Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.

Belästigt, gewürgt, verprügelt: Schweizer Schauspielerin belastet Dieter Wedel schwer

In der «Zeit» wenden sich nach Iris Berben und vielen anderen drei weitere Frauen gegen den deutschen Regisseur Dieter Wedel. Darunter auch Esther Gemsch, die als 24-Jährige für ihn arbeitete.

24.01.18, 18:58

Es ist erschütternd, was die Schweizer Schauspielerin Esther Gemsch (bekannt aus «Lüthi und Blanc») in der aktuellen Nummer der «Zeit» schildert. Nämlich ihr Martyrium unter dem deutschen Regisseur Dieter Wedel (75). Esther Gemsch ist dabei nur eine von mehreren Schauspielerinnen, die sich mit schweren Vorwürfen gegen Wedel richten. 

Es war im Jahr 1980, Esther Gemsch hiess damals noch Esther Christinat, war 24 und wurde zum Casting für eine Hauptrolle im Achtteiler «Bretter, die die Welt bedeuten» nach Hamburg eingeladen. Und engagiert. Die Zusammenarbeit mit Wedel beschreibt sie so: Während des Drehs macht er sie fertig, jede Nacht ruft er sie an, klopft an ihre Hoteltür, verlangt Sex. Sie verweigert sich. Am 12. Dezember 1980 entschuldigt er sich, lädt sie zum Essen ein, lockt sie unter dem Vorwand, ihr einen Arbeitstext geben zu wollen, in sein Hotelzimmer. Als «blauäugig» bezeichnet Gemsch sich selbst heute in der «Zeit».

Dieter Wedel. Bild: EPA/DPA

Im Hotelzimmer soll sich Folgendes abgespielt haben: «Er setzte sich rittlings auf mich, packte meinen Kopf bei den Haaren und schlug ihn immer wieder aufs Bett, einmal an die Wand und dann einmal auf die Bettkante. Er hat mir ins Gesicht gespuckt, seinen Speichel wieder abgeschleckt und gesagt: Wenn du mich küsst, kriegst du Schokolade.» Mit ihrem Schal habe er ihr die Kehle zugeschnürt. Es gelingt ihr, unter starken Schmerzen zu entkommen, ihr Halswirbel ist verletzt. 

Die Dreharbeiten pausieren. Es heisst: «Heute kein Dreh wegen Halswirbelverletzung der Hauptdarstellerin». Sie versucht, die Arbeit wieder aufzunehmen. Wedel terrorisiert sie auf dem Set so lange, bis sie zusammenbricht. Teammitglieder bringen sie zu Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt, dem langjährigen Mannschaftsarzt des FC Bayern Münchens. Die 24-Jährige geht nicht zur Polizei, aber zu einem Anwalt. Müller-Wohlfahrt bestätigt ihre Verletzungen, schreibt: «Diese Symptome können eindeutig als Folge der Gewalttätigkeit vom 12.12.80 angesehen werden.»

Esther Gemsch. Bild: KEYSTONE

Wedel und seine Anwälte behaupten, nicht er habe sie belästigt, es sei im Gegenteil umgekehrt gewesen, und ihre Verletzung rühre von einem alten Unfall her. Er bedroht sie. Sie wagt nicht, weiter gegen ihn vorzugehen: «Ich war 24 und hatte kein Geld», zitiert sie die «Zeit». Als Schauspielerin ist sie gebrochen. Jahrelang zieht sie sich zurück. «Lüthi und Blanc» ist ihre Wiedergeburt.

In dem vielseitigen «Zeit»-Dossier zum Fall Dieter Wedel kommen mehrere Zeugen von damals zu Wort, alle bestätigen Esther Gemschs Schilderung, geredet haben sie damals nicht, aus Angst vor Wedel. Ihre Nachfolgerin Ute Christensen beschreibt, wie sie unter Wedels Belästigungen einen Nervenzusammenbruch erlitt und ihr Kind verlor. Eine weitere, anonym bleibende Schauspielerin sagt aus, sie sei von Wedel vergewaltigt worden. Es ist ein Dossier des Grauens.

