Schweiz
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Vater Baby Fotoalbum Foto

Fachleute schätzen, dass in der Schweiz in jeder Schulklasse ein Kuckuckskind sitzt. symbolBild: Shutterstock

Wenn Papi nicht der Vater ist: Drei Kuckuckskinder erzählen

Miriam (20), Manuel (49) und André (67) haben eines gemeinsam: Die Männer, die sie für ihre Väter hielten, sind nicht mit ihnen verwandt. 

27.12.17, 09:08 28.12.17, 05:00


Da stand Manuel* also. Fünfzehnjährig, in einer Zürcher Stube, mit zwei Männern. Der eine ein kühler Intellektueller, den er vorher noch nie gesehen hatte, aber die gleichen Gene in sich trug wie er. Der andere ein stolzer Spross einer Arbeiterfamilie, der Manuel zwar miterzogen, aber sonst so gar nichts mit ihm gemein hatte.

Dem Teenager schwirrte der Kopf. Der Fremde sah ihm auffällig ähnlich. Auch in seinem Wesen war er ihm vertraut – obwohl der Mann keinen Hehl daraus machte, dass das Letzte, was er jetzt noch brauchen konnte, ein Sohn war.

Manuel ist ein Kuckuckskind. Der Begriff leitet sich vom Kuckucksvogel ab, der seine Eier in fremde Nester legt. Manuels Mutter – im Zürich der 68er-Jahre schwanger geworden von einer Affäre – sollte ihren Ehemann im Glauben lassen, dass das Kind seines sei. So hatte sie es mit dem Erzeuger abgemacht: Kein Wort zu niemandem.

Doch die Geheimnistuerei machte ihr zu schaffen, also beichtete sie ihrem Umfeld, was geschehen war. Und für Manuel, damals noch ein Kind, begann das Hadern mit seiner Identität.

Der Kuckuck kann seine Eier so gut anpassen, dass die ahnungslosen Eltern, hier ein Rotkehlchen , nichts merken, auch wenn das Kuckuckskind weit groesser als seine Pflegeeltern ist, das Praeparat ist Teil der neuen Ausstellung im Naturmuseum St. Gallen, am Dienstag  27. Maerz 2007, unter dem Titel, Allerlei Eier- Tiereier in Variationen .  (KEYSTONE/Regina Kuehne)

Ein Rotkehlchen füttert einen jungen Kuckuck – in der Annahme, es handle sich um eigenen Nachwuchs.  Bild: KEYSTONE

Manche Fachleute gehen davon aus, dass in der Schweiz in jeder Schulklasse durchschnittlich ein Kuckuckskind sitzt. Andere Studien kommen auf höhere oder tiefere Werte. Verlässliche Angaben zu machen, ist schwierig, denn in vielen Fällen kommt die Wahrheit nie ans Licht. Die vermeintlichen Väter ziehen ein Kind auf, das biologisch gesehen nichts mit ihnen zu tun hat.

Stürzt das Lügengebäude jedoch ein, stellt dies das Leben der Betroffenen komplett auf den Kopf. Manuel erinnert sich: «Ich wusste plötzlich nicht mehr, wo mein Platz zwischen diesen beiden Männern war. Ja, vielleicht überhaupt auf der Welt.» Besonders quälend sei das schlechte Gewissen gegenüber seinem «sozialen Vater» gewesen – so nennt man die Schein-Väter im Fachjargon.

Vor wenigen Wochen hat sich der heute 49-Jährige erstmals mit Menschen ausgetauscht, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben. In Winterthur startete eine Selbsthilfegruppe für Kuckuckskinder, Gründerin ist die 20-jährige Miriam*. Mit 13 hatte sie von der Mutter erfahren, dass nicht der Mann ihr Vater war, den sie bisher dafür gehalten hatte. Sondern ein Bekannter der Familie, der sie hin und wieder auf Ausflüge begleitete. 

symbolbild: shutterstock.com

«Es ist hart, wenn man jahrelang angelogen wird», sagt Miriam. Ihr Rezept, um das dumpfe Gefühl zu vertreiben, hiess Information: «Ich händigte meinen Geschwistern Fragebogen aus, um in Erfahrung zu bringen, wie lange sie schon Bescheid wissen und wie sie über die Sache denken. Ich wollte das alles schriftlich haben.»

