Schweiz
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Ein Produkt wie jedes andere: Cannabis-Auslage in San Francisco, USA. Bild: AP/FR34727 AP

Gleiche Regeln für Cannabis und Schnaps: So will ein BDP-Bauer das Kiffen legalisieren

Bauern pflanzen Hanffelder an, Konsumenten kaufen ihr Gras legal im Detailhandel: Geht es nach BDP-Politiker Heinz Siegenthaler, soll das in der Schweiz Realität werden. 

14.03.18, 15:54 15.03.18, 06:26


Ob jemand am Feierabend einen Joint raucht oder ein Glas Whiskey trinkt, spiele keine Rolle. Dieser Meinung ist der Berner BDP-Mann Heinz Siegenthaler, der seit letztem Herbst im Nationalrat sitzt. In einer am Dienstag eingereichten Motion verlangt er, dass für Cannabis künftig die gleichen Regeln gelten wie für hochprozentigen Alkohol.

Er fordert den Bundesrat dazu auf, ein Cannabis-Gesetz auszuarbeiten, das sich beim Anbau, Handel und Konsum an den Grundlagen orientiert, die heute für Spirituosen gelten. «Die heutige Repressionspolitik ist gescheitert», stellt Siegenthaler mit Blick auf die über 200’000 Personen in der Schweiz fest, die laut Erhebungen regelmässig kiffen.

«Die Kriminalisierung von Kiffern bindet unnötig personelle und finanzielle Mittel von Strafverfolgungsbehörden, die besser anders eingesetzt werden könnten.»

Heinz Siegenthaler, BDP

Genauso, wie die Prohibition von Alkohol vor 100 Jahren in den USA nichts gebracht habe, zeige auch die Kriminalisierung von Kiffern in der Schweiz keine Wirkung. «Sie bindet einzig unnötig personelle und finanzielle Mittel von Strafverfolgungsbehörden, die besser anders eingesetzt werden könnten.»

Mit einer Liberalisierung werde wie beim Alkohol ein wirksamer Jugendschutz möglich, ist Siegenthaler überzeugt. Zudem könne auch das medizinische Potenzial der Hanfpflanze besser genutzt werden. «Und schliesslich würden sich auch für die Bauern neue Geschäftsfelder eröffnen», so der Landwirt, der in den 90er-Jahren selber schon Hanf mit dem berauschenden Wirkstoff THC angebaut hat. Möglich machte es eine Gesetzeslücke, die später geschlossen wurde.

Heinz Siegenthaler (r.) mit seinem Fraktionskollegen Lorenz Hess und alt Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf. Bild: KEYSTONE

Siegenthalers Vorschlag reiht sich ein in eine ganze Serie von aktuellen Vorstösse, die darauf abzielen, die Cannabispolitik in der Schweiz zu liberalisieren. So verlangen auch die Grünen ein neues Hanfgesetz, das es den Schweizer Bauern erlauben soll, Lizenzen für den Cannabis-Anbau zu erhalten. Die GLP träumt von einer Hanfpolitik nach dem Vorbild Kanadas. Und nächsten Monat beginnt der Verein Legalize it voraussichtlich mit der Unterschriftensammlung für eine Legalisierungs-Initiative.

Auch im bürgerlichen Lager sind die Legalisierungs-Befürworter in der jüngsten Vergangenheit deutlich erstarkt. Nicht nur, dass mit Ignazio Cassis (FDP) nun ein Befürworter einer liberalisierten Drogenpolitik im Bundesrat sitzt. Selbst in den Reihen der SVP finden sich inzwischen mehrere Politiker, die offen für eine Cannabis-Legalisierung einstehen. Darunter die Zürcher Hans-Ueli Vogt, Claudio Zanetti und Natalie Rickli oder der St. Galler Lukas Reimann (siehe Bildstrecke).

«Die meisten Bürger trinken ein Gläsli Wein oder Bier, ohne dabei den Rausch zu suchen und ihrem Körper damit zu schaden. Kiffer suchen hingegen stets den Rausch.»

