Schweiz
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Fluechtlinge stehen an fuer ein Mahlzeit, die von freiwilligen Helfern der Tessiner Hilfsgruppe Associazione Firdaus verteilt wird in einem Park in der Naehe des Bahnhof Como aufgenommen am Donnerstag, 12. August 2016, in Como Italien. Die freiwilligen Helfer verteilen taeglich zwischen 400 bis 500 Portionen an die hilfebeduerftigen Gefluechteten. (KEYSTONE/TI-PRESS/Davide Agosta)

Italien ist überfordert: Flüchtlinge in Como warten auf die Essensausgabe. Bild: KEYSTONE/TI-PRESS

Amnesty wirft Italien Misshandlung von Migranten vor – jetzt soll die Schweiz handeln

03.11.16, 03:44 03.11.16, 06:09


Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International legt der italienischen Polizei schwere Misshandlungen von Flüchtlingen zur Last. Sicherheitskräfte hätten Migranten mit Schlägen und Elektroschockgeräten zur Abgabe von Fingerabdrücken gezwungen.

Die Misshandlungen «liefen in einigen Fällen auf Folter hinaus», heisst es in einer Untersuchung, die Amnesty am Donnerstag vorlegte. Schläge, Elektroschocks sowie sexuelle Erniedrigung gehörten dabei zu den dokumentierten Fällen, schrieb die Organisation.

Mit diesen Mitteln wolle Italien die strengen EU-Richtlinien zur Registrierung von neu ankommenden Migranten umsetzen. Zudem warf Amnesty den italienischen Behörden auch unerlaubte Abschiebungen von Migranten vor. Der Bericht basiert auf Befragung von 170 Migranten.

«An die Grenze des Legalen getrieben»

Unter anderem sollen Flüchtlinge in den Hotspots in Haftzellen gesperrt worden sein, wenn sie ihre Fingerabdrücke nicht abgeben wollten. Die Fingerabdrücke werden gespeichert, um sicherzustellen, dass die Flüchtlinge nicht in einem anderen EU-Land Asyl beantragen. Manche Flüchtlinge wehren sich deshalb dagegen, den Fingerabdruck abzugeben.

epa05600891 Migrants disembark from Norwegian ship Siem Pilot, which has been deployed for rescue operations, upon arrival in Palermo, Sicily, Italy, 24 October 2016. The Norwegian ship Siem Pilot arrived in Palermo carrying 1,117 migrants and bodies of 17 dead. Over last weekend, two vessels deployed by Frontex, the European Border and Coast Guard Agency, joined the Italian authorities and other vessels to jointly rescue some 5,900 migrants near the Libyan coast. Among the vessels deployed by Frontex was Norwegian Siem Pilot, which took aboard persons rescued in several operations and reaching the highest number of people ever carried by the Norwegian boat since it joined Frontex-coordinated Operation Triton in June 2015.  EPA/MIKE PALAZZOTTO

Nicht alle wollen ihre Fingerabdrücke abgeben: Flüchtlinge bei der Ankunft in Palermo.  Bild: EPA/ANSA

«Die EU-Chefs haben die italienischen Behörden an die Grenzen des Legalen – und darüber hinaus – getrieben», kritisierte der Amnesty-Italienexperte Matteo de Bellis. «Als Konsequenz werden die traumatisierten Menschen fehlerhaften Verfahren und in einigen Fällen abstossenden Misshandlungen durch die Polizei ausgesetzt.»

Elektroschock eingesetzt

Insgesamt dokumentierte Amnesty im Zuge der Untersuchung 24 Fälle von Misshandlungen. In 16 davon habe die Polizei Flüchtlinge geschlagen. In mehreren Fällen sei auch ein Elektroschockgerät zum Einsatz gekommen, in einem Fall gegen einen 16-jährigen Sudanesen. Ein 27-Jähriger habe berichtet, er habe sich ausziehen müssen und sei an den Genitalien gequält worden.

Amnesty könne nicht jedes Detail der Berichte auf Echtheit überprüfen, betonte de Bellis. «Wir können aber mit Gewissheit sagen, dass es ein Problem mit dem übermässigen Einsatz von Gewalt durch die Polizei gibt.»

