Schweiz
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Von wegen «alternierende Obhut»: Meist bleiben die Kinder beim Mami – und Papi muss zahlen



ZUR EIDGENOESSISCHEN ABSTIMMUNG UEBER DIE VOLKSINITIATIVE „FUER EHE UND FAMILIE – GEGEN DIE HEIRATSSTRAFE“ AM SONNTAG, 28. FEBRUAR 2016, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG -  A wedding cake with the bridal couple from a 3D-printer at the wedding exhibition in Zurich, Switzerland, pictured on January 9, 2016. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Das Hochzeitspaar aus dem 3d Drucker an der Hochzeits- und Festmesse in Zuerich am 09. Januar 2016. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Was tun, wenn die Ehe zerbricht? Bild: KEYSTONE

Schrecklich technisch hört er sich an, der Begriff: «alternierende Obhut». Doch eigentlich meint er etwas ganz natürliches: Dass nach einer Trennung die Eltern ihre Kinder gemeinsam betreuen; die Mutter die Kinder zum Beispiel von Montag bis Donnerstag, der Vater von Freitag bis Montag.

Es ist ein Modell, dass von der Politik aktiv gefördert wird. So liess das Parlament 2014 bei der Revision des Unterhaltsrechts einen Passus ins Gesetz schreiben, wonach die Gerichte die alternierende Obhut auf Antrag prüfen müssen.

Das Parlament wollte damit vor allem ein Signal aussenden, schreibt der Tages-Anzeiger heute. Die Gerichte müssten eigentlich von sich alle in Frage kommenden Betreuungsmodelle prüfen. 

Heute wird der Bundesrat einen Bericht zur alternierenden Obhut veröffentlichen. Wirklich neues wird er nicht verkünden, schreibt die Zeitung weiter: Wünschbar sei das Modell schon, doch es scheitere oft an praktischen Problemen wie geografischer Distanz, Zerstrittenheit, Geldknappheit.

Familie Scheidung

Noch immer der Normalfall nach einer Trennung: Die Kinder bleiben hauptsächlich bei der Mutter. Bild: shutterstock.com

Trotz des Hinweises des Parlaments: In der Praxis entscheiden die Gerichte oft anders. Auch wenn der Vater vor der Trennung Teilzeit arbeitete und sich in der Betreuung der Kinder entsprechend engagierte, bleibt das Risiko, nach dem Gerichtsurteil als zahlender Elternteil zurückzubleiben.

So auch in einem Fall, den der «Tagi» exemplarisch aufzeigt.

Die Situation: Vater, Mutter, drei Kinder. Er arbeitet vor der Trennung als Logopäde Teilzeit, betreut während zweier Tage die Kinder. Die Mutter arbeitet als Innendekorateurin, kleines Pensum, bescheidener Lohn. 

Es kommt zur Trennung. Vor Gericht setzt sich der Vater dafür ein, dass er seine Kinder weiterhin an zwei Tagen pro Woche betreuen kann. Erfolglos. Das Gericht entscheidet: Die Kinder kommen in die Obhut der Mutter. Der Vater betreut die Kinder jeweils am Montag und jedes zweite Wochenende.  

Die Folgen, laut «Tages-Anzeiger»: Der Vater muss sein Pensum aufstocken, damit er die Alimente bezahlen kann. Die Mutter kündigt ihren Job, weil sie für die Kinderbetreuung als jetzt Alleinerziehende mehr Zeit braucht. 

Doch warum bleibt Vätern die alternierende Obhut oft verwehrt?

