Schweiz

Ein Kontrolleur in Zivilkleidung bei der Arbeit. Braucht es mehr davon? Bild: KEYSTONE

Mit der SBB-App die Billett-Kontrolleure überlisten

Der «Nordwestschweiz»-Redaktor findet, die Kontrollen in den Regionalzügen, Bussen und Trams seien einfach auszutricksen. Das könnte man mit einer einfachen Massnahme ändern.

16.07.16, 08:56 16.07.16, 09:38

Antonio Fumagalli / Nordwestschweiz

Nicht weniger als 460'000 Schwarzfahrer haben die SBB letztes Jahr erwischt, berichtete die «SonntagsZeitung» vor knapp zwei Wochen. Rund ein Fünftel von ihnen hatte schlicht das Abonnement vergessen und musste lediglich eine Warnbusse von fünf Franken bezahlen. Alle anderen waren mit keinem oder einem ungültigen Billett unterwegs – wobei zwei Drittel aller Bussen gar nie erst beglichen wurden.

Den SBB entgeht damit jährlich ein zweistelliger Millionenbetrag. Geld, das letztlich von der Allgemeinheit getragen werden muss.

Was die neusten Zahlen nicht sagen, nicht sagen können: Wie viele Billettsünder gar nicht erst registriert werden. Oder um es aus ihrer Perspektive zu sagen: Personen ohne Ticket, die entweder das Glück hatten, in keine Kontrolle zu geraten, oder bei dieser genügend Dreistigkeit hatten, um sich irgendwie davonzuschleichen.

Diese Zahl ist natürlich (massiv) höher und es liegt in der Natur der Sache, dass man sie nicht beziffern kann. Wer gar nicht erst mit dem öV-Personal in Kontakt kam, kann statistisch auch nicht erfasst werden.

Das mit dem Glück ist freilich relativ: 

Jeder, der einigermassen regelmässig Zug, Tram oder Bus fährt, weiss wie häufig die Kontrolleure kommen. Selten nämlich, je nach Tageszeit sehr selten gar.

Dabei muss unterschieden werden zwischen den Zügen im Fernverkehr, wo immer kontrollierendes Personal mitfährt und jenen im Regionalverkehr, die grundsätzlich unbegleitet sind und Stichkontrollen kennen – genauso wie bei regionalen oder städtischen Bus- und Tramverbindungen. Um diese, um die unbegleiteten Strecken, soll es in diesem Text gehen.

Die sich rasant entwickelnde Technik hat hier nämlich für einen Paradigmenwechsel gesorgt. Was für ein Segen, dass man sein Ticket mittlerweile auf dem Smartphone lösen kann! Das spart Zeit, Nerven und je nach Ticketvariante gar Geld.

Die SBB behaupten, der Trick mit der SBB-App funktioniere nicht

Die Apps von SBB und Co. haben Schlaumeiern gleichzeitig aber auch eine ganz neue Möglichkeit in die Hände gegeben, um eine Busse herumzukommen: Indem sie nämlich kurz vor der Kontrolle noch schnell ein Ticket lösen. Wer ein bisschen geübt ist, kriegt das in wenigen Sekunden hin.

Sie – und auch die SBB – sagen jetzt: Das funktioniert nicht, da der Kontrolleur sieht, ob ein Ticket eben erst oder bereits vor dem Einsteigen gelöst wurde. In der Theorie, ja. In der Praxis zumindest nicht immer. Vor einigen Wochen war ich, ja ich gebe es zu, nämlich selbst so ein Schlaumeier:

Weil ich während einer rund einmonatigen Übergangszeit zum ersten Mal seit bald zwanzig Jahren kein Generalabonnement mehr hatte, vergass ich aufgrund der Gewohnheit schlicht, vor der Fahrt ein Billett zu kaufen. Bei der nächsten Haltestelle der Regiobahn erblickte ich die uniformierten Kontrolleure auf dem Perron, bemerkte meinen Lapsus – und zückte sofort mein Handy. Bis die Kontrolleure nach vielleicht zwei Minuten bei mir waren, hatte ich mein Ticket längst und kam ungeschoren davon.

Gut möglich, dass ich – und eine andere Person, die ich kenne – einfach Glück hatten. Längst habe ich wieder ein GA und würde mich ohnehin nicht getrauen, auf dieses «System» zu setzen.

