Schweiz
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Swisscom-Chef: «In der Schweiz ist es sehr schwer, ein 5G-Netz aufzubauen»

Die Schweiz gehört zu den Ländern mit dem besten und schnellsten Netz zum Surfen. Doch jetzt droht laut Urs Schaeppi gleich doppeltes Ungemach – wegen dem strengen Strahlenschutz und dem neuen Fernmeldegesetz.

Patrik Müller und Raffael Schuppisser / Nordwestschweiz



Tief entspannt und eine Viertelstunde früher als angekündigt trifft Swisscom-Chef Urs Schaeppi in unserem Newsroom in Aarau ein. «Es hatte für einmal keinen Stau», sagt er. Der Chef über 22 000 Mitarbeiter nimmt Platz und legt sein Smartphone auf den Tisch. Es ist 9 Uhr und wir fragen, wie oft er das Gerät am Morgen schon benutzt habe. Schaeppi überlegt kurz und antwortet dann, «sicher schon 15- bis 20-mal». 

Was haben Sie mit dem Gerät gemacht?
Urs Schäppi: E-Mails und SMS gelesen. Und fünf oder sechs Gespräche geführt. Am Morgen brauche ich das Handy intensiver. In der Firma nutze ich dann vermehrt den Laptop im Büro oder bin an Sitzungen. Abends nehme ich das Smartphone wieder öfters in die Hand. Es ist das zentrale Steuergerät. Ich bediene damit etwa auch die Musikanlage.

Haben Sie noch ein Festnetztelefon?
Ja, aber das nutze ich kaum mehr. Ein paar wenige Menschen rufen mich da noch an.

Urs Schaeppi, CEO Swisscom, spricht an der Bilanzmedienkonferenz der Swisscom, am Mittwoch, 8. Februar 2017, in Zuerich. Die Swisscom hat im Geschaeftsjahr 2016 den Gewinn deutlich steigern koennen. Er stieg um 18 Prozent auf 1,6 Milliarden Franken. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Urs Schaeppi hebt wegen des neuen Mobilfunkstandards 5G den Warnfinger. Bild: KEYSTONE

Swisscom macht mit der Festnetz-Telefonie immer weniger Umsatz. Wird das Festnetztelefon das gleiche Schicksal erleiden wie die Telefonkabine und aussterben?
Die Telefonkabinen sind tatsächlich überflüssig geworden. Das Festnetz hingegen ist kein Auslaufmodell. Gerade für Geschäftskunden behält es seine Bedeutung. Bei den Privatkunden ist es zwar rückläufig. Ich bin aber überzeugt, dass sich die Zahlen irgendwann stabilisieren werden: Es gibt Menschen, die lange Gespräche lieber am Festnetz führen.

«Die Telefonkabinen sind tatsächlich überflüssig geworden. Das Festnetz hingegen ist kein Auslaufmodell.»

Wie kompensieren Sie die Umsatzeinbussen?
Wir investieren in andere Bereiche. Wachstum verzeichnen wir bei den Geschäftskunden im Lösungsgeschäft, beispielsweise bei unseren Cloud-Diensten. Aber auch das TV- und Entertainment-Geschäft ist wichtig. Das Internet der Dinge, also die Vernetzung von Alltagsgegenständen mit dem Internet, wird in Zukunft wichtiger.

Wachsen kann man auch durch Übernahmen anderer Firmen. Offenbar steht UPC Schweiz zum Verkauf. Ist es denkbar, dass Sie den Konkurrenten übernehmen?
Für die Swisscom ist das keine Option. Wettbewerbsrechtlich ist eine solche Übernahme in unserem Kerngeschäft nicht möglich, und es ist auch nicht unser Wunsch. Aber kleinere Übernahmen in anderen Feldern sind denkbar. Bisher hat die Swisscom vor allem kleine Unternehmen und Start-ups übernommen, um neue Bereiche schneller aufbauen zu können. Das ist auch in Zukunft unsere Strategie.

