Schweiz

Das selbstfahrende Auto wird ohnehin alles verändern

Der Wochenkommentar von «Nordwestschweiz»-Chefredaktor Christian Dorer über den Streit um Strassenfinanzierung und Benzinpreise.

19.03.16, 08:33 19.03.16, 09:08

Christian Dorer / Nordwestschweiz

Stau auf der Autobahn: In jedem anderen industrialisierten Land wäre eine solche Hauptverkehrsader längst ausgebaut worden.
Bild: KEYSTONE

Es geht zu und her wie auf einem orientalischen Basar: National- und Ständeräte streiten derzeit darüber, wie der Strassenverkehr künftig finanziert werden soll.

Weitgehend einig sind sich die Politiker bloss darin, dass sie einen «Nationalstrassen- und Agglomerationsverkehrs-Fonds» (NAF) schaffen wollen, einen Geldtopf also, aus dem Sanierungen und Ausbauten bezahlt werden.

Streit jedoch herrscht über die Frage, woher das Geld kommen soll. 15, 6 oder 4 Rappen mehr für Diesel und Benzin?

Das sind die Werte, die bisher herumgeboten wurden. Oder soll künftig mehr Geld aus der bisherigen Mineralölsteuer in den Strassenverkehr fliessen statt in die allgemeine Bundeskasse? Heute ist es halb-halb.

Oder sollen gar sämtliche Einnahmen aus dieser Steuer dem Strassenverkehr zugute kommen? Dies verlangt die «Milchkuh-Initiative», die am 5. Juni zur Abstimmung kommt.

Das Positive an der Diskussion ist die Erkenntnis, dass auch die Strasse ausgebaut werden muss.

Der Verkehr hat sich seit 1990 verdoppelt, ohne dass das Netz substanziell erweitert worden wäre; vielerorts herrscht zudem dringender Sanierungsbedarf.

Die Linke sagt gern: «Wer Strassen baut, wird Verkehr ernten.» Man könnte entgegnen: «Wer keine Strassen baut, wird Stau ernten.»

Jedenfalls mutet der aktuelle Streit um Kassen, Rappen und Milliarden eigenartig an. Das bürgerlich dominierte Parlament könnte sich auch fragen, warum es den Ausbau und Erhalt der Infrastruktur über Jahrzehnte verschlafen hat.

Dass der Verkehr stark zunehmen würde, war absehbar. Unter Stau leiden alle: die Wirtschaft, die Umwelt und vor allem die Menschen, die so ihre Zeit vergeuden.

In jedem anderen industrialisierten Land wäre eine Hauptverkehrsader wie die A1 längst auf mindestens sechs Spuren ausgebaut und eine Stadt wie Basel durch eine durchgehend achtspurige Tangente entlastet worden.

Die Verkehrsprobleme haben sich nun sogar auf die Bewertung der Schweiz im neusten «Global Innovation Index» (GII) niedergeschlagen: Unser Land steht international an der Spitze – bloss bei der Infrastruktur sind wir nicht unter den Top-10.

In alten Denkmustern verhaftet

Das Negative an den Diskussionen ist die Tatsache, dass sie sich im alten Denkmuster bewegt und die Veränderungen nicht berücksichtigt, die anstehen.

Und die kann man gar nicht hoch genug einschätzen. Audi-Chef Rupert Stalder sagte kürzlich am Automobil-Salon in Genf über seine Branche: «Das selbstfahrende Auto ist der grösste Umbruch des Jahrhunderts und vergleichbar nur mit dem Zeitpunkt, als die Pferdekutschen in den Städten von den ersten Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor verdrängt wurden.»

In der Tat: Kapazitäten werden vervielfacht, wenn Autos Stossstange an Stossstange und in gleichem Tempo fahren.

Unterwegs verliert der Passagier keine Zeit; er kann schlafen, Zeitung lesen oder bereits arbeiten.

Auch das Auto – oder die fahrbare Kapsel, das es wohl eher wäre – muss andere Anforderungen erfüllen: Ein passendes Interieur wird wichtiger, die Anzahl PS spielt keine Rolle mehr.

Ohnehin braucht man kein eigenes Fahrzeug mehr: Man kann eines bestellen, wenn man es braucht, womit gleich noch ein Grossteil der Parkplätze überflüssig würde.

Klar, die Technik ist noch nicht ausgereift und es gibt Knacknüsse: Wer haftet bei einem Unfall?

Wie entscheidet der Algorithmus: Fussgänger überfahren oder Frontalkollision verursachen, wenn es nur diese beiden Optionen gibt?

