Schweiz
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Suzanne Thoma, CEO BKW, spricht waehrend einer Medienkonferenz zur Atomausstiegsinitiative, am Dienstag, 11. Oktober 2016 in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Die BKW-Chefin Suzanne Thoma geht davon aus, dass die Schweizer AKW noch einige Jahre betrieben werden können. Bild: KEYSTONE

Stehen Atomkraftwerke «nutzlos herum»?

Atomausstieg: Für BKW-Chefin Thoma ist die Initiative für einen «geordneten Ausstieg aus der Atomenergie» überhastet – den Grünen liefern die Pannen-AKW Munition.

12.10.16, 04:18 12.10.16, 08:10

ANTONIO FUMAGALLI / Aargauer Zeitung



Ein Abstimmungskampf ist immer auch ein Ringen um die Deutungshoheit über Schlagworte. Stimmt die Schweizer Bevölkerung am 27. November nun über einen «geordneten Ausstieg aus der Atomenergie» ab – wie der Originaltitel der Initiative verheisst – oder eben doch über ein ungeordnetes Abschalten der hiesigen Kernkraftwerke, wie es Bundesrätin Doris Leuthard an der gestrigen Pressekonferenz nannte?

Zur Erinnerung: Mit ihrem Volksbegehren verlangen die Grünen, dass die drei ältesten AKW der Schweiz (Beznau I und II sowie Mühleberg) im Jahr 2017 vom Netz gehen. Gösgen (2024) und Leibstadt (2029) sollen folgen.

«Es ist eine teure Scheinlösung.»

BKW-Chefin Suzanne Thoma.  

Bei ihrer Argumentation, warum die von der Initiative geforderte Marschroute überhastet sei, beziehen sich die Gegner der Initiative auch auf die Erfahrungen des Atomkraftwerks Mühleberg. Dessen Betreiber, der Berner Energiekonzern BKW, entschied 2013, das Werk im Jahr 2019 vom Netz zu nehmen – zwischen dem Abschaltbeschluss und dem effektiven Abschalten vergehen also sechs Jahre. «Diese Zeit ist notwendig, um den Ausstieg, die Stilllegung und den Rückbau vorzubereiten», sagte gestern BKW-Chefin Suzanne Thoma vor den Medien.

Schneller kein Ertrag mehr

Der Hintergrund ihrer Aussage ist klar: Ein «schneller» Atomausstieg, wie er von der Initiative gefordert wird, ist für die Gegner nicht nur aus versorgungstechnischer Sicht problematisch, sondern auch aus finanzieller. «Es ist eine teure Scheinlösung. Teuer darum, weil die drei kurzfristig abgestellten Kraftwerke über mehrere Jahre nutzlos – man kann es nicht anders sagen – herumstehen würden», so Thoma.

ZUR MEDIENKONFERENZ DER ATOMAUFSICHTSBEHOERDE ENSI, WELCHE DIE ERDBEBENGEFAHRDUNG FUER DIE SCHWEIZER AKW-STANDORTE FESTGELEGT HAT, STELLEN WIR IHNEN AM MONTAG 30. MAI 2016 FOLGENDES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG. DIE BETREIBER MUESSEN ERNEUT NACHWEISEN, DASS IHRE ANLAGEN EINEM SEHR STARKEN ERDBEBEN STANDHALTEN. DIE VORGABEN SIND STRENGER UND UMFANGREICHER ALS FRUEHER. - Das Kernkraftwerk Muehleberg im Kanton Bern, aufgenommen am 9. Juni 2011. (KEYSTONE/Alessandro Della Bella) *** NO SALES, NO ARCHIVES ***

Das Kernkraftwerk Mühleberg soll 2019 vom Netz. Bild: KEYSTONE

Während dieser Übergangszeit bis zur Abschaltung, in der das AKW Mühleberg nun gerade steckt, fallen gemäss Thoma praktisch die gleichen Kosten an wie zuvor. Wenn die drei ältesten Werke aufgrund eines allfälligen Volksentscheids nun aber innerhalb eines Jahres abgeschaltet werden müssten, gebe es viel schneller keinen Ertrag mehr. Es stimme zwar, dass die Schweizer Kernkraftwerke im aktuellen Marktumfeld bereits heute kaum Geld verdienten. «Zwischen keinem Gewinn und null Umsatz gibt es aber einen Unterschied», sagt Thoma.