Das dürften freilich nicht alle so sehen, auch wenn es nur ein kleiner Prozentsatz aller Fahrgäste ist. Das Problem ist nämlich nicht, dass man Tickets auf dem Smartphone kaufen kann, sondern dass man als Schwarzfahrer, sofern man sich darauf einstellt und fleissig aus dem Fenster schaut, in der Regel die Kontrolleure schon an der Haltestelle stehen sieht. Ihre Uniform verrät sie.

Wer will, löst dann noch schnell ein Handy-Ticket oder steigt gleich ganz aus dem Zug, Tram oder Bus aus, um der Kontrolle zu entkommen.

Umfrage

Hast du die SBB-App schon genutzt, um SCHNELL (vor einer Kontrolle) ein Ticket nachzulösen?

3,134 Votes zu: Hast du die SBB-App schon genutzt, um SCHNELL (vor einer Kontrolle) ein Ticket nachzulösen?

  • 22%Ja
  • 52%Nein
  • 26%Nutze die SBB-App nicht

Das darf im Interesse der grossen Mehrheit, die sich korrekt verhält, nicht sein.

Die einfachste Lösung ist, auch im unbegleiteten Regionalverkehr wieder vermehrt auf Kontrollen in Zivil zu setzen.

Für SBB und die meisten Regionalverbände ist das ein rotes Tuch, die Kontrolleure seien auch Kundenberater und würden nur dank der Uniform überhaupt Autorität ausstrahlen, heisst es.

Doch was nicht ist, kann ja noch werden. Alle Schwarzfahrer zieht man damit nicht aus dem Verkehr, einige mehr jedoch bestimmt. Und das hat wiederum einen präventiven Effekt. Bevor sich die Schlaumeiereien zu weit herumgesprochen haben.

Umfrage

Braucht es mehr Billettkontrollen in Zivil?

2,494 Votes zu: Braucht es mehr Billettkontrollen in Zivil?

  • 49%Ja
  • 43%Nein
  • 8%Weiss nicht

(aargauerzeitung.ch)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Gelöschter Benutzer 24.07.2016 13:30
    Highlight Also im Regional Zügen erkennt man Kontrolleure sofort. Auch die Grenzwache sind sowas von auffällig auch wenn Sie in privatkleider rumlaufen.
    1 0 Melden
  • Urs457 17.07.2016 09:26
    Highlight Ganz einfach: Mobility Pricing und es gibt nix mehr zu bescheissen. Und die Billetautomaten kann man wegschmeissen und die Kontrolleure heimschicken.
    8 20 Melden
    • Flunderchen 17.07.2016 18:59
      Highlight Was bringt es, wenn die Leute wissen, dass auf bestimmten Strecken nie eine Kontrolle gemacht wird? Im Ausland wird öfters kontrolliert und das zu Recht.
      0 2 Melden
  • freeday 17.07.2016 07:42
    Highlight Musste eine Weile täglich einen Klassenwechsel lösen da mir die Bude 1. Klasse erlaubt ubd ich ein 2. Kl. GA hatte. Habe es regelmässig zu 2-3min. nach Abfahrt gelöst, das war ok weil gelöst also bezahlt. An einem Tag habe ich es aber komplett verschwitzt. Bei der Kontrolle in der SBB App Klassenwechsel des Vortags aufgerufen und siehe da: das Personal kennt seine Spielzeuge (Smartphone) nicht. Ich hab deb roten Rahmen selbts gesehen. Der Kondi auch, murmelte etwas uns meinte dann "ok, danke".
    1 0 Melden
  • mal! 17.07.2016 07:19
    Highlight Kein besonders toller Artikel. Aus einem subjektiv erlebten Einzelfall so ein TamTam zu machen und zu fordern, dass das besser werden soll? habe zahlreiche Fälle miterlebt, bei denen das verspätete Lösen nicht akzeptiert wurde.

    Ich finde die SBB macht das aktuell ziemlich gut. Die Kontrolleure dürfen offenbar auch wieder Vernunft und Augenmass walten lassen (Kulanz gabs eine Weile lang gar nicht mehr). Weiter so. Wer jammert, soll selber Kontrolleur werden.
    33 2 Melden
  • S.Fischer 16.07.2016 22:09
    Highlight Ich kann jetzt nur von Basel sprechen, aber hier sind auch die zivilen Kontrolleure klar erkennbar.

