Schweiz

Wer seine Kleinen in ihrem Smartphone-Konsum überwachen will, kann das mit der neuen Google-App «Family Link» tun.  Bild: shutterstock

Google bringt die perfekte App für Helikoptereltern

05.10.17, 18:44 06.10.17, 07:49

Hinter dem unschuldigen App-Namen «Family Link» verbirgt sich viel Streitpotenzial. Im März stellte Google die App vor, welche Entlastung für Eltern bringen soll. Ab sofort ist «Family Link» für alle Android-Nutzer verfügbar. 

Mit der App können Eltern per Fernsteuerung das Handy ihrer Kinder sperren, eine Nachtruhe einstellen oder die maximale Nutzungsdauer pro Tag festlegen. App-interne Statistiken können zudem das Nutzungsverhalten der Kinder auswerten.

Und das ist noch nicht alles. Die App dient auch als GPS-Tracker. Eltern wissen so zu jedem Zeitpunkt, wo sich ihr Kind gerade aufhält. 

Die App ist, wenig überraschend, sehr umstritten. Wer auf Eigenverantwortung und Vertrauen setzt, wird die Finger davon lassen. Wer nach dem Motto «Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser» lebt, der wird sie womöglich auf sein Smartphone laden.

Kritik hin oder her: Etwas ganz Wichtiges fehlt «Family Link». Eine inhaltliche Kontrolle bietet das App nämlich nicht. Die Kinder können, trotz Nachtruhe und maximaler Nutzungsdauer, jede Seite im Netz besuchen, die sie wollen. Alters- oder Inhaltsfilter bietet die Applikation nicht. (ohe)

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Hol dir die App!

Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
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13Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Dan Ka 06.10.2017 05:52
    Highlight Ein Schelm wer denkt, dass Google so Daten zum Konsom/Verhalten erhält... und dann verwertet. Vielleicht wird dann Peppa Wutz noch mit ein bisschen Jamadu-Schinken-Werbung mit einem lächelnden Säuli gewürzt? Jedenfalls wissen die Werber (noch) genau(er), welches Gerät in den Fingern der Kids ist und können sie schön bearbeiten. Welcome to Android from Alphabet.
    3 3 Melden
  • Thinktank 05.10.2017 22:07
    Highlight Helikoptereltern ist ein bösartiger Begriff von überforderten konservativ rückständigen Lehrern, die nicht damit umgehen können, dass Eltern Kunden sind und nicht die Geschwister der bemittleidenswerten vernachlässigten Kinder, die von Saates wegen in deren Pbhut befehligt werden.
    7 122 Melden
    • felixJongleur 06.10.2017 06:49
      Highlight Gibt übrigens Privatschulen wenn sie ihr Kunde-sein voll ausleben möchten. Spoiler: zaubern können auch die nicht.
      23 0 Melden
    • arriving somewhere but not here 06.10.2017 12:42
      Highlight Komplett falsch. Eltern sind mit Sicherheit keine Kunden der Schule. Da haben Sie etwas komplett falsch verstanden. Wenn man diesbezüglich überhaupt von „Kunden“ sprechen kann, dann wären es die Kinder. Bildung ist kein Konsumgut, das irgendwelchen ökonomischen Interessen unterworfen ist. Der Begriff „Kunde“ kommt aber aus dem wirtschaftlichen Bereich. Gute Nacht Schweiz, wenn die Volksschule jemals nach denselben Kriterien funktionieren muss, die in der Wirtschaft üblich sind. Dann heisst es „Tschüss Bildung!“
      (Naja, gewisse Tendenzen gehen zwar schon in die Richtung.... Leider.)
      14 1 Melden
  • olmabrotwurschtmitbürli 05.10.2017 21:03
    Highlight Die armen Kinder.
    42 1 Melden
  • @chm 05.10.2017 20:57
    Highlight Gibt es doch schon jahrelang, auch mit content filter.
    OurPact – Parental Control von Eturi Corp.
    https://itunes.apple.com/ch/app/ourpact-parental-control/id954029412?mt=8
    6 1 Melden
  • Atze 05.10.2017 20:52
    Highlight Ab sofort ist «Family Link» für alle Android-Nutzer verfügbar

    Oder auch nicht. Wie vieles von Google ist diese App in der Schweiz (offiziell) nicht verfügbar.
    18 1 Melden
  • Siebenstein 05.10.2017 20:05
    Highlight Für Windows gibt's das schon lange, sogar mit Inhaltskontrolle.
    7 0 Melden
    • Mr. Riös 06.10.2017 08:55
      Highlight Jep, kann sie nicht installieren
      1 0 Melden
  • N. Y. P. 05.10.2017 19:10
    Highlight Dass der Sohnemann Abends auf youporn surft, können die Helikoptereltern nicht kontrollieren.
    Aber, dass er pünktlich um 22.00 Uhr die Seite verlässt, können sie dagegen beaugapfeln.
    Der alltägliche Wahnsinn der Helikoptereltern😄..
    37 5 Melden
    • Skater88 05.10.2017 21:34
      Highlight Geht rein theoretisch schon, halt nur nicht mit der App.
      13 2 Melden
    • Matti_St 05.10.2017 23:46
      Highlight Was ist schädlicher? Masturbieren oder zuwenig Schlaf?
      10 0 Melden
    • Skater88 06.10.2017 09:13
      Highlight Vom Masturbieren wird man Blind ! 😁
      12 0 Melden

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