Schweiz

Fünfeinhalb Jahre nach Fukushima entscheidet die Schweiz über einen endgültigen Atomausstieg. Bild: KEYSTONE

«Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern?» 7 Politiker und der Atomausstieg 

Ganz nach dem Motto «Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern?»: Diese sieben Politiker forderten nach Fukushima pünktlich zum Nationalrats- und Ständeratswahlkampf einen beschleunigten Atomausstieg, stimmten aber nur drei Jahre später gegen die Atomausstiegsinitative. 

26.10.16, 10:51 26.10.16, 16:12

Am 11. März 2011 bebte vor der Küste Japans die Erde und ein Tsunami rollte in das Land. Dabei kam es im küstennahen Atomkraftwerk Fukushima in vier Reaktoren zu Kernschmelzen. Es sollte die grösste Atomkatastrophe der jüngeren Zeitgeschichte werden.

So wurden auch die Schweizer Parlamentswahlen im Oktober desselben Jahres vom Thema Atomenergie dominiert. Die linken Parteien sowie die Grünliberale Partei (GLP), die den Ausstieg aus der Atomenergie schon auf ihrer Agenda hatten, konnten das Thema für sich nutzen. Die GLP fuhr damit ihre ersten grösseren Wahlsiege ein. SVP und FDP blieben vorwiegend bei ihrer Sicht, Atomstrom sei weiterhin die beste Energieversorgung für die Schweiz.

Die Parlamentswahlen 2011:

Die Schweizer Parlamentswahlen von 2011 fanden am 23. Oktober statt. Die SVP verlor zum ersten Mal seit langem wieder Stimmenanteile. Diese gingen vor allem an die BDP, die sich 2008 von der SVP abgespalten hatte und es auf anhieb auf 5,4 Prozent brachte. Auch die Grünliberale Partei konnte ihren Anteil von 1,4 auf 5,4 Prozent steigern. Geprägt wurden die Wahlen besonders durch den sogenannten Fukushima-Effekt. (leo)

Interessant war die Reaktion der übrigen Mitteparteien. Die BDP stilisierte sich zur Ausstiegspartei herauf und auch in der CVP und EVP hatten sich einige langjährige Atomstrombefürworter dem Ausstiegslager angeschlossen. In der Folge erstellte der Bundesrat die Energiestrategie 2050, die den Neubau von Atomkraftwerken ausschliesst. Das Parlament segnete den Plan ab.

2014 wurde dem Nationalrat erneut ein Atomausstiegsplan vorgelegt, der den Ausstieg auf ein konkretes Datum legt: 2029 soll das letzte Schweizer Atomkraftwerk schliessen. Der Nationalrat lehnte die Initiative ab.

Die SP, die Grünen und die GLP stimmten geschlossen dafür, von den Mitteparteien, die 2011 noch vom notwendigen Ausstieg sprachen, stimmten nur zwei von 40 Nationalräten für den Ausstieg. Ist der Fukushima-Effekt nicht mehr nützlich genug, um Wählerstimmen zu gewinnen? Wir haben bei den betroffenen Politikern nachgefragt.

Elisabeth Schneider-Schneiter (CVP)

Bild: KEYSTONE

CVP-Nationalrätin Elisabeth Schneider-Schneiter hatte 12 Tage nach der Katastrophe in der «Basler Zeitung» gesagt, sie selbst sei überzeugt, dass eine Schweiz ohne Atomenergie bis 2030 möglich sei. In der Nationalratsabstimmung von 2014 stimmte sie gegen den Ausstieg für 2029. Ihre Erklärung:

«Ich bin heute noch überzeugt, dass der Schweiz ein Ausstieg gelingen wird. Ich weiss jetzt aber mehr über das konkrete Verfahren als vor gut 5 Jahren und fürchte, dass ein schneller Ausstieg uns als Alternative einfach Atomstrom und schmutziger Kohlestrom aus dem Ausland bringen würde. Viel wichtiger als konkrete Jahreszahlen ist ein seriöses Konzept mit klaren Alternativen.»

Elisabeth Schneider-Schneiter zu watson

Hans Grunder (BDP)

Bild: KEYSTONE

Hans Grunder von der BDP und Roberto Schmidt von der CVP brachten mit ihren Motionen den Ball zum Atomausstieg erst richtig ins Rollen. So warb er in der ausserordentlichen Nationalratsdebatte nach Fukushima im Parlament für den Atomausstieg: «Gerade deshalb müssen wir heute Entscheide fällen, sonst haben wir eine Stop-and-go-Politik und machen Fehlinvestitionen, und das führt schlussendlich zu einem Desaster ohne Lösung.»

Grunder war bereits 2011 vor allem aus der bürgerlichen Ecke als Windfahne beschimpft worden. Kurz vor Fukushima sei er noch für einen Atomausstieg gewesen, hiess es. «Aber, lieber Kollege, ich bin es als Unternehmer gewohnt, aufgrund neuer Tatsachen meine Meinung zu hinterfragen und auch schlauer zu werden», verteidigte sich Grunder. Auch er war 2014 gegen das Ausstiegsdatum 2029.

Hans Grunder war für eine Stellungnahme innert nützlicher Frist nicht zu erreichen.

Kathy Riklin (CVP)

Bild: KEYSTONE

Auch Kathy Riklin machte ihren Sorgen nach Fukushima Luft und zwar in Form einer Medienmitteilung mit dem Titel «Ver - rückt». «Verrückt – wie die Erdachse – wurde vor allem aber das Politsystem. Grüne Symbolhandlungen, kaum Verhaltensänderung. Und die Perversion der Rechten: Die 100'000 zugewanderten Arbeitskräfte sollen an allem Schuld sein», klagt sie darin die Schweizer Politik an. 

Auch sie sagte zum Atomausstieg 2029, der das Gegenteil einer «Grünen Symbolhandlung» darstellt, nein. 

«Ich stehe zu 100 Prozent hinter meinem Text, den ich damals verfasst habe, so wie ich auch immer noch hinter dem Atomausstieg stehe. Aber nicht nach dem Fahrplan der Grünen Partei. Mit der Energiestrategie 2050 haben wir ein gutes Werkzeug für den Ausstieg verabschiedet. Dazu wird auch die fehlende Wirtschaftlichkeit beitragen. Die Kraftwerke laufen maximal so lange, wie sie die Sicherheitsbestimmungen erfüllen und werden dann abgeschaltet.»

