Schweiz

Sichergestelltes Kokain.
Bild: GRENZWACHTKORPS GKW

Soll Kokain legalisiert werden? «Ja» fordern die Juso – und rennen bei Fachleuten offene Türen ein

Die Schweizer Jungsozialisten wollen mit einem Vorstoss die Debatte um die Legalisierung «harter» Drogen neu entfachen. Das Anliegen hat prominente Unterstützer.

13.09.15, 05:33 13.09.15, 09:02

In der Schweizer Drogenpolitik soll es zu einem Richtungswechsel kommen. Süchtige sollen ihren Stoff – ob Cannabis, Kokain oder Amphetamin – künftig legal beziehen können.

Umfrage

Cannabis legalisieren, Koks und Amphetamine entkriminalisieren: Was sagst du?

  • Abstimmen

4,584 Votes zu: Cannabis legalisieren, Koks und Amphetamine entkriminalisieren: Was sagst du?

  • 37%Ja, ja und nochmals ja.
  • 46%Cannabis? Kein Problem. Bei Koks wäre ich mir da nicht so sicher.
  • 8%Das ist die dümmste Idee überhaupt.
  • 9%Ich will nur die Antwort sehen.

Die Schweizer Jungsozialisten wollen an ihrer Delegiertenversammlung vom kommenden Wochenende über einen entsprechenden Vorstoss befinden. Das berichtet die «Schweiz am Sonntag». 

Mit dieser «kontrollierten Legalisierung aller Drogen» wollen die Jungsozialisten den Schwarzmarkt unterbinden. Bei Cannabis soll die Legalisierung unmittelbar und komplett erfolgen, bei den restlichen Drogen in einem ersten Schritt der Konsum entkriminalisiert werden. Bei den Fachleuten rennen die Juso offene Türen ein, so unter anderem bei alt Bundesrätin Ruth Dreifuss oder Toni Berthel, Präsident der Eidgenössischen Kommission für Drogenfragen.

In Drogenfragen progressiv: Ruth Dreifuss.
Bild: KEYSTONE

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
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73
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73Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Luca452 30.10.2015 03:38
    Highlight Die Legalisierung aller Drogen ist das einzig vernünftige.
    Alle Ziele des "Krieges gegen die Drogen" wurde nicht erfüllt oder sogar verschlimmert!
    Konsumenten müssen als "Krank" angesehen werden und nicht als Verbrecher und der Schwarzmarkt schafft nur mehr Probleme.
    Drogen kann man nicht verbieten, es wird sie immer geben. Alternativen zur Prohibition müssen gesucht werden
    1 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 14.09.2015 18:43
    Highlight An alle, die der Menung sind eine Legalisierung würde den Konsum fördern: Wer verzichtet NUR aufgrund eines Verbots auf irgend eine Droge? Wer lässt sich von so etwas aufhalten? Nicht einmal die, die etwas nur einmal ausprobieren wollen.
    9 0 Melden
  • Duweisches 14.09.2015 12:46
    Highlight Um die Bedenken der Kritiker in den Kommentaren einmal aufzunehmen:

    -Jugendschutz | Funktioniert besser wenn in Drogenzentren (mit Ausweiskontrolle) die Drogen kontrolliert abgegeben werden. Kein Dealer fragt nach dem Ausweis.

    -Drogen am Steuer | Natürlich würde bei einer Konsumlegalisierung weiterhin eine Nulltoleranz am Steuer gelten.

    -Reinheit | Durch regelmässige Qualitätskontrollen könnte die Reinheit besser gewährleistet werden, Strecken der Drogen wäre weniger/gar nicht mehr möglich.
    8 0 Melden
    • Duweisches 14.09.2015 12:53
      Highlight -Schädigung von Körper und Geist | Zum einen kann durch die gesteigerte Reinheit eine geringere Schädigung durch Streckmittel erreicht werden. Ausserdem ist durch Abgabezentren eine Dosierung viel besser möglich.