Ihren leiblichen Vater traf Miriam in Restaurants, fragte ihn über seine Familie aus. Und kämpfte dabei mit der ständigen Angst, gesehen zu werden. «Lange wusste in meinem Umfeld kaum jemand Bescheid.» Das will sie nun – bestärkt vom Austausch in der Selbsthilfegruppe – ändern.

«Er erwähnte es fast beiläufig. Er dachte, ich wisse Bescheid.»

André (67)

Miriam ist das jüngste Mitglied der Gruppe, André das älteste. Für eine Begegnung, wie sie die beiden anderen mit ihren leiblichen Vätern hatten, ist es für ihn zu spät. Der 67-Jährige erfuhr erst in diesem Frühjahr, dass er ein Kuckuckskind ist. Ein Onkel gab das Geheimnis preis, als der Vater im Sterben lag. «Er erwähnte es fast beiläufig. Er dachte, ich wisse Bescheid.»

«Ungläubig» sei er in dem Moment gewesen, erinnert sich André. Auch wenn es rückblickend eigentlich genug Anhaltspunkte gegeben hätte. Die Mutter, der Vater und die beiden Schwestern hatten blaue Augen, er braune. Als er zwölf war, hatte ihn eine Nachbarin gar einmal gefragt, ob er der leibliche Sohn der Familie sein. «Als ich meiner Mutter davon erzählte, ist sie förmlich explodiert.»

Seinen sterbenden «Bäppu» mit den Aussagen des Onkels zu konfrontieren, brachte André nicht übers Herz. Stattdessen nahm er dem alten Mann unter einem Vorwand eine Speichelprobe ab. Einige Wochen später beschied ihm ein Labor, eine Verwandtschaft könne zu 100 Prozent ausgeschlossen werden. Da war der Vater bereits tot.

symbolbild: shutterstock.com

Doch nun, da der Verdacht zur Gewissheit geworden war, ging André in die Offensive, kontaktierte die noch lebenden Onkel und Tanten. «Da rückten sie plötzlich mit der Sprache heraus. Wie sich herausstellte, wussten alle davon – nur ich nicht.»

Die Geschichte, die die Verwandten erzählten, geht so: Andrés Mutter hatte als junge Frau einen «Schatz» aus Bern, braune Augen, dunkles Haar. Eines Tages erwischten ihre Brüder den jungen Mann im Ausgang – mit einer anderen Frau im Arm. «Meine Onkel drohten ihm, er solle sich nie mehr blicken lassen – sonst gebe es ‹ufe Ranze›.» Was sie nicht wussten: Ihre Schwester war zu diesem Zeitpunkt bereits schwanger von ihm.

«In einem Oktober schrieb mein Vater meiner Mutter, sie habe einen Riesenfehler begangen. Aber sie würden das gemeinsam durchstehen.»

André

Die Drohung der Brüder wirkte. Der Dunkelhaarige verschwand von einem Tag auf den anderen aus dem Leben der Frau. An seine Stelle trat rasch ein anderer Verehrer: der Mann, den André später «Bäppu» nennen sollte. «Er war von Anfang an verrückt nach meiner Mutter, vergötterte sie geradezu.» Davon zeugten alte Briefe, die er nach dem Tod des Vaters bei der Wohnungsauflösung gefunden habe.

Nur in einem Brief, da ist der Ton eisig. «In einem Oktober schrieb mein Vater meiner Mutter, sie habe einen Riesenfehler begangen. Aber sie würden das gemeinsam durchstehen.»

Im Mai des darauf folgenden Jahres kam André zur Welt. «Mein Vater musste also gewusst haben, dass ich nicht sein leibliches Kind war.» Dass er ihn dennoch als seinen Sohn akzeptiert habe, rechne er ihm hoch an. Auch wenn das Verhältnis zwischen ihnen stets kühl blieb. «Er behandelte mich korrekt, war aber sehr streng – und es fuchste ihn, wenn mir privat oder beruflich etwas gelang, was ihm in seinem Leben verwehrt geblieben war.»

