Schweiz

Nicht alle heben immer ab. Dann gibt es bei den Passagieren lange Gesichter. Bild: REGIS DUVIGNAU/REUTERS

Moritz Leuenberger hat einen Krampf mit Easyjet – und er ist damit lange nicht der Einzige

Verspätung: Easyjet annullierte im Juli 2016 einen Flug von Toulouse nach Basel. Auch alt Bundesrat Moritz Leuenberger blieb am Boden. Auf eine Entschädigung von Easyjet wartet er noch heute.

12.01.17, 05:08 12.01.17, 13:48

stefan schuppli / nordwestschweiz

Moritz Leuenberger – er war während Jahren Verkehrsminister der Schweiz und hatte damit das Dossier Luftfahrt auf seinem Tisch –, ausgerechnet ihm passierte das: Er wurde von Easyjet auf dem Flughafen Toulouse stehen gelassen. «Zuerst hiess es, es gäbe eine Verspätung. Aber erst nach langem Warten wurde klar, dass der Flug nach Basel annulliert wurde», sagt der ehemalige Bundesrat gegenüber der «Nordwestschweiz». «Es gab keinerlei Assistenz vonseiten Easyjet.» Den über 100 anderen Passagieren erging es ähnlich. Leuenberger musste sich nochmals ein Auto mieten, hatte aber insofern Glück, als er zu seinen Bekannten zurückkehren konnte, bei denen er schon zuvor zu Besuch war.

Dank einem Artikel in dieser Zeitung im Mai vergangenen Jahres wurde er daran erinnert, dass Fluggesellschaften in der EU bei Verspätungen und bei Streichung von Flügen schadenersatzpflichtig werden. «Ich habe da aber auch gelesen, dass das Prozedere, den Betrag einzufordern, ziemlich hürdenreich ist.» Und dass Easyjet nicht gerade zu der kulanten Sorte Fluggesellschaften gehört.

Klage beim Friedensrichter

Er sollte Recht bekommen. Drei Wochen nach dem Flug hielt er zwar ein Bestätigungsschreiben in der Hand, dass Easyjet die in diesem Fall vorgesehenen 250 Euro bezahlen werde. Doch nichts dergleichen geschah – bis heute nicht. Mittlerweile werden seine Briefe nicht mehr beantwortet. «Da fühlt man sich schon an der Nase herumgeführt», sagt Leuenberger. Jetzt hat er beim Friedensrichteramt in Zürich Klage erhoben.

Leuenberger, der ja nicht am Hungertuch nagen muss, zieht die Angelegenheit eher aus grundsätzlichen Überlegungen durch. Easyjet solle sich an die eigenen Verträge und Zusagen halten, meint Leuenberger. Da dürfe man nicht locker lassen. «Wenn alle Geprellten nachgeben, wird dieses unanständige Verhalten zum systematischen Geschäftsmodell.»

Moritz Leuenberger: «Da fühlt man sich schon an der Nase herumgeführt.»  Bild: KEYSTONE

Bereits der in der «Nordwestschweiz» im Mai geschilderte Fall dauerte fast zwei Jahre. Es ist davon auszugehen, dass viele der Geschädigten irgendwann einmal aufgeben. Bei Easyjet war niemand für eine Stellungnahme erreichbar.

«Mit Easyjet beschäftigen wir uns schon seit Jahren», sagt Nicole Krey, Rechtsexpertin bei EUclaim gegenüber der «Nordwestschweiz». EUClaim ist eine Firma, die sich mit der Durchsetzung der Passagierrechte in Deutschland befasst und mit dem Inkasso auch Geld verdient. Über die Jahre habe sich wenig an der Art und Weise geändert, wie diese Fluggesellschaft die Beschwerden abwickelt.

Das steht dir bei Verspätungen etc. zu

Die Fluggastrecht-Verordnung 261 der EU gilt auch für die Schweiz. Es profitieren Passagiere auf Flügen, die in der EU angetreten werden oder auf Flügen, die von einer Fluggesellschaft mit Sitz in der EU bzw. Island, Norwegen oder Schweiz durchgeführt werden und die EU als Ziel haben.

