Schweiz
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Atom-Streit: 9 Angst-Argumente der Gegner und Befürworter im Faktencheck

Am 27. November stimmt das Schweizervolk über die Atomausstiegs-Initiative ab. Sowohl Befürworter als auch Gegner fahren eine Angstkampagne. Doch wer hat recht? Ein Faktencheck.



Nach der Nuklearkatastrophe im japanischen Atomkraftwerk Fukushima hat die Schweiz 2011 beschlossen, aus der Atomenergie auszusteigen. Mit der vom Bundesrat ausgearbeiteten Energiestrategie 2050 wurde festgelegt, dass keine neuen Atomkraftwerke mehr gebaut werden. Die Atomausstiegsinitiative der Grünen will nun, dass auch die bestehenden fünf Atomkraftwerke bis 2029 vom Netz genommen und abgebaut werden. 

Die Abstimmung ist für den 27. November angesetzt, der Abstimmungskampf ist lanciert. «Zu teuer, unvernünftig und übereilt!», beurteilen die Gegner die Initiative. «Der logische Schritt in der Energiewende», meinen die Befürworter. Welche Argumente Hand und Fuss haben, siehst du, wenn du auf das Bild klickst:

Gegner: «Der Betrieb der AKWs ist sicher»

Bild: KEYSTONE

Die Sicherheit von Atomkraftwerken zu messen, gestaltet sich schwierig. Die Kraftwerke dürften zu den am besten geschützten Gebäuden der Schweiz gehören. Sie sind, zumindest theoretisch, gegen extreme Wetterbedingungen und Flugzeugabstürze gewappnet. Das sogenannte «Restrisiko» aber bleibt. 

Dass das Risiko in der Schweiz kleiner sein soll als zum Beispiel in Japan, lässt sich nicht belegen. Schweizer Atomkraftwerke und Experimentalreaktoren waren in der Vergangenheit ebenso von Zwischenfällen und Kernschmelzen betroffen wie japanische.

Zu den grössten Unglücken gehört die Kernschmelze im Versuchsreaktor in Lucens von 1969. In der internationalen Bewertungsskala nukleare Ereignisse fiel der Zwischenfall in die Kategorie «Schwerer Unfall». Er gehört zusammen mit Tschernobyl, Fukushima und dem Kyschtym-Unfall zu den schlimmsten Kernschmelzen in der Geschichte der Atomforschung.

Auch in der neueren Zeit kam es in Schweizer Atomkraftwerken zu Störfällen. In Leibstadt jeweils 2010 und 2014. Auch das Kernkraftwerk Mühleberg machte in jüngster Vergangenheit mit Sicherheitsmängel auf sich aufmerksam. Die BKW, die Betreiberfirma des AKWs, hat bei der Atomaufsichtsbehörde 2015 ein Stilllegungsgesuch eingereicht und wird das Kraftwerk voraussichtlich 2019 vom Netz nehmen.

Befürworter: «Schweizer AKWs sind die ältesten der Welt und deshalb unsicher»

Bild: KEYSTONE

Dass die Schweizer Kernkraftwerke zu den ältesten der Welt gehören, stimmt. Der Reaktorblock Beznau I ist der am längsten betriebene Reaktor der Welt. Aber: In der Schweiz gibt es keine gesetzlich fixierten Laufzeitbeschränkungen für Kernkraftwerke. Sie dürfen betrieben werden, solange sie die neuesten Sicherheitsstandarte erfüllen.

Die Betreiber müssen ihre Sicherheitsmassnahmen also stets modernsten Standards anpassen. Der Schluss, die Schweizer Reaktoren seien die unsichersten, weil sie die ältesten seien, ist also ungerechtfertigt.

Gegner: «Der Ausstieg aus der Atomenergie wird für die Schweiz immense Kosten verursachen»

Bild: KEYSTONE

Der Ausstieg aus der Atomenergie ist unbestreitbar kein einfaches Unterfangen. Deutschland hat nach 2011 begonnen, seine Atomkraftwerke abzuschalten und abzubauen. Doch wohin mit den kontaminierten Materialen? Und wer bezahlt die anfallenden Kosten? All dies müsste der Bund im Falle einer Annahme der Initiative mit den Kraftwerkbetreibern aushandeln. In Deutschland liegt die finanzielle Verantwortung für den Ausstieg bisher alleine bei den Unternehmen. 

Viele Politiker befürchten aber, dass bei einem frühzeitigen Ausstieg aus der Atomenergie Klagen in Milliardenhöhe auf den Bund zukommen könnten, wie dies gerade in Deutschland geschieht. Dort hat der Energiekonzern Vattenfall die deutsche Bundesrepublik auf fünf Milliarden Euro Schadensersatz verklagt, weil diese die Atomkraftwerke nach 2011 vom Netz genommen hatte. 2017 soll über die Klage entschieden werden. 

Ob der Bund die fünf bestehenden AKWs ohne Rücksprache mit den Betreibern einfach abschalten würde, ist zweifelhaft. Man würde wohl kaum die gleichen Fehler wie in Deutschland wiederholen. Sollte es dennoch zu einer Klage kommen, wäre es weiter fraglich, ob dieser auch stattgegeben wird. Solche Annahmen sind also höchst spekulativ. 

Gegner: «Mit dem Atomausstieg gehen Arbeitsplätze verloren»

Bild: KEYSTONE

Wenn es keine Atomkraftwerke mehr gibt, braucht es auch niemanden mehr, der sie bedient. Daher bedeutet der Atomausstieg den Verlust von Arbeitsplätzen. Eine Studie von 2003, die im Auftrag des Bundesamtes für Energie erstellt wurde, beziffert den Arbeitsplatzverlust auf 3500 Stellen. 

