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Denkende Maschinen und ewiges Leben: Das sind die fünf Megatrends bis 2030

In diesem Gebilde können dreidimensionale Hologramme erzeugt werden.
Bild: AP

Die Digitalisierung und Globalisierung bewirken, dass sich die Welt immer schneller verändert. Schon in zehn Jahren könnte sie einiges anders aussehen als heute. Ein Forscherteam hat den Blick in die Zukunft gewagt. 

03.08.17, 09:25 03.08.17, 16:50


Fliegende Autos, das Smartphone, das uns nach der Morgentoilette sagt, was wir frühstücken sollen, Post austragende Drohnen, Demente, die von Robotern betreut werden und ein künstlich hergestelltes Stück Lamm auf dem Mittagsteller.

Was bringt uns die Zukunft? Und müssen wir uns davor fürchten oder blicken wir dem Kommenden hoffnungsvoll entgegen? Welchen Wert hat Heimat, wenn wir überall auf der Welt zu Hause sein können? Was bedeutet Vertrauen, wenn künstliche Intelligenz uns immer besser versteht? Was bedeutet uns noch Leistung, wenn Maschinen unsere Arbeit übernehmen? Und wie definieren wir in Zukunft, wer überhaupt noch Mensch ist?

Diese Fragen hat sich ein Forscherteam der Gesellschaft für innivative Marktforschung (GIM) gestellt. In ihrer kürzlich publizierten Studie «Values & Visions 2030 – Was uns morgen wichtig ist» definieren sie die fünf wichtigsten Megatrends der Zukunft. Zusätzlich befragte das Team über tausend Personen zu ihren Ängsten, Sehnsüchten und Hoffnungen im Bezug auf die kommenden Veränderungen. Die Ergebnisse der Studie geben Einblick ins Jahr 2030.

Hier die fünf wichtigsten Megatrends der Zukunft:

Denkende Maschinen

Die Operation beginnt, die Chirurgin ist bereit. Ihr steht ein Medizincomputer zur Seite, der Messwerte des Patienten in Echtzeit bereitstellt und interpretiert. Dank ihm ist diese hoch komplizierte Operation möglich, die der Mensch alleine niemals ausführen könnte. 

Unsere Umgebung wird zunehmend mit Computern, die immer kleiner werden und immer stärker vernetzt sind, durchdrungen. Diese sind mit Sensoren und künstlicher Intelligenz ausgestattet. Sie sind in der Lage Situationen zu erfassen und zu interpretieren, was um uns herum geschieht. Sie lernen auf uns zu reagieren und selbst Entscheidungen zu treffen. 

Die Japanerin Tomomi Ota mit ihrem Rotober Pepper. Bild: EPA

In ihrer Studie schreiben die GIM-Forscher: «Es gibt einen Paradigmenwechsel in der IT – und zwar von Systemen, an die wir uns anpassen mussten, hin zu Systemen, die sich an uns anpassen. Wir werden umgeben sein von digitalen Assistenten.»

Das «Ich» als Profitmaschinerie

Das Essen kommt auf den Tisch. Es riecht nicht nur lecker, sondern sieht auch ästhetisch aus. Das Smartphone wird gezückt, ein Foto gemacht, ein Filter darüber gesetzt und ins Internet gestellt.

Solche und ähnliche Szenen sind bereits heute jeden Tag zu beobachten. Die GIM-Forscher sagen, dieser Trend werde weiterhin anhalten und unser Leben massgeblich beeinflussen. Immer mehr Persönlichkeitsaspekte werden in soziale Währungen umgemünzt, die den eigenen Status erhöhen und den Wohlstand steigern sollen.

Dank zahlreicher Internetplattformen, die sich auf jeden Bereich des Lebens spezialisiert haben, kann aus jeder Situation Kapital geschlagen werden. Das schicke Selfie bringt neue Bekanntschaften, wer häufig im Sportstudio trainiert und fit bleibt, kann Krankenkassenbeiträge sparen, und wer besonders nett zu seinen Übernachtungsgästen ist, erhöht die Chance im eigenen Urlaub schön und günstig unterzukommen. 

Bianca Heinicke betreibt einen YouTube-Kanal mit tausenden Abonnenten. Bild: EPA/DPA

Das Ideal der Selbstverwirklichung, zu tun, was man will, hat sich gewandelt: Heute und in Zukunft wollen die Menschen sein und tun, was einen am besten weiterbringt. Das «Ich» wird Mittel zum Zweck.