Im «Tagi» kommt der Zürcher Rechtsanwalt und FDP-Gemeinderat Andreas Egli zu Wort. Er vermutet, dass die Gerichte dem ökonomischen Aspekt ein grosses Gewicht schenken und deshalb auf das traditionelle Modell zurückgreifen: Weil der Vater meist mehr verdient, soll er sein Pensum aufstocken, während die Mutter derweil zu den Kindern schaut. «Die Gerichte pochen zu wenig darauf, dass beide arbeiten gehen», sagt Egli, der auf Familienrecht spezialisiert ist. (mlu)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Mia Mey 09.12.2017 07:36
    Highlight Highlight Warum macht ein Gericht nun diese Mutter zu einer Alleinerziehenden wenn der Vater bereit ist die Kinder weiterhin mit zu Betreuen?
    Eine Mutter kann diese Zeit,wo die Kinder beim Vater sind, alleine Geniessen, es ist ruhig, sie hat Zeit für sich. Frau kann arbeiten, soziale Kontakte ohne Kinder pflegen. Der Vater hat die Kinder ja auch nicht nur zum Vergnügen. Gönnt auch den Vätern dieser 24 Stunden Job.
    Die Kinder kennen so ihren Vater, er ist doch auch ein Elternteil.
    • stadtzuercher 09.12.2017 11:27
      Highlight Highlight Mia Mey, es ist nicht das Gericht. Es ist die Mutter die das so wollte, weil sie im Streit mit dem Vater lage. Bitte bei der Wahrheit bleiben. Hier ist der Vater/Mann Opfer der Kindsmutter, die am längeren Hebel sitzt.
    • Citation Needed 10.12.2017 20:16
      Highlight Highlight Stadtzürcher: kann sein, dass Sie sich anderswo informierten, wo mehr zu dem Fall steht. Dann geben Sie doch bitte an, wo. Denn in diesem Artikel hier steht, dass es das Gericht war, das der Frau die Obhut übertrug. Ob sie das so wollte oder nicht geht auch nicht aus diesem Artikel hervor. Nur, dass der Mann weiterhin 2T/W Kinder betreuen wollte, was ihm das Gericht verwehrte. So gesehen ist Mia Mey durchaus bei der Wahrheit geblieben, sie hingegen nicht.
  • Ökonometriker 09.12.2017 01:13
    Highlight Highlight Rechtssprechung Schweiz: Wer das Kind bekommt, darf es behalten. Sexismus 2017
  • EsKamel 08.12.2017 23:33
    Highlight Highlight Im Vordergrund sollte irgendwie auch stehen, ob dies eine geeignete Lösung für das Kind ist, und dafür braucht es eben auch die Möglichkeit, miteinander zu reden, und gemeinsam nach Möglichkeiten zu suchen, die für das Kind optimal sind. Dies sollte eigentlich auch für Gerichte das Hauptaugenmerk sein. Wer vorher seine Kinder tageweise betreut hat, sollte das auch nachher können. (Aber: wer vor der Trennung keine Lust hatte, auf Karriere zu verzichten, sollte nach der Trennung auch nicht mit Besitzansprüchen kommen).
    Flexibilität und Gesprächsbereitschaft von allen Seiten wäre wohl hilfreich.
  • Tisch 08.12.2017 17:01
    Highlight Highlight Seltsame Beispiele werden da aufgeführt. An unserem Gericht kriegen grundsätzlich alle Väter, die vor der Scheidung Teilzeit arbeiteten, die alternative Obhut. Leider sind das viel zu wenige.
    • perpetuummobile 08.12.2017 18:56
      Highlight Highlight Eben: allen "die vor der Scheidung Teilzeit arbeiteten", und maximal die. Die anderen haben keine Chance. Die Gerichte betonieren die Zustände vor der Trennung obwohl die unter völlig anderen Voraussetzungen entstanden sind. Eine Trennung ist eine völlig neue Situation die neue Lösungen braucht. Das ignorieren die Gerichte und stützen damit Sommarugas Schildbürgerstreich, gegen eine bürgerliche Mehrheit das "Geschäftsmodell" Kind als alter Wein in neuen Schläuchen ins neue Scheidungsrecht zu lupfen.
  • Citation Needed 08.12.2017 16:30
    Highlight Highlight Ich frage mich, wie ein Gericht entschieden hätte, wenn beide gleich viel Geld verdienen würden. Hätte man in so einem Fall evtl. den bisherigen 'Verteilschlüssel' beibehalten? es ist schon so, dass bei einer Trennung (besonders, wenn zerstritten) die Lebenskosten steigen, weil man zwei Wohnungen braucht und auch sonst viel 'Transaktionsaufwand,' ergo lassen sich, so scheint's, die Gerichte vom höheren erzielbaren Einkommen beeinflussen in ihrer Entscheidung.
    • koks 08.12.2017 16:53
      Highlight Highlight der beobachter hat einen fall dokumentiert, wo zwei ärzte mit exakt gleichen stellenprozenten (50%) und in etwa gleichen beruflichen qualifikationen (beides mediziner) sich im streit getrennt haben. gleiches resultat wie hier: mann bezahlt, darf kinder nicht mehr sehen, frau kriegt alles, kinder und geld.

