Schweiz
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Frauen und Männer werden auch in der Schweiz bis heute nicht gleich gut bezahlt. bild: shutterstock

Bist du eine Frau? Dann schau mal, wie viele Tage du länger arbeiten musst, ehe du den Lohn eines Mannes hast

Der «Equal Pay Day» macht darauf aufmerksam, dass Frauen deutlich länger arbeiten müssen, um den gleichen Jahreslohn für gleichwertige Arbeit zu erhalten wie Männer. Genau heute kommen Frauen in der Schweiz auf den Vorjahreslohn ihrer männlichen Mitstreiter.



Das Thema Lohnungleichheit wird immer wieder diskutiert, und obwohl die Schweiz diesen Wert vor einigen Jahren auf 18,4 Prozent senken konnte, ist er inzwischen wieder auf 18,9 Prozent gestiegen. Doch was bedeutet das konkret? 

Eine Antwort darauf liefern die Initianten des Equal Pay Days: Es bedeutet, dass Frauen 18,9 Prozent mehr arbeiten müssen, um für gleichwertige Arbeit denselben Lohn wie die Männer zu erhalten. Kassiert ein Mann also Ende 2014 seinen Jahreslohn, müssen Frauen nochmals 18,9 Prozent des neuen Jahres drauflegen, um zum gleichen Lohn zu kommen. 

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Wie viele Tage müssen Frauen weiterarbeiten, ehe sie auf den gleichen Lohn wie ihre männlichen Arbeitskollegen kommen? Wir haben, basierend auf den Zahlen der OECD, eine Grafik erstellt. Sie zeigt: In Neuseeland haben es Frauen noch am besten.

lohnungleichheit equal pay day

Die Rechnung hinter der Grafik

– Um die Länder direkt miteinander vergleichen zu können, wurden die jeweiligen Feiertage nicht berücksichtigt. Die Formel lautet entsprechend: 
Wert der Lohnungleichheit in Prozent x 365 : 100 = Tage, bis der Equal Pay Day erreicht ist.
– Da die Initianten des Equal Pay Day in den verschiedenen Ländern zum Teil mit anderen Werten arbeiten als mit jenen der OECD, weichen deren Aktionstage von unserem errechneten Datum ab. 

Equal Pay Day

Der Equal Pay Day wurde von der Organisation Business and Professional Women (BPW) ins Leben gerufen und findet seit einigen Jahren in verschiedenen Ländern statt und soll aufzeigen, wie viel länger als ihr männliches Pendant Frauen arbeiten müssen, bis sie den gleichen Lohn haben. Dabei beziehen sich die Initianten auf unterschiedliche Statistiken aus dem jeweiligen Land und nicht wie watson auf die OECD-Zahlen. 

Lohnungleichheit gemäss Daten der OECD:

Neuseeland (5,6%), Belgien (6,4%), Luxemburg (6,5%), Griechenland (6,9%), Norwegen (7,0%), Dänemark (7,8%), Spanien (8,6%), Ungarn (8,7%), Polen (10,6%), Italien (11,1%), Slowenien (11,6%), Irland (12,8%), Frankreich (14,1%), Island (14,1%), Slowakei (14,1%), Schweden (15,1%), Mexiko (15,4%), Tschechien (15,5%), Chile (16%), Portugal (16,3%), Deutschland (16,6%), Vereinigtes Königreich (17,5%), Australien (18%), USA (17,9%), Österreich (18,2%), Finnland (18,7%), Schweiz (18,9%), Kanada (19%), Türkei (20,1%), Niederlande (20,5%), Israel (21,8%), Japan (26,6%), Estland (31,5%), Südkorea (36,6%)
Bemerkung: Die OECD führt nicht für jedes Jahr die aktuellsten Zahlen auf, die ältesten Werte stammen aus dem Jahr 2010.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Chrexos 10.03.2015 09:48
    Highlight Highlight Lohngleichheit gibt es hoffentlich nie. Schliesslich sind wir in einer freien Marktwirtschaft und nicht im Kommunismus. Daher will ich mir das Recht vorbehalten einen schlechteren Arbeiter auch schlechter zu bezahlen. Wieso sollte ich bei unzureichender Leistung gleich viel bezahlen? Wegen des Geschlechts? Lächerlich! In einigen Branchen verdienen Frauen sogar mehr - können dort Männer auch auf Diskriminierung klagen? Wohl kaum da schon seit Jahrzenten nur Frauen gefördert werden.
  • Alnothur 09.03.2015 18:16
    Highlight Highlight Diese Prozentzahlen sind reisserisch und falsch, denn es sind die Mittelwerte jeweils aller Arbeitstätigen des jeweiligen Geschlechts. Ein korrekter Vergleich wäre es dann, wenn man die jeweiligen Berufe vergleicht, also z.B. der Unterschied bei den CEOs, den Maurern, den Krankenpflegern usw. Auf diese Weise sinkt z.B. bei Deutschland der Wert auf die richtigeren ungefähr 7%. Immer noch ein unschöner Wert, der verbessert werden muss, aber immerhin ein ehrlicher Wert.
  • Zyan 09.03.2015 16:50
    Highlight Highlight http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/21/02/ind32.indicator.71306.3207.html