Kathy Riklin zu watson

Die Energiestrategie 2050 und der Atomausstieg

Mit der Energiestrategie 2050 wurde beschlossen, dass in der Schweiz keine neuen Atomkraftwerke mehr gebaut werden sollen. Die bestehenden fünf AKWs sollen am Ende ihrer sicherheitstechnischen Laufzeit abgeschaltet werden, schreibt das eidgenössische Departement für Energie (UVEK). Die Schweiz kennt keine gesetzlich fixierten Laufzeitbeschränkungen für Kernkraftwerke. Sie können betrieben werden, solange sie «sicher» sind. Der Atomausstieg lässt sich also mit der derzeitigen Energiestrategie 2050 auf kein fixes Datum festlegen. (leo)

Jakob Büchler (CVP)

Bild: KEYSTONE

Auch Jakob Büchler äusserte sich im Sommer zwischen dem Nuklearunglück und den Nationalratswahlen in den Medien zum Atomausstieg: «Die schrittweise Abkehr von der Atomenergie ist richtig», sagte er zur «Südostschweiz». Vom Atomausstieg 2029 hielt auch er nichts. 

Jakob Büchler war für eine Stellungnahme innert nützlicher Frist nicht zu erreichen.

Ida Glanzmann (CVP)

Bild: KEYSTONE

CVP-Nationalrätin Ida Glanzmann rührte kurz vor den Wahlen ebenfalls die Werbetrommel für sich und erklärte im «Willisauer Bote» im Oktober 2011 den Ausstieg aus der Atomenergie zu einem ihrer Schwerpunkte für nach den Wahlen. 2029 ist ihr aber zu früh:

«Ich habe gegen den Atomausstiegstermin 2029 gestimmt, weil ich keinen Engpass in der Energieversorgung der Schweiz riskieren möchte. Dennoch stehe ich nach wie vor hinter einem kompletten Ausstieg aus der Atomenergie und ich bin mir sicher, dass dieser auch im Rahmen der zweiten Teils der Energiestrategie 2050 kommen wird. Vorausgesetzt natürlich, es gibt keine bahnbrechenden technologischen Entwicklungen in der Kernenergie.»

Ida Glanzmann zu watson

Markus Lehmann (CVP)

Bild: KEYSTONE

Klare Worte fand der damalige CVP-Nationalrat Markus Lehmann: «Ich persönlich bin ganz klar für den Ausstieg ohne Hintertürchen.» Dies sagte er im September vor den Wahlen zur «Basellandschaftlichen Zeitung». Die Atomausstiegsinitiative unterstützt auch er nicht. 

«Ich habe damals wie heute gesagt, ich bin für einen Atomausstieg ohne Hintertür, wenn dies wirtschaftlich tragbar ist und keine negativen Spuren für Unternehmen und Privatkonsumenten hinterlässt. Die BZ hatte mich damals nicht vollständig zitiert. Und es darf kein Dreckstrom von ausländischen AKWs und CO2-Schleudern importiert werden, die Versorgungssicherheit hat oberstes Gebot. Wir wissen heute, dass die Kostenfolgen horrend sein werden und eben dieser ‹Dreckstrom› importiert werden muss.»

Markus Lehmann zu watson

Ruedi Lustenberger (CVP)

Bild: KEYSTONE

Auch alt Nationalrat Ruedi Lustenberger war durch die Nuklearkatastrophe in Fukushima erschüttert: «Bis Fukushima habe ich nie gedacht, dass so etwas möglich ist – und auch bei uns nicht ausgeschlossen werden kann. Jetzt unterstütze ich den Ausstieg.» Gespräche mit seinen Kindern haben ihn endgültig überzeugt, sagte er dem «Blick». 2014, in seiner letzten Amtszeit als Nationalrat, lehnte auch er den Ausstieg 2029 aus der Atomenergie ab.

Ruedi Lustenberger war für eine Stellungnahme innert nützlicher Frist nicht zu erreichen.

Die Atomkraftwerke der Schweiz:

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Brikne, 20.7.2017
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105Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • dracului 27.10.2016 08:41
    Highlight Den Energieverbrauch zu senken schaffen wir nicht, alternative Technologien scheinen vielen zu riskant und (Kohle-)strom importieren, ist keine Lösung. Mit anderen Worten: 5 Jahre nach Fukushima sind für die Politik keine Lösungen da. Da Politiker primär Bewahrer sind, erstaunt es nicht, dass nun viele unsere weltältesten KKWs weiterbetreiben wollen. Was mich, neben der Aussicht auf eine strahlende Zukunft beschäftigt, dass es radikale Änderungen im Energieverbrauch bräuchte und uns vermutlich keine neuen Wundertechnologien retten werden. Doch für diese Diskussion sind wir nicht bereit.
    1 0 Melden
  • Victor Brunner 27.10.2016 08:00
    Highlight Plapperkompetenz vor Sachkompetenz!
    2 0 Melden
  • Tom Garret 27.10.2016 02:05
    Highlight Mich erstaunt dass niemand das imense Wirtschaftliche Potenzial sieht oder herausstreicht in der ganzen Debatte. Ein schneller Ausstieg hätte vor allem auch zur Folge das noch mehr in die Forschung investiert wird (werden muss) was uns zu eine Vorreiter machen kann. Und dies nicht nur im Bereich Strom Erzeugung sondern auch im Bereich Strom sparen.
    Ein GAU können wir uns einfach nicht leisten und dieser ist nie auszuschliessen. Es würde das Ende der Schweiz bedeuten wie wir sie heute kennen.
    11 1 Melden
  • gnp286 27.10.2016 01:22
    Highlight Netter Artikel, da sieht man mal 1:1 wo die Heuchler sitzen. Bitte vor jeder Parlamentswahl so einen Artikel, für jedes Wahlversprechen einen.

    Aber im Ernst: Wunderts jemanden? Die grössten Heuchler haben schon immer im staatlichen Bibelclub (CVP) und Konsorten (Restliche Mitte) gesessen. Nicht dass jetzt rechts und links davon vieles besser wäre, aber die sagen wenigstens ehrlich in welche Richtung es geht.
    10 3 Melden
    • Ralphinho 27.10.2016 08:29
      Highlight Passt wohl gerade gut in Ihr Weltbild, nicht wahr? Hier nochmal persönlich für Sie den Artikel aus dem letzten Jahr, den Oxymora kurz vor Ihnen in die Diskussione eingebracht hat: http://www.20min.ch/schweiz/bern/story/Politiker-brechen-Wahlversprechen-23964402
      Da sehen Sie, dass alle Parteien davon betroffen sind. Und wissen Sie was? Wenn alle immer stur blieben, hätten wir entweder gar keine Lösungen oder mehrheitlich undurchdachte. Wenn man etwas konkret und differenziert betrachtet, ergeben sich halt gelegentlich Abweichungen von der grundsätzlichen Haltung.
      5 1 Melden
  • Oxymora 27.10.2016 00:10
    Highlight Leider gibt es immer noch keine Medikamente gegen das

    Wahlversprechen - Burnout.