      finde es absurd so zu tun, als wäre der mann selbst schuld, dass er die kinder nicht weiter grossziehen darf. es ist unsere väterfeindliche rechtssprechung und unsere väterfeindliche politik, die willentlich die väter in der schweiz diskriminieren.
    • Citation Needed 08.12.2017 17:45
      Highlight Highlight koks: ich tu ja nicht so, als ob der Mann selbst schuld ist. Ich frage mich, wie im umgekehrten Fall oder bei hälftiger Teilungentschieden würde. Im Beobachterfall muss man wohl annehmen, dass die Gerichte Kindswohl mit Betreuung durch einen Elternteil, traditionell der Mutter, gleichsetzen. Darin wäre tatsächlich ein Abweichen von der seitens Politik verordneten Gleichberechtigung zu erkennen, die ich überhaupt nicht gutheisse.
      Steht denn im Beobachter, warum die Frau und nicht der Mann Sorgerecht bekam? Wird das Urteil erklärt?
    • Oban 09.12.2017 06:21
      Highlight Highlight Kenne einen gegenteiligen Fall, da hat die Frau nur noch Besuchsrecht.
      Hier aber nur aufgrund des absoluten Desinteresse am Kind seitens der Mutter und es war ein extrem langwieriger Prozess vor Gericht für den Vater. Natürlich zahlt die Mutter auch keinen Unterhalt, wo kämmen wir dann hin wenn die arme Frau das auch noch tun müsste.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Citation Needed 08.12.2017 16:26
    Highlight Highlight Es ist stossend, dass Gerichte in einem wie dem vorliegenden Fall nicht anerkennen, dass genau die Voraussetzungen anzutreffen waren, die man mit der neuen Emfpehlung schaffen wollte: beide Eltern übernehmen Betreuung und stehen im Berufsleben. Mit etwas Goodwill hätte man vermutlich eine bessere Lösung finden können. So richtig wird das Modell aber wohl erst greifen, wenn nicht nur in Einzelfällen, sondern in der Mehrzahl der Fälle beide Kinderbetreuung und Erwerbstätigkeit teilen. Bis dahin fallen Gerichte wohl noch oft in alte Muster zurück.
  • papipapo 08.12.2017 14:39
    Highlight Highlight Das neue Unterhaltsrecht, seit 01.01.2017, ermöglicht es erstmal, dass beteiligte Kinder die alternierende Obhut fordern oder wünschen können. Das Gericht müsste diese dann zumindest prüfen.
    Während einige Artikel zu den Vätern bereits erschienen sind, hört man davon gar nichts. Die Kinder im Artikel hätten sich vertreten lassen müssen und die alternierende Obhut fordern. #KinderanwaltschaftSchweiz
    Es gibt Merkblätter der Unicef und MMI für jede Alterstufe, Eltern und Behörden.
    Wenn sich die Eltern nicht einig sind, müssen die Kinder einen eigenen Anwalt erhalten.

