Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.

Anti-FIFA-Aktivist gebüsst – er soll Polizisten vor der ETH mit einem Stein beworfen haben

01.04.15, 20:22 02.04.15, 11:10

Während einer Demonstration gegen FIFA-Präsident Sepp Blatter hat ein Musiker vor dem ETH-Gebäude in Zürich einen Stein gegen Polizisten geworfen. Dafür verurteilte ihn das Bezirksgericht Zürich zu einer unbedingten Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu 20 Franken.

«Sepp Blatter ist korrupt, das weiss doch jedermann», ereiferte sich der heute 39-Jährige vor dem Bezirksgericht Zürich. Unbestritten war, dass der Zürcher Musiker am 4. November 2014 vor dem ETH-Hauptgebäude an einer Demonstration gegen einen Auftritt des FIFA-Präsidenten Blatter teilnahm.

Rund 100 Personen hatten am 4. November vergangenen Jahres gegen den ETH-Auftritt des FIFA-Regenten Blatter protestiert. twitter

Kritik an Polizei: Keine DNA-Spuren auf Stein

Gegen den Strafbefehl legte der Musiker Berufung ein und liess seinen privaten Rechtsvertreter vor Gericht auf Freispruch plädieren. Er habe mit den anderen Demonstranten die Worte «Sepp Blatter – Mafia» gerufen und lediglich einen einzigen Stein gerollt, wehrte er sich.

Auch sein Verteidiger verneinte Gewalt und Drohung und machte geltend, der Beschuldigte sei von der Polizei nach der Festnahme widerrechtlich unter Druck gesetzt worden. So habe die Polizei ihm wahrheitswidrig angelastet, seine DNA-Spuren seien auf dem geworfenen Stein sichergestellt worden. Zudem sei kein Polizist verletzt worden. (tat/sda)

Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

«Ein grosses Herz schlägt nicht mehr» – die Schweiz trauert um Pfarrer Sieber

Nach dem Tod des Zürcher Seelsorgers Ernst Sieber haben Politiker und Kirchenvertreter den Obdachlosen-Pfarrer in sozialen Medien gewürdigt und ihm ihren Dank ausgesprochen. Er habe vielen Menschen das Leben gerettet, schrieb die Zürcher Stadtpräsidentin Corine Mauch.

Auch die Zürcher Regierungsrätin und Direktorin der Justiz und des Innern, Jacqueline Fehr, bekundete auf dem Kurznachrichtendienst Twitter ihre Trauer und ihren Dank: «Ein grosses Herz schlägt nicht mehr. Pfarrer Sieber war die …

Artikel lesen