Schweiz

FIFA teilt mit, dass Blatter und Co. 79 Millionen in ihren Taschen verschwinden liessen

03.06.16, 15:08 03.06.16, 17:08

Die FIFA-Spitze um den ehemaligen Präsidenten Sepp Blatter soll sich laut einer internen Untersuchung des Weltverbandes innert fünf Jahren fast 80 Millionen Franken Bonifikationen zugeschanzt haben.

Der Fussball-Weltverband teilte am Freitag mit, dass sich der frühere Präsident Sepp Blatter, der ehemalige Generalsekretär Jérôme Valcke und der Ex-Finanzdirektor Markus Kattner laut einer internen FIFA-Untersuchung in den vergangenen fünf Jahren um mehr als 79 Millionen Schweizer Franken bereichert haben. Die FIFA hat die Unterlagen bereits an die Schweizer Bundesanwaltschaft und die US-Justizbehörde weitergeleitet und eine volle Kooperation angekündigt.

Das sind die brisanten Dokumente:

Bild: zvg

Bild: zvg

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Es sei klar, dass diese ersten Erkenntnisse weiterer Untersuchungen bedürfen. Laut der FIFA hätten die Zahlungen und die Vertragsabschlüsse gegen Schweizer Recht verstossen. Auch die FIFA-Ethikkommission wurde in Kenntnis gesetzt.

Bei den möglichen Bereicherungen geht es laut FIFA um Bonuszahlungen, Gehaltssteigerungen und andere Zuwendungen. «Die Untersuchung hat Beweise für die Verletzung treuhänderischer Pflichten offenbart», teilte die FIFA mit. (sda/dpa)

Jérôme Valcke.
Bild: Felipe Dana/AP/KEYSTONE

Markus Kattner.
Bild: ARND WIEGMANN/REUTERS

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
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39
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39Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Froggr 04.06.2016 08:10
    Highlight Und wie alle gesacht gaben mit dem neuen Präsidenten wird es besser werden. Fast schon ein bischen Naiv.
    1 0 Melden
  • bangawow 04.06.2016 01:23
    Highlight Gebt der Weltwoche ein Überraschungsgesicht-Emoji.
    0 0 Melden
  • Marcs 03.06.2016 23:16
    Highlight WOW Herr Blatter, unbelehrbar UND gierig. Ist ja vorbildlich. Und wozu brauchen Sie noch soviel Kohle? Um das Matterhorn zu vergolden?
    2 0 Melden
  • Chrigu91 03.06.2016 22:09
    Highlight Jetzt tut doch nicht so. Es gilt ja immer noch die Unschuldsvermutung😅
    3 1 Melden
  • next_chris 03.06.2016 21:58
    Highlight Wenn ich mich richtig erinnere dann kriegte brady dougan 80 mio in einem jahr, was jetzt die 3 zusammen in 5 jahren kriegen.
    Wieviel erhalten ceo, chairman und cfo von z bsp roche oder lindt in 5 jahren? Oder 3 spieler von manu? Oder mal schnell bale fuer 100mio kaufen? Wo ist das problem? Neidisch?
    1 4 Melden
  • Rotirösli 03.06.2016 18:49
    Highlight Sepp Blatter sagte doch immer, die Fifa sei eine Entwicklungshilfeorganisation...
    17 0 Melden
    • gege 03.06.2016 20:16
      Highlight Wenn er alles im Wallis versteuert hat, stimmt es auch ein Wenig 😄
      23 0 Melden
    • mrmouse 04.06.2016 00:32
      Highlight Seine Finanzen wurden auch Entwickelt :)
      1 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 03.06.2016 18:41
    Highlight ...und dann die SVP: "Immer dieser Neid".
    26 4 Melden
  • Kstyle 03.06.2016 18:39
    Highlight Die fifa sollte als verein zwangszerschlagen werden, entschlackt und wieder aufgestellt werden. Den im grossen und ganzen, mal vom kopf der schlange abgesehen, macht fie fifa was für den fussball. Aber mit den ständigen skandalen schadet es mehr als es nützt. Habe das gefühl die fifa besteht damit sich die funktionäre aus dem topf bereichern können das muss abgestellt werden oder die fifa von einem verein in eine AG umgewandelt werden. Dann würden sie wenigstens steuern bezahlen.
    24 1 Melden
  • Pasionaria 03.06.2016 18:31
    Highlight Erstaunen wuerde bei dieser rundum schmutzigen Fifa-Elite ueberhaupt nicht, wenn gar der Infant_ino (= der nicht (ehrl.) spricht.....) nicht selbst derjenige ist, welcher die neusten Details seiner Vorgaenger in Umlauf gebracht hat. Dies mit der Absicht sich selbst und seine Machenschaften zu decken und in den Hintergrund zu schaffen!