Das Streben nach dem ewigen und perfekten Leben

Das Wunschkind ist da, die Eltern sind glücklich. Schon vor der Geburt haben sie durchgecheckt, ob es rundum gesund ist. Und dank dem medizinischen Wissen hat das Kind gute Chancen, auch weiterhin bei guter Gesundheit zu bleiben und ein langes Leben zu führen. Ernsthaft krank wird es wohl nie werden.

Der Trend nach einem langen und gesunden Leben hält an. Unser alltägliches Verhalten, die Alltagsroutinen, unsere durchgeplante Ernährung werden perfektioniert und ermöglichen uns grosse Gesundheit, einen fitten Körper und eine höhere Leistungsfähigkeit. Dank Prothesen und Medikamenten, etwa solche zum effizienteren Lernen, erreichen wir neue Dimensionen. 

Der Krebsforscher Andrea Alimonti in seinem Labor in Bellinzona. Bild: KEYSTONE/TI-PRESS

Das biomedizinische Korrigieren von Genabschnitten ist in greifbarer Nähe. So lassen sich Erbkrankheiten, Krebs oder Aids heilen. Ein neues medizinisches Verfahren erlaubt es, Teile des Erbguts zu bearbeiten oder zu löschen. Solche Gentherapien werden die Diskussionen um den Alterungsprozess auf den Kopf stellen.

Gleichgesinnte global vernetzt

Anita hat vor kurzem das Tauchen für sich entdeckt. Leider teilt in ihrem nächsten Umfeld niemand ihr neues Hobby. Für sie aber kein Problem. Im Internet finde sie schnell Internetseiten, Foren und Blogs, wo sie sich mit Gleichgesinnten austauschen kann. Schnell sind neue Freunde gefunden, die mit ihr zu den besten Tauchspots fahren. 

Mit dem Internet können sich selbst Menschen in weniger erschlossenen Gebieten vernetzen. Bild: PHOTOPRESS

Durch das Internet nehmen wir immer stärker wahr, wie vielfältig und pluralistisch unsere Gesellschaft tatsächlich ist. Das bricht die bisher gekannte Ordnung auf und verlangt eine Neuorganisation. Fragen nach der eigenen Identität gewinnen an Bedeutung und sind schwerer zu beantworten. 

Der CEO des Gottlieb Duttweiler Instituts, David Bosshart, wird in der GIM-Studie zitiert: «Die Digitalisierung verstärkt tendenziell eine Fragmentierung der Gesellschaft. Im Prinzip leben wir in und mit hochsegmentierten Peergroups. Wir leben in Blasen mit Gleichgesinnten.»

Auch kleine Gruppen können dank der Vernetzung immer unkomplizierter zusammenfinden. Dies nutzt dem Einzelnen, der seine eigene Persönlichkeit immer freier ausleben kann. Doch tatsächlich davon profitieren können vor allem jene, die Kompetenz im Digitalen haben und von den neuen Strukturen nicht überfordert sind. Es beginnt ein Prozess der gesellschaftlichen Neuordnung.

Zurück zur Natur, zurück zum Mensch

Ferien an der Aare, das Gemüse aus dem Schrebergarten, das Bier von dem örtlichen Brauer. Dank der Globalisierung haben wir die freie Wahl, was und wie wir konsumieren. Was im Laden nicht gefunden wird, kann online bestellt werden. Das Angebot der grenzenlosen Welt mag zwar verlockend sein, doch der Trend geht in Richtung von dem, was lokal und greifbar ist. 

Urban Gardening in Berlin. Bild: EPA/EPA

Globalisierung und Digitalisierung lassen die Welt zusammenrücken, doch nur virtuell. Eine Re-Lokalisierung ist das Mittel gegen entrückte Beziehungen.

Die Rückbesinnung auf das Lokale findet auf allen Ebenen statt. Wirtschaftlich gewinnen regional hergestellte Produkte bei Verbrauchern an Reiz. Politisch wird lokalen Vorgaben mehr Aufmerksamkeit gewidmet. Persönlich werden immer mehr Bürger in den Kommunen aktiv, ob im traditionellen Schrebergarten oder beim Urban Gardening. 

Der Rückbezug auf die direkte Umwelt kann so Entlastung und Erholung bieten. Bis hin zum romantischen Rückzug in die Idylle einer überschaubaren Welt. 