In Andrés Wohnzimmer, irgendwo im Kanton Solothurn, hängt ein schmaler Bilderrahmen. Darin, auf einem hellen Hintergrund, vier Fotos: Oben ein grosses von Mutter und Vater, er mit strengem Blick, sie strahlend im rosa Pullover. Unten zwei kleinere, je eine blondgelockte Frau im Fokus: Andrés jüngere Schwestern. Im Zentrum: das Kuckuckskind, etwas jünger als heute, während einer Reise durch Indien unter Palmen.

Ein weiteres Foto, ein Porträt in Sepia-Tönen, thront auf einem Sideboard neben der Treppe. «Das ist er, mein Vater.» André lächelt unsicher, der Satz scheint ihm noch nicht recht geheuer.

Den Namen seines Vaters «und ein paar weitere Details» hatte er bei seinem Onkel in Erfahrung bringen können. Die Geschichte liess dem Pensionierten keine Ruhe – er begann, Nachforschungen anzustellen. Klapperte das Zivilstandesamt, das Staats- und das Stadtarchiv ab – und förderte die Geschichte seines Erzeugers so Stück für Stück zu Tage.

«Ich dachte: Das gibt's ja gar nicht: Meine Halbbrüder hatten denselben Bart, dasselbe strube Haar wie ich. Verrückt.»

André

«Ich fand heraus, dass mein Vater schon vor 30 Jahren gestorben ist. Von ihm hätte ich noch zwei Halbbrüder, doch die leben beide auch nicht mehr.» André schrieb der Witwe des älteren Bruders, schilderte ihr die Situation, bat um ein Foto des verstorbenen Vaters. Zurück kam jenes, das nun auf dem Sideboard steht. Zusammen mit einer Antwortkarte, nur ein paar dürre Zeilen Text.

André fasste nochmals Mut, telefonierte mit der Witwe, bat sie um ein Treffen. «Wie sie mir nachher sagte, war es für sie schon von Weitem sonnenklar, von wem ich abstamme.» Fotoalben wurden geöffnet, Bilder aus früheren Jahren verglichen. «Ich dachte: Das gibt's ja gar nicht: Meine Halbbrüder hatten denselben Bart, dasselbe strube Haar wie ich. Verrückt.»

Noch bizarrer wurde die Geschichte, als André seinem Umfeld eröffnete, was er herausgefunden hatte. Während eine Schwester ausrief, sie habe es «irgendwie» immer geahnt, liess sich auch Andrés Ex-Frau zu einem Geständnis hinreissen. Andrés Mutter habe ihr das Geheimnis bereits vor Jahrzehnten anvertraut. «Dass sie alles wusste und nichts gesagt hat, schmerzt mich besonders.»

«Was ich aus der Geschichte mitnehme, ist vor allem eins: Ich will in meiner eigenen Familie keine Geheimnisse haben.»

Denn inzwischen ist auch die Mutter tot. Jemanden, der aus erster Hand berichten könnte, gibt es nicht mehr. André hätte gern gewusst, was sein Vater für ein Mensch war. Ob es mehr Gemeinsamkeiten gegeben hätte als mit dem strengen «Bäppu», für den das Leben ein Wettbewerb war. Der die Nazis glorifizierte und alle, die nicht in sein Weltbild passten, als «Vaganten» bezeichnete. «Wir hatten das Heu wirklich nicht auf der gleichen Bühne.»

