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März 2015 vor dem Sitz der Atomaufsichtsbehörde ENSI: Schweizer und Schweizerinnen demonstrieren gegen Atomkraft. Bild: KEYSTONE

Der Kampf um den Atomausstieg beginnt – ist die Sicherheitsfrage ungeklärt?

Befürworter und Gegner der Kernenergie wetzen die Klingen: Im November stimmt die Schweiz über einen Ausstieg aus der Atomenergie ab. Die «Angstkampagne» auf der einen und happige Vorwürfe auf der anderen Seite versprechen einen hitzigen Abstimmungskampf. Besonders umstritten: Die Zuständigkeitsfrage zur Sicherheit der Schweizer AKW.

11.10.16, 13:59 12.10.16, 08:25

In sechs Wochen ist es soweit: Das Schweizer Stimmvolk entscheidet, ob es sich von der Atomenergie lossagen, oder am Betrieb der Kernkraftwerke festhalten will. Kaum hat der Abstimmungskampf begonnen, wird mit scharfer Munition geschossen.

Die Gegner der Initiative warnen davor, die Versorgungssicherheit zu gefährden. Mehr Strom aus dem Ausland zu importieren, bedeute, mehr dreckigen Strom zu importieren – ein Schildbürgerstreich. Ausserdem seien die Schweizer AKW die sichersten weltweit.

Gegner des Atomstroms hingegen werben dafür, dass der geordnete Ausstieg einen vernünftigen Zeitplan schaffe und machbar sei – die neuen Technologien hätten sich bewährt. Ausserdem, und das ist wohl das populärste Argument der Initiativ-Befürworter, seien AKW ein massiv unterschätztes Sicherheitsrisiko. Es sei fahrlässig, die AKW noch laufen zu lassen.

Soweit bekannt. Was die Initiativ-Befürworter bislang noch nicht ins Feld führten, ist der Unmut gegenüber der Zuständigkeitsfrage zur Sicherheit. Diese sei bei Weitem nicht beantwortet, heisst es bei der Aktivistengruppe «Mahnwache ENSI» (ENSI ist das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat).  

«Aufsichtsbehörde und Politik schieben sich den Schwarzpeter gegenseitig zu, wenn es um die Sicherheit und Schutzmassnahmen der AKW geht», sagt Jean-Pierre Jaccard von der «Mahnwache ENSI». Die AKW als sicher zu bezeichnen, sei deshalb eine irreführende Behauptung.

Die Initiative «für einen geordneten Ausstieg aus der Atomenergie» will alle AKW bis 2029 vom Netz nehmen. Bild: AKW Beznau. Bild: KEYSTONE

So beschloss der Ständerat bei den Beratungen zur Energiestrategie vor einem Jahr, die AKW-Betreiber nicht zu einem Langzeitbetriebskonzept (festgelegte Laufzeiten und erhöhte Sicherheitsvorschriften) zu verpflichten, wie es die Aufsichtsbehörde ENSI verlangt hatte, sagte aber gleichzeitig, die AKW sollen so lange laufen, «wie die Aufsichtsbehörde ENSI sie als sicher einstuft.»

«Der vergessene Atomunfall»

Der letzte Atomunfall in der Schweiz geht auf das Jahr 1969 zurück. Beim Versuchsatomkraftwerk Lucens kam es zu teilweisem Schmelzen eines Brennelements. Das Druckrohr barst, der Reaktorkern trug schwere Schäden davon. Lucens wurde eingestellt, unmittelbare Gefahr für die Gesundheit bestand nicht, doch die Aufräumarbeiten dauerten mehrere Jahrzehnte. Auf der internationalen Bewertungsskala wurde der Atomunfall auf der gleichen Stufe wie der Unfall von Three Mile Island klassiert. (dwi)

Energieministerin Doris Leuthard fügte damals an, das ENSI könne auch ohne gesetzliche Regelung erhöhte Sicherheitsvorschriften verlangen. Dies obwohl in der Verfassung steht, dass die Regierung über Sicherheitsmassnahmen entscheidet:

Der Bundesrat regelt, welche Schutzmassnahmen erforderlich sind.

Kernenergiegesetz, Art. 5 quelle: admin.ch

Das ENSI auf der anderen Seite distanziert sich schon seit Jahren von dieser Zuständigkeit. 2012 sagte Anne Eckhardt Scheck, damalige Präsidentin des ENSI-Rats, dass das ENSI lediglich aufgrund politischer und juristischer Vorgaben die Sicherheit von Kernkraftwerken und Atommülllagerung beurteile. «Wie sicher sicher genug ist», müsse die Politik entscheiden. Es sei also nicht Aufgabe des ENSI, zu definieren, was sicher sei. Und zudem nicht Aufgabe des ENSI, Schutzmassnahmen anzuordnen.

Die «Mahnwache ENSI» habe Recht, sagt SP-Nationalrat Cédric Wermuth dazu. Das ENSI habe ein Langzeitbetriebskonzept für mehr Sicherheitsmassnahmen und festgelegte AKW-Laufzeiten unterstützt, weil ihm sonst die rechtliche Handhabung fehle. Es sei zudem «ein Hohn zu sagen, die alte Technologie sei langfristig sicher.»  

Hans-Ulrich Bigler, FDP-Nationalrat und Präsident des Nuklearforums, hält das für «nichts anderes als billige Polemik». Solange ein AKW eine Bewilligung habe, sei es per se sicher, sagt Bigler. Den Antrag auf Entzug der Bewilligung könne auch das ENSI stellen, welches sonst Aufgaben übernehme, die von der Projektierung über den Betrieb bis zu der Stilllegung der Anlagen und Entsorgung der radioaktiven Abfälle reichen würden.

ENSI äussert sich nicht zu politischen Fragen

Als Bundesrätin Leuthard am Dienstag vor der Presse Stellung zur Atomausstiegsinitiative bezieht, ist kein Vertreter des ENSI anwesend. Suzanne Thoma, BKW-CEO, sagt, es gebe eine «dauernde Inspektion», das ENSI verschärfe die Sicherheitsanforderungen stetig und der Verwaltungsrat entscheide, ob die Investitionen getätigt werden – oder nicht.