Seit 20 Jahren bei Swisscom

Urs Schaeppi (57) besuchte das Gymnasiums in Biel und studierte Maschinenbau an der ETH Zürich (Dipl.-Ing.) sowie Betriebswirtschaft an der HSG (lic. oec.). Bevor er vor fast 20 Jahren zur Swisscom wechselte, war er unter anderem Betriebsleiter der Papierfabrik Biberist im Kanton Solothurn. Schaeppi erlebte bei der Swisscom die Phase nach der Liberalisierung: 1997 wurden die PTT in Post und Swisscom aufgeteilt; Schaeppi übernahm kurz darauf Aufgaben in der noch jungen Mobilfunksparte. Er stieg in der Swisscom stetig auf und wurde 2006 Mitglied der Konzernleitung. Nach dem Freitod von CEO Carsten Schloter übernahm Schaeppi 2013 den obersten Chefposten in einer schwierigen Situation. Schnell brachte er Ruhe ins Unternehmen. Die Swisscom, zu 51 Prozent im Besitz des Bundes und an der Börse kotiert, ist hochprofitabel. Schaeppi lebt mit seiner Partnerin in Bolligen BE.

Sie haben das grösste Telefonnetz, mischen in der Medienwelt mit, experimentieren mit selbst fahrenden Autos und wollen den eHealth-Bereich vorwärtsbringen. Kaum was, das mit der digitalen Transformation zu tun hat, lassen Sie sich entgegnen. Wollen Sie zum Google der Schweiz werden?
Wir sind in einem ganz anderen Bereich wie Google tätig; Wir sind ein Unternehmen, das Infrastrukturen baut und betreibt. Das werden wir auch in zehn Jahren noch sein. Damit diese Infrastrukturen aber vermarktet und kommerzialisiert werden können, braucht es attraktive Produkte. Zum Beispiel Swisscom TV, das zeitversetztes Fernsehen ermöglicht – und zwar auf allen Geräten, auch auf dem Smartphone. Wir haben zudem einen grossen Vorteil gegenüber Google, die Nähe zu unseren Kunden und das Verständnis für den Schweizer Markt.

Die Infrastruktur alleine tut es also nicht mehr. Es geht Ihnen auch um die Inhalte. Beispiele dafür sind das Online-Portal Bluewin und der TV-Sender Teleclub.
Bluewin konsolidiert Inhalte und stellt diese zielgruppengerecht dar.

Naja, Sie haben auch Redaktoren angestellt. Und Teleclub zeigt Filme und Sportveranstaltungen.
Ja, wir kaufen Rechte ein und produzieren im Sportbereich Inhalte. Aber nur sehr selektiv.

An Google erinnert auch die hippe Ausstattung Ihrer Co-Working- Spaces, die Teil der Swisscom-Büros sind. Bringt das dem Unternehmen tatsächlich etwas?
In unserer Welt ist alles schneller und unplanbarer geworden. Dies erfordert ganz andere Formen der Zusammenarbeit. Um bei der Entwicklung von neuen Produkten agil zu sein, braucht es kleine Teams, die multidisziplinär aufgestellt sind und sich je nach Situation neu formieren. Offene Arbeitsplätze fördern diese vernetzte Art der Zusammenarbeit.

Dennoch wird man das Gefühl nicht los, dass die Swisscom oft einen Schritt zu spät kommt. So mussten Sie beispielsweise die Chat-App iO wieder einstellen, weil längst alle Whatsapp nutzten.
iO war nie als Chat-App gedacht, sondern als Internet-Telefonie-Service. Damit konnte man übers Netz gratis kommunizieren (Anm. d. Red.: analog zu Skype). Als wir dann die Flatrate einführten, wurde sie überflüssig. Wir haben die App selber kannibalisiert. Nicht jede Innovation, die man vorantreibt, wird ein Erfolg. In der digitalen Welt gilt: Try fast, fail fast, learn fast.