Was sich die Menschen von der Zukunft erhoffen

Diese fünf wichtigsten Megatrends der kommenden Jahre hat das GIM-Forscherteam einer Expertengruppe und über tausend Personen zur Beurteilung vorgelegt. Herauszufinden galt, ob die Menschen mit der angekündigten Zukunftsvision zufrieden sind und was ihre grössten Wünsche sind.

Hier die interessantesten Ergebnisse:

  1. Tradition und Heimat: Bei den befragten Personen ist gewünscht, dass die klassische Familie wieder an Bedeutung gewinnt. Viele sehnen sich nach den guten alten Zeiten, nach der Heimat oder nach regionalen Produkten. 
  2. Trotz der digitalen Welt sehnen sich die Menschen nach realen, körperlichen Kontakten. Nur Menschen können menschlich reagieren und emotionale Bedürfnisse befriedigen.
  3. Trotz unruhiger Zeiten ist es nicht erwünscht, dass die Überwachung der Menschen ausgeweitet und private Lebensbereiche vom Staat durchdrungen werden. Das selbstbestimmte Leben wird sehr hoch bewertet, Eingriffe in die Freiheitsrechte kritisch gesehen. 
  4. Viele befürchten, dass in den kommenden Jahren der Druck auf den Einzelnen noch steigen wird, sich optimal in die Wertschöpfungskette einzufügen. Aus Angeboten zur Weiterbildung wird Zwang zum lebenslangen Lernen, selbst privateste Lebensbereiche werden ständig bewertet und verglichen. Die Masse fürchtet, nicht mithalten zu können. Der Wunsch nach dem «wahren Glück» steigt. 

Diese Erfindungen werden in den kommenden Jahren den Alltag revolutionieren

Futuristisch: Bus als Tunnel in China

Video: reuters

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

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63
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63Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • phoenix81 04.08.2017 13:18
    Highlight Denkende Maschinen... ja das wäre schon was! Dann gäbe es auf der Erde zum ersten mal in der Geschichte Intelligenz!
    1 1 Melden
  • Spooky 04.08.2017 01:55
    Highlight 6. Islam
    2 8 Melden
    • phoenix81 04.08.2017 13:16
      Highlight Ateismus...
      2 0 Melden
  • Pupsi 03.08.2017 21:40
    Highlight Ich habe den Eindruck, dass viele Menschen nicht ewig leben wollen, also nicht die lebensdauer im Vordergrund steht, sondern eher die Ewige Jugend. Ästhetisch möglichst lange jugendlich aussehen, dass denke ich ist das Ziel und eine riesen Marketingstrategie.
    6 0 Melden
  • Zeit_Genosse 03.08.2017 19:30
    Highlight Die Bevölkerungsvermehrung bedingt ein dichteres und sozialeres Miteinander. Diese Schwarmintelligenz fehlt den Menschen. Wir töten uns weiter für Ressourcen. Maschinen werden zunehmend vernetzt und könnten eine maschinelle Schwarmintelligenz bilden. Ob die für oder gegen uns arbeitet obliegt NOCH den Menschen. Wir sollten Maschinen-Intelligenz (KI) von menschlicher Intelligenz unterscheiden. Ziel sollte die Erweiterung des Menschsein und nicht die Substitution sein. Da kommen gesellschaftspolitische Entscheide auf uns zu. Die Technologie ist bald soweit und bringt ein neues Zeitalter.
    2 0 Melden
    • phoenix81 04.08.2017 13:21
      Highlight Es gibt menschliche Intelligenz? Wo? Gibt es Beweise dafür?
      1 1 Melden
  • Dimchs 03.08.2017 17:43
    Highlight Wenn es so weiter geht wie im Moment wird 2030 vor allem geprägt durch soziale Unruhen, Flüchtlingskrisen, Umweltkatastrophen und Krieg um Ressourcen. Was diese Welt bräuchte wäre einen Megatrend "sozialere und gerechtere Gesellschaft", "Wirtschaft ohne ständiges Wachstum" oder ein "Verlangsamung und Entschleunigungstrend" aber hauptsache immer mehr Egopushen und Konsum. 😏
    32 2 Melden
  • dahocksdi 03.08.2017 14:18
    Highlight Bei diesen und ähnlichen Betrachtungen wird leider meist das Wesentliche vergessen. Ganz, ganz kurz:
    Eine Welt ohne Miteinander (der Menschen), ohne Liebe, nur mit maschinellem Ja/Nein Denken, wird zur Hölle auf Erden.
    Schau Dir doch mal ein paar Folgen von Black Mirror an.
    19 3 Melden
  • Carry62 03.08.2017 14:13
    Highlight Trotz eMail wird es immer Briefe geben.
    Die Drohne bringt die Post. Darauf freue ich mich.
    Wenn die Drohne dann vor einer grossen Hochhaussiedlung den Postsack abwirft 😂
    Der Hausabwart darf die Briefe dann sortieren und in die Briefkästen stecken 😳
    2 6 Melden
  • Theor 03.08.2017 13:17
    Highlight Schon in den 80er Jahren war man sich sicher, dass wir um 2000 rum alle in fliegenden Autos unterwegs sein werden. Und Ende der neunziger Jahre war man sich sicher, dass wir bis in spätestens 2040 Mond- und Marskolonien haben.