Über die Zuständigkeitsfrage zur Sicherheit wird denn auch nicht gesprochen. Leuthard präsentiert wie erwartet die Argumente gegen die Initiative: Für den Ausstieg brauche es mehr Zeit. Der fehlende Anteil könne nicht rasch genug mit Strom aus einheimischen erneuerbaren Energien ersetzt werden. Ausserdem warnte sie vor Entschädigungsklagen der AKW-Betreiber für nicht amortisierte Investitionen, welche die Betreiber auf Basis des geltenden Rechts mit unbefristeter Betriebsbewilligung getätigt haben.

Das ENSI sagt auf Anfrage, die Aufsichtsbehörde äussere sich nicht zu politischen Fragen. Es nehme deshalb auch nicht an den Debatten um die Atomausstiegsinitiative teil. Generell könne das ENSI sagen, dass alle derzeit in der Schweiz in Betrieb stehenden Kernkraftwerke die vorgeschriebenen Sicherheitsanforderungen erfüllen und gesetzeskonform betrieben würden. 

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    Alle Leser-Kommentare
  • stan1993 12.10.2016 11:06
    Highlight Aha der Ständerat sah von einer erhöhten Vepflichtung zur Sicherheit der AKW's vor einem Jahr ab?
    Stärkste Vertretende Parteien im Ständerat sind SP ,CVP und FDP komisch..
    2 1 Melden
  • Olf 11.10.2016 21:39
    Highlight ... El in die Schweiz legen, aus den Augen aus dem Sinn
    1 2 Melden
  • Olf 11.10.2016 21:38
    Highlight Man könnte den bereits fertiggestellten Reaktor in Österreich in Betrieb nehmen und ein dickes kab
    5 1 Melden
  • Kaffo 11.10.2016 17:04
    Highlight Ich habe da etwas von dreckigem Strom importieren gelesen. Die glauben im ernst immer noch, Atomstrom ist eine saubere Energie. Da steht auch, die AKW in der Schweiz seien die sichersten der Welt. Weshalb sind denn im Moment Beznau und Leibstadt abgestellt? Die wissen genau dass sie blödsinn erzählen. Sie dürfen es nicht zugeben. Mit dieser Einstellung verbauen sie die Zukunft der Schweiz.
    31 16 Melden
  • René Obi (1) 11.10.2016 16:51
    Highlight Mit all dem Wissen über die ganzen Abläufe, vom höchst problematischen Uranabbau, über den niemals ganz sicheren Betrieb der AKWs mit den absolut monströsen und langfristigen Schäden eines möglichen Unfalls, bis zur unlösbaren Müllproblematik, frage ich mich ernsthaft, wie gross die kriminelle Energie sein muss, zu behaupten, man könne das verantworten.
    40 12 Melden
    • Kaffo 11.10.2016 18:56
      Highlight Den Nagel aber sowas von voll auf den Kopf getroffen.
      22 4 Melden
    • Gelöschter Benutzer 11.10.2016 23:48
      Highlight Die Müllproblematik ist nicht unlösbar, der Kohleabbau und die Siliziumherstellung nicht minder problematisch. Die Folgen eines Umfalles wären tatsächlich langfristiger als die andere Kraftwerke.
      8 5 Melden
    • René Obi (1) 12.10.2016 10:25
      Highlight Yep. Die Atomkraft ist tatsächlich nicht die einzige mehr als problematische Technologie. Aber von allen die Schlimmste. Besonders schlimm wird es, wenn man Atom gegen Klima ausspielt. Beides sind Themen, die absolut dringend angegangen werden müssen. Auch wenn es für uns in der ersten Welt mit (nicht enorm viel) Verzicht verbunden sein wird.
      3 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 12.10.2016 12:44
      Highlight René, schlimm ist eine subjektive und relative Wertung. Der Ausstieg aus der Atomkraft hatte meist einen massiven Anstieg der Kohlekraftwerke zur Folge, welche Punkto Tote, CO2 Produktion und lang und kurzfristiger Umweltschäden der Atomenergie unterlegen ist. Es gibt tatsächlich Argumente dafür und dawider. Kriminelle Energie muss daher nicht vorhanden sein. Ich plädiere für etwas (viel) mehr ruhig Blut.
      2 2 Melden
    • René Obi (1) 12.10.2016 16:13
      Highlight Es gibt kein Naturgesetz, dass Atomkraft durch Kohle der andere fossile Energieträger ersetzt werden muss. Worum wir aber ehrlicherweise nicht kommen werden, wenn wir unsere Probleme in den Griff bekommen wollen, ist Verzicht. Bei weitem nicht auf alles, aber zumindest auf sehr vieles Überflüssiges. Wobei hier die nächste Diskussion beginnt, was denn alles überflüssig ist.
      0 0 Melden
  • Sapere Aude 11.10.2016 16:38
    Highlight Beim Thema Sicherheit geht auch immer vergessen, dass die Endlagerung von Atommüll bis heute nicht gelöst wurde. Weder ist ein geeigneter Standort für die Endlagerung vorhanden, noch ein Konzept wie die Lagerung und Sicherung der Abfälle über tausende Jahren zu gewährleisten sei.
    28 12 Melden
    • wasylon 11.10.2016 21:57
      Highlight Die Nagra schlägt die Standortgebiete Zürich Nordost und Jura Ost für die weiteren Untersuchungen für Etappe 3 vor. Beide Standortgebiete eignen sich sowohl für ein geologisches Tiefenlager für hochaktive Abfälle (HAA) als auch für schwach- und mittelaktive Abfälle (SMA). Sie kommen auch für ein Kombilager in Frage.
      Das Verfahren endet voraussichtlich 2027 mit dem abschliessenden Entscheid des Bundesrats und der Erteilung der nötigen Rahmenbewilligungen für die Tiefenlager. Der Entscheid des Bundesrats muss vom Parlament genehmigt werden und unterliegt dem fakultativen Referendum.
      5 1 Melden
    • wasylon 11.10.2016 22:07
      Highlight Die Lager werden in mehreren Hundert Metern Tiefe in geeigneten Gesteinsschichten liegen. Sie bestehen aus Lagerstollen oder Lagerkavernen.
      Im Lager selbst schliesst ein System von gestaffelten technischen Sicherheitsbarrieren die Abfälle ein und stellt den langfristigen Schutz von Mensch und Umwelt sicher. Zu den Sicherheitsbarrieren gehören beispielsweise eine geeignete Verpackung der Abfälle und die Verfüllung der Lagerstollen.