Droht der Cloud-Lösung MyCloud dasselbe Schicksal? Die meisten Nutzer haben ihre Daten ja längst bei Apple, Google oder Dropbox ausgelagert.
Wir wollen nicht Dropbox kopieren, wir wollen unseren Kunden einen integrierten Service bieten. So kann man etwa seine Handy-Fotos in seine MyCloud laden und dann auf dem Swisscom-TV ansehen. Für die Swisscom ist das ein Ergänzungsprodukt, das den Kunden das Leben erleichtert.

Viele Ihrer Kunden aber haben dafür schon lange eine andere Lösung wie etwa Google Fotos gewählt.
Längst nicht alle sind bereit, ihre Fotos bei Google oder Apple zu speichern. Es gibt Menschen, die wollen ihre Daten in der Schweiz behalten.

Von Datenschützern wird vermehrt die Kritik laut, dass die Swisscom zu viele Daten horte. So zeichnet Ihre Firma mittlerweile sogar die Sprachprofile der Kunden auf.
Die Swisscom besitzt seit eh und je sehr viele Daten und ist sich dieser Verantwortung bewusst. Wir halten das Fernmeldegesetz und das Datenschutzgesetz ein. Im Interesse der Kunden nutzen wir aber Daten, um die Produkte zu verbessern. Vieles in der vernetzten Welt ist nur möglich, weil die Nutzer Daten zur Verfügung stellen. Wenn beispielsweise jemand nicht gewillt ist, seinen Standort preiszugeben, dann funktioniert keine Navigations-App.

Der optimale Swisscom-Kunde – der das Swisscom-Handynetz nutzt, seine Daten bei MyCloud gespeichert hat, sich über Bluewin informiert und Teleclub schaut –, der ist für Sie vollkommen gläsern.
Aber das ist doch gar nicht unser Ziel. Wir respektieren die Privatsphäre unserer Kunden. Wir hören keine Telefonate ab, lesen keine Mails und sehen nicht, was über Whatsapp geschrieben wird. Aber wir nutzen Daten, um unsere Produkte zu verbessern. Dies ermöglicht uns – um nur ein Beispiel zu nennen –, unseren Kunden personalisierte Pushmeldungen zu senden, um auf Teleclubsendungen aufmerksam zu machen. Und ganz wichtig: Die Kunden entscheiden, welche Daten wir nutzen dürfen. In unserem Kundencenter kann man ganz einfach entsprechende Anpassungen vornehmen.

epa04455523 A picture made available on 21 October 2014 shows Lee Sang-chul, vice chairman of LG Uplus Corp., giving a lecture on the 5G innovation at the 5G Global Summit at Bexco in Busan, South Korea, 20 October 2014.  EPA/YONHAP SOUTH KOREA OUT

Der neue Mobilfunkstandard 5G lässt in der Schweiz noch auf sich warten.  Bild: EPA/YONHAP

In der Politik wird die Macht der Swisscom zunehmend kritisiert. Das zeigt die Revision des Fernmeldegesetzes, das nicht wie bisher nur Ihre alten Kupferleitungen reguliert, sondern neu auch andere Kabelnetze wie beispielsweise Glasfasern. Warum wehren Sie sich dagegen?
Das geplante Gesetz hat gute Seiten, etwa die Verbesserung des Konsumentenschutzes. Aber bei der Netzregulierung bringt es Fehlanreize. Nirgendwo auf der Welt wird pro Kopf so viel in die Infrastruktur investiert wie in der Schweiz.: Von einer Anpassung der Netzregulierung würden aber jene Firmen profitieren, die nicht investieren. Die Konsequenz wäre letztlich: Unternehmen wie Swisscom würden weniger investieren. Wohin dies führen kann, zeigen Beispiele aus andern Ländern. In Deutschland müsste der Staat 20 Milliarden Euro investieren, um das Niveau der Schweiz zu erreichen. Das neue Gesetz würde einen eigentlichen Paradigmenwechsel bedeuten!