Migrants queue waiting to enter the refectory at a refugee hub in Milan, Italy, Friday, Oct. 21, 2016. About 500 people live in this overcrowded refugee reception center, managed by 'Progetto Arca' organisation. (AP Photo/Luca Bruno)

Migranten vor einer überfüllten Flüchtlingsunterkunft in Mailand: Bis zu 500 Personen sollen hier leben.  Bild: Luca Bruno/AP/KEYSTONE

Appell an die Schweiz

Amnesty fordert insbesondere von der Schweiz Solidarität: Aufgrund der hohen Anzahl an Flüchtlingen und Migrantinnen, die in Italien ankommen, müsse sie selbst mehr Asylverfahren durchführen und ihre Dublin-Überstellungen reduzieren.

Denn fast die Hälfte aller Rückführungen nach Italien kommen aus der Schweiz: Von den 2436 Personen, die im vergangenen Jahr nach Italien überstellt wurden, stammten demnach 1196 aus der Schweiz.

Seit Anfang des Jahres wurden den italienischen Behörden zufolge bereits mehr als 153'000 Flüchtlinge im Mittelmeer gerettet und nach Italien gebracht – so viele wie im gesamten Vorjahr. Im Rekordjahr 2014 lag die Gesamtzahl bei 170'000 Flüchtlingen. Nach UNO-Angaben kamen seit Jahresbeginn mehr als 3700 Menschen bei der gefährlichen Überfahrt ums Leben. (sda/afp/dpa)

Welche Rolle spielt die Schweiz? Mehr dazu hier: 

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

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    Alle Leser-Kommentare
  • Angelo C. 03.11.2016 13:48
    Highlight Es ist nicht einsehbar, wieso die Schweiz plötzlich wieder mehr Flüchtlinge aufnehmen sollte, nur um einen fehlenden EU-internen Verteilschlüssel und die damit im Zusammenhang stehende mangelhafte Solidarität zu kompensieren 🙄!

    Entweder bleibt es beim Schengen/Dublin-Abkommen und den bilateralen Verträgen, oder man ändert diese...

    Abgesehen davon, hat man nicht selten das Gefühl, dass AI-Stellen massiv übertreiben, um ihrer Klientel zu besseren Konditionen zu verhelfen.

