Schweiz
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Friends are meeting for a cosy barbecue in a community center in Zurich, Switzerland, on May 25, 2011. They gather around an open fire pit in the garden.The sausages and the barbecue meat laying on the grill are sizzling promising and give off a mouth-watering smell. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Die Wurstwaren und das Fleisch liegen auf dem Grillrost, brutzeln verheissungsvoll und verstroemen einen feinen Duft. Die Freunde treffen sich zu einem gemeinsamen Grillen in einem Gemeinschaftszentrum in Zuerich, Schweiz, am 25. Mai 2011. (KEYSTONE/GAETAN BALLY)

Bild: KEYSTONE

David Camerons Niederlage

Die EU brät keine Extrawürste mehr – weder für die Schweiz noch für Grossbritannien

Der britische Premierminister David Cameron wird diese Woche mit seiner EU-kritischen Haltung überstimmt. Diese Lektion wird auch die Schweiz bald lernen müssen.

23.06.14, 15:35 24.06.14, 07:01

Dem britischen Premierminister David Cameron droht diese Woche seine schlimmste aussenpolitische Niederlage: Gegen seinen erbitterten Widerstand werden die EU-Staatsoberhäupter mit grösster Wahrscheinlichkeit Jean-Claude Juncker zum neuen Kommissionspräsidenten wählen. Für Europa ist dies ein entscheidender Moment, der auch Auswirkungen auf die Schweiz haben dürfte. Aber der Reihe nach: 

Jean-Claude Juncker, ehemaliger Premierminister von Luxemburg, verkörpert die alte Garde der EU-Politik. Er gilt als Befürworter eines stärkeren Zusammenschlusses der EU und ist damit automatisch das Feindbild der Briten. Auf der Insel ist die Skepsis gegenüber Brüssel nach wie vor sehr gross, nicht zuletzt, weil die EU nach wie vor als deutsch-französisches Projekt gilt. 

Juncker: Kein Humor und Alkoholiker?

Jean-Claude Juncker: Von der britischen Boulevardpresse zum Nazi gemacht. Bild: Screenshot «The Sun»

Die äusserst aggressive britische Boulevardpresse führt seit Wochen eine üble Hetzkampagne gegen Juncker. Sie wirft ihm alles an den Kopf, was ihr in die Hände fällt, von mangelndem Humor bis hin zu übermässigem Alkoholkonsum. 

Cameron wird auch politisch unter Druck gesetzt. Die Hinterbänkler seiner eigenen Partei, die Konservativen, wollen längst weg von Brüssel. Sie haben mit dem klaren Sieg der Europa-Hasser-Partei UKIP bei den Wahlen vom 25. Mai noch mehr Wind unter die Flügel erhalten. Die britische Wirtschaft hingegen ist entsetzt. Europa ist ihr wichtigster Handelspartner, der Finanzplatz London würde ohne EU rasch und massiv an Bedeutung verlieren. 

Das erinnert an die Schweiz

Woran erinnert uns das? Genau, an die Schweiz: Auch hier hetzen Blocher & Co. zum Entsetzen der Wirtschaft immer stärker gegen den wichtigsten Handelspartner EU und sind dabei offensichtlich auch bereit, auch grosse wirtschaftliche Kollateralschäden in Kauf zu nehmen. Oder sie wissen schlicht nicht, was sie tun. So genau lässt sich dies nicht unterscheiden. 

Der britische Premier David Cameron: Lausig gepokert. Bild: Getty Images Europe

Aber, zurück zu den Briten. Cameron hat mit einem eh schon lausigen Blatt miserabel gepokert. «Seine Europapolitik ist ein Debakel», jammert der «Economist», «und das ist ein Ausdruck einer generell verfehlten Aussenpolitik.» Tatsächlich hat der Premierminister wenig strategisches Denken an den Tag gelegt und Flop an Flop gereiht. Nach seiner Wahl hat er die Tory-Abgeordneten im EU-Parlament aus der konservativen Fraktion abgezogen. Erreicht hat er damit gar nichts, ausser dass Angela Merkel nachhaltig verärgert wurde. 

