      hoppla, da müssten aber auch einige reitschüler, politiker, pfarrer, linksautonome, bischöfe, imame usw. das land verlassen.
  • bangawow 10.04.2016 14:16
    Highlight Highlight Wie heisst es doch noch beim Angeln? "Petry Heil."
    • TheCloud 10.04.2016 15:40
      Highlight Highlight Hier geht es aber nicht ums Angeln, darum soll es heissen: "Heil Petry!"
  • rodolofo 10.04.2016 13:26
    Highlight Highlight Ich bin tief gerührt, dass es in Bern auch heute noch eine "Revolutionäre Jugendgruppe" gibt!
    Das wird ja eine gemütliche Revolution mit diesen Berner Jugendlichen...
    Nein jetzt mal im Ernst:
    Lasst doch diese Frauke Petri ihren "Seich verzapfen"!
    Wer sich diesen "Seich" anhören will, ist doch selber schuld und hat es nicht verdient, dass Revolutionäre ihn davor beschützen.
    Wenn diese AUNS-Leute nicht immun sind gegen Nazi-Viren, dann müssen sie halt nochmals voll in den Hammer laufen, bis sie's begreifen...
  • kurt3 10.04.2016 12:14
    Highlight Highlight Der arme Luki Reimann , er ist eben in einem Alter , in dem er noch Vorbilder braucht . Mit Nigel Farage hat er schon ein Selfie . Von Marine Le Pen, Viktor Orban, Heinz Strache, Geert Wilders Autogramme. Von Frauke hat ihm Roger ein Föteli mitgebracht .
  • Angelo C. 10.04.2016 12:04
    Highlight Highlight Völlig undemokratisch, die drittstärkste und reguläre Partei zu boykottieren, zumal sie gemäss deutschem Verfassungsschutz KEINE rechtsextremistische Partei ist :

    http://www.welt.de/politik/deutschland/article154166752/AfD-ist-keine-rechtsextremistische-Partei.html

    http://www.welt.de/politik/deutschland/article154127169/SPD-auf-Rekordtief-AfD-mit-neuen-Bestwerten.html

    Wenn man da an die 1. Mai-Redner der Linken denkt, wie Benito Mussolini, Attentäterin Leila Khaled, Kommunistin Sarah Wagenknecht etc.

    http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/stadt/Die-Redner-die-zu-reden-gaben/story/11428931

    • Shlomo 10.04.2016 12:33
      Highlight Highlight Tschuldigung aber Mussolini hat an einer offiziellen 1. Mai-Kundgebung nie eine Rede gehalten.
    • Datsyuk * 10.04.2016 13:17
      Highlight Highlight Du weisst sicher, was Frau Petry von sich gibt.
      Dann gibt es weitere Exponenten dieser Partei, die sich entsprechend äussern. Es heisst dann jeweils: "Die Äusserung dieser Person war nicht ganz okay, hat aber nichts mit der Partei zu tun."
      Bei der SVP läuft es gleich ab.
    • Angelo C. 10.04.2016 13:34
      Highlight Highlight Hast du Tomaten auf den Augen, oder liegt es nur am Lesevermögen bzw. am Verdrängungsmechanismus 😊?!

      Hier, nach schon oben verlinkten erster Quelle hier gleich noch eine zweite völlig unverdächtige :


