Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

BDP-Präsident Landolt über seinen Tweet : «Ich entschuldige mich bei den Juden, aber nicht bei der SVP»

21.02.16, 05:34 21.02.16, 11:12
ZU DEN AEUSSERUNGEN VON BDP-PRAESIDENT MARTIN LANDOLT ZU EINEM ALLFAELLIGEN NICHT-ANTRITT ZUR BUNDESRATSWAHL VON EVELINE WIDMER-SCHLUMPF NACH EINEM RECHTSRUTSCH IN DEN PARLAMENTSWAHLEN IM HERBST STELLEN WIR IHNEN AM MITTWOCH, 12. AUGUST 2015, FOLGENDES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG - Parteipraesident Martin Landolt, aufgenommen an der Delegiertenversammlung der BDP Schweiz, am Samstag, 25. April 2015,in Gossau. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Martin Landolts Tweet eines Anti-DSI-Plakats sorgte vergangene Woche für Empörung. (Bild: 2015)
Bild: KEYSTONE



BDP-Präsident Martin Landolt twitterte ein Bild, in welchem die Schweizerfahne zum Hakenkreuz verkommt – und warnte so vor der SVP-Vorlage. Im Interview mit dem «SonntagsBlick» stellt Landolt klar: «Ich hätte das Bild nicht kommentarlos posten sollen. Aber ich stelle mich der Diskussion und stehe hinter der Botschaft, sofern sie auch präzise interpretiert wird.»

Landolt betont, dass er die Durchsetzungs-Initiative nicht mit dem Hitler-Regime oder dem Holocaust verknüpfen wolle. Aber: «1933 legte man den Grundstein für eine Entwicklung, die später völlig aus dem Ruder lief. Ich sage keinesfalls, dass wir im Begriff sind, bewusst in diese Richtung zu marschieren oder dass jemand dies beabsichtigt. Aber wir müssen uns bewusst sein, dass ein Ja am 28. Februar in einem gewissen Masse eine vergleichbare Ausgangslage schafft wie Deutschland 1933 oder Südafrika 1948.»

Dass Menschen jüdischen Glaubens dem Glarner vorwerfen, die Verbrechen der Nationalsozialisten zu verniedlichen, bedauert Landolt: «Es tut mir unheimlich leid, dass mich diese Menschen so verstanden haben. Dafür entschuldige ich mich.»

Das könnte dich auch interessieren:

«Aus Gewissensgründen» – Diese Apothekerin verbannt Homöopathie aus Regalen

Wie du dir als Gymi-Schüler die Lehre vorstellst – und umgekehrt

«Jetzt gegensteuern, sonst werden die Folgen fatal sein»: 11-Jährige erleiden Burn-out

Der Kampf um die Seele der Amerikaner hat begonnen

Abonniere unseren Daily Newsletter

94
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
94Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Schneider Alex 22.02.2016 06:31
    Highlight Die Nazi-Keule ist immer das letzte Aufgebot, wenn einem die Argumente ausgegangen sind.
    7 11 Melden
    • strieler 22.02.2016 19:33
      Highlight Ich würde eher das "es ist eine Keule" Argument als jenes bezeichnen, das immer dann kommt, wenn einem die Argumente fehlen...
      8 1 Melden
    • rodolofo 23.02.2016 08:17
      Highlight Für verkleidete Nazis (wir erschrecken erst, wenn sie die Maske des rechtschaffenen Kleinbürgers abgelegt haben, nach einigen Bieren, oder im Verbund mit Gleichgesinnten) saust hart und konsequent die "Nazi-Keule" nieder.
      So etwas nennen wir "autoritäre Erziehung"...
      Das wollt Ihr doch, oder etwa nicht?!
      1 0 Melden
    • Citation Needed 23.02.2016 09:56
      Highlight Die Anti-Nazikeule wird ja auch heftig geschwungen, manchmal sogar grundlos. Alex Schneider, haben Sie den Artikel gelesen? Ich finde das Sujet kontrovers, die Lesart von Landolt aber sehr differenziert und gut argumentiert. Ihm sind also ganz und gar nicht die Argumente ausgegangen. Folgen Sie dem Link zum Interview, lohnt sich.
      4 0 Melden
  • pamayer 21.02.2016 22:32
    Highlight Eine 2 klassen justiz unterteilt glasklar in 2 klassen. Klasse 1 bekommt das, klasse 2 weniger.
    Das war/ist seit je die Grundlage für jeglichen Nationalismus. Wir sind was besseres als die anderen.
    Die dsi entspricht der grundidee des Nationalsozialismus.
    Herr landolt, chapeau für ihren mut!!
    17 14 Melden
    • trollo 22.02.2016 07:06
      Highlight nennen sie bitte einen ev. zwei klassenfreie staaten mit funktionierender demokratie.
      2 7 Melden
  • Thomas Binder 21.02.2016 21:04
    Highlight Wir alle müssen Faschistoides faschistoid nennen bevor wir Faschisten nicht mehr Faschisten nennen können - Chapeau und danke, Martin Landolt!

