Schweiz
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ZUR ABSTIMMUNG GEGEN MASSENEINWANDERUNG VOM SONNTAG, 9. FEBRUAR 2014 STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG --- Zwei Befuerworter der Schwarzenbach-Initiative, aufgenommen im Juli 1970. Am 7. Juni 1970 stimmten die Schweizer Stimmbuerger ueber die Volksinitative 'gegen die Ueberfremdung', die von Dr. James Schwarzenbach lanciert wurde, ab. Die Initiative forderte eine Reduktion des Auslaenderanteils und wurde nach einem intensiven Abstimmungskampf mit 54% Nein-Stimmen abgelehnt. (KEYSTONE/ARCHIV/Str)

Anhänger der Schwarzenbach-Initiative: Als Wilhelm Tell gegen die Ausländer.
Bild: KEYSTONE

Die Schweiz und ihre Ausländer: Als die «Tschinggen» auf dem Pausenplatz verprügelt wurden

Die Schweiz tut sich traditionell schwer mit ihren Ausländern. Besonders ausgeprägt war dies während der Einwanderungswelle nach dem Zweiten Weltkrieg der Fall. Damals schlug ihnen teilweise blanker Hass entgegen.

16.02.16, 13:32 17.02.16, 18:22


Den Schimpfreim haben viele Menschen italienischer Abstammung bis heute in den Ohren: «Tschingg-a-la-mora, Dräck-a-de-Schnorra» wurde ihnen als Kind nachgerufen, auf dem Schulweg, auf dem Pausenplatz. Tschingg kommt von Cinque (Fünf) und Mora ist ein italienisches Zählspiel ähnlich wie Schere-Stein-Papier, nur dass man die Zahl der Finger erraten muss. Der Ausdruck «Tschingg» wurde zur abschätzigen Bezeichnung für Italiener.

Bereits im 19. Jahrhundert waren viele in die Schweiz gekommen, häufig als Arbeiter in den Tunnels, die durch die Alpen gebohrt wurden. Die starke Zuwanderung – darunter auch viele Deutsche – erzeugte Unbehagen. Der Begriff «Überfremdung» tauchte in der politischen Debatte auf, und mit ihm die Bezeichnung Tschingg.

Gruppenfoto der Bohr-und Vermessungsequipe am Suedportal des nach fuenfjaehriger Bauzeit im Jahre 1903 fertiggestellten 5865 Meter langen Albulatunnels, welcher zu seiner Zeit eine Pionierleistung im Tunnelbau war. Der Tunnel verbindet in gerader Linie das Hochtal von Preda und das Val Bever. (KEYSTONE/Str) ===  === : Film]

Am Albulatunnel ins Engadin (Aufnahme von 1903) arbeiteten viele Italiener mit.
Bild: KEYSTONE

Widerspruch gab es durchaus: «Heute verlangen die in der deutschsprachigen Schweiz lebenden Italiener mit vollem Recht das Ausmerzen dieses Spottnamens und dessen Abarten aus dem Sprachgebrauch», hiess es in einem Leserbrief, der im September 1940 in der NZZ veröffentlicht wurde. Die Zeit dafür aber war nicht reif, im Gegenteil: Der «Tschingg» wurde in den folgenden Jahren erst richtig salonfähig.

Die Geburtenquote der Italiener liegt bedeutend höher als jene der Schweizer. Der heutige Anfangsbestand an Italienern genügt, um die Schweiz ohne einen Schuss zu erobern. Geburtenregel? Die ist doch für den dummen Schweizer, da lacht der Italiener.

Mitteilungsblatt der Nationalen Aktion (1967)

Nach dem Zweiten Weltkrieg begann die verschonte Schweiz erneut im grossen Stil «Gastarbeiter» zu rekrutieren, um den wirtschaftlichen Nachholbedarf zu befriedigen. Zwischen 1950 und 1970 stieg die Zahl der Ausländer von 300'000 auf rund eine Million. Sie stammten zum grössten Teil aus Italien und arbeiteten als «Saisonniers» auf dem Bau oder in anderen anstrengenden Berufen.

Die Einheimischen «dankten» es ihnen, indem sie sie in lausige Baracken pferchten, die abseits der Wohnquartiere lagen. Man wollte mit ihnen nichts zu tun haben und klammerte sich an die Hoffnung, sie würden irgendwann wieder gehen. Häufig blieb es nicht bei verbalen Anfeindungen gegen die «Gastarbeiter» und ihren Nachwuchs. Sie wurden angepöbelt und sogar verprügelt, weil sie anders waren, Ausländer, Italiener.

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Einen Eindruck des damaligen Klimas lieferte der langjährige «Blick»-Journalist und Schriftsteller Arthur Honegger: Am Stadtfest seines Wohnortes Bülach im Zürcher Unterland seien «Tschinggen» unerwünscht gewesen. «Denen stellen wir eine Gulaschkanone beim alten Sekundarschulhaus auf. Da können sie ihre Spaghetti fressen», entschied man. Tauchten sie trotzdem am Fest auf, wurden sie angerempelt und beschimpft: «Haut ab, wir wollen euch nicht!»