Andrea Geissbühler, SVP

Andere SVP-Exponenten leisten derweil weiterhin erbitterten Widerstand gegen eine Legalisierung. Allen voran die Berner Nationalrätin Andrea Geissbühler, Co-Präsidentin des Dachverbands Drogenabstinenz Schweiz. Für sie ist ein Vergleich zwischen Alkohol und Cannabis nicht zulässig: «Alkohol ist primär ein Genussmittel. Die meisten Bürger trinken ein Gläsli Wein oder Bier, ohne dabei den Rausch zu suchen und ihrem Körper damit zu schaden.»

Das Ziel eines Kiffers sei hingegen stets der Rausch. «Cannabis ist damit als Rauschmittel zu werten. Weil das fettlösliche THC länger im Körper bleibt als der wasserlösliche Alkohol, käme es nach einer Legalisierung zudem vermehrt zu gefährlichen Situationen im Strassenverkehr und im Beruf.» Allerdings stelle auch übermässiger Alkoholkonsum ein Problem dar, räumt Geissbühler ein.

Dass sich auch bürgerliche Kollegen vermehrt für eine Legalisierung aussprechen, kann sie mit Verweis auf die Eigenverantwortung des Bürgers zwar nachvollziehen. «Der Haken ist aber, dass wir in der Schweiz einen ausgebauten Sozialstaat haben. Wir können Drogensüchtige nicht einfach auf der Strasse vergammeln lassen, sondern müssen sie mit Millionen von Steuergeldern wieder aufpäppeln.»

Andrea Geissbühler (SVP) mit ihrem ehemaligen Fraktionskollegen Toni Bortoluzzi.  Bild: KEYSTONE

Auch dass eine Legalisierung einen besseren Jugendschutz erlauben würde, stimme nicht. «Im Gegenteil: Mit der dauernden Verharmlosung von Cannabis wird eine wirksame Prävention unglaubwürdig.» Je grösser und einfacher verfügbar das Angebot sei, desto höher sei auch der Konsum. «Und wer darauf aus ist, die Regeln zu brechen, stürzt sich dann einfach auf härtere illegale Substanzen, zum Beispiel Kokain.»

BDP-Motionär Siegenthaler kennt die berauschende Wirkung von THC aus eigener Erfahrung, wie er zu watson sagt. «Als ich selber Cannabis angebaut habe, habe ich das Produkt einmal getestet. Den Rausch habe ich als positive Erfahrung empfunden.» Trotzdem blieb es bei dem einen Mal. «Ich persönlich ziehe ein gutes Glas Wein einem Joint vor.»

Schweizer Hanf: Bald wieder zurück auf unseren Tellern?

Video: srf/SDA SRF

Die Chronologie der Schweizer Drogenpolitik in Bildern

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63
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    Alle Leser-Kommentare
  • Bashteli 15.03.2018 23:00
    Highlight Der Jugendchutz würde sich klar etwas verbessern. Mit 15 war es für uns viel leichter Gras zu beschaffen als Alkohol weil es bei illegalen Verkäufen logischweise keine Ausweispflicht gibt..
    8 0 Melden
  • Sapien 15.03.2018 21:50
    Highlight Bei einer Legalisierung wären diese Steuergelder eine ausgezeichnete Ergänzung zur AHV.
    Ausserdem kann ich mir vorstellen, dass viele Leute bei den grossen Hanf AG‘s (diese werden bestimmt kommen) gleich mal heftig Aktien kaufen werden:-)
    13 1 Melden
  • Stephan Löffel 15.03.2018 13:15
    Highlight ja ich hab 20 Jahre gekifft 1983 - 2003 und dabei in meine Job als It Progi irren Spagetticode gesamelt. Komischerweise hat am Schluss alles wieder gestimmt. Die SQL Daten Banken ratterten gut durch.
    Nun, nach eine Bauchoperation bin ich IV Rentner und Kiffe nicht mehr. Nur noch Ingwer und Tiger Balsam. Aha ja und Venlafaxine (Effexor Err). Ich würde gerne mal wieder eins kiffen aber ohne Rauch. Ich Rauche und trinke nämlich auch nicht mehr. Aber kiffen mit Thc ist verboten. Für meinen Magen ist Alk verboten. na so wird man älter.
    12 0 Melden
  • Luca Andrea 15.03.2018 08:58
    Highlight Die Gefährlichkeit von Drogen aufgelistet:

    Hier der Artikelm mit Vedieo:
    http://www.drugscience.org.uk/whatwedo/drugharms

    Man kann also über unsere Gesetzgebung in diesem Bereich nachdenken.
    28 1 Melden
  • äti 14.03.2018 22:14
    Highlight Frau Geissbühler macht einfach Nischenpolitik. Gegen etwas sein, das man nicht kennt, ist populär in der SVP und gibt ihr einige Anhänger. Was sie ja auch braucht. Sie könnte auch gegen Platzregen am Mittag sein und Anhänger dazu bekommen. Was micht nervt bei solchen Politikern ist, dass die Voraussetzung immer 'keine Ahnung' ist. Aber so lässt sich besser lauthals Schlagworte zu dreschen.
    101 5 Melden
  • elias776 14.03.2018 20:03
    Highlight jaaaaa übertreib doch...
    10 1 Melden
  • train 14.03.2018 19:24
    Highlight «Alkohol ist primär ein Genussmittel. Die meisten Bürger trinken ein Gläsli Wein oder Bier, ohne dabei den Rausch zu suchen und ihrem Körper damit zu schaden.»

    Das Ziel eines Kiffers sei hingegen stets der Rausch. «

    Dann könnte man auch Alkoholhaltiges Bier verbieten, glauben die ihr Geschwätz, ein Biertrinker sucht genauso den Rausch, auch wenn die Intensität bei einem anders ist
    Ich glaube diese Leute haben noch nie einen Joint geraucht und wenn dann nur einmal
    Als ich mit 12 das erste mal ein Bier getrunken habe habe ich gespien, aber deswegen hielt ich ihn nicht gleich für ungenießbar
    92 3 Melden
  • Restseele 14.03.2018 18:59
    Highlight Die einzig richtige Lösung. Nach Jahrzehnten erfolgloser und teurer Repressalien sollte man doch mal anders vorgehen oder nicht?
    Zudem: Einem Kiffer ist es völlig egal, ob das jetzt legal ist oder nicht. Für den Staat aber spielt es eine grosse Rolle. Ob der Drogengenuss nun einigermassen kontrolliert und auch richtig versteuert daherkommt oder nicht, ist sehr wichtig. Mal kurz überlegen und dann endlich legalisieren.
    Und übrigens: Wenn man 1000x den gleichen Mist erzählt ist es immer noch Mist. Wenn ich mich an die flammenden Reden damals von Bortoluzzi erinnere....
    101 5 Melden
  • Liselote Meier 14.03.2018 18:37
    Highlight Der einzige Vergleich der Unsinnig ist, ist der von der Frau Geissbühler. Auch ein Glas Rotwein hat eine Rauschwirkung, im Schnitt 0,2 Promille was schon leicht enthemmend wirkt. Auch wenn man nur 1 ml Wein trinkt bleibt Alkohol ein Rauschmittel.

    Zweitens ist ein jedes Rauschmittel Primär ein Genussmittel, bei Abhängikeit kommt die Sucht dazu sprich der Körper oder die Psyche schreit danach und wird dann Primär zu einem Suchtmittel.
    86 4 Melden
  • Magnum44 14.03.2018 18:15
    Highlight Eine analoge Gesetzgebung für Cannabis ist die einzig logische Konsequenz aus Legalität von Alkohol. Bravo. PS: dennoch nicht vergessen, die Cannsbis Initiative zu unterzeichnen.
    76 3 Melden
  • 〰️ empty 14.03.2018 18:05
    Highlight Wenn das durch kommt werde ich Landwirt!
    50 3 Melden
    • aglio e olio 14.03.2018 19:26
      Highlight Sicher? Dann musst du früh aufstehen.
      53 5 Melden
    • 〰️ empty 14.03.2018 22:02
      Highlight Wieso muss ein Hanfbauer früh aufstehen?
      42 2 Melden
    • Stephan Löffel 16.03.2018 15:20
      Highlight es wollen dann nämlich alle Hanfbauern werden. In jedem Hausgarten werden 10 Pflanzen zu finden sein. :D

      Das Gute daran ist, es ist daran nichts mehr ungewöhnliches,

      das "Schlechte", man verdient damit nichts mehr.