    Forscher sind kluge Köpfe, aber manchmal gar ein wenig zu grosse Träumer. Klar kommt die Zukunft, aber sie kommt stets deutlich langsamer, als immer vorhergesagt. Also ich erwarte von 2027 nicht viel mehr als das nächste Samsung Galaxy S19 und vielleicht 16k auflösende Bildschirme. ;)

    Ein wenig überspitzt geschrieben, aber als Gegengewicht zu der Euphorie gemeint.
    21 8 Melden
    • reamiado 03.08.2017 15:33
      Highlight Schön gesagt, jede(r) fühlt sich in einer "umbrechenden" Phase, die vielmehr verändern wird als zuvor.


      Schon Luther sagte den Weltuntergang voraus – 3 Mal – und doch hat sich die Erde weiter um die Sonne gedreht.
      3 1 Melden
  • Granini 03.08.2017 12:53
    Highlight Denkende Maschinen die plötzlich Stimmberechtigt sein wollen. Was wenn der Mensch in Unterzahl der Maschine ist? Matrix lässt grüssen.
    Der perfekte Mensch? Da haben die Nazis ja doch noch ihre reinrassige Welt hingekriegt. Selbstverwirklichung durch eine digitale Identität (welche erneut versklavung durchs Internet bedeutet) um den sozialen Status hochzuhalten?
    Meine Fresse - da mach ich nicht mit. Ich finde da ist sich sorgen nicht unangebracht.
    23 6 Melden
  • Str ant (Darkling) 03.08.2017 12:51
    Highlight Ich persönlich hoffe ja das wenn Menschen wenigstens 200 -300 Jahre alt werden, sie den Effekt ihres kurzdenkens sehen und etwas intelligenter mit der Umwelt umgehen werden
    37 1 Melden
  • dmark 03.08.2017 11:39
    Highlight Die Wirklichkeit verschwindet und das Leben findet nur noch virtuell statt.
    Das klingt eher so, als würden wir somit irgend wann aufhören richtig zu leben. Man dabei darf aber nicht vergessen, dass dieses virtuelle, binäre Leben, bestehend aus vielen bunten Pixel mit einem Schlag auch unwiederbringlich löschbar oder manipulierbar ist.
    15 5 Melden
    • Theor 03.08.2017 13:24
      Highlight Ich wüsste nicht, in wie fern echtes Leben nicht auch auslöschbar oder manipulierbar ist.

      Es ist genauso wie mit den Träumen. Woher wissen wir wirklich, ob unsere Träume nicht echt sind, oder das wir in der Realität sind, wenn wir aufwachen? Nur weil wir es uns selber so einimpfen.
      12 2 Melden
    • Flexon 04.08.2017 20:10
      Highlight @Silent Speaker
      100jährige Träume, in denen man träumt, dass man träumt und wieder aufwacht und jahrelange Schmerzen spürt. Kannst du das objektiv mit Sicherheit ausschliessen?

      Ich nicht.

      Wenn ich die Erde so anschaue, dann glaube ich eher nicht, dass sie eine Kugel ist. Der Beweis gelingt nur mit technischen Hilfsmitteln, die nicht immer zur Verfügung standen. Stehen uns heute alle technischen Hilfsmittel zur Verfügung, die es jemals geben wird? Nein.
      0 0 Melden
  • Angelo C. 03.08.2017 11:36
    Highlight Wer sich wirklich vertieft und seriös mit dieser Materie befassen will, dem muss man schier zwingend den Bestseller des Historikers und seriösen Zukunftsforschers Prof. Yuval Noah Harari "Homo Deus" empfehlen, das ich ebenso staunend, wie bewundernd, aber auch schockiert gelesen habe 🤔!