    -Oft komischer Kleidungsstil

    -Typische Herrentasche

    -Aufgeregtes Verhalten

    Ich habe zwar ein Monatsticket und somit kein Stress mit den Kontrollen, jedoch ist es lächerlich wie leicht man sie erkennt.

    Es bringt allerdings wenig, da die Komtrollen meist von 2 Kontrolleuren durchgeführt werden, man nicht aussteigen kann und damit quasi "eingekesselt" ist.
    22 1 Melden
    • mister_michael 17.07.2016 09:01
      Highlight Der Beschrieb passt wohl für die meisten Städte in der Schweiz. Ich reise oftmals mit dem öV durch die ganze Schweiz und die Kontrolleure (selten Kontrolleurinnen) im Regionalverkehr passen zu 99% zu Ihrem Kommentar.
      9 2 Melden
    • Rafi Hazera 17.07.2016 17:59
      Highlight Grüezi mitenand.
      33 1 Melden
    • Flunderchen 17.07.2016 19:00
      Highlight Haha ;D
      6 0 Melden
  • danmaster333 16.07.2016 20:00
    Highlight Schwarzfahren und danach "ÖV wird immer teurer!" rufen... :'D
    37 4 Melden
  • ThePower 16.07.2016 19:36
    Highlight Ich habe auch einen Trick, ist 100%ig zuverlässig und absolut stressfrei: Ich löse einfach eine Monatskarte😃Probierts aus, es funktioniert😅
    38 4 Melden
  • 7immi 16.07.2016 18:28
    Highlight die sbb müssten es so machen wie die polizei: bei der zahlungsfrist steht 30 tage, danach setze direkt die betreibung ein. die unkosten gehen zu lasten des schuldners. so einfach geht das.
    alternativ könnte man natürlich auch das system von singapur anwenden: 5000 franken busse. es gibt kein land auf der welt, in dem so wenig kontrolliert wird und trotzdem fast niemand schwarz fährt.
    wird man in der schweiz monatlich einmal kontrolliert sind die bussen ein witz...
    14 27 Melden
    • zettie94 16.07.2016 20:53
      Highlight Viele Leute die Schwarzfahren haben ganz einfach kein Geld für's Ticket - da bringt dann auch eine Betreibung nichts. Die andern zahlen ihre Bussen wohl schon, die wollen ja nicht betrieben werden.
      26 10 Melden
    • SJ_California 16.07.2016 22:43
      Highlight Im Ausland wird oft nur Einlass gewährt mit einem gültigen Ticket (.z.B. bei den Metrolinien mit Schranken). Das wäre auch in der CH möglich. Einmalig eine etwas grössere Investition, dafür weniger Schwarzfahrer über viele Jahre!
      18 18 Melden
    • zettie94 16.07.2016 23:00
      Highlight Solche Schranken lassen sich einfacher überlisten als Kontrolleure - Stichkontrollen bräuchte es also nach wie vor (gibt es im Ausland auch).
      12 7 Melden
    • Maett 17.07.2016 01:08
      Highlight @SJ_California: eine "etwas grössere Investition"? Praktisch jeder Bahnhof müsste baulich angepasst werden, ausserdem sind offene Bahnhöfe dann Geschichte.