Ab einer Verspätung von zwei Stunden steht den Passagieren eine Entschädigung der Fluglinie in Höhe von 250 Euro zu, dies bei einer Strecke unter 1500 Kilometern. Darüber gibt es bis zu einer Strecke von 3500 Kilometern 400 Euro. Ebenfalls 400 Euro werden fällig, wenn die Reise in einem Nicht-EU-Staat beginnt oder dort endet und die Entfernung zwischen 1500 Kilometern und 3500 Kilometern beträgt. Bei Strecken über 3500 Kilometern mit Start oder Ziel ausserhalb der EU beträgt die Ausgleichsleistung 600 Euro.

Auch bei anderen Unregelmässigkeiten, wenn Flüge gestrichen werden oder die Maschinen überbucht sind, sind Airlines in der Pflicht. Wird ein Flug annulliert, hat der Passagier die Wahl zwischen Rückerstattung des Ticketpreises oder anderweitiger Beförderung zum Ziel. Mahlzeiten und Getränke müssen im Verhältnis zur Wartezeit vergütet werden. Verzögert sich der Weiterflug bis zum Folgetag, muss, wenn nötig, eine Hotelunterkunft (inklusive Transport) offeriert werden.

Es sind auch Ausgleichszahlungen möglich, 250 Euro bei Flügen mit einer Distanz bis zu 1500 Kilometer, 400 Euro bei Flügen mit einer Distanz zwischen 1500 und 3500 Kilometern und 600 Euro bei Flügen mit einer Distanz über 3500 Kilometer. Nicht entschädigungspflichtig ist eine Airline, wenn aussergewöhnliche Umstände zu der Verspätung geführt haben. Dazu gehört extrem schlechtes Wetter oder die Kollision mit einem Vogel. Fehlte aber das Enteisungsmittel oder war die Maschine nicht angemessen auf den Winter vorbereitet, liegt das in der Verantwortung der Fluggesellschaft. (sts)

«Wir sind gezwungen, viele gerichtliche Verfahren für Flüge anzustrengen, welche Easyjet durchführt. In 65 Prozent der Easyjet-Beschwerden von oder nach Deutschland müssen wir ein Gerichtsverfahren einleiten, um die Entschädigung für die Passagiere durchzusetzen. In 97 Prozent der Fälle sind wir erfolgreich», sagt Krey.

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Hilfe bietet auch das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) an, die Behörde, über die Leuenberger noch bis vor sechs Jahren die Oberaufsicht hatte. Auf der Website des Bazl finden sich unter «Fluggastrechte» eine umfangreiche Aufklärung über die Rechte als Flugpassagier und ein Meldeformular, falls Reklamationen bei der Airline nichts gefruchtet haben.

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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72Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Spooky 12.01.2017 23:18
    Highlight Ein peinliches Theater machen wegen 250 Euros!

    Ach, ihr Linken und Grünen! In der ganzen Welt herumfliegen soviel wie möglich.

    Ohne die geringste Spur von schlechtem Gewissen.

    Und dann die anderen Leute verantwortlich machen, dass es auf unserem Planeten immer heisser wird.

