Schweiz
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FDP Waadt schickt Isabelle Moret ins Bundesratsrennen



La conseillere nationale Isabelle Moret pose pour le photographe apres une conference de presse du PLR Vaud sur la succession du conseiller federal Didier Burkhalter ce jeudi 10 aout 2017 a Lausanne. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)

Isabelle Moret steigt ins Rennen um den Sitz von Bundesrat Didier Burkhalter. Bild: KEYSTONE

Die Rangelei um die Nachfolge von Aussenminister Didier Burkhalter ist längst eröffnet. Kronfavorit Ignazio Cassis aus dem Tessin steht bereits als Anwärter parat. Nun hat die FDP Kanton Waadt ihre Kandidatin bekannt gegeben: Es ist Isabelle Moret. 

«Für mich war bald klar, dass ich dieses Amt gerne übernehmen würde», sagte die 46-jährige Moret im Interview mit der «SonntagsZeitung». Sie habe aber vor Bekanntgabe ihrer Kandidatur wissen müssen, dass sie genügend Unterstützung habe in der Kantonalpartei. Zudem hätte sie es sich nochmals überlegt, falls die Tessiner FDP eine Frau ins Rennen geschickt hätte. Die 46-jährige Anwältin hatte ihr Interesse am Samstag im Westschweizer Fernsehen RTS bekannt gegeben.

Moret sitzt seit 2006 für die FDP Waadt im Nationalrat. Sie ist Mitglied der staatspolitischen Kommission und der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit. Seit 2016 präsidiert sie den Spitalverband H+. Zudem war sie von 2006 bis 2016 Vizepräsidentin der FDP Schweiz.

Keine Exekutiverfahrung

Die Kandidatin hat zwar keine Exekutiverfahrung, war aber Mitglied der Geschäftsprüfungsdelegation, welche die Protokolle des Bundesrats einsehen kann. Ihre politische Ausrichtung bezeichnet sie als liberal-progressiv. «In Fragen von Wirtschaft, Finanzen und Sicherheit bin ich rechts», sagte sie zu «Le Matin Dimanche». Im Gegenzug sei sie in Familien- und Umweltfragen progressiv.

Moret lebt von ihrem Mann getrennt. Die beiden haben zwei Kinder im Alter von elf und sieben Jahren. Trotz der Trennung «kümmert sich der Papa noch immer um seine Kinder», sagte sie.

Zwei Vertreter aus der Waadt

Die Frauenfrage scheint Moret eher unangenehm zu sein. Ihr Geschlecht könnte «eher ein Handicap sein» bei der Bundesversammlung – bis heute hätten Frauen auf einem Mann-Frau-Zweierticket immer den Kürzeren gezogen. «Ich wünschte mir, wegen meiner Kompetenzen und nicht wegen meines Geschlechts gewählt zu werden». Einen Vorteil sieht sie aber doch: «Eine Mutter im Bundesrat täte doch gut!»

Würde sie gewählt, hätte der Kanton Waadt mit Guy Parmelin und ihr zwei Vertreter im Bundesrat. Dazu sagte sie: Wenn es zwei kompetente Personen aus der Waadt seien – weshalb nicht? Es hätten auch schon zwei Zürcher und zwei Berner gleichzeitig in der Landesregierung politisiert.

Didier Burkhalter legt sein Amt als Bundesrat nieder

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    Alle Leser-Kommentare
  • rauchzeichen 10.08.2017 15:31
    Highlight Highlight juchhu und die diskussion wer jetzt mehr anspruch hat kann weiter gehen. frau gegen italienisch sprechend. finde ich super dass man sich mit sowas befasst anstelle einfach die am besten geeignete person zu wählen -.-
  • Vachereine 10.08.2017 13:27
    Highlight Highlight Hauptsache eine Frau wird feilgeboten.
  • klugundweise 10.08.2017 13:05
    Highlight Highlight Zweierticket mit 1 Frau und 1 Mann. Preisfrage: wen wählt das Männerparlament?
    Und keiner wird "Verfassungsbruch" brüllen, obwohl dort die Gleichberechtigung seit Jahrzehnten verbrieft ist.
    • Luca Brasi 10.08.2017 14:09
      Highlight Highlight Hat doch schon eine Frau im Bundesrat. Ergo erfüllt. *duckundweg*

      😉
    • reaper54 10.08.2017 14:23
      Highlight Highlight @Luca Brasi wen Zählen sie denn nicht als Frau?
      Frau Sommaruga oder Freu Leuthard?
    • klugundweise 10.08.2017 16:32
      Highlight Highlight Es fehlt mir an Platz und Lust hier zu erläutern wie Machtpolitik (der Männer) funktioniert. Nur den Frauen die Schuld zuschieben ist etwas gar simpel.
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