      Aber ein weiteres Gutes: Qualität und richtige Deklaration destiliert sich aus der Vielfalt des Angebots.
      1 0 Melden
  • Yo_Mo 14.03.2018 18:03
    Highlight Falls Cannabis legalisiert werden soll, plädiere ich auf Dampfen statt Rauchen...
    30 17 Melden
    • bueggi 15.03.2018 14:21
      Highlight Dafür plädiere ich jetz schon auch wenn es noch nicht legalisiert ist.
      Seit ich die Welt der Vaporizer entdeckt habe, kann auch ich endlich geniessen.
      Da mir vom Rauchen (egal was), immer schlecht wird, war es für mich eine Offenbarung. Das gesundheitliche Risiko wird massiv reduziert und geschmacklich ist es erst noch viel besser.
      13 0 Melden
  • Stigs 14.03.2018 17:52
    Highlight Wenn es legalisier wird kann es auch der THC Gehalt besser kontroliert werden genauso wie beim Alkohol die Prozent und Qualität.
    Oder brennt einer von euch noch Iligeal Schnaps?
    88 3 Melden
  • Stigs 14.03.2018 17:48
    Highlight Gras ist nicht nur zum Rauchen da. Man kann daraus hochwertiges Öl gewinnen und im Gegensatz zum umwelttechnisch sehr fragwürdigem Palmöl kann es einfach und lokal angebaut werden. Für die Bauern die sich um den Milchpreis sorgen und vor zu viel Import zittern könnte das eine neue Einnahmequelle sein.
    Das legalisieren kommt sicher. Die Frage ist wann und ob die Schweiz mit dieser Entscheidung als fortschritlich oder als später Nachzieher gilt.
    Die die kiffen wollen machen es sowieso selbst die Minderjährigen und die die nicht wollen müssen auch nicht. Den Verlierer sehe ich nicht ganz.
    72 2 Melden
    • aglio e olio 14.03.2018 19:30
      Highlight Hanfsamenöl kann Palmöl nicht ersetzen. Abgesehen vom Preis, ist es die Konsistenz die das Zeug so vielseitig anwendbar macht.
      Fest bei Zimmertemperatur, flüssig bei Körpertemperatur. Aber sonst gebe ich dir recht.
      26 2 Melden
    • Hallosager 15.03.2018 00:07
      Highlight Papier, Isoliermaterial, Medizin, Pflegeprodukte, ja selbst Autokarosserien kann man aus Hanf herstellen. Die Anwendungen für Hanf sind sehr vielseitig, doch die Lakeien der Industrie leisten grossartige Arbeit im Kampf gegen diese grossartige Pflanze.
      31 1 Melden
    • User3955004567124 15.03.2018 14:45
      Highlight @hallosager: richtig, hanf kann sehr vielseitig eingesetzt werden, z.B. auch für stoffe, bzw. Kleidung. Dafür braucht man aber nicht zwingend thc-haltigen hanf und entsprechend auch keine legalisierung. Das "problem" ist allerdings, dass bspw. Hanf-kleider viel langlebiger sind als die herkömmlichen varianten aus baumwolle. Dementsprechend hat dieser industriezweig wenig interesse, mit hanf zu produzieren, bzw. Diese produkte zu vertreiben. Leider.
      9 0 Melden
    • Stephan Löffel 16.03.2018 15:31
      Highlight Man kann Autos aus Hanf herstellen. Und sehr viele Hausprodukte.
      Der Hanf ist ergiebiger als das Holz. Es wächst viel schneller nach. Ähnlich wie der Bambus könnte der industrie Hanf eingesetzt werden. Aber: Die Industrie müsste spezielle Maschinen zur Verarbeitung herstellen.