      Bei einer Metro kann man das ja machen, aber doch nicht hier... ganz zu Schweigen vom Zeitverlust, wenn in den Stosszeiten die ganzen Menschenmassen durch die Schleusen müssen.
      17 5 Melden
    • 7immi 17.07.2016 11:45
      Highlight @zettie
      woher weisst du das? soviel ich weiss (nzz) wurde häufig gar nicht betrieben, da zu aufwändig.
      in der schweiz haben wir gute sozialleistungen. wenn man die prioritäten richtig setzt, kommt man da gut durch, ohne schwarz zu fahren...
      7 3 Melden
    • Alnothur 17.07.2016 15:07
      Highlight Wer sich das Billet nicht leisten kann, der verzichtet dann halt auf den ÖV, so einfach ist das...
      10 2 Melden
    • Flunderchen 17.07.2016 19:01
      Highlight Das wären wieder Kosten und man weiss ja, wie ungern die SBB in neuste (Sicherheits-)Technik spart.
      0 3 Melden
  • Rudolf die Banane 16.07.2016 18:26
    Highlight Ich schlingle mich so immer beim Nachtzuschlag durch (via NZ-App lösen) - hat bis jetzt immer super geklappt :D
    10 20 Melden
  • niklausb 16.07.2016 14:24
    Highlight Wie kommen gebüsste drum herum ihre busse zu zahlen? Im text wird von 2/3 unbezahlter bussen gesprochen wie geht das waren wird da nicht gemahnt bzw. betrieben? Sind ja immerhin über 100 Franken pro busse
    46 4 Melden
    • Silas89 16.07.2016 15:20
      Highlight Die haben kein Geld. Ganz einfach. Vermutlich fahren sie auch regelmässig schwarz, weil sie wissen, dass sie nicht bezahlen müssen.
      31 2 Melden
    • pamayer 16.07.2016 15:23
      Highlight 'Einfach' nicht zahlen und nix haben, das betrieben werden könnte.
      22 2 Melden
    • niklausb 16.07.2016 15:41
      Highlight Aber jedes jahr die Ticketpreise erhöhen.....
      12 22 Melden
    • niklausb 16.07.2016 17:12
      Highlight ich weiss von einem ehemaligen Sbb mitarbeiter das einmal eine Rechnung geschickt wird und wenn dann keine zahlung erfolgt versandet es einfach da der administrative aufwand zur weiterverfolgung zu gross sei wenn das wirklich so ist kommt das eigentlich einer bankrotterklärung gleich und entzieht der sbb jegliches recht sich über säumige schwarzfahrer zu ärgern
      15 11 Melden
    • Swarup 16.07.2016 18:25
      Highlight Nöö niklausb.. bekommt 3 mahnungen dann beitreibungsamt und wen man dann noch "intelligent" ist und mehrmals schwarzfahrt und nie bezahlt, anzeige und absitzen.
      Zvv sogar nach 4 schwarzfahrten eine anzeige
      22 2 Melden
    • ramonke 16.07.2016 18:45
      Highlight @niklausb
      ähm nein gibt ziemlich schnell ne anzeige. wie es mit den betreibungen aussieht weis ich nicht
      9 1 Melden
    • ch2mesro 16.07.2016 20:10
      Highlight "ich weiss von einem ehemaligen sbb mitarbeiter" heisst du weisst gar nichts 🤔
      39 2 Melden
  • falang 16.07.2016 14:11
    Highlight als ob man die zivis nicht schon auf vierhundert kilometer erkennen kann mit ihren rucksäckli oder bauchtäschli, regenjacke oder faserpelz um die hüfte gebunden wie unsereins im kindergarten, gespickt mit ihren salomon tracking- oder multifunktional-schuhen! chchch....
    111 5 Melden
    • Jaing 16.07.2016 16:00
      Highlight Habe ich auch gedacht. Sind auch oft in Gruppen anzutreffen.
      35 1 Melden
    • Maett 17.07.2016 01:10
      Highlight @falang: die Zivis sehen bei uns zwar auch so aus, aber ich hab noch nie erlebt, dass die jemandem beim Schwarzfahren erwischt hätten - ausser einmal, aber das war ich selber, als ich vergessen hatte ein Ticket zu lösen, nachdem ich jahrelang ein GA hatte ... waren sogar kulant, nachdem er geprüft hatte, ob ich wirklich ein GA hatte und ich das nicht nur als Ausrede bringe - musste nur das Ticket nachlösen, plus den üblichen Zuschlag wie im Fernverkehr :-)
      6 4 Melden
  • -woe- 16.07.2016 13:58
    Highlight Und auch noch zu erwähnen ist, dass ein solcher SBB-App-Schlaumeier - wenn er erwischt wird - nicht nur die ordentliche Schwarzfahrergebühr bezahlt, sondern zusätzlich noch die Gebühr für Missbrauch. Zudem wird er von den SBB verzeigt wegen 'Erschleichen einer Leistung'. Die Busse hängt vom Richter ab, beträgt aber mit den Schreib- und Spruchgebühren meist mehr als Fr. 500.00.
    Und man ist dann vorbestraft...
    36 19 Melden
  • -woe- 16.07.2016 13:54
    Highlight Da System funktioniert gleich wie die Radargeräte:
    > Die fixen Geräte sinde bekannt; jeder verlangsamt vor dem Kasten. Entspricht regelmässigen Kontrollen in den Fernverkehrszügen; jeder löst ein Billett.
    > Mobile Geräte; die "Cleveren" lassen sich warnen (durch App oder illegale Geräte). Entspricht Stichkontrollen in S-Bahnen; sie schlüpfen durch vermeintliche Löcher.
    Noch nie ist aber ein Raser sein Leben lang davon gekommen. Und so ergeht es auch dem notorischen Schwarzfahrer.
    Auf der sicheren Seite ist, wer sich an die Geschwindigkeit hält und immer ein Billett besitzt.
    36 8 Melden
  • Matrixx 16.07.2016 13:13
    Highlight Man müsste auf ein anderes System setzen, das ich erstmals in London, und dann in Paris sah. Dabei hat man Schranken, die man nur passieren kannst, wenn man ein valides Ticket hat.