    Der Unterschied wird kleiner. Ich denke das hat auch damit zu tun, dass mehr und mehr jüngere Personen in Positionen kommen in welchen sie die Löhne mit Angestellten aushandeln. Die jüngere Generation ist da schon völlig anders erzogen worden. Somit muss man der jüngeren Generation auch die Chance lassen das nun zu korrigieren.
    Allerdings wird kein Arbeitgeber einfach ohne Verhandlung die Löhne erhöhen bzw. nur für die Person die mit ihm verhandelt. Somit liegt es auch an jedem einzelnen.
  • Sehrgut 09.03.2015 13:49
    Highlight Highlight Wenn ich annehme, dass ich 40 Jahre lang drei Monate länger arbeiten muss, damit ich gleich viel verdiene, wie ein Mann, macht das 120 Monate.
    Teile ich die durch 12 ergibt das 10 Jahre. Somit kann ich mich mit 55 pensionieren lassen!
  • Charlie Brown 09.03.2015 13:38
    Highlight Highlight So sehr ich für gleichen Lohn für gleiche Arbeit (unabhängig von allen sozio-demografischen Merkmalen) bin... Ich kann es trotzdem nicht mehr hören.

    Angestossen durch diese Diskussion habe ich die Lohnliste unserer Firma (KMU mit rund 50 Mitarbeitenden Frauen und Männern) analysiert. Und siehe da; Der durchschnittliche Monatslohn der Kolleginnen liegt um just CHF 1 über jenem der Männer. Auf den ersten Blick also absolute Lohngleichheit. Aber auch das ist nur eine statistische Grösse, die weder Leistung noch Ausbildung noch Verantwortung berücksichtigt.
  • Lowend 09.03.2015 12:47
    Highlight Highlight Lohngleichheit ist ein Verfassungsauftrag und alle die dass noch nicht begriffen haben, sollten sich mal überlegen, warum es beim Thema der Lohngleichheit für die Bürgerlichen, die SVP und die Arbeitgeberverbände völlig normal ist, dass seit dem Jahr 1981 die Verfassung millionenfach gebrochen wird? Genau die gleichen wollen dann die Verfassung eins zu eins umsetzen, wenn es gegen die Ausländer geht, aber wenn die eigenen Frauen, Freundinnen und Mütter profitieren würden, argumentieren sie genau gleich, wie die hinterletzten Muslime! Diese verlogenen Machos sind doch absolut das letzte!
    • Charlie Brown 09.03.2015 13:40
      Highlight Highlight Ich finde deine Wortwahl "die hinterletzten Muslime" nicht abgebracht. Machoismus gibt es in allen Religionen. Punkt.
    • Lowend 09.03.2015 14:47
      Highlight Highlight Leider gleichen sich die Einstellungen von einigen echten Eidgenossen bezüglich der Rolle der Frau halt leider mit denen der hinterletzten Muslime. Da müssen sich diese Antifeministen selber an der Nase nehmen und gerade wenn diese Kreise sich darüber beschweren, wie schlimm es den Frauen in muslimischen Ländern geht, empfinde ich dass als sehr verlogen, denn es waren genau diese Männer, die schon in den 70er Jahren meine Mutter anfeindeten, als sie sich politisch und als eine der ersten Fürsprecherinnen für die Rechte der Frauen einsetzte.
    • tom99 09.03.2015 15:07
      Highlight Highlight Tell99, lies den Artikel über das Interview mit der arabischen Talkmasterin, dann weisst Du, was Machoismus bedeutet.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Donald 09.03.2015 10:51
    Highlight Highlight Solange diese Gleichberechlter und Gleichberechtlerinnen nicht beim gleichen Rentenalter mitmachen, verschwende ich keinen einzigen Gedanken an dieses Thema.
    • ⚡ ⚡ ⚡☢❗andre ☢ ⚡⚡ 09.03.2015 12:14
      Highlight Highlight Quatsch, Rentenaltern und gleicher Lohn für die gleiche Leistung sind mathematisch zwei unterschiedliche Sachen. Zudem ist der Unterschied vom Rentenalter viel kleiner, also es diese grosse Lücke rechnerisch ausgleichen könnte.
    • Donald 09.03.2015 12:57
      Highlight Highlight Das ist keine mathematische Meinung. Nur eine rein logische.
    • Charlie Brown 09.03.2015 13:43
      Highlight Highlight @Donald: Unrecht mit Unrecht auszugleichen ergibt aber auch nicht Recht.

