Schweiz
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Nuclear power plant Goesgen with snow, pictured on December 06, 2012, in Goesgen in the canton of Solothurn, Switzerland. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Kernkraftwerk Goesgen mit Schnee, aufgenommen am 06. Dezember 2012 in Goesgen. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Das Kernkraftwerk Gösgen musste in der Nacht auf Dienstag Wasserdampf ablassen. Bild: KEYSTONE

Gösgen-Reaktor ausserplanmässig abgeschaltet

14.07.15, 03:00 14.07.15, 09:25


Im AKW Gösgen ist es am Montagabend zu einem Zwischenfall gekommen. Nach einer Reaktorschnellabschaltung wurde Wasserdampf für die Umgebung deutlich hörbar abgelassen. Für die Umwelt besteht aber laut dem Betreiber keine Gefahr.

Auslöser der Schnellabschaltung war ein Fehler bei zwei Ventilen, wie die Betreibergesellschaft Kernkraftwerk Gösgen-Däniken in der Nacht auf Dienstag mitteilte. Der abgelassene Wasserdampf sei inaktiv und ungefährlich. Abgesehen vom Dampf habe der Vorfall keine Auswirkungen auf die Umwelt gehabt. Die Anlage befinde sich in einem sicheren Zustand.

Das AKW Gösgen war vor einer Woche nach der vierwöchigen Jahresrevision erst wieder angefahren worden. Vor der Abschaltung vom Montagabend war das Kraftwerk aber bereits wieder in Betrieb. (sda)

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Brikne, 20.7.2017
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    Alle Leser-Kommentare
  • _kokolorix 14.07.2015 10:54
    Highlight ohne den betreibern irgendeine schuld zuweisen zu wollen, sie geben sich bestimmt alle mühe das es nicht zu einer katastrophe kommt, zeigt der vorfall, dass die technik nie 100%ig beherrschbar ist. in allen fällen in denenen es schief ging, versagten 'unerwarteterweise' mehrere systeme in einer kaskade.
    wenn dann bei der schnellabschaltung die notstromversorgung nur teilweise funktioniert und die verbleibenden aggregate überlastet werden etc. etc. so kann auch aus einem einfachen störfall ein gau werden. und niemand konnte es voraussehen...
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    • Polybertarian 14.07.2015 15:05
      Highlight "die technik nie 100%ig beherrschbar"... danke für den Gemeinplatz! In Gösgen gibt es:
      - der normale Kühlkreislauf, dreistängig
      - der Notspeisewassersystem um die drei Dampferzeuger zu bespeisen
      - der normale Notkühlsystem viersträngig (4x50%, d.h. zwei von vier Stränge reichen um die gesamte Nachzerfallswärme abzuführen).
      - der zusätzliche Notstandssystem

