Schweiz

Das SRF besuchte Reinhard Lutz 2013 in der Strafanstalt Lenzburg. Bild: screenshot srf

Er kann die Finger nicht vom Koks lassen – das Drama des ewigen Schneekönigs in 5 Akten

Reinhard Lutz ist 62 Jahre alt und hat fast die Hälfte seines Lebens im Gefängnis verbracht. Kaum in Freiheit, hat er jeweils wieder mit Drogen gedealt. Heute hat ihn das Bezirksgericht Zürich zu einer Freiheitsstrafe von 7,5 Jahren verurteilt. Die Geschichte eines legendär renitenten Wiederholungstäters.

08.11.17, 09:12 08.11.17, 19:35

Der Aufstieg

Reinhard Lutz, geboren 1955, wächst in Männedorf, einer beschaulichen Gemeinde am rechten Zürichseeufer, auf. In der «Zürichsee Zeitung» erinnern sich ehemalige Schulkollegen an den «Reini». Er sei schon immer ein Bluffer gewesen, sagen sie. Einer, der einen ausgeprägten Geltungsdrang hatte. 

Mit 16 dealt Lutz das erste Mal mit Drogen. Als ihm ein Kumpel ein paar Kilogramm Hasch aus Indien in die Schweiz mitbringt, verkauft er sie weiter. Ohne grosse Mühe. 

«Er war schon immer ein Bluffer, einer, der einen ausgeprägten Geltungsdrang hatte.»

Frühere Schulkollegen über Reinhard Lutz

Zwei Jahre später, Lutz ist erst volljährig geworden, kommt seine Mutter bei einem Velounfall ums Leben. Er wird zum Vollwaisen. Einem Reporter von SRF, der Lutz später im Gefängnis besuchte, sagte er über den Unfall: Der Tod seiner Mutter sei für ihn ein Schock gewesen. «Mein Ziel war immer, legal etwas zu besitzen, ohne ‹Krämpfe› zu machen».

Er macht eine Lehre als Feinmechaniker. Die gefällt ihm nicht besonders, er fühlt sich in einem langweiligen Trott gefangen. Als er heiratet und eine Tochter bekommt, fehlt zu Hause das Geld. Einem Radiojournalisten sagte er, er habe die Notlage überbrücken wollen und begonnen, mit Haschisch und Kokain zu dealen. Lutz ist damals 21 Jahre alt.  

Mit dem eigenen Auto bringt er die Drogen von Holland in die Schweiz. Das geht nicht lange gut. 1977 fliegt er auf und wandert für zweieinhalb Jahre ins Gefängnis. 

Der Schneekönig

Während der Haft kommt Lutz mit den grossen Namen des Zürcher Kreis 4 in Kontakt und knüpft Kontakte in die Unterwelt. Nach seiner Entlassung beginnt er vorerst eine Malerlehre. Doch als er seine Rechnungen nicht mehr bezahlen kann, schmeisst er seine guten Vorsätze über Bord. 

Er aktiviert die neu gewonnenen Kontakte und kauft mit einem Kollegen in den 1980er-Jahren das Piccolo Giardino, ein Lokal unweit der Zürcher Langstrasse. Der Ort wird zur Kiffer-Beiz.

Es dauert nicht lange, bis auch Kokain über den Tresen verkauft wird. «Wo man hinkam, lag Kokain auf dem Tisch», sagte Lutz in einem Interview. Und: Der Handel mit Koks ist vor allem lukrativ. Mit wenig Aufwand lässt sich viel Geld verdienen. 

Viele Jahre später, in einem Beitrag der SRF-Sendung «Schweiz aktuell», erinnert sich Lutz an die damalige Zeit: «Wir hatten immer mehr Bestellungen. Die Leute wollten immer mehr und immer Besseres. Wir hatten damals einen Ehrenkodex. Wir verkauften nur Pures. Darauf gab es einen Riesen-Run.» 