      Nach Ablauf der Überwachungsphase werden die Lager und Zugänge verfüllt und versiegelt. Der Verschluss erfolgt schrittweise, unterbrochen durch Beobachtungsphasen
      4 1 Melden
    • Sapere Aude 11.10.2016 22:22
      Highlight Tschudligung Wasylon, aber das beruhigt mich in keiner Weise. Uran hat eine halbwertszeit von ca. 24000 Jahre, wie soll man hier die Sicherheit des Lagers sicherstellen? Wie stellen wir sicher, dass in tausend Jahren nicht ein Archeologe die Lagerstätte ausgräbt und blöderweise nicht kapiert, dass da drin was gefährliches drinn ist? Damit solche Lager überhaupt sicher wären, müsste die Rechtsordnung, die Sprache, die Gesellschaft und das Land mindestens 50 000 Jahre existieren. Sehen sie das Problem?
      12 3 Melden
    • Sapere Aude 11.10.2016 22:35
      Highlight Erklären Sie mir mal wie Uran mit einer Halbwertszeit von 700k - 4,4 Mio Jahre sicher gelagert werden kann. (Btw. gehen wir diese Zeit zurück, war der homo sapiens alleine mit Fellen bekleidet und hat in Höhlen gewohnt)
      4 1 Melden
    • Sapere Aude 11.10.2016 22:50
      Highlight Glücklicherweise haben die Ägypter vor 3000 Jahre nichts gefährliches in der Wüste verbuddelt. Ansonsten wäre die Kacke bereits dann am dampfen bevor Champollion die Hyroglyphen entziefern konnte.
      5 4 Melden
    • wasylon 11.10.2016 22:57
      Highlight Sapere die Frage stellt sie hier nicht. Wir haben bereits Atommüll und müssen ihn Entsorgen. Also brauchen wir, nach heutigen Wissensstand, die beste Lösung für ein Endlager. Was schlägst du vor? Den Müll im Zwischenlager Würenlingen lassen.....?
      6 1 Melden
    • Sapere Aude 11.10.2016 23:13
      Highlight Genau diese Frage stellt sich, weil wir auch Verantwortung gegenüber kommenden Generationen haben. Weil wir die Sicherheit von Endlager über tausende von Jahren nicht gewährleisten können, obwohl dies die halbwertszeit erforden würde, müssen wir die Menge an radioaktiven Material wo niedrig wie möglich halten. D.h. Die AKWs sind so schnell wie möglich abzuschalten um das Risiko so klein wie möglich zu halten. Es geht mir gar nicht um End oder Zwischenlager, sondern darum, dass wir aufrgrund des aktuellen Wissenstands gar keine Lösung haben, die eine Sicherheit überhaupt garantieren kann.
      5 3 Melden
    • wasylon 12.10.2016 02:04
      Highlight Das Volumen der verbrauchten Brennelemente aller Schweizer Kernkraftwerke über 60 Jahre entspricht etwa acht Einfamilienhäuser. Also reden wir von überschaubaren Mengen. Da bringt ein überhasteter Ausstieg nichts.
      Wie möchtest du den Strom aus Kernkraft so schnell ersetzen? Import von Atomstrom aus Frankreich, Kohlestrom aus Deutschland oder ein Gaskraftwerk in der Schweiz bauen?
      3 2 Melden
    • Sapere Aude 12.10.2016 05:40
      Highlight Du weichst meiner Frage aus. Wie willst du diese acht Einfamillienhäuser an Uran sicher verbuddeln? Die in 700 000 Jahre immmer noch die Menge von vier Einfamilienhäuser hat und das Potential die ganze Schweiz unbelebbar zu machen. Der unrentable Atomstrom liesse sich einfach ersetzen, wenn der politische Wille vorhanden wäre. Mittels einem Mix aus Wind und Sonnenenergie liesse sich die Lücke relativ einfach schliessen, Wasserkraftwerke als entsprechende Speichermedien sind bereits vorhanden. Die Machbarkeit wurde von der ETH bereits belegt.
      3 4 Melden
    • Sapere Aude 12.10.2016 05:51
      Highlight Alternativ liessen sich auch Biogasanlagen bauen, also Energiegewinnung aus biologischen Abfällen. Längerfristig müssen wir sowieso die Entwicklung von Fusionsreaktoren forcieren. Das Festhalten an einer 60 jährigen unrentablen und unsicheren Technologie ist sowohl ökonomisch wie ökologisch absurd und verantwortungslos.
      3 2 Melden
    • Sapere Aude 12.10.2016 06:04
      Highlight Zwei der fünf Reaktoren dürfen bis Ende 2016 aus Sicherheitsgründen sowieso nicht betrieben werden, letztes Jahr standen alle 5 Reaktoren still.
      4 1 Melden
    • wasylon 12.10.2016 07:08
      Highlight Du kannst ja mal versuchen von November bis März ohne Atomstrom über den Winter zu kommen. Ich empfehle dir warme Kleider für zu Hause. Biogas, Sonnenenergie, Wasserkraft erzeugen im Winter weniger Energie. Die uns dann fehlt wenn wir sie am meisten brauchen.
      5 2 Melden
    • Sapere Aude 12.10.2016 07:55
      Highlight Die Einbussen aufgrund veränderter Sonneneinstrahlung ist vernachlässigbar. Bei Biogas sehe ich keinen Grund, weshalb da weniger Energie produziert werden kann, Bioabfälle haben wir das ganze Jahr durch. Wasserkraft als Speichermedium ist genau gleich verwendbar, die Niederschlagsmenge in Form von Regen hat in den letzten Jahren zugenommen. Btw. die meisten heizen nicht mit Strom, sondern mit anderen Energieformen. Die Frage wie sich der radioaktive Abfall über tausende Jahre sicher lagern lässt, hast du immer noch nicht beantwortet.
      3 1 Melden
    • René Obi (1) 12.10.2016 10:31
      Highlight Sapere, es gibt keine Antwort auf deine Frage. Das einzige, was den Kernkraftlern dazu einfällt ist, dass wir schon so viel Müll produziert haben, dass es auf die knappe Verdoppelung davon auch nicht mehr drauf an kommt. Skandalös genug. Aber ein Skandal, der in den 60er-Jahren stattgefunden hat. Es gibt neben dem Skandal eine Menge weiterer Gründe mehr oder weniger sofort alle AKWs weltweit abzustellen. Und zwar mit der klaren Auflage, diese nicht mit sogenannten Klimakillern zu ersetzen. Möglich wärs!
      1 1 Melden
    • Sapere Aude 12.10.2016 10:54
      Highlight René, das ist mir schon bewusst, Wasylon kann es einfach nicht zugeben ;)