    Die Umrüstung kostet zwar sicherlich viel Geld, aber immernoch weniger als die 2-stelligen Millioneneinbussen durch Schwarzfahrer.
    28 28 Melden
    • peeti 16.07.2016 13:38
      Highlight Das kostet ganz bestimmt mehr Geld. Stell dir vor, jeder Perroneingang müsste mit Schranken geschlossen werden. Auf allen Bahnstationen. Und wie soll es bei Strassenbahnen funktionieren?
      30 10 Melden
    • Silas89 16.07.2016 15:22
      Highlight Ich habe auch in London Leute gesehen, die getrickst haben. Kein System ist sicher.
      26 1 Melden
    • ChrisThePilot 16.07.2016 16:00
      Highlight Sicher hast du aber auch gesehen wie sehr viele den Schranken ausweichen (oben/unten durch, 2 zusammen durch etc). Somit müsste man jede Schranke "bewachen". Klar, in U-Bahnen ist das viel einfacher. Da gibt es nur den Tunnel. Hier leider nicht.
      14 1 Melden
    • adma 16.07.2016 16:15
      Highlight Die Umstellung ist bestimmt teuer. Wen dieses System im Betriej ist, ist es bestimmt günstiger wie Personal welches die ganze Zeit kontrollieren muss.
      5 9 Melden
    • zettie94 16.07.2016 20:56
      Highlight Stichkontrollen braucht es auch in London, die Schranken können leicht ausgetrickst werden. Schlussendlich ist es nur teuer, bringt aber nichts.
      6 0 Melden
    • Fabio74 16.07.2016 22:42
      Highlight man könnte es im Bus machen mit nur vorne einsteigen und Ticket einchecken. Läuft in Stockolm so.
      Aber die S-Bahnhöfe umzubauen dürfte schwierig werden
      2 4 Melden
    • zettie94 16.07.2016 23:03
      Highlight Vorne einsteigen funktioniert in den Städten aber nur ausserhalb der Stosszeiten, sonst müsste man die Fahrpläne an die längeren Haltezeiten anpassen.
      Auf dem Land ist das aber vielerorts Tatsache.
      9 0 Melden
  • Peter Keller (1) 16.07.2016 12:50
    Highlight Das spricht für die App wenn man so schnell ein
    Ticket lösen kann.
    82 3 Melden
  • Estherminator 16.07.2016 12:12
    Highlight Bei uns gibet es WhatsApp Gripen die vor kontrollen warnen ungefähr wie radar warnen in radio
    16 60 Melden
    • Gelöschter Benutzer 16.07.2016 13:04
      Highlight Ihr scheint ja eine richtig lustige Truppe zu sein... Buuuuh!!
      65 13 Melden
  • Andej 16.07.2016 11:56
    Highlight Selbst den Zeitstempel kann man umgehen, wenn man VOR der Fahrt den Billettkauf einleitet, diesen aber noch nicht bestätigt. Die Zeit bleibt gespeichert. Sollte eine Kontrolle auftauchen, tippt man in der SBB-App auf "Billet kaufen".