Es vergehe kein Tag, an dem er nicht darüber nachdenke, so der 67-Jährige. Dank seiner Partnerin komme er aber zurecht. Auch die Selbsthilfegruppe tue ihm gut. «Was ich aus der Geschichte mitnehme, ist vor allem eins: Ich will in meiner eigenen Familie keine Geheimnisse haben.» Er habe seine erwachsenen Töchter aufgefordert, alles anzusprechen, was sie störe. Fragen zu stellen, so viele sie wollten.

symbolbild: shutterstock.com

Auch Manuel, der 68er aus Zürich, ist heute selber Vater. Dreimal war er verheiratet, die Tochter aus erster Ehe ist heute 19, der Sohn aus der aktuellen Beziehung vier. «Es hat sicher auch mit meiner Geschichte zu tun, dass es mir schwerer als anderen fällt, mich zu binden», analysiert Manuel. «Auch deshalb will ich meine Vergangenheit jetzt aufarbeiten. Ich will meinen Kindern geben können, was sie brauchen. Das gelang mir bei meiner Tochter bislang leider nicht immer.»

Dass sich die Geschichte nicht abstreifen lässt, muss er immer wieder erfahren. Das beginnt schon beim Blick in den Pass: So tragen sowohl Manuel als auch seine Tochter den Nachnamen eines Mannes, der nicht mit ihnen verwandt ist. Dies sei aus «systemischer Sicht» bedenklich, liess sich Manuel einst von einem Psychologen sagen. Er solle doch den Namen des leiblichen Vaters annehmen. «Doch damit wäre ich bei ihm nie durchgekommen.»

«Für mich ist es wichtig, dass ich mir immer wieder sage: Das ist nicht meine ganze Geschichte. Ich schreibe meine Geschichte selber.»

Miriam (20)

Heute sieht er seinen Erzeuger alle ein, zwei Jahre. «Aber nur, wenn ich mich melde. Einen Sohn sieht er bis heute nicht in mir. Er sagt, er habe es nicht so mit Gefühlen.» Schwierig blieb auch das Verhältnis zur Mutter. «Das schlechte Gewissen schwingt immer mit. Ich halte ihren ständigen Drang, sich zu rechtfertigen, manchmal kaum aus.»

Dafür dankbar zu sein, was die Eltern für ihn geleistet haben, auch wenn vieles nicht glatt lief, sei ein «Prozess», sagt Manuel. Den richtigen Umgang mit ihrer Geschichte sucht auch die 20-jährige Miriam noch, die zur Mutter und zum sozialen Vater eine gute Beziehung pflegt: «Für mich ist es wichtig, dass ich mir immer wieder sage: Das ist nicht meine ganze Geschichte. Ich schreibe meine Geschichte selber.»

*Manuel und Miriam heissen in Wirklichkeit anders. Aus Rücksicht auf die Familien hat watson ihre Namen geändert.

Berühmte Seitensprünge

Hobby der Tochter oder ein Geniestreich des faulen Vaters?

Video: watson/can

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71
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    Alle Leser-Kommentare
  • Turi 28.12.2017 15:34
    Highlight Same old story.
    Fakt ist, dass Männer in der Schweiz gar nicht prüfen lassen dürfen, ob sie der echte Vater sind.
    Der Schlüssel zu Kuckuckskinder liegt einzig bei der Mutter, sie weiss, mit wem sie Kinder gezeugt hat, bzw welche Männer dafür in Frage kommen. Und sie kann als einzige eine Prüfung der DNA bewilligen.
    8 2 Melden
  • Papa Swappa 27.12.2017 19:53
    Highlight es gibt auch noch die situation, dass die frau einfach nicht schwanger wird und der mann sich nicht untersuchen lassen möchte, weil er angst hat, dann 'kein richtiger mann' mehr zu sein. der frau rennen die jahre davon... und dann klappt es plötzlich - und insgeheim ist es klar, dass ein dritter im spiel war, aber man belässt es dabei, es (zumindest öffentlich) nicht offen zu legen, da es so allen lieber ist als eine adoption. darüber als aussenstehender zu urteilen masse ich mir nicht an.
    21 21 Melden
  • B-Arche 27.12.2017 18:29
    Highlight Mein Vater ist nicht mein leiblicher Vater. Ich kenne nur ihn als meinen Vater. Ich habe nie den Drang gespürt den "Erzeuger" kennenzulernen. Auch heute nicht. Meine Mutter sagte kürzlich er sei verstorben.
    Man kann sich dickes Blut auch einreden. Tatsache ist selbst wenn ich ihn getroffen hätte wäre es ein fremder Mann gewesen.
    56 5 Melden
  • stadtzuercher 27.12.2017 15:52
    Highlight Problematisch scheint mir, dass in der Schweiz die Anliegen der Linken (die Interessen der Frau kommen zuerst) und die der Bürgerlichen (Hauptsache ein Mann bezahlt, egal was für einer) zu einem Familienrecht geführt haben, in dem die Anliegen der Kinder und der Väter völlig zu kurz kommen.