  • Lester McAllister 08.12.2017 14:18
    Highlight Highlight Leider hat ein getrenntes Paar mit geteiltem Sorgerecht auch finanzieller Aufwand, wie eine Familie mit Zweitwohnung. Alles braucht es doppelt, Kinderzimmer, Spielsachen, Auto usw.
    Da finde ich es nicht falsch, orientiert sich das Gericht auch an den Verdienstmöglichkeiten der Eltern.
    Es kann ja nicht immer alles der Allgemeinheit angehängt werden.
  • Charming 08.12.2017 14:05
    Highlight Highlight Also meine Tochter 40 lebt in Trennung und beide haben neue Partner. Die beiden Kinder (5+7) blieben in der alten Gartenwohnung. Dort werden sie alternierend je 50% von den Eltern betreut, welche im Quartier zusammen noch eine 2. Genossenschaftswohnung in Solidarhaftung gemietet haben. Beide arbeiten 80% (Detailhandel, Koch) und ein Tag betreuen die Grosseltern. Scheint zu gehen, fragt sich nur wie lange...
    • Zerschmetterling 08.12.2017 18:45
      Highlight Highlight Leider können nicht alle Erwachsenen Menschen so vernünftig handeln... Meist zum Leid der Kinder.
  • rummelsnuff 08.12.2017 13:55
    Highlight Highlight Ist doch im Prinzip ganz einfach. Sobald beide Elternteile gleich viel verdienen sind alle Optionen offen. Sobald dies nicht mehr der Fall ist bekommt die weniger verdienende Person die Kinder und die andere bezahlt. Also bei gleichem Lohn für gleiche Arbeit würde sich viele Probleme beider Seiten lösen. Somit geht Gleichstellung alle etwas an egal ob Mann oder Frau.
    • Charlie Brown 08.12.2017 14:59
      Highlight Highlight Hui, ein einfaches Weltbild hast du aber...
    • rummelsnuff 08.12.2017 16:13
      Highlight Highlight Natürlich ist meine Aussage etwas überspitzt. Aber Sie zeigt sehr schön auf das Gleichstellung beide Geschlechter betrifft, und somit nicht per Se eine Gruppe benachteiligen muss. Wie Sie im Text herauslesen können scheitert die «alternierende Obhut» oft an den Finanziellen Verhältnissen der Mutter, somit müsste es auch im Interesse der Männer sein das Frauen für die gleiche Tätigkeit auch den gleichen Lohn erhalten.
    • papipapo 08.12.2017 17:23
      Highlight Highlight Im Originaltext geht es darum, dass es ein Eigentor ist. Übrigens von einer Frau geschrieben. Sehr fair, sachlich und überlegt, wie eigentlich alle ihre Artikel.
      Gleicher Lohn, Karrieremöglichkeiten etc. bringen nichts, wenn der Arbeitgeber von den Gerichten schon fast aufgezwungen bekommt, den männlichen Bewerber einzustellen, weil das weibliche Talent dann ja eh weg ist.
      Merken Sie, dass Sie Lohngleichheit gegen ein Kinderrecht ausspielen?
      "Wart mal Schatz, wenn wir den Papi erpresst haben, kümmert sich Mami um deine Rechte. Weisst du, die geben uns unsere nicht."
    Weitere Antworten anzeigen
  • Vio Valla 08.12.2017 13:50
    Highlight Highlight Easy, dann muss halt man(n) schauen, dass er mit einer Frau Kinder bekommt, die selber mehr verdient als er. Dann wird er beim Scheidungsfall das Sorgerecht zugesprochen bekommen und nicht umgekehrt, da ja, wie im Artikel beschrieben, diese Entscheidung vom Gericht meist aus der ökonomischer Perspektive aus gefällt wird...
  • Scaros_2 08.12.2017 13:27
    Highlight Highlight Ein Grund mehr aus Sicht des Mannes in diesem Land auf Kinder zu verzichten und die Karriere zu forcieren.
  • Bucky 08.12.2017 13:14
    Highlight Highlight "Wünschbar sei das Modell schon, doch es scheitere oft an praktischen Problemen wie geografischer Distanz, Zerstrittenheit, Geldknappheit." Zum einen ein großer Fortschritt, dass "Geldknappheit" als Problem eingestanden wird. Zum anderen bleibt unverständlich, inwiefern "Geldknappheit" den Vollzug des Kindesrechts auf Kontakt zu den leiblichen Eltern behindern könnte. Der Vollzug dieses Rechts ist auch bei Eltern am Existenzminimum möglich und einzufordern. Andernfalls könnten wir anfangen, noch manches Gesetz wegen "Geldknappheit" zu ignorieren... 😂
  • blaubar 08.12.2017 13:13
    Highlight Highlight Wenn es um Kinder, Schule, Familie geht, ist ganz schnell Schluss mit Genderblabla, Gleichberechtigung usw.
    Da sofort stillschweigend das alte Rollenbild angenommen. Ich war echt baff!
  • RatioRegat 08.12.2017 12:51
    Highlight Highlight Eine Schwierigkeit besteht sicherlich auch darin, dass es noch immer schwierig ist, den Beschäftigungsgrad zu reduzieren.