«Wir verkauften nur pures Koks. Darauf gab es einen Riesen-Run.»

Reinhard Lutz

Schnell steigt Lutz zu einer festen Grösse in Zürichs Drogenszene auf. Als «Schneekönig» leistet er sich ein Leben in Saus und Braus. Er kauft sich ein Penthouse am Zürichberg und fährt mit einem Rolls-Royce die Langstrasse auf und ab. Man kennt ihn im Quartier. So auch die Polizei.

Der Fall

1984 fliegt alles auf. Die Polizei verhaftet seinen Geschäftspartner. Lutz kann sich im letzten Moment nach Brasilien absetzen. Eine internationale Fahndung wird gestartet. Noch keine 30 Jahre alt ist Lutz da.

Im Januar 1985 bittet die Polizei in der Sendung «Aktenzeichen XY ... ungelöst» nach Hinweisen auf den Aufenthaltsort des Flüchtigen. Im Nachhinein sagte Lutz gegenüber einem Reporter: «Meine Frau rief mich an und sagte mir, ich habe Glück gehabt. Meine Tochter sei gerade ins Bett gegangen, als die Sendung im Fernseher lief. Sie hat das Foto von mir nicht gesehen. Ich dachte: Super, jetzt sitze ich hier in Brasilien, bin auf der Flucht und ohne Geld.»

Mit diesem Bild wurde nach Reinhard Lutz gefahndet.  Bild: screenshot SRF

1986 wird er in Brasilien verhaftet und in die Schweiz ausgeliefert. Wegen Drogenhandel wird er zu siebeneinhalb Jahren Zuchthaus verurteilt. Davon muss er aber nur vier Jahre absitzen. Dann wird er bedingt entlassen.

Seine Zeit in Freiheit wird jedoch nicht von langer Dauer sein. Zusammen mit einem Komplizen wird Lutz den grössten Kokain-Deal begehen, den die Schweiz bis dahin je gesehen hat.

Noch in Haft knüpfte Lutz eine freundschaftliche Beziehung zum Szene-Anwalt Valentin Landmann. Er bat diesen, ihm für die Gründung eines Geschäfts ein steuergünstiges Konto zu eröffnen. Landmann hatte mit dem verurteilten Lutz Mitleid, schliesslich habe jeder eine zweite Chance verdient. Also half er ihm.

Doch Lutz nutzte Landmanns Gutgläubigkeit aus. Er gebrauchte das neue Konto, um Geld aus dem Drogenhandel zu waschen. Kaum aus der Haft entlassen, fliessen innerhalb von weniger als einem Jahr 5,4 Milliarden Franken auf das Konto. 

Während eines Kokaintransports wird Lutz 1991 verhaftet. Über 100 Kilogramm hat er mit seinem Komplizen aus Brasilien in die Schweiz zu schmuggeln versucht. Die Polizei präsentiert der Presse Bilder der sichergestellten Waffen, Drogen und angehäuften Banknoten.

screenshot: srf

Lutz wird in der Folge zu 15 Jahren Zuchthaus verurteilt. In einem separaten Prozess muss auch Landmann vor Gericht antraben. Obwohl der Anwalt stets seine Unschuld beteuert, wird er 1996 wegen mehrfacher qualifizierter Geldwäscherei zu einem Jahr bedingter Gefängnisstrafe und einer Busse von 15'000 Franken verurteilt. 

Im Knast

Lutz kommt nicht von den krummen Geschäften weg. Im Gefängnis lässt er das Drogenbusiness weiterlaufen. Freundinnen schmuggeln ihm Kokain in die Zelle. Dieses verkauft er weiter an Mitinsassen. 2003, Lutz ist immer noch im Gefängnis, werden ihm zweieinhalb Jahre zusätzliches Absitzen aufgebrummt.