    Die rechtliche Situation beim Beispiel der Kuckuckskinder ist bloss eines von vielen solcher Beispiele.
    63 18 Melden
    • Fabio74 27.12.2017 17:53
      Highlight Der Mann das arme Opfer, obwohl die Mehrheit der Politiker in Bern Männer sind...
      34 39 Melden
    • stadtzuercher 27.12.2017 21:49
      Highlight fabio, man kann auch etwas differenzierter denken als du das in vielen kommentaren bist. ich habe oben geschildert, welche unheilige allianz zu nachteilen für väter UND kinder führt.

      und ja, bei den kuckuckskindern hat das kind leider nichts zu sagen, und die väter nur mit dem gang vor gericht und jahrelangem rechtsstreit (siehe beispiel unten von leser eric lang)
      23 5 Melden
  • Bruno Wüthrich 27.12.2017 14:50
    Highlight Männer sind Schweine. Frauen niemals! Egal, was sie tun. Egal, ob sie betrügen, ihren Männern Kuckuckskinder ins Nest legen, egal, egal, egal.
    Eine andere Antwort auf die Frage der Schuld lässt sich mit dem Feminismus nicht vereinbaren. Diesem haben sich nicht nur die Männer anzupassen und unterzuordnen, sondern, bitteschön, auch die Kinder. Denn um euch, liebe Kids - lasst euch nichts vormachen, egal, was man euch sagt - geht es gerade nicht.
    Frauen können im modernen Feminismus nichts falsch machen.
    Doch an die Männer: Die Kuckuck-Kids können nichts dafür. Wirklich nicht. Nie!
    39 69 Melden
    • Fabio74 27.12.2017 15:45
      Highlight Wenn Ihr Männer und Frauen doch so gern fremdgeht und durch die Betten vögelt, ein kleiner Gratistipp: Nehmt Gummis und es gibt keine Kinder und keine sexuell übertragbaren Krankheiten.
      77 11 Melden
    • Citation Needed 27.12.2017 17:31
      Highlight Wie kommt man von Kuckuckskindern auf Feminismus? Sind diese nicht eher ein Symptom eines übertrieben traditionalistischen Familienbildes? Mann und Erzeuger hier, Hausfrau und Mutter dort.. was nicht ins heile Bild reinpasst, wird unterdrückt oder verheimlicht. Es wär zu hoffen, dass mit den veralteten Rollenbildern auch solch unselbständige, unehrliche Frauen aussterben. Es ist ja gerade NICHT selbstbestimmt oder 'feministisch', den Ehemann für ein Kind zahlen zu lassen, das nicht seins ist, und alle zu belügen, besonders das Kind. Wie lebt man mit sowas?
      37 7 Melden
    • Citation Needed 27.12.2017 17:32
      Highlight PS: Fabio74s Lösung ist so simpel wie überzeugend!
      14 2 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Theor 27.12.2017 14:05
    Highlight Eine Scheidungsrate von über 40 %, gemäss Expertenschätzungen und Umfragen geht jede und jeder dritte Fremd und in jeder Schulklasse sitzt angeblich ein Kuckuckskind?

    Diese "Liebe" ist langsam wie russisches Roulette. Es fällt mir schwer, noch dran zu glauben.
    46 9 Melden
  • pedrinho 27.12.2017 13:22
    Highlight Ach wie schoen, dass hier um die "armen kinder" auf hohem niveau gejammert wird. In den meissten faellen wird es ihnen wohl nicht schlechter ergangen sein.

    Der KKvater, betrogen, belogen und verarscht verkraftet das mit links, hat keine probleme, wenn er es dann doch einmal ueber irgendwelche hintertueren erfaehrt. Oder etwa doch ?