    Selbstverstämdlich müssen wir auch immer wieder alles revidieren, relativieren, defragmentieren und kontextualisieren, weil die mächtigsten Methoden der PRopaganda, zumindest seit Edward Bernays "Propaganda" 1928 - Goebbels war ein Fan von ihm - Repetition, Verabsolutierung, Fragmentierung und Dekontextualisierung sind.
    14 8 Melden
  • MykillWF 21.02.2016 14:27
    Highlight So von wegen Haken die uns aus dem Kreuz wachsen:

    15 7 Melden
  • Lowend 21.02.2016 12:54
    Highlight Auch die NSDAP war vor ihrer Machtergreifung eine demokratische Partei, die sich als Volksbewegung begriff und der Aufstieg dieser Partei wird auch öfters als Aufstand des Kleinbürgertums bezeichnete und darum hat Herr Landolt mit seinem Bild-Vergleich leider zu 99% recht.
    97 45 Melden
    • Lowend 21.02.2016 13:42
      Highlight Fakten bitte, oder haben sie Quellen, die mich widerlegen? Einfach "Fresse halten" und dass nicht mal ausgeschrieben zu erwidern, zeugt nicht von Gesprächskultur!
      44 20 Melden
    • Lowend 21.02.2016 13:45
      Highlight Hier übrigens noch eine Quelle, die meine Aussage bestätigt.
      https://www.wsws.org/de/articles/2005/12/ps2-d23.html
      32 15 Melden
    • Chlinae_Tigaer 21.02.2016 15:51
      Highlight Käme die DSI von den Genossen, würdest du diese auf Biegen und brechen verteidigen.
      15 38 Melden
    • Datsyuk * 21.02.2016 16:49
      Highlight Und du würdest ausländerfreundlichen SVP-Initiativen zustimmen?
      27 2 Melden
    • Citation Needed 23.02.2016 10:06
      Highlight Zafee: am Thema vorbei. Das Problem mit der NSDAP war nicht der Umstand, dass sie eine demokratische Arbeiterpartei war, dies ist aber die Gemeinsamkeit, die Sie herausstreichen. Problem war, dass sie nach Machtergreifung einen Unrechtsstaat aufbaute, Krieg anzettelte und Juden verfolgte und vernichtete. Symbolik, Propaganda, Führerkult und weitere typische Nazi-Charakteristika ab 33 finden sich bei der SP zudem kaum bis gar nicht. Erklärt das meine Blitze? Hoffe ich doch!
      3 1 Melden
  • Amboss 21.02.2016 12:20
    Highlight Mit 140 Zeichen provozieren.
    mit einem x fachen an Zeichen beschwichtigen/ erklären/ beruhigen/ entschuldigen.

    Einfach Peinlich.