      Der Zug ist abgefahren, als das Oel kam und in Amerika das Hanfverbot kam. Nicht wegen dem Konsum. Sondern wegen wirtschaftlicher Interessen. Nachzulesen in der Wiki.

      Es gibt genug Bücher über Möglichkeiten des Werkstoffs Hanf. Hab auch par eingesackt und gelesen. Faszinierend.
      5 0 Melden
  • Gantii 14.03.2018 17:39
    Highlight "Je grösser und einfacher verfügbar das Angebot sei, desto höher sei auch der Konsum."

    also ich persönlich habe öfters die erfahrung gemacht, dass cannabis mit abstand die bestzugängliche droge fur minderjährige ist! sogar die tabakbeschaffung ist schwieriger weil du den legal erwerben musst.. zum teil sogar ausweiskontrolle für Papes/Filter! aber klar - die illegalität fördert natürlich den jugendschutz weil alle dealer auch immer ausweiskontrollen durchführen und so..
    LOL
    98 4 Melden
    • Snowy 15.03.2018 13:28
      Highlight Das Gegenteil ist der Fall! In Holland kiffen weniger Jugendliche als in D und CH.
      9 0 Melden
  • scertes 14.03.2018 17:35
    Highlight Studien haben gezeigt dass regelmässige Kiffer unter THC Einfluss 20% sicherer fahren als nüchtern (und sogar leicht sicherer als die Nicht-Kiffer)
    Ausserdem fahren die regelmässigen Kiffer schon heutzutage am nächsten morgen wieder Auto... Es denkt doch niemand darüber nach, unter THC Auto zu fahren zu legalisieren...

    Und dann einfach so zu behaupten, dass Alkoholiker Genussmenschen sind und Kiffer Rausch-Süchtige, obwohl das von der Statistik gar nicht verifiziert ist!! Von den Alkohol Konsumenten erfüllen 21% die Sucht Kriterien, bei den Kiffern sind es 9%.
    73 4 Melden
    • Chanichang 15.03.2018 08:42
      Highlight Quellen?
      3 4 Melden
    • scertes 17.03.2018 12:02
      Highlight https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3069146/
      2 0 Melden
  • Snowy 14.03.2018 17:32
    Highlight A. Geissbühler: Wer kifft sucht IMMER den Rausch - ganz im Unterschied zu einem Gläsli Wy... (man beachte die Verharmlosung beim Wein mit dem Anhang "-li").

    Sei doch einfach ehrlich Andrea: Kiffer sind Dir suspekt währendem Dir das alkoholtrinkende Volk bestens bekannt ist.
    Hör bitte auf über Gefährlichkeit und Jugendschutz bei Cannabis zu reden... ansonsten müsste noch heute jeglicher Alkoholkonsum verboten werden (da nachgewiesenermassen schädlicher als Ganja).

    Und überhaupt:


    Was für ein schöner Abend... raus aus dem Büro - ab an die Sonne.. !
    70 3 Melden
  • BoJack 14.03.2018 17:20
    Highlight Eine Gleichbehandlung, wie mit Alkohol, finde ich das einzig Richtige.
    329 9 Melden
    • Marlon Mendieta 15.03.2018 15:38
      Highlight Kein Alkohol hat es verdient so gut behandelt zu werden
      9 0 Melden
  • Taserface 14.03.2018 17:14
    Highlight Also irgendwie widerspricht sich die Aussage von Frau Geissbühler. Ich will ja nicht verneinen, dass es beim Feierabend-Joint nicht auch um den Rausch geht. Wenn es rein um den Genuss geht, kann man ja zum CBD greifen. Das gleiche gilt allerdings genau so für das Feierabend-Bier. Auch dort gibt es die alkoholfreie Variante. Also eine Gleichbehandlung der beiden Drogen ist sicher keine allzu schlechte Lösung.
    289 8 Melden
  • Mafi 14.03.2018 17:07
    Highlight Eine sehr informierte, gut begründete Meinung. Gibts eigentlich etwas, dass dagegen spricht ausser Gesellschaftliches stigma und die alte "oh nei, wie bös, drogeeeee"-leier?
    99 3 Melden
    • Watson=Propagandahuren 14.03.2018 19:11
      Highlight Interessen der Pharmakonzerne,
      Interessen derjenigen die am Schwarzmarkt verdienen.
      Interessen derjenigen die ihren Job nur haben weil sie bezahlt werden um Kiffer zu jagen. Stell dir vor Gras wäre legal, jeder zweite Polizist wäre seinen Job los oder müsste mal richtig arbeiten.
      43 4 Melden
  • saukaibli 14.03.2018 17:05
    Highlight "Weil das fettlösliche THC länger im Körper bleibt als der wasserlösliche Alkohol, käme es nach einer Legalisierung zudem vermehrt zu gefährlichen Situationen im Strassenverkehr und im Beruf." Meint die das wirklich ernst? Dass sich THC im Körper relativ schnell zu unwirksamer THC Carbonsäure abbaut, hat die Geissbühler vermutlich noch nie gehört, dafür müsste man sich ja ernsthaft mit einem Thema befassen. So eine kann man doch nicht ernst nehmen. Dass THC im Gegensatz zu Alkohol weder eine physische Abhängigkeit erzeugt noch beim kalten Entzug tödlich sein kann, weiss die wohl auch nicht.
    122 1 Melden
    • Watson=Propagandahuren 14.03.2018 19:13
      Highlight Ja das Abbauprodukt ist länger nachweisbar.
      In der Schweiz wird das Abbauprodukt nachgewiesen und wegen dem wirst du als Fahruntauglich erklärt.
      Nicht wegen dem (nicht mehr vorhandenen) THC.
      Ein riesen Geschäft für die mittlerweile halbprivaten Labore die dich dann jahrelang zu monatlichen Tests nötigen können.
      62 2 Melden
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 14.03.2018 16:58
    Highlight Danke dem Herrn Siegenthaler.
    Mal schauen ob wir es noch vor 2020 mit der legalisierung schaffen.
    73 2 Melden
    • aglio e olio 14.03.2018 17:32
      Highlight Du hast da nen Zahlendreher drin. Sollte wohl 2200 heissen. Ist auf jeden Fall realistischer ;)
      27 1 Melden
    • Trump's verschwiegener Sohn 14.03.2018 19:21
      Highlight @aglio e olio: Wieso nicht vor 2020? Wenn alle vorwärts machen...
      12 1 Melden
    • aglio e olio 14.03.2018 19:38
      Highlight patztop, gerne auch 2002.
      Abstimmungen, Gesetze, das ganze wird länger dauern als 22 Monate.
      Selbst wenn alle vorwärts machen.
      Frau Anslinger, pardon Geissbühler, übernimmt dann die Funktion des Ankers.
      15 0 Melden
  • Knety 14.03.2018 16:44
    Highlight „Die meisten Bürger trinken ein Gläsli Wein oder Bier, ohne dabei den Rausch zu suchen und ihrem Körper damit zu schaden.“ Dazu hätte ich gerne einmal eine Quelle.
    96 2 Melden
    • olmabrotwurschtmitbürli 14.03.2018 17:57
      Highlight Der Beweis für diese Aussage ist, dass immer nur alkoholfreies Bier getrunken wird, weil niemand den Rausch sucht.
      57 1 Melden
    • You will not be able to use your remote control. 14.03.2018 18:03
      Highlight Der Witz ist ja, dass man seinen Körper auch ohne Rausch schädigt, wenn man Alkohol zu sich nimmt. Im Gegensatz dazu, kann man sich mit Cannabis auf verschiedene Arten einen Rausch zuführen, ohne den Körper zu schädigen.
      40 3 Melden
    • Knety 14.03.2018 19:53
      Highlight Darum gibt es auch nie Reaktionen wenn an einem Fussballspiel nur alkoholfreies Bier ausgeschenkt wird.
      29 0 Melden
  • Öpfelmues 14.03.2018 16:44
    Highlight (Teil 2)
    Und es gibt sehr viele Genusskiffer, nur ist es schwer abzuschätzen wie der Rausch ausfällt wen man das Zeug auf dem illegalem Weg beschafft.

