Schweiz
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Mit solchen Plakaten will das Komitee die Initiative bodigen.

Promi-Komitee sammelt fast 500'000 Franken für Kampagne gegen SVP-Initiative



Lange kämpften die Gegner der Durchsetzungs-Initiative mit viel Herzblut und wenig Geld. Nun hat ein prominent besetztes Komitee mit einem «dringenden Aufruf» im Internet in nur zwei Tagen fast 500'000 Franken für eine Plakatkampagne gesammelt. «Das ist phänomenal», meint Peter Studer, ehemaliger Chefredaktor von Schweizer Fernsehen und «Tages-Anzeiger», auf Anfrage.

Portrait von Peter Studer, Journalist, Autor und Dozent, in seinem Zuhause in Rueschlikon, aufgenommen am 26. August 2005. Nach einer erfolgreichen journalistischen Karriere beim

Peter Studer ist Mitinitiant des Aufrufs.
Bild: KEYSTONE

Studer ist Minitiant des Aufrufs, in dem «alle verantwortlich denkenden Bürgerinnen und Bürger» aufgefordert werden, «die unmenschliche SVP-Initiative am 28. Februar abzulehnen». Mehr als 200 Prominente aus Kultur, Religion, Wirtschaft, Politik und Sport gehören zu den Erstunterzeichnern. Beteiligt sind unter anderem Peter Bichsel, Clown Dimitri, Rapper und watson-Mitarbeiter Knackeboul, die Bischöfe Markus Büchel und Felix Gmür, Rolf Soiron, VR-Präsident von Lonza, sowie die ehemaligen Bundesratsmitglieder Pascal Couchepin, Ruth Dreifuss und Elisabeth Kopp.

Der grösste Teil des gesammelten Geldes soll für einen Plakataushang verwendet werden, sagt Peter Studer. Rund 600 Plakate wurden gemäss der Komitee-Website an den grossen Bahnhöfen bereits gebucht. Dank dem Sammelerfolg dürfte die Kampagne ausgeweitet werden. Über das genaue Ausmass werde noch beraten, so Studer. Ein kleinerer Teil der Summe soll zudem in Inserate investiert werden, möglichst in Titel mit hoher Reichweite.

Die Nein-Kampagne soll nächste Woche starten, «wenn die Abstimmungsunterlagen verschickt werden», sagt Studer weiter. Bis dann könnte die Summe weiter ansteigen. Von den finanziellen Möglichkeiten der SVP aber können die Gegner weiterhin nur träumen. Der Versand ihres «Extrablatts» an alle Haushalte dürfte allein rund eine halbe Million Franken gekostet haben. (pbl)

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41Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Misel 28.01.2016 08:45
    Highlight Highlight Wieso muss dieses Plakat auch aussehen wie Werbung für eine Kunstausstellung?
  • sowhat 27.01.2016 21:49
    Highlight Highlight Ich glaubs einfach nicht, mit diesem Plakat wird kein unentschlossener Mensch seine Meinung in die beabsichtigte Richtung bilden. Um die zu ereichen, die nicht ohnehin schon ein Nein einlegen wollen hätte mit rot und weiss gearbeitet werden müssen und mit der Botschaft "rettet unsere Schweizer Demokratie" und am besten noch mit dem Schweizer Kreuz! Es ist zum verzweifeln, so ungeschickt kann man doch nicht sein... Oder ist das einfach schon abgehoben? Haben wir denn keine Leute mit Bodenhaftung in diesm Kommitee?
    • Tschosch 28.01.2016 08:37
      Highlight Highlight Zumal eine entsprechende Kampagne bereits vorhanden gewesen wäre...
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  • Amadeus 27.01.2016 20:42
    Highlight Highlight @watson
    Hier wurden einige Kommentare gelöscht, die vorher aufgeschaltet waren. Darunter auch zwei von meinen. Habe ich gegen die Netiquette verstossen?
    • Philipp Dahm 27.01.2016 21:21
      Highlight Highlight Ciao Amadeus, es muss wohl so sein. Kann selbst aber nicht sagen, weswegen - Kommentare schalten mehrere Redaktoren frei ...
  • giguu 27.01.2016 20:21
    Highlight Highlight das plakat bringt nichts. nur vollhorste, die keinen plan haben stimmen ja. es braucht einfache bulletpoints, killer-argumente, die auch unser volch versteht... anscheinend ist es den gegnern egal, dass die DSI angenommen wird, denn ausser unverhaltnismässig und bagatelldelikt habe ich noch kein volchstaugliches argument gesehen...
    • Nick Suter 28.01.2016 02:54
      Highlight Highlight Vorschlag: Mehr Lesen.
  • Qui-Gon 27.01.2016 14:54
    Highlight Highlight Endlich werden auch die Gegner laut.
  • Serjena 27.01.2016 14:25
    Highlight Highlight Ich habe die Hoffnung immer noch nicht aufgegeben dass sich bei den Bürgerinnen und Bürger der gesunde Menschenverstand einschaltet und diese Initiative ablehnt, denn leider muss man feststellen das die meisten der Befürworter weder den Text dieser Initiative gelesen, geschweige denn verstanden haben sondern nur wie ein Mantra den Mist welche die SVP "vorplappert" auch wenn das ein grosses "Lügengespinst" ist, "nachplappern".
    • Nick Suter 28.01.2016 02:58
      Highlight Highlight Die Medien haben diesbezüglich ihren erheblichen Anteil. Längst fliessen keine sachlichen Informationen mehr zur Bevölkerung, die zur Bürgerpflicht hat, sich zu informieren. En Jammer.
  • Kookaburra 27.01.2016 13:07
    Highlight Highlight Ich mag Knackeboul nicht, Bischöfe sowieso nicht und auch Dreifuss und Kopp nicht und VR-Leute schon gar nicht...