      Die Energiewende und Atomausstieg wäre technisch möglich, der politische Wille dazu fehlt von gewisser Seite dazu einfach. Natürlich wird uns das was kosten, dass beispielsweise die SVP nicht bereit ist diesen Preis zu zahlen ist das stossende. Damit nimmt sie nicht nur die Zerstörung unseres Landes in Kauf, sondern auch ein nicht zu kalkulierendes Risiko für das Volk.
      1 0 Melden
    • wasylon 12.10.2016 20:09
      Highlight Sorry Sapere aber das ist blödsinn dass die Einbussen für Solaranlagen im Sommer und Winter vernächlässigbar sind.
      0 0 Melden
    • wasylon 12.10.2016 20:24
      Highlight Hast du schon mal eine Biogasanlage besucht? Ich schon. Du kannst mal eine Grüntour deiner Gemeinde im Sommer und Winter mitfahren. Im Sommer hast du die zehnfache Menge an Grüngut. Da nun mal im Winter die Vegetation ruht. Ausserdem ist im Winter die Anlage weniger effizient, weil Gärsubstrat Temperaturen von über 60 Grad braucht. Also wird im Winter ein erheblicher Teil des Gases zum aufheizen es Gärsubstrat gebraucht.
      0 0 Melden
    • wasylon 12.10.2016 21:24
      Highlight @Rene Sapere Teil 1
      Von den erneuerbaren Energien hat die Photovoltaik (PV) das grösste Potenzial. Für den Ersatz der Energie der AKWs in der Schweiz (≈26 TWh pro Jahr) ist eine installierte PV-Spitzenleistung von ca. 25 GWp nötig. Bei einem Solarmodul-Wirkungsgrad von 15 % wäre dazu eine totale PV-Generatorfläche von ca. 167 km2 nötig, die sich auf Gebäudedächern in der Schweiz unterbringen liesse. Das vorhandene Stromnetz könnte die so auftretende Spitzenleistung aber nicht absorbieren. Es wären neue Speichermöglichkeiten für die zeitweise auftretenden massiven Energieüberschüsse nötig.
      0 0 Melden
    • wasylon 12.10.2016 21:30
      Highlight Teil 2
      Pumpspeicherwerke sind heute die beste Lösung zur effizienten Speicherung grösserer Energiemengen für einige Stunden bis einige Tage. Sie sind energetisch relativ effizient (η = 75 – 80 %), aber für eine saisonale Speicherung ungeeignet (riesige Speichervolumina nötig). Andere Speichertechnologien wie Akkus haben ähnliche energetische Wirkungsgrade, eignen sich aber nur für die Speicherung kleinerer Energiemengen für einige Stunden bis wenige Tage.
      0 0 Melden
    • wasylon 12.10.2016 21:40
      Highlight Teil3
      Die Speicherung in Form von aus Stromüberschüssen erzeugtem H2 oder CH4 ist noch lange nicht ausgereift. Beide Varianten haben weit geringe Wirkungsgrade als die Pump- oder Akkuspeicherung.

      Ihr sagt das die Energiewende gar kein Problem sei? Man muss nur wollen.....ja der Glaube alleine erzeugt aber keinen Strom.

      Wie sieht den eurer Plan B aus, wenn die erneuerbaren Energien den Strom aus den AKW's nicht ersetzen können?
      0 1 Melden
    • Sapere Aude 12.10.2016 21:51
      Highlight Eine Studie der ETH hat gezeigt, dass gerade in den Alpen ähnliche Bedingungen herrschen für Solarzellen wie in der Sahara und das das ganze Jahr durch. Daher der Einfluss vernachlässigbar. Pumpspeicherwerke dienen heute schon als Energiespeicher, die Stromproduktion würde sich weiter mit Flusskraftwerke ausdehnen lassen. Geothermik wäre eine weitere Möglichkeit. Natürlich muss die Schweiz Investitionen tätigen, AKWs sind aber nicht alternativlos. Da die Sicherheit auf Dauer nicht zu gewährleisten ist und eine sichere Lagerung des Abfalles unmöglich, müssen wir jetzt handeln.
      1 0 Melden
    • Sapere Aude 12.10.2016 21:58
      Highlight Die Kraftwerke müssen so schnell wie möglich vom Netz und die Investitionen bzw. die Planung neuer Systeme muss jetzt anlaufen. Wir brauchen ein dezentrales und nachhaltiges System. Nicht zu vergessen ist die Windkraft, für die es in der Schweiz ebenfalls genügend geeignete Standorte geben würde. Es gibt auch bereits Häuser, die so gebaut und ausgerüstet sind, dass diese sich energietechnisch selbst versorgen können. Diese Entwicklung muss weiter forciert werden.
      0 0 Melden
    • Sapere Aude 12.10.2016 22:14
      Highlight Der Bundesrat und Parlament hat mit der Energiestrategie 2050 einen vernünftigen Plan vorgelegt um einen geregelten Atomausstieg zu vollziehen. Drei der fünf AKWs müssen sowieso in den nächsten Jahren vom Netz. Die Kraftwerke sind schon heute nicht mehr rentabel. Mühleberg / Beznau sind bereits bis Ende 2016 aus Sicherheitsgründen vom Netz. Die Produktion von Atomstrom hat von 2014 zu 2015 um 17.5% abgenommen und das in einem Jahr. Sie beträgt momentan noch 1/3 der Gesamtproduktion. Mit einem geordeten Austieg über 15-20 Jahre sollte es kein Problem sein die Produktion zu ersetzen.
      0 0 Melden
    • Sapere Aude 12.10.2016 22:15
      Highlight Vor allem wenn wir bedenken, dass die ältesten Meiler wie Beznau und Mühleberg sowieso nur noch sporadisch am Netz sind.
      0 0 Melden
    • wasylon 12.10.2016 22:20
      Highlight Bitte Sapere überlege doch mal. Im Sommer sind von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang max.15 Stunden im Winter 8,5 Stunden. Aber verlinke doch mal die Studie. Bin gespannt.
      Und wo möchtest du die Photovoltaikanlagen in den Alpen montieren? An den Berghängen oder freien Natur? Befreist du dann die Module nach jedem Schneefall vom Schnee😉?
      Flusskraftwerke? Sind ökologisch bedenklich da sie der Flora und Fauna im Fluss sehr schaden.
      0 1 Melden
    • Sapere Aude 12.10.2016 22:46
      Highlight "In den Schweizer Alpen liegt die solare Einstrahlung und damit die Stromproduktion
      bis zu 40% höher als im Mittelland und erreicht Werte wie in der Sahara [4], [5]."

      http://d.carrox.ch/wp-content/uploads/2015/12/Fakten_zu_Solarstrom.pdf
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    • Sapere Aude 12.10.2016 22:51
      Highlight Und wo möchtest du die Photovoltaikanlagen in den Alpen montieren?