Befürworter: «Mit dem Atomausstieg werden neue Arbeitsplätze geschaffen»

Bild: KEYSTONE

Sowohl der Abbau der Atomkraftwerke, wie auch der Ausbau der erneuerbaren Energiequellen würden hingegen Arbeitsplätze schaffen. Ob ein Ausstieg aus der Atomenergie also zu einer Erhöhung der Arbeitslosenquote führen würde, ist mehr als fraglich.

Befürworter: «Wir können einfach den Export von Strom einstellen, dann brauchen wir keine AKWs mehr»

Bild: KEYSTONE

Die Initiative sieht vor, dass Beznau I und II sowie Mühleberg 2017 abgeschaltet werden. Gösgen ginge 2024 vom Netz, Leibstadt schliesslich 2029. Zusammen erbrachten die Reaktoren letztes Jahr 22'095 Gigawattstunden (GWh). Das entspricht etwa den Schweizer Energieexporten nach Italien (23'000 GWh) von 2015. 

Wir importieren aber gleichviel Strom aus dem Ausland, der grösste Teil aus Frankreich (14'000 GWh). Die Schweiz ist die Energiedrehscheibe Europas. Der Export nach Italien kann also nicht einfach eingestellt werden. 

Gegner: «Wenn wir die Initiative annehmen, gehen die Lichter aus»

Bild: KEYSTONE

Die Energie, die bisher aus Atomkraftwerken stammte, wird durch andere Energiequellen ersetzt. So steht es auch in der Energiestrategie 2050. Das Atomkraftwerk Mühleberg wurde wegen Sicherheitsmängeln über längere Zeit ausgeschaltet und die benötigte Energie konnte trotzdem geliefert werden. Es wird auch bei einer Annahme der Initiative kein Atomkraftwerk vom Netz genommen, wenn der Schweiz dadurch ein Blackout drohte. 

Gegner: «Wir würden unsere Unabhängigkeit verlieren»

Bild: KEYSTONE

Die Schweiz ist wie in Punkt sieben bereits beschrieben, die Drehscheibe auf dem europäischen Energiemarkt. Wir exportieren nach Italien und Importieren aus Deutschland. Im Winter benötigen wir aber mehr Strom, als wir produzieren können. Im Sommer genau umgekehrt. In dieser Hinsicht sind wir also bereits Abhängig vom Ausland.

Weiter muss das Uran, dass für die Energiegewinnung in Atomkraftwerken benötigt wird, ebenfalls restlos aus dem Ausland importiert werden. Von einem generellen Unabhängigkeitsverlust durch den Atomausstieg kann also keine Rede sein.

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Die Drehscheibe des europäischen Energiemarktes. grafik: Bundesamt für energie

Gegner: «Mit dem Atomausstieg können wir die Klimaziele vergessen»

Bild: KEYSTONE

Die Gegner befürchten, dass mit dem Fehlen von Atomkraftwerken auf CO2-Schleudern wie Kohlekraftwerken umdisponiert werden muss. Deutschland aber hat in den letzten Jahren gezeigt, dass die Atomenergie durch erneuerbare Energien ersetzt werden kann.

Von 2011 bis 2015 verringerte Deutschland den Anteil der Kernenergie von 22,5 auf 15,5 Prozent. Gleichzeitig stieg der Anteil der erneuerbaren Energien von 12,4 auf 20 Prozent. Der Anteil der konventionellen thermischen Kraftwerken (also Gas, Kohle, etc.) ist auf hohem Niveau konstant geblieben.

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Der Energiemix europäischer Länder von 2011. grafik: bundesamt für energie

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Der Energiemix europäischer Länder von 2015. grafik: bundesamt für energie

Und: Im Unterschied zur Schweiz ist in Deutschland das Potential der Wasserkraft deutlich geringer. 

Die Atomkraftwerke der Schweiz:

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126Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Emperor 13.11.2016 02:53
    Highlight Highlight Was mich interessieren würde, wie sieht es mit neuen Technologien wie zB Atomfusion aus, wird diese auch verboten oder gillt es nur für Kernspaltung? Hat jemand dazu Artikel, Aussagen 0der so?
    0 0 Melden
  • MaxHeiri 28.10.2016 08:17
    Highlight Highlight Logisch müssen erneuerbare Energien ausgebaut werden. Die Frage ist allerdings ob es Zwang braucht oder nicht. Die Story in Deutschland ist allerdings weniger positiv als gedacht (was in diesem Text fehlt). Zusätzlich wird die Initiative am Ständemehr scheitern.
    2 2 Melden
  • devilazed 27.10.2016 21:22
    Highlight Highlight 2/2 Weil die Axpo bei einem Ausstieg nichts zu zahlen hätte. Sondern wir Steuerzahler dürfen dann die ganze Sache übernehmen. Und dass kostet. Und noch was, die Betreiber investieren viel Geld für die Sicherstellung der Kraftwerke. Jedoch macht es wohl bei einer stilllegung nicht mehr viel Sinn, da nich zu investieren. Aber das sehen die Grünen ja nicht, die haben wie immer ein Salatblatt vor dem Kopf! Ich habe geschlossen!
    4 29 Melden
    • baBIELon 28.10.2016 11:33
      Highlight Highlight Sorry aber alles was du geschrieben hast sind Behauptungen und sehr komische Gedankengänge. Zudem ist noch gar nicht klar dass der Steuerzahler die Kosten übernehmen muss. Die Axpo konnte jahrelang Gewinne erzielen mit ihren Atomkraftwerken, also sollen sie nun auch für die Kosten bei einem Ausstieg aufkommen.
      6 2 Melden
    • devilazed 29.10.2016 20:11
      Highlight Highlight Ich sag nur : Google mal das Thema! Nicht alle haben zum Glück ein Brett vor dem Kopf!
      Play Icon
      2 3 Melden
  • devilazed 27.10.2016 21:17
    Highlight Highlight Schade das Watson nun auf der stufe von Medienmanipulation angekommen ist. Euer Faktencheck ist für die Katz. Informiert euch mal bei Swissgrid oder eben bei den Deutschen, es ist nicht sinnvoll! Sofie wird bei einer annahme euer langsam aber sicher links-grün Blatt (eigentlich schade, sonst mag ich euch eigentlich) nicht mehr lesen können, da Zürich dann Stromlos ist. Schon mal bedacht, wieviel Strom so Öko Autos (Akkus sind ja soo öko) verbrauchen? Und erst die Bahn? Überlegen sie genau! Ach noch was, die Axpo beispielsweise hat noch nicht viel unternommen für die Abstimmung. Warum wohl? 1/2
    9 34 Melden
  • amore 27.10.2016 18:22
    Highlight Highlight Ich mag dieses Gejammer, es gehe ohne die AKW in der Schweiz nichts mehr, nicht mehr lesen. Lest doch mal das Buch "Kraftwerk Schweiz" von Anton Gunzinger. Dort findet ihr die Antworten. Es wird in der CH ohne AKW gehen. Man muss einfach wollen. Eigentlich müsste jede Stimmbürgerin und jeder Stimmbürger dieses Buch vor der Abstimmung lesen.
    17 6 Melden
    • FrancoL 27.10.2016 20:18
      Highlight Highlight Ja das trifft zu das mit dem WOLLEN und das Wollen braucht ein wenig Druck sonst will man nicht. Die meisten Menschen werden kreativ wenn sie müssen.
      18 1 Melden
  • thegreif 27.10.2016 17:26
    Highlight Highlight Um die Jahresproduktion von einem Akw z.B. Gösgen 8000 GWh mit Solar Strom zu ersetzen benötigt es eine Fläche von rund 76 km2. Angenommen 1 m2 Solarzelle hat eine max. Leistung von 120W und bringt über das Jahr im schnitt etwa 10 prozent was in unsern Breitengraden der Tatsache entspricht. Dabei gilt es zu bedenken das die Produktion nicht konstant ist. In der Nacht und im Winter wir Praktisch kein Strom produziert. An einem schönen Sommertag produzieren sie die Leistung von 10 Akws. Was unweigerlich zum sofortigen Kolaps des Netzes führt. Da der Strom nicht verbraucht werden kann.
    11 18 Melden
    • FrancoL 27.10.2016 18:13
      Highlight Highlight Falsch es gibt kein Strom der nicht verbraucht werden kann! es gilt die Flächen so zu optimieren dass diese den Verbrauch im Anfall-Zeitraum decken und die Überproduktion sinnvoll zb für die Regeneration von Speicherseen eingesetzt wird um nur ein Beispiel zu nennen. Auch könnte heute auf die Nacht getimte Energiebezüge, zB. Ladung von Speichern auf den Tag verlegt werden. Die Bewirtschaftung der Energie ist nicht so einfach wie die Gegner das gerne darstellen würden um die AKW-Legende zu stützen.
      19 5 Melden
    • thegreif 27.10.2016 19:16
      Highlight Highlight Das Hauptproblem sind ja die Riesigen Schwankungen hier im beispiel zwischen null und max. rund 10GW. Um 10 GW zu verarbeiten bauchen sie 30 Pumpspeicherkraftwerke mit der Pumpleistung von Grimsel 2 etwas über 300MW. 90 m3 Wasser pro sekunde und Kraftwerk. Ergibt mit 30 Pumpen 9.72 Mio m3 Wasser pro Stunde. Das ist mehr als die Wassermenge die pro Sunde aus allen Flüssen der Schweiz im mittel abfliesst.
      7 4 Melden
    • FrancoL 27.10.2016 20:07
      Highlight Highlight Nochmals, Sie nehmen den falschen Ansatz, Durch die Dezentralität tagsüber verarbeitet man die Menge die es braucht und versucht zudem die heute eher in der Nacht getimten Aufladungen in den Tag zu verschieben. Wo es möglich und sinnvoll ist schafft man Überkapazitäten um grössere Speicherelemente zu bedienen. Die Wasserkraft und teilweise der Wind übernehmen die restlichen Tageszeitungen. Im Mikrobereich (dh im Haus) können je nach System auch die Grundwärmespeicher regeneriert werden, was heute eher selten gemacht wird. Es gibt noch eine Vielzahl an Möglichkeiten.
      8 4 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Granini 27.10.2016 17:24
    Highlight Highlight Die deutschen haben regelmässig mühe, die kohlenkraftwerke in gang zu bringen. So müssen sie teuren strom einkaufen.
    Es spricht viel gegen diese kraftwerke, es spricht viel gegen erneuerbare energien bzw die art wie wir sie gewinnen können.
    Ein teufelskreis
    5 10 Melden
  • Str ant (Darkling) 27.10.2016 15:12
    Highlight Highlight Wenn AKW nicht mehr subventioniert werden ist ihr Strom auch nicht mehr Spot billig sondern um einiges Teurer auch wird gerne vergessen das einiges and CO² beim Abbau von Uran anfällt.