    Dazu kommt, dass die Kontrolleure im Stadtverkehr (in Basel) gar keine Geräte zum lesen der QR-Codes auf dem Handy haben und so die Tickets gar nicht kontrollieren können.
    33 10 Melden
    • _stefan 16.07.2016 13:48
      Highlight Meines Wissens funktioniert dieser Trick nicht mehr. Dieser Bug mit dem Zeitstempel wurde von der SBB behoben.
      29 3 Melden
    • Alnothur 17.07.2016 15:11
      Highlight Im LIBERO-Verbund sind alle Kontrolleure ausgerüstet. Wenn das in Basel nicht so sein sollte: oberpeinlich!
      3 0 Melden
  • Maragia 16.07.2016 11:02
    Highlight Man wird einfach zu wenig im regionalverkehr kontrolliert. Ca 1-2 mal pro jahr in den s-bahnen und ich bin täglich damit unterwegs!
    29 11 Melden
    • Arutha 16.07.2016 11:47
      Highlight Also in der Region Zürich werde ich sicherlich wöchentlich kontrolliert. Manchmal auch mehrmals pro Tag.
      29 1 Melden
    • 33EVROPA 16.07.2016 12:25
      Highlight Während der Stosszeiten stelle ich im ZVV S-Bahnverkehr kaum Kontrollen fest, jedoch ausserhalb davon gibt es öfters Kontrollen (mehrmals in der Woche), von 1-2 im Jahr kann niemals die Rede sein. Die Nachtverbindungen werden meiner Erfahrung nach sogar zu 95 % kontrolliert.
      30 1 Melden
    • kEINKOmmEnTAR 16.07.2016 12:25
      Highlight Und ich bin täglich in der Region Zürich unterwegs und habe auch nur 1-2 im Jahr eine Kontrolle, so verschiede ist es halt :)
      15 0 Melden
    • Maragia 16.07.2016 13:04
      Highlight Also ich fahre am Morgen und Abend jeweils mit der S12, S11 oder S9 ca. 30-40 min Fahrtweg und wie gesagt selten kontrolliert worden
      9 0 Melden
    • trio 16.07.2016 20:40
      Highlight Wer zu normalen Arbeitszeiten pendelt, wird tatsächlich sehr selten kontrolliert. Jedenfalls in der Region Zürich. Wie auch? Die Züge sind meist ziemlich voll, kontrollieren so gut wie unmöglich.
      7 0 Melden
    • zettie94 16.07.2016 20:58
      Highlight Unter den regelmässigen Pendlern wird es auch nicht viele Schwarzfahrer geben. Die haben eh alle ein Abo.
      10 0 Melden
  • zettie94 16.07.2016 11:02
    Highlight Nur wenn man dann trotzdem erwischt wird, muss man eben doch bezahlen. Und nachdem dieser Artikel in der halben Schweiz gelesen wurde, werden die Kontrolleure in Zukunft sicher vermehrt auf den Zeitstempel des Tickets schauen.
    29 4 Melden
  • Gaspadin 16.07.2016 10:31
    Highlight Es ist gar nicht solange her, da fuhr kein einziger Zug ohne Kondukteur, der immer bei allen Passagieren das Billett kontrollierte und auch sonst nach dem Rechten sah bei Mensch und Maschine.
    Die SBB scheinen sich nicht zu stören an den paar wenigen Schwarzfahrern. Sonst hätten sie nicht allenthalben die Selbstkontrolle eingeführt.
    38 11 Melden
    • zettie94 16.07.2016 11:00
      Highlight Es ist wahrscheinlich trotz der Schwarzfahrer immer noch günstiger, die Züge unbegleitet fahren zu lassen, als wenn jeder Zug von zwei Kontrolleuren begleitet wird.
      53 1 Melden
    • Fabio74 16.07.2016 22:44
      Highlight es gab noch Zeiten, da fuhren die Züge mit Dampf. War auch nett, aber Vergangenheit.
      Kenne kein S-Bahn-System auf der Welt, wo es Kondukteure an Bord hat, sind meistens Stichproben wie hier auch
      4 5 Melden
    • Maett 17.07.2016 01:16
      Highlight @Fabio74: was hat das Zugsantriebssystem mit dem Personalaufwand für einen Zusammenhang?
      Und ich kenne einige S-Bahn-Systeme mit Dauerbegleitung (es gibt ja auch Länder mit ständiger Bus-Begleitung), allerdings halt eben in Ländern, in denen Personal nicht so viel kostet. Dass da Stichkontrollen der bessere Kompromiss ist, ist verständlich.
      3 1 Melden