      Allgemein geht es hier um eine Legalisierung des Konsums, keine komplette Legalisierung. Die Drogen müssten (wohl mit Arztzeugnis) in speziellen Zentren abgeholt werden und könnten nicht beim Detailhändler ihres Vertrauens gekauft werden ;D
      5 0 Melden
  • Tropfnase 13.09.2015 14:02
    Highlight Hab da noch Fragen. Wie soll mit Drogen im Strassenverkehr umgegangen werden? Was sieht die Juso bezüglich Jugendschutz vor? Werden Drogenkonsumenten vor Gericht als voll Schuldfähig anerkannt, oder kan man im Kokainhöhenflug jemand Abstechen?
    3 9 Melden
    • Nico Rharennon 13.09.2015 14:24
      Highlight Drogen und Auto = verboten, keine Frage!
      Ihre zweite Frage beantwortet sich auch zügig...
      Wissen sie wie sie vorgehen müssen um jemanden zu töten und dann nur sanft bestraft zu werden? Sie saufen sich schön die Hucke voll und überfahren ihr Opfer... danach machen sie geltend, dass sie während der Tatzeit nicht zurechnungsfähig waren und kommen wenns für sie gut läuft mit einer Bewährungsstrafe davon.
      14 2 Melden
    • Tropfnase 13.09.2015 20:54
      Highlight Besten dank für Ihren Versuch, auf zwei meiner drei Fragen zu antworten. Sie sagen, keine Drogen im Strassenverkehr? Dann muss für Alkohol ebenfalls 0,0 gelten, könnte noch zu reden geben, es geht mir um die Nachweiszeit. Wenn jemand vor drei Tagen besoffen war, zeigt das Alkometer 0,0 an, hat jemand vor 3 Tagen gekifft, ist der Test positiv, obwohl der Fahrer nicht mehr beeinträchtigt ist. Und jetzt? Ausweis weg?
      Jugendschutz, ab welchem Alter sollen die Drogen konsumiert werden dürfen?
      3 0 Melden
    • Tropfnase 13.09.2015 20:55
      Highlight Was passiert, wenn einem Kokain auf Rezept verschrieben wird und man jemanden absticht, ist man dann schuldfähig? Trifft den Arzt oder den Psychiater eine Mitschuld, weil er das Rezept ausgestellt hat?
      0 5 Melden
    • Zeit_Genosse 14.09.2015 08:42
      Highlight Warum greift man zu Drogen/Doping? Eine Frage, die bereits übersprungen wird, weil es schon normal ist, sich Substanzen einzugeben. Ob Bewusstseinserweiterung, Lebensflucht, Aufputschgefühle, oder sonst welche Kompensationshandlungen, der Mensch genügt sich selbst nicht mehr, muss auf Substanzen ausweichen, die seine Nerven manipulieren, ihm Glück, Gelöstheit, Zufriedenheit, Kraft, Allmacht, oder sonstwas suggerieren. Dabei überschätzt sich der Mensch und kann zur Gefahr für sich und andere werden. Daraus resultieren Fragen wie oben, die eigentlich nicht sein müssten in einer perfekten Welt.
      1 4 Melden
  • Zeit_Genosse 13.09.2015 13:31
    Highlight Legalisieren heisst bejahen. Jetzt ist es nicht die staatliche Pflicht, Drogen gesellschaftlich gutzuheissen, weil man gesellschaftspolitisch von einer Gesellschaft träumt, die nichts einwerfen, schlucken, rauchen oder iniizieren soll. Man geht von einem Idealzustand aus, wo Menschen ohne Drogen den Alltag bewälltigen können sollen. Wenn man durch Teilegalisierung den Illegalen Handel zerschlägt ist das löblich, wird dabei aber selbst zum Händler und Befürworter dessen, was man eigentlich nicht ansrebt.
    3 18 Melden
    • crust_cheese 14.09.2015 00:35
      Highlight Hast du dir schon mal überlegt, dass Drogen auch einfach nur lustig sein können anstatt einer Realitätsflucht/Bewältigungshilfe?
      7 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 14.09.2015 18:30
      Highlight Man muss natürlich vorsichtig sein und sich gut überlegen wie man vorgehen will. Aber durch Repression wird niemandem geholfen. Beispiel Holland: Dort ist Cannabis legal - erstaunelicherweise (oder eben gerade nicht) ist dort die 'Kifferrate' europaweit am tiefsten.

