Schweiz
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Präsident Hollande trifft bei strahlendem Sonnenschein in Bern ein – einen Soldaten freut das gar nicht

15.04.15, 14:13 15.04.15, 20:52

Frankreichs Präsident François Hollande ist zu einem zweitägigen Staatsbesuch in der Schweiz angekommen. Er landete bei strahlendem Sonnenschein am Mittwochnachmittag am Flughafen Bern-Belp. Dort empfing ihn Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga. 

Zur Schweizer Delegation gehörten unter anderen Bundeskanzlerin Corina Casanova und Christoph Neuhaus, Regierungsrat des Kantons Bern. Nächste Station ist der Berner Münsterplatz, wo Hollande vom Gesamtbundesrat und mit militärischen Ehren empfangen werden soll. 

Anschliessend führen die Bundesräte Johann Schneider-Ammann, Doris Leuthard, Eveline Widmer-Schlumpf und Didier Burkhalter offizielle Gespräche mit Hollande und seiner Delegation. Zu letzterer gehören Umweltministerin Ségolène Royal, Arbeitsminister François Rebsamen und Bildungsministerin Najat Vallaud-Belkacem.

Das prächtige Wetter hatte auch seine Nachteile. Ein Soldat wurde in der April-Hitze von Bern ohnmächtig. 

Bild: KEYSTONE

«Europäisches Land Schweizer Prägung»

Zum inhaltlichen: Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga sieht den Staatsbesuch von François Hollande als Auftakt zu besseren nachbarschaftlichen Beziehungen. 

In ihrer Ansprache im Rathaus sagte Sommaruga, Nachbarn hätten viel zu regeln, was gelegentlich zu Problemen führe. Das Verhältnis in jüngerer Vergangenheit sei von Spannungen geprägt gewesen und «zeitweise ein wenig unterkühlt». Hollandes Besuch könne aber «die Ouverture für eine neue Phase der französisch-schweizerischen Beziehungen sein - eine Phase, die durch Vertrauen, Freundschaftlichkeit und Herzlichkeit geprägt sein soll». 

Die Bundespräsidentin sprach auch das Thema an, das beim zweitägigen Besuch Hollandes wohl am meisten zu diskutieren geben dürfte: Die Masseneinwanderungsinitiative und die Stellung der Schweiz in Europa

Video: keystone

Hollande will auch nach der Annahme der Masseneinwanderungsinitiative daran arbeiten, dass es eine Kohärenz gibt innerhalb der über 120 bilateralen Verträge zwischen der Schweiz und der Europäischen Union - denn Frankreichs Nachbarland sei «ein europäisches Land Schweizer Prägung».

Die Schweiz teile die «europäischen Werte und Projekte», aber auf unabhängige Art und Weise, sagte Hollande in seiner offiziellen Ansprache vor dem Gesamtbundesrat und mehreren französischen Regierungsmitgliedern. «Ich akzeptiere diese Wahl», so Hollande. 

Die Periode des Steuerstreits sei seiner Meinung nach abgeschlossen; er beabsichtige nun, die Beziehungen beider Länder zu intensivieren. Frankreich möchte beispielsweise mit der Schweiz bei der Nutzung des Flusswassers der Rhone zusammenarbeiten. Dieses sei wichtig für die Kühlung mehrerer AKW in Südfrankreich. 

Hollande sucht auch die Unterstützung der Schweiz in Umwelt-Themen. Die UNO-Klimakonferenz findet voraussichtlich im Dezember in Paris statt und sollte zu einem Nachfolge-Vertrag für das ablaufende Kioto-Protokoll führen - ein Prestigeprojekt für Frankreich und Präsident Hollande. Er bedankte sich deshalb bei der Schweiz für ihre Vorarbeit und Werbung für die Grüne Wirtschaft im Vorfeld der Pariser Konferenz. 

Hollande hoffe auf Investitionen, insbesondere in den naturwissenschaftlichen Branchen und in der Informatik. Ohne Bezug zu nehmen auf die Grossfusion von Holcim und Lafarge sagte er zudem, er fürchte nicht die Allianzen zwischen französischen und schweizerischen Unternehmen, die die Innovationsfähigkeit verbessern würden. (aeg/sda) 

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Yanik Freudiger, 23.2.2017
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8Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Xi Jinping 15.04.2015 17:49
    Highlight Wer hat das nicht erlebt, dass es einen Kameraden zusammenlegt...
    19 0 Melden
  • minou 15.04.2015 16:28
    Highlight nett das da jemand zeit zum föttelen hatte, nicht aber um zu schauen ob es ihm gut geht...
    29 2 Melden
    • suchwow 15.04.2015 16:48
      Highlight Ja, die Sonne brennt schon recht runter, kann ich nachvollziehen. Waren mal im Sommer im BG-4 Fussball spielen... Das waren Zeiten :D
      Verrückt, wenn gerade in solchen Momenten steckt, aber hinterher gesehen war es doch ganz lustig und hatten was zu erzählen :)
      8 0 Melden
    • Don Quijote 15.04.2015 17:09
      Highlight Der schlief doch nur.
      8 3 Melden
    • Freddie248 15.04.2015 18:40
      Highlight Naja, in solchen Formationen darf man seinen Kameraden nicht helfen. Dafür gibts ein Detachement, dass dies macht.
      Aber das beste ist, dass man nur den armen Soldaten fotografiert, nicht aber die ganze perfekte Formation.
      5 3 Melden
    • Olmabrotwurst 15.04.2015 18:42
      Highlight es lief alles korrekt ab man darf in der Achtungsposition sich nicht bewegen und wenn halt mal einer kippt, kippt der halt es ist somit alles halb so wild, dem Mann wurde sicher geholfen... nur der Reporter darf sich natürlich nicht in militärische Angelegenheiten mischen.. also besser Foto machen... ;)
      3 0 Melden
    • Macke 15.04.2015 19:48
      Highlight Mich erstaunen die gelassenen Antworten. So ein Zusammenbruch kann gefährlich sein: Hirnerschütterung beim Aufprall etc. Ich finde es ehrlich gesagt schockierend und aus menschlicher Sicht unverantwortlich, dass alle anderen stehen bleiben und nicht helfen, auch wenn dies anscheinend angeordnet zu sein scheint. Zudem ist es doch menschenverachtend den da einfach liegen lassen.
      12 7 Melden

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