Die ehemaligen Weggefaehrten, der Nationalrat der Nationalen Aktion, Valentin Oehen, rechts, und James Schwarzenbach von der Republikanischen Bewegung unterhalten sich am 25. April 1974 im Nationalrat in Bern. Oehen tritt wieder bei Schweizer Demokraten SD (ehemaliges Nationale Aktion) ein und will an ihrer Seite gegen die Aufhebung der Lex Koller kaempfen, wie Oehen am Samstag, 7. Januar 2006 bestaetigte. Oehen, der in den 70-er Jahren Praesident der damals noch Nationale Aktion (NA) genannten Rechtspartei war, hatte 1986 die Partei im Streit verlassen und auf seinem Bio-Bauernhof gearbeitet. (KEYSTONE)

James Schwarzenbach (l.) und sein Mitstreiter Valentin Oehen, mit dem er sich später überwarf.
Bild: KEYSTONE

Der Hass manifestierte sich in der Politik: 1961 wurde die «Nationale Aktion gegen die Überfremdung von Volk und Heimat» (NA) gegründet. Der Bundesrat goss Öl ins Feuer, als eine von ihm eingesetzte «Expertenkommission zum Studium der Ausländerproblematik» 1964 zum Schluss kam, die Schweiz befinde sich «im Stadium einer ausgesprochenen Überfremdungsgefahr». Die «übermässige Zunahme der fremden Einflüsse» gefährde «unsere nationale Eigenart und damit die wichtigste Grundlage unserer staatlichen Eigenständigkeit».

«Soll unser Land wegen der Gewinnsucht und Profitgier einzelner Betriebe zu einer italienischen Kolonie werden à la Südtirol? Der Vatikan frohlockt, weil dann unser Land mehrheitlich katholisch sein wird. Auch die Russen reiben sich die Hände, denn ohne ihr geringstes Zutun werden wir eine Million Kommunisten im Land haben. Wie leicht ist es dann für sie, eine Revolution zu entfachen.»

Leserbrief im «Tages-Anzeiger» (1970)

Nun schlug die Stunde eines ebenso schillernden wie rätselhaften Demagogen: James Schwarzenbach. Er entstammte einer schwerreichen Zürcher Textildynastie, mit der er sich überworfen hatte, weil er zum Katholizismus konvertiert war. Trotzdem hatte er genug Geld, um ein sorgenfreies Leben als Journalist, Autor und Verleger zu führen. Der distinguierte Grossbürger Schwarzenbach trat der NA bei und eroberte 1967 ein Mandat im Nationalrat.

1969 lancierte die NA ihre Volksinitiative «gegen die Überfremdung». Sie verlangte eine Reduktion des Ausländeranteils in der Bevölkerung von 17 auf 10 Prozent. Eine halbe Million «Gastarbeiter» hätte die Koffer packen müssen. Der Abstimmungskampf verlief emotional, das Motto hiess «Alle gegen einen», genauer gegen James Schwarzenbach, nach dem die Initiative schon bald benannt wurde. Fast täglich trat er an einem Podium auf und dominierte als brillanter Redner die Debatte, sogar in der Westschweiz, wo er mit seinem Französisch beeindruckte.

Aufgeheiztes Klima: Bericht des Schweizer Fernsehens über die Schwarzenbach-Initiative.
quelle: srf

Die Abstimmung am 7. Juni 1970 endete mit einem Schock: Obwohl die Gegner eindringlich vor den wirtschaftlichen Folgen gewarnt hatten, erreichte die Initiative bei einer Rekord-Beteiligung von 75 Prozent (allerdings nur Männer) einen Ja-Anteil von 46 Prozent. Für Schwarzenbach war es ein ideales Ergebnis. Als Industriellensprössling war er sich der Konsequenzen seines Begehrens durchaus bewusst, gleichzeitig hatte er sich definitiv als Player in der Schweizer Politik etabliert.

Es ist noch nicht allzu lange her, da stellten Staatsbetriebe keine Schweizer ein, welche nicht militärdiensttauglich waren und über einen tadellosen Leumund verfügten. Heute arbeiten schon massenhaft Fremdarbeiter in diesen Betrieben, ohne nur eine dieser Bedingungen erfüllen zu müssen. Was würde unser General Guisan dazu sagen? Ist der berühmte Rütli-Rapport schon vergessen? Heil dir, Helvetia! Schweizer, wann kommst Du zur Besinnung?

Leserbrief im «Tages-Anzeiger» (1970)

War Schwarzenbach aber wirklich fremdenfeindlich? Er äusserte ungeniert Sympathien für autoritäre und faschistische Strukturen. Andererseits erklärte Helmut Hubacher, der spätere Präsident der SP Schweiz und einer seiner damaligen Hauptwidersacher, die Initiative sei für Schwarzenbach ein Mittel zur Befriedigung seines Geltungsdrangs gewesen. «Es war die Chance seines Lebens, berühmt zu werden», sagte Hubacher in einem SRF-Dok-Film.