      Durch die entkriminalisierung des Konsums von Drogen wird niemand angestiftet! Aber alle die sich so oder so mal einen Trip gönnen leben weniger gefährlich und weniger ungesund.
      2 0 Melden
  • nay 13.09.2015 12:26
    Highlight Die Problematik bei dieser Frage liegt doch darin, das wir nicht wissen, welche Folgen eine Entkriminalisierung hätte. Wir wissen schlicht und einfach nicht, wie unsere Gesellschaft darauf reagieren würde. Würde sie mehr konsumieren? Oder gar weniger? Bleibt der Konsum gleich?
    Es ist auf jeden Fall eine Idee zum
    weiterverfolgen und eine konstruktive Diskussion darüber zu führen.
    15 6 Melden
    • crust_cheese 14.09.2015 00:39
      Highlight In den Niederlanden führte die Dekriminalisierung nicht zu einem erhöhten Graskonsum, so viel steht fest.
      4 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 14.09.2015 18:31
      Highlight Und in Portugal, Spanien und Uruguay kann man deutlich beobachten, was eine Entkriminalisierung für Folgen hat.
      0 0 Melden
    • Luca452 30.10.2015 03:45
      Highlight Und ob wir wissen, wie unsere Gesellschaft darauf reagiert!
      Man kommt in jeder größeren Stadt an alle Drogen, wenn man ein paar Minuten durch bestimmte Bezirke läuft (Zur Qualität muss ich denke ich mal nix sagen) Und eine Frage an dich: Würdest du nach einem schlechten Tag dir einen Schuss Heroin geben?! Wohl eher nicht was? So wird es fast jedem gehen. Und selbst wenn sich jemand dafür entscheidet Heroin (oder andere Substanzen) zunehmen, wird er vernünftig aufgeklärt, erhält reines Zeug, kann es unter legalel Vorraussetzungen tun, kann leicher Hilfe erhalten bei Problematischen Konsum usw.
      0 0 Melden
  • Gantii 13.09.2015 11:40
    Highlight wer ist der Staat dass er mir verbieten kann einige Drogen zu nehmen und andere nicht? gehts noch? für was ist man eigentlich erwachsen wenn der Staat doch alles "im sinne der bevölkerung" bestimmt? diese bevormundung muss aufhören.
    25 6 Melden
    • Peter Schönthal 13.09.2015 12:32
      Highlight Dieses Argument kannst du für Alles bringen. z.B. Wer ist der Staat, dass er mir verbieten kann, nachts alleine auf der Autobahn mit 150 km/h zu fahren? In einer Gesellschaft braucht es nun halt ein paar Regeln.
      20 9 Melden
    • Gantii 13.09.2015 12:57
      Highlight ja, Regeln solange andere betroffen sind. Wenn ich mir jedoch bewusstseinserweiternde Substanzen einwerfe trifft das niemand anderen. ich beeinträchtige genau mich! und der drogenkonsum wird aus "schutz" vor sich selber verboten. das ist kein argument.
      wann immer nur ich selbst von meiner tat betroffen bin sollte der Staat kein mitspracherecht haben.
      21 7 Melden
    • Schubidubidubid 13.09.2015 13:30
      Highlight Die gesundheitlichen Spätfolgen aufgrund von Drogenkonsum bezahlt aber die Allgemeinheit. So einfach ist es nicht.
      7 10 Melden
    • Nico Rharennon 13.09.2015 14:20
      Highlight Jonas Stehli, korrekt beobachtet... also werden wir nichts legalisieren sondern den Alkoholkonsum unter Gefängnisstrafe stellen müssen.
      Alkohol sorgt von allen Drogen definitiv für die meisten Probleme!
      12 1 Melden
    • Gantii 13.09.2015 16:16
      Highlight @jonas stehli, ich zahle auch für die übergewichtigen, raucher, sportler, für die alten, usw. es ist ein solidaritätsprinzip, jeder zahlt für jeden, unabhängig von der ursache. das ist kein argument, zumal bei gemässigtem konsum nicht gleich langzeitschäden bilden!
      11 2 Melden
    • Schubidubidubid 13.09.2015 22:09
      Highlight Ja, das hab ich ja nicht bezweifelt. Aber wenn man so ultra-liberal argumentiert und sagt, dass Drogen legalisiert werden müssen, weil jeder nur für sich selbst verantwortlich ist, zieht das meiner Meinung nach genau deshalb nicht, weil es eben nicht so einfach ist. Ich finde insofern durchaus, dass der Staat Menschen auch vor sich selbst schützen soll und nicht gleich jedem einfach so eine Heroinspritze in die Hand drücken soll, wenn derjenige Bock darauf hat. Mindestens eine Entkriminalisierung ist trotzdem notwendig!
      2 2 Melden
    • Gantii 13.09.2015 23:23
      Highlight nur weil alk legal ist drückt dir der staat ja auch keine flasche in die hand und sagt trink! es ist jedem selbst überlassen ob er zugreift oder nicht.
      5 1 Melden
    • Schubidubidubid 14.09.2015 02:25
      Highlight Aber gerade dieser Vergleich ist heikel. Ich bin wie gesagt genau so für eine Legalisierung. Aber es sollte für Normalsterbliche nicht möglich sein, an Heroin zu kommen.
      1 3 Melden
    • Gantii 14.09.2015 06:52
      Highlight und wieso nicht? sollte dies nicht jeder mensch für sich entscheiden können? sind sie hier demfall der der für alle über alles bescheid weiss mr. anmassend
      6 2 Melden
    • Schubidubidubid 14.09.2015 09:37
      Highlight Es kann schon jeder für sich selber entscheiden wenn er das unbedingt will und sich der Folgen bewusst ist. Aber ich finde eben nicht, dass jeder nur sich selbst gegenüber Verantwortung trägt, sondern auch der Gesellschaft und seinem Umfeld gegenüber. Der Staat darf da ruhig helfen, diese wahrzunehmen.
      1 0 Melden
    • Schubidubidubid 14.09.2015 09:39
      Highlight Was ist denn bspw. mit der Schulpflicht? Da bestimmt auch der Staat, dass es gut ist, wenn man ein gewisses Mass an Bildung kriegt. Soll man das auch jedem selber überlassen?
      1 3 Melden
    • Gantii 14.09.2015 15:43
      Highlight es gibt keine schulpflicht für erwachsene. es ist jedem selber überlassen wie er sich fort, weiter oder eben garnicht bildet.
      kinder hingegen sind sich der weitläufigkeit oder den konsequenzen solcher handlungen oft nicht bewusst, desshalb macht es sinn dass da der staat eingreift. die frage ist jedich: wo geht der staatliche eingriff zuweit?
      ist es die pflicht des staates den bürger zu einer - seiner meinung nach!!! es gibt keine beweise das dies tatsächlich stimmt - gesunden lebensweise zu zwingen mit steuern (zb. tabaksteuern usw.) oder mit prohibition wie im falle von drogen
      1 1 Melden
    • Schubidubidubid 14.09.2015 17:15
      Highlight Ich würde eine Bildungspflicht für Erwachsene befürworten. Das täte der Gesellschaft gut.
      3 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 14.09.2015 18:36
      Highlight @Jonas