    Das war einfach.
  • Linus Luchs 27.01.2016 12:52
    Highlight Highlight Dieses Plakat ist zu umständlich. Das Argument "unmenschlich" wäre eine gute Verdichtung, aber die Unmenschlichkeit müsste mit einem einfachen Bild vermittelt werden, das Emotionen anspricht. Statt Unmenschlichkeit sieht man dieses wuchtige Nein. Nein gegen was? Warum nein? Diese Informationen werden versteckt, das Gehirn muss sie suchen und schaltet auf Rätsel lösen, und eine emotionale Reaktion bleibt dabei aus. Der künstlerische Anspruch der Grafik scheint wichtiger gewesen zu sein als die nachhaltige Vermittlung der Botschaft. Das macht die SVP tatsächlich besser. Leider.
    • Wolfsblut 28.01.2016 06:31
      Highlight Highlight @LinusLuchs: Finde das Plakat auch schwach. Doch wenn nur das Nein hängenbleibt, ist wenigstens das 3X für etwas gut am 28..
    • Linus Luchs 28.01.2016 11:20
      Highlight Highlight @Wolfsblut: Ja, hoffen wir, dass das Plakat trotzdem dazu beiträgt, dass die Schweiz von einer Annahme dieser unsäglichen DSI verschont wird. Mich ärgert es einfach, wenn das viele Geld, das ausnahmsweise einmal für eine Kampagne gegen ein SVP-Ansinnen vorhanden wäre, mit schwer verständlichen Plakaten verbraten wird. Noch ist ein Monat Zeit. Hoffentlich werden weitere Aktionen gegen die DSI lanciert. Aber die SVP wird auch nicht ruhen. Krass, wie viele Leute nicht begreifen, was auf dem Spiel steht.
  • tinmar 27.01.2016 11:14
    Highlight Highlight Das Plakat-Motiv wirkt auf mich sehr schwach. NEIN ... reicht das als Aussage? Keinerlei Inhalt. Sieht eher aus wie ein Kunstdruck als eine politische Information. "design follows function" wäre wohl besser angebracht als umgekehrt. Das betrifft mehr oder weniger alle Gegenkampagnen. Die SVP macht das deutlich besser - grosses LEIDER!
    • R&B 27.01.2016 13:38
      Highlight Highlight @tinmar: Sie haben vollkommen recht. Dieses Plakat wird kaum auffallen und erklärt nicht, warum die DI falsch ist. Ich finde es diletantisch, denn hier haben Künstler und nicht Marketing-Menschen am Plakat gebastelt. "Unmenschlich" ist wahrscheinlich das falsche Argument. "Zerstörung des Rechtsstaates" würde wahrscheinlich viel eindrücklicher wirken.
    • tinmar 27.01.2016 14:07
      Highlight Highlight @DenkeZuerst: ... ich muss gestehen, ich habe einige Zeit gebraucht, bis ich überhaupt das "NEIN" erkannt habe!
    • R&B 29.01.2016 13:02
      Highlight Highlight Ich habe es zu Beginn nicht mal bemerkt und überscrollt.... 😱
  • Wilhelm Dingo 27.01.2016 10:48
    Highlight Highlight Die SVP zu bekämpfen ist grundsätzlich falsch weil nur reaktiv. Man muss ihre Themen besetzen und Lösungen erarbeiten welche breite Bevölkerungsscchichten als gut befinden. Ich kann dieses Anti-SVP Geheu nicht mehr hören!
    • Tschosch 27.01.2016 11:04