    Der Befall war 2015 in einigen Regionen wesentlich stärker; was doch auf ein abklingen der Epidemie hoffen lässt.

    http://www.20min.ch/schweiz/bern/story/Politiker-brechen-Wahlversprechen-23964402
    4 0 Melden
  • Thomas Bollinger (1) 26.10.2016 21:41
    Highlight Jetzt hört doch auf mit dem CVP Bashing. Ihr tut so wie wenn das alles Lügner wären. Was bringt Ihr als nächstes? Vielleicht dass einer von denen fremdgeht ohne Kond... - oh fuck, wait!
    6 8 Melden
    • Der Rückbauer 27.10.2016 00:09
      Highlight Die CVP ist eben keine Partei, das ist eine Bewegung. Die CVP ist nicht fassbar, sie ist immer in Bewegung. Ich wähle keine bewegten Parteien, sondern verlässliche.
      6 4 Melden
  • Tobi-wan 26.10.2016 19:14
    Highlight Ohne klares Ausstiegsjahr wird genau nichts passieren! Die KKW-Betreiber werden auch in 34 Jahren noch sagen, dass ihr KKW sicher ist und deshalb ein Ausstieg nicht nötig. Wenn wir aus der Atomenergie aussteigen wollen, dann muss den Energiekonzernen und dem Parlament Druck aufgesetzt werden. Ein Ausstieg wird bis 2050 nicht günstiger. Wir werden bis dann auch nicht mehr alternative Energien haben, weil die Konzerne nicht müssen.
    13 2 Melden
  • Ralphinho 26.10.2016 17:02
    Highlight Da haben wohl viele nicht ganz begriffen, was läuft: SP-Grüne möchten so schnell wie möglich raus aus der Atomkraft, koste es was es wolle. FDP und SVP möchten gar nicht davon weg, während BDP und CVP den Ausstieg anpeilen, aber geordnet bis 2050. Für alle drei Positionen gibt es (mehr oder weniger gute) Argumente. Lügenvorwürfe hingegen sind völlig unangebracht und bringen auch niemanden weiter. Ein Ja zum Atomausstieg heisst nicht unbedingt Ja zur Schliessung von drei AKW schon im Jahr 2017.
    15 7 Melden
    • R&B 26.10.2016 18:01
      Highlight @Ralphinho: Geordneter Ausstieg bis 2050... Toll! Weitere 34 Jahre Risiko, dass uns ein AKW um die Ohren fliegt und die halbe Schweiz nicht mehr bewohnbar ist. Und dies bei unseren überalterten AKWs. Jetzt aussteigen, denn wir haben keine Stromlücke und können diese in kürzester Zeit mit erneuerbaren Energien selber schliessen.
      30 3 Melden
    • Ralphinho 26.10.2016 18:31
      Highlight Nun, da auch die vorliegende Initiative den (definitiven) Ausstieg erst bis 2029 vorsieht, ist der Unterschied "nur" noch 21 Jahre. Und ja, zugegeben, das ist etwas zu wenig ambitioniert. Ich bin aber überzeugt, dass unsere AKW sicher sind. Hingegen dürfte es noch ein paar Jahre dauern, bis die ganze Infrastruktur so weit ist (inkl. Stromleitungen). Aber mein eigentlich wichtigster Punkt: Die Diskussion in dieser Form finde ich sinnvoll. Der Artikel oben ist aber völlig daneben.
      4 12 Melden
    • Tom Garret 27.10.2016 02:10
      Highlight Es kommt doch nicht darauf an von was du überzeugt bist. Fakt ist, es gibt keine 100% Sicherheit. Und bei diesen Auswirkungen ist eigentlich kein noch so kleines Risiko vertretbar...
      Mich nähme mal wunder wieviele der Atombefürworter die die AKWs als Sicher bezeichnen Lotto spielen. Denn die Chance auf eine AKW Unglück ist auf jeden Fall grösser als ein 6er im Lotto...
      5 2 Melden
    • Ralphinho 27.10.2016 08:13
      Highlight Natürlich gibt es keine 100-prozentige Sicherheit. Das gibt es aber auch beim Autofahren nicht, oder bei der Stromproduktion mittels Gaskraftwerken, oder beim Besuch einer Grossveranstaltung. Trotzdem wird das alles gemacht. Das Leben ist nun einmal unsicher. Es geht im Leben nur darum, Risiken abzuwägen gegen die Kosten, die Risiken zu vermindern. Das Argument ist also in dem Zusammenhang genauso zweifelhaft wie kürzlich von den Bürgerlichen im Abstimmungskampf zum Nachrichtendienstgesetz.
      3 1 Melden
    • Ralphinho 27.10.2016 08:19
      Highlight Was mich noch interessieren würde: Wie lässt sich die Wahrscheinlichkeit eines AKW-Unglücks mit derjenigen eines Lottosechsers vergleichen? Da Lottoziehungen nur zweimal wöchentlich vorgenommen werden, während ein Atomunglück theoretisch jederzeit passieren könnte, scheint mir das nicht ganz so simpel zu sein.
      4 1 Melden
    • Tom Garret 27.10.2016 10:20
      Highlight @Ralphinho Es geht um die Folgen. Mach dir mal die Mühe und nimm einen Zirkel und zeichne auf einer Karte 30Km Radius rund um die AKW's der Schweiz. Sollte ein GAU eintreffen könnte man diesen Umkreis nicht mehr benutzen. Keine Strasse, keine Zuglinie, nichts. Und das für Hunderte von Jahren. Sollte zB ein Staudamm brechen, wäre das eine riesige Katastrophe, aber man kann wieder aufbauen und das Land wieder nutzen. Das ist ein grosser Unterschied.
      2 0 Melden
    • Tom Garret 27.10.2016 10:23
      Highlight Betreffend Lotto geht es mir darum, das die Leute die finden dass ein AKW Unfall so unwahrscheinlich ist das man das grosse Risiko tragen kann, gleichzeitig beim Lottospielen aber daran glauben und hoffen dass das noch viel unwahrscheinlichere eintrifft. In meinen Augen schneidet sich das schon ein wenig.
      Hier was zum Thema Wahrscheinlichkeit: https://www.welt.de/wissenschaft/umwelt/article106365879/Atomarer-Super-GAU-droht-alle-zehn-bis-20-Jahre.html