«In fünf oder zehn Jahren werden wir mit dem Smartphone Dinge machen können, die wir uns heute noch gar nicht vorstellen können.»

Und den wollen Sie verhindern?
Am Ende entscheidet das Parlament. Was wir tun können, ist informieren und erklären. Die Politik muss wissen, dass es sich um einen sehr weitreichenden Entscheid handelt. Das bisherige Gesetz reguliert nur die alte Infrastruktur, die aus der Monopolzeit der PTT stammt. Und nun soll auch alles, was im freien Wettbewerb entstanden ist, reguliert werden. Das gibt völlig falsche Anreize. Zudem haben unsere Mitbewerber schon heute Zugang auf die Netze von Swisscom. Heute beziehen bereits über 40 Anbieter Produkte von Swisscom Wholesale, darunter Sunrise oder UPC.

Wie das Smartphone unseren Alltag verändert hat

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Video: srf/SDA SRF

Heute zahlen die Konsumenten Ihre Netz-Kosten durch relativ hohe Tarife.
Das ist nicht richtig. Unsere Preise liegen – kaufkraftbereinigt – im europäischen Mittelfeld, das zeigen Ländervergleiche der OECD. Die Preise sind zudem in den letzten Jahren laufend gesunken. Dass es in der Schweiz teurer ist, ein Netz aufzubauen, als beispielsweise in Portugal, liegt auf der Hand. Die Qualität ist auch viel besser, das werden Sie merken, wenn Sie im Ausland einmal ausserhalb der Städte telefonieren wollen. Heute ist die Schweiz ein Erfolgsmodell: Wir haben Top-Netze und attraktive Preise für den Kunden. Dieses Erfolgsmodell wäre durch das neue Gesetz gefährdet.

Fühlen Sie sich öfter am Gängelband der Politik? Oder anders gefragt: Sind die 51 Prozent Bundesbeteiligung an der Swisscom noch zeitgemäss?
Die Frage, ob der Bundesanteil unter 50 Prozent gesenkt werden soll, ist eine politische Frage. Entscheidend ist, ob wir genügend unternehmerische Freiheit haben. Wir stehen heute nicht nur in einem nationalen, sondern in einem globalen Wettbewerb. Ein Beispiel. Wer sind im TV-Bereich unsere grössten Wettbewerber? Die US-Konzerne Netflix und Youtube – und nicht UPC. Zurzeit haben wir die unternehmerische Freiheit, die wir brauchen.

Politischen Widerstand gibt es gegen die Einführung des schnellen mobilen Internets der fünften Generation, 5G. Dazu müsste der Strahlenschutz gelockert werden.
Es gab bereits Widerstand gegen die Einführung von 3G. Damals hiess es: Das brauchen wir doch nicht! Heute ärgern wir uns, wenn wir mit dem Smartphone irgendwo schlechten Empfang haben, nur «E» und nicht 3G oder 4G auf der Anzeige haben. Es gäbe gar keine Smartphones, wenn nicht rechtzeitig in die 3G-Technologie investiert worden wäre! Genau gleich verhält es sich mit 5G: Dieser Standard wird Anwendungen möglich machen, für die es Breitband braucht, beispielsweise Virtual-Reality-Videos. In fünf oder zehn Jahren werden wir mit dem Smartphone Dinge machen können, die wir uns heute noch gar nicht vorstellen können.

Und wenn der Strahlenschutz nicht gelockert wird?
Dann gerät die Schweiz ins Hintertreffen. Die aktuellen Rahmenbedingungen für den Ausbau des Netzes machen es sehr schwer, ein 5G-Netz aufzubauen. Da brauchen wir Unterstützung von der Politik. Unser Geschäft ändert sich rasend schnell. Durch falsche Gesetze – sei es das Fernmeldegesetz, sei es beim Strahlenschutz – kann man Entwicklungen blockieren. Später wird sich das rächen, die Schweiz verliert den Anschluss und gegenüber dem Ausland an Attraktivität.