Schwarzenbach überwarf sich bald mit der NA und gründete eine neue Partei, die Republikaner. Als Sekretär amtierte ein gewisser Ulrich Schlüer. Sie eroberten bei den Wahlen 1971 (an denen erstmals die Frauen teilnehmen durften) auf Anhieb sieben Sitze im Nationalrat. Die Nationale Aktion schaffte «nur» vier. Doch James Schwarzenbach blieb ein ausgesprochener Einzelkämpfer. Ende der 70er Jahre zog er sich aus der aktiven Politik ins Engadin zurück, wo er 1994 starb.

SVP-Abstimmungsplakate

Seine Saat aber war aufgegangen. Helmut Hubacher erhielt Einblick in Schwarzenbachs Spenderliste und musste zu seinem Schrecken feststellen, dass viele «einfache Leute» den Kämpfer gegen die «Überfremdung» mit kleinen, aber auch grösseren Geldbeträgen unterstützt hatten. Es war für die Linke ein Knackpunkt: Sie machte sich stark für eine weltoffene Schweiz und verlor einen grossen Teil der Arbeiterschaft für immer an die nationalkonservative Rechte.

Das Schweizervolk sieht untätig zu, wie den betagten eigenen Landsleuten von Spekulanten die Wohnung herzlos gekündigt wird, um vitalen Italienerfamilien Platz zu machen.

Mitteilungsblatt der Nationalen Aktion (1967)

Das Klima gegenüber den Ausländern aber entspannte sich. Die offene Fremdenfeindlichkeit verschwand zunehmend. Zwei Faktoren trugen dazu bei, darunter paradoxerweise das Ende der jahrelangen Hochkonjunktur. Als die Wirtschaft 1973 in eine schwere Rezession stürzte, wurden Tausende Ausländer einfach nach Hause geschickt. Die Personenfreizügigkeit existierte damals noch nicht. Auch die gesellschaftliche Öffnung in den 60er Jahren wirkte sich positiv aus.

Zwei weitere «Überfremdungs»-Initiativen kamen 1974 und 1977 zur Abstimmung und wurden klar abgelehnt. Die zunehmende Akzeptanz wurde auch auf dem Pausenplatz spürbar, was ich als Primarschüler selbst erlebte. Als ein Klassenkamerad einen italienischen Mitschüler als «Tschinggeli» verspottete, nahmen wir anderen ihn uns zur Brust: «So etwas sagt man nicht!».

Die Szene ereignete sich in einem Dorf im Zürcher Unterland, in dem ich aufgewachsen bin und das nur wenige Kilometer von jenem Bülach entfernt liegt, wo die Italiener rund zehn Jahre zuvor angepöbelt und beschimpft worden waren. Nun wandelte sich ihr Image, und auch der Umgang mit Ausländern wurde ziviler. Die Wörter Tschingg, Gastarbeiter und Überfremdung verschwanden aus dem allgemeinen Sprachgebrauch.

Heute gibt es nur selten Übergriffe verbaler und körperlicher Art auf Ausländer, obwohl ihr Anteil auf 25 Prozent angestiegen ist und mehr als ein Drittel der Bevölkerung einen Migrationshintergrund besitzt. Verschwunden aber sind die Vorbehalte und Ängste nie. Heute manifestieren sie sich im Internet – und im Ja zu diversen SVP-Initiativen. Und die nächste Abstimmung steht unmittelbar bevor.

Die Zitate im Text stammen aus einem Artikel, der 2000 im «Magazin» des «Tages-Anzeigers» erschienen ist. Eine weitere Quelle ist die von der Historikerin Isabel Drews verfasste Studie «Schweizer erwache!» über James Schwarzenbach.

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85
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    Alle Leser-Kommentare
  • perlchen 17.04.2016 16:16
    Highlight Ich denke der zweite Teil des Wortes Tschingge-la-mora kommt nicht wirklich von diesem genannten Spiel von dem ich noch nie gehört habe, sondern viel brutaler vom Wort "More" was Sau bedeutet, also Tschingge-la-more
    1 2 Melden
  • andersen 18.02.2016 11:50
    Highlight Ich bin wegen die Liebe (zu mein Ehemann) in die Schweiz gezogen.
    Jetzt ist es fast 35 Jahre.
    Ich kam mich auch am Anfang ziemlich unbeholfen vor, dar ich nicht der Mundart verstanden hat.
    Ich komme von ein sehr liberales Land, wo es ein sehr moderne Demokratie gibt und ich dachte zur Erst, die Zeit ist in der Schweiz ja stehen geblieben.
    Aber ich ging mit das Motto: Ich muss ja nicht verstanden werden, sondern ich muss Verstehen und beherrsche der Mundart.
    Die Schweizer sprechen viel, oft hilft es, wenn man gut Zuhören kann.
    So öffnen sich die Schweizer.