    Das sinnvollste Modell besteht m.E. darin, dass sich auch vor der Trennung beide um das Kind kümmern. Dann dürfte auch bei einer Trennung die Hemmschwelle grösser sein, das Obhutsrecht nur einem Elternteil zuzusprechen. Dies wird jedoch durch den Mangel an einer angemessenen Elternzeit erschwert.
    • Konstruktöhr 08.12.2017 15:06
      Highlight Highlight In diesem Fall hat ja der Mann die Kinder 2 Tage die Woche betreut. Jetzt kann er das nicht mehr.
  • Thinktank 08.12.2017 11:58
    Highlight Highlight Die Schweizer Richter verstossen alle gegen die Menschenrechtskonvention 14, die eine Diskriminierung aufgrund Geschlecht verbietet. Das Gesetz, dass die Richtergilde ja eigentlich als wichtigste Leitlinie betrachten.
    • Nibu 08.12.2017 14:46
      Highlight Highlight Leider ist das der wie heisst das nochmal Neo Dings Kapitalismus.


      Die menschlichen Dramen die sich da abspielen, will man sich gar nicht vorstellen.
  • sheshe 08.12.2017 11:58
    Highlight Highlight #metoo
  • Snowy 08.12.2017 11:43
    Highlight Highlight Gleichberechtigung ist in der Schweiz immer so lang gut, bis es dem Mann Vorteile gegenüber der Frau bringt.

    Wette 80% der Männer U30 haben keine Ahnung von dieser Ungerechtigkeit:

    Frau und Mann haben ein Kind (ohne Heirat!). Nach der Geburt arbeitet er weiterhin 100% und sie 40% .
    Mann trennt sich. Das Kind ist 3 Jahre alt. So weit so normal.
    Der Mann verdient 7000/Mon. Die Frau 1200/Mon.
    Der Mann zahlt künftig für Frau und Kind 3000.- pro Monat bis das Kind 12 Jahre (!) da die Frau ja nicht mehr arbeiten muss.

    Erstaunt es da noch irgendjemanden, dass Männer keine Kinder mehr wollen?
    • Dubio 08.12.2017 11:52
      Highlight Highlight Also wenn das Paar nicht verheiratet war, zahlt der Mann der Frau gar nichts. Nur dem Kind ist Unterhalt geschuldet.
    • Gringoooo 08.12.2017 11:55
      Highlight Highlight De lege lata (01/07/17) ist das Gesetz Geschlechtsneutral - kann auch umgekehrt sein.
      Neu kann die betreuende Person selbst wählen, ob sie arbeiten will oder ob sie das Kind betreuen will und dabei Anspruch auf Betreuungsgeld (quasi Lohnersatz) erhebt.