Aber der Fortschritt wird sich durchsetzen, wie überall:

Handy? Ist viel zu schwer (es wog 25 Kilo).

Digitalkameras? Menschen wollen Fotos nicht am Bildschirm anschauen (sagten die Kodak-Chefs).

Das iPhone? Keine Chance, niemand zahle 500 Dollar zusätzlich, bloss um ein Apfel-Logo drauf zu haben (sagte Microsoft-Chef Steve Ballmer).

Nespresso? Brauchen wir nicht, sagten die Nestlé-Chefs ihren Entwicklern und liessen das Kapseln 20 Jahre lang ruhen.

Politiker verkennen Wandel

Das selbstfahrende Auto wird früher oder später die Regel – wer gerne mal aufs Gas drückt, kann am Wochenende zum Beispiel über den Passwang fahren. Das macht Spass.

Aber täglich im Stau will bestimmt niemand mehr stehen. Die Schweiz als überschaubares, hoch motorisiertes und wohlhabendes Land könnte eine Vorreiterrolle spielen beim Wandel der Mobilität.

Nun aber droht unser Land, das zu machen, was es vor Jahrzehnten hätte tun sollen – Strassen ausbauen – und das zu verschlafen, was die Zeichen der Zeit dieses Mal ebenso dringend verlangen: zu planen, wie der Verkehr in Zukunft bewältigt wird und in neue Technologien zu investieren.

Die meisten Politiker jedoch haben noch nicht erkannt, welcher Wandel bevorsteht. Sie halten es mit Wilhelm II., deutscher Kaiser von 1888 bis 1918, der sagte: «Ich glaube an das Pferd. Das Automobil ist eine vorübergehende Erscheinung.» (aargauerzeitung.ch)

Auto-Design: Früher war die Zukunft besser

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33Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • malu 64 22.03.2016 03:29
    Highlight a.zollet/ Es ist klar, dass nicht jeder Misthaufen eine Posthaltestelle hat. Aber vielleicht
    könnte man zur nächsten Haltestelle mit dem Fahrrad fahren oder mit dem Auto zum
    nächsten Bahnhof. Ist ein bisschen
    zeitaufwendiger. Hilft aber der Entspannung und dem Intellekt.
    Man kann ein Buch lesen, oder
    einfach chillen. Im Stau stehen
    ist absolute Zeitverschwendung!
    2 1 Melden
  • Paraflüger 20.03.2016 22:37
    Highlight ich wäre dafür, die Strassen komplett unter den Boden zu legen. Klar das würde etwas kosten. Aber stellt euch vor wie entspannend es wäre, kein Strassenlärm mehr zu haben und wie sich das Landschaftsbild zum positiven verändern würde. Die autonom fahrenden Fahrzeuge würden diese Entwicklung sogar noch fördern.
    8 2 Melden
  • malu 64 20.03.2016 09:16
    Highlight Es ist reine Bequemlichkeit und
    Egoismus nicht mit den ÖV zu fahren. Wünschenswert wären
    gleitende Arbeitszeiten wo
    möglich. Damit in den Stosszeiten
    mehr Platz zur Verfügung steht.
    Mehr Strassen zerstören Land,
    mehr Strassen fördert den Verkehr, mehr Strassen verursachen mehr Staus und
    mehr Unfälle. Viele Fahrten sind
    Leerlauf. In der Welt von Video-
    konferenzen, könnte, viel Zeit
    gespart und viel Verkehr vermieden werden.
    17 29 Melden
    • Hand-Solo 21.03.2016 14:11
      Highlight Wieder ein Stadtmensch, welcher nicht begriffen hat, dass A: nicht überall ein Poschi hinfährt und B: Es weder ökologisch noch ökonomisch Sinn macht, dass jede Ecke der Schweiz, zu jeder Zeit, per ÖV erreichbar ist.
      2 3 Melden
  • Schneider Alex 20.03.2016 06:25
    Highlight Soll jetzt die stringente Zuweisung der Mittel aus der Strassenkasse in den Strassenbau dazu dienen, dieses Mobilitätswachstum via Kapazitätsausbau der Strassen noch anzukurbeln und die Zuwanderung noch mehr zu erleichtern?
    5 15 Melden
    • dF 20.03.2016 09:46
      Highlight was hat dies nun mit Erleichterung der Zuwanderung zu tun?
      15 2 Melden
    • Schneider Alex 21.03.2016 06:02
      Highlight Der Ausbau der Infrastrukturkapazitäten in der Schweiz schafft Platz für noch mehr Zuwanderung.
      1 5 Melden
  • Schneider Alex 20.03.2016 06:25
    Highlight Kapazitätsausbau der Verkehrsanlagen erleichtert Mobilität und Zuwanderung