Zum ganzen Text geht es gegen Bezahlung hier, zu einer Zusammenfassung hier.

(sme)

Die Rede der Sängerin Halsey berührt die ganze Welt

Stars laufen bei den Golden Globes in Schwarz auf

Das könnte dich auch interessieren:

Hätten die Echo-Verantwortlichen doch diesen Film gesehen ...

«Sitz, du Sau!» – Als Hockeybanausin am Playoff-Finalspiel

«Ohne Fiat Money wäre unser Wohlstand undenkbar»

Liebe Baslerinnen und Basler, das passiert jetzt mit eurer BaZ ...

10 Fragen, die dem SBB-Kundendienst im Internet tatsächlich gestellt wurden 🙈

John Oliver attackiert die Schweiz – das sagt der Steuerexperte dazu

Dreht Obama durch? Dieses Video zeigt eine der grössten Gefahren für Demokratien

Stoppt die Essensdiebe! 9 Etiketten, die du brauchst, wenn du im Büro arbeitest

Vergesst Russland und USA: In Syrien droht ein Krieg zwischen Iran und Israel

Alle Artikel anzeigen
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
27
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
27Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Einloz 25.01.2018 16:07
    Highlight Eigentlich bin ich sprachlos.... Was da alles passiert ist mit all den Frauen ist unverständlich, skandalös, stumm himmelschreiend. Unverständlich, dass sich so viel angestaut hat. Und jetzt mit der meetoo-Bewegung geschieht ein regelrechter Dammbruch. Alles muss runter, das ist schon richtig so.

    Lasst euch nicht entmutigen durch diejenigen, die Euch niedere Motive unterstellen. Es ist jetzt endlich Zeit!
    4 3 Melden
  • Hallosager 25.01.2018 00:44
    Highlight Gewalt und sexueller Missbrauch gehört bestraft, ausser Frage. Doch ich frage mich auch, in was für einem System wir leben, in dem gestern Fälle von sexuellem Missbrauch an Kindern (der Fall dieses Lehrers/Psychologen, weiss den Namen grad nicht) als verjährt abgestempelt werden...
    8 5 Melden
  • bauchfrei 24.01.2018 23:58
    Highlight Jede Person, die sich fragt warum Opfer über lange Zeit schweigen, sollte “The Keepers” auf Netflix schauen. Es ist nicht alles schwarz oder weiss.
    1 6 Melden
  • Saraina 24.01.2018 22:49
    Highlight Und alle diese Leute schweigen, machen keine Anzeige, und ermöglichen dem Typen, noch weiter Frauen zu missbrauchen?

    Gut kommt solche Feigheit bei mir auch nicht weg!
    17 33 Melden
  • w'ever 24.01.2018 20:35
    Highlight warum erst jetzt? was "erhofft" sie die frau fast 40 jahre danach? und dass ist ja erst die eine seite der geschichte. nur die beteiligten wissen ob es sich wirklich so zugetan hat.
    will sie in die nächsten ein wenig zusätzlich verdienen in dem sie ihre geschichte an ein paar blätter verkauft oder noch ein buch promotet?
    die ganze #metoo bewegung verwässert leider immer mehr.
    22 40 Melden
  • Don Alejandro 24.01.2018 20:29
    Highlight Fürchterlich was hier passiert ist. Das grenzt ja, so wie beschrieben, fast an den Tatbestand versuchter Tötung. Warum geht man nicht zur Polzei und erstattet sofort Anzeige? Unverständlich!
    13 12 Melden
  • Kubod 24.01.2018 19:34
    Highlight Liebe Halsey

    Deine Rede hat gesessen. Danke dafür.

    Ich möchte allerdings hinzufügen, was mir sehr wichtig scheint.

    Es ist kein Kampf gegen Männer, sondern ein Kampf gegen Missbrauch.

    Gegen Missbrauch derjenigen, die in einer schwächeren, allenfalls sogar abhängigen Position sind.
    Frauen, Kinder, Kriegsgefangene, Untergebene etc.

    Wenn die Macht zusätzlich dazu benutzt wird, eine sexuelle Handlung zu erpressen, kommt noch eine erbärmliche Komponente hinzu.