    Statt also weiterhin Geld in AKW's zu verlochen sollte wenn überhaupt Fusion oder LFTR diese Gelder erhalten.
    24 3 Melden
    • Caraillo Gazzo 27.10.2016 16:41
      Highlight Highlight Der grosse Unterschied: Die AKWs liefern den Strom auch im Winter, wenn es regnet oder in der Nacht. Wer die AKWs abschaltet, braucht Kohle- und Gaskraftwerke. Gerade weil die Erneuerbaren nicht immer liefert - wir aber den Strom immer benötigen.
      8 17 Melden
    • FrancoL 27.10.2016 18:05
      Highlight Highlight @Caraillo Gazzo; Man will ja nicht den ganzen Strom über zB Licht abhängige oder Wind abhängige Generatoren sicherstellen. Diese sollen tagsüber die Energieversorgung sicher stellen und die Wasserkraft und teilweise auch Windkraft soll den Rest bewältigen, also zB die nächtliche Versorgung. Sollten wir tagsüber Energie im Überfluss haben so könnte man damit zB auch die Wasserspeicher regenerieren. Es ist also der kluge Mixed der die gute Energieversorgung ausmacht. Die Energiewirtschaft ist wohl nicht so einfach zu verstehen wie es manche Gegner gern möchten.
      11 3 Melden
  • atomschlaf 27.10.2016 13:16
    Highlight Highlight Wenn ich die Wahl habe zwischen einem potentiell radioaktiv verseuchtem Mittelland und dem Verfehlen von "Klimazielen", dann entscheide ich mich zweifellos für letzteres.
    32 9 Melden
    • Regas 27.10.2016 16:46
      Highlight Highlight Wenn ich widerum die Wahl hätte zwischen potentiellen Stromausfällen und sicheren Atomkraftwerken, dann entscheide ich mich sebstverständlich für letzteres.
      12 27 Melden
  • rolf.iller 27.10.2016 12:57
    Highlight Highlight Good News everybody! Erneuerbare Energien haben Kohle als wichtigsten Energieträger abgelöst, zumindest wenn es um die 2015 neu geschaffenen Kraftwerke geht. Wind, Solar, Wasser ist der neue Standard. Alleine China installiert pro Stunde im Schnitt zwei Windturbinen. Sagt nicht irgendwer sondern die Internationale Energieagentur IEA: http://m.heise.de/newsticker/meldung/Weltweite-Energiewende-Erneuerbare-Energien-ueberholen-Kohle-3361115.html
    Einfach so als Hinweis an all die Ohne-Kohle-und-Atom-gehts-nicht-Bedenkenträger.
    38 9 Melden
    • Caraillo Gazzo 27.10.2016 16:43
      Highlight Highlight Die Schweiz hat mit über 60% Wasserkraft bereits ganz viel Erneuerbare. Aber für ganze Schlaue: Es zählt nicht nur die Leistung an einem Sonnentag wenn es saumässig windig ist. Was zählt ist die Verfügbarkeit. Die Schweiz will aussteigen - aber bitte halt einfach nicht über Nacht.
      6 5 Melden
    • rolf.iller 27.10.2016 16:57
      Highlight Highlight Na ja, wenn Du 1.x Milliarden Menschen hast, die alle ein bisschen ärmlich, unzufrieden und quengelig sind, weil sie es auch mal bequem haben wollen, dann musst Du als Staat halt klotzen.

      Nichts desto trotz erwartet die IEA, dass 60% des Wachstums in den nächsten 5 Jahren in erneuerbaren Energien passieren wird - inklusive China.

      Unsere Wahrnehmung von erneuerbaren Quellen ist einfach falsch. Das Zeug kommt massiv und ist billig. Darum klagen unsere Stromproduzenten über die billigen Preise. Weil die New-Tech gerade die Old-Tech über den Haufen fährt.
      12 1 Melden
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  • chicadeltren 27.10.2016 12:40
    Highlight Highlight Fun fact zu D ist ja, dass sie mittlerweile
    zwar theoretisch 35% erneuerbare Energien verwenden, die meisten Quellen
    aber derart unzuverlässig sind, dass sie trotzdem noch 80% vom Bedarf konventionell herstellen um eine sichere Versorgung zu gewährleisten. Also ziemliche Verschwendung. Zudem hat D Strom einen Marktwert von 4 Mrd, kostet sie abe 28 Mrd!!
    14 6 Melden
    • Schlumpfinchen 27.10.2016 14:28
      Highlight Highlight Witzig ist auch, dass Deutschland viel produzieren kann mit ihren Windkraftwerken im Meer, jedoch haben sie nicht die benötigte Kapazität, die Energie in die südlichen Bundesländer zu bringen, ergo es nützt ihnen nicht viel.
      10 1 Melden
  • TheDan 27.10.2016 12:22
    Highlight Highlight Watson beurteilt die Sicherheit von Schweizer KKWs in 20 Zeilen, während das ENSI dafür jährlich mehrere Tausend Seiten an Nachweisen pro KKW prüfen muss um zu ihrer Beurteilung, dass die KKWs ausreichend sicher sind, zu kommen.
    Wie einfach man sich die Welt doch machen kann mit solchem Halb- und Nichtwissen.
    19 28 Melden
  • amore 27.10.2016 12:18
    Highlight Highlight Bei einem so riesigen Gefahrenporenzial, bei dem ein Grossteil der Schweiz über Jahrzehnte unbewohnbar wäre, müssen wir gar nicht in Details gehen, um einen vernünftigen Entscheid zu fällen. Und weil dieser SUPERGAU kein einziger Mensch verantworten kann, muss ein klares JA in die Urne.
    36 16 Melden
    • Str ant (Darkling) 27.10.2016 15:06
      Highlight Highlight Jarhhunderte wenn nicht sogar Jahrtausende ist zuftreffender sollte wir jemals einen GAU in der Schweiz haben.