Danach hat Cameron den Briten versprochen, bei einer Wiederwahl spätestens im Jahre 2017 ein Referendum über den Verbleib in der EU durchzuführen. Was als Befreiungsschlag gegen die UKIP gedacht war, erwies sich bald als Falle. Cameron hatte damit gerechnet, dass die deutsche Bundeskanzlerin zu Konzessionen bereit sein werde und ihm Sonderwünsche zugestehen würde. Merkel liess ihn kühl im Regen stehen, Cameron steht mit leeren Händen da. 

Wird aus Great Britain Little England?

In Brüssel ist der britische Premier zum ultimativen Aussenseiter geworden, der allen auf den Keks geht. Deshalb setzt er jetzt bei der Wahl des EU-Kommissionspräsidenten alles auf eine Karte und hofft, mit der Verhinderung von Junker sein Gesicht wahren zu können. 

Seine Chancen sind sehr gering, denn seine geplanten Partner Schweden und Holland haben sich von ihm abgewandt, Italien und Holland scheinen einen Deal mit Merkel abgeschlossen zu haben, und die Kanzlerin hat die Nase voll vom Geschrei des britischen Boulevard. Sie drängt auf eine rasche Lösung, und diese Lösung heisst Junker. 

Schottland stimmt darüber ab, ob es unabhängig wird. Die Umfragen stellen ein knappes Resultat in Aussicht. Bild: AP

Cameron riskiert nun, dass sich in seiner Amtszeit die geopolitische Lage seines Landes grundsätzlich verändern wird. Aus Great Britain wird Little England. Nicht nur das Verhältnis zum alten Kontinent ist verkachelt, auf der Insel selbst droht Ungemach. 

Im September stimmen die Schotten darüber ab, ob sie die rund 350 Jahre alte Ehe mit den Engländern auflösen und sich selbständig machen sollen. Die Umfragen stellen ein knappes Resultat der Volksabstimmung in Aussicht. Sollten sich die Schotten tatsächlich abspalten, wäre England wieder da, wo es im Mittelalter war. Aus der ehemaligen Weltmacht wäre wieder ein unbedeutender Provinzstaat geworden. 

Die Moral von der Geschichte für die Schweiz

In Camerons Scheitern liegt eine Lektion für die Schweiz: Die EU fühlt sich nach der schwersten Krise wieder gefestigt und scheint definitiv keine Lust auf Sonderwünsche zu haben. Die öffentliche Ohrfeige an den britischen Premier ist ein deutliches Signal, dass auch der vermeintliche Sonderstatus der Schweiz nicht länger respektiert wird. 

Zudem sollten wir dies langsam selbst begriffen haben. Auch die Schweiz hat mit ihren Sonderwünschen Flop an Flop gereiht: Der verschmähte EWR wurde später mit den bilateralen Verträgen umgesetzt – nur schlechter und teurer. Dem Luftfahrtabkommen droht das gleiche Schicksal, nur noch viel ausgeprägter; und die Wahrscheinlichkeit, dass wir bezüglich Personenfreizügigkeit in Brüssel Zugeständnisse erhalten werden, tendiert gegen null. Zeit also, dass wir lernen, in der Wirklichkeit zu leben. 