    Die auf die bestehenden und die zu erwartenden Kapazitätsengpässe gestützten Ausbaubegehren bei den Nationalstrassen und der Bahninfrastruktur sind die Quittung für das ungehinderte Mobilitätswachstum in der Schweiz. Dieses wird verursacht durch die wegen der PFZ übergrosse Zuwanderung, die zu tiefen Mobilitätskosten und den hohen Wohlstand in der Schweiz.
    5 12 Melden
  • Gigi,Gigi 19.03.2016 14:47
    Highlight Das mag ja alles richtig sein, aber eines wird nicht stimmen. Das selbstfahrende Auto wird viel, viel mehr Verkehr generieren. Wieso? Ich muss die Kinder nicht mehr selber in die Schule fahren, auch nicht ins Training, auch die kranke Mutter nicht zum Arzt, die kaputte Kaffeemaschine nicht zur Reparatur und den Hund nicht zum Hundecoiffeur. Kann alles das selbstfahrende Auto erledigen. Und Harass Bier kann das Auto auch noch selber holen! Sinnvoll? Natürlich nicht, aber es wird gemacht werden, von allen, die es sich leisten können. Fazit: Erneut Verkehrskollaps.
    26 12 Melden
    • Rendel 19.03.2016 17:40
      Highlight Blödsinn, ob die Mutter oder die Kinder nun mit Dir fahren, oder einem selbstfahrenden Auto ist doch Wurst, gibt genau gleich viele Fahrten.
      15 9 Melden
    • Gigi,Gigi 20.03.2016 18:08
      Highlight Von wegen Blödsinn. Irrsinn! Nein, stimmt nicht, denn die Mutter hat vielleich noch mehr Kinder, die alle mit dem selbstfahrenden Auto unterwegs sind. Eines ins Training, das andere zum Geigenunterricht und sie selber zum Shopping. Denn jetzt muss sie ja nicht mehr die Kinder rumkutschieren.
      5 4 Melden
  • Rendel 19.03.2016 14:07
    Highlight Die Schweiz ist nicht wie jedes andere industrialisierte Land. Bei uns ist jetzt schon viel mehr Land überbaut, als in den meisten andern Länder. Ich will nicht mehr Strassen. In den meisten Autos beim Stau hockt immer noch nur eine Person. Das nennt sich dann Freiheit.
    Arbeitsplätze sind zu stark zentralisiert. Wohnungen bieten zu wenig Eigenspielraum, also wollen viele ein Häuschen. Man müsste anders bauen, Arbeitsplätze dezentralisieren, damit die Menschen gar nicht gezwungen sind so viel herumzufahren.
    Es braucht keine neuen Strassen, sondern ein Umdenken in den Köpfen auf vielen Ebenen.
    40 12 Melden
    • koks 19.03.2016 17:41
      Highlight Rendel, ich empfehle Information, bevor du solche Forderungen stellst. Die Distanzen, die in der Schweiz zurückgelegt werden, dienen nur zu ca 1/4 dem Pendeln zur Arbeit. Die Mehrheit des Verkehrs dient anderen Zwecken. Zum Beispiel der Freizeit.
      9 1 Melden
    • Rendel 19.03.2016 20:41
      Highlight Die Statistik sagt mir nun nicht so viel. Gehören Urlaube mit dem Auto da auch zur Freizeit?
      Ich rede von Umdenken in vielen Bereichen. Ich erhebe keinen Anspruch auf Vollständigkeit in meinen Posts. Freizeitverhalten ist sicher ein weiterer Aspekt, den ich in meinem Post nicht erwähnte, wo ein Umdenken stattfinden sollte. Danke, für diesen weiteren wichtigen Aspekt.