    Ihr Linken und Grünen seid alle schizophren. Und merkt es nicht einmal.
    6 25 Melden
    • rstnpce 13.01.2017 00:45
      Highlight Nur so nebenbei, das ist bei der Schizophrenie meistens so - dass man sie nicht bemerkt.
      10 1 Melden
  • Mr. Stärneföifi 12.01.2017 21:13
    Highlight Eine Annullation eines Fluges mit EZY gehabt. Innert 2 Wochen hatte ich 2x 250€ auf dem Konto. Das Verfahren ist einfach - Onlineformular ausfüllen und fertg. Kann mir nicht erklären was BR Leuenberger wohl falsch gemacht hat. Vielleicht SWIFT vergessen?
    2 6 Melden
  • Pianovilla 12.01.2017 12:07
    Highlight Ich fliege nur EasyJet, wenn es der einzige Direktflug ist, wo ich grad hin muss. Bisher hatte ich noch nie Probleme und auch keine Verspätungen > 60 Minuten. Basel-Edinburgh zum Beispiel läuft tipptopp, noch nie ausgefallen und immer 'einigermassen' on time. Wer so fliegt, muss aber wissen, dass diese Jets kommen, ausladen, einladen, abfliegen. So landete der Jet auch schon erst, als er eigentlich wieder starten sollte. 50min später waren wir aber in der Luft. Wer keine Anschlussflüge hat und günstig direkt fliegen will, akzeptiert das.
    9 4 Melden
    • Orinoco 12.01.2017 20:47
      Highlight Pianovilla, warum bei Easy-Jet so Kulant und bei anderen ÖV auf Strasse und Schiene hart Urteilen, wenn sie mal 15 oder 30 Min. Verspätung haben ?
      8 3 Melden
  • droelfmalbumst 12.01.2017 11:57
    Highlight Das ist genau das selbe wie bei den Krankenkassen... man will alles möglichst billig haben und nichts dafür bezahlen, dann aber herumweinen wenn man kein Service hat und die Dienstleistung grottig ist... selberschuld
    14 21 Melden
    • OmegaOregano 12.01.2017 12:48
      Highlight Njein, es handelt sich hier ja sowohl um eine gesetzliche, als auch eine vertragliche Abmachung. Insofern hat er schon recht in seiner Annahme, es könnte eine unlautere Geschäftsstrategie entstehen. An einen Vertrag hat man sich, vorallem als Dienstleister, auch wenns noch so billig sein muss, zu halten.
      Und wenn man einen Service wegen Spargründen nicht wahrnehmen kann, dann sollte man sich als Unternehmen hinterfragen und nicht den Kunden.
      Was wäre denn, wenn es eine vierköpfige Familie gewesen wäre, die sich nur einmal im Jahr Ferien gönnen kann, heisst es dann immer noch selber schuld?
      27 1 Melden
  • leu84 12.01.2017 11:55
    Highlight Auch Moritzli ist nur noch ein Bürger ;)
    9 18 Melden
  • teha drey 12.01.2017 10:46
    Highlight Früher habe ich die easyjet-Philosophie nicht ausstehen können. Eingattern, wie die Schafe vor dem Scheren, nein danke. In der Zwischenzeit (als Basler, der den Flug ab Basel bevorzugt), komme ich nicht drum herum und ich habe mich arrangiert. In acht von zehn Fällen fliegt easy pünktlich (wenn nicht sogar, wie letzen Montag, zu früh!). An die Reiseform gewöhnt man sich rasch. Es ist wie Busfahren: Zahlen, Einsteigen, Reisen, Aussteigen, Fertig. Wer es ganz objektiv und fair betrachtet muss zugeben: Das Preis/Leistungsverhältnis ist unschlagbar. Vorallem auch bei den Destinationen.
    34 5 Melden
  • Gelöschter Benutzer 12.01.2017 10:38
    Highlight Wer ist Moritz Leuenberger? Der ehemalige Lobby-Bundesrat und Laienpolitikerdarsteller vom Züriberg?
    17 73 Melden
    • #bringhansiback 13.01.2017 00:07
      Highlight Verunglimpfung von DasAuge: +1
      7 1 Melden
    • Gelöschter Benutzer 13.01.2017 12:14
      Highlight Ja mega schlim anzusprechen dass ein linker Bundesrat gleich nach seiner "Pension" in den VR von Baufirmen verabschiedet hat..
      Jemanden als den Lobbyist den er war zu bezeichnen ist eine meeega Verunglimpfung.
      Lass mich raten bei der Person Blocher siehst du das sehr viel weniger streng.
      Bigotterie ist halt trendig ;)
      0 2 Melden
    • #bringhansiback 13.01.2017 12:42
      Highlight Nö, wäre auch eine Verunglimpfung von Blocher. Und ich hätte genau dasselbe gedchrieben. Nicht weil ich Blocher mag, im gegenteil, der soll meinetwegen dorthin wo der Pfeffer wächst, sondern weil du mich/uns aufgefordert hast, dir zu sagen wann du jemanden verunglimpfst. An meinem Comment bist Du also ganz alleien Schuld 😃
      2 0 Melden
  • Binnennomade 12.01.2017 10:06
    Highlight Muss man denn eine solche Strecke wirklich fliegen? Hat denn der Herr Leuenberger wirklich so wenig Zeit, dass die 9h Zug nicht zumutbar wären?
    31 54 Melden
    • 1337pavian 12.01.2017 11:06
      Highlight "Kutscher, müssen die Pferde so laut furzen?"