    Es ist ein Kampf gegen Psychopathen und Psychopatinnen, die an Macht gekommen sind und diese hemmungslos missbrauchen.
    75 9 Melden
    • Citation Needed 24.01.2018 20:14
      Highlight Absolut richtig. Und da aktuell öfters Männer in Machtpositionen stecken, richtet sich der Kampf häufiger gegen Männer.
      Es ist auch schwer, sich zu wehren, wenn man am kürzeren Hebel sitzt. Darum immer die Frage, warum nicht früher zur Polizei oder einen Schlussstrich gezogen? In den USA steht aktuell Larry Nasser vor Gericht, der als Teamarzt Tausende Turnerinnen belästigte (auch Raisman und Biles). Das sind keine unterwürfigen Küken. Aber die Machtstrukturen, die sich dieser Typ geschaffen hatte, waren so erdrückend, dass erst Jahre später eine wagte, ihn öffentlich anzuklagen.
      17 3 Melden
  • manuel0263 24.01.2018 19:31
    Highlight Ich bin der allerletzte Mann auf dem Planeten, der irgendwelche Gewalt an Frauen verteidigt; in welcher Situation auch immer. Aber ist bitte die Frage erlaubt, warum man da nicht sofort zur Polizei geht und eine Anzeige macht. Ist letztlich die Karriere doch wichtiger? Fast 37 Jahre später macht das irgendwie keinen Sinn mehr, pardon.
    71 71 Melden
    • Citation Needed 24.01.2018 20:18
      Highlight Die Frage sei erlaubt, sie geht mir auch manchmal durch den Kopf.
      Keine Antwort, aber ein Wink in eine Richtung: heute habe ich den Fall von Larry Nasser verfolgt, der als Teamarzt USA Kunstturnerinnen belästigte. 30 Jahre lang. Viele gingen zum Verbandspräsidenten, zum Trainer... doch alle dachten, die Mädchen übertreiben, die dramatisieren das, Larry doch nicht.. Er hatte sich ein perverses System aufgebaut, das die Opfer noch weiter erniedrigte, je mehr sie aufbegehrten. Schwer zu verstehen von aussen, aber tragisch und schwer zu überwinden, wenn man drinsteckt.
      26 4 Melden
    • Citation Needed 24.01.2018 20:21
      Highlight PS. wenn Du den Artikel nochmal liest lässt sich erkennen, dass Wedel, wie auch Nasser, ein System aufbaute, das sein Opfer zur Täterin machte und das eine (finanziell) arme, junge Frau allein kaum zu durchbrechen vermochte.
      30 5 Melden
    • Juliet Bravo 24.01.2018 20:28
      Highlight Scham? Fehlende Kraft? Bedroht und eingeschüchtert werden?

      Eigentlich steht es im Text:
      „Wedel und seine Anwälte behaupten, nicht er habe sie belästigt, es sei im Gegenteil umgekehrt gewesen, und ihre Verletzung rühre von einem alten Unfall her. Er bedroht sie. Sie wagt nicht, weiter gegen ihn vorzugehen: «Ich war 24 und hatte kein Geld», zitiert sie die «Zeit». Als Schauspielerin ist sie gebrochen.“
      21 3 Melden
    • Gelöschter Benutzer 24.01.2018 20:35
      Highlight Doch es macht Sinn.
      Ausserdem wurde Wedel von der ARD und der Produktionsfirma gedeckt.
      Gemsch hatte Angst um ihre Existenz und das ist berechtigt.
      21 5 Melden
    • Boadicea 24.01.2018 21:08
      Highlight Wie oft muss man euch das eigentlich noch erklären? Abgesehen davon, steht es auch im Artikel.

      Was denkst du, wie die Chancen stehen, wenn eine junge unbekannte Frau einen weitum bekannten und reichen Künstlern mit top Beziehungen anzeigt?
      Die Kommentare wären voll mit Kerlen, die behaupten, sie sei nur beleidigt, weil sie keinen Job bekam und würde sich rächen. Böses, dummes Weib. Armer unschuldiger Mann.