      http://www.tagblattzuerich.ch/aktuell/gut-zu-wissen/gut-zu-wissen-detail/article/die-zuercher-linke-und-ihr-genosse-mussolini.html
    Weitere Antworten anzeigen
  • nrzh 10.04.2016 11:29
    Highlight Highlight Vielleicht könnten die Pierre Vogel auch einladen.
    Negativ und Negativ = Positiv :) @capture
  • Einer Wie Alle 10.04.2016 11:15
    Highlight Highlight Krass, wie man für Linksextremisten Partei ergreifen kann, nur weil die Aktion gegen die SVP ging.
    Das ist einfach wieder einmal unnötige Werbung für die SVP...
  • hifish 10.04.2016 11:10
    Highlight Highlight Warum lese ich immer Anus und nicht Auns?
    • atomschlaf 10.04.2016 12:06
      Highlight Highlight Legastheniker?
    • kurt3 11.04.2016 10:38
      Highlight Highlight Atomschlaf , passt auf die Vereinigung der Legasthniker wird gleich eine Klage anhängen .
  • capture 10.04.2016 10:14
    Highlight Highlight Rassismus ≠ Meinungsfreiheit
    • Retarded Wizard 10.04.2016 12:58
      Highlight Highlight Religion = Faschismus ≠ Meinungsfreiheit?
  • isag 10.04.2016 09:53
    Highlight Highlight ... das, was uns wahrscheinlich alle gleichermassen bewegt in solchen Berichten, ist die Abwesenheit von Menschenverstand und Herz... auf allen Seiten.
  • cassio77 10.04.2016 09:03
    Highlight Highlight ich frage mich, weshalb die möchtegern-patrioten eine deutsche einladen müssen...
    • andersen 10.04.2016 23:35
      Highlight Highlight Cassio77

      Ein sehr interessanter Frage.
    • Spooky 11.04.2016 01:47
      Highlight Highlight @cassio77
      ...und weshalb sollten deine "möchtegern-patrioten" nicht eine Deutsche einladen? Hast du etwas gegen die Deutschen? Wenn Ja, was?
    • andersen 11.04.2016 07:50
      Highlight Highlight Spooky

      Petry ist ja nicht irgendeine Deutsche, sondern eine, die gegen die Regierung und den Bundestag hetzt.
      Und auch eine, die es nicht geschafft hat, die Rechtsradikalen aus ihren eigenen Reihen zu eliminieren.
  • Shlomo 10.04.2016 08:49
    Highlight Highlight Es ist immer schön wenn ein Faschist jemand anderen als Faschisten beschimpft.
    • Shlomo 10.04.2016 17:35
      Highlight Highlight Nein der Faschismus fängt an mit der Unterdrückung von Minderheiten.
      Für mich hört die Meinungsfreiheit dort auf wo übelster Rassismus a la SVP, PEGIDA und AfD anfängt.
  • pamayer 10.04.2016 08:21
    Highlight Highlight "Es sind Freiheitshasser, Hetzer, Antidemokraten und Pluralismusfeinde." o-ton petriy.
    eine doch ganz gelungene beschreibung der afd. danke, frau petry.
  • zombie woof 10.04.2016 08:06
    Highlight Highlight Nazis sind nicht willkommen!
    • zombie woof 10.04.2016 10:36
      Highlight Highlight Aber Sympathisanten haben sie trotzdem die Nazis, wenn ich so die Anzahl der Blitze sehe....
  • Grundi72 10.04.2016 07:31
    Highlight Highlight Wohlstands-Linksfaschisten...

    Weil Tschäppet seinen Bubi-Kollegen mit Steuergeldern die Pferdeschule finanziert, müsste er tatsächlich für Mehaufwände der Auns aufkommen. Das ist wie wenn Papi für seine minderjährigen Kinder haftet. Er trägt die Aufsicht und die Verantwortung.
  • Sapere Aude 10.04.2016 05:10
    Highlight Highlight Gibt keine sinnfreiere Diskussion als die zwischen Rechts- und Linksextremisten über demokratische Grundrechte.
    • lilas 10.04.2016 08:33
      Highlight Highlight absolut auf den Punkt gebracht!
    • cassio77 10.04.2016 09:05
      Highlight Highlight schliesse mich Deiner meinung vollumfänglich an.
    • DonPedro 10.04.2016 09:10
      Highlight Highlight Genau,anstatt sich gegenseitig Marxismus oder Faschismus an den Kopf zu schmeissen, könnte man vom Grundrecht der Versammlungs- und Meinungsäußerungsfreiheit Gebrauch machen und zuhören , was Frauke Petry direkt und nicht verfälscht via Medien zu sagen hat!
      Man kann dann immer noch schweigen, pfeifen oder klatschen, das ist demokratischer als mit Gewalt zu drohen!
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Bald könnte die 5. Initiative gegen Tierversuche kommen

Das Schweizer Stimmvolk dürfte erneut über ein Tierversuchsverbot entscheiden können. Eine entsprechende Volksinitiative ist auf der Zielgeraden.

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