    Versteht mich nicht falsch ich trinke auch Alkohol und will es auch bei Gott niemandem verbieten aber dieses ''Alkohol ist ja sooooooo super und kifft bloss nicht, ihr seit alle Junkies und bald beim Arbeitsamt'' von den Anti-Cannabis-Menschen wie Frau Geissbühler kann ich echt nicht mehr hören!
    104 2 Melden
  • Öpfelmues 14.03.2018 16:43
    Highlight (Teil 1)
    Was denken Sie Frau Geissbühler, wie viele Menschen Alkohol trinken um einen Rausch zu bekommen? Klar ist es korrekt, dass viele Genusstrinker sind aber es gibt mehr als genug die sich ''besaufen''. Da der überwiegende Teil der Bevölkerung Alkohol trinkt und es gesellschaftlich fast absolute Akzeptanz geniesst können Sie ein solches Argument also bringen? Wie viele Menschen sterben genau nochmal jedes Jahr an einer Alkoholvergiftung? An reinem Graskonsum kann man nicht sterben!
    82 2 Melden
    • aglio e olio 14.03.2018 17:34
      Highlight Kommt auf die Konsumvariante an:
      9 0 Melden
    • 2sel 14.03.2018 18:19
      Highlight "Wie viele Menschen sterben genau nochmal jedes Jahr an einer Alkoholvergiftung?"
      Die meisten Menschen sterben an den Folgen des Alkoholkonsums, aber sonst bin ich einig mit dem Kommentar...
      18 0 Melden
  • DaBoong 14.03.2018 16:41
    Highlight Danke.... endlich ist es doch einem Politiker gelungen, eine faire und logische Lösung zu präsentieren, die zudem sogar noch umsetzbar ist! Eine ehrlichen Dank...
    68 3 Melden
  • azoui 14.03.2018 16:35
    Highlight Legalisieren - das einzig vernünftige.
    66 4 Melden
  • Posersalami 14.03.2018 16:33
    Highlight „Wir können Drogensüchtige nicht einfach auf der Strasse vergammeln lassen“

    Ja, das ist echt schlimm mit diesen Hasch-Fixern, die jeden Morgen im Hauseingang liegen!1!11