      Ein absurder Artikel.
      7 17 Melden
    • droelfmalbumst 12.01.2017 11:55
      Highlight wenn ich fliegen kann für 1/3 des zugpreises und erst noch früher am ziel bin dann ist der fall wohl klar.. aber viel spass mit dem zug :D
      33 6 Melden
    • dääd 12.01.2017 13:21
      Highlight Fliegen ist angesichts der Umweltschäden grundsätzlich viel zu billig. (Her mit den Blitzen!)
      45 10 Melden
    • Orinoco 12.01.2017 20:54
      Highlight dääd, wie wärs wenn alle mit dem Auto unterwegs sind, statt mit dem Flugzeug, auf der gleichen Strecke ? Da sehen die Umweltschäden anders aus.
      4 2 Melden
  • Dewar 12.01.2017 09:49
    Highlight Wenn ich mit Easyjet fliege, rechne ich bewusst damit, dass der Flug Verspätung hat oder ausfällt. Dieses Risiko geht man halt ein, dafür bezahlt man fast nichts. Dann ist klar, dass man auch keinen Service zu erwarten hat und sich im Fall der Fälle um alles selbst kümmern muss. Aber: Bei Ausfällen muss zumindest der Flugpreis anstandslos zurückerstattet werden. Be Easyjet bezahle ich zwar nicht für Superservice, aber dafür, zu einer bestimmten Zeit von A nach B zu kommen, schon. Und diese Dienstleistung muss erfüllt werden, ansonsten habe ich das Recht, mein Geld wieder zu bekommen, basta.
    43 6 Melden
  • Spi 12.01.2017 08:56
    Highlight Ich hatte zum Glück bislang nur einmal richtige Flugprobleme - bin bor rund 5 Jahren wegen Schneefall auf dem Heimweg in Heathrow gestrandet. BA zahlte anstandslos und innert Tagen meine aufgeführten Kosten für Hotel, Essen, Flughafen-Shuttle und gar Skype-Guthaben für die Koordination der Umbuchung. Ist wohl einer der Unterschiede zu Billig-Airlines.
    43 1 Melden
    • 7immi 12.01.2017 09:52
      Highlight bei singapore wars bei mir auch so. ich musste es nichtmal zurückfordern, sie verteilten ein gutscheinheftli für mahlzeiten, taxi und hotel. dafür halt nicht das günstigste angebot, dafür geniesst man stressfreies reisen.
      33 0 Melden
    • Meitlibei 12.01.2017 10:40
      Highlight 7immi Heute hättest du aber,nebst den genannten Goodies, noch Anspruch auf eine Entschädigungszahlung. Die Unterbringung- und Verpflegungspflicht wird meistens besser umgesetzt als die Entschädigungszahlung. Im grossen und ganzen ist die Chance Geld zu sehen bei einer renommierten Airline aber sicher besser.
      18 2 Melden
    • 7immi 12.01.2017 13:43
      Highlight @meitlibei
      nein, da SIA ihren sitz in Singapur hat gelten diese regeln für sie nicht... aber ich bin vollkommen glücklich mit der übernahme dieser kosten.
      4 1 Melden
    • Awesomeusername 12.01.2017 14:05
      Highlight @7immi stimmt eben auch nicht ganz. Kommt darauf an von wo du los fliegst. Fliegst du mit Verspätung von der Schweiz ab erhälst du Geld. Umgekehrt wird es schwieriger. Aber Singapore Airline ist definitiv eine gute Fluggesellschaft.
      5 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 12.01.2017 15:14
      Highlight Also das nächste mal lieber mit Schneesturm fliegen und vielleicht überleben, aber wohl eher nicht...? Man kann eine Airline nicht für Unwetter verantwortlich machen! In anderen Fällen kann ich das nachvollziehen, aber Petrus kann niemand bestechen.
      0 3 Melden
    • 7immi 12.01.2017 15:17
      Highlight @awesome