2004 darf er bedingt raus. Doch nur fünf Jahre später wird er wieder verhaftet. Wieder weil er mit sechs Kilogramm gedealt hat. Bei einer Hausdurchsuchung finden die Ermittler Waffen und Koks. Lutz sagt, es sei sein Untermieter, der damit gedealt habe. Er soll nur den Kontakt hergestellt haben. Den Richter lässt das unbeeindruckt. Er muss wieder für elf Jahre hinter Gitter. 

«Ich wurde immer wieder gefragt, ob ich dieses oder jenes organisieren könne. Ich habe Kontakte. Und es ist halt einfach verdientes Geld.»

Reinhard Lutz

Das SRF besucht ihn 2013 im Gefängnis in der Strafanstalt Lenzburg. Der Journalist fragt ihn, warum er nicht aus seinen Fehlern gelernt habe. Lutz antwortet: «Ich wurde immer wieder gefragt, ob ich dieses oder jenes organisieren könne. Ich habe Kontakte. Und es ist halt einfach verdientes Geld. Ich kenne die Grossabnehmer, die Finanzierer. So bin ich immer wieder reingekommen.»

Als Lutz 2016 bedingt aus der Haft entlassen wird, ist er 62 Jahre alt. Fast die Hälfte seines Lebens hat er hinter Gittern verbracht. Als ihn das SRF fragt, ob er die Finger von den krummen Geschäften lassen kann, sagt er, es sei sein grösster Wunsch, nie mehr straffällig zu werden. «Das habe ich jetzt zwar schon ein paar Mal gesagt. Aber jetzt muss ich es schaffen. Weil jetzt geht es auch ums Alter.» Früher habe er nie Angst vor etwas gehabt. Nichts hat ihm etwas ausgemacht. «Aber jetzt ist Matthäi am Letzten.» 

Der Unverbesserliche

Aber er schafft es nicht. Nur wenige Monate nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis bestellt Lutz bei einem Lieferanten Kokain, das er daraufhin weiterverkaufen will. Was er nicht weiss aber annehmen könnte: Er wird auf Schritt und Tritt observiert.

Die Polizei beobachtet, wie er einem Kunden das Kokain verkaufen will, dieser aber mit der Qualität unzufrieden ist. Als der erste Lieferant von Lutz verhaftet wird, reist er nach Holland um dort einen anderen Deal aufzugleisen. Er schickt daraufhin seine Nachbarin nach Rotterdam, damit sie dort ein Kilogramm Kokain abholt. Doch wieder weiss die Polizei Bescheid und verhaftet die Nachbarin, als diese mit dem Stoff in die Schweiz einreisen will.

Lutz nimmt daraufhin bei sich zu Hause im Kanton Aargau eine Lieferung Koks entgegen und versteckt es in einem Lagerraum. Laut dem «Tages-Anzeiger» lebt er dort mit seiner deutlich jüngeren Freundin, einer Südamerikanerin. Ihm wird nachgesagt, auf grossem Fuss zu leben, mit einem Audi Q7 und einem teuren Motorrad herumzufahren. 

Im März 2017 wird Lutz am Flughafen Zürich verhaftet. Er wollte verreisen. 

Zu weiteren 7,5 Jahren verurteilt

Das Bezirksgericht Zürich hat den 62-jährigen notorischen Kokain-Dealer am Mittwoch zu einer Freiheitsstrafe von 7,5 Jahren verurteilt. 

Das Gericht verurteilte den «Schneekönig» wegen mehrfacher Verbrechen gegen das Betäubungsmittelgesetz. Der Schweizer war erst seit 2016 wieder auf freiem Fuss - auf Bewährung. Dies hielt ihn jedoch nicht davon ab, alten Kollegen aus dem Milieu wieder «einen Gefallen zu tun», um Schulden zurückzahlen zu können. Die Polizei erwischte ihn mit 1,6 Kilogramm Kokain.