      Natürlich an den Südhängen, wo weniger Schnee fällt. Oder vielleicht eine gewagte Idee, aber an den Staumauern von Stauseen?

      Befreist du dann die Module nach jedem Schneefall vom Schnee😉?
      Würde zur Wartungsarbeit eines Solarkraftwerkes gehören und würde ich sogar machen, wenn du im Gegenzug die Brennstäbe im AKW auswechselst und in deinem Garten deponierst. Deal?


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    • wasylon 12.10.2016 22:53
      Highlight Und trotzdem hatte die Kernenergie im Jahr 2015 Anteil 33,5 %. Übrigens etwa den Anteil vom Strom verbraucht Industrie und Gewerbe in der Schweiz.
      Ich hab's. Wenn wir allen Fabriken und Gewerbebetrieben den Strom abstellen, brauchen wir kein Atomstrom mehr. Hurra Energiewende geschafft😉
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    • Sapere Aude 12.10.2016 23:01
      Highlight "Bei einem Solarmodul-Wirkungsgrad von 15 % wäre dazu eine totale PV-Generatorfläche von ca. 167 km2 nötig, die sich auf Gebäudedächern in der Schweiz unterbringen liesse."

      Dazu aus der Zusammenfassung:

      "Effiziente Solarmodule haben heute einen Wirkungsgrad von über 21%, d.h. von
      der einfallenden Solarstrahlung (Primärenergie) wird 21% in elektrische Energie
      umgewandelt "

      "Atomkraftwerke wandeln die als Uran vorhandene Primärenergie mit einem Wirkungsgrad
      von weniger als 25% in Strom um, ..."

      0 0 Melden
    • Sapere Aude 12.10.2016 23:04
      Highlight "Solarmodule und Atomkraftwerke haben somit nahezu den gleichen Wirkungsgrad.
      Die Solarenergie ist aber unerschöpflich und risikofrei."

      "PV-Anlagen sind während ihrer gesamten Betriebsdauer (mindestens 30 Jahre)
      völlig emissionsfrei und praktisch wartungsfrei. Je nach Standort ist alle paar Jahre
      eine einfache Reinigung der Oberfläche sinnvoll."

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    • Sapere Aude 12.10.2016 23:09
      Highlight "Bei einem Solarmodul-Wirkungsgrad von 15 % wäre dazu eine totale PV-Generatorfläche von ca. 167 km2 nötig, die sich auf Gebäudedächern in der Schweiz unterbringen liesse."

      Dazu:

      "Um 20% dieses Stroms mit Photovoltaik
      (PV) zu produzieren, werden somit 8 m2
      PV-Module pro Person benötigt.
      Allein auf den dafür geeigneten Dachflächen in der Schweiz könnten bis zu 20 m2
      PV-Module pro Person installiert werden [3].
      "
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    • wasylon 12.10.2016 23:18
      Highlight Von der Jahresproduktion mag das vielleicht noch stimmen. Aber von einem "ähnliche Bedingungen herrschen Sahara und das das ganze Jahr durch" und steht da nichts. Ist ja auch physikalisch unmöglich.
      Mag von der Idee richtig sein. Aber unsere Hausdächer sind nun mal meistens im Mittelland.
      Nochmal die Frage wo und an was willst du die Module befestigten oder aufstellen.

      Übrigens gibt es auch keinen Strom aus der Wüste.
      http://www.3sat.de/page/?source=/nano/astuecke/135717/index.html
      0 1 Melden
    • wasylon 12.10.2016 23:40
      Highlight Die ETH liegt mit ihren Berechnungen auch gern mal daneben. Wie bei der von der ETH geplanten Monte Rosa «Berghütte der Zukunft».
      http://www.srf.ch/news/schweiz/monte-rosa-huette-klaeranlage-verschmutzt-die-umwelt
      0 1 Melden
    • wasylon 13.10.2016 00:01
      Highlight Bei hochsommerlichen 40 Grad Celsius in der Umgebung erhitzt sich die Solarzelle also im Schnitt auf 65 Grad. Nach den Berechnungen des Stuttgarter Fotovoltaik-Experten Jürgen Werner sinkt der Wirkungsgrad einer Solarzelle unter solchen Bedingungen von 18 auf 15 Prozent.

      Hmm die Sahara ist wohl auch kein geeigneter Standort.

      Aber Sahara klingt gut. Der Begriff wurde wohl aus populistischen gründen gewählt.
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    • Sapere Aude 13.10.2016 00:18
      Highlight "Bei hochsommerlichen 40 Grad Celsius in der Umgebung erhitzt sich die Solarzelle also im Schnitt auf 65 Grad. Nach den Berechnungen des Stuttgarter Fotovoltaik-Experten Jürgen Werner sinkt der Wirkungsgrad einer Solarzelle unter solchen Bedingungen von 18 auf 15 Prozent."