      Das hat nichts mit Karriere zu tun!
      Einschüchtern, bedrohen, Chancenlosigkeit, Traumatisierung, Angst, kaputt, zerbrochen, am Ende, Nervenzusammenbruch und so weiter.
      29 8 Melden
    • Enzasa 24.01.2018 21:41
      Highlight Vielleicht ist es einem als Mann nicht klar, was mit der Anzeige bei der Polizei geschieht.
      Gerade bei jemanden wie Wedel, eine öffentlich akzeptierte und anerkannte Person. Was will da die kleine Schauspielerin, wohl sauer Weil sie abgewiesen wurde. Wedel ein Mann der jede haben kann, Wieso sollte sich so Jemand unnötige Probleme aufhalsen, der der Brauch doch nur mit dem Finger zu schnippen. Nein nicht die Karriere ist wichtig, die Frau wollte einfach nur ihre Seele schützen um nicht ganz zu zerbrechen
      26 4 Melden
    • manuel0263 25.01.2018 00:08
      Highlight Ich danke für die Kommentare und finde alle Standpunkte gut nachvollziehbar. Der Spiessrutenlauf bei einer Anzeige ist sicher immer noch mühsam und blockiert sicher viele Frauen nach einem so schlimmen Erlebnis.
      Wenn aber einige Anzeigen bzgl. der gleichen Person gemacht würden, müsste reagiert werden, und das würde einiges an weiteren Untaten stoppen. Welchen Sinn macht es denn Jahrzehnte später, ohne jeden Beweis? Da kann man(n) sich doch viel leichter rausreden...und ich befürchte, hinter manch später Anklage stehen nicht immer nur lautere Motive. Anderen hilft frau damit sicher nicht mehr.
      3 9 Melden
    • R. Peter 27.01.2018 01:08
      Highlight Wen die Frau heute frische Verletzungen am Halswirbel hat, lassen sich Spuren feststellen und es können Beweise gesichert werden. In 20 Jahren glaubt dann Tatsächlich nicht mehr jeder dass das genau so geschehen sein muss.
      1 3 Melden
    • Citation Needed 27.01.2018 14:05
      Highlight Es geht hier um 2 Themen, die sich teils vermischen: die Justiz und die Kultur, innerhalb welcher Übergriffe stattfinden. Könnte man nur Justiz alleine betrachten, keine Frage, am nächsten Tag melden, der Täter bezahlt, künftige Opfer bleiben verschont. Wenn es so einfach wäre, würden es alle tun. Die NZZ brachte aber grad kürzlich, dass mehrfache Klagen, schriftlich und mit medizinischen Attesten, gegen Wedel vorgelegen hatten, aber keine wurde untersucht (vom Sender). Wie findet man den Willen und Zuversicht, dennoch weiterzumachen, wenn alle signalisieren, dass sowas untern Teppich soll?
      2 0 Melden
    • Citation Needed 27.01.2018 14:08
      Highlight Hier noch der Artikel: https://www.nzz.ch/feuilleton/neue-vorwuerfe-gegen-wedel-tv-sender-und-produktionsfirma-waren-informiert-unternahmen-aber-nichts-ld.1350979