    Manche kommentare hinterlassen auch den eindruck, dass eine frau quase das recht hat ihren partner hinters licht zu fuehren.
    28 40 Melden
    • Citation Needed 27.12.2017 18:28
      Highlight Wie meinst Du das, dass es den Kindern in den meisten Fällen "wohl nicht schlechter ergangen sein" wird?
      Den meisten Kindern geht es doch um ihre Identität, also ist es doch immer verletzend, wenn man im Ungewissen darüber gelassen wird, wer der leibliche Vater ist. Dem Vater dürfte es neben dem Geld auch darum gehen, wissentlich (nehm ich an) belogen worden zu sein. Not nice. Kann mir auch nicht vorstellen, wie man als Mutter mit sowas leben kann. Aber scheinbar ist es für manche Frauen leichter, eine Lüge zu leben, als einen Ausrutscher zuzugeben und die Konsequenzen zu tragen.
      23 3 Melden
    • Henzo 28.12.2017 08:39
      Highlight Ich weiss nicht ob man sowas als Ausrutscher bezeichnen kann. 1. Klingt es als ob das dann nur 1-mal passiert wäre (schwanger werden braucht oft mehrere anläufe),; 2. Selbst wenn es nur 1-mal passiert ist ...es ist ein Kind erzeugt worden, welches ein leben lang da ist. Ein "ausrutscher" ist etwas gar salop.