      Nach dieser Berechnung wären die Alpen prädestiniert für den Bau von Solarzellen, da dort nie 40 Grad in der Umgebung herrschen. Der Wirkungsgrad neuster Solarzellen erreicht jetzt schon beinahe jener von AKWs, Tendenz steigend.
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    • Sapere Aude 13.10.2016 00:21
      Highlight Btw. die Diskussion ist spannend, fordernd und sehr lehrreich, die Frage nach der sicheren Lagerung des Atommülls bist du mir trotzdem schuldig geblieben.
      1 0 Melden
    • wasylon 13.10.2016 00:33
      Highlight Quelle energie.ch

      0 0 Melden
    • wasylon 13.10.2016 01:16
      Highlight Wie du mir die Frage schuldig geblieben bist ,wie du in den Alpen Photovoltaik Anlagen montieren willst😉
      Der Opalinuston ist in der Schweiz das einzig mögliche Gestein für hochradioaktive Abfälle . Deshalb ist das Felslabor Mont Terri am Tiefenlager geforscht. http://www.mont-terri.ch
      0 0 Melden
  • Lowend 11.10.2016 16:07
    Highlight Im übrigen nur zum Nachdenken, aber wenn AKW's wirklich rentabel wären, dann gäbe es sicher längst private Unternehmen, die so gefährliche Atomfabriken betreiben!
    Das es keine privaten AKW's gibt wird wohl hauptsächlich daran liegen, dass Private niemals ohne jegliche Haftpflichtversicherung das Leben und das Hab und Gut von Millionen von Menschen auf's Spiel setzen dürfen.
    Aber die Bürgerlichen und die SVP wollen dies ohne jeden Skrupel und aus rein wirtschaftlichen Interessen weiterhin tun und diesem verantwortungslosen Umgang mit unser aller Leben müssen die Stimmbürger den Riegel schieben!
    35 14 Melden
    • tzhkuda7 11.10.2016 20:08
      Highlight Werden Sie auch ;-P
      5 0 Melden
  • Fufferl 11.10.2016 15:53
    Highlight Hab mal was von Thorium-basiertem Verfahren mit Flüssigsalz als Kühlung gehört, welches sicherer , kleiner und nachhaltiger sein solle. Hat da jmd mehr Ahnung? Warum wird das nicht diskutiert? Noch unreif, nicht machbar?
    10 2 Melden
    • The Unreal Ibra 11.10.2016 18:20
      Highlight Hallo Fufferl

      Scheint auch nicht das gelbe Ei. Hab hier was gefunden:

      http://scienceblogs.de/wasgeht/2015/05/19/was-geht-mit-thorium-und-was-nicht/

      Siehe Kommentar:
      Bei U-232 treten allerdings harte Gammastrahler in der Zerfallskette auf, dadurch wird das aus Thorium gewonnene Uran sehr viel schwieriger zu handhaben als hoch angereichertes Uran-235 oder waffenfähiges Pu-239 und durch die hohe Alpha-Aktivität entstehen durch Verunreinigungen mit leichten Elementen viele Neutronen, was es für den Zweck noch schlechter macht.
      6 0 Melden
  • peeti 11.10.2016 15:40
    Highlight "Solange ein AKW eine Bewilligung habe, sei es per se sicher, sagt Bigler."

    Haha, und wieso genau haben wir alle Jod-Tabletten zuhause?
    38 17 Melden
    • Hanslishans 11.10.2016 16:29
      Highlight peeti denkst du nach bevor du einen Kommentar schreibst, oder lässt du es, wie ich vermute aus Bequemlichkeit sein? Die CH betreibt eine Armee. Wann wurde diese das letzte Mal im Kriegsfall eingesetzt? Willst du diese nun abbauen, da wir seit Jahrhunderten keinen Kriegsfall mehr zu verzeichnen hatten?
      12 32 Melden
    • _kokolorix 11.10.2016 18:01
      Highlight Ja Hanslishans, die Armee sollte zurückgebaut werden, weil sie genau wie die AKWs ein Sicherheitsrisiko und nicht etwa ein Sicherheitsfaktor ist.
      Wahrscheinlich hast du noch nie einen WK gemacht, sonst wüsstest du das unsere Armee z.B. ohne Handynetz nicht funktioniert, jederzeit ein gigantisches Organisationschaos hat, nie die richtigen Leute zur richtigen Zeit am richtigen Ort hat und seit 60 Jahren auf einen Angriff der bösen Russen wartet...
      Und wie ist das mit dem Denken genau?
      Die Aussage "Solange ein AKW eine Bewilligung habe, sei es per se sicher" willst du tatsächlich so unterstützen?
      23 7 Melden
  • Winter 11.10.2016 15:35
    Highlight Alle Atomkraftwerke bis 2030 abzuschalten ist illusorisch. Denn mit dem abschalten alleine ist es ja noch nicht getan. Denn es würde bedeuten dass man praktisch gleichzeitig/parallel, über gut 20 Jahre hinweg,
    5 Kernkraftwerke rückbauen müsste! Dieses Fachpersonal und Knowhow steht in der Schweiz überhaupt nicht zu Verfügung, und global nur begrenzt. Auch müssten praktisch auf einen Schlag 21 Mrd. gedeckt vorhanden sein. Ist es aber nicht. Und wohin mit dem radioaktiven Bauschutt? Das ist ja auch nicht geklärt und vorhanden
    15 29 Melden
    • Doeme 11.10.2016 15:55
      Highlight Bis 2030 haben wir ja genügend Zeit, um Fachkräfte auszubilden, die AKWs rückbauen können.
      Der radioaktive Schutt (Atommüll) muss auch entsorgr werden wenn wir die AKWs erst 2060 abstellen, denn Tatsache ist, rentabel sind diese Risikobauten aus dem letzten Jahrhundert längst nicht mehr.
      30 5 Melden
    • bobi 11.10.2016 16:07
      Highlight Die AKW betreiber hätten genügend Rückstellungen bilden müssen, haben sie jedoch nicht. Ich wage zu bezweifeln, ob sich dies in Zukunft ändert. Dadürch würde der Atomstrom enorm teurer werden (wahrscheinlich teurer als der Strom aus erneuerbaren Quellen

      Interessant finde ich jedoch die Anmerkung, dass das Fachpersonal für einen gemeinsamen Rückbau aller Kraftwerke nicht vorhanden ist. Kann ich mir ebenfalls gut vorstellen.