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    Alle Leser-Kommentare
  • goschi 24.06.2014 02:24
    Highlight Abgesehen davon, dass dies kein Journalistischer Artikel, sondern ein populistischer Kommentar ist und als solcher gekennzeichnet werden sollte, wird die Sache mit Schottland mal wieder extrem überbewertet.
    Schottland stellt keine 10% der Einwohner des Vereinigten Königreichs und ist wirtschaftlich abgesehen vom Nordsee-Öl nahezu irrelevant, der Abfall von Schuttland aus dem Königreich wäre sicher für beide Seiten suboptimal, aber gerade für England kein Niedergang.
    5 5 Melden
  • jueporto 23.06.2014 23:10
    Highlight Schade, Watson wird unprofessionell, anscheinend funktioniert bei watson die Kontrolle nicht.
    Als Kommentar, oder Leserzuschrift akzeptiere ich Ihre Meinung, aber nicht als journalistische Meldung.
    6 9 Melden
    • huntziker 24.06.2014 08:41
      Highlight das versteht jueporto also unter meinungsfreiheit. nur die eigene meinung ist frei!
      8 1 Melden
  • Nic9000 23.06.2014 21:07
    Highlight "Sonderstatus der Schweiz"? Die Schweiz ist KEIN EU-Mitglied.
    Ohne Schottland würde England von der Weltmacht zum unbedeutenden Provinzstaat? Da überschätzen Sie die politische und strategische Rolle Schottlands aber masslos.
    Man sollte lernen "in der Wirklichkeit zu leben"? Nicht, wenn "Wirklichkeit" Unterordnung bedeutet. Das dritte Reich schaffte es nicht, sich ganz Europa einzuverleiben und auch die EU wird es nicht schaffen, solange der Widerstand geeint ist.
    Bei allem Respekt Herrn Löpfe, ich habe selten einen derart unfundiert-hetzerischen, von politischer Gesinnung motivierten Bericht gelesen.
    8 12 Melden
    • manhunt 23.06.2014 22:04
      Highlight Ganz einfach Herr Loepfe: Die Wirklichkeit in der Schweiz ist folgende: Die Schweiz ist NICHT EU Mitglied! Ob ihnen das passt oder nicht: eine Mehrheit der Stimmberechtigten hat sich wiederholt dagegen ausgesprochen. Fazit: Nicht WIR, sondern SIE sollten lernen in der Wirklichkeit zu leben. Auch wenn es ihnen schwerfällt diese zu akzeptieren.
      8 7 Melden
    • Michèle Seiler 23.06.2014 22:58
      Highlight Wer das Dritte Reich mit der EU vergleicht, hat eindeutig irgendetwas nicht begriffen. Entweder das, oder er ist so besessen von einer verdrehten Denkhaltung, dass er die Wahrheit nicht mehr erkennt.

      Tatsache.
      14 3 Melden
    • Michèle Seiler 23.06.2014 23:04
      Highlight Manhunt, die Mehrheit hat nicht immer recht und genau das ist ein guter Grund, sich gegen schädliche Entscheidungen zur wehren - GANZ besonders dann, wenn andere, unschuldige Menschen durch diese Entscheidungen benachteiligt werden.

      Aber offenbar hatte die Mehrheit des schweizerischen Stimmvolks noch zu wenig Gelegenheit, Empathie zu entwickeln. Genau das ist es aber, was ein friedliches Leben in dieser Welt erst ermöglicht.
      4 8 Melden
    • Nic9000 23.06.2014 23:14
      Highlight @M. Seiler: Ich habe nicht die Institution EU mit dem dritten Reich verglichen, sondern das Aufsetzen von Zwang und Druck, um die Mitgliedschaft (die "Einheit Europas") zu erzwingen. Die Rhetorik von Gewissen EU-Vertretern, die die Schweiz als "schwarzen Fleck" und "Schande" bezeichnen, dürfte - sogar für Sie unbestreitbare - Parallelen verdeutlichen.
      Bitte kritisieren Sie meine Beiträge nicht, wenn Sie deren Inhalt nicht verstehen, sondern fragen Sie ggf. nach oder geben Sie einfach ein Dislike, um Ihren Unmut über mein Denken auszudrücken. MfG
      4 5 Melden
    • Michèle Seiler 23.06.2014 23:27
      Highlight Das habe ich verstanden, Nic.

      Und trotzdem gebietet der Respekt vor dem grundlegend verschiedenen Hintergrund dieser beiden Dinge, dass man sie nicht miteinander vergleicht - es sei denn, die eigene Überzeugung zieht einem in solche tiefen Abgründe, dass man dazu bereit ist, um sich einen scheinbaren argumentativen Vorteil zu verschaffen.
      6 4 Melden
    • Michèle Seiler 23.06.2014 23:38
      Highlight Und jetzt kommt vielleicht von manchen wieder der Vorwurf der Meinungsdikatur oder dem Moralisieren: Ich ahne, dass hinter diesem Vorwurf entweder ein Eingeständnis des eigenen schlechten Verhaltens steckt (was wiederum irgendwie positiv wäre, da es von Rückgrat und Aufrichtigkeit zeugt), oder der erbitterte Versuch, eine unangenehme Tatsache zu verdrängen.
      4 3 Melden
    • Daniel Caduff 24.06.2014 11:39
      Highlight @ Michèle Seiler: Sie müssen "Godwins Gesetz" beachten.