    So gehen eigentlich Populisten vor, was Landolt ja siiiiicher nicht ist
    33 47 Melden
    • Citation Needed 23.02.2016 10:45
      Highlight Populisten beschwichtigen nicht. Da geht es um Daueralarmismus. Mit diesem Plakat ist er eher halb-halb.
      0 0 Melden
  • trollo 21.02.2016 12:18
    Highlight landolt ist mir unsympathisch.
    daran ändert auch sein fragwürdiges engagement gegen die dsi nichts.
    aber offenbar hat er dadurch hier zuspruch gewonnen.

    mich interessiert nun folgendes: wieviele werden in zukunft neu die bdp wählen?
    herz= ich ändere mein wahlverhalten nicht
    blitz= ich werde bdp wählen
    53 31 Melden
    • Duweisches 21.02.2016 12:57
      Highlight 8❤️, 3⚡️
      Wenn das so weiter geht, wird die BDP die SVP überholen o.O
      😉
      21 12 Melden
    • trollo 21.02.2016 18:43
      Highlight herr landolt, ich gratuliere ihnen hiermit zu dem grandiosen wählerzuwachs. es bestätigt die these, dass das richtige plakat zur richtigen zeit gegen eine bestimmte gruppierung wählerwanderungen auslöst und das sogar auf dem kritischen watson portal. quod erat probandum.
      4 11 Melden
  • rodolofo 21.02.2016 10:30
    Highlight ...Langfristig müssen wir aber den URSACHEN der Probleme auf den Grund gehen!
    Und eine zentrale Ursache heutiger Gewalt und heutiger Flüchtlingsströme ist halt die extrem ungleiche Verteilung materiellen Reichtums auf der ganzen Welt.
    Wir werden nicht darum herum kommen, den Luxuskonsum-Süchtigen zu ihrem eigenen Nutzen eine Entziehungskur zu verpassen, indem wir ihnen einen grossen Teil ihres "Raubgoldes" enteignen und umverteilen an das bisher sträflich vernachlässigte "dritte Drittel" unserer globalen "Zwei Drittel-Gesellschaft".
    Zu diesen Globalisierungs-Verlierern gehören auch SVP-Wähler.
    39 24 Melden
    • Max Heiri 21.02.2016 11:58
      Highlight Lieber Rodolfo
      Zuerst einmal zu ihren Zahlen. 90% der Weltbevölkerung lebt in sogenannten Emerging Markets (dazu gehört bspw auch noch China). Diesen Leuten geht es glücklicherweise immer besser (Menschen unter der Armutsgrenze sank prozentual um mehr als die Hälfte). Ich empfehle ihnen wärmstens diesen Artikel zu lesen: Alles immer schlimmer? Von wegen! 2015 war das beste Jahr in der Geschichte der Menschheit http://wat.is/:ea7UBAA60mBybzA
      16 10 Melden
    • Abnaxos 21.02.2016 12:13
      Highlight Ich finde, das Problem sind gar nicht wirklich die "Luxuskonsumsüchtigen". Viele haben so viel Geld, dass sie es unmöglich ausgeben können. Sie können es nur noch verbunkern oder "arbeiten" lassen, sodass es einfach noch mehr wird.

      OK, Geld "arbeiten" lassen im Sinne von investieren ist auch nötig. Das kann eine Form sein, das Geld in die Gesellschaft zurückfliessen zu lassen. Dennoch sehe ich das Problem nicht darin, dass sich einige viel Luxus leisten – das ist OK –, sondern darin, dass sie danach immer noch zu viel Geld haben und nicht wissen, wohin damit, es aber dennoch behalten.
      14 3 Melden
    • FrancoL 21.02.2016 13:00
      Highlight @Max Heiri; ich schätze solche globalen Aussagen.
      Ich freue mich auch morgen früh den 60 bis 80 Arbeitern auf der Baustelle mitzuteilen das es global gesehen aufwärts geht und die 5-6 Gekündigten sich keine Sorgen machen müssen.
      Auch der Rest der nicht einmal den Krankenkassenanstieg über die Lohnerhöhung ausgeglichen bekommen hat soll sich ab der globalen Verbesserung freuen.
      Ich bin mir nicht so sicher ob eine solche Aussage den Arbeitseifer fördern werden. Na ja ich treffe morgen aber nur 60-80 Arbeiter.
      20 5 Melden
    • Anam.Cara 21.02.2016 14:18
      Highlight @Abnaxos: Ich sehe das Problem woanders: jene, die nicht mehr wissen wohin mit dem Geld, wollen für jeden Franken eine Rendite von über 10%. Fast niemand investiert in experimentelle Zukunftstechnologien (z.B. Energiesektor), die vielleicht mal ein paar grundlegende Probleme der Erde lösen könnten. Das ist halt riskant und statt eine riesen Rendite könnte das Geld im schlimmsten Fall auch verloren gehen.
      Oder plakativer: Die Gier des Menschen behindert im Moment den Fortschritt.