      Stell dich vor, wie viele Unverfügbarkeiten du brauchst, sodass es zu einem schweren Störfall kommt. Und dabei gibt es noch Wasserstoffrekombinatoren und filtrierte Containement Druckentlastung um die Konsequenzen zu verringern...
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    • Wilhelm Dingo 14.07.2015 15:40
      Highlight @Polybertarian: Hinweis zu Gösgen: Es gibt Abschnitte da werden alle 3 Kabelkanäle von 3 redundanten Systemen in der gleichen Steigzone geführt. Die Nachfrage beim Betriebspersonal hatte damals nur zu bösen Blicken geführt. Das meine ich mit 'es sind nur Menschen'. Ein Brand in der Steigzone ist kein Dinge der Unmöglichkeit. Trotz allen Systemen kam es sogar bei den hochpräzisen und zuverlässigen Japanern zum GAU...
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    • _kokolorix 14.07.2015 16:13
      Highlight ha, ha
      um die konsequenzen zu verringern!
      wer arbeitet hier wohl mit gemeinplätzen?
      die kosequenzen der kernenergie sind konkret die kontinuierliche abgabe einer geringen strahlung wie sie in der natur nicht vorkommt und welche das erbgut von lebewesen beeinflusst, die abgabe von gut einem drittel der erzeugten energie an die unmittelbare umwelt, die freisetzung von stoffen welche tödliche strahlung abgeben im störfall wenn ein gau verhindert werden muss.
      ich habe erwähnt das die betreiber grossen aufwand betreiben, diese katastrophe nicht stattfinden zu lassen. doch angesichts der drastischen konsequenzen die sich ergeben, ist das einfach nicht genug. hier wird das leben und die existenz von millionen von menschen aufs spiel gesetzt um einigen wenigen einen schönen gewinn zu ermöglichen. die konsequenzen eines störfalls sind für den betreiber einfach nicht zu stemmen, daher bleibt sowas immer am steuerzahler und vor allem an den direktbetroffenen hängen
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    • Polybertarian 15.07.2015 13:45
      Highlight @Wilhelm Dingo: Auch wenn das passieren würde, bleibt der Nostandssystem zur Verfügung.
      "den hochpräzisen und zuverlässigen Japanern" ist ein Absicht des Geites und eine Übergeneralisierung. Nicht alle Japanern sind gleich. Es ignoriert auch, dass die Japaner eine (zu) viel Wert auf Hierarchie legen.
      Fukushima war untergerüstet, das ist eine Tatsache. Nicht alle KKW sind gleich gebaut und gleich betrieben. Siehe KKW Oganawa...
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    • Polybertarian 15.07.2015 13:52
      Highlight @_kokolorix: "die kosequenzen der kernenergie sind konkret die kontinuierliche abgabe einer geringen strahlung wie sie in der natur nicht vorkommt und welche das erbgut von lebewesen beeinflusst"

      Reiner Quatsch. Strahlung ist strahlung, "natürlich" oder "künstlich". Du wirst *viel* mehr durch kosmische Strahlen, Radon, Medizinische Strahlung, Langstreckenflüge, und Rauchen als durch Strahlung aus den KKW.

      " abgabe von gut einem drittel der erzeugten energie an die unmittelbare umwelt" Zwei Drittel, eigentlich. Gilt für fast alle thermische Kraftwerke (Kohle, Gas ohne GuD, geothermie)
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    • Polybertarian 15.07.2015 13:56
      Highlight @_kokolorix Mit filtrierte Druckentlastung kann man die Radioaktivität in der Atmosphäre des Containments mit hohe Effizienz filtrieren. Bei verschiedenen Kernschmelze-Szenarien würde in der Schweiz *keine Evakuirung notwendig* (!!!) da die Strahlungsdosis an der Bevölkerung nicht die gesetzliche (sagt nicht was gesund oder nicht ist!) Grenzwerte überschreiten sollte.
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    • _kokolorix 15.07.2015 23:35
      Highlight mit den zwei drtteln hast du recht, auch damit dass dies bei allen thermischen kraftwerken der fall ist. die gesetze der thermodynamik lassen nichts anderes zu. allerdings sind nur kkw derart leistungsstark, dass sie z. b. einen ganzen fluss um mehrere grad celsius erwärmen können.
      selbstverständlich ist strahlung nicht gleich strahlung. auch wenn wir heute nicht mehr in der lage sind genau zu messen was natürlichen und was menschlichen ursprung hat, weil die ganze erde heute praktisch lückenlos von satelliten, gps, wlan, gms, funk, radar etc. bestrahlt wird, gibt es doch eine natürliche grundstrahlung an die alle lebewesen im lauf der evolution angepasst wurden. diese setzt sich zusammen aus der kosmischen strahlung, der strahlung der sonne und der strahlung von natürlichen zerfallsprozessen der erde. bereits die erhöhte erdstrahlung in gebirgstälern lässt statistisch relevante veränderungen bei unterschiedlichen krebsarten entstehen. der effekt ist vergleichbar mit demjenigen der im umkreis von kernanlagen entsteht. allerdings ist diese statistik stark beeinflussbar durch die wahl der vergleichsregionen, was dazu geführt hat, dass allgemein angenommen wird die schwache strahlung von kernanlagen führe zu keinen statistisch k aber das glaube ich nicht.
      die von dir angesprochene filtertechnologie wurde vom psi entwickelt, 2012 vorgestellt und soll aufgrund der erfahrungen in fukushima nun für den einbau in kernanlagen weiterentwickelt werden. es gibt aber noch keine reguläre anlage mit dieser ausrüstung, geschweige denn eine vorschrift diese einzubauen. diese technologie ist bestimmt nützlich wenn der druck kontrolliert gesenkt werden muss. allerdings sind sowohl in tschernobil wie in fukushima ganze anlagenteile explodiert, da wird wohl so ein filter auch nicht mehr viel helfen...
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    • Polybertarian 17.07.2015 12:14
      Highlight Als Fachmann muss ich erkennen dass duziemlich gut informiert bist, aber nicht so gut wie du denkst. KKW in der Schweiz (und Schweden, Finland Frankreich, Deutschland & die Niederlände) haben Filtrierte Druckentlastung-Systeme seit dem Anfang der 90er Jahren. Die 2012 vom PSI entwickelte Version ist eine Verbesserung der existierenden Systeme im Bereich Effizienz und Zuverlässigkeit.