      Hotspots in Tschernobyl werden wohl noch mehrere hundert Jahre vorhanden sein nicht zu sprechen von den Brennstoffen die im AKW Tschernobyl zu einer Masse zusammengeschmolzen sind.

      Im Gegensatz zur Ex-UDSSR können mir nicht einfach wo anders wenn die Schweiz kontaminiert ist!
      10 2 Melden
    • Caraillo Gazzo 27.10.2016 16:47
      Highlight Highlight Ihr wisst aber schon, dass ihr mit Kohle- und Gasstrom das Klima kaputt macht. Nicht das Mittelland - sondern die ganze Welt. Schon heute leiden Milliarden Menschen unter dem Klimawandel. Aber ihr wollt jetzt auf Kohlestrom setzen, weil ihr den Behörden (Ensi) in der Schweiz nicht traut. Typisch: Nimby
      9 17 Melden
    • RETO1 27.10.2016 22:58
      Highlight Highlight Caraillo hat 100% recht!!!
      5 4 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Dieter Widmer 27.10.2016 11:44
    Highlight Highlight Ich finde es peinlich, dass man seine Kommentare nicht unter dem eigenen Namen publiziert. Schämt ihr euch? Zur Entschädigungspflicht bei einem Volks-Ja: Laut Kernenergiegesetz haben die AKW-Betreiber Anspruch auf eine Bewilligung, wenn die Auflagen erfüllt sind. Wenn die Anlagen aus politischen Gründen stillgelegt werden müssen, ist der Bund entschädigungspflichtig. Für Graben und Kaiseraugst musste der Bund seinerzeit auch bezahlen, obschon damals nur Rahmenbewilligungsgesuche eingereicht waren.
    7 21 Melden
    • fcsg 27.10.2016 12:37
      Highlight Highlight Ok. Nehmen wir an der Bund ist schadenersatzpflichtig. Dann verrechnen wir den Aufwand der Entsorgung der radioaktiven Abfälle und für den Rückbau (für beides kommt der Bund zum grössten Teil auf) mit der Schadenersatzforderung, dann bleibt wohl nicht mehr viel übrig.
      Der zweite Punkt betrifft die Versicherung. Praktisch alles in der CH muss haftpflichtversichert sein, AKW sind nachweislich nicht genügend versichert für ihr Schadenpotential. Wenn der Bund eine solche Versicherung fordern würde, wären die AKW ziemlich schnell vom Netz, ohne die geringste Schadenersatzforderung.
      21 0 Melden
    • benjaminschlegel 27.10.2016 13:00
      Highlight Highlight Es gibt einen kleinen Unterschied. Damals wurde mit den AKWs noch Gewinne eingefahren, heute aber ist es ein Verlustgeschäft. Wo kein Gewinn, da kein Schaden und auch keine Entschädigungspflicht.
      14 2 Melden
    • FrancoL 27.10.2016 13:22
      Highlight Highlight Nun nebst dem Einwand betreffend den "Namen", was wolltest Du mit Deiner Ausführung sagen, ausser die gesetzliche Grundlage darzulegen?
      4 3 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • moere 27.10.2016 11:41
    Highlight Highlight Auch Kernkraftwerke sind nicht CO2-Neutral, wenn man den Uranabbau einberechnet. Zudem entstehen beim Abbau riesige Abfallberge von radioaktivem Gestein an. Atomstrom ist für mich genau so "dreckig" wie Kohlestrom.
    46 11 Melden
  • The Box 27.10.2016 11:24
    Highlight Highlight Watson as we know it...
    User Image
    20 31 Melden
    • R&B 27.10.2016 13:31
      Highlight Highlight Dann beweisen Sie mal das Gegenteil!
      7 6 Melden
  • zsalizäme 27.10.2016 11:09
    Highlight Highlight Und was lernen wir daraus? Befürworter und Gegner verbreiten beide Unwahrheiten. Es geht im Abstimmungskampf lediglich noch darum wer seine Unwahrheiten besser und glaubwürdiger Präsentieren kann. Eigentlich Schade.
    46 3 Melden
  • NWO Schwanzus Longus 27.10.2016 11:00
    Highlight Highlight AKW sind nie ganz sicher. Bei einem Unfall wäre die ganze Schweiz betroffen. Der Vorfall in Fessenheim (liegt aber in FRA) zeigt das AKWs eine Bedrohung darstellen können umso länger man sie hat. Wäre nämlich der Super GAU passiert, hätte man die Schweiz grösstenteils verlassen können. Das Problem beim Ausstieg sind eben Finanzielle Aspekte, sollen wir weniger Strom Exportieren dafür mehr Eigengebrauch machen durch einen Atomausstieg? Oder Importieren wir dann deutlich mehr Strom? Das sind Fragen die es zu beantworten gilt.
    19 11 Melden
    • R&B 27.10.2016 13:33
      Highlight Highlight @DJ_Terror: um Ihren Kommentar zuzuspitzen. Den Betreibern und Politikern ist Geld wichtiger als die Sicherheit der Schweizer Bürger.
      6 4 Melden
  • FrancoL 27.10.2016 10:54
    Highlight Highlight Ein Aspekt geht bei allen Ausführungen immer wieder verloren;
    Nur dich Druck wird die Entwicklung im Bereich der erneuerbaren Energien den nötigen Vortrieb erhalten, werden optimierte Lösungen erarbeitet und an den Markt kommen.
    Dieser Druck kann nur durch ein klares Ausstiegsseznario erreicht werden, ein Ausstigsszenario dass nicht auf lange Fristen setzt sondern auf "motivierende" Fristen, die zur Investition einladen.
    Alles was auch die lange Bank kommt führt kaum zu Innovationen.
    56 3 Melden
    • FrauTine 27.10.2016 15:13
      Highlight Highlight Und diese motivierende Frist wäre dann bereits in ein paar Monaten? Sehr motiviert... klares Ausstiegsszenario ok, aber so überstürzt? Und sind diejenigen, die die jetzigen Kernkraftwerke betreiben nicht auch die, die in Erneuerbare investieren? Wo soll das Geld sonst herkommen? http://Gs