    Weltwoche - deren himmelschreienden, grundfalschen Analysen passen zu Koeppels Begriff von 'Moral'. Dieser waere der passende Fifa-Berater! Nur sein Rassismus will nicht so zum zwangslaeufig multikulturellen Fussballsport passen.
    Koeppel der FIFA-Heilsbringer!
    20 3 Melden
  • kleiner_Schurke 03.06.2016 17:17
    Highlight Daneben gibt es dann ja sicher noch die zahllosen Goodies wie Suiten im Beaur Au Lac und ähnlichen Hotels inkl. dem entsprechenden gehobenen Service, ein Gläschen Champus (DomPerignon oder Krug) um die vom Verhandeln trockenen Kehlen zu befeuchten und ein paar Trüffel zum Knabbern. Blatter und Co benutzten sicher auch keine Samsung Handys sondern eher so was wie Virtu (Ab 25'000 Fr., kann man mit Lederetui passend zum Bentley haben). Wenn man das alles noch ausrechnen würde...
    16 1 Melden
    • FrancoL 03.06.2016 18:05
      Highlight Doch, doch Du kennst Dich da bestens aus, da spricht jemand aus Erfahrung, vielleicht mit einem kleinen Nebenjob bei der FIFA ;-)
      14 2 Melden
    • Pasionaria 03.06.2016 18:36
      Highlight Sie wollen doch um himmelswillen nicht mit solchen Peanuts aufwarten.....
      Diese gehoeren in den meisten Chefetagen zum Standard - die Hoehe der Boni, Loehne und weiteren 'Abfindungen' hoffentlich nicht wirklich.
      5 1 Melden
  • pamayer 03.06.2016 17:00
    Highlight hat's bei der fifa noch offene stellen? z.b. als aktenvernichter?
    bei diesen salären gäbe es sogar für diesen job mehr als ein bundesratslohn.
    14 1 Melden
    • FrancoL 03.06.2016 18:34
      Highlight oder man stellt für jede Seite einen Vernichter ein, dann klappt es wohl sicherlich.
      5 1 Melden
    • mrmouse 04.06.2016 00:34
      Highlight Ist FIFA Service public?
      Dann dürften die Löhne nicht höher als... egal :)
      0 0 Melden
  • Quitschi 03.06.2016 16:56
    Highlight Wie erklärt man Ironie? - die Fifa hat eine Ethikkommission...
    Mal ehrlich, wundert das jemand?
    19 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 03.06.2016 16:49
    Highlight Wenns um viel Geld geht wird beschissen, wenns um noch mehr Geld geht, wir noch mehr beschiessen.
    Ohne Ausnahme, überall.
    22 2 Melden
  • Bluetooth 03.06.2016 16:31
    Highlight Jetzt mal meine ehrliche Meinung dazu:
    Wir schenken der FIFA viel zu viel Beachtung. Korruption gibt es überall. Würden wir Regierungen, Unternehmen, Banken, Versicherungen etc gleich viel Beachtung schenken wie der FIFA würden wir mindestens genau gleich viele Skandale finden.
    Für die Bedeutung der FIFA finde ich diese Aufregung übertrieben. Am Schluss hat die Korruption der FIFA sehr wenig Einfluss auf mein Leben im Vergleich zu anderen Branche. Es geht schliesslich immer noch nur um Fussball. Diese 79 Mio hätte ich mit und ohne Korruption sowieso nie gesehen.
    15 55 Melden
    • FrancoL 03.06.2016 16:38
      Highlight Ja mit dieser Einstellung dass man sowieso keinen Rappen der veruntreuten Gelder sehen würde kommen wir viel weiter.
      So eine schwache Begründung und Darlegung wieso man nicht besser Hinsehen soll habe ich noch kaum mal gelesen.
      Möglicherweise sollte man ein klein wenig über die eigene Nase hinaus denken.
      29 2 Melden
    • Momo_1 03.06.2016 17:06
      Highlight Aeron, wenn du aber in einem Fussballverein mitwirkst (Vorstand) ist dir bewusst, dass du dies unentgeltlich, also auf Freiwilligenbasis machst. Da wäre ein Zustupf schon mal was. Und rate mal, woher der ganze Nachwuchs kommt... Aus kleinen oder grösseren Vereinen, die um jeden Rappen kämpfen müssen, damit ein reibungsloser Betrieb möglich ist. Und obenaus verbräteln die Millionen.
      24 0 Melden
    • Bluetooth 03.06.2016 19:59
      Highlight @FrancoL
      Es geht mich nicht darum, dass man es ignorieren sollte. Die Auswirkungen der Korruption in der FIFA sind mich einfach zu bedeutungslos relativ zur Beachtung, die man ihnen schenkt.
      Ich wünschte mich, man würde eher in anderen wichtigeren Bereichen als "nur" Fussball genauer hinsehen. Dass z.B. jetzt auch die US-Justiz sich mit der FIFA beschäftigt, während man bei viel schlimmeren Unternehmen das Auge zudrückt, kann ich nicht ernst nehmen.
      @Momo_1
      Ich rede natürlich aus persönlicher Sicht. Leute in der Fussball-Branche, die davon betroffen sind, haben all Grund sich aufzuregen.
      3 4 Melden
    • Rodolfo 04.06.2016 01:56
      Highlight Aeron, bitte, schreib nicht sonänbireweicheseich!
      Die FIFA ist nicht irgend eine Bank, keine Nestlé, keine Monsanto oder General Motors. FIFA ist einmalig! Nimm Dir zu Herzen, was MOMO 1 schreibt.
      Klar, es gibt überall Korruption. Aber bei der FIFA?
      Für viele ist sie heiliger als der Vatikan........
      1 0 Melden
  • dä dingsbums 03.06.2016 15:56
    Highlight Déjà vu?

