Schweiz
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Nuclear power plant Goesgen with snow, pictured on December 06, 2012, in Goesgen in the canton of Solothurn, Switzerland. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Kernkraftwerk Goesgen mit Schnee, aufgenommen am 06. Dezember 2012 in Goesgen. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Das Kernkraftwerk Gösgen musste in der Nacht auf Dienstag Wasserdampf ablassen. Bild: KEYSTONE

Gösgen-Reaktor ausserplanmässig abgeschaltet



Im AKW Gösgen ist es am Montagabend zu einem Zwischenfall gekommen. Nach einer Reaktorschnellabschaltung wurde Wasserdampf für die Umgebung deutlich hörbar abgelassen. Für die Umwelt besteht aber laut dem Betreiber keine Gefahr.

Auslöser der Schnellabschaltung war ein Fehler bei zwei Ventilen, wie die Betreibergesellschaft Kernkraftwerk Gösgen-Däniken in der Nacht auf Dienstag mitteilte. Der abgelassene Wasserdampf sei inaktiv und ungefährlich. Abgesehen vom Dampf habe der Vorfall keine Auswirkungen auf die Umwelt gehabt. Die Anlage befinde sich in einem sicheren Zustand.

Das AKW Gösgen war vor einer Woche nach der vierwöchigen Jahresrevision erst wieder angefahren worden. Vor der Abschaltung vom Montagabend war das Kraftwerk aber bereits wieder in Betrieb. (sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • _kokolorix 14.07.2015 10:54
    Highlight Highlight ohne den betreibern irgendeine schuld zuweisen zu wollen, sie geben sich bestimmt alle mühe das es nicht zu einer katastrophe kommt, zeigt der vorfall, dass die technik nie 100%ig beherrschbar ist. in allen fällen in denenen es schief ging, versagten 'unerwarteterweise' mehrere systeme in einer kaskade.
    wenn dann bei der schnellabschaltung die notstromversorgung nur teilweise funktioniert und die verbleibenden aggregate überlastet werden etc. etc. so kann auch aus einem einfachen störfall ein gau werden. und niemand konnte es voraussehen...
    • Polybertarian 14.07.2015 15:05
      Highlight Highlight "die technik nie 100%ig beherrschbar"... danke für den Gemeinplatz! In Gösgen gibt es:
      - der normale Kühlkreislauf, dreistängig
      - der Notspeisewassersystem um die drei Dampferzeuger zu bespeisen
      - der normale Notkühlsystem viersträngig (4x50%, d.h. zwei von vier Stränge reichen um die gesamte Nachzerfallswärme abzuführen).
      - der zusätzliche Notstandssystem

      Stell dich vor, wie viele Unverfügbarkeiten du brauchst, sodass es zu einem schweren Störfall kommt. Und dabei gibt es noch Wasserstoffrekombinatoren und filtrierte Containement Druckentlastung um die Konsequenzen zu verringern...
    • Wilhelm Dingo 14.07.2015 15:40
      Highlight Highlight @Polybertarian: Hinweis zu Gösgen: Es gibt Abschnitte da werden alle 3 Kabelkanäle von 3 redundanten Systemen in der gleichen Steigzone geführt. Die Nachfrage beim Betriebspersonal hatte damals nur zu bösen Blicken geführt. Das meine ich mit 'es sind nur Menschen'. Ein Brand in der Steigzone ist kein Dinge der Unmöglichkeit. Trotz allen Systemen kam es sogar bei den hochpräzisen und zuverlässigen Japanern zum GAU...
    • _kokolorix 14.07.2015 16:13
      Highlight Highlight ha, ha
      um die konsequenzen zu verringern!
      wer arbeitet hier wohl mit gemeinplätzen?
      die kosequenzen der kernenergie sind konkret die kontinuierliche abgabe einer geringen strahlung wie sie in der natur nicht vorkommt und welche das erbgut von lebewesen beeinflusst, die abgabe von gut einem drittel der erzeugten energie an die unmittelbare umwelt, die freisetzung von stoffen welche tödliche strahlung abgeben im störfall wenn ein gau verhindert werden muss.
      ich habe erwähnt das die betreiber grossen aufwand betreiben, diese katastrophe nicht stattfinden zu lassen. doch angesichts der drastischen konsequenzen die sich ergeben, ist das einfach nicht genug. hier wird das leben und die existenz von millionen von menschen aufs spiel gesetzt um einigen wenigen einen schönen gewinn zu ermöglichen. die konsequenzen eines störfalls sind für den betreiber einfach nicht zu stemmen, daher bleibt sowas immer am steuerzahler und vor allem an den direktbetroffenen hängen
    Weitere Antworten anzeigen
  • Wilhelm Dingo 14.07.2015 08:43
    Highlight Highlight In den allermeisten Fällen geht alles gut. Ingenieure und Betriebspersonal sind aber auch nur Menschen darum geht es irgendwann mal nicht gut und dann hat Mitteleuropa ein Problem.
    • Sagitarius 14.07.2015 08:58
      Highlight Highlight Murphy lässt Grüssen!
    • Polybertarian 14.07.2015 14:37
      Highlight Highlight Gilt für allen anderen technische Sachen. Haben Sie auch Angst vor Autos, Flugzeuge, Züge, Banken, die chemische Industrie, Dämme, usw. ?
    • Wilhelm Dingo 14.07.2015 15:11
      Highlight Highlight @Polybertrain: Die genannten Risiken bergen zwar auch Gefahren, darum habe ich Respekt aber keine Angst vor Dämmen, Chemie etc. Der Grundsätzliche Unterschied zur Atomenergie ist aber das potentielle Risiko eines Super GAUs, mit Auswirkungen über Jahrtausende.
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  • rothi 14.07.2015 08:35
    Highlight Highlight Gabs nicht grad letzte Woche einen Zwischenfall in Mühleberg? Wird einem schon ein wenig mulmig wenn man weiss dass die schweizer AKWs die ältesten der Welt sind...
  • Zeit_Genosse 14.07.2015 08:17
    Highlight Highlight Sind wir doch froh, dass das System funktioniert hat und diese Abschaltung gemacht wurde. Den Dampf aus dem geschlossenen Kühlsystem abzulassen ist dabei ein normaler Vorgang für die Kühlung.

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