  • ket4mon 16.07.2016 10:20
    Highlight Kontrollen in Zivil gibt es im Emmental vielleicht 1 mal im Jahr.. Das Problem ist nur, dass mittlerweile jeder Pendler diese kennt und frühzeitig reagieren kann.. Daraus lässt sich schliessen: mehr Kontrollen, mehr Kontrollpersonal.. Ansonsten ist es nach einem halben Jahr kein Problem mehr, die Kontrolleure in zivil zu erkennen..
    28 3 Melden
  • MaryTheOne 16.07.2016 09:18
    Highlight bei den St.Gallern Verkehrsbetrieben sind die Kontrolleure in Zivil unterwegs - und trotzdem erkennt man sie bereits, wenn sie an der Bushaltestelle stehen... da könnten sie auch gleich eine Uniform tragen
    68 1 Melden
    • Jolly Jumper 16.07.2016 10:41
      Highlight Ist bei der RhB genau gleich, es sind 4 oder 5 Kontrolleure in Zivil unterwegs und das schon seit Jahren, die erkennt man einfach.
      31 2 Melden
  • Sagitarius 16.07.2016 09:16
    Highlight Es gibt halt immer solche Schlaumeier die den Dienst/Service nutzen aber nicht dafür bezahlen wollen. Diese Spezialisten zu büssen ist nur recht (und zwar nicht zu knapp). Die SBB jammert herum, fährt aber vermehrt die Kontrollen zurück! Was für eine Logik ist das denn?
    50 9 Melden
  • The Writer Formerly Known as Peter 16.07.2016 09:11
    Highlight Was manche Leute unternehmen, um kein Billett zu kaufen?? Ist das nicht Stress pur? Und mittlerweilen gibt es bei den VBZ Kontrolleure die erkennt man einfach nicht mehr. Die stehen nicht zusammen und sehen wirklich aus wie du und ich... froh bin ich auch, dass die Kontrolleure immer netter werden. Ich hatte dummerweise eine falsche Zone auf dem Ticket... wurde mir so verkauft. Wurde ohne Diskussion akzeptiert und man sagte mir nur, dass ich es umtauschen gehen soll. Sowas finde ich top menschlich.
    91 6 Melden
    • Klaus K. 16.07.2016 11:58
      Highlight "Was manche Leute unternehmen, um kein Billett zu kaufen?? Ist das nicht Stress pur?"
      Ist ja beim Steuerhinterziehen genau gleich. Und trotzdem wirds massig gemacht.
      28 3 Melden
    • The Writer Formerly Known as Peter 16.07.2016 12:33
      Highlight Ja gut. Aber beim Steuerhinterziehen sind die Gewinnaussichten höher. Was kostet heute so ein Ticket? Ich bezahle im Monat 129.- für 3 Zonen. Das sollte sich doch noch jeder leisten können?
      22 9 Melden
    • trio 16.07.2016 20:46
      Highlight @peter Steuern zahlen sollte sich auch jeder leisten können. Leider gibt es immer Egoisten, die den eigenen Vorteil auf Kosten anderer suchen.
      9 1 Melden
    • The Writer Formerly Known as Peter 16.07.2016 20:54
      Highlight Leisten können schon. Nur lohnt es sich mehr wie Schwarzfahren. Ich machte nur eine ökonomische Aussage. Ob ich es gut finde, ist was anderes.
      3 0 Melden
    • seventhinkingsteps 16.07.2016 22:05
      Highlight Es gibt sicher Leute, die sich das leisten könnten aber für die die 129 Franken weniger oder mehr einen erheblichen Unterschied machen.
      7 0 Melden

Stecken geblieben im Schnee: Das Protokoll einer missratenen Zugfahrt

Mehr als 9 Stunden Verspätung: Das Protokoll der Zugfahrt von Sion nach Genf.

Wenn Schnee fällt und die Strassen und Schienen unter sich bedeckt, heisst dies für Zugpendler vielfach eins: Warten. Auch mein Zug hatte heute morgen über eine halbe Stunde Verspätung. Doch wer darüber jammern will, dem blieben die Klagelaute im Hals stecken, sobald er Nachrichten konsumierte.

Denn eine halbe Stunde Verspätung ist «Peanuts» im Vergleich zur Odyssee, die gestern Abend die Zugpassagiere von Sion nach Genf erlebten. Das Protokoll.

Der Interregio 96 von Sion nach Genf nimmt Fahrt …

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