      Schlussendlich denke ich führt die neue Regelung wohl in noch mehr Situationen dazu, dass der zahlende Elternteil auf das familienrechtliche Existenzminimum runtergedrückt wird. Der Anreiz für den Betreuenden Teil, selbst Geld zu verdienen hat mMn stark abgenommen.
      Ob dies nun sinnvoll ist, oder nicht, wird sich noch herausstellen.
    • Charlie Brown 08.12.2017 12:09
      Highlight Highlight Frau und Mann haben sich gemeinsam für ein Kind entschieden. Frau und Mann sorgen gemeinsam für das Kind. Egal ob Frau und Mann sich noch lieb haben. Warum soll Manni n deinem Beispiel einfach fein raus sein? Mann kann ja auch auf 50% reduzieren und das Kind hälftig betreuen. Das kommt aber noch teurer 🤔
    Weitere Antworten anzeigen
  • Evan 08.12.2017 11:43
    Highlight Highlight Danke für den Artikel.
  • meine senf 08.12.2017 11:30
    Highlight Highlight Ich kenne dieses Modell aus eigener Erfahrung (die Eltern waren sich trotz Scheidung soweit einig, dass sie sich ohne Gerichte, dieses Modell noch gar nicht kannten, darauf einigten und sie zogen es auch durch).

    Immer abwechslungsweise 5 Tage beim Vater, 5 Tage bei der Mutter.

    So optimal, wie man meinen könnte, ist es aber auch nicht. Als Kind hat man so irgendwie keinen festen Rahmen, den man für die Persönlichkeitsentwicklung braucht und man wächst quasi parallel in zwei verschiedenen Familien auf und es fehlt ein "wirkliches" zuhause.
    • Basoalto 08.12.2017 12:06
      Highlight Highlight Ich glaube auch, dass ein Kind EIN Zuhause braucht und dass bei diesem Modell die Bedürfnisse der Eltern über jene der Kinder gestellt werden.
    • Nibu 08.12.2017 18:00
      Highlight Highlight Naja, wohnen Sie mal immer 5 Tage hier und 5 Tage dort.... .

      Logistisch gesehen ist das gar nicht so einfach bzw. anstrengend.

      Beispiel: Du malst bei der Mutter, dann hast du das Malzeug nicht beim Vater... . Dann musst du eine (Kinder)Woche warten, bis du weitermalen kannst... .

      Wenn es ja so lustig wäre, immer hin und herzuziehen, würden das ja auch Paare machen. Aber nein, nach ein paar Jahren mit getrennter Wohnug ziehen die meisten Paare zusammen.

      Es gibt ja das Modell, wo die Erwachsenen hin und herziehen.
      Das find ich persönlich für die Kinder am Besten.

  • Gringoooo 08.12.2017 11:19
    Highlight Highlight Der Gedanke hinter der alternierenden Obhut ist ja schön und gut - stösst bei der Machbarkeit jedoch schnell an seine Grenzen.
    Wohnen beide Elternteile in einem Quartier oder einer Stadt, dürfte es durchaus umsetzbar sein.
    Ist die Distanz aber schon minimal Grösser ist es ab einem Gewissen Alter wohl vor allem dem Kindswohl nicht sehr zuträglich.
    Soll das Kind denn jede Woche oder alle X Tage durch die Schweiz reisen und dessen Möglichkeit ein stabiles soziales Umfeld zu gründen massiv erschwert werden? Soll es zwei Schulen besuchen?

    Es ist halt ein stark emotionales Thema.
    • meine senf 08.12.2017 11:58
      Highlight Highlight Trotz meinen oben beschriebenen Erfahrungen kann es schon in manchen Fällen vielleicht schon die am wenigsten schlechte Lösung sein.

      Bei mir wohnten sie auch im selben Quartier, so das Wege und Schule kein Problem waren.