      das ist richtig, ich flog ab singapur, oder wäre geflogen. daher war da nix zu machen. SIA hatte aber nchts damit zu tun, das triebwerk des a380 verlor zu viel öl, daher der ausfall.
      2 1 Melden
    • Awesomeusername 12.01.2017 15:50
      Highlight @aeromoça das ganze ist verhältnismässig gut geregelt. Der Schneesturm wird unter die höhere Gewalt fallen, sprich die Airline haben darauf keinen Einfluss und dann hat man keinen Anspruch auf eine Entschädigungszahlung. Das gleiche gilt bei Streiks, eine Aschewolke, Vogelschlag
      Sperrung des Luftraums und Terrorgefahr.
      5 0 Melden
  • Mayo 12.01.2017 08:41
    Highlight Um diese unverschämte Taktik zu unterbinden braucht es eine zeitliche Beschränkung der Bearbeitungszeit. Artikel 261 sollte z.B. um eine maximale Bearbeitungszeit nach Forderungseingabe von 6 Monaten erweitert werden.
    31 0 Melden
  • TomC 12.01.2017 08:38
    Highlight Ich finds komisch das er überhaupt EasyJet fliegt...
    17 24 Melden
    • Meitlibei 12.01.2017 09:31
      Highlight Wieso nicht? Manchmal sind die Easyjet Verbindungen besser oder dienen mehr deinem Bedürfnis als anderer Airlines. Muss ja nicht nur immer wegen des Geldes sein.
      38 4 Melden
    • Brummbaer76 12.01.2017 09:46
      Highlight Ab Zürich gibts keinen Direktflug und ab Basel ist Easy die einzige Airline die Direkt fliegt.
      22 2 Melden
    • Jaing 12.01.2017 09:53
      Highlight Das ist der einzige Direktflug nach Toulouse.
      22 2 Melden
    • TomC 12.01.2017 13:28
      Highlight So weit habe ich nicht überlegt:)
      8 0 Melden
  • Sina Smith 12.01.2017 08:35
    Highlight So sehr ich Moritz mag, ich hatte keinerlei Probleme mit der Rückerstattung! Da es eine Pauschale ist bekam ich sogar mehr als ich bezahlt hatte, Online-Formular genau ausfüllen und dann klappt das;)
    6 16 Melden
  • Cpt Halibut 12.01.2017 08:24
    Highlight Zuerst so wenig wie nur menschenmöglich für einen Flug bezahlen und dann über fehlenden Service schimpfen. Bravooo!
    13 57 Melden
    • Meitlibei 12.01.2017 09:28
      Highlight Was kann der Kunde dafür wenn die Firma solche Preise festlegt? Aber Gesetz ist Gesetz. An das müssen sich auch die Billigairlines halten.
      52 1 Melden
    • Meitlibei 12.01.2017 09:37
      Highlight Das hat nichts mit dem Preis oder Service zu tun. Das Gesetz gilt für alle Airline die in Europa tätig sind.
      23 0 Melden
    • kleiner_Schurke 12.01.2017 10:32
      Highlight Herr Leuenberger, der sicher immer noch einen grösseren 6-stelligen Betrag pro Jahr verdient, könnte sich bestimmt etwas besseres leisten. Dann hat er nämlich diese Probleme schlicht nicht und muss auch nicht herum mosern und den Richter für solche lächerlichen Beträge bemühen...
      5 43 Melden
    • Meitlibei 12.01.2017 10:48
      Highlight Doch genau um solche Beträge muss es gehen. Ansonsten wird es plötzlich nichts mehr geben und die Fluggesellschaft gewinnt. Danach das gleiche Spiel bei anderen Dingen wie Sicherheit, Personal etc. Ob er es sich leisten kann spielt dabei keine Rolle.
      31 1 Melden
    • Cpt Halibut 12.01.2017 15:49
      Highlight Nein. Das Problem liegt bei den Personen die diese Angebote in Anspruch nehmen. Sie wissen im Vornherein auf was sie sich einlassen wenn etwas schiefgeht und sollen sich dann nicht auch noch beklagen wenn dem so ist.