Die BKW-Chefin geht demnach davon aus, dass die Schweizer AKW noch einige Jahre betrieben werden können – sofern das Stimmvolk die Atomausstiegs-Initiative ablehnt. Doch nicht bei jeder Anlage ist das so klar: Beznau I ist seit März 2015 vom Netz, erst Ende 2016 dürfte die Anlage wieder hochgefahren werden. Und auch Leibstadt, das neuste AKW der Schweiz, steht aus Sicherheitsgründen voraussichtlich bis Februar 2017 still.

«Es ist eine Realität, dass die bestehenden Kraftwerke laufend ungeplante Ausfälle haben und damit viel Geld verlieren.»

Grünen-Präsidentin Regula Rytz.

«Initiative hin oder her»

Für Grünen-Präsidentin Regula Rytz sind die derzeit abgestellten AKW geradezu ein Beweis dafür, dass die Annahme der Initiative nötig ist. «Es ist eine Realität, dass die bestehenden Kraftwerke laufend ungeplante Ausfälle haben und damit viel Geld verlieren. Der Ausstiegsfahrplan, wie er von der Initiative gefordert wird, macht deshalb Sinn», sagt sie. Nur so werde rechtzeitig in sauberen Strom investiert.

BKW-Chefin Thoma habe recht, dass die Vorbereitung eines AKW-Rückbaus Jahre in Anspruch nehme und teuer sei. «Doch das muss so oder so eines Tages passieren – Initiative hin oder her», so Rytz. Wenn man die AKW hingegen ohne Befristung weiterlaufen lasse, handle man sich ein doppeltes Sicherheitsrisiko ein. Eines für die Bevölkerung und eines für die Stromversorgung. Die Tatsache, dass derzeit zwei und letztes Jahr während einer kurzen Zeit gar alle fünf Kraftwerke keinen Strom lieferten, zeige diese Unwägbarkeiten schonungslos auf. «Mit der Initiative hingegen weiss man, woran man ist und hat Planungssicherheit», sagt Rytz.

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Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.

