Schweiz

Diese faltbare Liefer-Drohne aus Lausanne ist der Pöstler der Zukunft

12.09.17, 10:58 12.09.17, 11:08

Forschende der ETH Lausanne haben eine Origami-inspirierte Drohne entwickelt, die Päckchen von bis zu einem halben Kilo transportieren kann und sie dabei besonders schützt: Das faltbare Design bildet eine Art Käfig um die Fracht.

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Drohnen als Postboten der Zukunft – diese Vision wird derzeit von einigen Unternehmen rege verfolgt. Auch Empfindliches liesse sich künftig sicher transportieren dank einer neuen Drohne, die Forschende um Przemyslaw Kornatowski von der ETH Lausanne (EPFL) entwickelt haben: Sie lässt sich zu einem schützenden «Käfig» um die sensible Fracht ausklappen und anschliessend wieder platzsparend zusammenlegen.

Das Kohlenstofffaser-Gerüst bewahrt sowohl das Päckchen als auch die Drohne vor Schäden, falls es zu einem Absturz oder einer Kollision kommen sollte, wie die EPFL am Dienstag mitteilte. Für den Notfall besitzt sie auch einen Fallschirm.

Schutz vor Verletzung

Dank des Käfigs könne der Empfänger die Drohne zudem einfach aus der Luft greifen, ohne sich an den Propellern zu verletzen, hiess es weiter. Diese sitzen im Inneren des Kohlefaser-Gerüsts und stoppen automatisch, sobald es geöffnet wird.

Nach erfolgter Lieferung findet die Drohne selbstständig den Weg zurück. Die integrierte Software erlaubt der Drohne, ihren Flugplan zu berechnen und sorgt dafür, dass das Fluggerät Bäumen und Gebäuden ausweicht. Der gesamte Weg des Geräts lässt sich dabei am Tablet oder Smartphone verfolgen, schrieb die EPFL. Ein Sicherheitssystem verhindere zudem, dass das Gerät gehackt werde.

Der Prototyp der Drohne kann bis zu 500 Gramm schwere Päckchen über eine Distanz von zwei Kilometern transportieren. Getestet haben die Forschenden ihr Konzept auf dem EPFL-Campus bei über 150 Testflügen. Sie arbeiten jedoch weiter an Optimierungen, wie Kornatowski betont: «Neben einer verbesserten Fähigkeit, Objekte zu erkennen und ihnen auszuweichen, wollen wir auch die Ladekapazität und die Autonomie der Drohne ausbauen.» (whr/sda)

Drohne + Alkohol = ... Ach, schau selbst!

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Brikne, 20.7.2017
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    Alle Leser-Kommentare
  • glüngi 12.09.2017 15:51
    Highlight ich bin gewiss kein Experte aber... ist es stabilitätstechnisch nicht doof den Schwerpunkt über den Rotoren zu haben? Wenn man Kameradrohnen wie die Inspire beobachtet sieht man das der Schwerpunkt immer so Tief wie möglich sein soll. die inspire fährt dazu sogar den "Körper" unter die Motoren.

    1 0 Melden
    • Alnothur 13.09.2017 11:37
      Highlight Doof nicht, aber manuell steuern würde ich so eine Drohne nicht wollen. Wobei das auch bei normalen kaum möglich ist, da sorgt ein Lagesensor und Korrekturprogramm für die Stabilität. Ähnliches gilt übrigens z.B. für manche modernen Kampfjets, die manuell schlicht nicht steuerbar sind, weil aerodynamisch zwar effizient, aber sehr instabil in der Fluglage.
      1 0 Melden

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