      @FrancoL: es trifft leider immer einzelne Menschen. Aber global gesehen trifft es weniger Einzelne als früher.
      5 5 Melden
    • FrancoL 21.02.2016 14:43
      Highlight @Anam.Cara; Deine Aussage trifft wohl eher zu. Eher sage ich weil ich nicht in der ganzen Welt zuhause bin. Ich war ein recht passablere Sportler und Sport hat mich belehrt den Umstand der Leistungen mitzubetrachten.
      Es ist für mich nicht ein Fortschritt wenn wir Errungenschaften wie eine vernünftige Entlöhnung ZUMINDEST eines Teils der Arbeiter seit Jahren in der Kaufkraft mindern. Wer so gut startet sollte nicht im Mittelfeld ins Ziel kommen. Denn das mittlere und gehobene Management hat im gleichen Rennen durchschnittlich weniger Plätze verloren. Durchschnittlich weil Brachen spezifisch.
      7 4 Melden
    • FrancoL 21.02.2016 15:12
      Highlight @Anam.Cara;
      Es gibt genügend Beispiel wo Real-Delikte die zur Ausschiffung führen können vorkommen, die widersinnig sind weil sie fast jedem zustossen können ohne das ihn bewusste Schuld trifft aber strafbare Fahrlässigkeit.
      Da wären zB ein Teil der Vielzahl an Arbeitsunfällen, Unfälle die schnell einmal "unter der Hand" beigelegt werden, die aber böswillig ausgelegt zur Ausschaffung führen können. Dieser Bereich ist einer Vielzahl von Arbeitern direkt oder indirekt bakannt und ist auch von Vielen mit einem "ohä" gut nachvollziehbar.
      6 1 Melden
    • rodolofo 23.02.2016 08:25
      Highlight @ Max Heiri
      Es besteht ein grosses Missverständnis, was dieses "Auwärts gehen" in südlichen Ländern angeht!
      Die Tatsache, dass heute in diesen "aufstrebenden" Ländern mehr Geld verdient wird, bedeutet nicht, dass es den Menschen dort generell besser geht, als früher!
      1. ist dieser Verdienst extrem ungleich verteilt und
      2. war der Anteil Selbstversorgung und intakter Umwelt früher viel grösser!
      Meine Frau ist Philippinin und ist sehr idyllisch in einem Dorf aufgewachsen, wo alle einander kannten.
      Sie gingen gerne zum Picknick an den nahen Fluss.
      ...
      3 0 Melden
    • rodolofo 23.02.2016 08:31
      Highlight ...
      Heute ist dieser Fluss eine stinkende Kloake.
      Ein Picknick wäre wegen der grossen Gefahr, überfallen zu werden, auch für Einheimische sowieso nicht zu empfehlen...
      Und Metro Manila ist heute ein riesiges Slum, aus dem Wolkenkratzer von skrupellosen Geschäftsleuten heraus ragen. Die Strassen sind vielspurig verstopft.
      Jeder Flecken Grün wird überbaut. Das Hinterland erodiert, weil die Urwälder abgeholzt und nachher mit Monokulturen der Agro-Multis Raubbau und Vergiftung betrieben wird.
      Aber (noch) wird mit diesem Zerstörungswerk viel Geld verdient.
      Darum sprechen Ökonomen von einem "Boom".
      2 0 Melden
    • FrancoL 23.02.2016 10:47
      Highlight @rodolofo; Solange wir keinen übergeordneten Wert für Fortschritt haben und nur den wirtschaftlichen Erfolg, die Umsatzzahlen und nicht die Folgekosten durch unsere heilige Kuh der Ökonomie bewerten lassen, werden wir immer ein Trugbild verabreicht bekommen.
      Aber ein guter Teil der Menschen wollen Trugbilder verabreicht bekommen!
      Man zeigt uns was wir gerne sehen wollen und damit machen wir uns mit dieser Sichtweise zu Mittätern, die in naher Zukunft wohl jegliche Mitverantwortung abzulehnen versuchen.
      2 0 Melden
    • rodolofo 24.02.2016 08:05
      Highlight @ FrancoL
      Ja, mit diesem "Trugblid" sprichst Du die Tatsache an, dass die Geschichten, die uns "Mächtige" (aus der bevorzugten Wohnlage heraus) erzählen, nicht mit den Geschichten der "kleinen Leute" übereinstimmen.
      Mit den "kleinen Leuten" meine ich auch die Kinder!
      Sie haben noch keine Sprache, mit der sie ihre Forderungen nach einem "kindergerechten Aufwachsen" formulieren können, abgesehen davon, dass es ihnen gar nicht in den Sinn käme, solche Forderungen zu stellen, weil das bei dermassen egoistischen und von sich selbst überzeugten "Erwachsenen" aussichtslos wäre...
      1 0 Melden
  • rodolofo 21.02.2016 10:22
    Highlight Danke, Herr Landolt, für Ihre beherzten Aktionen!
    Sie repräsentieren damit den "anständigen", Demokratie-fähigen Teil der "Bürgerlichen", die konstruktiv an Lösungen für tatsächlich bestehende Probleme mitarbeiten wollen.
    Damit stehen Sie in wohltuendem Gegensatz zu den Demagogen, Hetzern und "Jammeris", die glauben, mit dem Suchen und Finden von Schuldigen und ihrer Beseitigung (Ausschaffung, Verwahrung, Aufhängen am nächsten Baum, und ähnliches) sei die Arbeit erledigt...
    Moralinsaures Poltern und arrogantes Besserwissertum hilft nur kurzfristig zum Ablassen von angestauten Agressionen.
    56 34 Melden
    • Maett 21.02.2016 12:44
      Highlight @rodolfo: Landolt und konstruktive Lösungen? Wann war das denn? Mir fällt er nur auf, wenn er sein Feindbild pflegt, für konstruktiv halte ich das allerdings nicht.
      16 17 Melden
  • Utopiot 21.02.2016 10:13
    Highlight Wieso sollte der Vergleich zu weit hergeholt sein? Damals wurde eine Weiche nach der anderen gestellt. Jede wirkte so wie sie verpackt und verkauft wurde, als würde sie zum Wohle des Landes und dem Volkes dienen. Man fragt sich ja immer, wieso damals niemand was gemacht hat oder? Die hätten nicht gedacht, dass am Schluss so was passieren würde. DAS ist der Zusammenhang, die DSI ist eine Weiche die gestellt wird und am Schluss wird es (vielleicht) schlimmer sein, als die Ja-Stimmer gedacht haben.
    67 22 Melden
    • Anam.Cara 21.02.2016 14:28
      Highlight Ich bin ganz Deiner Meinung. Es ist ein symbolisierter Vergleich mit einem Gesetz, das 1933 in Deutschland erlassen wurde. Und es geht um die DSI und nicht um einzelne Personen. Also irgendwie immer noch ein sachlicher Beitrag. Daher finde ich den Tweet zwar extrem, aber grade noch ok.

