Schweiz
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Riesiges Datenleck bei Zürcher Taxi-App – Yourtaxi geht offline



Nach einer groben Datenpanne bei der Zürcher Taxi-Firma Yourtaxi hat das Unternehmen am Ostersonntag seinen Dienst deaktiviert und die Webseite abgeschaltet. Zuvor waren sensible Daten von mutmasslich mehreren Tausend Kunden für jedermann im Internet abrufbar.

Das Unternehmen entschuldigte sich am Sonntag auf dem Kurznachrichtendienst Twitter bei seinen Kunden. Es sei nie Absicht gewesen, sensible Daten im Internet frei zugänglich zu machen. Das Unternehmen will in den «nächsten Stunden und Tagen» sein System gegen Angriffe von Aussen schützen.

Der Betrieb bestätigte auf Twitter, dass Namen, E-Mail-Adressen sowie Start- und Zielorte von Kunden frei ersichtlich waren. Kreditkarteninformationen seien aber zu keinem Zeitpunkt in Gefahr gewesen.

Namen, Fahrtenprotokolle, Fotos

Zuvor hatte der SonntagsBlick berichtet, dass wegen Sicherheitslücken bei der Webseite und der Smartphone-Anwendung des Unternehmens sensible Daten von tausenden Kunden einfach übers Internet oder mit wenigen IT-Handgriffen über die App einsehbar waren. Über eine einfache Google-Suche stiess die Zeitung auf persönliche Angaben der Taxi-Kunden, darunter Namen, Fahrtenprotokolle, Telefonnummern, E-Mail-Adressen und Profilfotos.

Die App, die von der indischen Firma Moon Technolabs programmiert worden war, kam laut Angaben der Zeitung ohne Verschlüsselung aus, obwohl dort auch Ausweise und Kontodaten der Yourtaxi-Fahrer abgelegt sind. Firmen-Inhaber Zahangir Alam erklärte der Zeitung, das Problem sei dem Unternehmen erst letzte Woche bekannt geworden.

Yourtaxi startete im letzten Sommer im Raum Zürich und funktioniert ähnlich wie der Konkurrent Uber. Die Fahrer sind selbständig und zahlen für die Vermittlung einer Taxifahrt über die App eine Kommission. (sda)

Fahrer aus dem Ausland sind ihnen ein Dorn im Auge

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Video: srf

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3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • purzelifyable 02.04.2018 15:43
    Highlight Highlight Eine App, die Kundendaten unverschlüsselt herumschickt und/oder speichert? Im Ernst jetzt?!
    User Image
  • DerRabe 02.04.2018 10:49
    Highlight Highlight „Die App, die von der indischen Firma...“
    Aha, alles klar.
    Implizite Anforderungen über Kulturgrenzen hinweg sind schwierig. Es hiess natürlich nirgends, dass nicht alle Daten über Google gefunden werden dürfen.
  • sherpa 02.04.2018 10:09
    Highlight Highlight alle reden vom Datenschutz und keiner nimmt es wirklich ernst, weder die Firmen noch die Privaten Benutzer all dieser Apps etc. Hauptsache man kann auf seinen Geräten ungehindert rum töggelen bis zum geht nicht mehr. Also hört doch endlich auf zum jammern, wenn es um sog. "sensible" Daten geht. Auf Grund des Verhaltens der Menschen gibt es diese Daten eh nicht.

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