    Bleibt so oder so aber erst mal abzuwarten, wie sich Italien offiziell zu derart gravierenden Vorwürfen äussern wird 🤔!
    24 0 Melden
  • Olaf! 03.11.2016 09:18
    Highlight Folter geht natürlich nicht, aber festhalten bis ein Fingerabdruck abgegeben wurde, wieso nicht? Wenn ich mich nicht ausweisen kann, werde ich auch auf die Polizeiwache mitgenommen. Es gibt Verträge welche die Italiener zur Aufnahme dieser Abdrücke verpflichtet. Im Rahmen der Terrorprävention ist es sicher auch nicht das blödeste, wenn die Migranten wenigstens Ansatzweise identifizieren kann.
    23 0 Melden
  • FrancoL 03.11.2016 09:14
    Highlight Die Polizeigewalt ist wie in ALLEN Ländern sehr unterschiedlich ausformuliert und wie bei allen Beamten haben wir das erkennbare Gefälle zwischen "guten" und "einfältigen" Beamten.
    Das Hauptproblem liegt in der Tatsache dass Italien an der Aussengrenze liegt, für viele Flüchtlinge der erste und manchmal auch der einfachste Anlaufpunkt darstellt, die Flüchtlinge ABER NICHT IT als Flüchtlingsland "haben" wollen. So versuchen sie sich um eine Registrierung zu drücken, was der Polizei die ohnehin nicht einfache Arbeit zusätzlich erschwert. Lösung: Kontingente für alle EU Staaten.
    13 1 Melden
  • Lowend 03.11.2016 08:34
    Highlight Das üble Verhalten der Italiener, dass durch die üble Politik von BR Maurer und seines Grenzwachkorps erst möglich wurde, scheint ein Steilpass für alle rechtsnationalen Hassmenschen zu sein, ihr tägliches Touret-Geschrei gegen das Fremde auf uns niederprasseln zu lassen.
    Da scheint BR Maurer für die seinen ein echtes politisches Perpetuum Mobile auf dem Rücken dieser Verfolgten gefunden zu haben?
    4 32 Melden
    • Roterriese 03.11.2016 15:03
      Highlight Hauptsache gegen die SVP hetzen :)
      14 1 Melden
    • Lowend 03.11.2016 18:52
      Highlight Meine Verfolger aus der rechten Fankurve überbieten sich ja wieder mal mit ihren trolligen Kommentaren, aber wie wir wissen haben die ausser destruktivem Gelaber nie etwas zur Diskussion beizusteuern.
      1 10 Melden
    • Lowend 03.11.2016 22:11
      Highlight Wer es lustig findet, Namen zu verweiblichen, disqualifiziert sich eh nur als übler Sexist. #Aufschrei
      1 7 Melden
  • LaPaillade #BringBackHansi 03.11.2016 08:18
    Highlight Und nirgends wird erwähnt, dass die italienischen Behörden ab und zu auch gerne mal froh sind, wenn sie kkeie Fingerabdrücke nehmen müssen, respektive dde Registrierung nicht machen und die Flüchtlinge direkt nach Norden weiterleiten.
    14 0 Melden
  • Joey Madulaina 03.11.2016 08:05
    Highlight Wieso sie die Fingerabdrücke nicht geben wollen? Weil sie nicht in Italien bleiben wollen. Wieso nicht? Italien ist völlig überfordert, die Flüchtlinge müssen auf der Strasse leben, werden kaum unterstützt. Natürlich will niemand in einem Land bleiben mit solchen Bedingungen. Ausserdem haben viele Familie in anderen Ländern, bei der sie wohnen möchten. Schengen verunmöglicht das. Wir brauchen endlich europäische Verteilquoten! Jedes Land muss seinen Beitrag leisten!
    PS: wir reden hier von MENSCHEN. Überlegt euch das, bevor ihr antwortet oder blitzt...
    28 50 Melden
    • Pisti 03.11.2016 09:22
      Highlight Die europäische Verteilquote wird niemals klappen. Kein Flüchtling wird freiwillig nach Ungarn, Lettland, Polen etc.. gehen.
      Was wir brauchen ist ein effektiver Grenzschutz. Dazu soll Europa endlich die Schlepperdienste einstellen.
      22 0 Melden
  • Roterriese 03.11.2016 07:36
    Highlight Was sagt eigentlich die SP oder Juso dazu? Refugees welcome?
    30 37 Melden
    • FrancoL 03.11.2016 07:52
      Highlight Etwas einfältige Frage; Die Flüchtlinge flüchten ob mit oder ohne "Einladung", das war im Mittelmeer schon seit Jahrezehnten so.
      24 14 Melden
    • LaPaillade #BringBackHansi 03.11.2016 08:15
      Highlight Zu was genau soll die SP etwas sagen?
      Kannst du eigentlich auch etwas anderes als hetzen?
      24 27 Melden
    • demokrit 03.11.2016 08:39
      Highlight Die SP hatte noch nie eine konstruktive Position zur Migrationsproblematik (Flüchtlinge sind es in der Mehrheit auch gemäss den SEM-Zahlen nicht). Ein Grund, warum die Gewerkschafts-Partei von Arbeitnehmern links liegen gelassen wird.
      31 11 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Töfflifahrer 03.11.2016 07:05
    Highlight Die Zustände sind schlimm, ja! Der italienische Staat versagt, ja! Aber nur weil weder der italienische Staat (sofern es den noch gibt) noch die EU das auf die Reihe kriegen, kann die Schweiz nicht einfach Gesetze und Abkommen ausser Kraft setzen. Es ist auch gar nicht möglich, dass wir die Probleme der gesamten EU lösen.
    Amnesty, ihr solltet auf die EU, die Kommision und die EU Mitglieder Druck ausüben, die können sich ja nicht mal auf einen Schlüssel einigen. Wir sind jedenfalls der falsche Adressat.
    77 10 Melden
  • Wilhelm Dingo 03.11.2016 06:48
    Highlight Warum veröffentlicht AI einen Bericht welcher nur Aussagen von Flüchtlingen enthält? Und ...wenn sie ihre Fingerabdrücke nicht abgeben wollten... dann werden sie halt ein wenig härter angefasst. Das ist in Zürich nicht anders.
    96 19 Melden
    • Fabio74 03.11.2016 07:06
      Highlight Manche haben ein seltsames Bild wie man mit Menschen umgeht, und was das Recht der Staatsgewalt sein soll
      24 45 Melden
    • Wilhelm Dingo 03.11.2016 08:22
      Highlight @Fabio74: Ich sage ja nicht das er alles darf. Die Handlungen müssen sicher immer im Rahmen der demokratisch legitimeirten Gesetze sein. So darf der Staat z.B. jemanden gegen seienen Willen kontrollieren oder ins Gefängnis transportieren. Was darf der Staat aus Deiner Sicht und was nicht?
      25 3 Melden
    • Bruno S. 88 03.11.2016 09:34
      Highlight Es handelt sich hier um Folter...das möchtest du verharmlosen? Wie würdest du als Flüchtling reagieren? Ist schon geil, für die Länder aus Nordeuropa, dass die Flüchtlinge entweder aus dem Süden oder dem Osten kommen und auch gleich dort bleiben müssen. Flüchtlingsproblem gelöst?! Genau bei diesem Problem müsste die EU als Bündniss und Union reagieren und eine GEMEINSAME Lösung durchsetzen aber sie versagen komplett...Schon wieder!
      4 14 Melden
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  • Z&Z 03.11.2016 06:33
    Highlight Flüchtlinge oder Migranten, das ist hier die Frage. Flüchtling = jemandem wird vorübergehend Schutz gewährt, er kehrt nach einer gewissen Zeit wieder zurück, Migrant = hat die Absicht, sich langfristig niederzulassen. Bei diesem Thema habe ich auch bei uns gewaltig Mühe. Was sind denn nun all die Personen, die zu uns kommen? Flüchtlinge oder Migranten? Flüchtlingen soll man helfen, so gut es geht. Diese müssen aber auch nicht "integriert" werden, denn sie gehen ja wieder zurück.
    74 12 Melden
    • Anam.Cara 03.11.2016 07:30
      Highlight Dann sollten wir wieder sogenannte Internierungslager bauen (wie im 2. Weltkrieg) und die Leute dort zwischenlagern, bis wir sie wieder nach hause schiken können? Schon abeschottet, damit die sorgrngeplachten CH-Einwohner (Bürger und legitime Migranten) nicht mit dem Flüchtlingselend konfrontiert werden und weiterhin heile Welt spielen können?
      Nach jeder Flüchtlingswelle gab es Menschen, die zurück kehrten und jene, die sich hier integriert haben und einen Beitrag an unseren Wohlstand leisten. Und auch ein paar schwarze Schafe. Aber das ist eher die Ausnahme.
      26 47 Melden
    • lilie 03.11.2016 08:35
      Highlight @Z&Z: Diese Unterscheidung finde ich auch wichtig. Allerdings würde ich die Abgrenzung anders setzen: Flüchtlinge sind Menschen, die in ihren Heimatländern an Leib und Leben bedroht sind.