      Das ist aber nicht dasselbe, wie wenn man einzelne Personen als Nazis bezeichnet. So ein Vergleich geht zu weit (weil falsch), verniedlicht die Verbrechen jener Zeit (morden, foltern, zum Schweigen bringen) und verharmlost die Leiden der Opfer.
      15 4 Melden
    • FrancoL 21.02.2016 14:53
      Highlight @Anam.Cara; Dir folgend kann man eine Einzelperson erst einen NAZI nennen wenn er wie Du beschreibst folgende oder ähnliche Taten erbracht hat “morden, foltern, zum Schweigen bringen".
      Das ist aber eine Kapitulation vor der Geschichte und zudem würden auch andere Bezeichnungen erst bei erfolgter Tat zu verwenden sein. Einige Beispiele kannst Du Dir ja gut zusammenreimen.
      Ich bin auch vorsichtig mit dem Wort Nazi, aus Anstand vor der Geschichte, aber langsam glaube ich muss man manchmal die etwas härtere Käule auspacken, gerade wenn ich den aufkommenden Antisemitismus in CH Kreisen sehe.
      13 3 Melden
    • Herbert Anneler 21.02.2016 15:47
      Highlight Tolle Punktlandung - gratuliere. Scharfsinn macht Freude.
      6 2 Melden
  • E7#9 21.02.2016 09:59
    Highlight Damit hat er selber nur an Glaubwürdigkeit verloren, wenn er das nächste Mal die Rhetorik anderer anprangert.
    33 52 Melden
  • trollo 21.02.2016 09:09
    Highlight ich bin froh, dass der meinungsbildungsprozess nun vor allem aufgrund von argumenten stattfindet. solche dümmlichen, landoltschen aktionen bringen keine stimmen. seine persönlichen animositäten gegenüber der svp werden bei anderen politischen geschäften wieder in den hintergrund rücken. er hat es immerhin wieder einmal in die medien geschafft. heuchelei.
    29 46 Melden
  • Amboss 21.02.2016 08:03
    Highlight Ich bin seit jeher der Meinung, dass man Nazi-Vergleiche einfach lassen sollte. Man verletzt immer Leute und ist nachher zu solchen Entschuldigungen gezwungen...