      Jetzt kannst du selber ausrechnen was wahrscheinlicher ist, ein 6er im Lotto oder ein GAU eines Schweizer AKWs
      1 1 Melden
    • R&B 27.10.2016 13:45
      Highlight @Ralphinho: Bei einem Unglück ist die halbe Schweiz zerstört. Bei einem Autounfall, ist der Schaden kleiner. Es geht nicht um Risiko-Prozente, sondern um den Schaden.
      2 1 Melden
    • Ralphinho 28.10.2016 11:31
      Highlight @Tom Garret: Das sehe ich natürlich ein, weswegen ich ja den Atomausstieg auch grundsätzlich befürworte. Einfach nicht so überhastet. Bei der Energiestrategie 2050 bin ich mit im Boot.
      Was mit dem Vergleich mit dem Lotto gemeint war, habe ich auch verstanden. Ich finde einfach, die Wahrscheinlichkeiten dafür lassen sich sehr schlecht vergleichen. Und was den Link angeht: Ich bin entsetzt über den Dilettantismus an sich gebildeter Leute. Auch hier wieder: Man muss Statistik und Wahrscheinlichkeit unterscheiden.
      0 1 Melden
    • Ralphinho 28.10.2016 11:36
      Highlight @R&B: Die halbe Schweiz ist völlig übertrieben. Und natürlich geht es um den Schaden, aber eben auch um Risiko-Prozente: Wenn angenommen bei erneuerbaren Energien mit 50-prozentiger Wahrscheinlichkeit täglich 10 Leute sterben, dann ist das offensichtlich weniger attraktiv als der Tod von 10'000 Menschen (und die Verseuchung eines grösseren Gebietes), bei dem die Eintretenswahrscheinlichkeit nur bei 0,0001% liegt. Natürlich sind jetzt aber die Zahlen in der Praxis nicht so eindeutig, was den Entscheid logischerweise schwieriger macht. Am Prinzip ändert sich aber nichts.
      1 1 Melden
    • R&B 28.10.2016 12:44
      Highlight @Ralphunho. Bei Fukushima wurden 10'000km2 verseucht. Dies entspricht 60% der bewohnbaren Fläche der Schweiz. Ihre Zahlen sind fast schon sarkastisch. Ein GAU in Beznau kann gerade jetzt eintreten. Das können Sie auch mit Wahrscheinlichkeiten nicht widerlegen.
      0 1 Melden
  • fcsg 26.10.2016 14:53
    Highlight Das ist halt eine typische Politikerkrankheit, grosse Reden schwingen und wenn es konkret wird den Schwanz einziehen. Besonders interessant ist auch die Gegenkampagne die den Titel trägt: energy for humanity. Passender wäre: More nuclear waste for the next generations.
    32 4 Melden
  • Starfox 26.10.2016 13:55
    Highlight Wenn man sich hier die Kommentare so durchliest könnte man meinen, dass Watson-Leser alles (selbsternannte) Atom-Experten sind... Duckundweg
    10 27 Melden
    • R&B 26.10.2016 18:02
      Highlight @Starfox: Ja das sind wir. AKWs sind tickende Bomben und müssen so schnell wie möglich abgeschaltet werden.
      18 4 Melden
    • Starfox 26.10.2016 18:35
      Highlight @R&B Müssen wir das? Wer sagt das? Wir werden ja sehen, ob die Schweizer Stimmbevölkerung am 27. November gleicher Meinung ist wie du, ich bezweifle es. Können uns dann gerne nach der Abstimmung nochmals über dieses Thema unterhalten.
      5 16 Melden
  • Philipp Burri 26.10.2016 13:53
    Highlight Typisch "bürgerlich" da ist Lügen Kernkompetenz. Im Westen nichts neues.
    12 17 Melden
  • atomschlaf 26.10.2016 13:42
    Highlight Sieben Wendehälse, sechs von der CVP.
    CVP wählen ist wie Roulette spielen.
    39 6 Melden
    • Fabio74 26.10.2016 18:10
      Highlight Stimmt bei der SVP weiss man von Anfang an, dass man betrogen wird
      31 5 Melden
  • Azoth 26.10.2016 12:55
    Highlight Verwundert mich überhaupt nicht, dass die CVP hier ganz gross Rauskommt! Dieser #wendehals geht bis zur Basis. Ich erinnere mich an die Minarett-Initiative bei der alle Umfragen ein Nein vorher gesagt haben. Soviel zur christlichen Nächstenliebe.
    38 13 Melden
    • hblbl 26.10.2016 13:12
      Highlight Aber zeichnet es denn nicht einen guten Politiker aus, anhand von neuen Erkenntnissen seine Meinung zu überdenken und gegebenfalls zu ändern?
      In diesem Sinne lieber einen Wendehals mehr und einen Sturkopf weniger.
      19 13 Melden
    • fabianhutter 26.10.2016 13:28
      Highlight Jetzt ist die Basis der CVP noch am Minarettverbot schuldig?

      Die CVP politisiert Lösungsorientiert und unabhängig von einem strikten "links-rechts" Schema.

      11 16 Melden
    • arriving somewhere but not here 26.10.2016 13:31
      Highlight Welche neuen Erkenntnisse denn? Dass wir das Atomendlagerproblem nach wie vor nicht gelöst haben oder dass der Atomstrom, wenn man die Kosten für Endlagerung und Rückbau alter Kraftwerke mitberechbet viel, viel teurer sein müsste? 😉
      24 3 Melden
    • atomschlaf 26.10.2016 13:43
      Highlight Was hat die Minarett-Initiative mit Nächstenliebe zu tun?
      Siehst Du es als Gebot der christlichen Nächstenliebe, dass Andersgläubige à discretion Türme errichten dürfen?
      8 23 Melden
    • Fabio74 26.10.2016 18:12
      Highlight @atomschlaf: diese Türmchen gehören ins Baugesetz und dort geregelt. Wenn wir jeden von Wobmanns feuchten Träumen in die Verfassung schreiben, ist diese dann bald ein billiger Groschenroman.
      Was bringt das Minarettverbot konkret?
      14 2 Melden
    • atomschlaf 26.10.2016 23:47
      Highlight @atomschlaf: Ich fand das Minarettverbot damals überflüssig und sinnfrei. Habe auch dagegen gestimmt.
      Heute bin ich trotzdem froh, dass das Stimmvolk damals diesen symbolischen Pflock gegen den rückständigen, frauen- und schwulenfeindlichen Islam eingeschlagen hat.
      4 5 Melden
    • Failai 27.10.2016 01:56
      Highlight @atomschlaf aber unsere GAR NICHT frauen- und schwulenfeindlichen Katholiken sowie Zeugen Jehovas usw. dürfen natürlich ihre Kirchentürmchen haben/bauen 😂
      5 3 Melden
    • atomschlaf 27.10.2016 13:13
      Highlight @Failai: Ich finde solche Vergleiche ziemlich daneben. Es ist doch ein massiver Unterschied, ob man Schwule bloss diskriminiert oder sie mit dem Tod bedroht.
      3 0 Melden
  • @ursus 26.10.2016 12:53
    Highlight Selber Schuld, wer CVP oder BDP wählt. Diese 2 Parteien werden unser Land nicht weiter bringen.
    Wer für mehr Staat ist, kann die SP wählen. Wer alles verbieten will, der soll die Grünen wählen. Wenn alles so bleiben soll, wie es ist, dann wählt die SVP. Und wer für Fortschritt und Öffnung ist, der darf die FDP wählen.
    14 64 Melden
    • fabianhutter 26.10.2016 13:30
      Highlight Diese zwei Parteien würden die Schweiz weiterbringen. Weil weder rein rechte, noch rein linke Lösungen die Schweiz besser machen.