      Ich gehe auch nicht in den Coop, kaufe prix garantie-Limo für 30 Rappen und heule dann rum dass sie nicht so toll schmeckt wie ein Fanta.
      4 9 Melden
    • Sauäschnörrli 12.01.2017 15:52
      Highlight @kleiner_Schurke, meines Wissens ist easyJet die einzige Fluggesellschaft die direkt nach Toulouse fliegt. Aber Moritz sollte sich ja mindesten AirFrance leisten, am besten den Flug mit 35h Aufenthalt in Paris, da kann er ja dann im Ritz übernachten und ein bisschen auf der Champs Élysées flanieren.
      9 1 Melden
    • Awesomeusername 12.01.2017 16:06
      Highlight Der Vergleich hinkt und zwar gewaltig. Das sind die Gesetztlichen Grundlagen die die Billiglinien kennen und bewusst versuchen zu umgehen. Da spielt der Preis des Tickets keine Rolle. Sie sind einfach bereit die gleiche Grundleistung zu einem tieferen Preis anzubieten.

      8 0 Melden
    • Sauäschnörrli 12.01.2017 16:51
      Highlight Wie schon Awesome sagte der vergleich hinkt, wenn du also eine Pizza bestellst zu einer verbindlichen Zeit, die Pizza aber erst irgendwann am nächsten Tag geliefert wird, wusstest du worauf du dich einlässt? Das hinkt jetzt auch ein bisschen aber, wenn du am nicht zur Arbeit kannst weil du immer noch auf die Pizza wartest, wusstest du worauf du dich einlässt? Wenn du mit einem Dienstleister einen Vertrag eingehst und er die Dienstleistung zum geforderten Zeitpunkt nicht erbringen kann, kannst du doch in vom Vertrag zurücktreten oder eine Entschädigung für die Umtriebe verlangen?
      6 0 Melden
    • kleiner_Schurke 12.01.2017 17:49
      Highlight Wäre doch für einen SP Mann angemessen, die Nacht im Riz. Der wohnt ja sonst auch in einer Villa.
      2 10 Melden
    • Sauäschnörrli 12.01.2017 19:48
      Highlight Wenn für dich seine Parteizugehörigkeit im Vordergrund steht und du jemandem sein Wohneigentum vergönnst, möcht ich dich gern fragen, was ist besser? Sich von dem Gehalt eines Nationalrat und später Bundesrat eine Villa kaufen? Oder sich von der eigenen Firma das Schloss Rhäzüns als "Ferienhäuschen" kaufen lassen?
      8 0 Melden
    • MartinK 13.01.2017 06:48
      Highlight @Cpt Halibut: Es sagt ja auch keiner, dass die billig Limo wie Fanta schmeckt. Ist die Flasche allerdings leer würden auch Sie reklamieren, oder?
      2 0 Melden
  • riqqo 12.01.2017 08:11
    Highlight ich flieg für 70.– nach london und wundere mich, dass der service gleich wie auf einer einsamen insel ist? er existiert nämlich nicht. wie wollen die sonst billige flüge anbieten? mit ein bisschen grundverstand, muss man das doch verstehen, nicht? wenn etwas billig ist, vorallem in der luft, kann ja fast nur im service und kundendienst gespart werden. tausende betroffene müssten betreibungen schicken, das wär witzig :-)
    14 21 Melden
  • lucasm 12.01.2017 08:10
    Highlight Dann hatte ich wohl glück, easyjet hat nach einem mail 2x 250€ bezahlt, weil das flugzeug am morgen angeblich technische probleme hatte (war sicher eifach zu wenig ausgelastet) und wir erst am abend fliegen konnten.
    20 1 Melden
  • Bär73 12.01.2017 08:07
    Highlight Ohhh...braucht er auch wiedermal Aufmerksamkeit ? ^^
    11 53 Melden
  • 7immi 12.01.2017 08:04
    Highlight die qualität einer fluggesellschaft äussert sich ähnlich wie die qualität einer versicherung oder einer freundschaft: erst im ausnahmefall zeigt sich das wahre gesicht. wenn man die minimalen gewinnmargen der normalen airlines sieht, wundert es mich immer wieder, wie easy jet rentabel sein kann. you get what you pay for, wie so häufig im leben.
    23 1 Melden
  • Asmodeus 12.01.2017 07:53
    Highlight Flug?
    Auto?

    Ich dachte der Herr Leuenberger ist ein Fan von Zügen?