      Ich verstehe, dass man Anzeige erstatten muss. Aber man muss auch sehen, dass jenen, die dies tun wollten, massive Steine in den Weg gelegt wurden.
      2 0 Melden
    • R. Peter 27.01.2018 15:38
      Highlight Schriftliche Beschwerden an den Sender sind weder Klagen vor Gericht noch Anzeigen bei der Polizei. Dass der Sender nicht reagierte ist m.M.n. zu verurteilen, bedeutet aber dennoch, dass die Vergewaltigung halt eben nicht angezeigt wurden.
      1 2 Melden
  • rundumeli 24.01.2018 19:09
    Highlight chapeau , esther !
    40 25 Melden
    • Saraina 24.01.2018 22:52
      Highlight Chapeau wofür? Dass sie geschwiegen hat, bis andere Frauen das heisse Eisen anpackten? Trotz objektiv überprüfbarer Verletzungen? Das finde ich jetzt keine Glanzleistung.
      14 26 Melden
    • Citation Needed 24.01.2018 23:42
      Highlight Saraina: sieht von aussen bestimmt einfacher aus, als wenn man drin steckt. Bzgl. Glanzleistung: immerhin besser als jene, die dasselbe erleben und ein Leben lang schweigen.
      Vor 30 Jahren herrschte auch ein anderes Klima als heute. Vergewaltigung in der Ehe ist z.B. erst seit 1992 strafbar. Klar, sie waren nicht verheiratet, ja... zeigt aber, dass vieles heute selbstverständlich scheint, was damals kaum denkbar war. Und der Fall ereignete sich nochmal 12 Jahre früher.
      9 3 Melden
    • Saraina 26.01.2018 15:06
      Highlight Ich weiss nicht, wie alt du bist, Citation. Ich bin 60 und kann dir versichern, dass Vergewaltigung auch vor 40 Jahren schon ein Delikt war, das verfolgt wurde - wenn es denn angezeigt wurde. Der Typ hat nach Esther Gemsch die nächste Darstellerin vergewaltigt, und als auch diese ausgewechselt wurde, hat der Sender wegen der Kostenüberschreitung die Notbremse gezogen. Von den Delikten war nichts bekannt. Sexuelle Gewalt bekommt für den Täter oft Suchtcharakter, da ist Anzeige einfach ein Muss, zum Schutz der weiteren Opfer.
      2 3 Melden
    • Citation Needed 26.01.2018 15:43
      Highlight Seraina, ich schrieb von Vergewaltigung in der Ehe, nicht Vergewaltigung an sich. Hat nicht direkt damit zu tun, soll aber zeigen, dass sich Opfer nicht immer in so einem favorablen Umfeld wiederfanden, wie heute meist. Natürlich ist es nötig, dass ein Opfer handelt, um Tätern das Handwerk zu legen. Leider hat Missbrauch aber oft den Effekt, dass man sich selber anzweifelt und scheut, hinzustehen und sich zu wehren. Irrational und unverständlich, aber häufig so. Ich hab mal über 6 Monate gebraucht einen (eher harmlosen) Übergriff eines Arztes zu melden.. Dumm aber wahr.
      1 2 Melden
    • Citation Needed 26.01.2018 15:45
      Highlight PS: ich bin 45..
      0 0 Melden
    • Citation Needed 27.01.2018 14:12
      Highlight Übrigens meldete die NZZ unlängst, dass viele Frauen gegen Wedel geklagt hatten, die Klagen aber (inklusive medizinischer Atteste) beim Sender unter den Teppich gewischt wurden. Einfach nicht weiterverfolgt. Es braucht viel, sich von solchen Rückschlägen nicht entmutigen zu lassen. Besonders, da das Leben ja weitergeht und man wieder zu Kräften kommen muss. Viele ziehen da wohl aus purem Selbstschutz einen Schlussstrich.

      https://www.nzz.ch/feuilleton/neue-vorwuerfe-gegen-wedel-tv-sender-und-produktionsfirma-waren-informiert-unternahmen-aber-nichts-ld.1350979
      1 0 Melden

Er handelte mit Mädchen, jetzt ist er tot – eine unschweizerische Geschichte

Der Meister alberner Erotikfilme, Erwin C. Dietrich, ist am 15. März gestorben. In Zürich sorgte er für eine Stadtgestaltung der besonderen Art.

Im Jahr 1978 wagte die «Schweizer Illustrierte» noch ganz andere Fragen als heute. Etwa diese: «Ich kenne Sie schon recht lange und sehe Sie nicht als geilen Voyeur. War Ihnen einfach die Kasse wichtig?» Gemeint war Erwin C. Dietrich, der Produzent, Regisseur und Drehbuchautor unzähliger Erotikfilme. «Dass ein Produzent von Sexfilmen ein Voyeur sein muss, ist eine Klischeevorstellung», antwortete Dietrich, «wenn ich einen Krimi drehe, bin ich auch kein Krimineller.»

Natürlich wollte er Kasse …

Artikel lesen