    Ersthaft, eine Legalisierung ist überfällig. Die Repression ist krachend gescheitert. In welcher Welt lebt die SVP nur?
    394 13 Melden
    • w'ever 14.03.2018 17:35
      Highlight ich kann nicht verstehen wieso genau die svp mit ihrer riesigen und starken bauern lobby gegen eine legalisierung sein kann. genau die bauern dürften (sofern sie es denn anpflanzen wollen) am meisten davon profitieren.
      evt hat ihnen dass noch niemand gesagt.
      45 2 Melden
    • Magnum44 14.03.2018 18:16
      Highlight Lustigerweise scheint dies nicht auch für den Alkohol zu gelten. Alles Heuchler.
      31 1 Melden
    • TheMan 14.03.2018 20:51
      Highlight Na in der Realität nicht wie deine geliebten SP mit Ihrer Rosaroten-EU-Turbobrille
      2 30 Melden
    • wizzie 14.03.2018 21:24
      Highlight Immerhin gibt es in der SVP auch Befürworter, was mich ehrlich gesagt masslos erstaunt.
      19 1 Melden
    • Hallosager 15.03.2018 00:20
      Highlight @wever: Dafür hab ich zwei Erklärungen. Einerseits weil in der SVP meist nur sture Personen sind, die mit ihrem erstaunlich tiefem Halbwissen herumprahlen, wie Fr. Geissbühler. Andererseits, weil die SVP dann ihr grösstes Zugpferd, die Bauern, verlieren würden. Würden die Bauern plötzlich unabhöngiger von der Subventionen werden, für welche soch die SVP stark einsetzt, gäbe es auch viele darunter die merken, dass die sture, einseitige Politik der SVP ein Leerlauf ist. Ist wie mit den Junkies eigentlich. Niemand vergrault gerne seine bestwn Kunden, in diesem Fall Wähler.
      20 1 Melden
    • Posersalami 15.03.2018 08:06
      Highlight @ TheMan: Im Gegensatz zu den von Ihnen hoch verehrten bürgerlichen hat die SP eine Drogenpolitik gemacht, die international noch heute als vorbildlich gilt.
      18 1 Melden
  • tooempty7 14.03.2018 16:30
    Highlight Schön dass sich die Legalisierung von Cannabis auch bei den Bürgerlichen und vor allem "Liberalen" langsam ankommt. Es wird Zeit, den gescheiterten Versuch der Repression abzubrechen und in der Schweiz wieder progressive Lösungen zu suchen. Wir haben ja nach dem Platzspitz gezeigt, dass wir vernünftig auf solche Herausforderungen reagieren können.
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  • aglio e olio 14.03.2018 16:28
    Highlight Ach Frau Geissbühler wieder. Ist sie sich nicht zu schade dafür, mittels faktenfreier "Argumentation" Doppelmoral zu zelebrieren? Wenn sie denn auch so vehement gegen den Alkohol antreten würde, könnte man dies ja respektieren.
    Aber so macht sie sich nur unglaubwürdig.
    Woher sie wohl weiss dass "Kiffer" immer den Rausch suchen? Hat wohl Anslinger gelesen...
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  • TheDude10 14.03.2018 16:12
    Highlight Geissbühler ist ein Paradebeispiel für Leute die keine Ahnung von der Materie haben und trotzdem darüber urteilen.
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  • Ramon Sepin 14.03.2018 16:04
    Highlight Wird endlich mal Zeit
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  • sheshe 14.03.2018 16:04
    Highlight Genau, und deshalb schiessen ja auch CBD-Läden wie Pilze aus dem Boden, Frau Geissbühler. Weil primär nur der Rausch im Vordergrund steht.
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    • EvilBetty 15.03.2018 08:44
      Highlight Die CBD Läden schiessen vor allem aus dem Boden, damit sie bereit sind wenn das «richtige» Gras legalisiert wird. ;-)
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  • Datsyuk 14.03.2018 16:01
    Highlight «Die meisten Bürger trinken ein Gläsli Wein oder Bier, ohne dabei den Rausch zu suchen und ihrem Körper damit zu schaden. Kiffer suchen hingegen stets den Rausch.»
    Andrea Geissbühler, SVP


    Bitte Scheuklappen endlich ablegen und i. Der Moderne ankommen, Frau Geissbühler.
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Valon Behrami und Ignazio Cassis – eine Tessiner Geschichte von Kampf, Krieg und Mitschuld

Fussballstar Valon Behrami floh einst vor der Gewalt im Kosovo ins Tessin. Der Tessiner Bundesrat Ignazio Cassis ermöglicht nun, dass mit Schweizer Waffen Gewalt in Bürgerkriegen ausgeübt wird. Ein Blick auf zwei Leben.

Das ist die Geschichte eines Kriegers, eines Kriegs und eines Fehlentscheids. Ihre Hauptfiguren sind zwei Tessiner. Sie spielt im kosovarischen Mitrovica, in Bellinzona, im russischen Rostow am Don und im Sitzungszimmer des Bundesrats im 1. Obergeschoss, Bundeshaus-West, Bern.

Die Geschichte beginnt am 4. Dezember 1990. Die Familie Behrami, Vater Ragip, Mutter Halime, der damals 5-jährige Valon und seine 7-jährige Schwester Valentina überqueren in einem Bus aus Mitrovica im Kosovo kommend …

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