      1 3 Melden
    • FrancoL 27.10.2016 18:18
      Highlight Highlight Von welchen Monaten spricht DU es geht um Jahre und nicht um Monate, ausser man habe ein Leck und dann ist es mir lieber es wird in Minuten abgeschaltet als Stunden später.
      Und ja ein gewisser Druck muss da sein. Es setzt natürlich voraus dass Du auch Einblick hast in die Verzögerungstaktik zu Gunsten von langfristigen Amortisationen um zu merken das Verzögerungen auf dem Buckel der Technik ausgetragen werden, in Wahrheit aber nichts anderes sind als eine Verlängerung der Gewinnzeit oder Gewinnspanne!
      2 1 Melden
  • JackMac 27.10.2016 10:44
    Highlight Highlight Punkt 3. Sicher ist, der Ausstieg wird unmengen an Geld verschlingen. Aber nicht, weil wir die Forderungen der Betreiber erfüllen müssn, sondern weil die bereitgestellten Entsorgungs- und Lagerungskosten bei weitem nich reichen.
    Das Argument von den fehlenden Reserven bei frühzeitigem Ausstieg zieht nicht!
    Die AKW's waren ursprünglich auf max. 35 Jahre Laufzeit ausgelegt.
    Die unbefristete Betriebsvewilligung ist die eigentliche Schweinerei!
    Abschalten die Dinger! Jetzt! Erst unter Druck werden Alternativen gesucht, gefördert und gefunden!
    68 12 Melden
    • R&B 27.10.2016 13:34
      Highlight Highlight Die Alternativen gibt es schon. Nur schon mit Solarstrom auf allen Bauernhof-Dächern wäre der Strombedarf gesichert.
      7 3 Melden
    • Schlumpfinchen 27.10.2016 14:34
      Highlight Highlight Vorallem werden die Kosten steigen, je länger man sie betreibt. Niemand weiss wieviel es kosten wird, die Abfälle sicher zu lagern, geschweige denn, wo man sie überhaupt hinbringen soll. Wenn noch mehr Abfall entsteht, steigen die Kosten weiter.
      5 3 Melden
    • FrauTine 27.10.2016 15:17
      Highlight Highlight Solar auf allen Bauernhäusern als sichere Stromversorgung? Und dann regnet es zwei Wochen! Warum immer so radikal und nicht ein langsamer und gesunder Ausbau der Erneuerbaren... wir diskutieren hier ja nicht über einen Neubau von AKWs sondern über einen vernünftigen Abschaltungs-zeitraum oder?
      2 6 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • ARoq 27.10.2016 10:39
    Highlight Highlight Ein Problem war ja bisher auch die Trafokapazitäten (380kV/220kV), dass wir zwar Strom von und in's Ausland übertragen können, aber nicht selber nutzen können.
    Können die Transformerkapazitäten schnell genug ausgebaut werden?
    3 2 Melden
    • bix 27.10.2016 11:58
      Highlight Highlight Das ist ein Scheinproblem. In Beznau stehen die Trafos bis im Sommer 2017.
      3 0 Melden
    • ARoq 27.10.2016 14:18
      Highlight Highlight Aha, interessant. Das wusste ich nicht, leuchtet aber ein. Warum dann das Theater von Swissgrid letztes Jahr dass es knapp für den Winter würde, wegen dem Beznau-Ausfall?
      Die Knappheit war ja nicht unbedingt vorgespielt, die Füllstände der Speicherseen fielen auf ein Minimum seit der Aufzeichnung.
      Offen bleibt was geschehen wäre, wenn die Speicherseen tatsächlich leer gelaufen wären.
      1 0 Melden
  • Swissclimber 27.10.2016 10:34
    Highlight Highlight 10. Wir importieren nach dem abschalten unserer AKW gefährlicheren Atomstrom und dreckigen Kohlestrom aus dem Ausland => wahr!
    Deshalb gehört für mich ein Verbot von Importen aus diesen Produktionen zwingend in die Initiative hinein oder wir lassen es kurzfristig mit einem Ausstieg!
    15 38 Melden
    • HansG 27.10.2016 10:44
      Highlight Highlight Mit den Kraftwerken Linth Limmern, Nante de Drance und weiteren können wir den Grossteil der drei AKWs mit Wasser abdecken. Das Kraftwerk Beznau 1 steht seit März 2015 still und trägt daher schon seit langer Zeit nichts mehr zur Energieversorgung unseres Landes bei. Das AKW Mühleberg wird so oder so 2019 stillgelegt, da es nicht rentabel ist. Wir werden uns also so schnell keine (neuen) Probleme einhandeln.
      17 3 Melden
    • JackMac 27.10.2016 10:46
      Highlight Highlight nAtürlich ist nur der Atomstrom aus dem Ausland gefährlich! Hochnäsig- und Überheblichkeit führte schon oft in die nicht mögliche Katastrophe
      14 4 Melden
    • peeti 27.10.2016 10:56
      Highlight Highlight @swissclimber: Sowas hat nichts in der Verfassung zu suchen. Das Problem mit dem ewigen Kohlestrom-Argument: Das passiert bereits heute: Die CH-Wirtschaft kauft Kohle- und Atomstrom, weil dieser am billigsten ist (zuviel Bandenergie). Mit einem Ausstieg stärken wir aber die heimische Wasserkraft, die unter den viel zu billigen Strompreisen leidet!
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  • Madison Pierce 27.10.2016 10:29
    Highlight Highlight Was ich gerne mal konkret beantwortet hätte, da es mich am meisten beunruhigt: Könnten wir den Atomstrom durch solchen aus erneuerbaren Energien ersetzen oder würden wir dann einfach Atom- und Kohlestrom importieren?