      Wenn Sie nur noch Extreme wählen, dann haben sie am Ende amerikanische Verhältnisse, bei denen sich die gegenüberliegenden Seiten gegenseitig blockieren.

      Eine starke, kompromissbereite Mitte hat die Schweiz dahin gebracht wo sie heute ist.
      17 5 Melden
    • arriving somewhere but not here 26.10.2016 13:33
      Highlight Oops, bei deinem letzten Satz hat sich versehentlich ein Fehler eingeschlichen. Richtig heisst es: "Und wer für Wirtschaft ohne Rücksicht auf Verluste ist, der darf die FDP wählen." 😉
      29 3 Melden
    • Neruda 26.10.2016 13:34
      Highlight Haha da fehlt das Wort "wirtschaftlichen" vor Fortschritt ;)
      5 0 Melden
    • R&B 26.10.2016 13:35
      Highlight @ursus: Ja da scheinen Sie jedes Mal bei den Wahlen vor einem Konflikt zu stehen: SP oder Grüne?
      4 1 Melden
    • Luca Brasi 26.10.2016 14:04
      Highlight FDP-Werbespot ist angekommen. :D
      12 0 Melden
  • Dieter Widmer 26.10.2016 12:37
    Highlight Sie machen es sich etwas einfach. Man kann auch für den Ausstieg aus der Kernenergie sein und die jetzige Atominitiative sein. Weil man wohlgeordnet aussteigen will. Ausstieg aus der Atomenergie heisst: keine neuen Anlagen und die bestehenden auslaufen lassen. Die neuen Energien können die Energie der 5 Atomkraftwerke noch gar nicht ersetzen.
    15 12 Melden
    • R&B 26.10.2016 13:37
      Highlight @Dieter: Auf den ersten Blick macht Ihre Aussage Sinn, aber leider sind AKWs tickende Zeitbomben. Es hört sich so an, wie wenn man auf ein weniger teures Anti-Bomben-Team wartet, während die Bombe jeden Moment losgehen könnte.
      9 5 Melden
    • Sir Jonathan Ive 26.10.2016 13:53
      Highlight Davon ausgegangen, dass Sie mit "neue Energien" erneuerbare Energien meinen, dann doch. Sie können es. Es wäre sehr aufwendig, aber keinesfalls unmöglich.
      8 0 Melden
    • sheimers 26.10.2016 20:54
      Highlight Ohne die Initiative kommt der Ausstieg nie. Den meisten Politikern ist es doch gar nicht ernst mit dem Ausstieg, deshalb wird ein Termin auf weit nach ihrer Amtszeit gesetzt und der Ausbau der erneuerbaren Kraftwerke gebremst.
      6 1 Melden
    • Skip Bo 27.10.2016 16:02
      Highlight Dieter, ist das jetzt ein Zufall, dass du die BDP/BKW Philosophie verteidigst?
      0 0 Melden
  • Schwanzus Longus 26.10.2016 12:31
    Highlight Die CVP ist ganz ganz Christlich..... oder warte, da gibt es ein Gebot das heisst du sollst nicht Lügen!
    48 11 Melden
  • Gelöschter Benutzer 26.10.2016 12:23
    Highlight Leute! Wasser ist imfall super, und gesund auch noch! *trinkt einen Schluck Wein*
    32 6 Melden
  • panaap 26.10.2016 12:21
    Highlight Ich habe nichts gegen Atomaustieg, aber...

    Ein paar meiner besten Freunde sind Atomaustieg.
    26 7 Melden
  • Pius C. Bünzli 26.10.2016 12:15
    Highlight Sieht so aus als würden die Mitteparteien gerne lügen. Kein Wunder wurden sie bei den kantonalen Wahlen abgestraft. LügiCVP Lügi BDP
    38 20 Melden
  • meine senf 26.10.2016 12:06
    Highlight Bei der Argumentationsschiene "Drecksstrom aus dem Ausland importieren" wird einfach immer unterschlagen, dass das Uran auch nicht auf den schweizerischen Bäumen wächst, sondern zu 100 % importiert werden muss. Und sauber und CO2-frei ist Uranabbau auch überhaupt nicht.
    94 11 Melden
    • AdiB 26.10.2016 12:35
      Highlight Manchmal habe ich das gefühl das viele denken uran sei das selbe wie radon. Watson könnte ja mal einen kleinen artikel über den uranzerfall und seine risiken schreiben. Denn aus uran entsteht ja radon und wie jeder wiessen sollte ist radon sehr krebseregend.
      22 5 Melden
    • meine senf 26.10.2016 13:57
      Highlight Ein Problem ist halt einfach, je technischer eine Entscheidung ist, desto weniger Leute verstehen es wirklich und desto mehr kommt es auf Emotionen und den Glauben der Menschen an.
      Das sieht man ja auch bei IT-Vorlagen wie BÜPF. Da ging es nicht um technische Details, sondern um Allgemein-Phrasen wie "Wettlauf mit den Terroristen" oder "Gesetze genügen nicht fürs Internet" oder ähnliches.
      Das selbe ist hier "Stromlücke" und "Drecksstrom aus dem Ausland".
      7 1 Melden
    • Gelöschter Benutzer 26.10.2016 16:36
      Highlight Es ist schon ein markanter Unterschied ob beim Uranabbau CO2 anfällt oder beim Kohleabbau und dessen Verbrennung zwecks Stromproduktion VIEL mehr CO2 anfällt. Zumal für die gleiche Menge Strom auch noch viel mehr Kohle als Uran benötigt wird. Die CO2 Bilanz von AKWs gegenüber Kohlekraftwerken inkl. des Abbaus und Transports unendlich viel besser.
      3 4 Melden
    • meine senf 26.10.2016 17:39
      Highlight Klar, wenn man es mit der allerdreckigsten Braunkohle vergleicht, dann ist das sicher so.
      Wärmekraftkoppelung (gleichzeitige dezentrale Produktion von Wärme und Strom in den Häusern) mit Gas kommt in Sachen CO2/kWh aber schon langsam an die AKWs ran.

      (Laut http://www.pelletpreis.ch/de/medien/article/27175/kraft-waerme-kopplung-wkk-wird-quasi-zur-dritten-saeule-der-stromproduktion bei WKK 200 mg/kWh statt bei Atomkraft 150 mg/kWh , es gibt sicher auch andere Zahlen, aber es geht um die Grössenordnung).
      3 1 Melden
    • meine senf 26.10.2016 17:41
      Highlight Korrektur: Ich meinte g/kWh und nicht mg/kWh.
      3 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 26.10.2016 18:26
      Highlight Stimmt, aber nur wenn die besten WKK Werte bei "voller Wärmenutzung" von 200 g/kWh, mit den schlechtesten AKW Werten mit Brennstäben mit tiefem Urangehalt und OHNE Wärmenutzung (die auch bei Atomkraftwerken möglich ist) verglichen werden.