    3 4 Melden
  • Mietzekatze 18.02.2016 09:15
    Highlight Heute werden Tschingge und Gummihälse, sowie Froschschenkelfresser und Spaniöggel nicht mehr als Ausländer angesehen! Letztens sagte zu mir jemand 'du bist ja gar keine richtige Ausländerin als Italienerin'.. Und doch war auch ich als Kind ein Tschingg und hatte öfter mit Rechter Ideologie zu kämpfen.. Und ich hab Jahrgang 88! Uns sollte eher zu denken geben, dass die selben Wortlaute seit den 50er Jahren funktionieren und wir dagegen nicht ankommen können... Vlt ja bei der nächsten Rezession!
    9 2 Melden
    • andersen 18.02.2016 12:05
      Highlight Ach Mietzekatze, die Italiener ist schon lange ein Bereicherung und die Menschen merken schon, dass es bei der DI um mehr geht, als um die kriminellen Ausländer.
      3 0 Melden
    • Mietzekatze 18.02.2016 13:25
      Highlight Ich hoffe es von Herzen! Gerade gestern hatte ich ein Gespräch mit einem Arbeitskollegen... Seine Frau und Stieftochter aus den Philippinen und er hat trotzdem ein JA in die Urne gelegt.. Ich denke viele lassen sich blenden und kennen vor Allem den Unterschied zwischen Gesetz und Verfassungsänderung nicht... Aber ich hoffe du hast recht!
      9 1 Melden
    • andersen 18.02.2016 14:04
      Highlight Sand im Augen zu streuen, hat sich nicht bewährt.
      Ich diskutiere nicht mit Leuten, die nur ein Zeichen setzen will.
      Abstimmungen war nicht immer Gottes Wort.
      Wenn ein Verfassungsänderung(Systemwechslung statt findet) kann die Menschen ja auch locker die Todesstrafe einführen und was kommt danach, das ist die Frage.
      Ich lasse mich nicht von demagogische Strömungen beeinflussen.
      Wenn der DI abgelehnt wird, tritt ja der neue Gesetz im Kraft.
      Das ist gut so.
      2 1 Melden
  • Petitsuisse 17.02.2016 06:13
    Highlight Ich erinnere mich, dass ich als Schweizer auf dem Weg in die Schule von grösseren Mädchen als "Dräcks-Tschingg" beschimpft wurde. Wohl wegen meiner dunklen Haare. 1976. Dies hat mich geprägt und ich versuche allem rechten Gesocks die Stirn zu bieten. Aber leider versagen die linken Partei(en). Diese waren Arbeiterparteien, welche von Intellektuellen übernommen wurden. Der einfache Wähler hat Mühe die Gedankengänge und Argumente dieser Politiker zu verstehen. Und Probleme verschwinden nicht wenn man sie ignoriert, und wir haben Probleme mit Migranten, auch wenn ich das nur ungern zugebe.
    21 3 Melden
    • andersen 17.02.2016 10:43
      Highlight Der DI ist unnötig, weil es wurde immer Menschen ausgeschafft, wenn sie der Gastrecht und die Gesetze verletzt haben, aber die meisten Menschen in dem Land kann nicht es abwarten, bis der Täter die Strafe im Gefängnis abgesetzt haben.
      Und es braucht lange Verhandlungen mit die Länder, ob sie bereit sind, die Verurteile zurückzunehmen.
      Darum ist manche Dinge einfach zu Komplex um es mit einfachen Abstimmungen es mit Ja oder Nein beantworten zu können.
      Die Schweiz hat nicht nur Problem mit Migranten, sondern auch mit Schweizer, die oft sein Unfug weiter machen kann.
      5 4 Melden
  • StefanZaugg 16.02.2016 23:01
    Highlight Der springende Punkt ist wohl folgendes Zitat:
    "Als die Wirtschaft 1973 in eine schwere Rezession stürzte, wurden Tausende Ausländer einfach nach Hause geschickt."

    Wie ginge eine solche Rezession wohl heute aus, wo das Sozialnetz für 8.5 Mio sorgen müsste? Nicht-Schweizer einfach nach Hause schicken geht rechtlich und moralisch nicht. Ich vermute da würde die Stimmung sehr schnell kippen.
    12 1 Melden
  • Sputnik_72 16.02.2016 22:20
    Highlight In Zürich Nord aufgewachsen, werde ich (Secondo Tschingg) eine Episode meiner Kindheit nie vergessen.
    Wir sammelten damals für die Erdbebenopfer in Neapel.
    Eine sehr nette Dame meinte, dass dieses Pack dort nur verrecken sollte, dann kämen auch weniger.
    Nie wieder in meinem Leben habe ich mich so gedemütigt gefühlt....
    Es gab diese Ablehnung gegen uns und wer das abstreitet (wie einige Kommentare) blendet dies aus!!
    Schwarzenbach war ein geistiger Brandstifter.
    Zum Glück hat sich vieles verändert. Machen wir die gleichen Fehler nicht nochmals. Wer Wind sät, wird Sturm ernten




    68 6 Melden
    • Guipri 17.02.2016 07:46
      Highlight Habe ich genauso erlebt. Der Primarlehrer sagte in der 6. Klasse ich könne nicht in die Sek und wenn ich nicht aufpasse rutsche ich in die Sonderschule. Weil Mädchen vom Süden nur Jungs im Kopf hätten. Mit 12!!! Na ja, habe das Gegenteil bewiesen. Er würde sich im Grabe umdrehen, wenn er sehen würde, was die Secondos alles erreicht haben. 👍🏻
      34 1 Melden
  • DerWeise 16.02.2016 20:20
    Highlight Es gab auch mal ne Zeit ( nich lange her ) da wurden "Schissschwyzer"* von einer gewissen Gruppe verprügelt.