    Dort steht so ziemlich ALLES drin, was uns wohl in den kommenden Jahrzehnten massiv beschäftigen wird.

    DAS sind Visionen - du meine Fresse 😬!
    17 2 Melden
  • CyanLama 03.08.2017 11:07
    Highlight "sehnen sich nach Heimat und regionalen Produkten"

    Ist meiner Meinung nach nur eine gesellschaftlich anerkannte Antwort.
    Wenn sie merken, dass im Zürcher Oberland keine Bananen und Avocados wachsen, bricht das Chaos aus.


    Würde sie niemand kaufen, würde sie niemand liefern....


    16 4 Melden
  • sheshe 03.08.2017 10:53
    Highlight Was in dieser Studie vergessen ging, ist dass es immer eine grosse Opposition für jedes Thema gibt und es somit in der Entfaltung ausgebremst wird. Nehmen wir das Thema Gesundheit. Wir hätten die Möglichkeit, viele Krankheiten dank Herdenschutz durch Impfung einzudämmen oder sogar auszurotten. Es gibt aber immer mehr Menschen, die sich oder die Kinder davon ausnimmt und somit wieder Platz macht für diese Krankheiten. Dies ist auf viele weitere Themen anwendbar. Ausserdem geht die Reichtumsschere immer weiter auseinander und es entsteht eine Zweiklassengesellschaft.
    33 7 Melden
    • sheshe 04.08.2017 08:45
      Highlight Ich habe keine Kinder und versuche mein Bestes, dass es auch so bleibt. Denn nur von Überbevölkerung zu sprechen und dann aber trotzdem zwei Kleine in die Welt zu stellen ist für mich gegensprüchlich. Nichtsdestotrotz könnten wir mit Ressourcenverteilung einen ausgeglicheneren Wohlstand erreichen. Das wird aber niemals passieren. Also bleibt uns nur noch zu hoffen, dass der Rest der Menschen auch so denkt... Vergesst nie, dass ein 1. Welt-Kind ein vielfaches der Ressourcen eines 3. Welt-Kindes verbrauchen wird.
      1 0 Melden
  • Rudolf die Banane 03.08.2017 10:47
    Highlight Gibt es ernsthaft Menschen die ewig Leben möchten?
    34 4 Melden
    • Musterschüler 03.08.2017 11:14
      Highlight Warum nicht ?
      7 12 Melden
    • Me, my shelf and I 03.08.2017 11:39
      Highlight Es gibt Leute wie mich - die so viel Schiss vor dem Tod haben, dass ein ewiges Leben verlockend erscheint.
      7 11 Melden
    • Yes. 03.08.2017 11:59
      Highlight Diese Darstellungsweise bei diesem Thema ist einfach falsch. Es wird NIE möglich sein ewig zu leben. NIE NIE NIE NIE NIE! Selbst wenn alle biologischen "Probleme" gelöst sind nicht! Die Frage ist um wieviel man die heutige Lebenserwartung verlängern kann. 10, 50 oder im Extremfall 100-500 Jahre? Und die Opposition dagegen ist für mich nicht anders als Leute, die im 19. Jahrhundert gesagt hätten: "Medizin? Hygiene? Gibt es ernsthaft Menschen, die länger als 40 Jahre leben möchten?"
      6 7 Melden
    • Mumped 03.08.2017 13:22
      Highlight Da ich sowieso schon ernsthafte Zweifel an der tatsächlichen Existenz der Welt wie wir sie sehen habe, würde ich nur zu gerne meine Persönlichkeit in eine unendlich lang ergründbare, computergenerierte Welt hochladen, sobald meine Biologie anfängt beträchtlich schlappzumachen
      4 3 Melden
    • Me, my shelf and I 04.08.2017 10:21
      Highlight Ich denke nicht, dass der Mensch sein Leben noch viel verlängern kann, aber ich würde es gerne tun.