Eine andere Möglichkeit wäre, mehr Antennen aufzustellen, dann müsste die Strahlenbelastung nicht erhöht werden.
Es ist ein Utopie, zu glauben, dass die Schweiz dadurch in nützlicher Frist ein 5G-Netz aufbauen kann. Denn: Antennen zu bauen, ist bei uns eine langwierige Sache, es gibt viele Einsprachen, oft dauert der Prozess mehrere Jahre. Ausserdem ist vielen nicht bewusst, dass die Schweizer Grenzwerte zehnmal tiefer sind als jene der Weltgesundheitsorganisation WHO. Selbst wenn wir die Werte ein wenig anpassen, sind sie immer noch substanziell unter den Empfehlungen der WHO.

Ein weiterer Bereich, in dem Sie sich im Clinch mit der Politik befinden, ist der Werbevermarkter Admeira, den die Swisscom mit der SRG und Ringier gegründet hat. Ist Admeira strategisch wichtig für Sie?
Admeira ist in unserer Innovationsstrategie sicher nicht das wichtigste Geschäft. Aber weil unser Kernbereich rückläufig ist, muss die Swisscom in neue Geschäftsfelder vordringen. Der rote Faden dabei ist stets: Die neuen Geschäfte haben mit Telekom und IT zu tun. Das gilt auch für Admeira. Es ist gut, wenn die Wertschöpfung bei der Werbung in der Schweiz bleibt. Aktuell fliessen leider 60 bis 70 Prozent zu Google und Facebook.

Admeira ist ein kleines Geschäft für Sie, aber es gibt grossen politischen Wirbel. Sagen Sie sich eines Tages: Wir steigen da wieder aus?
Die Business-Idee finde ich nach wie vor gut. Störend ist die Verpolitisierung von Admeira. Wir leben in einer Welt, die sich permanent verändert, da muss man Dinge ausprobieren können.

Die Verleger fordern, dass Admeira die Daten, welche die Swisscom dem beteiligten Verlagshaus Ringier zugänglich macht, auch allen anderen Verlagen «offen und diskriminierungsfrei» zur Verfügung stellt. Werden Sie das tun?
Aufgrund der datenschutzrechtlichen Anforderungen und der hohen Ansprüche an die Datensicherheit und das Datenhandling kommt eine für alle vollständig offene, Datamanagement-Plattform nicht infrage. Aber: Swisscom hat immer gesagt, dass sie mit allen Verlagshäusern kooperationsbereit ist. Wie kann man den Werbemarkt gemeinsam besser entwickeln? Da sind wir offen – für alle. Die Verlage können mit Admeira zusammenarbeiten oder auch direkt mit Swisscom. Wir diskutieren innovative Ideen mit allen Verlagen sehr gern.

Wäre ein Ja zur «No Billag»-Initiative das Ende von Admeira?
Da müssen Sie Admeira fragen. Ich spreche für die Swisscom. Als Bürger bin ich der Meinung, dass wir in der Schweiz die SRG brauchen.

Fair produzierte Handys und Laptops – von Apple bis Huawei

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    Alle Leser-Kommentare
  • Phragmites 04.12.2017 15:12
    Highlight Highlight Der Schäppi kann bezüglich Funkbelastungen gut reden. Als er nach Kehrsatz kam, wurde eine grosse Mobilfunkanlage die vor seiner Terassenwohnung auf einem Schulgebäude sich befand plötzlich weggenommen. Auch in Bolligen lebt er gut 600 m von der Antenne weg.