      Highlight Highlight Der Zug mit dem "Themen besetzen und Lösungen erarbeiten" ist (leider) längst abgefahren. Die SVP ist mit ihren ständigen Angriffen auf den demokratischen Schweizer Rechtsstaat und ihrem Missbrauch des Initiativ-Rechts selber zu einem wesentlichen Problem geworden, das es zu lösen gilt. Hierfür hoffe ich nach wie vor auf die Schweizer Stimmbevölkerung - und um diese zu erreichen, braucht es entsprechende Kampagnen.
    • DailyGuy 27.01.2016 11:14
      Highlight Highlight Klar, nur die SVP bekämpfen wir langfristig der SVP in die Hände spielen. Bei diesem Fall hier ist es aber dringend notwendig. Es verletzt jeden Aspekt der Menschlichkeit. Und vor allem zielt die Initiative übers Ziel hinaus. Familien werden voneinander gerissen, Heirat zählt nicht mehr usw.
      Und das beste finde ich ja, dass die wirklich kriminellen nicht bestraft werden. Wirtschaftskriminalität wird nicht mit Ausschaffung bestraft. Da will wohl jemand die reichen im Land nicht verärgern. Und das stinkt wohl zum Himmel.
    • 7immi 27.01.2016 11:15
      Highlight Highlight das ist definitiv so. die svp orientiert sich +- am sorgenbarometer der schweiz. würden sich auch andere parteien diesen problemen annehmen und eine moderate lösung anbieten, hätte diese garantiert erfolg.
      scheinbar ist es deutlich einfacher, gegen etwas zu sein als selber eine lösung anzubieten. schade.
    Weitere Antworten anzeigen
  • breeaakdancc 27.01.2016 10:28
    Highlight Highlight Ich habe schon immer gesagt: Die SVP ist nur so stark weil di Gegner bis jetzt immer am träumen waren. Zum Glück tut sich jetzt was.
  • Flint 27.01.2016 10:27
    Highlight Highlight Ob man mit Geld und Plakaten diese offenbar recht tiefe Spaltung in der Bevölkerung beheben kann finde ich fraglich. Es wäre besser gewesen einen politischen Kompromiss zu finden, damit auch der derzeitige Rechtsrutsch mal aufhört. Aber so weit denkt bei uns wohl kein Politiker. Bollwerke haben noch nie eine nachhaltig positive Wirkung erzielt! 😉
    • tinmar 27.01.2016 11:07
      Highlight Highlight Dafür müsste die SVP an einem Kompromiss interessiert sein. Die Ausschaffungsinitiative war eigentlich der Kompromiss.
    • Tschosch 27.01.2016 11:11
      Highlight Highlight Die Umsetzung der Ausschaffungsinitiative war genau ein solcher Kompromiss. Dieser wurde von der SVP jedoch nicht mal abgewartet. (DSI wurde gestartet, bevor Frist zur Umsetzung der Ausschaffungsinitiative abgelaufen war.) Für Kompromisse braucht es die Offenheit (mindestens) zweier Parteien.

      Mit der Kampagne wird selbstverständilch die "Spaltung in der Bevölkerung" nicht behoben. Das soll/kann sie meiner Meinung nach auch nicht. Die Kampagne stellt sich dem Angriff auf den Schweizer Rechtsstaat entgegen, was bitternötig ist.
    • Paul_Partisan 27.01.2016 11:28
      Highlight Highlight Wenn ein Kompromiss bedeutet, das unsere Gesellschaft noch weiter nach rechts rückt, dann werde ich mich weitere gegen einen solchen Kompromiss stellen. Keine Kompromisse mit Rassisten und Nationalisten!

21 aktive oder ehemalige SVPler, die sich nicht ans Gesetz hielten

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