      Ich finde das unterschiedliche Rentenalter auch überholt und es gehört angepasst. Aber es gibt beim besten Willen keinen kausalen Zusammenhang zwischen den beiden Themen.

      Im Gegenteil; man könnte davon ausgehen, dass die Leistungsfähigkeit im Alter abnimmt. Somit ersparen die Frauen der Wirtschaft ein unterdurchschnittlich produktives Erwerbsjahr (welches aufgrund der Lohnentwicklung und der PK sogar noch das teuerste überhaupt wäre) ;-)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Der Tom 09.03.2015 10:42
    Highlight Highlight Da könnte man aber recht viel sparen! die Männer Löhne sind ja demnach zu hoch.
  • Señor Ding Dong 09.03.2015 10:12
    Highlight Highlight Ich finde das Getue um Löhne in der Schweiz zum Kotzen. Immer heisst's "darüber spricht man nicht". Wenn man Gerechtigkeit diesbezüglich will, sollte man möglichst viel darüber sprechen.

    Die Gendergap ist nur die Spitze des Eisbergs.
  • Bruno Wüthrich 09.03.2015 09:45
    Highlight Highlight Dort, wo es wirklich eins zu eins vergleichbar ist, ist die Lohnungleichheit zwischen Mann und Frau eine Schweinerei. Doch ich kann beim besten Willen nicht ausschliessen, dass zuweilen zwar der Lohn verglichen wird, nicht aber der Wert der Arbeit (und zwar, weil dies schlicht und ergreifend nicht immer möglich ist). Zu vermuten ist zudem, dass auch die Gehälter der Chefetagen in die Statistiken einfliessen, und die sind Verhandlungssache. Mir ist es gelinde gesagt scheissegal, ob Chefin X nur acht statt zehn Millionen verdient wie Chef Y. Ihr Problem, wenn sie nicht besser verhandeln kann.
    • Asmodeus 09.03.2015 13:21
      Highlight Highlight Überbezahlt sind immerhin beide.
  • stadtzuercher 09.03.2015 09:33
    Highlight Highlight Sorry, das ist einfach ideologischer Humbug.
    Man kann in einer Lohnunterschiedsberechnung nicht nur die Umstände berücksichtigen, die zugunsten des eigenen Geschlechts zählen. Weshalb werden in diesem Gendergap nicht auch die Kosten berechnet, die ausschliesslich den Mann treffen: Militärdienst, Wehrpflichtersatz? Weshalb wird nicht berücksichtigt, dass Männer in ihrem Leben 2-3 Jahre (!) mehr arbeiten müssen, bevor sie pensioniert werden? Dass Männer 4 Jahre (!) weniger Rente beziehen, weil sie vorher sterben? Ohne feministisch-ideologische Blindheit lösen sich die 18% schnell in Luft auf.
    • TJ Müller 09.03.2015 10:45
      Highlight Highlight Du bist allen Ernstes davon überzeugt, dass du 18% mehr leistest als eine Frau? Und das Wehrpflichtsargument zählt auch nicht, denn das ist ein anderes Problem und hat nichts miteinander zu tun, man könnte schlicht auch die Wehrpflicht für alle Geschlechter einführen. zZ wird Militärdienst mit nur 3% Lohneinbusse verrechnet. Die 2-3 Jahre länger arbeiten werden eigentlich mit Geld verrechnet, du hast 3 Jahre länger ein hohes Einkommen. Aber extra für dich, wenn auch unlogisch: 3 Jahre länger Arbeiten entspricht ca. 7% des Arbeitslebens, nix mit 18%. Und unlogische 7%+3% ist immernoch < 18%...
    • grund2010 09.03.2015 10:58
      Highlight Highlight Vor allem was es mit den Renten auf sich hat würde mich interessieren, denn wenn mich mein Gedächtnis nicht täuscht, sind die Spitzenreiter alles Länder mit tiefem Rentenalter für beide Geschlechter. (Ohne Gewähr)

      Ausserdem erleiden Männer 96% der tödlichen Arbeitsplatzunfällen. Ob sich das hohe Risiko auf die Bezahlung auswirkt?

Linksautonome Schweizer marschierten an «Gilets-jaunes»-Protesten mit

Unter die «gilets jaunes» in Paris mischten sich am Samstag auch Mitglieder der linksradikalen «Revolutionären Jugend». Sie wollten Solidarität bekunden, «Erfahrungen in Strassenkämpfen» sammeln und «untersuchen, inwiefern sich Rechtsextreme an den Protesten beteiligen.»

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