Sein Anwalt argumentierte am Mittwoch vergeblich, dass dies für seinen Mandanten eine vergleichsweise geringe Menge sei. «Er ist heute in deutlich kleinerem Umfang tätig und somit auf gutem Weg.»

In einem kolumbianischen Dorf wird mit Coca-Paste bezahlt

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In einem kolumbianischen Dorf wird mit Coca-Paste bezahlt

Video: srf

Chronologie der Schweizer Drogenpolitik 

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57Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • derhimmlische 08.11.2017 17:58
    Highlight


    Habe fertig
    4 0 Melden
  • Toerpe Zwerg 08.11.2017 14:34
    Highlight Ein notorischer, aber wohl harmloser Dealer kommt nach vielen Jahren auf Bewährung frei. Hat man das Ziel, ihn von Straffälligkeit abzuhalten, sagt man ihm klipp und klar, man werde ihn überwachen. Vielleicht schiesst man noch eine Salve vor den Bug, wenn er Kontakte knüpft - ein kleiner Besuch wirkt Wunder.

    Aber nein, das Ziel ist nicht Resozialisierung sondern Strafverfolgung ... was für ein leichter Fang. Lasst ihn nur frei, wir lassen ihn dann ins Messer laufen.

    Drecksgeschäft. Dereckspolizei. Drecksspiel. Armselig.
    58 15 Melden
    • Snowy 08.11.2017 14:48
      Highlight Sehe ich genauso.

      Hätte von Dir diesen Kommentar nicht erwartet - wir kennen uns aus FB-Zeiten... ;-)
      12 2 Melden
    • Mia_san_mia 08.11.2017 17:00
      Highlight @Toerpe Zwerg: Du sagst es, genau so ist es.
      6 1 Melden
    • Toerpe Zwerg 08.11.2017 18:18
      Highlight Oh, hallo snowy, FB habe ich ja schon länger verlassen. Kennen wir uns auch persönlich?
      4 1 Melden
    • The Writer Formerly Known as Peter 08.11.2017 19:30
      Highlight Hätte es nicht gedacht, einmal mit Torpedo Zwerg ;) gleicher Meinung zu sein... was ist mit law&order? Härteste Strafen? ... der war doch nicht ganz fair? Es war klar, dass Lutz wieder straffällig wird? Hätte man Ihm gesagt, er werde überwacht, könnte man Kosten sparen. Die Leute ins Gefängnis zu bringen, bringt niemandem etwas und kostet viel Geld.
      6 0 Melden
    • Toerpe Zwerg 08.11.2017 21:03
      Highlight Law & Order ... ? Sie müssen mich verwechseln.
      2 2 Melden
    • olmabrotwurschtmitbürli 09.11.2017 01:16
      Highlight Aus beruflichen Gründen würde ich mir das Vokabular von Toerpe Zwerg nicht erlauben.

      Richtig ist aber wohl, dass das ein Musterbeispiel dafür ist, wie Strafverfolgung zum Selbstzweck werden kann.

      Sicher sind einige Behörden nun stolz auf ihren Ermittlungserfolg...
      5 1 Melden
    • ujay 09.11.2017 06:20
      Highlight @Zwerg.....deine Einstellung ist armselig. Der Täter als Opfer der Justiz. Mach dich nicht lächerlich. Kokain ist nicht Gras. Dieses Zeugs macht hochgradig Süchtig und Dealer verdienen sich eine goldene Nase an diesem Elend. So gesehen ist dein Post ein Dreckskommentar.
      4 15 Melden
  • Thomas Rohrer 08.11.2017 14:11
    Highlight Herr Lutz der Schweizer Georg Jung. Ein Film über Ihn wär doch.
    10 3 Melden
  • Silent Speaker サイレントスピーカー 08.11.2017 13:58
    Highlight Doof nur, dass die Stadtpolizei Zürich erst vor kurzem davon absieht, die Nationalität bekannt zu geben. Sonst hätte hier die SVP-Fraktion gleich wieder "Ausländer" geschrieben.