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44Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • max bruppbacher 13.10.2016 11:48
    Highlight seit den 50er jahren wurden weltweit etwa 600 kernkraftwerke gebaut.. und weltweit gab es genau 32 Reaktorunfälle der Stufe 4 und höher.. Das heisst im schnitt gibt es bei 5% aller atomkraftwerke einen unfall!! Jedes 20.!!
    Stellen sie sich mal vor, jedes 20. flugzeug würde abstürzen.. würden sie noch fliegen?
    2 1 Melden
  • Tom Garret 12.10.2016 11:45
    Highlight Könnte es nicht sein, dass die AKW Betreiber insgeheim sogar wollen, dass diese Vorlage angenommen wird? Immerhin könnte man dann versuchen die Horrenden Kosten die anfallen werden und für die klar zu wenig zurückgestellt wurde aufgrund des Volksentscheides auch auf dieses abzuwälzen? Nur so ein Gedanke...
    11 1 Melden
  • fcsg 12.10.2016 10:49
    Highlight So wie es momentan läuft, nehmen sich die AKW ja ständig selbst vom Netz (siehe Leibstadt oder Beznau I)... Letztes Jahr war zeitweise kein AKW am Netz. Das Thema Versorgungssicherheit ist damit wohl vom Tisch. Wegen ein paar Franken offensichtlich fehleranfällige AKW weiterlaufen lassen und damit unsere Lebensgrundlage gefährden, macht keinen Sinn. Die Schweiz ist in der komfortablen Lage über gigantische Speichermöglichkeiten zu verfügen um erneuerbare Energien zu speichern, jetzt ist die Zeit um sie zu nutzen.
    19 7 Melden
    • fcsg 12.10.2016 16:53
      Highlight Klar weiss ich, was ein Speicherkraftwerk ist. Ich weiss auch wie das europäische Stromnetz funktioniert. Aber ich nehme den Vorwurf der kompletten Unwissenheit und Inkompetenz gerne zur Kenntnis. Aber belehren sie mich doch: Inwiefern ist denn meine Aussage inkompetent? Es ist doch eine Tatsache, dass AKW desöftern ausfallen und damit oft wenig zur Versorgungssicherheit (wie als Argument vorgebracht im Artikel) beitragen. Fakt ist auch, wir haben die Kapazitäten um die schwankende Stromproduktion durch Speicherkraftwerke auszugleichen. Was noch fehlt ist ein Ausbau von erneuerbaren Energien.
      5 0 Melden
  • Tom Garret 12.10.2016 10:17
    Highlight Dann sollen die Betreiber jetzt der Initiative zuvor kommen und die Abschaltung einleiten...
    18 3 Melden
  • Maranothar 12.10.2016 10:13
    Highlight Die AKWs müssen wegen und zwar über einen Zeitraum der uns erlaubt den Ausfall durch Erneuerbare Energiequellen zu ersetzen. Das ist das einzige Kritererium das zählen darf wenn es darum geht wann man sie abschaltet.
    Denn wenn uns so eines um die Ohren fliegt, dürfen wir uns schonmal überlegen in welches Land wir flüchten.
    12 2 Melden
    • pamayer 12.10.2016 10:44
      Highlight Nein. Wir werden keine zeit mehr zum flüchten haben....
      13 1 Melden
    • Maranothar 12.10.2016 11:01
      Highlight DAS hängt davon ab wo man wohnt wenn ich die Karte richtig gelesen hab. Die in direkter Nachbarschaft sind zweifellos am Allerwertesten.
      Zone 3 kann eine Chance haben, je nach geologischen Gegebenheiten.
      5 2 Melden
  • 7immi 12.10.2016 09:26
    Highlight irgendwie fehlt der mittelweg. die abschaltung nächstes jahr ist überstürzt (obwohl auch ich atomgegner bin), eine unbegrenzte laufzeit ist aber auch falsch. unsere stromnetze müssen angepasst werden können, sonst bringt das ganze nichts. diese anpassung braucht zeit. wenn man zb 2020 als deadline nehmen könnte, wäre das deutlich realistischer. wir haben in der vergangenheit geschlafen. das heisst aber nicht, dass man nun überstürzt handeln muss.
    14 3 Melden
    • max bruppbacher 13.10.2016 11:37
      Highlight nur das total überaltete beznau 1 soll nächstes jahr abgestellt werden (ist ja eh seit 1 1/2 jahren offline und trägt nichts zur versorgungssicherheit bei)
      3 1 Melden
  • amore 12.10.2016 09:20
    Highlight Wie dumm kann man nur sein, wenn man ein paar Mio. Franken Mehreinnahmen einem Risiko eines total verseuchten auf Jahrzehnte unbewohnbares Schweizer Mittelland gegenüberstellt.
    17 6 Melden
    • max bruppbacher 13.10.2016 11:38
      Highlight @stipps elektroheizungen sind zum glück in der Schweiz verboten..
      0 3 Melden
  • Tavares 12.10.2016 08:25
    Highlight Die Initiative der Grünen zieht auf die Sicherheit der Einwohner und Einwohnerinnen in unserem Land und auch der angrenzenden Ländern ab. Und Thoma argumentiert mit ein paar Franken mehr oder weniger.
    So viel muss uns die Sicherheit wert sein. Ansonsten darf man gerne mal in Fukushima und Tschernobyl nachfragen, was ihnen noch ein paar Fränkli mehr bringen.
    64 10 Melden
    • Ohniznachtisbett 12.10.2016 09:46
      Highlight Offensichtlich hast du keine Ahnung. Denkst du, nur weil das AKW nicht mehr am Netz ist, ist es nicht mehr gefährlich? Der Ausstiegsplan des Bundes dünkt mich sicherer, weil so die Betreiber die Abschaltung und den Rückbau planen können und nicht um Kosten zu sparen irgendwelche Schnellschüsse tätigen. So ein AKW ist kein Transistorradio, das man einfach mit EIN/AUS-Knopf abschaltet und alles ist gut.
      9 5 Melden
    • Sir Jonathan Ive 12.10.2016 10:41
      Highlight Ausserdem wird das abschalten nur noch teurer umso länger man wartet...
      7 3 Melden
    • max bruppbacher 13.10.2016 11:45
      Highlight @libertas deshalb fliegen auch ungefähr 5% der AKWs in die luft..
      1 1 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ms. Song 12.10.2016 07:35
    Highlight Die Atomenergie ist nicht nur eine Katastrophe bezüglich atomarem Abfall, sondern auch ein Sicherheitsrisiko. Wenn einmal ein Unfall passiert, und das ist immer möglich (z.B. auch durch einen Anschlag), dann kann man nacher nicht einmal durchwischen und die Sache ist wieder ok. Die Folgen wären brutal und würden unzählige Generationen betreffen. Bei diesem Thema darf man nicht mit dem Portemonnaie denken. Atomenergie hat positive Aspekte, aber die negativen sind zu verheerend, als dass sie von den positiven aufgehoben werden könnten. Atomenergie ist nicht und niemals sicher.
    55 8 Melden
    • Tom Garret 12.10.2016 10:21
      Highlight Man stelle sich mal vor bei Gösgen passiere das schlimmst anzunehmende (analog Japan) und 30Km Umkreis sind für immer (ok stand jetzt 1000e Jahre) unbewohnbar. Das hat nicht nur Auswirkungen auf die Leute dort. A1, Eisenbahn, alles fährt dort durch. Alles weg von heute auf Morgen!
      13 1 Melden
  • Töfflifahrer 12.10.2016 07:07
    Highlight Nun Frau Thoma, mir hat ein Ex-Chef mal gesagt, wer sich selbst nicht bewegt, der wird bewegt. Sie und der ganze Energiebereich hatte jahrelang die Möglichkeit sich am Energiewandel aktiv zu beteiligen. Nein, sie versuchten lediglich den alternativen Energien Hürden in den Weg zu legen um ihre goldenen Kälber zu schützen und soviel Profit daraus zu ziehen wie es nur geht. Das geht aber nicht auf, nicht dass sie das nicht wüssten. Aber statt vorwärts zu blicken, schützen sie ihre Pründe immer noch! Haben sie Angst vor dem was da bei einer Stilllegung noch kommt?
    48 3 Melden
  • Rolf Gschwend 12.10.2016 06:36
    Highlight Ich finde es sogar gut, dass die zwei Akw's wegen Sicherheitsgründen momentan stillstehen.
    Wenn sie's nicht täten wärs prekär.
    91 4 Melden
    • zigi97 12.10.2016 07:42
      Highlight genau, das zeigt wie gut die sicherheitsvorkehrungen sind.
      9 27 Melden
  • Saul_Goodman 12.10.2016 06:23
    Highlight Den ausstieg und Rückbau kann man auch vorbereiten wenn das kraftwerk nicht mehr läuft. Das ist überhaupt kein Problem. Versorgungsengpässe? Wohl kaum, wenn bereits dieses Jahr alle Atomkraftwerke still standen...