      Nichts desto trotz bin ich für die Initiative.
      21 5 Melden
    • Hanslishans 11.10.2016 16:37
      Highlight Doeme Kein Wunder ist Atomstrom nicht mehr rentabel, wenn man "altenative Energien" staatlich quersubventioniert. Dieses Spielchen treiben die Deutschen genauso. Die Kosten sind aufgerechnet, 520 Milliarden. Könnte man doch einiges anstellen mit dem Geld?
      10 23 Melden
    • bobi 11.10.2016 17:33
      Highlight @ Hanslihans. Atomstrom ist indirekt auch staatlich finanziert. Wie teuer wäre wohl der Atomstrom, wenn die AKW Betreiber risikogerechte Versicherungsprämien (und nicht wie jetzt einfach der Staat aufkommt) für einen Schadenfal bezahlen müssten. Wie teuer wäre Atomstrom wohl, wenn die AkW Betreiber für die GANZEN (und nicht wie momentan für einen Bruchteil) der Rückbau und Endlagerungskosten aufkommen müssten.
      21 5 Melden
    • Fabio74 11.10.2016 17:40
      Highlight @Hansli Atomstrom war immer hoch subventioniert.
      Die CO2- Geschichte eine Lüge, weil Uran Abbau, Wiederaufbereitung nie mitgerechnet wurde
      21 5 Melden
    • rockyM 11.10.2016 21:20
      Highlight @hanslihans Den Subvensionquatsch von Deutscher altern. Energie habe ich auch mal geglaubt. Googletip eines Deutschen Unternehmer: EEG Gesetz und Kohle Subvention. Fakt ist, beim EEG geht es um ein Umlageverfahren mittels garantierten Preisen und kostet den Staat nix. Die Erträge aus diesem EEG haben den Ausbau beschleunigt. Wenn Sie Subventionen im Sinn von Geschenken suchen, finden Sie dies bei der Kohle. Jeder Arbeitsplatz kostet den Steuerzahlahler Jährlich 80 000 €. 2002 flossen 3 Mill. € (Spiegel). Aber welcher Politiker streicht seinen Wähler schon den Job? Kennen wir ja auch bei uns..
      6 0 Melden
    • pamayer 12.10.2016 02:25
      Highlight Woher das Personal für den rückbau rekrutieren?
      Aktuell sind glaubs die polen und Portugiesen bei den Lohnforderungen am bescheidensten. Wer das in 20 Jahren sein wird, werden wir dann sehen.
      Ex Polizisten?
      Banker?
      Chinesen?
      Ausgesteuerte?
      Knastis?
      1 0 Melden
    • Einstürzende_Altbauten * 12.10.2016 10:52
      Highlight 50+? Dann wär das Thema Überalterung der Gesellschaft auch vom Tisch *Ironie off
      0 0 Melden
  • Madison Pierce 11.10.2016 14:47
    Highlight Eigentlich wäre es ganz einfach: Sicherheit ist ein Prozess. Neue Erkenntnisse können zu neuen Anforderungen führen. Fixe Laufzeiten sind genau so unsinnig wie Bewilligungen auf Jahrzehnte hinaus.

    Aber: AKW sind sehr teuer. Die Firmen, die sie gebaut haben, kalkulieren mit grossen Laufzeiten und die sind ihnen bis jetzt auch versprochen worden. Da ist es natürlich schwierig, das nachträglich einzuschränken.

    Ein Auto, das ich heute einlösen kann, darf ich fahren, so lange ich will, auch wenn in einem Jahr Dieselautos verboten werden.

    Die Stromkonzerne werden wohl Entschädigungen verlangen.
    13 13 Melden
    • The Destiny 11.10.2016 15:15
      Highlight @Pierce, wenn sie das KKW vollständig zurückgebaut haben, mit ihrem dafür vorgesorgten Geld, dann kann man ja mal darüber Diskutieren.
      14 8 Melden
    • Jaklar 11.10.2016 15:17
      Highlight Die lieferanten der akw haben aber fehlerhafte sachen geliefert. Es kann ja nicht sein dass sie nur ihre wunschrechnung garantiert bekommen.