      Aber ja, kann mir auch vorsgellen, dass das auch dür die Frau stress pur ist und sie sich wohl immer fragt:"hat er eine idee? Weiss ers schon? Kriegt ers noch raus? ....was passiert dann?"
      5 1 Melden
  • .:|Caballito de Mantequilla|:. 27.12.2017 12:12
    Highlight Hallo Cuckold!
    7 21 Melden
  • Corahund 27.12.2017 11:38
    Highlight Das ist alles nur halb so schlimm, wenn das Kind einen guten Vater hat, der ihm eine gute Erziehung gibt und es liebt. Wer die Mutter ist, weiss man immer, aber der Vater...
    22 50 Melden
    • Dä Brändon 27.12.2017 12:08
      Highlight Ich würde ein fremdes Kind nie akzeptieren.
      45 55 Melden
    • opwulf 27.12.2017 13:41
      Highlight Brändon: Gut für Kinder die zur Adoption freigegeben wurden oder ihre Eltern verloren haben, dass nicht alle so denken wie du. Betrug in einer Beziehung ist hässlich. Aber ein Kind welches daraus resultiert, hat garantiert am wenigsten daran Schuld. Was wäre, rein hypotethisch, wenn deine Frau eine Affaire hätte, woraus solch ein Kind entsprang & du nicht wüsstest dass das Kind nicht von dir ist? Dann liebst du dieses Kind von Herzen ein Leben lang & plötzlich aus heiterem Himmel würdest du erfahren dass es ein Kuckuckskind ist! Die Fürsorge und Liebe die du (deinem) Kind gabst, alles egal?
      52 11 Melden
    • Papa Swappa 27.12.2017 19:39
      Highlight ich würde meine tochter genauso lieben, wenn sie nicht von mir wäre. auch eine adoption könnte ich mir vorstellen. unsere beziehung auf unseren gemeinsamen erlebnissen, das blut ist eigentlich nicht revant
      23 2 Melden
  • Karl33 27.12.2017 11:15
    Highlight Der Mann kann in der Schweiz nicht gegen den Willen der Mutter testen lassen, ob sein Kind von ihm ist. Wenn die Mutter sich dagegen wehrt, gibts keinen DNA-Test. Und das Kind wie auch der Vater wissen nie genau, wer jetzt tatsächlich der richtige Erzeuger ist.
    96 7 Melden
    • Greet 27.12.2017 11:27
      Highlight @karl, deshalb kann ein mann einem teenager auch nicht auf verdacht hin sagen, dass es 'wahrscheinlich' einen anderen papi habe. gewissheit hat nur die mutter, bzw kann nur die mutter schaffen.
      27 2 Melden
    • Dä Brändon 27.12.2017 12:09
      Highlight So ein Gesetz ist eigentlich pervers.
      73 2 Melden
    • Fabio74 27.12.2017 17:55
      Highlight @silent: Welche Gesetze verstossen denn gegen die Natur? Zähl doch mal so 5-10 Stück auf mit Begründung dazu
      10 7 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Helona 27.12.2017 10:59
    Highlight Ich finde das Wort "Kukukskind" absolut daneben. Mit diesem Wort wird ausgedrückt, dass die Kinder irgendwie falsch sind. Dabei können diese am allerwenigsten für die Situation. Ausserdem wird gesagt, dass Kukuksjunge die Brut des "Gastvogels" aus dem Nest werfen. Hier wäre eine andere, nicht wertende Bezeichnung dringend notwendig.
    39 79 Melden
    • Roman h 27.12.2017 18:41
      Highlight Nein die Bezeichnung ist richtig.
      Das Kind ist nicht vom Vater und dadurch aus Sicht des Vaters das faltsche Kind.
      Auch würden wohl viele Männer die Frau verlassen und ein eigenes Kind zeugen wenn sie die Wahrheit wüssten. Daher verhindert ein kukuckskind das zeugen eines eigenes Kindes.
      Der Name ist also passend.
      Klar das Kind trifft keine schuld, ändert aber nichts an der Sache
      14 3 Melden
    • sowhat 27.12.2017 20:51
      Highlight @Helona, langsam wirds nervig, mit der Überkorrektheit. Kuckucke sind in keiner Weise falsch, weiss der Teufel woher du diese Interpretation hast. Es ist eine Form von -sagen wir mal- Brutpflege delegieren. Die Evolution hat es in diesem Fall so als gewinnbringend für die Art hervorgebracht. Und dass die kleinen Kuckucke die andern aus dem Nest werfen ist nun mal sachlich korrekt, sie legen Sie nun mal nicht sorgsam daneben oder fragen freundlich.
      Es ist ja nicht so, dass das bei Menschen auch so ist. Im Fall der menschlichen Familie ist idR genug Platz im Nest und sogar im Herzen des Vaters.
      11 0 Melden
    • Helona 29.12.2017 02:52
      Highlight @sowath Dann hätten Sie wohl nichts dagegen, wenn man Sie mit einem Tiernamen belegen würde.
      0 3 Melden
  • Eric Lang 27.12.2017 10:40
    Highlight Meine damalige Ehefrau wollte mir ein Kuckuckskind unterjubeln.
    Da stand ich so im Spital und durfte das Kind zum ersten Mal nach der Geburt sehen und es traf mich fast der Schlag.
    Ich erkannte in den Gesichtszügen des Babys, sofort einen mir bekannten Mann.
    Und da ich ja laut Gesetz der Ehemann war, durfte ich dann die kommenden drei Jahre, auch gleich für das fremde Kind und meine Frau bezahlen, bis dann endlich der GenTest vom Gericht beschlossen wurde, worauf ich natürlich erst klagen musste und meine noch Frau liess sich von mir in der Zeit samt Kind aushalten. Das Geld sah ich nie mehr
    212 11 Melden
    • Greet 27.12.2017 11:25
      Highlight @eric, das fatale ist ja noch, dass sie in all der zeit, in der sie vor gericht klagten, nie 100% sicher sein konnten, dass das kind nicht doch von ihnen ist. chapeau, dass sie das durchgestanden haben.
      65 4 Melden
    • Eric Lang 27.12.2017 12:36
      Highlight Doch es war mir 100% klar!
      Und wie im Artikel beschrieben, ist es ja oftmals sehr auffällig, dass das Kind anders aussieht.

      Ich glaube viele Männer, wollen die Wahrheit einfach nicht wissen, es ist ja schlussendlich auch gesellschaftlich eine sehr spezielle Situation.
      Ein Freund von mir hat 5 Kinder, drei davon sehen ihm in keinster Weise ähnlich, die anderen 2 sind ihm aus dem Gesicht geschnitten.