    (aber ernsthaft. Ich dachte er könnte sich zumindest was besseres als Easyjet leisten)
    17 38 Melden
    • Brummbaer76 12.01.2017 09:49
      Highlight Können schon. Nur Easy ist die einzige Airline die ab Basel direkt fliegt. Ab Zürich gibts gar keine ;-) Das wäre eine der wenigen gründe warum ich Easy fliegen würde, weil keine Alternative.
      30 2 Melden
  • kleiner_Schurke 12.01.2017 07:40
    Highlight Wer mit der Billig Airline fliegt, hat Billig Airline Problem, ganz einfach. Und wegen 250 Fr. zum Friedensrichter rennen? Naja, das müsste ein alt Bundesrat doch wissen, das sich das unmöglich lohnen wird. Es wirkt dann eher schon peinlich, dass ein so gut verdienender Mann mit Billigst Airline fliegt und wegen 250 Stutz so ein Theater macht.
    19 61 Melden
    • x4253 12.01.2017 09:36
      Highlight @kleiner Schurke
      Gesetze bringen nichts, wenn sie nicht durchgesetzt werden. Leuenberger hat schon recht wenn er sagt:«Wenn alle Geprellten nachgeben, wird dieses unanständige Verhalten zum systematischen Geschäftsmodell.».
      Die Verzögerungstaktiken der Airlines (nicht nur von Billigfliegern) zeigt auch gleich die Wertschätzung ggü den Kunden. Man könnte auch sagen, die Airlines zeigen den Kunden den Mittelfinger.
      Wären die Kontrollen der Sicherheitsvorgaben/Wartung nicht so streng und die Sanktionen nicht so drakonisch, würden die Airlines wohl ebenfalls schlicht darauf pfeiffen.
      25 2 Melden
    • Brummbaer76 12.01.2017 09:50
      Highlight Er macht es aus Prinzip. Die Rechte/Pflichten gelten nun mal für alle, auch für die Billig Airlines.
      Im übrigen steht es im Text das er es nicht wegen dem Geld macht.
      29 1 Melden
    • kleiner_Schurke 12.01.2017 10:38
      Highlight Einer der zum Wohle der Menschheit Holzklasse fliegt, sorry aber wie dämlich kann man sich den noch verhalten? Leuenberger hätte wohl genug Beziehungen um da wirklich mal etwas zu bewegen. Aber macht er das? Nö.
      3 28 Melden
    • Meitlibei 12.01.2017 10:52
      Highlight Ich vermute mal, dass kleinerschurke der erste am Schalter ist und am lautesten schreit wenn sein Flieger mal 4 Stunden Verspätung hat.
      25 2 Melden
    • kleiner_Schurke 12.01.2017 11:44
      Highlight Nö, ich fliegen nie mit Billig Air Lines.... und die haben nie Verspätung.
      1 18 Melden
    • Awesomeusername 12.01.2017 12:02
      Highlight hahaha das glaubst du ja selber nicht. Ich sass z.b. schon mit Singapore Airline, KLM oder Emirates und weiteren "teuren" Airlines irgendwo, zum Teil über Stunden im Flugzeug, fest. Das betrifft sicher nicht nur die Billigairlines.
      9 0 Melden
    • kleiner_Schurke 12.01.2017 13:10
      Highlight Sorry ich fliege relativ oft aber ich habe selten mehr als ein paar Minuten Verspätung gehabt. Bin wohl die ganz grosse Ausnahme.
      1 10 Melden
    • x4253 12.01.2017 13:43
      Highlight Da hast du wohl wirklich Glück gehabt. Ich fliege mehrmals im Monat (viel Aeroflot aber auch S7, China eastern, KLM, Quatar etc) und und bei allen gab es bis jetzt mindestens einmal Verspätungen von min 60 Minuten.
      Die Ursachen dafür lagen aber oft ausserhalb der von den Airlines beeinflussbaren Bereichen. Wenn die Zeitabstände zw. start/Landung verlängert werden (wg. schlechtem Wetter), ist es egal ob man im Billigflieger, oder mit dem Privatjet sitzt.
      Ich hoffe natürlich dein Glück diesbezüglich hält an :)
      5 0 Melden
    • Awesomeusername 12.01.2017 13:52
      Highlight Ja sei glücklich darüber. Hier einige der Kurioseren Dinge die ein Flugzeug aufhalten könnte. https://www.welt.de/reise/article132134165/So-kurios-rechtfertigen-Airlines-ihre-Verspaetungen.html
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  • Tschiger 12.01.2017 06:49
    Highlight Das hat bestimmt System. Ich bin in Lissabon mit 6h Verspätung am letzten Freitag nach Zürich geflogen.
    Niemand gab Informationen oder Assistenz.
    Scheint laut meinem Reisebüro normal zu sein.