      Das du an der Strahlungswissenschaft nicht glaubst (oder glauben willst) hat keinen Einfluss. Wenn du ionisierende Strahlung mit nicht ionisierende Strahlung vergleichts, sagt es schon viel...
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    • _kokolorix 17.07.2015 21:35
      Highlight @Polybertrain:
      du willst mich offensichtlich mit deinem 'fachwissen' beeindrucken. als ionisirende strahlung wird allg. strahlung bezeichnet welche sehr viel energie transportiert, soviel das sie elementarteilchen aus der bahn bringen kann. das diese strahlung für lebewesen schädlich ist wird nicht einmal ein fachmann wie du verneinen. doch um diese strahlung geht es mir gar nicht. es geht um die langfristige bestrahlung mit schwacher strahlung welche nur sehr rudimentär untersucht wurde, da offensichtlich die finanziell potenteren akteure kein interesse an problemen dieser art haben. daraus zu schliessen das es keinerlei auswirkungen hat ist sehr unwissenschaftlich. aber ich verstehe, dass sehr grosse finanzielle interessen daran bestehen diese strahlungen als unbedenklich zu erklähren.
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  • Wilhelm Dingo 14.07.2015 08:43
    Highlight In den allermeisten Fällen geht alles gut. Ingenieure und Betriebspersonal sind aber auch nur Menschen darum geht es irgendwann mal nicht gut und dann hat Mitteleuropa ein Problem.
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    • Sagitarius 14.07.2015 08:58
      Highlight Murphy lässt Grüssen!
      4 0 Melden
    • Polybertarian 14.07.2015 14:37
      Highlight Gilt für allen anderen technische Sachen. Haben Sie auch Angst vor Autos, Flugzeuge, Züge, Banken, die chemische Industrie, Dämme, usw. ?
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    • Wilhelm Dingo 14.07.2015 15:11
      Highlight @Polybertrain: Die genannten Risiken bergen zwar auch Gefahren, darum habe ich Respekt aber keine Angst vor Dämmen, Chemie etc. Der Grundsätzliche Unterschied zur Atomenergie ist aber das potentielle Risiko eines Super GAUs, mit Auswirkungen über Jahrtausende.
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    • Polybertarian 15.07.2015 13:58
      Highlight Das "Jahrtauuuuuusende" Ding ist übertrieben. Du konntest schon jetzt in Tschernobyl wohnen. In mehrere Bezirke in der Umgebung von Fukushima ist es schon erlaubt (und in anderen möglich, aber die Regierung will natürlich keine Verantwortung tragen).
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  • rothi 14.07.2015 08:35
    Highlight Gabs nicht grad letzte Woche einen Zwischenfall in Mühleberg? Wird einem schon ein wenig mulmig wenn man weiss dass die schweizer AKWs die ältesten der Welt sind...
    13 3 Melden
  • Zeit_Genosse 14.07.2015 08:17
    Highlight Sind wir doch froh, dass das System funktioniert hat und diese Abschaltung gemacht wurde. Den Dampf aus dem geschlossenen Kühlsystem abzulassen ist dabei ein normaler Vorgang für die Kühlung.
    5 6 Melden

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