      Der leibliche Vater meiner KKTochter hat sich übrigens nie um das Kind gekümmert, Unterhalt hat er nie bezahlt.
      Zum ersten Gentest hat er einen Freund geschickt, den Betrug habe ich aufgedeckt.
      51 3 Melden
    • Eric Lang 27.12.2017 14:46
      Highlight Da würde ich mit Dir eine sehr hohe Summe wetten, dass ich den GenTest bei Gericht (Kanton Luzern) eingeklagt habe.
      Parallel lief die Scheidungsklage.
      Aber toll wenn Leute wie Du, über mein Leben besser Bescheid wissen als ich anscheinend.
      38 2 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Dmnk 27.12.2017 10:21
    Highlight Darum, obligatorischer DNA-Test nach der Geburt. Wenn man die Studien betrachtet und an die Dunkelziffer denkt zusätzlich noch die Folgen für die Betroffenen betrachtet sind sowohl Kosten als auch Aufwand minim. Dann herrscht Gewissheit. Für mich gibt es keine vernünftigen Argumente dagegen.
    185 86 Melden
    • azoui 27.12.2017 10:37
      Highlight Du meinst alle Mütter unter Generalverdacht stellen.
      Das sind sicher die besten Verraussetzungen für eine auf Vertrauen und Liebe aufbauende Beziehung.
      67 93 Melden
    • bokl 27.12.2017 11:08
      Highlight @GS
      Es geht in erster Linie um das Wohl des Kindes.

      Wenn die Beziehung wirklich auf Vertrauen aufgebaut ist, sollte der DNA-Test kein Problem darstellen...
      104 22 Melden
    • Greet 27.12.2017 11:24
      Highlight @dmnk, der test müsste nicht obligatorisch sein. es reicht, wenn der vater (wie die mutter bereits heute) auf wunsch einen test durchführen kann.
      87 4 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • fm.stereo 27.12.2017 10:18
    Highlight Ich finde es hart für die Kinder und dern sozialen Vater wenn er es nicht weiss aber hochachtung wenn er es weiss und das Kind liebt und erzieht. Für die Frau ist der Ausdruck, denn sie verdient hat glaub ich klar und es nicht wert das ich mich auf so einem tiefen Niveau hier herablasse.
    65 24 Melden
    • bokl 27.12.2017 11:12
      Highlight @fm
      Vater + Kind = Opfer
      Mutter = (verachtenswerte) Täterin

      Verlockendes und naheliegendes Urteil, dass aber je nach Umständen nicht zutreffenden sein muss.
      43 41 Melden
    • fm.stereo 27.12.2017 13:34
      Highlight Bokl was trifft da nicht zu? Die Frau kann ja bei gewissen Sachen einfach die Wahrheit sagen. Ansonsten ist es verachtenswert jemanden der einen Liebt und Vertraut zu betrügen egal ob es der Mann oder die Frau ist die betrügt.
      25 3 Melden
    • bokl 27.12.2017 14:58
      Highlight @fm
      In einem stark patriachischen, traditionellen Umfeld ist es nicht so einfach und ungefährlich die Wahrheit zu sagen. Nur so als Beispiel.
      9 25 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • mrmikech 27.12.2017 10:05
    Highlight Guardian hat mal berichtet (2005) dass 1:25 kuckuckskind ist.

    https://www.theguardian.com/society/2005/aug/11/childrensservices.uknews
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    • Fabio74 27.12.2017 11:19
      Highlight @banda69 Was ich nie verstehen werde, wenn man schon nebenher rumvögelt, warum immer ohne Gummi?
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    • Fabio74 27.12.2017 15:48
      Highlight @speaker: Danke fürs Nicht beantworten der Frage.
      Wenn ihr nicht treu sein könnt, dann nehmt Gummis. Oder hört auf zu jammern wenn ihr Kinder macht, oder Tripper oder Syphillis oder sonst was
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    • Fabio74 27.12.2017 17:56
      Highlight @banda69: Ich behaupte jetzt noch dies: Das Bewusstsein zum Thema Schutz gibt es auch heute nicht.
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