    Es gäbe wahrlich genügend Argumente gegen die DSI.

    Und wie die Abstimmungsprognose zeigt sind die Wähler nicht einfach ein dummer hirnloser Haufen der nur auf drastische Bilder anspricht, sondern durchaus empfänglich für Argumente
    48 24 Melden
    • sheimers 21.02.2016 08:57
      Highlight Ich bin seit jeher der Meinung, dass man aufpassen muss wenn es wieder in die gleiche Richtung wie damals geht und sich ganz deutlich dagegen aussprechen muss.
      48 10 Melden
    • Amboss 21.02.2016 14:12
      Highlight Sheimers: Aber man hat doch in den letzten Wochen genau gespürt, in welche Richtung es geht: Strenge Regelungen, aber nicht auf Kosten des Rechtsstaats. Alle Umfragen haben eine sinkende Zustimmung gezeigt.

      Also null Bedarf für schweres Geschütz.

      Herr Landolt muss auf dem Mond gewesen sein, dass es das nicht gespürt hat.
      3 4 Melden
  • *sharky* 21.02.2016 07:22
    Highlight
    36 7 Melden
    • Sagitarius 21.02.2016 10:49
      Highlight Wow! Chapeau! Die bringes auf den Punkt!
      9 2 Melden

Doris Leuthard erklärt, was die Schweiz von China lernen kann

Bei einem Arbeitsbesuch in Südchina hat die Kommunikations- und Infrastrukturministerin innovative Unternehmen besucht. Doris Leuthard spricht im Interview darüber, was die Schweiz von China lernen kann – und wo sie Gefahren wittert.

Die Rolle liegt ihr sichtlich. Doris Leuthard, 55, hört zu, stellt den Chefs chinesischer IT-Konzerne wie Huawei und Tencent Fragen, sorgt mit einem Spruch für Lacher, bindet mitgereiste Schweizer Wirtschaftsvertreter in die Diskussion ein. Und vergisst nicht zu erwähnen, wie attraktiv und innovativ der Digitalstandort Schweiz ist. «Die Beziehungen zu China sind hervorragend», bilanziert Leuthard, «und davon profitiert unser Land wirtschaftlich und technologisch.»

Das Reiseprogramm ist höchst …

Artikel lesen