Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.

Bild: KEYSTONE

Neuer GLP-Präsident gewählt: Jürg Grossen folgt auf Martin Bäumle

26.08.17, 16:04 26.08.17, 16:26

Die Grünliberalen Schweiz (GLP) haben einen neuen Präsidenten. Der Berner Nationalrat und Unternehmer Jürg Grossen wurde am Samstag an der GLP-Delegiertenversammlung in Rüschlikon ZH klar zum Nachfolger des abtretenden Martin Bäumle ernannt.

«Die Verbindung von Wirtschaft und Umwelt bleibt für uns zentral», sagte Grossen gemäss Communiqué anlässlich seiner Wahl. Die Grünliberalen stünden zudem für eine offene und vernetzte Schweiz. «Dem zunehmenden Trend zu Protektionismus, Stillstand und Abschottung von links und rechts treten wir entschieden entgegen.»

Bäumle hatte im Mai seinen Rücktritt bekannt gegeben. Der 52-Jährige hatte die Partei seit der Gründung im Jahr 2007 präsidiert und massgeblich geprägt. «Die Grünliberalen haben sich in der Schweizer Politik etabliert», sagte Bäumle in seiner Abschiedsrede zu den Delegierten.

Die Partei habe sich in den meisten Kantonen verankern können und zudem die Verbindung von Wirtschaft und Umwelt auf die politische Agenda gebracht. «Unter diesen Umständen kann ich mein Parteipräsidium optimistisch und mit gutem Gewissen in neue Hände geben.»

Langjährige Erfahrung als Unternehmer

Mit dem 48-jährigen Grossen folgt auf den charismatischen Bäumle ein Mann, der sich bisher kaum in den Vordergrund drängte und als zurückhaltend gilt. Grossen ist seit 2011 Nationalrat und war seit 2016 Vizepräsident der GLP. Seit 2015 ist er zudem Vizepräsident der GLP-Bundeshausfraktion. Er engagiert sich vor allem in der Energie- und Verkehrspolitik.

Als Parteipräsident wolle er sich für ein klares politisches Profil einsetzen, hatte er nach seiner Nominierung gesagt. Er betonte, dass die GLP - die bei den letzten Wahlen Federn lassen musste - bei den Wahlen 2019 wachsen wolle. Dabei werde sie weiterhin auf Listenverbindungen setzen.

Martin Bäumle gratuliert Jürg Grossen. Links: Tiana Moser. Bild: KEYSTONE

Inhaltlich kündigte Grossen ebenfalls keinen Richtungswechsel an. Er bezeichnete die GLP als «ideale Heimat für KMU». Als Parteipräsident würde er seine Erfahrungen als Geschäftsmann einfliessen lassen.

Energiepreis gewonnen

Von Beruf ist Grossen Elektroplaner. Seit 1994 ist er als Unternehmer tätig und beschäftigt aktuell rund 40 Mitarbeitende.

Im Januar 2016 gewann er mit seinen Firmen den Schweizer Energiepreis Watt d'Or. Zu seinen Tätigkeiten in Verbänden und Vereinen zählt das Präsidium von Swiss e-Mobility und der Konferenz der Gebäudetechnikverbände.

Auf die Frage, ob er sich im Kreis der Parteichefs behaupten könne, antwortete er am Freitag in einem Interview mit dem mit den Zeitungen «Tages-Anzeiger» und «Der Bund», es sei gar nicht nötig, laut zu kommunizieren. «Im Übrigen bin ich auch ein Alphatier und streitlustig.»

Für vier Frauen im Bundesrat

Bei der Nachfolge des abtretenden FDP-Bundesrats Didier Burkhalter möchte Grossen lieber eine zusätzliche Frau als einen Tessiner in der Landesregierung. Frauen machten eine sehr nachhaltige und genauso gute Politik wie Männer, sagte er Anfangs Juni in einem Interview mit dem «Blick». Am liebsten hätte er vier Frauen im Bundesrat.

Grossen ist in Saanen, Gstaad und Frutigen im Berner Oberland aufgewachsen. In Frutigen lebt er heute mit seiner Frau und seinen drei Kindern. Der sportbegeisterte Grossen spielt unter anderem Fussball im Mittelfeld des FC Nationalrat. (sda)

Wer ist der wirtschaftsfreundlichste Politiker?

Das könnte dich auch interessieren:

10 Fragen, die dem SBB-Kundendienst im Internet tatsächlich gestellt wurden 🙈

Stoppt die Essensdiebe! 9 Etiketten, die du brauchst, wenn du im Büro arbeitest

Vergesst Russland und USA: In Syrien droht ein Krieg zwischen Iran und Israel

Dreht Obama durch? Dieses Video zeigt eine der grössten Gefahren für Demokratien

«Ohne Fiat Money wäre unser Wohlstand undenkbar»

Liebe Baslerinnen und Basler, das passiert jetzt mit eurer BaZ ...

John Oliver attackiert die Schweiz – das sagt der Steuerexperte dazu

«Sitz, du Sau!» – Als Hockeybanausin am Playoff-Finalspiel

Hätten die Echo-Verantwortlichen doch diesen Film gesehen ...

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
Themen
2
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Schneider Alex 28.08.2017 05:57
    Highlight GLP: Die Untergrundorganisation der FDP

    Die Grünliberalen (GLP) sind die Untergrundorganisation der FDP! Sie verhelfen der kapitalistisch orientierten FDP via ihrem grünroten Mäntelchen zu den notwendigen Mehrheiten.
    0 1 Melden
  • rodolofo 27.08.2017 08:35
    Highlight Grünliberal = Mafiosi, die in Minergie-Häusern wohnen.
    1 6 Melden

Thurgauer Rentner geht freiwillig in den Knast – und schildert seine «Luxuswoche» 

Weil er eine Verkehrsbusse nicht bezahlen wollte, sass ein Senior seine Strafe kurzerhand im Gefängnis Frauenfeld ab. 

Rentner haben Zeit, viel Zeit. Da überlegte ein Senior nicht lange, als ihm wegen eines Verkehrsdelikts eine Busse von 700 Franken aufgebrummt wurde. Anstatt zu zahlen, sass er seine Strafe im Gefängnis Frauenfeld ab. «Diesen Luxus wollte ich mir einfach mal gönnen», sagte der Senior zu den Frauenfelder Nachrichten. Sieben Tage verbrachte er hinter schwedischen Gardinen. 

Seine Schilderungen hören sich schon fast wie ein Scherz an. «Ich habe die Woche wirklich sehr genossen. Musste nicht …

Artikel lesen