    Falls es jemand nicht bemerkt hat: Er ist Schweizer. Und kriminell. Mist!
    23 27 Melden
    • JaneSoda 08.11.2017 14:01
      Highlight Schaffen wir ihn aus! Sofort!
      15 6 Melden
    • Silent Speaker サイレントスピーカー 08.11.2017 14:09
      Highlight @JaneSoda: Kolumbien würde ihm bestimmt gefallen. da kann er ja mit Coca-Paste bezahlen.
      15 3 Melden
    • play off 08.11.2017 15:36
      Highlight Silent Speaker...wäre er Ausländer, dann hätte man nur jedesmal die Personalien aufgenommen und wieder laufen gelassen. Das kennen wir ja von der Afrika-Connection hier, die schalten und walten kann wie sie will!
      15 27 Melden
    • chnobli1896 08.11.2017 17:18
      Highlight @play off:

      Der Mann ist Ausländer, fast überall auf der Welt ;-)
      11 1 Melden
  • Thomas F. 08.11.2017 13:27
    Highlight Toller Bericht. Danke Sarah Serafini.
    21 1 Melden
  • Captain Downtown 08.11.2017 12:49
    Highlight landmanns "gutgläubigkeit".. hahahahaha.. genau. der "wusste" sicher nichts davon.
    54 0 Melden
    • .:|HonigTroll|:. 08.11.2017 15:46
      Highlight hab ich auch gedacht, und mir wurde auch endlich klar warum der Typ (Landmann) mit STOLZ weisse Socken trägt! Der kommt ja mit allem und allen davon!

      Symbolisiert für Ihn wohl seine "weisse Weste"
      7 0 Melden
    • olmabrotwurschtmitbürli 08.11.2017 20:00
      Highlight Naja ein blaues Auge hat er sich schon geholt. Er durfte im Anschluss seinen Beruf zeitweise nicht ausüben...
      3 0 Melden
  • wipix 08.11.2017 12:41
    Highlight Würden Drogen legal zu kaufen sein, ähnlich Alkohol und Cigis, würde der Staat mitverdienen und könnte in Prävention anstatt Represssion investieren. Nebenbei wäre Lutz dann dass, was er wirklich ist: ein Nichtsnutz!
    Zu viele ansonsten Talentfreie Menschen verdienen auf dem Buckel von Süchtigen mehr als Ihren Unterhalt! Unsere Gesellschaft ist einfach zu blöd um andere Lösungen zu bieten als Repression und züchtet dabei frischfröhlich solche Gestalten wie Lutz. 🤬
    116 5 Melden
    • elmono 08.11.2017 13:00
      Highlight Zuviele Menschen in der Schweiz haben einfach einen Stock im Ar***, wenns ums Thema Drogen geht. Als Gelegenheitskonsument ist man sofort ein Junkie, welcher früher oder später in der Gosse landet. Eine Legalisation sämtlicher Drogen werde ich leider nie erleben.
      19 2 Melden
    • Hierundjetzt 08.11.2017 14:24
      Highlight Nur macht mich Alkohol, Hanf oder Zigi nicht beim ersten paar mal nicht süchtig.

      Harte Drogen zu legalisieren ist kein Problem, die sozialen Kosten (Arbeitslosigkeit, Scheidung, Gesundheit, Privat Konkurse etc) sind hingegen viel zu hoch und nicht tragbar.

      Bereits heute gibts in der Stadt Zürich mehr Zahlungsbefehle als Betreibungsazskünfte. Schweizweit sind wir hier Platz 1.

      Ich bin daher absolut dagegen das wir *harte* Drogen legalisieren. Denn schlussendlich zahle ich hier mit und das Geld fehlt anderswo
      7 22 Melden
    • Snowy 08.11.2017 14:52
      Highlight @Hierundjetzt:

      Kokain macht nicht nach ein paar Mal Konsum süchtig. Hast Du Deine Infos über Drogen aus einem christlichen Ratgeber der 70-er Jahre?