    * Schweizer, Secondos, Italiener ect egal. Alles was nicht Schwarz, Indisch oder aus dem Balkan war, war ein "Schissschwyzer"
    48 49 Melden
    • Namenloses Elend 17.02.2016 01:19
      Highlight Das war bei uns so der Fall.. (Jg. 85). Wenn es Ärger gab waren immer Ausländer beteiligt. Ich meine das jetzt nicht rassistisch, aber die Tatsache lässt sich nicht leugnen... Die "wotsch Puff?" und "scheiss schwiizer" Provozierköpfe sind bis heute Versager geblieben. Von welchen Leuten ich spreche, weiss jeder der die Osman Talkshow gesehen hat.
      36 6 Melden
  • atomschlaf 16.02.2016 20:02
    Highlight Immer dieses Gejammer wegen den angeblich so ausländerfeindlichen Schweizern. Ganz so schlimm kann es irgendwie nicht sein, immerhin haben wir den höchsten Ausländeranteil Europas, abgesehen von Kleinststaaten.
    Trotzdem haben wir vergleichsweise wenig Probleme mit Ausländern, keine No-Go-Areas, keine Sharia-Police, keine Banlieue-Ghettos, etc.
    59 16 Melden
    • andersen 16.02.2016 20:45
      Highlight Ausländerfeindliche Schweizer gibt es auch, aber das sind die, die Täglich nicht mit Ausländer arbeiten.
      Und dabei noch sagt, das alle Ausländer ein Last- und ein Krötenschlucken ist.
      Darüber darf man nicht hinwegsehen.
      Und sei der MEI respektiere ich, dass die Schweizer in Ruhe gelassen werden.

      Klar, als bekennender Europäer verstehe ich es nicht, wie jemand in ein homogene Welt leben kann, wo es kein Impulse von aussen gibt.
      Aber, ich respektiere den Entscheid, trotzdem werde ich weiter nette Worte verbreiten.


      11 4 Melden
    • Lowend 16.02.2016 21:06
      Highlight Fragen sie dass mal an einer SVP Versammlung, denn die haben ja dauernd Probleme mit diesen bösen Ausländern und dass alles so gut läuft, liegt in dem Fall vermutlich an der guten Politik der angeblichen Mitte-Links Regierungen und der verfemten linken ParlamentarierInnen!
      23 9 Melden
  • lichtler 16.02.2016 19:32
    Highlight Na, die Schweizer sind vielleicht nicht mehr offen gegen Ausländer, dafür heimlich und das manifistiert sich dann in Abstimmungen wo extreme Initiativen angenommen werden (MEi, minarett, Ai etc.)
    32 12 Melden
  • Johnny Guinness 16.02.2016 18:24
    Highlight Wie war eigentlich damals das Verhältnis zwischen Deutschschweizern und Tessinern? Zwischen Tessinern und Italienern? Die Italiener hätten ja einfach sagen können, sie seien Tessiner.
    6 21 Melden
    • FrancoL 16.02.2016 19:00
      Highlight Oh nein; Der Tessiner ist nicht ein besonders guter Freund der Italiener. Die Sachlage ist da ähnlich zur "Liebesbeziehung" Deutschschweizer zu Deutschen".
      Dies hängt mitunter an der Sprache; so wie die Deutschen eben fliessender Deutsch sprechen, sprechen die Italiener fliessender Italienisch und das wurmt mal schon am Anfang den Tessiner. Dann kommen noch einige Neidfaktoren hinzu und schon steht man nicht auf gutem Fuss zueinander.
      37 9 Melden
    • Johnny Guinness 16.02.2016 19:36
      Highlight Ja trotzdem, der Italiener am Stadtfest oder wo auch immer haette einfach sagen koennen, er komme aus Lugano, woher haette der Deutschschweizer wissen sollen, ob es stimmt? Ferner, haben die Deutschschweizer die Tessiner angefeindet, wenn sie sich mal hierher verirrt hatten, koennen ja schlecht beweisen, dass sie keine Italiener sind?
      9 7 Melden
    • atomschlaf 16.02.2016 20:12
      Highlight @Johnny: Man hat ja vielleicht auch noch einen gewissen Stolz...
      22 2 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • andersen 16.02.2016 17:19
    Highlight Die Kinder von Heute brauchen andere Vorbilder als der Wilhelm Tell.
    Die Schweizer müssen der 2. Gotthard-Röhre selber bauen.
    Von Anfang bis zur Ende.
    Dann gibt es kein Widerspruch wie, die Schweizer profitieren von der PZF und wettet noch dagegen und auch hoffen, die nötige Ruhe im Stall.
    10 17 Melden
    • InfinityLoop 16.02.2016 21:12
      Highlight 😂😂😂😂Ich kann nicht mehr....😂😂😂WIR,Schweizer,Tunnel selber bauen ha ha
      11 4 Melden
  • Kookaburra 16.02.2016 16:58
    Highlight Unser Motto lautet: Einer für alle - alle für einen.