      Wenn Kohlestrom ebenfalls OHNE Wärmekraftkopplung 800 - 1200 Gramm CO2/kWh austossen, also durch WKK ca. -80% CO2 ausstösst, würden AKWs bei einem fairen Vergleich noch 30 g/kwh ausstossen.
      2 1 Melden
  • Bruno Wüthrich 26.10.2016 12:04
    Highlight Politiker wollen gewählt werden. Das ist der Punkt. Deshalb sagen sie vor Wahlen das, was der Wähler hören will. Der Wähler weiss eigentlich von diesem Umstand, ist aber beim Ausfüllen der Wahlzettel von temporärer Demenz befallen.

    Politiker verstehen von der Sache nicht mehr als du und ich. Deshalb wenden sie sich an die Lobbyisten, sind denen aber hoffnungslos ausgeliefert. Möglicherweise auch deswegen, weil sie ihr kärgliches Politikergehalt mit entsprechenden Mandaten noch etwas aufpolieren und sich - ganz pflichtbewusster Bürger - so vor dem Gang aufs Sozialamt bewahren.
    43 5 Melden
  • Christian Mueller (1) 26.10.2016 11:55
    Highlight Versorgungssicherheit? Wir importieren 60% unserer energie in form von öl und gas im wert vom 13 milliarden franken, jedes jahr. wie viele uranminen gibt es in der schweiz? eben. versorgungssicher wären wir nur bei wind, sonne und wasserkraft...
    81 7 Melden
    • ARoq 26.10.2016 13:41
      Highlight Kafkaesk dass KKW-Befürworter von Versorgungssicherheit sprechen. Angesichts der zahllosen ungeplanten Ausfälle der letzten Jahre.
      16 1 Melden
    • Ralphinho 26.10.2016 18:22
      Highlight Längerfristig bin ich einverstanden, aber kurzfristig wäre die Versorgungssicherheit eben gefährdet, zumal die Zeit für einen gut organisierten Ausstieg nicht reicht bis zur Abschaltung der ersten drei AKW im nächsten Jahr. Ein Ausstieg mit einem etwas grosszügigeren Zeithorizont erscheint mir daher sinnvoller.
      2 6 Melden
  • fabianhutter 26.10.2016 11:44
    Highlight Keiner der Politikerinnnen und Politiker haben wirklich ihre Meinung geändert, sie sind bloss mit dem Fahrplan der Grünen nicht einverstanden.

    Sie deswegen als Wendehälse darzustellen ist ein wenig weit hergeholt. Das ist wie wenn man sich darüber einig ist, dass man abenehmen muss, aber eine Nulldiät ablehnt. Das ist nicht inkonsequent sondern verantwortungsbewusst.
    28 51 Melden
    • R&B 26.10.2016 13:40
      Highlight @fabianhutter: Verantwortungsbewusstsein bedeutet aber hier tickende Zeitbomben sofort zu entschärfen. AKWs sind solche tickende Zeitbomben. V.a. unsere, weil diese schon überaltert sind.
      9 3 Melden
    • fabianhutter 26.10.2016 15:00
      Highlight Tickende Zeitbomben ist weir übertrieben, da aufgrund der Kernkraft statistisch weit weniger Menschen sterben als bei anderen Stromproktionsarten.

      https://liberalesinstitut.wordpress.com/2011/03/23/welche-risiken-sind-nicht-tragbar/

      Dazu kommt, dass die Kernkraftwerke dauernd erneuert und verbessert werden um die Sicherheit zu garantieren.

      Nichtsdestotrotz halte ich einen Atomausstieg für eine gute Sache, aber in einem vernünftigen Ramen, wie er von der Energiestrategie 2050 gegeben wird.
      5 10 Melden
    • R&B 26.10.2016 17:56
      Highlight @ fabianhutter: Kernkraftwerk - Sicherheit - garantieren. 😂😂😂 Diese 3 Worte in Kombination ist beste Satire. Wie oft hat die AKW-Lobby uns dies schon erzählt und immer wieder hat sich das Gegenteil herausgestellt. Statistiken sind Zahlen, die keine Garantie sind. Fukushima und Tschernobyl hätten gemäss Statistik nicht passieren dürfen. Ich will keinen Gau in der Schweiz wie in Fukushima oder Tschernobyl. Die Gefahr, dass dies hier passiert ist nicht kleiner als in Fukushima. Darum: Jetzt aussteigen, denn alles andere ist besser als ein Gau.
      6 1 Melden
    • Ralphinho 26.10.2016 18:16
      Highlight Natürlich ist hier die Chance auf einen Unfall viel kleiner als in Fukushima, denn die Schweiz ist weit weniger erdbebengefährdet als Japan und Tsunamis sind hierzulande auch eher selten...
      2 6 Melden
    • Ralphinho 26.10.2016 18:19
      Highlight Im Übrigen scheinen Sie wenig von Statistik zu verstehen: Gemäss Statistik SIND Fukushima und Tschernobyl eben passiert - und trotz dieser verheerenden Unfälle ist die Bilanz bezüglich Todesopfer bei Atomkraft immer noch besser als bei allen anderen Energieträgern. Das ist ähnlich wie bei Flugzeugen, welche objektiv gesehen die sichersten Verkehrsmittel sind, obwohl sie von vielen Leuten als unsicher empfunden werden.
      PS: Ich bin nicht begeistert von AKW, sondern möchte nur die Schwarzmalerei etwas bremsen.
      1 4 Melden
    • R&B 26.10.2016 18:45
      Highlight @Ralphinho: Sie verdrehen Fakten. Tschernobyl ist durch menschliches Versagen passiert und in Fukushima wurden vorgeschriebene Sicherheitsmassnahmen nicht getroffen. Hmmmm.... Kenn ich doch irgendwie auch aus der Schweiz. Es geht nicht um die unmittelbaren Todesopfer. Es geht darum, dass die halbe Schweiz für Jahrzehnte nicht bewohnbar sein würde. Oder wollen Sie etwa nach Tschernobyl oder Fukushima wohnen gehen? Bleiben wir bei den Fakten und die sagen eines: AKWs sind gefährlich und eine Gau zerstört die halbe Schweiz.
      7 1 Melden
    • R&B 26.10.2016 18:49
      Highlight @Ralphinho: "Im Übrigen scheinen Sie wenig von Statistik zu verstehen:" -> Danke für die beleidigende Unterstellung. Solche Sätze sind einer konstruktiven Diskussion sehr dienlich. Und: ich verstehe sehr viel von Statistik. Statistik gehört zu meinem Beruf
      5 1 Melden
    • fabianhutter 26.10.2016 23:54
      Highlight @R&B ich glaube wir sind uns alle einig, dass ein GAU katastrophal für die Schweiz wäre. Es ist deshalb im Interesse aller ein solches Ereignis zu verhindern. Ob man dazu gleich alle AKW's überstürzt abschalten muss, darüber kann man offensichtlich diskutieren.