      Kokain hat ungefähr dieselbe Gefahr für eine physische Abhängigkeit wie Alkohol.
      19 2 Melden
    • Snowy 08.11.2017 14:57
      Highlight @Hierundjetzt:

      Jeder darf natürlich seine Meinung haben, nur sollte man diese nicht stur über Jahre beibehalten...

      Ich hätte vor 10 Jahren auch nie für eine geordnete Lagalisierung/überwachte Abgabe von allen Rauschmitteln gestimmt. Heute bin ich überzeugt, dass vor allem die Straffreiheit für Konsumenten unbedingt kommen muss.

      Die Geschichte ist hier eindeutig:
      Repression in Drogenfragen ist in allen Ländern kolossal gescheitert.

      Legalisierungen (oder Schritte in Richtung Straffreiheit /weniger Repression / kontrollierte Abgabe) haben überall durchs Band Erfolge gebracht.
      11 1 Melden
    • Hierundjetzt 08.11.2017 15:48
      Highlight Was weiche Drogen anbelangt, bin ich der Überzeugung, dass wir diese für Erwachsene ab 18 legalisieren sollten. Das wäre überfällig.

      Bei Opiaten bzw Kokain referenziere ich mich an klinischen Studien und weniger an persönliche Einzelschicksale. Daher kann ich Dir diesbezüglich nicht zustimmen.
      8 7 Melden
    • Snowy 08.11.2017 16:37
      Highlight Referenziere nicht auf Einzelschicksale - dies ist in einer (politischen) Diskussion selten zielführend - sondern auf die Mehrheit aller klinischen Studien der renommiertesten UNIs der Welt.

      Hier als Bsp die Forschung eines britischen Forscherkonsortiums, Herausgeber war die UNI Bristol: http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/rangliste-alkohol-gefaehrlicher-als-ecstasy-und-lsd-a-473515.html

      Wie Du siehst, ist Kokain nur unwenig schädlicher als Alkohol und bspw schädlicher als MDMA oder LSD (beides "harte" Drogen).

      4 0 Melden
    • elmono 08.11.2017 17:00
      Highlight @HierundJetzt: Legalisiere Kokain, verkauf das staatliche fast reine und hochwertige Gramm für 100 CHF und du wirst nie irgendwelche Kosten tragen müssen. Mit der Kohle die da reinkommen würde, könnte man Rehab, Prävention etc. locker bezahlen plus noch die Sozialwerke subventionieren.
      7 0 Melden
  • welefant 08.11.2017 12:37
    Highlight Mutta der mann mit dem koks ist da!
    #gseZHlos
    37 3 Melden
  • Snowy 08.11.2017 11:49
    Highlight Schon krank:

    Wenn man Erwachsenen Rauschmittel verkauft, die in ihrer schädlichen Wirkung in etwa mit Alkohol vergleichbar sind, erhält man Jahrzehnte Knast.

    Enthält man einem Staat Steuern in Milliardenhöhe vor und fördert korrupte Regimes in Drittweltländern hat man im schlimmsten Fall mit Verachtung der Menschen links der Mitte zu rechnen - im besten (oder eher) im Normalfall bleiben die geschickten Trusts/und Scheinfirmen von Paradise Papers und neugierigen Journalisten aber verschont... in diesem (Normal)fall ist man ein vollumfänglich geschätztes Mitglied der Gesellschaft...