      Migranten sind hingegen in meinem Verständnis Leute, die sich in einem anderen Land mehr Entfaltungsmöglichkeiten versprechen.

      Ob sie in ihr Land zurückkehren wollen/können/werden oder nicht, ist mE kein Kriterium.
      10 3 Melden
    • Z&Z 03.11.2016 08:56
      Highlight Bitte, @Anam.Cara seien Sie nicht so empfindlich, es ist nicht notwendig, gleich die Ethik-Keule hervor zu holen, wenn jemand kritische Fragen stellt. So können Themen nicht bearbeitet werden. Niemand redet von Internierungslager, Gott bewahre, ich verabscheue sogar allein schon dieses Wort. Meiner Ansicht nach kann man aber das Thema Flüchtlingswelle, oder wie man es nennen will, nicht korrekt behandeln, wenn man nicht mal die Grundlagen festlegt. Das Ganze ist im Moment ein Chaos und es wird nicht besser, wenn man kritische Themen totschweigt.
      17 1 Melden
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  • Der Typ 03.11.2016 06:31
    Highlight Meine Wurzeln liegen in Kalabrien. Die Missstände welche dort mit und gegenüber den Flüchtlingen herrschen sind unglaublich. Die Bevölkerung ist arm, die Mafia nutzt die Situation aus und versklavt die Flüchtlinge praktisch. Leider ist Italien als Staat gefallen und die jungen in meinem Alter zwischen 18 - 30 haben eine völlig falsche Einstellung. Alles wird akzeptiert. Keine Kämpfer mehr. Dem Staat wird die Schuld an allem gegeben und keinen reisst sich mehr den Arsch auf. Mich schmerzt diese Ignoranz, diese Einstellung und diese selbst auferlegte Hoffnungslosigkeit...
    46 4 Melden
    • Fumo 03.11.2016 08:03
      Highlight "Leider ist Italien als Staat gefallen und die jungen in meinem Alter zwischen 18 - 30 haben eine völlig falsche Einstellung. Alles wird akzeptiert. Keine Kämpfer mehr."