      Denn über die letzten Jahre hat sich die Kernenergie als zuverlässige, Umweltschonende und trotz der beiden GAUs verhältnismässig sicher erwiesen.

      Und apropos bei den Fakten bleiben. Die Sperrzone um Tschernoby hat eine Fläche von rund 6% der Schweiz...
      1 0 Melden
    • Ralphinho 27.10.2016 08:01
      Highlight @R&B: Ich habe überhaupt nichts verdreht. Schaut man sich die von der Natur (mit)verursachten Atomunfälle an, wird klar, dass unsere AKW weit weniger gefährdet sind. Auch Terroranschläge sind bei uns weit weniger wahrscheinlich als anderswo. Bleibt noch menschliches Versagen. Das ist natürlich ein Risiko. Deswegen wird alles doppelt und dreifach gesichert. Bisher hat das bei uns gut funktioniert. Und ich glaube schon, dass wir diesbezüglich etwas zuverlässiger sind als z.B. die Russen...
      Und: Die halbe Schweiz? Echt jetzt? So viel zum Thema Fakten...
      1 1 Melden
    • Ralphinho 27.10.2016 08:08
      Highlight @R&B: Dann hoffe ich, dass Sie im Beruf etwas sorgfältiger umgehen mit Aussagen zur Statistik. Schliesslich ist eine neue Technologie immer statistisch gesehen 100% sicher - bis zum ersten Zwischenfall. Entscheidend ist daher die Wahrscheinlichkeit für eine Fehlfunktion. Eine Statistik erhält erst durch die Summe einer Vielzahl von Daten ein gewisse (und immer eingeschränkte) Aussagekraft.
      1 1 Melden
    • R&B 27.10.2016 14:00
      Highlight @hutter & ralphi:
      Wenn Fakten, dann bitte seriös und auch im Ton meine Herren:
      40% der Schweiz sind bewohnbar = 40% von 41'285 km2 = 16'514 km2
      Sperrzone Tschernobyl: 3'600 km2 = 22% der bewohnbaren Fläche der Schweiz. Was schon 36 Jahre her ist.
      Verseuchtes Gebiet Fukushima: 10'000 km2 = 60% der bewohnbaren Fläche der Schweiz
      1 1 Melden
    • Ralphinho 28.10.2016 12:16
      Highlight @R&B: Seriöse Fakten verlangen, aber dann selber hochgradig selektiv "Fakten" präsentieren... Toll! "Die halbe Schweiz" ist nicht dasselbe wie "die halbe bewohnbare Schweiz". Ausserdem ist mehr als 40% der Fläche der Schweiz bewohnbar und ein GAU würde nicht nur bewohnbare Fläche betreffen. Also ziemlich viele Pferdefüsse für jemanden, der anderen Faktenwidrigkeit vorwirft.
      0 1 Melden
    • R&B 28.10.2016 13:47
      Highlight @Ralphinho: Oh je. Sind Ihre Argumente ausgegangen, so dass Sie nun versuchen in kleinsten Details Zweifel zu streuen? Tststs....
      0 1 Melden
  • Evan 26.10.2016 11:35
    Highlight Es scheint mir dass die Mehrheit den Atomstrom aus der Schweiz verbannen will. Warum wird dann eigentlich immer nur darüber diskutiert was ein Ausstieg für negative Konsequenzen haben wird und nicht, wie man diesen entgegenwirken kann? Stichwort Förderung der Solarenergie etc.?
    51 5 Melden
    • Regas 26.10.2016 12:08
      Highlight Diese Diskussion läuft doch schon lange. Die Förderung von Wind und Solaranlagen ist ein Dauerbrenner. In De ist immer noch kein Ersatz für die Kohlekraftwerke welche die derzeitig die KKW's ersetzen in Sicht. Und das trotz jahrelanger Förderung der Alternativenergien.

      https://www.bing.com/videos/search?q=energiewende+sinn&view=detail&mid=2233614EC4D065343B312233614EC4D065343B31&FORM=VIRE
      5 4 Melden
    • Evan 27.10.2016 08:53
      Highlight @Regas, ich bin mir sicher, dass die Diskussion irgendwo "abläuft", jedoch nicht sichtbar und vorallem ohne sichtbarem Resultat. Vielleicht erwarte ich aber auch einfach zu viel von Nachrichtenportalen wie 20 Minuten. da würde wohl sowieso einfach jeder gegen das Neue wettern.
      0 0 Melden
  • klugundweise 26.10.2016 11:29
    Highlight Es erstaunt nicht, wenn CVP und BDP bei den Wahlen massiv Stimmen verlieren.
    Und irgend einmal folgt auch die Quittung für jene die
    - die Hochpreisinsel Schweiz betonieren
    - das Rentenalter erhöhen aber nur Junge anstellen
    - die Steuern für globale Steueroptimierer senken und dafür Gewerbe und Mittelstand zu Kasse bitten
    - die Gesundheitskosten ausufern lassen ohne griffige Gegenmassnahmen
    und dafür sorgen, dass wir keine Burka tragen müssen...
    54 6 Melden
    • Fabio74 26.10.2016 11:58
      Highlight Nach dieser Logik müssten aber FDP und SVP verlieren. Die stehen in der Verantwortung
      25 6 Melden
    • amore 26.10.2016 12:50
      Highlight Sie werden verlieren. Wenn das allgemeine Fuss-und Stimmvolk deren Vorgehen durchschaut hat.
      10 3 Melden
    • Asmodeus 26.10.2016 13:50
      Highlight @amore
      also wenn die Hölle zufriert?
      5 2 Melden
  • Madison Pierce 26.10.2016 11:27
    Highlight Es ist nicht verboten und sogar gut, seine Meinung nach einer Bedenkzeit zu ändern. Peinlich fand ich das Geschwätz nach Fukushima: Unsere AKW wurden durch die Katastrophe weder unsicherer noch sicherer und man hat auch schon vorher gewusst, wie schlimm eine solche Katastrophe ist. Wer da kommt mit "ah bei AKW kann ja was schlimmes passieren!!!" ist nicht glaubwürdig.