      Die grössten Gesundheitsschäden entstehen durch den Konsum von gestrecken Drogen, die durch den Schwarzmarkt ind den Umlauf gebracht werden. Solch ein Problem gäbe es bei legalen Drogen nicht.

      Heroin ist bei kontrolliertem Konsum nicht extrem schädlich. Die erste Herztansplantation wurde von einem Arzt durchgeführt der Heroin konsumiert. Später sagte dieser Arzt, dass er es ohne Heroin niemals geschafft hätte.
      5 1 Melden
  • Kaiserin 13.09.2015 11:15
    Highlight Prohibition funktioniert nicht. Viel klüger wäre also eine kontrollierte Legalisierung von Dorgen begleitet von starkem Jugendschutz, Aufklärung über die Gefahren sowie Besteuerung, wie bei Alk und Tabak. Zudem würde es vielen Herstellerländern wirtschaftlich helfen, wenn sie die Drogen legal anbauen und verkaufen könnten...
    31 9 Melden
  • Bucky 13.09.2015 10:52
    Highlight Der schizophrene Widerspruch der Linken: Auf der einen Seite gegen Ausbeutung der Arbeiter und Angestellten. Auf der anderen Seite für freie Verfügbarkeit von Kokain und Amphetaminen, also genau die Substanzen, die die Leistungsfähigkeit steigern und deshalb beliebt sind, um im Business Alltag zu dopen und die Konkurrenzfähigkeit zu verbessern. Ist das zeug legal, können Chefs ganz offen darauf verweisen, wenn Arbeitnehmer nicht mehr mit mögen. Und Working Poor wird man sagen, dass sie halt 2, 3 Jobs machen müssen - mit Koks und Amphetaminen kein Problem.
    13 33 Melden
    • EvilBetty 13.09.2015 11:42
      Highlight Entkriminalisierter Konsum und freie Verfügbarkeit sind dann doch noch zwei verschiedene Sachen... SVP much?
      18 4 Melden
    • strieler 13.09.2015 12:14
      Highlight 1. working poor - eher kein Geld für Kokain und Co.. ; zudem nicht wirklich wirksam gegen die Gebrechen die bei diesen Menschen anfallen und / oder Leistungssteigernd in den Berreichen die diese benötigten..
      2. Das Anliegen ist es ja gerade die Problematik der Leistungssteigerung für den Job mit auf den Tisch zu bringen - erst wenn z.B die Kokainkonsumenten entkriminalisiert sind, können sie (und werden gegebenenfalls) zu ihren Beweggründen befragt -> erst dann können gerade diese Probleme aufgedeckt werden.