      Das ist Italien seit fast 160 Jahren, wenn nicht schon länger.
      Ein opportunistisches Volk der zu allem Ja sagt nur um selbst keine Verantwortung tragen zu müssen. Unser Volk hat sich noch nie den Arsch aufgerissen oder um irgendwas gekämpft.
      9 11 Melden
  • Roterriese 03.11.2016 06:30
    Highlight "Amnesty fordert insbesondere von der Schweiz Solidarität: Aufgrund der hohen Anzahl an Flüchtlingen und Migrantinnen, die in Italien ankommen, müsse sie selbst mehr Asylverfahren durchführen und ihre Dublin-Überstellungen reduzieren."

    Nein, das Schengen/Dublin abkommen ist einzuhalten, es pochen ja auch sonst immer alle darauf, dass wir die Staatsverträge einhalten.
    82 9 Melden
    • Fabio74 03.11.2016 07:07
      Highlight Lassen wir Italien allein. Solidaritöt à la SVP. Falsch und verlogen wie immer
      18 45 Melden
    • Roterriese 03.11.2016 07:39
      Highlight Tja die EU will die Personenfreizügigkeit ja auch nicht verhandeln. Verträge sind eben einzuhalten.
      46 8 Melden
    • Bruno S. 88 03.11.2016 09:41
      Highlight Warum ist die Schweiz für Italien verantwortlich? Wegen der geografischen Nähe? Italien ist ein Land der EU. Und die EU muss sich für Italien einsetzen. Wenn es ums wirtschaftliche geht, mischt sich die EU ja auch sehr gerne ein!
      21 0 Melden
  • 足利 義明 Oyumi Kubo 03.11.2016 06:20
    Highlight Warum geht Italien diese Migranten vor der Küste Lybiens auflesen und nach Italien importieren, wenn sie schon überfordert sind?
    57 28 Melden
    • Anam.Cara 03.11.2016 07:17
      Highlight Weil die Menschlichkeit gebietet, dass man andere Menschen nicht im Meer ertrinken lässt?

      Sorry Leute, ich verstehe nicht, wie so ein Kommentar zu "Herzli" kommt.
      41 38 Melden
    • Der Typ 03.11.2016 07:28
      Highlight Weil diese Menschen bei der Überfahrt sonst mit grosser Wahrscheinlichkeit ertrinken würden. Es geht um Menschenleben, welche man retten will. Egal ob Flüchtling, Migrant oder was auch immer, ein Leben bleibt ein Leben und wenn es Gefahr läuft, muss man es Retten.
      31 14 Melden
  • gnp286 03.11.2016 05:28
    Highlight Gewalt gegen diese Menschen kann ich ja nicht gutheissen, aber warum geben die Leute die Fingerabdrücke nicht? Die Alternative zu Fingerabdrücke geben wäre ja eigentlich festgehalten zu werden bis das passiert, oder?
    84 8 Melden
    • Roterriese 03.11.2016 06:27
      Highlight Wenn sie die Fingerabdrücke geben, sind sie registriert. Schengen/Dublin besagt, dass dann Italien für sie zuständig ist. Da es sich bei diesen Menschen aber zum grössten Teil um Wirtschaftsmigranten und nicht Flüchtlinge nach der Genfer Konvention, passt ihnen das eben nicht. Die wollen lieber nach Deutschland.
      62 9 Melden
    • Knut Atteslander 03.11.2016 06:47
      Highlight Diese Leute haben nichts getan, warum sollten sie Ihre Fingerabdrücke den Bullen geben?
      Wieso sollte man sie festhalten?
      10 85 Melden
    • gnp286 03.11.2016 07:06
      Highlight @Knut: Klar haben sie nichts getan. Im Schengen/Dublin wird es jedoch mit Fingerabdrücken gehandhabt. Du hast Dich auch auszuweisen und die Polizei darf Dich im Zweifelsfall auch festhalten bis Deine Identität feststeht.

      Es ist ja nicht so, dass den Menschen etwas angetan oder ihnen etwas verwehrt wird wenn sie ihre Fingerabdrücke geben. Drum: Warum tun sies nicht einfach? Nur ein pubertierendes 'Bullen sind doof' lasse ich als Antwort nicht gelten.
      34 3 Melden
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