    Bin nicht gegen mobile Kommunikation, aber die heutige Technik ist der grössere Asbest - Fall von Morgen. Das mit der WHO ist ein Witz, da diese auf die ICNIRP, ein privater Verein in Deutschland, verweist, In die ICNIRP kommst Du nur als bezahlter Lobbyist.

    Test: Lege Dein Handy in den Mikrowellenofen. Rufe an. Komisch, wieso geht es
    • Evan 04.12.2017 21:07
      Highlight Highlight Was ist denn komisch?
    • Phragmites 04.12.2017 21:59
      Highlight Highlight Ciao Evan,

      komisch ist, dass der Mikrowellenofen so abgenommen ist, dass eigentlich keine hertzschen Wellen nach draussen dringen dürfen. Ergo dürfte auf keine nach Drinnen gehen.

      Dass das Handy trotzdem funktioniert hat damit zu tun, dass es bereits heute zu einem grossen Anteil mit Skalarwellen läuft. Der Mobilfunk wurde aber auf Skalarwellen nicht getestet und abgenommen.

      Wenn also Dein Handy im Mikrowellenofen klingelt, so wird es über eine andere als Hertz'sche Technologie aktiviert. DAS ist, gelinde gesagt, sehr merkwürdig.

      Carpe diem
    • ARoq 05.12.2017 08:53
      Highlight Highlight @Phragmites: Da unterliegst du einem Missverständnis. Mikrowellenöfen haben sogenannte Resonanzdichtungen, die nur für eine spezifische Frequenz dicht sind: Eben die der Ofenfrequenz.
  • bebby 04.12.2017 11:31
    Highlight Highlight Herr Schäppi spricht von einer „verpolitisierung“, dabei macht er genau das: Er will die Politik davon überzeugen, dass die Swisscom Heimatschutz braucht, um von ausländischen Firmen wie Google, die notabene auch Arbeitsplätze in der Schweiz haben und hier Steuern bezahlen, geschützt zu werden. Dass dabei auch die heimische Konkurrenz eingeschränkt wird, erwähnt Herr Schäppi mit keinem Wort. Swisscom ist und bleibt ein Monopolist vom Denken her. Da muss man fast Aktionär sein, dann hat man etwas davon.
  • sierra2011 04.12.2017 10:49
    Highlight Highlight 5G... Wie wäre es erst mal mit Glasfaser für alle Haushalte?
    • fabsli 04.12.2017 14:55
      Highlight Highlight Wenn du 5G hast, brauchst du keine Glasfaser mehr. 5G ist bis zu 10 Mal schneller.
    • ARoq 05.12.2017 08:56
      Highlight Highlight @fabsli
      Über Glasfaser kann man mehrere TBit/s übertragen. Das geht mit 5G nicht.
      Ganz zu schweigen von der Latzenzzeit, welche bei Glasfaser um Grössenordnungen besser ist, da jede Funkverbindung interleaving-mechanismen zur Störungsunterdrückung benötigt.
    • fabsli 05.12.2017 12:01
      Highlight Highlight @helios
      Ich meinte die Glasfaser zuhause. Dort gibts im Moment Geschwindigkeiten bis 1Gbit/sek zu kaufen. Ansonsten ist natürlich mehr möglich.
  • Hans Gseh-Cho 04.12.2017 10:26
    Highlight Highlight Ich bin mit 2G und 3G mehr als zufrieden. Es reicht für Musik und Youtube.
    • Hans Gseh-Cho 04.12.2017 11:58
      Highlight Highlight Haben die Blitzer nur 1G zur Verfügung? Oder warum werde ich geblitzt?