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    • Meitlibei 12.01.2017 10:55
      Highlight Ja das hat System und genau wegen solchen Fällen wäre es wichtig diese Verspätungen konsequent einzuklagen. Die Airlines lernen es nur durchs Geld.
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  • Meitlibei 12.01.2017 06:25
    Highlight Ich warte seit 2 1/2 Jahren, er muss sich also noch ein wenig gedulden. Easyjet zieht das jeweils extra in die länge bis die Kunden das Interesse verlieren. Daher sind solche Dienste wie flightright und Euclaim schon nicht schlecht.
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    • Repplyfire 12.01.2017 07:37
      Highlight Hatten 8 stunden verspätung und x Versprechungen, der flug klappe dann in der nächsten stunde. Leider gab flightright auch schon auf gegen easyjet zu klagen. Bei anderen flügen mit easyjet waren es mal 5 stunden verspätung und einmal wurde der flug gleich ganz gestrichen. Noch nie wurde Schadenersatz gewährt. Easyjet war praktisch mit dem hub ab basel, aber mittlerweile verzichten ich auf die Nutzung dieser Gesellschaft.
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    • Meitlibei 12.01.2017 08:26
      Highlight https://www.flightright.de/rueckblick-fliegen-2015 gilt zwar fürs 2015 aber ich denke die Zahlungsmoral ist die gleiche.
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  • Oban 12.01.2017 06:17
    Highlight Wie man am Beispiel der Swiss sehen kann ist das Bazl dabei gelinde gesagt ein zahnloser Tiger.
    Die verzögerungstaktik hat System, beinahe jede Airline in Europa stellt sich Quer bei der EU verordnung 261, da ist Easyjet keine Ausnahme. Der Gipfel ist aber das einige Airlines meinen wenn der Flug von/nach einem nicht EU land in in/von der Schweiz geht sie nicht zahlen müssen. Sie stellen sich hier auf den Standpunkt das die Schweiz kein EU land ist, obwohl diese die Verordnung übernommen hat, das Bazl schaut hier tatenlos zu, geklagt hat wohl auch noch keiner, da dann doch noch gezahlt wird.
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    • DailyGuy 12.01.2017 07:16
      Highlight Naja das kann ich so nicht bestätigen. Wir hatten im 2014 einen Flug mit Air France nach Montréal. Wegen dem Streick wurden wir vom Reisebüro auf KLM umgebucht, mussten aber downgraden. Die Forderung für die Diskrepanz wurde vom Reisebüro eingefordert und innerhalb von zwei Monaten von Air France zurückerstattet. Es gibt also auch andere Beispiele.
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    • Flint 12.01.2017 07:33
      Highlight Basel Euroairport steht übrigens in Frankreich. Deshalb ists mit Easyjet dort hin "einfacher".
      Es braucht jedenfalls einen langen Atem. Easyjet bezahlt nach einer Schlichtung und nach Androhung eines Gerichtsverfahrens. Habs mal so erlebt.

      Und jetzt noch zur Swiss: Einerseits ist hierzulande so ziemlich jeder gegen jede EU Verordnung da die Schweiz dadurch an Souveränität verliert. Aber sobald es um den eigenen Geldbeutel geht ist ausländisches Recht willkommen wie nie zuvor. Ich finde die Kritik daher, bitte nicht persönlich nehmen, etwas heuchlerisch.
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    • 7immi 12.01.2017 18:28
      Highlight @flint
      so würde ich das nicht sagen bezüglich eu recht. es gibt sowohl gute wie auch schlechte änderungen. man sollte also nicht einfach alles übernehmen. zwei beispiele:
      -das verbot, mit einmotorigen hubschraubern rettungsflüge durchzuführen
      -der automatismus, dass alle 60-jährigen hubschrauberpiloten nicht mehr gewerblich fliegen dürfen.
      letzteres will die schweiz leider übernehmen. beide gesetze wurden ohne statistisch belegbare gründe beschlossen.
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    • Flint 14.01.2017 09:37
      Highlight Das kritisiere ich auch. Die EU macht leider Gesetze über Probleme die keine sind. Flugrettung hat als Beispiel bei uns auch gut fuktioniert bevor es diese Gesetze gab.
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