Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

70-jährige Lebensretterin aus Flawil SG erhält «Prix Courage»

30.10.15, 18:45 31.10.15, 14:34

Der diesjährige «Prix Courage» der Zeitschrift «Beobachter» geht an Erna Niedermann aus Flawil SG. Die 70-Jährige hat zwei junge Frauen aus der reissenden Thur gerettet. Samt Schuhen und Tasche stürzte sie sich in den Fluss.

Niedermann bezeichnet sich eigentlich als schlechte Schwimmerin. Trotzdem sei sie in den Fluss gesprungen, um zwei junge Frauen zu retten, schreibt der «Beobachter» in einer Mitteilung vom Freitag.

«Diese Notsituation hat in mir Kräfte freigesetzt, die ich nie für möglich gehalten hätte», erklärt sich Niedermann den glimpflichen Ausgang der Rettungsaktion. Dass sie eine heldenhafte Tat begangen hatte, war ihr offenbar nicht bewusst. Ohne ihren Namen zu hinterlassen, fuhr sie nach Hause.

Weil bei ihrem Einsatz aber ihre Brille verloren ging, meldete sie sich kurz darauf im nahegelegenen Asylzentrum, wo eine der beiden geretteten Frauen lebte. Bei den Asylsuchenden hatte die Nachricht von der heldenhaften Rettung bereits die Runde gemacht.

Wirklich couragiert findet Niedermann ihre Tat selbst nicht: «Es ist doch selbstverständlich, dass man in einer solchen Situation hilft.» Für ihren Einsatz erhielt die 70-Jährige am Freitag den «Beobachter Prix Courage», der mit 15'000 Franken dotiert ist.

Schülerinnen gründen Hilfswerk

Der «Prix Courage Next Generation» geht in diesem Jahr an Franzisca Gartenmann und Lara Twerenbold aus Erlenbach ZH. Die beiden Jugendlichen gründeten einen Verein, der Waisenkindern in Laos den Zugang zu Bildung ermöglicht. Der Verein unterstützt mittlerweile 20 Kinder mit Stipendien von je knapp 700 Franken.

Das Engagement begann mit einer Reise nach Laos, wo Gartenmann überall «schreiende Ungerechtigkeiten» sah. Dies habe sie richtig sauer gemacht. Wieder zuhause gründete sie mit ihrer Freundin ein Hilfswerk, obwohl beide gemäss eigenen Aussagen «keine Ahnung hatten, wie Entwicklungszusammenarbeit funktioniert». Der «Next Generation»-Preis ist mit 3000 Franken dotiert. (sda)

Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Mit 299 km/h der Grenze entlang gedonnert: Polizei schnappt Raser dank Facebook-Video

Mit fast 300 km/h raste ein Töfffahrer vor einem Jahr in der Nähe von Waldshut entlang der Schweizer Grenze. Seine lebensgefährliche Fahrt hielt er auf einem Video fest, das er auf Facebook teilte. Doch das war ein Fehler, wie sich jetzt herausstellt.

299 km/h zeigt der Tacho im Video an, als der Töfffahrer in Deutschland von Eggingen nach Eberfingen rast, nur wenige Kilometer von der Aargauer Grenze entfernt. Das Video stellt er danach auf Facebook.

Doch diese Aktion wird ihm nun ein Jahr nach seiner Höllenfahrt zum Verhängnis: Autofahrer haben den Töff mit dem Zürcher Nummernschild wiedererkannt und sich bei der Deutschen Polizei gemeldet. Jetzt hat der Raser eine Anklage wegen Gefährdung im Strassenverkehr am Hals.

Auf dem Video ist zu …

Artikel lesen