      :-)
      2 1 Melden
    • Nic9000 24.06.2014 14:49
      Highlight @Daniel: Den einen Plan für ein einheitliches Europa in Relation zu einem anderen Plan für ein einheitliches Europa zu stellen, ist aber rational begründet, während Mike Godwins These auf abwegige Vergleiche anspricht.
      Aber wenn man keine sachlichen Argumente hat, muss man wohl auf solche pseudo-wissenschaftlichen "Gesetze" zurückgreifen. :-)
      1 1 Melden
    • Daniel Caduff 24.06.2014 14:59
      Highlight Richtig. Weil ein Staatenbund, oder auch ein Bundesstaat ja absolut vergleichbar ist mit einer totalitären faschistischen Diktatur. Und weil Ihr Vergleich damit ja absolut nicht abwegig ist. Und weil ich ihnen auch absolut abnehme, dass sie die zurecht negative Konnotierung des dritten Reiches rein Zufällig auf die EU übertragen wollen. Weil sie sozusagen objektiv über die historische Entwicklung der EU sprechen, völlig wertneutral natürlich. Da spare ich mir meine sachlichen Argumente auch weiterhin für lieber für Leute auf, die ein bisschen differenzierter denken können.
      2 1 Melden
    • Nic9000 24.06.2014 16:04
      Highlight Ich habe weder die Regierungsformen noch die Ehrbarkeit der latenten Motive verglichen. Sondern einzig und allein den Plan eines einheitlichen Europas, eines Binnenmarktes vom Atlantik bis zum Ural. Die Parallelen dessen, dürften sogar Ihnen klar sein (zur Veranschaulichung die Karte). Damals wie heute war die Schweiz ein weisser Fleck im Herzen Europas und genau das war meine Aussage! Soviel zum Thema "differenziertes Denken" - was Ihnen fehlt ist ein Mindestmass an Reflexionskompetenz. Dann würden Sie merken, dass viele von Ihnen verunglimpfte Meinungen nicht falsch sind, sondern dass Sie deren Inhalt nicht oder miss-verstanden haben.
      Das wars von meiner Seite zu diesem Thema. Obwohl ich es bezweifle, hoffe ich trotzdem, dass ich dem ein oder anderen zeigen konnte, dass die Welt nicht so eindimensional betrachtet werden kann. Und dass man nicht alles, was von einer Person (z.B. C.B.) oder einer Partei (z.B. SVP) kommt, kategorisch diskreditieren sollte, ohne sich mit den Sachverhalten ernsthaft auseinanderzusetzen. "Habe fertig."
      3 2 Melden
    • daenu 25.06.2014 08:45
      Highlight @Nic9000: Die Rhetorik unserer EU-Gegner ist um keinen Deut besser als diejenige der CH-Kritiker in der EU. Gilt noch anzumerken dass die Rhetorik unserer lautesten EU-Gegner gegen ALLE Andersdenkenden gerichtet ist und und das Klima recht stark vergiftet. Um es gleich anzumerken ich bin auch EU-Gegner aber dennoch ist die EU (notabene EU-Moloch) eher unser Freund denn unsere Feind. Ich wäre froh um konstruktive Lösungen und nicht populistisches Gewäsch. Dazu gehört auch, dass sämtliche Verschärfungen der Asyl-/Einwanderungsgsetze der 30 letzten Jahre scheinbar NULL Wirkung hatten. MEI wird auch dazu gehören, ich nehme an, dass der Preis hoch sein wird und die Wirkung marginal.
      2 0 Melden
    • Nic9000 25.06.2014 14:01