      Bitte, ich bin kritikfähig :-)
    • thomy81 04.12.2017 15:53
      Highlight Highlight 2G und auch 3G reichen unmöglich für Youtube, Musik vielleicht knapp aber bestimmt nicht ohne Ruckler. Sorry aber 4G ist das absolute Minimum und auch nur wenn der Empfang gut ist und keine Überlastung stattfindet. Aber an jedem öffentlichen Ort mit mehr als 100 Personen wird es selbst bei 4G schwer wenn viele was nachschauen wollen. Ganz zu schweigen von einem Match im Stadion wo dann einfach gar nichts mehr geht, schon X Mal erlebt in den letzten Jahren. 5G ist notwendig, auch wenn es viele nicht wahrhaben wollen, oder wer dachte vor 5 Jahren das man 100Mbit Internet benötigt?
    • Evan 04.12.2017 17:49
      Highlight Highlight Perönlich reicht mir 3G auch, doch leider sind du und ich nicht die einzigen im Netz. und drahtlose Komunikation ist ein Shared Medium.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Der Tom 04.12.2017 09:33
    Highlight Highlight Wir sollten ein Agrarstaat und Freilichtmuseum werden. Das würde viele Touristen anlocken.
  • Don Alejandro 04.12.2017 08:56
    Highlight Highlight Die Telco's sollten auch kein Interesse haben, wenn alle ihre Kunden an Krebs wegsterben.
    • loplop717 04.12.2017 12:16
      Highlight Highlight Man kann doch sicher ein Homeopathisches Kügelii gegen diese ach so schlimme Strahlung nehmen. Vieleicht noch eine Pyramide aufstellen um freie Energie zu sammeln und man muss wirklich keine Angst mehr haben.
    • atomschlaf 04.12.2017 18:24
      Highlight Highlight Aluhut ist immer gut.
    • Don Alejandro 04.12.2017 23:45
      Highlight Highlight Wenn die WHO schon davor warnt, dann sollte man dieser wohl mehr glauben schenken als der Telco-Lobby. Viele Wissenschaftler verlangen dringend ein Moratorium. https://emfscientist.org/index.php/emf-scientist-appeal. Dieses Thema runterspielen oder sich gar lustig darüber zu machen zeugt von wenig Weitsicht.
  • PaLve! 04.12.2017 08:24
    Highlight Highlight Haha, ich habe gerade mal 2G eingeschaltet, damit mein Akku durch den Tag reicht und dann kommen die mit 5G :D
  • fabsli 04.12.2017 08:22
    Highlight Highlight Etwas einfach und unglücklich formuliert: "Wenn nicht, dann oooohhhh!"
    Die Technik sollte uns Hand bieten, nicht umgekehrt. Lösungen müssen her, damit es trotzdem geht ohne den Strahlenschutz zu lockern.
    • DailyGuy 05.12.2017 11:24
      Highlight Highlight Es gibt immer noch die Physik. Und die lässt sich nicht so schnell aushebeln.
  • NotWhatYouExpect 04.12.2017 08:08
    Highlight Highlight "iO war nie als Chat-App gedacht, sondern als Internet-Telefonie-Service. Damit konnte man übers Netz gratis kommunizieren (Anm. d. Red.: analog zu Skype). Als wir dann die Flatrate einführten, wurde sie überflüssig. Wir haben die App selber kannibalisiert."