    49 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 03.06.2016 15:36
    Highlight Ich hab auf diesen Moment gewartet, nur um erneut über dieses Bild zu lachen:
    128 1 Melden
    • Danyboy 03.06.2016 15:49
      Highlight Wieso? Er hat doch eine bessere Welt erschaffen! Zwar hauptsächlich für sich selber, aber das zählt in der Schweiz, bzw. für die Weltwoche vielleicht schon als grosse Leistung 😄
      98 2 Melden
    • icarius 03.06.2016 16:28
      Highlight Legendär auch das Cover imHerbst 2009. Ein paar Stunden später musste die UBS nit 60 Mia. gerettet werden.

      "UBS auf dem Vormarsch"😂
      48 2 Melden
    • Der Zahnarzt 03.06.2016 17:00
      Highlight Herr Köppel wird uns sicher wieder das alte Märchen vom "marktüblichen Salär" auftischen und uns vorrechnen, dass Herr Blatter im Vergleich zu einem CEO eines ähnlich grossen Unternehmens ein eher bescheidenes Einkommen hatte. - Halt der übliche Blabla-Blabla.
      29 1 Melden
    • FrancoL 03.06.2016 18:38
      Highlight Oder er RK wird es mit den Wahlgeldern die Blatter entrichten musste begründen und diese Anderen die Korrupten nennen. Ja ihm fällt sicherlich etwas passendes ein. Nur auf das Cover bin ich mega gespannt.
      10 2 Melden
    • Kstyle 03.06.2016 18:41
      Highlight Ja der grösste skandal finde ich die Fifa ist ein Verein nicht mal eine Firma. Gibt es einen Vereinspräsidenten der soviel verdient. Es ist einfach eine verhöhnung
      6 0 Melden
    • FrancoL 03.06.2016 18:50
      Highlight @Kstyle;
      Vielleicht ist es eben einfach eine konsequente Anwendung der BEDIENDICH-Mentalität eine Mentalität die zB dank der WeWo und Roger Köppel sogar speziell ausgezeichnet wird.
      Ist doch der RK ein frivoler Typ und Verfechter einer profunden Moral.
      9 1 Melden
    • Kstyle 03.06.2016 19:04
      Highlight FrancoL da kann ich dir nur zustimmen. Es gibt nur eine lösung austrocknung des bedientopfs
      5 0 Melden
    • FrancoL 03.06.2016 19:54
      Highlight @Kstyle; Wäre eine Lösung, doch das würde bedingen dass man zB ALLE Veranstaltungen der FIFA boykottiert, dass man auch nichts im TV guckt oder sonst werbeträchtige Veranstaltungen besucht die Geld in die FIFA Kasse spülen. Das ist meines Erachtens nicht machbar.
      Wir können nur versuchen möglichst schnell die Korruption jeweils aufzudecken, sodass es in ferner Zukunft vielleicht auch diesen Herren einmal zu umständlich wird sich schamlos zu bereichern. Aber ich bin da nicht sehr zuversichtlich, wir sind zu träge und zu faul geworden. Wir konsumieren mehrheitlich ohne zu hinterfragen.
      3 1 Melden
    • Kstyle 03.06.2016 20:25
      Highlight @FrancoL Es gäbe da zwei möglichkeit die mir einfallen die aber fast nicht umzusetzten sind.
      1. Politik aber bis die was tut gegen Korruption schneit es schwarzen Schnee.
      2. Der rest der FIFA funktionäre verurteilt es, wass auch nie geschehen wird.

      Wie schon in einem anderen post angedeutet könnte man den verein auch zwingem eine Firma zu werden dann würden wenigstens Firmenstrukturen herrschen und keine Vereinsstatuten. Es gäbe auch zusätzliche Steuereinnahmen. Dann könnte ich auch mit ihren gehältern leben. Mehr oder weniger. Nicht. ;-)
      2 0 Melden
  • FrancoL 03.06.2016 15:30
    Highlight Wenn es zutrifft freue ich mich auf die WeWo-Ausgabe, ja ich würde sie sogar zum ersten mal kaufen.
    42 1 Melden
  • Schlange12 03.06.2016 15:23
    Highlight Ob dies auch alles in der Steuererklärung angegeben wurde! Oi oioioioioi.
    Wenn das stimmt,kann ich mir gut vorstellen, dass dies auch nicht korrekt versteuert wurde.
    63 1 Melden
  • icarius 03.06.2016 15:17
    Highlight Und es kommt noch schlimmer: Sepp Blatter muss möglicherweise den Titel als Schweizer des Jahres an die Weltwoche zurückgeben!
    104 2 Melden
  • zombie woof 03.06.2016 15:13
    Highlight Das waren ganz sicher nur Spesen jaja
    49 1 Melden

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