Schweiz
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BKW reicht Stilllegungsgesuch für AKW Mühleberg beim Bund ein



Die BKW hat am Freitag das Gesuch zur Stilllegung des AKW Mühleberg beim Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) eingereicht. Damit ist der Prozess für den endgültigen Rückbau nun offiziell gestartet.

Eingereicht hat der bernische Energiekonzern unter anderem rechtliche Anträge, einen Hauptbericht sowie Berichte zu Störfallbetrachtungen und Notfallschutzmassnahmen, wie er am Freitag mitteilte.

ARCHIVBILD ZUR KANTONALEN ABSTIMMUNG MUEHLEBERG VOM NETZ --- Rund 10 000 Menschen demonstrieren unter dem Slogan

2012 fordern Demonstranten die Stilllegung des AKW Mühleberg.
Bild: KEYSTONE

Das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat ENSI teilte ebenfalls am Freitag mit, es werde die sicherheitstechnischen Aspekte der Unterlagen prüfen und dazu ein Gutachten zuhanden des UVEK verfassen.

Öffentliche Auflage im April 2016

Das Gutachten wird gemäss ENSI voraussichtlich in der zweiten Hälfte 2017 vorliegen. Die Verfügung zur Stilllegung dürfte laut BKW Mitte 2018 vorliegen und Anfang April 2016 soll voraussichtlich die einmonatige öffentliche Auflage der Unterlagen beginnen. Zu diesem Zeitpunkt will die BKW auch die lokale Bevölkerung und die Medien ausführlich über die Inhalte des Stilllegungsgesuchs informieren.

Die BKW plant, den Betrieb des Atomkraftwerks spätestens im Dezember 2019 endgültig einzustellen. Die BKW habe mit ihrem Konzept bewusst genügend Zeit eingerechnet. Erfahrungen aus dem Ausland hätten gezeigt, dass weniger die technischen Herausforderungen als das rechtliche Verfahren eine Stilllegung verzögern könnten.

Mit dem AKW Mühleberg wird in der Schweiz erstmals ein Leistungsreaktor stillgelegt. Der Rückbau beginnt 2019 und dauert 15 Jahre. Das Areal sollte ab den 2030er-Jahren neu genutzt werden können.

(sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Tropfnase 18.12.2015 21:55
    Highlight Highlight Good news!
  • JackMac 18.12.2015 21:46
    Highlight Highlight BKW kann das unmöglich stemmen. Der Konkurs ist vorprogrammiert. Wer bezahlt die Zeche?
  • badbart 18.12.2015 20:31
    Highlight Highlight Endlich mal eine gute Nachricht!!!
  • simzie 18.12.2015 20:04
    Highlight Highlight dann sollten wir ihn noch in vollen Zügen geniessen, den guten alten, Berner Atomstrom ^_^
  • Teslaner 18.12.2015 18:44
    Highlight Highlight Gut!
  • atomschlaf 18.12.2015 18:10
    Highlight Highlight Weshalb braucht man in Bern zweieinhalb Jahre um eine Stillegungsverfügung zu erstellen?
    Die Uralt-Anlagen Mühleberg und Beznau sollten baldmöglichst definitiv abgeschaltet werden. Besser in die fehlenden Transformatoren für den Stromimport investieren.
    • FrancoL 18.12.2015 19:09
      Highlight Highlight Geben Ihnen die 2 1/2 zu denken? Vielleicht weil man die nötigen Rahmenbedingungen für den Rückbau nicht so einfach aus der Schublade nehmen kann. Die 15 Jahre Rückbau sind die für Sie nicht ein beunruhigendes Indiz?
    • 7immi 18.12.2015 22:57
      Highlight Highlight vermutlich muss die nachbetriebsphase sowie das zukünftige strommanagement geplant werden. bis das akw zurückgebaut werden kann, müssen die restlichen brennstäbe noch bis zu 5 jahre nachgekühlt werden. danach beginnt der rückbau, der 15 bis 20 jahre dauert. strahlen wird die geschichte dann noch 100000 jahre...
    • atomschlaf 19.12.2015 01:09
      Highlight Highlight @FrancoLeo: Die 15 Jahre Zeit für den Rückbau sind völlig nachvollziehbar, da gewisse Teile ohnehin erst demontiert werden können, wenn die Radioaktivität teilweise abgeklungen ist.
      Da macht es mir in der Tat grössere Sorgen, dass die Verwaltung geschlagene 2 1/2 Jahre für die Stillegungsverfügung braucht. Oder auch weshalb es überhaupt eine Stillegungsverfügung braucht, wenn die BKW den Betrieb freiwillig einstellen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • amore 18.12.2015 17:41
    Highlight Highlight Endlich!
  • Yolo 18.12.2015 17:41
    Highlight Highlight Ein weiser Entscheid des Managements. Es ist höchste Zeit, dass dieser Seelenverkäufer vom Netz genommen wird...

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