      9 4 Melden
    • Gigi,Gigi 20.03.2016 18:11
      Highlight Lieber Rendel, etwas geht bei deiner Argumentation vergessen. Es gibt nicht einfach zuviel Autos. Das ist eine ganz einseitige Denkweise. Es gibt zuviel Mobilität. Und das gilt auch für die Bahn!
      2 4 Melden
    • Evan 23.03.2016 16:23
      Highlight es gibt weder zu viel Auto noch zu viel Mobilität. Das ist einfach nur eine persönliche Wahrnehmung. Ich hoffe eher, dass die Mobilität in die Zukunft steigt. Selbstfahrende Autos werden einen grossen Beitrag dazu leisten.
      1 1 Melden
  • Gelöschter Benutzer 19.03.2016 12:06
    Highlight Firmen Gedanken machen; Sitzungen stets Personen aus der ganzen CH zusammenfahren lassen, Internet-Konferenz? Arbeitsplatz; Viele könnten teils auch den Job von zuhause aus machen, wenn die Firma dies nicht ermöglicht? 6 Spuren, wenn ich die Strecke ab Winterthur nach ZH fahre; rechte Spur wäre man schneller, dank den Links- & Mittelspurrambos, rechts überholen verboten. Dann noch die 80km/ Beschränkung LKW&Fahrzeuge+Anhänger.. (2 Spuren, der Horror). ALV, 2h ein Weg ist zumutbar. Steuern: ZugKosten egal, Auto wird begrenzt. Unsere Gesetze verstopfen die Autobahn auch.
    18 9 Melden
  • Max Havelaar 19.03.2016 12:00
    Highlight 2/2: Windkraft nutzen: Einsprache einer Vogelwarte... usw und so fort. Die Schweiz ist ein Land der Bürokratie. Wir sind mittllerweile so individualisiert, dass bei jedem Vorhaben bestimmt irgend jemand irgendwas dagegen zu sagen hat..,
    17 5 Melden
    • Rendel 19.03.2016 14:09
      Highlight Klar, wenn der Mensch etwas will, was zählt dann ein Vogel? Tiere können wir ja dann im Zoo züchten und ankucken gehen. Die braucht es ja nicht, wenn der Mensch sie nicht essen kann.
      14 8 Melden
    • Max Havelaar 20.03.2016 06:46
      Highlight Rendel, lass mich raten: Veganer?^^ Spass beiseite. Das Thema hier sind die Strassen und wieso das Ganze mit der Verantwortung zum Ausbau immer PingPong geht. Ich versuche es dir aus der anderen Sichtweise zu erklären: Ich organisiere jedes Jahr im Frühling eine Aktion, wo Freiwillige, darunter viele Kinder, den Wald "putzen" und den Abfall rausholen. Du glaubst gar nicht, was es aus amtlicher Sicht alles dazu braucht.
      2 0 Melden
  • senfmayo 19.03.2016 11:49
    Highlight "Eine Stadt wie Basel" hat notabene nur 170 000 Einwohner, das grössere Freiburg im Breisgau ist ja schliesslich auch nicht mit einer 8-spurigen Autobahn umringt. Diese Denkensweise ist alles andere als modern, widerspiegelt sie doch die Philosophie der 70er-Jahre. Ein Blick nach Zürich lohnt sich: Dort gibt es zwar auch öfters Stau, jedoch ist dort der ÖV so gut ausgebaut, dass ein gewisser Vorsatz bei den Stau-Teilnehmern nicht abzustreiten ist. Ebenso am Gotthard zur Ferienzeit.
    28 12 Melden
  • whatthepuck 19.03.2016 10:52
    Highlight Bedenkt man, dass dieser Kommentar aus dem Autokanton Aargau kommt, erstaunt er nicht.