    Ausser bei Frau Schneider-Schneiter kann ich zudem keinen Meinungsumschwung feststellen: die Politiker wollen den Ausstieg nach wie vor, sehen aber eine Umsetzung bis 2029 als nicht realistisch an.
    19 22 Melden
    • R&B 26.10.2016 13:45
      Highlight @Madison: blöd nur, wenn dann eines unserer überalterten AKWs vorher hochgeht. Dann ist 2029 nicht mehr realistisch.
      6 3 Melden
  • leu84 26.10.2016 11:26
    Highlight Warum immer bei einer Uralttechnik verharren. Warum nicht neue Technologien erforschen welche Energie erzeugen können. Schmelzsalzreaktoren (ok, ist nicht so neu) oder Kernfusion...
    8 15 Melden
    • AdiB 26.10.2016 12:04
      Highlight Kernfusion wäre auch atomenergie.
      14 1 Melden
    • Gelöschter Benutzer 26.10.2016 12:44
      Highlight Genau! Warum finden wir nicht einfach auf morgen heraus wie man Kernfusion bei ein paar Millionen Grad C effizient betreiben kann? Diese Forscher müssen ja nur auf der faulen Haut sitzen...
      7 1 Melden
    • sheimers 26.10.2016 21:14
      Highlight Es ist keine neue Kernenergietechnik in Sicht, alles was vorgeschlagen wird kennt man seit Jahrzehnten, bekommt es aber trotz teurer Forschung nicht in den Griff. Zudem würde eine neue Kernenergietechnik auch die Abschaltung der bisherigen Reaktoren bedeuten, bietet also kein Grund jetzt noch länger auf den Ausstieg zu warten.
      0 0 Melden
  • pommes_mit_senf 26.10.2016 11:11
    Highlight Kein Wunder gehört die CVP aktuell zu den Verliererparteien...
    37 3 Melden
  • flubi 26.10.2016 11:08
    Highlight Komisch wie sie für Stellungsnahmen nicht erreichbarsind die Plauderis!
    34 2 Melden
  • FrancoL 26.10.2016 11:04
    Highlight Für mich ist es schon fast tragisch wenn Politiker sich erst an Fukushima Gedenken zum Ausstieg aus der Atomenergie gemacht haben und nun feststellen dass sie damals (Knapp nach Fukushima) zu wenig gewusst haben. Ich mag so ein solches Versimpeln kaum glauben. Ich hätte von unseren Volksvertretern mehr erwartet, aber scheinbar sind sie doch nicht so Dosiertest wie sie immer vorgeben. Dass ein guter der heute ein Wendemanöver einleitet der CVP angehört zeigt dass diese Partei nun langsam so ziemlich jede Daseinsberechtigung am verlieren ist.
    51 4 Melden
  • Posersalami 26.10.2016 11:01
    Highlight Alle Beführworter von Atomstrom ziehen bitte in die Nähe eines AKWs. Das würde dann wenigstens etwas glaubwürdig wirken.
    55 13 Melden
    • leu84 26.10.2016 11:22
      Highlight Ich sehe tagtäglich bei schönem Wetter die Wolken der Wolkenfabrik Gösgen ;)
      22 0 Melden
    • ARoq 26.10.2016 11:39
      Highlight Das dürfte aus psychologischer Sicht nicht viel Überwindung Kosten. Je grösser die Gefahr, desto einfacher fällt das Verdrängen (s. z.B. Rauchen oder Autofahren).
      Die Überwindung hingegen, in den AG zu ziehen ...
      SCNR
      21 3 Melden
    • bastardo 26.10.2016 15:36
      Highlight ich hab ja mal gehört, das sei ganz ähnlich wie bei der ausländerdebatte. da, wo's am wenigsten akw's hat, gibt's die meisten gegner.
      5 0 Melden
  • SuicidalSheep 26.10.2016 10:57
    Highlight Pfui, die CVP ist ja voller Wendehälse. Schlimm.
    39 7 Melden
    • Asmodeus 26.10.2016 11:10
      Highlight So war die CVP doch schon immer. Von allen Parteien in der Schweiz, ist sie die hinterfotzigste und verlogenste.

      Bezeichnet sich als Mitte, aber politisiert teilweise rechts an der SVP vorbei.

      Die SVP ist wenigstens offen rechts, Antibildung, Antiausländer und Pro-Reiche.
      Die SP ist offen links, Antibanken und Pro-EU.
      FDP ist offen pro alles was Geld bringt.

      Nur die CVP passt sich nonstop der Möglichkeit an mehr Stimmen zu ergattern (und verliert jede Glaubwürdigkeit).
      49 8 Melden
    • fabianhutter 26.10.2016 11:42
      Highlight Wo bitteschön politisiert die CVP rechts an der SVP vorbei?

      Die CVP ist eine Mittepartei, die Lösungsorientiert politisiert und dabei keine Lösungen verteufelt nur weil sie aus der falschen Ecke kommen.
      14 41 Melden
    • Braun Pascal 26.10.2016 11:54
      Highlight Naja ich bin cvp wähler aber was xie nur schon dieses jahr abgezogen haben passt mir nicht wirklich
      20 1 Melden
    • AdiB 26.10.2016 12:07
      Highlight Hier wurde wohl die cvp geschmiert und betreibt lobbyarbeit. Wäre bei dieser skandalpartei nichts neues. Ich frage mich oft was das C in CVP wirklich bedeutet.
      15 4 Melden
    • Asmodeus 26.10.2016 12:35
      Highlight @Fabian
      Gerade wenn es gegen den Islam geht spielt die CVP noch ein wenig weiter rechts als die SVP.

      Aber Islamophobie ist dank der Medien und Politiker mittlerweile leider Salonfähig geworden.
      19 3 Melden
    • fabianhutter 26.10.2016 13:22
      Highlight @Asmodeus: In welchen Fragen, die den Islam angeht? Die CVP ist zum Beispiel gespalten, was ein Kopftuchverbot angeht. Und die CVP war auch gegen das Minarettverbot.

      Und ansonsten fällt mir grad kein islamspezifisches Thema ein, bei dem die CVP die SVP recht überholen könnte.
      2 4 Melden
    • Asmodeus 26.10.2016 13:49
      Highlight @Fabian
      Die CVP forderte bereits 2013 ein Kopftuchverbot in der Schweiz (zwar nur an Schulen aber trotzdem) und war somit der SVP voraus.
      Wobei ich ihnen zugute halten muss, dass sie wenigstens gegen das (dämliche) Minarettverbot war.

      Wobei ich muss zugeben. Es war vor Allem Christophe Darbellay der eher wie ein SVP-Politiker gewirkt hat als die CVP als Ganzes.
      Er forderte das Kopftuchverbot bereits 2009
      3 2 Melden

Palliativärztin über ihre Arbeit: «Manchmal fragt das Kind, ob es nun sterben muss»

Jedes Jahr sterben in der Schweiz rund 500 schwerkranke Kinder. Eva Bergsträsser ist Palliativmedizinerin am Universitäts-Kinderspital Zürich. Sie erzählt, warum es in ihrer Arbeit um das Sterben geht, jedoch besonders um das Leben.

Er wollte noch einmal Weihnachten feiern – und bat dazu um Post aus aller Welt. Die Geschichte des krebskranken neunjährigen Jacob aus Amerika berührte Menschen rund um den Globus. Vor einer Woche ist Jacob verstorben. Auch in der Schweiz sterben pro Jahr rund 500 schwerkranke Kinder.

Eva Bergsträsser ist Kinderonkologin und Palliativmedizinerin am Universitäts-Kinderspital Zürich. Fast jede Woche stirbt einer ihrer kleinen Patienten.

Bergsträsser gilt als Pionierin in der Pädiatrischen …

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