      Fortsetzung folgt...
      18 3 Melden
    • strieler 13.09.2015 12:16
      Highlight 3. Konkurrenzfähigkeit, Sichtweise der Chefs -> würde hier ein wirtschaftliches Thema behandelt, würden sie den Linken genau das Gegenteil vorwerfen, nämlich nicht im Sinne der Arbeitgeber / Wirtschaft zu handeln -> netter Versuch ihrem Anti-Links- Reflex Ausdruck zu verleihen
      17 5 Melden
    • EvilBetty 13.09.2015 12:49
      Highlight Bucky: Shizophrenie und multiple Persönlichkeit sind auch zwei verschiedene Dinge...
      5 9 Melden
  • Peter von der Flue 13.09.2015 10:50
    Highlight Sollte man die JUSO-Studenten zum Arbeiten verpflichten? Ich finde ja, da die Junggenossen offensichtlich zu viel Zeit haben irgendwelchen Dünnpfiff im 2-Tage-Rythmus zu verbreiten. Was macht man den ganzen Tag, um auf die unendlich vielen Ideen zu kommen? Wenn der Vorschlag von irgendwelchen Jungen Partygänger um 3.30h an einer Club Bar entstanden wäre, würde ich die Ironie erkennen.
    16 33 Melden
    • strieler 13.09.2015 11:39
      Highlight Das nennt man eben politische Themen setzen die nicht nur einen persönlich betreffen - (Zürich und andere Schweizer Städte liegen scheinbar im Konsum von Kokain weit vorn, z.B: http://www.tagesanzeiger.ch/wissen/medizin-und-psychologie/Den-Kokainkonsum-geklaert/story/23644814)
      sondern schlicht zur heutigen Realität v.a. in Städten gehört. Und anscheinend gibt es dort genügend Menschen die sich trotz regelmässigem Konsum erfolgreich durch Arbeits - und Partyleben schlagen. Dass man diese Menschen entkriminalisieren will ist denn auch nur ein Punkt, der hier anzuführen wäre.
      16 5 Melden
    • nay 13.09.2015 12:18
      Highlight Der Unterschied zwischen Jung- und ihren Mutterparteien liegt darin, dass Jungparteien Tabuthemen ansprechen und dies auch dürfen. Diesen Fragen muss man sich stellen. Und wer das als "Dünnpfiff" bezeichnen möchte, ist wohl im
      Fortschritt stehen geblieben, verschliesst die Augen vor der Zukunft unserer Gesellschaft und ist dadurch Opfer der verfilzten Bundeshauspolitik geworden.
      20 8 Melden
    • Peter von der Flue 13.09.2015 12:32
      Highlight Komisch die Schnupfkinder, welche ich kenne aus dem Arbeitsleben, Sport und am Weekend, machen mir aber nicht den Eindruck, dass sie alles im Griff haben. Man kann ja alles schön reden, nur wie gesagt ich habe da andere Erfahrungen. Aber jedem seine Meinung.
      6 13 Melden
    • Gelöschter Benutzer 14.09.2015 18:39
      Highlight Es gibt auch Alkoholiker. Und eben Politiker die nicht nur 'Wahlkampfthemen' bringen...
      2 0 Melden
  • roger.schmid 13.09.2015 10:14
    Highlight
    4 2 Melden
  • pippa 13.09.2015 09:13
    Highlight @arabra
    Mir geht es exakt wie Ihnen. Wenn man in diesem Bereich arbeitet und tagtäglich abhängige und aufgrund der Drogen zu Grunde gegangene Menschen vor Augen hat empfindet man solche Vorstösse als unbegreiflich. Eine solche Verharmlosung der Drogen erschüttert mich.
    23 32 Melden
    • Raro Wetzel 13.09.2015 09:55
      Highlight Das Drogenelend ist vorwiegend, den durch die Prohibition hervorgerufenen ungünstigen Bedingungen geschuldet, unter denen die Drogenkonsumenten ihren Stoff beschaffen und einnehmen müssen. Opiate, die ohne Beschaffungsstress und unter hygienisch einwandfreien Bedingungen eingenommen werden können, führen zu weit weniger gesundheitlichen Problem als der Konsum von Nikotin.
      Zur Problematik der Drogenprohibition vergleich auch das Gespräch vom Echo der Zeit mit Günther Amendt (Drogenprohibition hat versagt), das ich auf Youtube publiziert habe:
      25 8 Melden
    • 's all good, man! 13.09.2015 12:32
      Highlight Aha, aber beim Alk ist das vermutlich alles kein Problem, oder?