    Also nicht ob wir das politisch wollen, sondern ob es technisch bis 2029 möglich ist.
    17 0 Melden
    • HansG 27.10.2016 10:49
      Highlight Highlight Wir sind in der einmaligen Situation, dass wir einen sehr grossen Teil unserer Stromversorgung mit Wasser abdecken können (wir hängen also nicht so an Wind- und Solarstrom, wie andere Länder). Wasserkraftwerke werden auch enorm ausgebaut im Moment (Linth Limmern, Nante de Drance, Veytaux). Bis 2029 sind es noch 13 Jahre, also genug Zeit uns anzupassen und schlimmstenfalls noch ein Gaskraftwerk bauen.
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    • Walter Sahli 27.10.2016 10:52
      Highlight Highlight Das grosse Problem ist nicht die Stromerzeugung, sondern die Stromspeicherung. Obwohl wir diesbezüglich fast 100 Jahre geschlafen haben, ist in den letzten 20 Jahren ziemlich viel gegangen und die Entwicklung von Stromspeichersystemen ist sicher noch nicht zu Ende. Es ist zu erwarten, dass in einigen Jahren Systeme zur Verfügung stehen, die dieses Problem weitgehend ökonomisch effizient und ökologisch sinnvoll lösen. Die Schweiz könnte dabei eine entscheidende Rolle spielen, wenn man denn wollte...
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    • benjaminschlegel 27.10.2016 10:55
      Highlight Highlight Ja es ist möglich. Alleine mit der Warteschlange bei der kostendeckenden Einspeisevergütung könnten alle drei alten AKWs ersetzt werden. Die Politik muss nur wollen.
      20 5 Melden
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  • bendr 27.10.2016 10:08
    Highlight Highlight Punkt 2.
    Siedwasserreaktoren SIND weniger sicher als KKWs der 3. Generation. Das lässt sich auch mit neuen Sicherheitseinrichtungen nicht beheben.
    Wenn man einem VW Käfer (etwa gleich alt) Airbag, ABS und ESP einbaut dann ist der Käfer immer noch relativ unsicher im Vergleich zu modernen Autos.
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    • FrancoL 27.10.2016 10:34
      Highlight Highlight Völlig richtige dargestellt!
      Ein Satz wie:
      "Die Betreiber müssen ihre Sicherheitsmassnahmen also stets modernsten Standards anpassen. Der Schluss, die Schweizer Reaktoren seien die unsichersten, weil sie die ältesten seien, ist also ungerechtfertigt."
      ist völlig fehl am Platz!

      Als Baufachmann muss ich immer wieder festalten dass Flickwerke seien sie noch so gut erstellt FLICKWERKE bleiben. Die Sicherheit nimmt mit dem alter der GRUNDSUBSTANZ klar ab!
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    • bendr 27.10.2016 10:48
      Highlight Highlight Die Blitzer mögen doch bitte mit Argumenten antworten! Da bin ich echt gespannt drauf 🤓
      11 2 Melden
    • äti 27.10.2016 10:52
      Highlight Highlight Zudem sind Flickwerke (Flicke auf Flicke) sehr teuer und auch steigend teuer.
      11 0 Melden
  • Predator1997 27.10.2016 10:02
    Highlight Highlight Guter Objektiver Bericht, doch es ist und bleibt ein ungemein schwieriges Thema. Wenn man nur die Energieerzeugung anschaut wäre es eine ziemlich "grüne" Energie. Der atomare Abfall ist jedoch ein riesiges Problem.
    35 8 Melden
    • pun 27.10.2016 10:35
      Highlight Highlight Die Uranförderung ist auch ziemlich dreckig. Dass die Atomenergie besonders umweltfreundlich sein soll ist m.E. ein Mythos.
      37 7 Melden
    • HansG 27.10.2016 10:52
      Highlight Highlight Tschernobyl und Fukushima galten auch als sicher, bis etwas passierte. Ein solches Ereignis macht einen Grossteil der Schweiz unbewohnbar und viele von uns zu Flüchtlingen!
      18 3 Melden
    • Predator1997 27.10.2016 11:43
      Highlight Highlight Ich meine damit die CO2 Bilanz welche bei der Gewinnung von Atomstrom gering ist. Die Uranförderung ist nochmal eine andere Geschichte.
      4 3 Melden
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  • peeti 27.10.2016 09:57
    Highlight Highlight Zum Energiexport: Wir müssen ja importieren, da sehr viel teurer Wasserstrom nach Italien verkauft wird (rund 46% CH-Strom!). Es geht also um den Stutz: Günstiger Kohle- und Atomstrom aus D&F, Profit mit Export nach I. Wenn wir die Exporte aber reduzieren, müssen wir ja gezwungenermassen weniger importieren, oder nicht?
    25 7 Melden
    • Bits_and_More 27.10.2016 11:22
      Highlight Highlight Das ganze ist eben nicht so einfach. Im Winter brauchen wir mehr Energie als wir produzieren können, im Sommer weniger. Ebenso wird tagsüber mehr gebraucht, als in der Nacht.
      Wir können nicht die ganze überschüssig im Sommer produzierte Energie bis in den Winter speichern. Das würde auch gar keinen Sinn machen. Da ist es effektiver, dass wir mit anderen Ländern vernetzt sind und Energie möglichst ohne zu speichern gleich verbraucht wird, wenn sie produziert wird.
      5 0 Melden
  • so en shit 27.10.2016 09:48
    Highlight Highlight Ah hab erst danach weitergelesen ;)
    8 1 Melden
  • teha drey 27.10.2016 09:47
    Highlight Highlight Das hilft bei der Abstimmung. Danke.
    16 3 Melden
  • so en shit 27.10.2016 09:47
    Highlight Highlight Bei Argument 4 habt ihr die Sicht nur sehr einseitig aufgezeigt. Was ist mit all den Arbeitsplätzen, welche bei der Bereitstellung von erneuerbarer Energie entstehen?
    22 14 Melden
    • peeti 27.10.2016 10:00
      Highlight Highlight Siehe Punkt 5 - denke mit dem Ausstieg werden zig Tausende neue Arbeitsplätze in der Schweiz geschaffen. Wieso sollen wir auch trotz Alternativen von Uran produzierenden Ländern abhängig sein (die zudem oftmals politisch unsicher sind). Lieber das Geld hier investieren!
      28 1 Melden
    • Hierundjetzt 27.10.2016 10:12
      Highlight Highlight Weil das enorm spekulativ wäre.