    Häää das stimmt doch nicht... die Flatrates waren doch schon vor der *kack* App draussen... aber so kann man es sich natürlich auch schön reden.
  • Donald 04.12.2017 07:46
    Highlight Highlight Schon lustig, dass man mit diesem strengen Strahlenschutz das weltweit beste Netz aufbauen konnte, obwohl man sich schon seit Jahren darüber beklagt. Wird wohl mit 5G so weitergehen. Also Politiker, nichts lockern!
    • Triumvir 04.12.2017 08:28
      Highlight Highlight Genau. Und überhaupt. Ich bin mit 4G zufrieden. Ich sehe nicht ein, weshalb man noch schneller mobil surfen möchte...ein besser 4G Ausbau wäre auch wichtiger, bevor man auf 5G wechseln muss. Bei 4G bestehen nach wie vor grosse Lücken!
    • DailyGuy 05.12.2017 11:26
      Highlight Highlight 5G wird ganz andere Anwendungsfälle mit sich bringen, die mit 4G schlicht unmöglich sind. Wir reden hier von Netzen die autonomes Fahren (sei das jetzt für Drohnen, Züge, Autos etc) ermöglichen. Alles dies ist nicht möglich mit 4G. Es geht also längst nicht mehr nur um Speed für den normalen Telefonbenutzer.
  • Ökonometriker 04.12.2017 07:46
    Highlight Highlight Wäre ein frequenzabhängiger Strahlenschutz nicht auch eine Möglichkeit? So könnte man für Frequenzen über 10 GHZ eine höhere Intensität (z.B. das EU-Niveau) zulassen, da sie stärker absorbiert werden. Die Menschen in Gebäude wären auf Grund der Absorption nicht einer vermehrten Strahlung ausgesetzt und die Strahlung selbst kann bei der hohen Frequenz kaum in den Körper eindringen.
  • christian_meister 04.12.2017 07:32
    Highlight Highlight Auch wenn Herr Schaeppi da anderer Meinung ist, ich bin der ÜBerzeugung, dass Miniantennen, wie sie bereits oft in Innenstädten zum Einsatz kommen, die Zukunft sein werden. Die könnten einfach auf jeder Strassenlampe installiert werden. Laut meiner Information wäre das um die 30-40% teurer als die klassischen Antennen. Wenn man bedenkt, dass diese weniger umstritten sind, kann man dafür bei den ganzen Bewilligungskosten (inkl. Einsprachen usw.) sparen. Was oft vergessen geht: Je weiter die nächste Antenne entfernt ist, um so stärker strahlt das Handy, um eine Antenne zu finden...
  • rodolofo 04.12.2017 07:08
    Highlight Highlight Oon, der Ärmste gerät ins Hintertreffen!
    Da möchte ich an eine (moderne) Volksweisheit erinnern:
    "Am Abend an der Migros-Kasse ist immer EineR der/die Letzte."
  • Watcher 04.12.2017 06:36
    Highlight Highlight Die Strahlenwerte sind egal, hauptsache Gewinne steigern auf Kosten der Gesundheit.
  • Wilhelm Dingo 04.12.2017 06:33
    Highlight Highlight Wenn die Auflagen gelockert werden, gerät die Schweiz beim Strahlenschutz ins Hintertreffen.
    • Scaros_2 04.12.2017 07:31
      Highlight Highlight Solange man unter den WHO-Richtlinien ist? So what?
    • The Destiny // Team Telegram 04.12.2017 09:39
      Highlight Highlight @scaros_2 Wenn kümmert es, wenn wir etwas über den WHO-Werten sind?!
  • meine senf 04.12.2017 06:30
    Highlight Highlight Meiner Meinung nach sollten Inhalte anbieten (z.B. Cloud-Dienst Nummer x-Hundert) und Verbindungstechnik anbieten komplett getrennt werden.
    • derEchteElch 04.12.2017 06:56
      Highlight Highlight Bevor du wegen Swisscom rumjammerst, sollest du dir Sorgen um deinen Google-Account machen, die lesen nämlich wirklich deine E-Mails und analysieren wirklich deine Fotos.

      Die Swisscom bietet mit myCloud und vor allem mit Docsafe einen sehr guten Service mit unbegrenztem Speicher.
    • Supermonkey 04.12.2017 08:46
      Highlight Highlight Und wie finanziert man das Verbindungstechnik anbieten? Münzautomat neben der Telefon/Glasfaser-Steckdose?
    • danmaster333 04.12.2017 08:51
      Highlight Highlight @Elch Dass die swisscom Standortdaten mit TomTom (und darum indirekt mit Google) teilt ist dir aber schon bewusst? So erkennt z. B. Google Maps wo sich gerade ein Stau befindet.
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