    Es kann einfach nicht sein, dass die schweiz unbewohnbar wird wegen ein paar investoren, die noch gerne ein paar fränkli mehr verdienen möchten.

    Mehr muss dazu eigentlich gar nicht sagen.
    128 21 Melden
    • HansDampf_CH 12.10.2016 07:54
      Highlight Dieser Investor sind sie und ich. Die Eigentümer sind größtenteils einige Kantone.
      16 0 Melden
  • Pius C. Bünzli 12.10.2016 06:12
    Highlight Anscheinend muss uns erst so ein Ding um die Ohren fliegen bis es alle kapiert haben..
    102 19 Melden
  • Toerpe Zwerg 12.10.2016 05:53
    Highlight Die Uralt-Werke müssen vom Netz. Die Nuklearenergie wird zurückkommen. Sicherer, leistungsfähiger, günstiger.
    36 49 Melden
    • Z&Z 12.10.2016 06:14
      Highlight Bezweifle ich. Wenn, dann wird die Fusionsenergie Schule machen. Aber dafür wird es wohl noch einige Zeit dauern. Prognosen sagen bis ende des 21. Jahrhunderts. Bis dahin müssen wir nur sehen, dass wir nicht verstrahlt, verdampft oder verbombt werden.
      63 14 Melden
    • Scaros_2 12.10.2016 07:42
      Highlight Fusionsenergie ist ebenso nuklearenergie wie die spaltende variante
      15 4 Melden
    • zigi97 12.10.2016 07:44
      Highlight Natürlich kann man nie wissen was in der Zukunft sein wird. Momentan wird jedoch viel Forschung zu sogenannten Brutreaktoren betrieben. Diese Forschung aus ideologischen Gründen jetzt vorzeitig einzustellen wäre definitiv ein Fehler.
      8 1 Melden
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