      Etwa 250'000 bis 300'000 Menschen in der Schweiz sind alkoholabhängig, bei rund 1 Mio Menschen geht man von einem problematischen Konsum aus. Von denen redet ja eigentlich auch niemand, aber es ist ja allen bekannt, dass ein Verbot auch hier gar nichts nützen würde. Alkohol ist genauso eine psychoaktive Substanz - nur halt in unserer Gesellschaft dermassen stark verankert, dass sich eigentlich keiner mehr wirklich darüber Gedanken macht.

      Von Kokain oder Heroin sollen in der CH etwa 30'000 abhängig sein...
      13 2 Melden
    • pippa 14.09.2015 21:02
      Highlight @ s all good man: Nein, ich habe tatsächlich mit mehr Alkoholabhängigen zu tun. Und das ist überhaupt nicht egal und erschüttert mich ebenso. Aber wie das Thema Drogen hier verharmlost wird finde ich unglaublich.
      0 3 Melden
  • Max Heiri 13.09.2015 08:10
    Highlight Ich bin ein grosser Freund der Legalisierung aller Drogen, denn es gehört in die Selbstverantwortung was jemand sich antut. Allerdings ist es nicht mit unserem Sozialsystemen vereinbar. Jemand der gerne in seine Welten abtaucht, aber dann auf Kosten der Allgemeinheit lebt, ist höchst unfair.
    35 10 Melden
    • Dewar 13.09.2015 12:13
      Highlight Das ist schon wahr, aber ich bezweifle, dass der Konsum starker Drogen wegen der Legalisierung drastisch zunehmen würde. Das Schadenpotenzial ist ja den meisten bekannt (wie Sie sagen, Selbstverantwortung). Damit würden auch die Sozialsysteme nicht zusätzlich belastet. Und wenn wir schon davon sprechen, wäre die Frage, ob man z.B. auch die Raucher, welche den Konsumenten harter Drogen zahlenmässig überlegen sind, und ihre Gesundheitskosten mit einbezieht. Man müsste bei einer Legalisierung aber wohl zunächst abwarten, ob sich ein Problem mit Sozialversicherungen/Krankenkassen ergeben würde.
      11 4 Melden
    • who cares? 13.09.2015 13:31
      Highlight @Max Heiri Über das Schadenspotenzial sind zwar die meisten informiert, jedoch sendet eine Legalisierung das Zeichen aus, dass harte Drogen ja "doch nicht so schlimm" seien. Mehr Aufklärung wäre bei einer Legalisierung dringend nötig. Sogar schon bei Cannabis. Ab und zu schadet's nicht, aber ich kenne ein paar bedauernswerte Kiffer, die ihr Leben nicht mehr auf die Reihe bringen.
      2 6 Melden
    • who cares? 13.09.2015 13:32
      Highlight Okay eigentlich war meine Antwort an @Alias gerichtet gewesen...
      1 1 Melden
    • Dewar 13.09.2015 14:20
      Highlight who cares: Klar, dass weitere Präventionsmassnahmen notwendig wären stelle ich nicht in Abrede. Vorläufig steht aber "nur" die Legalisierung des Konsums zur Diskussion. Das würde in erster Linie das Leben von bereits Süchtigen erleichtern und es einfacher machen, diesen zu helfen. Ich denke daher nicht, dass falsche Signale ausgesendet werden. Die Alkoholprohibition in den USA hat gezeigt, dass in erster Linie die Kriminalität steigt, die Nachfrage aber nicht beträchtlich sinkt. Bei der Legalisierung harter Drogen würde wohl nur die Zeit zeigen, wie sich der Konsum entwickelt.
      4 1 Melden
    • Bucky 13.09.2015 21:59
      Highlight "Ich bin ein grosser Freund der Legalisierung aller Drogen, denn es gehört in die Selbstverantwortung was jemand sich antut."