      Highlight Da gebe ich Dir völlig Recht @daenu. Bekanntermassen missachten aber einige unserer Exekutivpolitiker den Volkswillen konsequent, so dass das Volk und gewisse Politiker ihrem Ärger mit immer radikaleren Aussagen und Initiativen Luft machen. Das ist im Interesse von keinem rational denkenden Menschen. Deshalb kritisiere ich diese Bücken-Wir-Uns-Einfach-Haltung unserer Bundesräte und einiger Watson-Leser gegenüber der EU.
      Als Betriebswirt und Jungunternehmer bin ich ein Verfechter der freien Märkte und der Letzte, der sich für eine Isolation der Schweiz aussprechen würde. Nur muss es andere Wege geben als eine direkte oder indirekte Mitgliedschaft in der EU. Die EU will das aber nicht akzeptieren (deshalb mein viel kritisierter Vergleich mit dem nationalsozialistischen Traum des einheitlichen Kontinentaleuropas). M.M.n. kann man wirtschaftliche und freundschaftliche Beziehungen führen ohne sachfremde Verbandelungen bzgl. Gesetzen und Personenfreizügigkeit einzugehen. Die schweizerischen Beziehungen zu ALLEN anderen Ländern beweisen die Machbarkeit. Die Abstimmungsresultate der letzten Jahre zeigen, dass eine Mehrheit der Stimmbevölkerung ebenfalls so denkt. Die EU-Elite, der Bundesrat und die Mehrheit der Watson-Kommentatoren teilen diese Meinung aber offensichtlich nicht.
      1 0 Melden
  • Chamudi 23.06.2014 19:54
    Highlight Was der Herr Löpfe da wieder schreibt ist wie eine lauwarme Suppe. ich bin froh gibt es Cameron. die EU muss und wird sich verändern. Frankreich und Italien wollen jetzt noch mehr Schulden machen. dies bei einer Verschuldung von 100 Prozent. Zahlen sollen die Zeche all die Länder, die wirtschaftlich richtig geschäftet haben. Tatsache ist, die EU ist Konkurs. Dies ist ein Grund mehr, weshalb auf die Schweiz mit einem Holzhammer eigeschlagen wird. Sie wollen noch mehr Geld von uns. Eine Frechheit. Ich hoffe das Volk sagt bnei der nächsten Forderung nach Kohäsionszahlungen endlich NEIN. F-Off EU!
    8 11 Melden
  • sewi 23.06.2014 17:25
    Highlight Noch etwas Herr Loepfe: der EWR wurde nicht mit den bilateralen Verträgen umgesetzt.... der EWR beinhaltete die automatische Übernahme fremden Rechts, etwas das wir Schweizer nicht wollen.....
    12 12 Melden
    • Joe_1 23.06.2014 20:57
      Highlight überleg doch mal wieviel wir schon übernommen haben. Die Bilateralen sind sehr wohl das lausige Ergebnis vom verfehlten EWR. Dank Blocher stehen wir nun definitiv im Regen
      10 7 Melden
    • sewi 24.06.2014 08:06
      Highlight @joe: die Schweiz steht nicht im Regen......die Anschlussfanatiker stehen im Regen. Wie einst beim Waldsterben trafen die Prognosen nach dem abgelehnten Kolonialvertrag nicht ein
      2 4 Melden
  • Michèle Seiler 23.06.2014 17:09
    Highlight Im Grunde wünsche ich mir auch, dass die EU ganz klar Stellung bezieht, nicht so tut, als würde sie die schändliche Behandlung von "Ausländern" in der Schweiz gutheissen und eine klare Positionierung der Schweiz ohne Sonder- bzw. Vorzugsbehandlung fordert.