    Wo ich ihm aber recht gebe ist, dass wir uns in der Schweiz ernsthaft Gedanken über unsere Infrastruktur machen sollten. Für ein derart reiches Land tun wir uns - nach persönlichem Empfinden - erstaunlich schwer damit, über den Erhalt bzw. Ausbau unserer Infrastrukturen zu befinden.

    Die Milliarden für den neuen Gotthardtunnel wären andernorts halt eben doch sinnvoller eingesetzt gewesen.
    34 14 Melden
    • Max Havelaar 19.03.2016 11:57
      Highlight 1/2: Die Sache ist halt die, dass es kaum in einem anderen Land so viele Auflagen, Interessensgemeinschaften und Vereine gibt, die Steine in den Weg legen. Bin jetzt auch nicht der Auto-Fritz und bin auch dafür, die Natur zu schützen, aber wie widersprüchlich das Ganze ist, sieht man beim Versuch, eine Energiewende herbei zu führen: Erhöhung einer Staumauer um 3 Meter, um Wasserkraft effizienter zu nutzen: Einsprache Alpenschutz
      20 2 Melden
  • Gelöschter Benutzer 19.03.2016 10:51
    Highlight ich bin Autofahrer aber ich fahre mit dem Zug zur Arbeit. Da steige ich einfach ein, und es fährt wie von Geisterhand und ich kann in dieser Zeit arbeiten. da ich die Zeit zum Arbeiten nutze, nehme ich einen späteren Zug, nie Platz Probleme auf den ZVV Verbindungen...
    32 7 Melden
  • ZH27 19.03.2016 10:50
    Highlight Stau => Infrastruktur ausbauen => Stau verringern => Reisezeit wird verringert => Mehr Leute wählen die Route mit der geringeren Reisezeit => Stau. Einfach Kapazität erhöhen ist selten die Lösung, das sollte man ein wenig intelligenter angehen. Da gibt's zum Teil auch konraintuitive Effekte: https://de.wikipedia.org/wiki/Braess-Paradoxon .
    Mit selbstfahrenden Autos kann die Kapazität erhöht werden, aber "vervielfacht" ist übertrieben und zudem ist dazu auch eine hoher Anteil an selbstfahrenden Autos nötig.
    32 6 Melden
  • Cabonga 19.03.2016 10:24
    Highlight Wir sollten unseren Nachfahren nicht die Zukunft verbauen. Aber was heisst das auf einem Planeten mit endlichen Recoursen?
    Ich glaube nicht ans selbstfahrende Auto und auch nicht an eine Zukunft ohne Abstriche. Das selbstfahrende Auto setzt auf den Status Quo des Individualverkehrs und solche Sturheit ist nicht Zielführend.
    Ja man soll Infrastruktur moderat ausbauen und nicht mit physischen Hindernissen lenken.
    Das Potential sehe ich aber im Handeln der Menschen, denn der Verzicht auf Verbrauch von Recourcen ist gratis und genau da können neue vernetzte Technologien ansetzen und immenses bwrkn
    10 12 Melden
  • trio 19.03.2016 10:12
    Highlight Schade ist diese Erkenntnis nicht schon bei der Gotthard - Abstimmung zur Geltung gekommen.
    15 11 Melden
  • Mesuax 19.03.2016 09:37
    Highlight Ich bezweifle, dass wir bald kein eigenes auto mehr besitzen. Viel eher wird es eine erweiterung des wohnzimmers (wohnzimmer, arbeitsraum für unterwegs) und wer teilt da schon gerne?
    26 6 Melden
    • trio 19.03.2016 10:10
      Highlight Es gibt heute schon Mobility, immer weniger Menschen besitzen ein Auto. Auch in Zukunft bleibe ich nicht länger in einem Auto als unbedingt nötig. Da kann man gut teilen.
      18 15 Melden
    • Tomlate 19.03.2016 10:31
      Highlight Die günstige Variante wird das Teilen sein. Für den, der mehr bezahlt, wird es das eigene selbstfahrende Dingsbums sein. Auf der Express Spur.
      13 4 Melden
  • Gelöschter Benutzer 19.03.2016 09:32
    Highlight Ich will nicht mehr Strassen. Ich will weniger Strassen.
    Aber meinetwegen könnt ihr die bestehenden ausbauen und verbreitern.

    Mit den selbstfahrenden Fahrzeugen wird es allerdings eher weniger brauchen. Wenn der ganze menschliche Faktor beim Fahrstil von ängstlich bis aggressiv, von Drängeln über Hetzen bis Schleichen wegfällt, wird alles viel gleichmässiger sein. Beinahe wie ein eigenes Zugabteil. Aber eben auf der Strasse.
    40 28 Melden
  • Stefan von Siegenthal 19.03.2016 08:50
    Highlight Guter Artikel. Hier benötigt es definitiv auch einen Wandel in der Politik. Die heutigen Politiker scheinen durchs Band sehr illiterat zu sein, was Technologie anbelangt. Selbst die eher jüngeren Politiker brillieren nicht gerade mit Kompetenz über die momentanen Entwicklungen. Bei solch einer Ausgangslage ist die Diskussion über Zukunftsthemen, wie der Strasseninfrastruktur, bedingungsloses Grundeinkommen, AHV Alter etc. sehr schwierig, da veraltete Vorstellungen das ganze Verzerren.
    36 7 Melden
    • philosophund 19.03.2016 13:46
      Highlight Stimmt so. Wir bringen nicht mal sauber getrennte und für Velofahrer sichere Velowege hin wie es die skand. Länder vormachen. Zudem sind wir auch geistig nicht dafür bereit, wenn ich nur an alltägliche “Reissverschluss“ Situationen denke und einige sich so verhalten als würde man ihnen das kind wegnehmen.
      15 4 Melden

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