    64 5 Melden
  • Hugo Wottaupott 08.11.2017 11:42
    Highlight Ist das eine neue Konsumform? Koks an den Fingern?
    5 9 Melden
  • Gary Poor 08.11.2017 10:50
    Highlight Irgendwie eine sympathische Figur dieser Reini. Auf jeden Fall auch nicht schlimmer als all die Grosskonzern CEO‘s.
    44 6 Melden
    • Hansdamp_f 08.11.2017 13:09
      Highlight Es heisst CEOs, denn das ist Deutsch und nicht Englisch. Abgesehen davon: Ist ein bisschen stark pauschalisiert. Es ist nichts Falsches daran, CEO eines Grosskonzerns zu sein. Ein Problem ist es nur dann, wenn es nur Bonus und niemals Malus gibt. Oder wenn der Lohn nicht mehr zu rechtfertigen ist, weil er in die zweistelligen Milllionenbeträge geht.
      9 6 Melden
    • Triumvir 08.11.2017 13:19
      Highlight Sympathisch wäre es, wenn er mit seinen illegal verdienten Millionen wenigstens - wie damals Paplo Escobar - auch ein paar Arme unterstützt hätte. Aber darüber konnte man in diesem Fall jedenfalls nichts lesen. Der "sympathische Reini" war wohl vielmehr einfach (geld-)geil und wollte offenbar mit möglichst wenig Arbeit Millionen scheffeln, wie so viele kriminellen Subjekte auf dieser Welt.
      13 2 Melden
    • Hierundjetzt 08.11.2017 14:05
      Highlight Nö auch falsch😜 . Es heisst CEO. Akronyme (Abkürzungen) werden nie niiiiie pluralisiert.
      11 2 Melden
    • Hansdamp_f 08.11.2017 14:25
      Highlight Falsch, Hierundjetzt. Es ist beides korrekt aber der Apostroph immer falsch.

      http://www.neue-rechtschreibung.net/2010/05/15/faq-oder-faqs-agb-oder-agbs/
      2 1 Melden
    • Hierundjetzt 08.11.2017 23:01
      Highlight ok hast recht, steht auch so im Duden. Wohl weil's ein englische Akronym ist. Chief Executive OfficerS ...stimmt.

      Bei Deutschen Akronymen bleibe ich bei meiner Aussage. LKW kann nicht plötzlich LKWs heissen sonst werden daraus LastkraftwagenS. Auch bei MA (Mitarbeiterinnen) gibts kein MAs sonst heissts dann nicht MitarbeiterinnnenS.
      0 0 Melden
  • Iltis 08.11.2017 10:10
    Highlight Herr Lutz hat sicher nicht alles richtig gemacht. Aber so viel Gefängnis weil andere Rauschmittel bei ihm kaufen......?
    Was ist mit dem Chef von Glencore......genau der hat ja alles richtig gemacht.
    180 21 Melden
    • locogoa 08.11.2017 10:53
      Highlight Wirtschaftskriminalität gilt halt als Kavaliersdelikt... und solange damit Arbeitsplätze bei uns geschaffen werden wird sehr gerne weggesehen....
      24 0 Melden
    • The Origin Gra 08.11.2017 11:45
      Highlight Sowohl der Chef von Glencore als auch der Schneekönig machten Menschen kaputt.

      Der eine durch Ausbeutung, der andere durch Drogen.

      Der einzige, aber auch traurige Unterschied, der Glencore-Chef ist Frei und Munter und wird beachtet und geachtet, naja, ev. nicht mehr oder eher nicht mehr Überall.
      Einige sind halt Gleicher weil sie die Gesetze machen
      21 4 Melden
    • chnobli1896 08.11.2017 14:16
      Highlight der hat bei seinem mist einen anzug an ;-)
      4 0 Melden
    • elmasry 08.11.2017 16:00
      Highlight Sehr schön gesagt!
      1 0 Melden
    • redeye70 09.11.2017 06:29
      Highlight Die Verbrecher in Schlips und Frack werden nie erwischt. Der Drogenhandel und der Finanzplatz standen immer schon in engem Verhältnis zueinander. Wenn du legal und ohne Strafverfolgung kriminell agieren möchtest, musst du einen Grosskonzern besitzen, der schön Steuern abwirft. Siehe auch Banken 2008.
      1 0 Melden
  • uicked 08.11.2017 10:03
    Highlight Was für ein Star.
    57 9 Melden
  • ksayu45 08.11.2017 09:54
    Highlight "fliessen innerhalb von weniger als einem Jahr 5,4 Milliarden Franken auf das Konto."