      Aber ich sehe überhaupt nicht, wie es gehen soll, wenn die Eltern so zerstritten sind, dass das Gericht entscheiden muss.
      Wenn die Situation so ist, dann kann es sicher nicht funktionieren. Und wenn sie sich einig sind, können sie es informell und ohne Richter festlegen, womit die gesetzlichen Regelungen belanglos wären.
  • Wilhelm Dingo 08.12.2017 11:04
    Highlight Highlight Die Gerichte sollen vermehrt die Bedüfnisse der Kinder ins Zentrum stellen. Ab einem gewissen Alter können Kinder sehr wohl artikulieren was für sie am besten ist.
    • Theor 08.12.2017 11:21
      Highlight Highlight Dem würde ich jetzt einmal widersprechen. In meiner Zeit beim Gericht habe ich viele Gegenbeispiele erlebtrlebt. Beispielsweise wie ein 14 Jähriger seiner Mutter unterstellt hat, sie würde ihn massiv vernachlässigen. In der Kindesanhörung kam dann heraus, dass er einfach zu "Papi" wollte, weil dieser ihn Call of Duty spielen lies.

      Kinder wissen früh einmal, was sie WOLLEN - nicht aber was AM BESTEN für sie ist.
    • Theor 08.12.2017 15:18
      Highlight Highlight @Silent Speaker

      Das ist keine Polemik sondern ein Erfahrungsbericht, welcher so 1 zu 1 stattgefunden hat. Und nur ein Beispiel von vielen. Am besten noch einmal den Begriff Polemik nachschlagen.

      Aber ich lasse mich gerne eines besseren belehren: Inwiefern haben Sie eine grössere Qualifikation zu beurteilen, wie die Kinderbelange vor Gericht beurteilt werden sollte, als jemand, der beim Gericht (ge-)arbeitet (hat) und daher genau weiss, welche Verfahren da angewendet werden und wie solche Sorgerechtsstreitverfahren in der Schweiz nunmal aussehen und was sich dort IM STREITFALL abspielt?
  • Redly 08.12.2017 11:00
    Highlight Highlight Tja, gelebte Gleichberechtigung 2017...
    Daneben gibt’s sogar Gesetze, die Frauen bevorzugen. Wenn jemand benachteiligt ist, ist’s nicht Frauen.
    • loquito 08.12.2017 11:33
      Highlight Highlight Blödsinn. Meistens scheitert es daran, dass Papis zwischen Familie und Karriere keine Kompromisse kennen. Meine Erfahrung in meinem Freundeskreis...
    • Sir_Nik 08.12.2017 12:53
      Highlight Highlight *sind‘s

  • stadtzuercher 08.12.2017 10:50
    Highlight Highlight Das Bundesgericht hat die alternierende Obhut wie auch das geteilte Sorgerecht nach dessen theoretischen Inkrafttreten gleich wieder ausgehebelt: Indem es der Frau ein Vetorecht gegeben hat. Unter dem Jubel der linken Feministinnen.

    In Sachen Gleichstellung ist die Schweiz eine der rückständigsten Staaten in Europa - es sind jedoch nicht Frauen, die per Rechtssprechung und Gesetz schlechtergestellt sind, sondern die Männer.

    • Citation Needed 08.12.2017 16:51
      Highlight Highlight Wenn die Frau mehr verdient hätte in dem Beispiel (also sie als Logopädin und er als Dekorateur beschäftigt gewesen wär), hätte man dann den Mann trotzdem dazu verbrummt, zu 100% zu arbeiten und Unterhalt zu zahlen? Kaum. Gewichtet wird scheinbar auch, wer vor der Scheidung mehr Unterhalt bestritt und wer mehr Betreuung leistete. Der Entscheid ist m.E. wirklich nicht gut, aber der richtete sich doch eher nach der bestehenden Situation und nicht nach dem Geschlecht. Dass die Frau jedoch die Möglichkeit erhält, nachher weniger zu arbeiten als vorher, ist schlicht falsch.
    • statistikus 08.12.2017 18:25
      Highlight Highlight Und trotzdem können wir jeden Tag mehrer Artikel darüber lesen, wie Frauen in unserer patriarchalen Gesellschaft unterdrückt werden.
    • who cares? 08.12.2017 20:15
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