      Dem schliesse ich mich an.

      "Allerdings ist es nicht mit unserem Sozialsystemen vereinbar. Jemand der gerne in seine Welten abtaucht, aber dann auf Kosten der Allgemeinheit lebt, ist höchst unfair."

      Der Grund, warum Gäste mit leeren Händen oft doch spontan in der Gruppe mitdopen, obwohl pleite und ohne eigenen Stoff dabei, ist die Stärke ihres sozialen Netzwerks und dessen Vertrauen, diese Gäste würden nächstes Mal zum Teilen irgendeine Gegenleistung erbringen.
      0 0 Melden
  • Triumvir 13.09.2015 07:44
    Highlight Das geht nicht im Alleingang. Wir hier in Basel hatten schon mal eine Quasilegalisierung von Cannabis in Form von Hanfshops. Was waren damals die Folgen: Kiffer aus ganz Frankreich und Deutschland kamen nach Basel. Das wäre ja nicht so schlimm gewesen. Es kam aber dann bald zu einer Zunahme sowohl der Klein- als auch der Beschaffungskriminalität und noch viel schlimmer auch der orginasisierten Kriminalität (inkl. Morde!). Das sind Fakten. Deshalb bin ich klar gegen eine einseitige Legalisierung.
    20 47 Melden
    • Gelöschter Benutzer 13.09.2015 08:03
      Highlight Das könnte man evtl. am Anfang durch staatliche Abgabezentren lösen? Keine Ahnung. Nur so eine Idee.
      19 10 Melden
    • SanchoPanza 13.09.2015 08:33
      Highlight naja, in der Ostschweiz wars gebau anders herum. Vor einigen Jahren wurden wie auch in Basel alle Hanfshops geschlossen usw. Jetzt befindet sich das Geschäft in der Hand der albanischen Mafia... toll! Die Folgen kannst du dir ja ausmalen.
      44 5 Melden
  • atomschlaf 13.09.2015 07:38
    Highlight Die Drogenprohibition war eine der dümmsten Ideen ever. Funktioniert hinten und vorne nicht, kommt grösstenteils dem organisierten Verbrechen zugute und wenn man sich vorstellt, wie viele finanzielle und personelle Ressourcen für die Durchsetzung dieses Unsinns vergeudet werden, könnte einem übel werden.
    66 7 Melden
    • Gelöschter Benutzer 13.09.2015 08:08
      Highlight Wenn mich meine Geschichtskenntnisse nicht allzusehr trügen, kam die Cannabisprohibition mehr oder weniger direkt in Folge der Auflösung der Alkoholprohibition in den USA. Einerseits weil sich die Hanfbauern weigerten immer höhere Steuern zu bezahlen und daher quasi illegal anbauten. Andererseits, um dem durch die Alki-Prohibition aufgeblähten Verfolgungsapparat ein neues Ziel zu geben. Ähnlich wie einst die Inquisition nach Lösung des Judenproblems auf ein erfundenes Hexenproblem gelenkt wurde.
      27 7 Melden
    • Mr. Kr 13.09.2015 09:29
      Highlight Die Cannabisprohibition ging grössten teils von der amerikanischen Baumwollindustrie aus.. Da Cannabis in vielerlei Hinsicht um einiges besser und ergibiger als Baumwolle ist. Wie immer ging es damals nur um Wirtschaftliches Interesse.
      22 2 Melden
  • Chlinae_Tigaer 13.09.2015 05:50
    Highlight Und wenn man denkt das es nicht noch dümmer geht...

    ... geht's eben doch noch dümmer.

    Allerdings sind wir das von der Juso gewohnt.
    39 76 Melden
    • atomschlaf 13.09.2015 07:59
      Highlight @Chlinae_Tigaer: Versuch' doch mal, über das Thema ein wenig nachzudenken, statt reflexartig nach links auszuteilen.
      Ich halte sonst auch nicht viel von der Juso aber die heutige Prohibitionspolitik ist wirklich Unsinn im Quadrat.
      41 6 Melden
    • Chlinae_Tigaer 13.09.2015 09:15
      Highlight @atomschlaf

      Als langjähriger Drogenkonsument (vorallem Halluzinogene), der seit fast zwei Jahrzehnten nun sauber ist, weiß ich sehr wohl von was ich spreche.