    Alles andere wäre m. E. für sie selbst nicht gut, weil sie dadurch ihre Prinzipien verraten und sich selbst abstufen würden, aber auch nicht für "uns", weil "wir" dadurch nicht zu unseren Taten stehen und die Verantwortung dafür übernehmen müssten.

    Ich hoffe nur, dass die EU in ihrer Entscheidung auch die berücksichtigen, die sich klar gegen die MEI gestellt haben oder es jetzt tun.
    7 8 Melden
    • Nic9000 23.06.2014 23:18
      Highlight Bitte definieren Sie den Ausdruck "schändliche Behandlung" auch, wenn Sie schon derart haltlose Behauptungen aufstellen.
      Von einer "Vorzugsbehandlung" kann keine Rede sein, wenn wir die CH mit anderen Nicht-EU-Staaten (z.B. USA, China etc.) vergleichen.
      Sie scheinen den Fakt, dass die Schweiz (noch?) kein EU-Mitglied ist, zu verdrängen.
      2 4 Melden
    • manhunt 23.06.2014 23:30
      Highlight Die Mehrheit hat vielleicht nicht immer recht, mag sein. Aber sie hat entschieden! So funktioniert Demokratie nunmal. Ob dir das passt oder nicht. Und ich kann mir nur schwer vorstellen, das es gerade in deiner Kompetenz liegt, zu urteilen wer recht hat und wer nicht. Geschweige denn von schädlichen Entscheidungen zu reden. Ich bin froh in einem Land zu leben, in dem die Meinung der Mehrheit etwas zählt. Und nicht bloss die einer avantgardistischen Minderheit, die sich auf ihre Allwissenheit beruft und im Glauben lebt der grosse Rest habe keine Ahnung.
      4 3 Melden
    • manhunt 23.06.2014 23:42
      Highlight Hab ich fast vergessen: welche unschuldigen Menschen meinst Du, die unter solch "schädlichen Entscheidungen" leiden? Jene die an der Festung Europa scheitern? An den bis aufs Maximum gesicherten EU Ausengrenzen? Oder unterscheidest du zwischen Europäern und Nicht-Europäern?
      2 2 Melden
    • sewi 24.06.2014 11:47
      Highlight Hoi Michelle, ich empfehle Dir europäische Geschichte nachzulesen. Im Bezug auf D 1848 anfangen. (Beginn des Dramas das 1871 ins preussisch militaristische zweite Reich führte)Dann bezüglich Paralellen zwischen Hitlereuropa und EU die Landkarte anzusehen. Auch die Argumente der sog. Frontisten( Schweizer die den Anschluss an das dritte Reich wollten)...Die Werbungen für Freiwillige zur SS für das neue Europa könnten Dich auch erschrecken..... Klar ist dass die heutigen Politiker keinen Völkermord planen. Trotzdem ist der Grössenwahn der EU vergleichbar mit der nationalsozialistischen Vorstellung einen Grossreichs( Binnenmarkt) vom Atlantik zum Ural.
      1 0 Melden
    • Nic9000 24.06.2014 14:52
      Highlight @sewi: Linkspopulisten sind keine Freunde von Wahrheit, Geschichte oder rationalen Argumenten. Mittels emotionaler Empörung werden jegliche sachliche Gegenstimmen im Keim erstickt. Sonst besteht ja noch die Gefahr, aus den utopischen Träumereien aufzuwachen. :-)
      2 1 Melden
    • Michèle Seiler 25.06.2014 11:12
      Highlight Ich würde auf die Fragen, die mir gestellt wurden, gerne antworten. Gegen eine Diskussion über etwas habe ich nämlich nicht das Geringste, ganz im Gegenteil.