    Wohl eher Millionen 🤔
    167 2 Melden
    • CASSIO 09.11.2017 12:50
      Highlight dachte ich auch...
      0 0 Melden
  • Staatsgebeutelter 08.11.2017 09:49
    Highlight Es gilt die Unschuldsvermutung, ein schönes Wort mit welchem ein sogenannter Rechtsstaat zeigen möchte dass man Beweise haben müsse um jemanden zu verurteilen. Dies ist aber nicht so, rein die Vermutung des Richters reicht um eine Strafe zu sprechen, es braucht keine Beweise. Damit ist offensichtlich dass unser sogenannter Rechtsstaat eben ein Unrechtsstaat ist, nur schön gegen die Öffentlichkeit dargestellt.
    13 63 Melden
    • äti 08.11.2017 11:33
      Highlight ... die meisten haben doch einen Verteidiger. Allenfalls Pflichtverteidiger. Wo ist dein Problem exakt?
      14 3 Melden
    • Duscholux 08.11.2017 11:40
      Highlight Wenn man bedenkt dass unsere Richter alle ein Parteibüchlein haben ist das schon bedenklich.
      11 6 Melden
    • niklausb 08.11.2017 13:05
      Highlight Achtung Duscholux dein Aluhut ist verrutscht
      10 3 Melden
    • Tomjumper 08.11.2017 14:30
      Highlight Nix mit Aluhut, da hat er leider Recht und ich finde es auch bedenklich. https://mobile2.tagesanzeiger.ch/articles/57fba141ab5c377880000001
      3 1 Melden
    • niklausb 08.11.2017 18:04
      Highlight Der meint aber dass alle in der gleichen Partei sind und dass es eine vermutlich Linke verschwöhrung ist in den gerichtssälen
      0 0 Melden
    • Tomjumper 08.11.2017 20:46
      Highlight Das er dass meint, kann ich aus seinem Text nicht herauslesen. Witziger weise sind die meisten Richter Mitglied der SVP und trotzdem beschweren sich deren Exponenten über die Kuscheljustiz.
      1 0 Melden
    • Duscholux 08.11.2017 23:57
      Highlight "Der meint aber dass alle in der gleichen Partei sind" Hmm nein das tut er nicht.
      1 0 Melden
  • patztop 08.11.2017 09:47
    Highlight "Kaum aus der Haft entlassen, fliessen innerhalb von weniger als einem Jahr 5,4 Milliarden Franken auf das Konto."

    Drei Nullen weniger wären passender für die kleine CH.
    38 1 Melden
  • hallerph 08.11.2017 09:41
    Highlight ...fliessen innerhalb von weniger als einem Jahr 5,4 Milliarden Franken auf das Konto...

    Sicher? Wohl eher Millionen, oder?
    Diesen net new money inflow wünscht sich heute jede Bank!
    27 2 Melden

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Laut einer neuen US-Studie liefert pro Kopf kaum ein Land mehr Waffen an Entwicklungsländer als wir Schweizer.

Die Schweiz ist ein Top-Exportland. Nicht nur bei Waren wie Käse, Schokolade und Uhren. Sondern auch bei Waffen. Vor allem bei Waffen an Entwicklungsländer.

Zu diesem Schluss kommt eine neue Studie des US-amerikanischen Congressional Research Service (CRS). Demnach war die Schweiz 2015 der weltweit siebentgrösste Rüstungslieferant an Entwicklungsländer: Sie lieferte Rüstungsgüter im Wert von 700 Millionen Dollar an sogenannte «developing nations».

Pro Kopf umgerechnet, belegt die neutrale Schweiz …

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