    Wie konntet ihr die Zuwanderung also zulassen, wenn einer dagegen war? (Und es war nicht nur einer, sondern fast die Hälfte.)
    10 62 Melden
    • Lowend 16.02.2016 17:10
      Highlight "Unus pro omnibus, omnes pro uno" gilt in der Schweiz nur für die Stände, sprich Kantone.
      Wenn sie diesen Satz auf das Individuum projizieren möchten, werden sie in der kommunistischen Volksrepublik Korea fündig, denn laut Artikel 63 der Verfassung der Demokratischen Volksrepublik Korea beruhen die Grundrechte und Grundpflichten der Bürger Nordkoreas „auf dem kollektivistischen Prinzip Einer für alle, alle für einen!“ Viel Spass im Kommunismus!
      17 11 Melden
    • Züri- 16.02.2016 17:16
      Highlight Ich hoffe Sie haben ein Aufmerksam Defizit um solchen Müll zu posten. No sense.
      25 3 Melden
    • formerly known as 19.02.2016 10:14
      Highlight @antoni: Ich hätte es nicht simpler auf den Punkt bringen können. Danke dafür :-)
      0 0 Melden
  • Rööfe 16.02.2016 16:47
    Highlight Es gibt ganz viele Geschichten über Fremdenhass. Die Lehrer waren auch sehr parteiisch. Oft kamen Italiener nicht in die Sek. "Ausländer ghöret id Real" hiess es. Meine damalige, italiensiche Freundin ist heute Gymilehrerin. Sie musste in die Realschule, konnte dann via Lehre und KME studieren. Das Buch von Angelo Maiolino ist ein Pflichtlektüre "Als die Italiener noch Tschinggen waren".
    61 6 Melden
    • FrancoL 16.02.2016 19:22
      Highlight Ja die Schule hatte Mühe mit den Ausländern vor allem ältere Lehrer.
      Als mein Vater meinen Sek-Lehrer (Geometrie und Mathe) fragte ob er meine Mittelschulprüfung unterstützen könnte, erwiderte er meinem Vater, dass für eine Maurerlehre keine Mittelschule nötig sei.
      Jahre später nachdem ich doch die ETH abgeschlossen hatte, meinte er an einem Klassentreffen immer noch, dass zuviele Ausländer die Studienplätze an Schweizer Unis besetzen. So richtig habe ich solche Verhalten, die nicht selten waren nie begriffen.
      22 1 Melden
    • atomschlaf 16.02.2016 19:56
      Highlight Gewisse Lehrer waren aber nicht nur gegenüber Ausländern parteiisch. Wenn der Vater den "falschen" Beruf hatte, war es bei diesen auch fast unmöglich, in die Sek zu kommen.
      23 0 Melden
    • FrancoL 16.02.2016 20:27
      Highlight @atomschlaf; da gebe ich Ihnen völlig recht, doch das hat sich zum Glück stark gebessert. Aber es kann dann schnell mal wieder kippen.
      11 0 Melden
  • andersen 16.02.2016 16:41
    Highlight Nun, ohne die Ausländer (zum Beispiel :Friedrich Schiller) wäre die Schweizer nicht selber drauf gekommen, dass die Bergen so schön sind.
    u.s.w.
    32 13 Melden
  • andersen 16.02.2016 15:58
    Highlight Nun, ich bin ständig im Ausland, darum hab ich gar keine Zeit gegen Ausländer zu sein.

    Der Film "Schweizermacher" von Rolf Lyssy (1978) ist sehr aktuell geworden, wo man gerne der "Güsel" trennt.
    Vielen sehen sich nach einer Schweiz, die es vor 50 Jahren nicht mehr gab, weil sie finden, dass das Leben zu anstrengend ist.
    Dabei hat die fremdem Kulturen uns in Europa bereichert, nichts weggenommen.
    Das Spiel Jassen stamm aus dem Orient, aber es mach oft träge.
    Aber in den Händen zu spucken bleibt zum Glück noch.
    28 8 Melden
  • Menel 16.02.2016 15:44
    Highlight "Wir riefen Arbeitskräfte, und es kamen Menschen."