      Es ist die Nichtexistenz die mir Angst macht. Schwer zu erklären.
      0 1 Melden
    • Mumped 04.08.2017 11:42
      Highlight @Silent Speaker das habe ich schon oft genug gemacht: Fallschirmspringen, Ohne Sicherung am Berg rumgeklettert und 2x fast abgestürzt, auf ner Bergspitze im Gewitter gecampt und und gehofft dass die Blitze weiter nur knapp neben mir und nicht auf mir einschlagen, in ner Woche allein mit Zelt und Fahrrad nach Island für nen Monat... Zur Zeit erlebe ich immer wieder, dass ich tagsüber backflashs zu Träumen der Vergangenen Nacht habe und es mich dann richtig aufregt weil ich erkenne mit was für perversen Mitteln es mein Hirn geschafft hat, mir glaubhaft zu machen, dass das die reale Welt sei
      0 0 Melden
    • Mumped 04.08.2017 11:52
      Highlight @Silent Speaker ...das sind nur meine persönlichen Eindrücke. Denken wir an wissenschaftliche Aspekte, so stolpert man darüber, dass die Quantenphysik zunehmend wie ein Computerprogramm aussieht (wir kennen die Taktfrequenz, Auflösung,...), dass es von einem logischen Standpunkt aus gesehen wahrscheinlicher ist, dass wir in einem Programm Leben als dass alles real ist (Simulation Argument von Nick Bostrom), oder dass eine zufällige Zusammenfindung von Teilchen zu etwas, das dieselben Gedanken und Erinnerungen wie ein Hirn hat, wahrscheinlicher ist als der Weg der Evolution (Boltzmann brain)
      0 0 Melden
  • DingoAteMyBaby 03.08.2017 10:46
    Highlight Ich denke es ist wahr, dass Maschinen unsere Arbeit übernehmen werden. Die Ängste der Leute dabei sind mehr als berechtigt. Es wird ein anstrengendes Thema sein, wir werden uns wieder mit dem Bedingungslosen Einkommen auseinandersetzen müssen. Jedoch ist dies auch eine Chance für die Menschheit uns noch weiter zu entwickeln und vielleicht wirklich eines Tages nach den Sternen zu greifen.

    Aber, auch wenn es sich vielleicht absurd anhört: wir können uns nur selber im Weg stehen.
    19 2 Melden
  • Dä Brändon 03.08.2017 10:40
    Highlight Egal wohin sich die Zukunft bewegt, der Mensch trägt es tief in sich mit sich selbst zu zerstören. Die Gier ist nicht mit der Erde kompatibel. Wir sind die einzige Spezies die tötet und isst auch wenn sie kein Hunger hat.
    14 9 Melden
    • Musterschüler 03.08.2017 11:24
      Highlight Nein das stimmt nicht.

      Zum Beispiel der Dachs: Er bringt alles um was er kann. Bei uns hat er 4 Kaninchen umgebracht und sie einfach liegen lassen.

      Beispiel Katzen: Unserer bringt Vögel und Mäuse um ohne (Also Selten) sie danach zu fressen.