      Drogen zu legalisieren ist eine der dümmsten Ideen die es gibt.

      Wäre die Idee von der SVP, hätte ich übrigens genau das gleiche geschrieben.

      Nur... in diesem Fall kam sie von der Juso. Und von denen kam bislang nun mal mehr dummes als anders.



      18 37 Melden
    • Gelöschter Benutzer 13.09.2015 10:58
      Highlight Alle Substanzen sollten legal sein. Der Staat sollte den Markt kontrollieren.
      Junkies gibts offensichtlich auch wenn die Substanzen illegal sind. Diese Info haben wir. Ob und wie sich eine Legalisierung auf die Bevölkerung auswirkt, wissen wir nicht. Ein wenig von Holland aber auch nur bei shit.
      Eine Frage an alle die Contrastellung nehmen. Woher eure Gewissheit?
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    • Schubidubidubid 13.09.2015 11:30
      Highlight Sie haben's ja genommen, obwohl es illegal war. Es gibt genügend Studien, die beweisen, dass eine Legalisierung nicht zu mehr Konsum führt.
      Das heisst ja dann nicht, dass man MDMA im Migros kaufen kann, man kann es allenfalls an nachweislich Süchtige kontrolliert abgeben.

      Inwiefern ist also Ihre eigene Drogenvergangenheit ein Argument gegen die Legalisierung oder zumindest die Entkriminalisierung?
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  • Thanatos 13.09.2015 05:43
    Highlight Nur so kann man Prävention betreiben und die Konsumenten vor verunreinigten Substanzen schützen. Denn die meisten Unfälle passieren wegen dem. Steuern zahlen sie natürlich auch noch ^^
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    • arpa 13.09.2015 07:26
      Highlight Eine typische multi-win Entscheidung!
      Der war on drugs ist längst verloren...
      33 5 Melden
    • Arabra 13.09.2015 08:52
      Highlight Das kann echt nicht euer ernst sein. Mit der Entkriminalisierung werden diese Drogen verharmlost. Marihuana bis Kokain, das sind brandgefährliche Substanzen. Vor 20 Jahren hätte ich auch noch gesagt das kiffen nicht so schlimm ist. Heute mit dem total überzüchteten Zeug herangezogen mit hochpotenter, giftigen Erde, ist es nur noch gefährlich. Der Griff zu Drogen wäre völlig ok und dann steigen die Leute unter Einfluss ins Auto. Verunreinigt oder nicht, Drogen werden nicht um sonst kriminalisiert. Ich sehe Tag für Tag Leute die den Kampf gegen ihre Sucht verloren haben.
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    • Arabra 13.09.2015 08:52
      Highlight Die schlimmsten psychischen Krankheiten gehen wegen Drogenkonsums hervor.
      9 32 Melden
    • strieler 13.09.2015 11:46
      Highlight @arabra: aber genau dem überzüchteten Zeugs könnte man ja dann gezielter entgegenwirken, auch Giftstoffen und ähnlichem...
      Und wenn du wirklich auf dem Gebiet gearbeitet hast, weisst du dass es erstens die unterschiedlichsten Menschen betrifft, die aus verschiedensten Gründen in eine Droge konsumieren und daran kaputt gehen können und
      zweitens dass man aus der Legalisierung / Entkriminalissierung nicht auf einen Anstieg der Konsumenten schliessen kann.
      16 2 Melden
    • Schubidubidubid 13.09.2015 12:55
      Highlight Und spätestens wenn sie das Autofahren-Argument bringen, müssten sie genau so vehement ein Verbot von Alkohol fordern. Würde das etwas bringen? Nein.
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    • Arabra 13.09.2015 18:19
      Highlight Drogen sind Gift, da kann man den Giftstoffen nicht entgegenwirken und es ist nicht so, dass ich auf dem Gebiet gearbeitet habe, sondern es tue. Glauben Sie mir, alles was die Psyche verändert ist Gift und sehr gefährlich.... Da gibt es nichts zu steuern oder zu kontrollieren. Gift bleibt Gift.... Und ja ich bin auch der Meinung, dass Alkohol Gift ist, übrigens eines der schlimmsten aus meiner Sicht. Im Strassenverkehr verheerend.... Mann kann nicht sagen dass es mehr werden, aber das Gegenteil auch nicht.
      0 5 Melden
    • arpa 13.09.2015 20:43
      Highlight Richig Arabra, jedoch bestimmt die Dosis das Gift ;)
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