    - Max Frisch -
    95 9 Melden
  • ESMI 16.02.2016 15:34
    Highlight Bei uns waren es die Italiener, die die Schweizer verprügelten. Ich bin in Schwamendigen aufgewachsen und die Italiener in unserer Klasse waren allesamt agressive Typen, die Kampfsport betrieben und keine Gelgenheit ausliessen, die Schweizer zu terrorisieren. Sie waren Bandenässig unterwegs und verbereiteten Angst und Schrecken. Sie klauten unsere Velos und Mofas und machten nicht einmal ein Geheimnis daraus. Niemand traute sich, etwas gegen sie zu unternehmen.
    42 44 Melden
    • luigi proietti 16.02.2016 16:52
      Highlight Wann war das? Ich bin auch in Schwami zur Schule. Noch nie so was gesehen oder gehört. Es gab aber Schweizer Rocker.
      33 11 Melden
    • ESMI 17.02.2016 10:00
      Highlight Luigi: Das war zwischen 1970 und 1980 als ich dort zur Schule ging. Das Problem war aber nicht nur die Schule, sonderen auch die Freizeitanlage (wie sie damals so schön hiess), der Fussballplatz, das Glattzentrum und sämtliche anderen Orte, wo sich Kinder und Jugendlilche aufhielten.
      1 1 Melden
  • karl_e 16.02.2016 14:59
    Highlight Also ich habe damals, um 1960,nie erlebt, dass ein "Tschingg" auf dem Pausenplatz vermöbelt wurde. Nicht einmal in unserem Winti, der Industrestadt schlechthin.
    37 15 Melden
    • Rööfe 16.02.2016 15:21
      Highlight 1960 gab es auch noch nicht so viele. 1970, angefeuert durch die Schwarzenbach-Initiative, verloren viele Schweizer ihre Hemmungen. Parallelen zu heutigen Situation sind unverkennbar.
      40 15 Melden
    • detsch 16.02.2016 15:56
      Highlight interessant... meine Mutter besuchte ebenfalls in Winterthur die schule und kann gänzlich andersartige Geschichten erzählen wie zb die Ungleichbehandlung durch Lehrer
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  • NWO Schwanzus Longus 16.02.2016 14:35
    Highlight Herr Blunschi sie sagen es gibt viel weniger Rassismus und Gewelt gegen Ausländer trotz deutlich höherem Anteil (was gut ist), aber was ich bedenklich finde ist, das die Kriminalität heutzutage mehrheitlich Ausländer begehen, man hat immernoch ein Problem mit Zuwanderern die sich nicht Integrieren wollen. Das würde ich nicht auf die Leichte Schulter nehmen. Sowie sie Rassismus bekämpfen was gut und wichtig ist.
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    • atomschlaf 16.02.2016 20:19
      Highlight @Macho: Die Ausländerkriminalität ist aber sehr stark von der Nationalität abhängig. Bürger einiger Nationen sind sogar weniger kriminell als Schweizer. Andere das pure Gegenteil.
      Ausserdem werden viele dieser Straftaten durch Kriminaltouristen verübt. Da muss man schon differenzieren.
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  • Kookaburra 16.02.2016 14:16
    Highlight Man stelle sich die Schweiz vor, wenn es geklappt hätte. Viel weniger verbaut. Noch nicht so zersiedelt. Wir hätten Milliarden sparen können und z.B. in Bildung investieren. In den Pisa Studien, wären wir besser, Raser hätten wir weniger. Die Kriminalität wäre viel geringer, wir könnten zwei von drei Gefängnisse abbauen. Es hätte ein Drittel weniger Verkehr. Wir bräuchten für mind. 2 Mio. Pers. weniger Strom, also wahrsch. auch weniger Atomkraft. Es gäbe viel weniger Rassismus, weniger Armut, weniger Sozialhilfebezüger. Höhere Löhne und wir hätten noch die Kraft für Grosses.
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    • Bender99 16.02.2016 14:25
      Highlight Mag sein. Und würden wir einen Virus züchten, der die Hälfte der Menschheit umbringt, wären auch ganz viele Probleme weg. Aber ehrlich: möchten Sie ernsthaft auf einem solchen Erbe ihr Leben aufbauen?
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    • Amadeus 16.02.2016 14:34
      Highlight @Chamäleonär:
      Ja, wir hätten voll die Postkartenschweiz. Männer würden Fritz heissen und Frauen Heidi oder Vreni. Die Luft wäre sauberer und das Wasser klarer. Am Morgen würden wir aufstehen und vor Freude jodeln und juchzen, weil wir Schweizer so schön unter uns sind. Keine anderen Hautfarben und Sprachen, die das schöne Bild zerstören. Wir müssten dann einfach einen andern Schuldigen finden für unsere Probleme, weil Ausländern haben wir ja nicht. Aber auch das schaffen wir. Wir sind ja Eidgenossen, quasi Tell's Enkel.

      Hach..wie schön wäre das....

      (kann Spuren von Ironie enthalten)