      Zudem ist zu sagen, dass neue regelungen sehr wohl die betriebsgenemigung eines autos wiederrufen. Wenn sich bremssysteme im nachhinein als störanfällig erweisen wird man das fahrzeug von der strasse nehmen. Hoffentlich auch.
      8 9 Melden
    • Gelöschter Benutzer 11.10.2016 23:55
      Highlight Jaklar, und sie werden für Ihr Fahrzeug entschädigt, dass Sie dann nicht mehr fahren dürfen...
      2 0 Melden
  • amore 11.10.2016 14:34
    Highlight Niemand kann die Veranwortung für ein strahlenverseuchtes unbewohnbares Mittelland auf Jahrzehnte hinaus übernehmen. Deshalb gehören diese gefährlichen AKW sofort abgeschaltet.
    51 17 Melden
    • maddiepilz 11.10.2016 18:34
      Highlight 'sofort abgeschaltet' also. Wenns doch nur so einfach wäre ;) Da kann man nicht einfach auf den Knopf drücken und damit hat sichs.
      3 2 Melden
    • amore 11.10.2016 19:28
      Highlight Es sind doch immer wieder AKWs temporär abgeschaltet. Klar braucht es nach dem Abschalten einen längeren Prozess. Und weil der Rückfahr- und Rückbauprozess lange dauern ist es noch wichtiger, dass sofort abgeschaltet wird.
      8 1 Melden
  • stef2014 11.10.2016 14:29
    Highlight Ich verstehe die Bildstrecke am Ende des Berichts nicht richtig. Ist das nun ein Argumentarium für den geldbewussten Bürger, der sich ohnehin immer nur Sorgen um den Finanzhaushalt macht? Oder wieso werden darin die wirklichen Probleme solcher Unfälle nicht dokumentiert wie z.B. die Opfer? Oder die Langzeitfolgen unter denen v.a. die Nachkommen leiden? Die zerstörte Tierwelt? Das für Jahrzehnte unbrauchbar gemachte Land?
    9 9 Melden
    • chartreader 11.10.2016 16:39
      Highlight Haben den Strahlen-Opfer, degenerierte Nachkommen oder verseuchtes Land denn eine Lobby?
      9 4 Melden
  • Lowend 11.10.2016 14:24
    Highlight «Wie viele Gebrauchtgegenstände, die 30 Jahre alt sind, haben Sie noch zu Hause? Bei uns sind das nicht mehr viele, ausser natürlich die Frau, die den Haushalt schmeisst.» sagte BR Maurer anlässlich der Gripen-Abstimmung in einen abartig sexistischen Witz.
    Wenn es aber um hochgefährliche AKW's geht, sollen diese total unrentablen Atom-Ruinen nach bürgerlicher Lesart gleich doppelt so lange, nämlich 60 Jahre lang in der Schweiz vor sich hin strahlen und weiterhin hoch radioaktiven Müll produzieren, von dem auch 47 Jahre nach Inbetriebnahme des ersten AKW's keiner weiss, wo und wie entsorgen?
    49 18 Melden
    • Bowell 11.10.2016 14:59
      Highlight Das "wie" ist längstens bekannt, nur über das "wo" ist man sich noch nicht ganz sicher, aber das ist nur eine Frage der Zeit.
      11 25 Melden
    • Jaklar 11.10.2016 15:20
      Highlight Also das wie ist gar nicht klar, da bis heute nur theorethisch durchgedacht.
      Und das wo ist seit jahrzehnten ungeklärt. Es gibt nicht einen einzigen standort. Weltweit. Da muss man nicht lange weiter über nochmehr akw nachdenken.
      26 10 Melden
    • Lowend 11.10.2016 15:47
      Highlight Meine Mutter sagte schon vor 40 Jahren, dass der Bau von AKW's damit vergleichbar ist, wie wenn man sich einen Hund zulegt und nicht weiss, wo man mit ihm Gassi gehen kann.
      Wir können übrigens auch von Glück sprechen, dass die alten Ägypter Pyramiden und nicht AKW's bauten, denn wer könnte heute ihre Hieroglyphe für Strahlung entziffern?
      Die Ägypter lebten vor ca. 4000 Jahren, aber Endlager sollen 1'000'000 Jahre sicher sein und wer wie Bowell behauptet, dass wir Menschen in der Lage sind, Bauwerke zu errichten, die so lange sicher sind, ist meiner Meinung nach ein verantwortungsloser Träumer!
      29 6 Melden
    • chartreader 11.10.2016 16:56
      Highlight @Bowell. Dass ist auch so eine Behauptung der Atomlobby. Tatsächlich gibt keinen Ort auf dieser Welt der auf Jahrtausende und darüber hinaus sicher wäre. Die Erde ist in ständiger Bewegung. Deshalb wird es kein Loch auf dieser Welt geben, das sicherer wäre, als der Vorgarten vor deinem oder meinem Haus.
      14 4 Melden
    • Bowell 12.10.2016 07:02
      Highlight @Jaklar: Wie man radioaktive Abfälle (zwischen)lagern kann/soll/muss ist sehr wohl bekannt und wird im ZWILAG auch schon erfolgreich umgesetzt. Desweiteren sind international schon diverse Standorte bekannt und Lager im Bau, z.Bsp. in Deutschland, Finnland oder Mexiko.
      @Lowend: Wer die Kernenergie überhastet aufgibt, anstatt sie weiterzuentwickeln, ist erst recht verantwortungslos.
      @chartreader: Die Schweiz baut ein Tiefenlager in dem der Abfall überwacht und wenn nötig wieder entfernt werden kann, im Gegensatz zu einem Endlager das einfach verschlossen wird. Was schlägst du denn vor?
      1 2 Melden
    • Jaklar 12.10.2016 14:03
      Highlight @bowell. Eben zwischenlagern... noch fragen.
      Kein einziger genannter ort ist bewilligt.
      In der schweiz gibt es mehrere vorschläge. Aber erst seit die vorraussetzungen massiv heruntergefahren wurden. Das kanns ja nicht sein.
      Genemigt ist keines.
      Niemand will das in seiner nähe. Die gefahren über jahrhunderte hinaus sind einfach zu gross.
      2 1 Melden
    • Bowell 12.10.2016 15:33
      Highlight Der Unterschied der Zwischen- und Tiefenlagerung ist quasi zu vernachlässigen. Die Abfälle werden in Würenlingen konditioniert und für die Tiefenlagerung vorbereitet. Im überirdischen Zwischenlager wird das Ganze zur Zeit aufbewahrt bis ein Tiefenlager gebaut ist. Ich sehe das Problem nicht. Wir sprechen hier von Abfall der schon existiert und der heute/jetzt überirdisch (!) gelagert wird, was spricht denn gegen eine unterirdische Lagerung? Wo willst du sonst hin damit?
      0 2 Melden
  • Sapere Aude 11.10.2016 14:21
    Highlight "Solange ein AKW eine Bewilligung habe, sei es per se sicher, sagt Bigler."
    Wusste nicht das ein Reaktor mittels einer Bewilligung vor einer Kernschmelze geschützt werden kann.
    63 15 Melden
    • The Destiny 11.10.2016 15:17
      Highlight @Aude, tja immer wieder interessant was man da so lernen kann ^^
      Diese Experten verdienen sich ja ihren Titel regelrecht.

      /
      26 3 Melden
    • You will not be able to use your remote control. 11.10.2016 15:20
      Highlight Ist doch schön, dass man immer neue Dinge lernen kann?

      Lustig ist diese Aussage weil diejenigen, die diese Bewilligung aberkennen könnten, sich gegenseitig die Verantwortung zuschieben.
      23 2 Melden
    • Jaklar 11.10.2016 15:21
      Highlight Genau. Hatten die akw in fukuschima keine bewilligung?
      20 6 Melden
    • Hanslishans 11.10.2016 16:30
      Highlight Sapere Aude oh Mann... Warst du jemals in einem KKW? Ich war es. Zudem wäre es für deinen Wissensstand sicherlich nützlich, dich mal mit den Vorgaben der internationalen Atomenergiebehörde auseinanderzusetzen.
      10 21 Melden
    • Sapere Aude 11.10.2016 16:54
      Highlight Hanslishans, war schon in Gösgen und Beznau. Kein Grund für Sie so überheblich zu sein, wenn sie nicht einmal den wesentlichen Punkt meiner Aussage verstehen. Fukuschima hat auch den Standarts der IAEO entsprochen und es kam trotzdem kam es zur Kernschmelze. Schon alleine die Verwendung des Begriffes per se (an sich, durch sich, für sich) ist in diesem Kontext irreführend und logisch inkonsistent. Vor allem wenn die ENSI die Verantwortung darüber wie sicher sein muss der Politik abschiebt, anstatt wissenschaftliche Kriterien hinzuzuziehen.
      15 4 Melden
    • The Destiny 11.10.2016 16:59
      Highlight @Hanslihans, sich einen eigenen Eindruck zu machen ist ziemlich schwer wenn 90% des Berichtes geschwärzt sind ...
      12 2 Melden
    • Sapere Aude 11.10.2016 17:00
      Highlight Und da Sie Hanslishans anscheinend so versiert in diesem Thema sind, können Sie mir sicher auch erklären, wie sich der Atommüll sicher lagern lässt. Wohlgemerkt über tausende von Jahren.
      17 2 Melden

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