      Aber leider disqualifizieren sich die Fragesteller mit ihrem Verhalten (womit nicht das Stellen der Fragen gemeint ist), und ich habe keine Lust darauf, Energie zu verschwenden.
      0 1 Melden
  • sewi 23.06.2014 16:57
    Highlight Herr Loepfe irrt: im Gegensatz zu Grossbritannien ist die Schweiz nicht Mitglied der EU....und woher nimmt Herr Loepfe das scheinbare Wissen, dass der Finanzplatz London ohne die Brüsseler Funktionäre an Bedeutung verliert? Die EU braucht keine Extrawurst zu machen: weder Schengen noch Dublin noch dasLandverkehrsabkommen sind für uns Lebenswichtig.... und wenns dick kommt brauch ich nicht unbedingt einen Mercedes...... Toyota geht auch
    5 7 Melden
  • Benja 23.06.2014 16:39
    Highlight Solang sich zwei oder mehr Parteien wegen Kleingeistigkeit in den Haaren liegen, haben sie sicher keine Zeit, echte Probleme zu lösen. So hätten die Schweiz und die EU-Staaten das soziale und wirtschaftliche Ungleichgewicht ausserhalb ihrer Landesgrenzen ja auch als gemeinsame Herausforderung gestalten können.. Doch in allen Lagern wird das Wirtschafts-Argument vorgehalten, um individuelle Probleme zu verallgemeinern. Für Griechenland etwa wäre eine Abspaltung auch eine Chance. Man könnte z.B. Olivenöl endlich wieder selbst produzieren, statt die Oliven erst zu exportieren und das Öl dann aus Deutschland zu importieren. Die Wirtschaft und die stöhnende Industrie sind kein hinreichender Grund- weder für noch gegen eine enge Zusammenarbeit. Die EU begann als Friedensprojekt. Und dieser Fokus muss an erster Stelle stehen. Denn dann erhalten die "Friedensbringer" Gewicht: Gerechtigkeit, Fairness, wirtschaftlicher Ausgleich, Beachtung von Minderheiten... Und die Politik wäre tatsächlich wieder beim Menschen angekommen. Im Kleinen wie im Grossen.
    9 4 Melden
  • Toerpe Zwerg 23.06.2014 16:22
    Highlight Falscher können Ereignisse in der Politik kaum zusammengefasst werden. Das Gegenteil ist wahr. Es geht die Angst um bei den Vertretern einer stärkeren Integration in der EU. Fällt England, ist das "vereinigte Europa" der EU Geschichte. Es gibt keinerlei Anzeichen dafür, dass "die EU "sich gefestigt fühlen" würde, im Gegenteil. Die Fliehkräfte nehmen zu, wie die Europawahl eindrücklich belegt. Was nun geschieht, ist ein Rückzugsgefecht und nicht etwa Ausdruck von Stärke. So oder so kann es für die Schweiz nur eine Schlussfolgerung geben: Ganz in Ruhe der Entwicklungen harren. Es gibt keinen Grund, nun in Aktivismus zu verfallen, die EU ist mit sich selber weitgehend ausgelastet. Kühlen Kopf bewahren, Dossiers verhandeln und sich mit Sicherheit nicht von "der Lust" (?!) der EU leiten lassen.
    16 12 Melden
    • Romeo 23.06.2014 17:15
      Highlight Ich pflichte bei. Cool bleiben und gut verhandeln. Wenn wir Partner sind, soll doch die hochgelobte Win Win Situation herbeigeführt werden. Die EU könnte in Bezug auf Föderalismus und Minderheitenschutz sogar von uns lernen. Wir, wie die EU sind eine Willensgemeinschaft.
      5 4 Melden
    • Raphael Eugster 23.06.2014 17:38
      Highlight Sehr gute Antwort, sie sprechen mir aus der Seele!
      5 3 Melden
  • Adonis 23.06.2014 16:19
    Highlight Äuä! Die Schweiz ist nicht EU Mitglied. Warten's wir doch mal ab. Kommt mir immer vor als wären wir im Weihnachtsstress.
    5 7 Melden
    • Romeo 23.06.2014 17:16
      Highlight Schönes Bild. Lol
      2 3 Melden
  • Gleis3Kasten9 23.06.2014 16:12
    Highlight Aber, aber der Gotthard! Und der Blick hat doch erst am Freitag geschrieben, dass der Christoph die Schweiz rettet! Ist es am Ende doch nicht so einfach?
    15 6 Melden
    • sewi 23.06.2014 17:11
      Highlight 1992 haben wir die Schweiz gerettet..... Damals wurde erzählt nur dumme Leute seien gegen die EU..... und in fünf Jahren hätten wir den Euro.....hahaha......
      5 14 Melden
    • goschi 24.06.2014 02:26
      Highlight Der Name wurde genannt und *plopp* ist der sewi da und verteidigt seinen Messias, niedlich :D
      7 0 Melden
  • Ridcully 23.06.2014 16:10
    Highlight Kurz, knapp und gut. Eine nüchterne Analyse der gegenwärtigen Situation.
    14 7 Melden
  • susannbo 23.06.2014 15:43
    Highlight Dieser moralinsaure Unterton, der sich gegen EU-Gegner oder -Skeptiker richtet, stösst auf!
    14 18 Melden

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