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    • Rööfe 16.02.2016 14:40
      Highlight Chamäleonär. Als die ersten Italiener in die Schweiz kamen, um uns den Tunnelbau zu erklären, wurden bei uns die Ziegen nicht für die Milch- und Fleischzucht gehalten. Frauenstimmrecht seit 1971, bei der Schwarzenbach-Initiative waren nur Männer stimmberechtigt. Die meisten Eidgenossen waren neidisch auf die gutaussehenden Italiener, die bessere Chancen bei den Frauen hatten. Ihre Wunsch-Schweiz existiert in den Bergtäler, und die Leute ziehen weg. Doch kein Paradies auf Erden?
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  • Luca Brasi 16.02.2016 13:53
    Highlight Und heute sind einige der Nachkommen der Italiener glühende Schweizer und begeistern sich für Ideen gewisser politischer Bewegungen. Nichts mit erhöhtem Einfluss von Vatikan oder Kommunismus zu spüren in der Schweiz. Ich frage mich wie es in ca. 30 Jahren aussehen wird. Werden dann die heutigen Sündenböcke auch zu glühenden Patrioten?
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    • FrancoL 17.02.2016 02:15
      Highlight Es gibt in jeder Gesellschaft Menschen die blind einer Idee folgen wollen, weil sie nicht bereit sind zu denken. Der Kult einer starken Führungsfigur hört nicht an der Schweizer Grenze auf, er geht weit darüber hinaus.
      Der neu Eingebürgerte möchte in nicht wenigen Fällen mehr als zu 100% dazugehören, dass stützt seine lädierte Selbstsicherheit und es kommt zu heftigen Aversionen gegen seine Herkunft. Diese Menschen sind ein gefundenes Fressen für die straff organisierten populistischen Bewegungen! Das wird immer so bleiben auch in Zukunft, Aufklären nützt da nichts mehr.
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  • atomschlaf 16.02.2016 13:51
    Highlight In einem der Zitate steht: "Geburtenregel? Die ist doch für den dummen Schweizer, da lacht der Italiener."
    Weiss jemand, was mit dieser Geburtenregel gemeint ist? Ich habe noch nie davon gehört, dass es sowas in der Schweiz mal gegeben hätte.
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  • saukaibli 16.02.2016 13:51
    Highlight Scheinbar müssen gewisse Leute einfach einen Feind im Leben haben und der kommt am besten aus dem Ausland. Zuerst die Italiener, dann die Tamilen, die Jugoslaven/Albaner, dann die Deutschen und jetzt die Asylanten aus Afrika und Nahost. Und alle diese Imigranten haben sich mit der Zeit angepasst und integriert, obwohl zu jeder Zeit viele Schweizer behaupteten, dass sich eben diese Imigranten doch unmöglich integrieren können. Die Geschichte gibt und Gelgenheit zu lernen, wieso nehmen so viele Menschen diese nicht wahr?
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    • NWO Schwanzus Longus 16.02.2016 14:21
      Highlight Das mag in der Schweiz so sein mit den Ausländern. Aber die Franzosen, Deutschen, die Dänen usw können ein Lied davon singen über gescheiterte Integration von zumeist Muslimischen Menschen.
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    • saukaibli 16.02.2016 15:14
      Highlight @Macho: Ja, die haben Scheisse gebaut. Dafür können dir Länder wie Kanada, Singapur oder Norwegen zeigen dass es auch ander geht. Ausserdem würde ich DE jetzt nicht als schlechtes Beispiel verwenden, natürlich gibt's da auch Probleme, aber auch viel gelungene Integration.
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    • Stellklaus 16.02.2016 16:04
      Highlight Der Unterschied ist, dass diese Länder die Zuwanderung nach strengen Voraussetzungen zb Punktesystem regeln und man einen gültigen Arbeitsvertrag braucht. Damit haben Leute aus Ländern die in Frankreich, Schweden, Deutschland etc zu Problemen werden gar keine Chance hereingelassen zu werden.
      Es ist auch jeweils ein wenig scheinheillig, wenn die Schweiz damit prahlt, wie gut die Integration trotz 25% Ausländeranteil funktioniert. Schliesslich sind die mit Abstand grössten Ausländergruppen ausgebildete Deutsche und Italiener.
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  • mortiferus 16.02.2016 13:50
    Highlight Mitte der 70er. Ich mag mich noch sehr gut an 2 Szenen erinnern die mir als Kindergärtner ohne irgendwelche Anleitung von zuhause oder so, ungerecht und unverständlich waren. Die Steinchen die meine Gspänli in die Baugrube auf Arbeiter warfen und das Tschinggeli das im Kindergarten als einziges vor die Tür musste weil es einen Furz fahren liess. In der Primarklasse habe ich auf die Fresse bekommen weil ich mich vor meinen ungarischen Freund stellte. Nicht das ich mich als Sozi oder Menschfreund hier beweisen will, das bin ich nicht, aber Ungerechtigkeit im logischen Sinn ertrag ich nicht gut.
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    • mortiferus 16.02.2016 14:56
      Highlight @Rhabarber, schön das Video. Scheint noch nicht verdorben zu sein das Kerlchen. Ich schreib Dir zurück weil ich tatsächlich in dieser Zeit, am ähnlichen Ort, wie Du in die Schule ging. Adliswil.
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    • Fumo 16.02.2016 15:10
      Highlight In der basler Agglomeration waren, zumindest die Bauernkinder, noch bis in den 90er Jahren so wie im Artikel beschrieben. Ihr Pech war nur dass wir Tschinggen schlussendlich sie mit Finken ginggten ;) XD
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  • luigi proietti 16.02.2016 13:44
    Highlight Wie damals lässt sich auch heute das Volch durch einen Reichen als Speerspitze des Fremdenhasses einspannen. Am schlimmsten sind die SVP-wählenden, eingebürgerten Italiener. Vergognatevi!
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    • Stellklaus 16.02.2016 17:22
      Highlight Weil selbstständige Kontrolle der Zuwanderung, die für JEDES Land, ausserhalb der EU, völlig selbstverständlich ist, mit Fremdenhass gleichzusetzen ist.
      Vielleicht plärren die eingebürgerten Italiener nicht einfach linksprogressive Pamphlete nach, sondern machen sich selber Gedanken, welche Art und welches Mass der Zuwanderung für eine Volkswirtschaft und eine Gesellschaft sinnvoll ist.
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  • Plöder 16.02.2016 13:42
    Highlight Das traurige ist es wiederholt sich immer wieder...
    Und die Rhetorik ändert sich nicht...
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Wie AfD-Weidel mit falschen Schweizer Asylzahlen Hetze gegen Ausländer macht

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