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Gleichstellungs-Demo: Zürcher Pride Festival erstmals mit Behinderten-Organisationen



Mehrere tausende Schwule, Lesben, Bisexuelle und Transmenschen sind am Samstagnachmittag mit dem Pride-Umzug durch die Zürcher Innenstadt gezogen. Erstmals nahmen auch Behinderte offiziell an der Gleichstellungs-Demonstration teil.

Mit farbigen Ballonen, Regenbogenfahnen und lauter Musik zogen die Pride-Teilnehmenden vom Helvetiaplatz durch die Bahnhofstrasse zum Werdmühleplatz, grösstenteils vom Regen verschont. Rund 9000 Personen nahmen laut Angaben der Veranstalter am Umzug teil, weitere 3000 verfolgten die Parade vom Strassenrand aus.

Tele Züri

Aufwändig herausgeputzte Diven und andere Paradiesvögel waren in diesem Jahr wenige zu sehen. Die meisten Teilnehmenden begnügten sich mit Alltagskleidern.

Banker, Pöstler, Sportvereine

Offiziell dabei waren unter anderem Regenbogenfamilien, homosexuelle Banker, Post-Mitarbeitende, Sportvereine, Eltern homosexueller Kinder sowie schwule und lesbische Mitglieder von CVP und BDP.

Erstmals nahmen auch Behinderte am Pride-Umzug teil. Sie wollten damit nicht nur auf die generelle Diskriminierung in der Gesellschaft aufmerksam machen. Sie wollten auch zeigen, dass Ausgrenzungen häufig auch innerhalb von Minderheiten vorkommen, etwa innerhalb der Homosexuellen-Szene. (sda)

Demo in Warschau

Tausende Schwule und Lesben, Freunde und Angehörige haben am Samstag für gleiche Rechte von Homosexuellen in Polen demonstriert. Unter dem Motto «Gleiche Rechte – gemeinsame Sache» forderten sie unter anderem Heirats- und Adoptionsmöglichkeiten für Angehörige sexueller Minderheiten. Ein Grossaufgebot der Polizei sicherte die Veranstaltung, darunter zahlreiche Zivilbeamte. Zwischenfälle blieben bis zum frühen Abend aus. Lediglich in der Altstadt versammelte sich eine Gruppe von Rechtsextremisten.

Kurz vor Beginn der «Gleichheitsparade» riefen mehr als 100 bekannte polnische Homosexuelle Schwule und Lesben auf, sich zu outen. Zu den Unterzeichnern des Appells gehören Robert Biedron, der Bürgermeister der Stadt Slupsk und lange Jahre einzig offen schwule Politiker Polens, Krzysztof Charamsa, ehemaliger polnischer Geistlicher im Vatikan, die transsexuelle ehemalige Parlamentarierin Anna Grodzka sowie Regisseure, Schauspieler, Autoren und Wissenschaftler. (sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • creator54 12.06.2016 02:42
    Highlight Highlight Ich verstehe nicht warum die Homosexuellen eine parade veranstalten, warum müssen die zeigen das sie Schwul oder Lesbisch sind interesiert doch niemanden wir Heteros machen ja auch keine parde bei der wir zeigen müssen das wir Hetero sind. Und zudem waren auch kleine kinder in der stadt die dan wie mein sohn sehen mussten wie zwei männer halbnackt auf der strasse rummachten.
    • Zerpheros 12.06.2016 07:38
      Highlight Highlight Heterosexuelle brauchen keine Parade, weil Heterosexualität die Norm ist. Und ihrem Sohn sagen Sie eben, dass sich da gerade zwei Männer ganz toll finden, und dann gehen Sie mit ihm weiter. Sie finden bestimmt auch jemanden ganz toll und Ihr Sohn sicher auch irgendwann. Solange das nicht für alle gilt, braucht man den CSD.
    • E7#9 12.06.2016 07:48
      Highlight Highlight Die Teilnahme der Schwulen an einer Gleichstellungs-Demo finde ich voll ok. Das ständige fast schon detaillierte "Vormachen" ihrer Sexualität braucht es dabei aber wirklich nicht. Die meisten Männer finden diesen Anblick widerlich. Sex gehört nicht öffentlich zur Schau gestellt. Ich bin für volle gesellschaftliche Akzeptanz von Schwulen. Schwule wiederum sollten dann aber auch die gesellschaftlichen Regeln akzeptieren und sich daran halten.
    • Randy Orton 12.06.2016 08:47
      Highlight Highlight E7#9, es gibt einen Unterschied zwischen Küssen und Sex. Zweiteres ist in der Öffentlichkeit verboten und zwar für Heteros und für Homos.
      Aber solch homophobe Aussagen wie, dass die meisten Männer den Anblick von Homosexuellen widerlich finden, rechtfertigt eben gerade die Parade. Solange in diesem Land nicht jeder Mensch genau die gleichen Rechte hat, muss dafür gekämpft werden.
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  • thompson 12.06.2016 00:24
    Highlight Highlight Macht so was doch Bitte in Polen, Russland, Kroatien oder Serbien.
    Dort könnt ihr beweisen ob ihr Eier habt☺
    • Randy Orton 12.06.2016 02:02
      Highlight Highlight Es geht bei der Demo nicht darum, dass jemand beweisen will, dass er Eier hat. Ausserdem gibt es in den von dir genannten Ländern auch solche Demos.
    • Zerpheros 12.06.2016 07:39
      Highlight Highlight Und was sollen die Lesben machen? Auch Eier haben?
    • thompson 12.06.2016 08:42
      Highlight Highlight Ja dort gibt es auch solche Demos. Aber dort gibt es immer noch schlimme Unterdrückung und Gewalt gegen Regenbogen Leute. Bei uns habt ihr eure Ziele erreicht.
      Weiter sollte es nicht gehen. Ich habe 0 Bock auf euch
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  • Failai 12.06.2016 00:03
    Highlight Highlight ❤️❤️❤️❤️
  • Fabio74 11.06.2016 23:43
    Highlight Highlight schön waren so viele da. es braucht sie alle
  • Topoisomerase 11.06.2016 22:39
    Highlight Highlight Merci an alle, die da waren. Gemeinsam sind wir stark! 👬👭👫💙
  • murmel1 11.06.2016 22:37
    Highlight Highlight Und das waren die Gaysport Zürich an der Züri Pride!

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