      Die Liste lässt sich noch ziemlich erweitern.
      8 8 Melden
    • kleiner_Schurke 03.08.2017 12:57
      Highlight Raubtiere töten um zu essen, oder um die eigene Vormachtstellung im Rudel zu behaupten. Hat das neue Löwen Alphamännchen obsiegt tötet es die Jungen seines Vorgängers auch ohne Hunger.
      Es gibt Neuroparasiten die das Verhalten ihres Wirtes manipulieren so das dieser Selbstmord begeht - ohne Hunger.
      12 0 Melden
    • Mumped 03.08.2017 13:23
      Highlight Vergiss die grausamsten Tiere nach dem Menschen nicht, die Delfine!
      11 1 Melden
    • Dä Brändon 03.08.2017 18:28
      Highlight Delfine mit Laserkanonen auf dem Kopf.
      6 0 Melden
  • reamiado 03.08.2017 10:27
    Highlight "Trends" festhalten zu versuchen ist okay, aber da es so viele verschiedene Entwicklungen gibt (Überbevölkerung, Ressourcenknappheit, Datenchips etc.) und zu den meisten Trends auch ein Gegentrend auftaucht, sind solche "zukunftsweisenden" Theorien viel zu vereinfachend um wirklich realitätsnah zu sein.
    14 1 Melden
  • Zeit_Genosse 03.08.2017 10:25
    Highlight Die Studie bringt nichts neues, konkretisiert nur bereits bestehendes und was sich unmittelbar abzeichnet. Was sich die Menschen erhoffen und was die Technologie bringen wird, scheint sich nur partiell zu decken. Mehr Nähe, Heimat, körperliche Kontakte, reale Gespräche, lokale Verankerung, usw. sind echte Bedürfnisse, wie Liebe, Zärtlichkeit, Berührungen, Zuwendung, usw. Dass wir Maschinen so bauen, dass sie diese Gefühle bei uns erzeugen können ist paradox. Die Mensch-Mensch-Schnittstelle existiert seit +tsd. Jahren. Jetzt werden Maschinen dazwischen geschaltet und ewiges Glück versprochen.
    13 0 Melden
  • dondor 03.08.2017 10:08
    Highlight Blablabla. Woher kommt die Energie für all das?
    10 4 Melden
    • Mumped 03.08.2017 13:26
      Highlight Dyson Sphere. Der Merkur hat mehr als genug Eisen, um gigantische Solarzell-Komplexe um die Sonne herum von Robotern erbauen zu lassen.
      1 0 Melden
  • Gubbe 03.08.2017 10:07
    Highlight Nein, ich werde mich nicht mit einer mir wildfremden Person vernetzen lassen, um mit ihr über meinen Stuhlgang zu diskutieren. Im Geschäftsleben haben wir das heute, aber privat, nie. Jeder Maschine muss vorgedacht werden, was sie für mich denken soll. Maschinen die autonom denken, werden das nur im abstrakten Bereich, also in technischen Arbeiten tun können. keine Maschine wird Gefühle des Menschen ersetzen können. Wenn doch, sind wir Menschen überflüssig.
    11 0 Melden
    • meerblau 03.08.2017 12:35
      Highlight Ihr..... diskutiert im Geschäftsleben über... Stuhlgang??? O.o
      15 3 Melden
    • Mumped 03.08.2017 13:28
      Highlight "Gefühle" beschreibt doch auch nur eine wechselnde Chemie im Hirn, die zu variierender Neuronenaktivität führt. Nichts was man nicht mit einem Chip im Hirn ununterscheidbar gut simulieren könnte
      2 2 Melden
  • Posersalami 03.08.2017 09:30
    Highlight "Denkende Maschinen" Wie wäre es mit grossflächig denkenden Menschen bis 2030?

    "Die Rückbesinnung auf das Lokale findet auf allen Ebenen statt."
    Nein, das passiert nur für diejenigen, die sich das leisten können. Also für immer weniger Menschen. Der Rest kauft das billigste und das ist dann sicher nicht regional.
    77 1 Melden
    • S.Fischer 03.08.2017 10:46
      Highlight Die Schere zwischen Arm und Reich öffnet sich immer weiter. Ist nur zu hoffen, dass die 99% endlich einmal aufhören sich durch Vorurteile, etc. dividieren zu lassen und beginnen sich gegen die 1% zu wehren.
      19 1 Melden
    • Me, my shelf and I 03.08.2017 11:45
      Highlight S.Fischer

      Dieses Umdenken müste nicht nur Global, sondern International stattfinden.

      Leider werden alle, die die Gesellschaftsschere kritisieren verschrien, an den Linken Rand gestellt und ins lächerliche gezogen. Bis die Gesellschaft reif ist, daran etwas zu ändern, ist es hoffentlich noch nicht zu spät.
      6 0 Melden
    • Posersalami 03.08.2017 12:50
      Highlight Daran wird sich leider so schnell nichts ändern. Es gibt kein Klassenbewusstsein mehr, schon lange nicht mehr. Ihm wurde, bewusst oder unbewusst, durch den Neoliberalismus der Todesstoss versetzt, nachdem man zu Beginn des 20Jhd. angefangen hat die Arbeiter auseinander zu dividieren. Das Erzeugen von sog. Fehlidentitäten ist ja vor einigen Jahren gerade erst in eine neue Phase eingetreten.
      3 0 Melden
    • Bronko 03.08.2017 13:17
      Highlight Die Hoffnung stirbt zuletzt... Aber dafür geht es uns hier einfach noch zu gut. Stichwort: Brot und Spiele. Und wenn es mal nicht mehr so gut geht, dann ist leider jeder nur noch damit beschäftigt seinen eigenen Ar.. zu retten. Eine Krux!
      4 0 Melden
    • Posersalami 03.08.2017 14:32
      Highlight @Bronko: Mit "zu gut gehen" hat das nichts zu tun. Das stimmt zudem noch nicht einmal, wenn man einzelne Inseln der glückseligen wie die Schweiz ausklammert. In relevanten Teilen Europas befindet sich die gesellschaftliche Mitte im freien Fall und das seit gut 10 Jahren!
      5 0 Melden

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