      zB. China produziert extrem günstige Solarzellen. Werden diese in Zukunft in die Schweiz importiert oder gibt es dagegen nicht- tarifäre Handelshemnisse (gesetzliche Vorgaben)?

      zB. analog unseren Küchengeräten, die exakt ein paar cm breiter sein müssen als in der EU um die heimische Industrie zu schützen...

      Solche Punkte kann man heute noch gar nicht ermessen. Zudem: verfügen wir über entsprechend ausgebildete Fachkräfte oder "importieren" wir diese. Auch das völlig offen.
      8 8 Melden
    • FrancoL 27.10.2016 10:31
      Highlight Highlight @Hierundjetzt;
      Das mit den Küchengeräten kannst Du vergessen Schnee von gestern, auch in der Schweiz arbeitet man durchgängig mit dem 60-ger Modul.

      Die Solarzellen aus China, bringen uns recht viele Arbeitsplätze beim Einbau, Betrieb und in den Nebenarbeiten.

      Die entsprechenden Monteure haben wir und können wir auch in den nächsten 5-10 Jahren zusätzlich ausbilden.

      Da ist nichts noch völlig offen.

      Ein geregelter Ausstieg ist der Katalysator um die erneuerbare Energien weiter zu treiben. Ohne Druck geht da nichts, das sollte uns die Geschichte gelehrt haben.
      31 4 Melden
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  • D(r)ummer 27.10.2016 09:47
    Highlight Highlight Danke für den Check.
    Ich werde Ja zum Atomausstieg stimmen. Warum?
    Weil ich gefragt werde, was ich möchte.
    Die Damen und Herren in & um Bern passen alle(!) Initiativen ja sowieso Wirtschaftsgerecht an.
    58 13 Melden
  • Hierundjetzt 27.10.2016 09:44
    Highlight Highlight Was uns hingegen die Initianten verschweigen ist die Tatsache, dass die flotte erneuerbare Energie erst noch bis zu uns übertragen werden muss. Dazu brauchts neue Netzte. Die hat aber Deutschland noch gar nicht.

    Unsere Industrie braucht regelmässige Energie. Erneuerbare Energien schwanken mal mehr mal weniger. Wie man diese Schwankungen für eine gesamte Volkswirtschaft ausgleichen will, darüber schweigen die Grünen ebenso.

    Atomausstieg gerne. Wie geplant und in aller Ruhe bis 2050.
    Immer diese Grüne und Zwängerei: Nö. (Als ob es jetzt auf 10 Jahre ankommt....)
    21 69 Melden
    • peeti 27.10.2016 10:04
      Highlight Highlight Dein Argument stimmt insofern, dass wir bei der Speicherung von erneurbarer Energie weiter investieren und forschen müssen. ABER: Siehst Du momentan etwa einen Plan und Ruhe? Beznau I seit 1.5 Jahren still, jetzt auch Leibstadt. Die Sicherheitsanforderungen werden weiter steigen, ergo auch die Sanierungsarbeiten. Das ist das wahre Chaos! Lieber jetzt die unrentablen AKWs geplant ausschalten, als ungeplant hektisch umsteigen müssen.
      35 6 Melden
    • Dr. Zoidberg 27.10.2016 10:16
      Highlight Highlight erstmal sinds 21 jahre. grundrechenarten sind nicht einfach, jedenfalls für manche.
      dann: ja, darauf kommt es an. vom risiko, dass einer der reaktoren platzt abgesehen, erzeugt jeder tag, an dem die dinger laufen, müll, für den _niemand_ ein tragfähiges lagerkonzept hat.
      und: dland hat das problem, dass der grossteil des "erneuerbaren" stroms im norden erzeugt, aber im süden gebraucht wird. die schweiz ist sehr viel kleiner als dland und schon heute gezwungen, strom von den wasserkraftwerken in den alpen ins flachland zu bringen. ich sehe nicht, was daran in 12 jahren nicht lösbar sein sollte.
      22 3 Melden
    • äti 27.10.2016 10:58
      Highlight Highlight Der Motor eines jeden Projektes sind klare Termine. Initiative = Ja
      21 3 Melden
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